Das Wichtigste in Kürze
- Der H130 ist ein einmotoriger Leichthubschrauber aus der Écureuil-Familie, der früher als EC130 lief und offiziell als Variante der AS350 zugelassen ist.
- Schnellster Erkennungsweg: drei Hauptrotorblätter plus Fenestron plus breite Panoramakabine.
- Gebaut für den Rundflug: Leiser Fenestron, Drehzahlregelung des Rotors und viel Glas machten ihn zum Standardtyp über dem Grand Canyon und auf Hawaii.
- Zwei Hauptversionen: EC130 B4 mit Arriel 2B1 und der überarbeitete EC130 T2 bzw. H130 mit Arriel 2D.
- In Tracking-Diensten erscheint der Typ als EC30 – nicht als AS50 wie der H125.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der Airbus H130?
- 2.Vom Écureuil zum Aussichtshubschrauber
- 3.Warum der H130 so leise ist
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.H130, H125, H120 oder H135?
- 6.Wo du den H130 antriffst
- 7.Selbst mitfliegen: der H130 von innen
- 8.Sicherheit und Tank: ein wichtiges Kapitel
- 9.Fototipps speziell für den H130
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus Helicopters (bis 2014 Eurocopter) |
|---|---|
| Familie | Écureuil-Ableger (zugelassen als Variante der AS350) |
| ICAO-Typcode | EC30 |
| Erstflug EC130 | 24. Juni 1999 in Frankreich |
| Zulassung | FAA am 14. Dezember 2000, JAA am 21. Dezember 2000 |
| Erstkunde | Blue Hawaiian Helicopters (Indienststellung 2001) |
| Versionen | EC130 B4 (Arriel 2B1), EC130 T2 / H130 (Arriel 2D, ab 2012) |
| Triebwerk (H130) | 1 × Safran Arriel 2D mit FADEC und automatischem Reservekanal |
| Hauptrotor | 3 Blätter aus Verbundwerkstoff, rund 10,7 m Durchmesser |
| Heckrotor | Fenestron (ummantelt im Seitenleitwerk) |
| Personen an Bord | bis zu 8 (1 Pilot + 7 Passagiere) laut Airbus |
| Max. Abfluggewicht (T2) | 2.500 kg, mit Außenlast 3.050 kg |
| Schnelle Reisegeschwindigkeit | 128 kt (rund 237 km/h) laut Airbus |
| Reichweite / Flugdauer | 327 NM (rund 606 km) bzw. 4 Stunden bei max. Abfluggewicht |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Fenestron: Der Heckrotor sitzt ummantelt in einem großen, runden Seitenleitwerk – kein offener Rotor am Heckausleger
- Drei Hauptrotorblätter auf dem flachen Rotorkopf, den du von der AS350 Écureuil kennst
- Breite, bauchige Kabine mit großen Seitenfenstern und weit heruntergezogener Frontverglasung
- Nur ein Triebwerk mit einem einzelnen Abgasauslass hinter dem Rotormast
- Höhenleitwerk mit Endscheiben vor dem Fenestron, Kufenlandegestell
- Bei Rundflugbetrieben oft in auffälligen Firmenfarben und mit großen Schriftzügen am Rumpf
Aktualisiert: Oktober 2026 – Wer schon einmal über den Las Vegas Strip, in den Grand Canyon oder an den Klippen von Kauai entlang geflogen ist, saß mit guter Chance in einem Airbus Helicopters H130. Der Einmotorer, lange als EC130 bekannt, ist ein enger Verwandter der AS350 Écureuil, wurde aber gezielt für Passagiere gebaut, die vor allem eines wollen: rausschauen. Breite Kabine, viel Glas und ein leiser, ummantelter Heckrotor machen ihn zum Rundflug-Hubschrauber schlechthin. Hier erfährst du, wie du ihn sicher erkennst, wie er sich von seinen Geschwistern unterscheidet und wo du ihn am besten vor die Linse bekommst.
Vom Rundflug direkt in den Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Hubschrauber-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest – vom H130 über dem Strip bis zum Bergretter in den Alpen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der Airbus H130?
Der H130 ist ein einmotoriger Leichthubschrauber mit einer Turbine vom Typ Safran Arriel 2D. Die Triebwerksregelung arbeitet digital (FADEC) mit zwei Kanälen und einem zusätzlichen automatischen Reservekanal. Laut Airbus nimmt der H130 neben dem Piloten bis zu sieben Passagiere mit, fliegt mit schneller Reisegeschwindigkeit rund 128 Knoten und bleibt bei maximalem Abfluggewicht bis zu vier Stunden in der Luft. Die Reichweite gibt Airbus mit 327 nautischen Meilen an, also gut 600 Kilometern.
Airbus vermarktet ihn als Allrounder: Rundflüge und Tourismus, Charter, Luftrettung, Firmen- und VIP-Transport, Überwachungsflüge und Hilfseinsätze. In der Rettungsvariante passen bis zu zwei Piloten, eine Trage und drei bis vier Personen medizinisches Personal hinein. Der Kern seines Erfolgs liegt aber eindeutig im Tourismus.
Der Name H130 gehört zum Namensschema, das Airbus nach der Umbenennung von Eurocopter in Airbus Helicopters im Jahr 2014 eingeführt hat. Airbus beschreibt den H130 ausdrücklich als früheren EC130 T2. Formal ist der Typ als Variante der AS350 zugelassen, weshalb in Zulassungsunterlagen auch die Bezeichnung AS350 B4 auftaucht. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu Airbus Helicopters und im Überblick zum Konzern Airbus.
Vom Écureuil zum Aussichtshubschrauber
Die Wurzeln reichen weit zurück. Die AS350 Écureuil von Aérospatiale war in den 1970er-Jahren als günstiger, wartungsarmer Leichthubschrauber entstanden. Schon 1987 testete der Hersteller mit einem Erprobungsträger, der AS350 Z, einen Fenestron am Écureuil-Rumpf. Daraus wurde zunächst kein Serienmodell – die Idee blieb aber in der Schublade.
Ende der 1990er-Jahre griff Eurocopter sie wieder auf. Ziel war ein Hubschrauber, der deutlich leiser ist als die Écureuil und damit auch über lärmsensiblen Gebieten wie Nationalparks fliegen darf, ohne Anwohner und Besucher zu stören. Dazu kamen eine breitere, klimatisierte Kabine, ein neues Landegestell und der Fenestron statt des offenen Heckrotors. Der neue EC130 hob am 24. Juni 1999 in Frankreich zum Erstflug ab. Im Dezember 2000 folgten die Zulassungen der US-Luftfahrtbehörde FAA und der europäischen JAA.
Erstkunde war Blue Hawaiian Helicopters, der den Typ 2001 auf Hawaii in Dienst stellte. Das passt ins Bild: Ein Hubschrauber, bei dem alle Passagiere aus großen Fenstern auf Vulkane, Wasserfälle und Steilküsten schauen, ist für einen Rundflugbetrieb ideal. Im Dezember 2004 ging bereits die 100. Maschine an einen Kunden, im Mai 2017 rollte laut Airbus die 700. aus der Fertigung.
Die zweite Generation: EC130 T2
Im Februar 2012 stellte Eurocopter den EC130 T2 vor. Die neue Version bekam die stärkere Arriel 2D statt der Arriel 2B1, eine aktive Schwingungsdämpfung, eine bessere Klimaanlage und eine in großen Teilen neu konstruierte Zelle. Ein Teil der Überarbeitung zielte auf Verformungsprobleme der ersten Generation, etwa verzogene Türen. Laut Hersteller sank zugleich der Treibstoffverbrauch. Das maximale Abfluggewicht stieg auf 2.500 Kilogramm, mit Außenlast auf 3.050 Kilogramm. Aus dem EC130 T2 wurde später der H130.
Heute fliegt der H130 mit einem Glascockpit vom Typ Garmin G500H TXi samt synthetischer Sicht und Geländewarnsystem. Airbus nennt außerdem ein crashsicheres Treibstoffsystem und energieabsorbierende Sitze. Für die Zukunft hat Airbus 2025 einen Vertrag mit Mahindra Aerostructures in Indien geschlossen, die den Hauptrumpf des H130 bauen; die erste Lieferung ist dort für 2027 vorgesehen.
Spotter-Wissen: B4 oder T2?
Von außen sind beide Generationen schwer zu trennen, denn Rotor, Fenestron und Grundform blieben gleich. Verlass dich deshalb aufs Kennzeichen und schlag es in einem Luftfahrzeugregister nach. Wie das geht, zeigt der Beitrag Flugzeugalter herausfinden.
Warum der H130 so leise ist
Der Lärm war von Anfang an das Verkaufsargument. Zwei Dinge spielen dabei zusammen. Erstens der Fenestron: Der Heckrotor dreht in einem Tunnel im Seitenleitwerk, und die Ummantelung schirmt einen Teil der Geräusche ab. Zweitens kann der H130 die Drehzahl des Hauptrotors anpassen; Airbus spricht von einer automatischen, variablen Rotordrehzahlregelung. Wer langsamer dreht, ist leiser.
Laut Airbus liegt der H130 sechs Dezibel unter den ICAO-Grenzwerten und bleibt unter den strengen Lärmvorgaben für den Grand-Canyon-Nationalpark. Für Rundflugbetriebe ist das bares Geld wert, denn Lärm entscheidet dort mit darüber, wo und wie oft geflogen werden darf.
Der Fenestron hat noch einen zweiten Vorteil, der im Tourismus zählt: Am Boden steigen ständig Passagiere ein und aus, die sich mit Hubschraubern nicht auskennen. Ein ummantelter Heckrotor ist deutlich schwerer versehentlich zu erreichen als ein offener.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Über einem Canyon oder vor einer Skyline siehst du den H130 oft nur kurz. Diese drei Beobachtungen bringen dich schnell ans Ziel.
Aufs Heck schauen
Sitzt der Heckrotor ummantelt im Seitenleitwerk, ist es ein Fenestron. Damit fallen H125, AS355 und alle Bell-Muster sofort raus.
Rotorblätter zählen
Der H130 hat drei Hauptrotorblätter. Vier Blätter mit Fenestron sprechen für den zweimotorigen H135, fünf für den H145 in der aktuellen Version.
Kabine einschätzen
Die H130-Kabine ist breit, rund und stark verglast. Der ebenfalls dreiblättrige H120 mit Fenestron ist deutlich kleiner und schmaler.
Dazu kommen das einzelne Abgasrohr hinter dem Rotormast, das Höhenleitwerk mit Endscheiben und das Kufenlandegestell. Die letzte Gewissheit bringt das Kennzeichen. In den USA beginnen zivile Hubschrauber mit N, in Deutschland mit D-H, in der Schweiz mit HB- und in Österreich mit OE-. Die Systematik erklären die Beiträge Flugzeug-Kennzeichen verstehen und Deutsche Kennzeichen und Gewichtsklassen.
H130, H125, H120 oder H135?
Die Airbus-Leichthubschrauber sehen sich teils zum Verwechseln ähnlich. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: leichte Airbus-Hubschrauber
Airbus H130 (EC130)
Fenestron, drei Blätter und breite Panoramakabine sind das typische H130-Bild. Ob B4 oder T2 verrät dir das Kennzeichen.
Airbus H125 / AS350 Écureuil
Der nahe Verwandte mit offenem Heckrotor. Er ist das Arbeitspferd der Berge und fliegt ebenfalls viele Rundflüge.
Airbus H120 (EC120 Colibri)
Auch mit Fenestron und drei Blättern, aber deutlich kleiner und leichter. Häufig in der Schulung und bei Privatpiloten.
Airbus H135 oder H145
Mehr Rotorblätter, zwei Triebwerke und ein größerer Rumpf. Typisch für Luftrettung und Polizei.
Zum Vertiefen lohnen sich die Seiten zum H125, zum H120, zum H135 und zum H145. Einen breiten Überblick über alle gängigen Drehflügler gibt dir der Guide Hubschraubertypen erkennen.
Wo du den H130 antriffst
Der H130 ist kein Hubschrauber, der überall gleichmäßig verteilt ist. Er ballt sich dort, wo Menschen für die Aussicht bezahlen.
Las Vegas und Grand Canyon: Das ist das Revier schlechthin. Maverick Helicopters bezeichnet sich selbst als Betreiber der weltweit größten H130-Flotte und startet unter anderem von einem eigenen Terminal am Las Vegas Strip und vom Grand Canyon National Park Airport. Schon 2008 flog Maverick 28 EC130 und war damit der größte Einzelbetreiber. Auch Papillon setzt den Typ, den das Unternehmen als EcoStar bezeichnet, für Rundflüge am Grand Canyon ein. Wenn du in Las Vegas spottest, gehören die bunten Rundflug-Hubschrauber einfach dazu. Tipps für deine Tour findest du im Guide Planespotting in Las Vegas, Infos zum Flughafen Las Vegas Harry Reid und den beliebten Spot Sunset Park.
Hawaii: Hier ging der Typ zuerst in Dienst. Blue Hawaiian Helicopters führt den EC130 als Eco-Star und bietet Rundflüge auf mehreren Inseln an, darunter Oahu, Maui, Kauai und Big Island. Neben Blue Hawaiian fliegt dort auch Maverick den Typ.
Luftrettung in den USA: In Nordamerika ist der Typ auch in der Luftrettung verbreitet, unter anderem bei Air Methods und Reach Air Medical Services. Dazu kommen Polizeibehörden und Forstverwaltungen.
Europa: In Deutschland, Österreich und der Schweiz begegnet dir der H130 vor allem bei Rundflug- und Charterbetrieben, in Firmen- und Privathand sowie auf Flugtagen. Er ist hier deutlich seltener als der H125 – eine Sichtung ist also ein schöner Fang.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Las Vegas, Strip und Umgebung | sehr hoch | Rundflüge im Minutentakt, große H130-Flotten |
| Grand Canyon (Süd- und Westrand) | sehr hoch | Rundflüge über und in die Schlucht |
| Hawaii (Oahu, Maui, Kauai, Big Island) | hoch | Rundflugbetriebe, Heimat des Erstkunden |
| Regionalflughäfen und Heliports in Mitteleuropa | niedrig bis mittel | Charter, Rundflüge, Privatbetreiber |
Flotten ändern sich laufend
Welcher Betreiber welche Maschinen fliegt, wechselt mit Neuauslieferungen, Verkäufen und Leasing. Prüf vor einer gezielten Tour die aktuellen Angaben der Betreiber und verlass dich nicht auf alte Listen.
Viele H130 senden ADS-B-Daten, Rundflüge in tiefen Schluchten verschwinden aber gern vom Radar, weil die Felswände die Signale abschirmen. Wie du Hubschrauber trotzdem verfolgst, erklärt der Beitrag Hubschrauber auf dem Flugradar verfolgen. Gezielt einzelne Maschinen findest du mit den Tipps aus Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Typ EC30 auf die Wunschliste
Setz in Planetrack den H130 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Selbst mitfliegen: der H130 von innen
Kaum ein Hubschraubertyp ist so leicht als Passagier zu erleben wie der H130. Rundflugbetriebe heben die Rundumsicht hervor: Papillon wirbt beim EcoStar mit 180-Grad-Ausblick und einer ansteigenden, stadionartigen Sitzanordnung, sodass auch hinten sitzende Gäste über die Köpfe der vorderen hinwegsehen. Wenn du einen Hubschrauber-Rundflug buchst und den Typ abhaken willst, frag gezielt nach dem Muster, denn viele Betreiber haben mehrere Typen im Einsatz.
Ideen für Rundflüge als Geschenk sammelt der Beitrag Rundflug verschenken, und wie du ungewöhnliche Muster gezielt als Passagier erlebst, steht in Seltene Flugzeugtypen mitfliegen. Für Fotos aus der Kabine gilt: Objektiv nah an die Scheibe, dunkle Kleidung gegen Spiegelungen und eine kurze Verschlusszeit gegen Vibrationen.
Sicherheit und Tank: ein wichtiges Kapitel
Zur Geschichte des Typs gehören auch Unfälle, die die Branche verändert haben. Beim Absturz eines Papillon-EC130 B4 im Grand Canyon im Februar 2018 riss der nicht crashsichere Tank beim Aufprall auf, das Feuer forderte Todesopfer. Danach rückten crashsichere Treibstoffsysteme in den USA stark in den Fokus. Beim aktuellen H130 nennt Airbus ein crashresistentes Treibstoffsystem und energieabsorbierende Sitze ausdrücklich als Sicherheitsmerkmale.
Für dich als Spotter heißt das vor allem: Rund um Rundflugbasen herrscht reger Betrieb, und Rettungshubschrauber im Einsatz haben immer Vorrang. Halte Zufahrten und Landeplätze frei, fotografiere keine Unfallstellen oder Patienten und achte auf Absperrungen. Ob dein Standort grundsätzlich in Ordnung ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Allgemeine Tipps zum Drehflügler-Spotten findest du im Guide Hubschrauber spotten.
Fototipps speziell für den H130
Beim Hubschrauber entscheidet die Verschlusszeit über das Bild. Friert die Kamera den Rotor ein, wirkt der H130 wie ein Modell an der Schnur.
Rotor in Bewegung zeigen
Belichte deutlich länger als bei Jets und starte um 1/125 s. Bei nur drei Blättern brauchst du mehr Unschärfe, damit die Rotorscheibe geschlossen wirkt.
Den Fenestron zeigen
Das wichtigste Erkennungsmerkmal sitzt hinten. Ein Bild leicht von der Seite oder von hinten zeigt den Fenestron und macht den Typ für jeden Betrachter eindeutig.
Kulisse nutzen
Ein H130 vor der Skyline des Strip, roten Canyonwänden oder grünen Klippen erzählt mehr als einer vor blauem Himmel. Lass Landschaft ins Bild.
Abendlicht planen
In der Wüste ist das Mittagslicht hart. Viele Rundflüge starten auch am Abend, wenn die Felsen warm leuchten und die Lichter von Las Vegas angehen.
Die Technik gleicht der bei Propellermaschinen; Details stehen im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Wann das Licht an deinem Standort passt, berechnest du mit dem Sonnenstand-Planer-Guide. In Planetrack zeigt dir der Sonnenstand-Planer außerdem direkt für deinen Spot, wann Gegenlicht droht, und die Spot-Karte verrät dir mit Community-Fotos, wo andere schon gute Bilder gemacht haben.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für den H130, wenn …
- ein Fenestron im Seitenleitwerk sitzt
- du drei Hauptrotorblätter zählst
- die Kabine breit und stark verglast ist
- im Tracking-Dienst EC30 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du den Hubschrauber nur frontal siehst – dann fehlt der Blick aufs Heck
- er klein und zierlich wirkt, denn das spricht eher für den H120
- du B4 und T2 unterscheiden willst – das geht nur übers Kennzeichen
Es ist kein H130, wenn …
- ein offener Heckrotor am Ausleger dreht – dann eher H125, Bell 407 oder Robinson R66
- zwei Turbinen und zwei Abgasrohre zu sehen sind
- der Hauptrotor vier oder mehr Blätter hat
Wer Hubschraubergeschichte am Boden erleben will, ist im Hubschraubermuseum Bückeburg richtig, wo du die Entwicklung der Drehflügler von den Anfängen bis zu modernen Mustern verfolgen kannst.
Fazit
Der H130 ist der Hubschrauber, den die meisten Menschen kennen, ohne seinen Namen zu wissen: Er ist das Rundflug-Taxi über dem Las Vegas Strip, im Grand Canyon und vor den Küsten Hawaiis. Fenestron, drei Blätter und breite Panoramakabine liefern den Typ, das Kennzeichen die Version. Dahinter steckt eine clevere Idee – ein bewährter Écureuil-Rumpf, umgebaut für leise Flüge und maximale Aussicht. Wenn du gerade erst anfängst, bringt dich der Einstieg Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Kurzfazit
Fenestron, drei Rotorblätter, ein Triebwerk und eine breite, gläserne Kabine: Das ist der H130 bzw. EC130. Schau zuerst aufs Heck, zeig den Fenestron im Bild, belichte etwas länger für einen bewegten Rotor und notier das Kennzeichen – dann wird jede Sichtung zum sauberen Eintrag.
Zusammenfassung
- Der EC130 flog am 24. Juni 1999 erstmals, wurde Ende 2000 von FAA und JAA zugelassen und ging 2001 beim Erstkunden Blue Hawaiian Helicopters in Dienst.
- Grundlage ist die AS350 Écureuil; neu waren der Fenestron, eine deutlich breitere Kabine und ein Fokus auf geringen Lärm für Rundflüge über Nationalparks.
- Der 2012 vorgestellte EC130 T2, heute H130, bekam eine stärkere Arriel-2D-Turbine, aktive Schwingungsdämpfung und eine weitgehend überarbeitete Zelle.
- Zum Bestimmen reichen Fenestron, Blattzahl und Kabinenform; das Kennzeichen verrät, ob es eine B4 oder eine T2 ist.
Häufige Fragen
Ist der H130 dasselbe wie der EC130?
Ja. H130 ist der heutige Airbus-Name, unter dem der Typ seit der Umbenennung von Eurocopter in Airbus Helicopters vermarktet wird. Airbus selbst beschreibt den H130 als früheren EC130 T2. Ältere Maschinen der ersten Generation heißen EC130 B4. Formal ist der Typ als Variante der AS350 zugelassen, deshalb taucht in Unterlagen auch die Bezeichnung AS350 B4 auf.
Welchen ICAO-Typcode hat der H130?
Der H130 läuft unter EC30. Das gilt für B4 und T2 gleichermaßen. Die eng verwandte AS350 bzw. der H125 hat dagegen den Code AS50 – ein guter Hinweis, wenn du auf dem Flugradar einen Écureuil-artigen Hubschrauber siehst.
Was ist ein Fenestron?
Ein Fenestron ist ein Heckrotor, der in einem Tunnel im Seitenleitwerk sitzt, statt offen am Ende des Heckauslegers zu drehen. Das reduziert Lärm und schützt Menschen am Boden vor dem drehenden Rotor – gerade bei Rundflügen mit vielen Passagierwechseln ein Vorteil. Das Prinzip stammt aus Frankreich und findet sich auch bei H120, H135, H145 und H160.
Wie unterscheide ich H130 und H125?
Schau aufs Heck: Der H125 hat einen offenen Zweiblatt-Heckrotor, der H130 einen Fenestron im Seitenleitwerk. Außerdem wirkt die H130-Kabine spürbar breiter und runder. Rotorkopf, Blattzahl und Triebwerksposition sind dagegen sehr ähnlich, weil beide aus der Écureuil-Familie stammen.
Warum fliegen am Grand Canyon so viele H130?
Der Typ wurde mit Blick auf Rundflüge über Nationalparks entwickelt. Airbus gibt an, dass er leiser ist, als es die Grenzwerte im Grand-Canyon-Nationalpark verlangen, und die große Kabine bietet allen Passagieren viel Aussicht. Große Rundflugbetriebe wie Maverick Helicopters setzen ihn deshalb in großer Zahl ein, und auch Papillon fliegt ihn am Grand Canyon.
Was unterscheidet EC130 B4 und EC130 T2?
Die T2 hat die stärkere Arriel 2D statt der Arriel 2B1, ein höheres maximales Abfluggewicht, aktive Schwingungsdämpfung und eine verbesserte Klimaanlage. Ein großer Teil der Zelle wurde neu konstruiert. Von außen sind die Unterschiede klein; am zuverlässigsten bestimmst du die Version über das Kennzeichen.
Kann ich selbst in einem H130 mitfliegen?
Gut möglich. Weil der Typ für Rundflüge gebaut ist, sitzt du bei vielen Hubschrauber-Rundflügen in Las Vegas, am Grand Canyon oder auf Hawaii in einem H130 bzw. EC130. Frag beim Buchen nach dem Muster, wenn dir der Typ wichtig ist – die Betreiber setzen oft mehrere Typen ein.
Airbus Helicopters H130 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Airbus Helicopters H125
Ein Triebwerk, drei Rotorblätter, offener Heckrotor: Der H125 – bekannt als AS350 Écureuil oder AStar – ist das Arbeitspferd der Alpen und landete 2005 auf dem Mount Everest. So erkennst du ihn.
HubschrauberAirbus Helicopters H120 (EC120 Colibri)
Klein, rundlich, mit ummanteltem Heckrotor: Der EC120 Colibri war der Einstiegs-Turbinenhubschrauber von Eurocopter. 2017 endete die Produktion, geflogen wird er weiter. So erkennst du ihn und hältst ihn von H130, H135 und Gazelle auseinander.
HubschrauberAirbus Helicopters H135
Kompakt, zweimotorig, mit ummanteltem Heckrotor: Der H135 aus Donauwörth ist das Rückgrat der Luftrettung in Deutschland und Österreich. So erkennst du ihn und hältst ihn vom größeren H145 auseinander.
HubschrauberAirbus Helicopters H145
Ummantelter Heckrotor, hoch angesetzter Leitwerksträger, große Klapptüren am Heck: Der H145 ist Europas Rettungs- und Polizeihubschrauber schlechthin. So erkennst du ihn und seine Varianten.
HubschrauberAérospatiale/Eurocopter AS355 Écureuil 2
Sieht aus wie ein Ecureuil, hat aber zwei Turbinen: Die AS355 war jahrzehntelang der Polizei- und Medienhubschrauber schlechthin. So trennst du sie von der einmotorigen H125.
HubschrauberBell 407
Sieht aus wie ein LongRanger, hat aber vier Rotorblätter: Der Bell 407 ist der moderne Einmot-Allrounder aus Kanada – im Rettungsdienst, bei der Polizei und im Arbeitsflug. So trennst du ihn sicher vom JetRanger.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus Helicopters
Der größte Hubschrauberhersteller der Welt hat deutsch-französische Wurzeln: Zentrale in Marignane, zweites Standbein in Donauwörth. Von dort kommen H135 und H145 – die Hubschrauber, die du in Deutschland als Rettungs-, Polizei- und Bundeswehrmaschinen am häufigsten siehst.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Las Vegas Harry Reid (LAS)
Vom Wüstenflugplatz Alamo Field zum Tor in die Glücksspielmetropole: vier Pisten direkt am Strip, Southwest-737 im Minutentakt, Spielautomaten im Terminal, die geheimnisvollen weißen Janet-Jets – und ein offizieller Spotterplatz mit der Sonne im Rücken.
MuseumHubschraubermuseum Bückeburg
Das Hubschraubermuseum Bückeburg ist das einzige Museum in Deutschland, das sich ausschließlich Drehflüglern widmet. In einem Burgmannshof von 1463 und zwei Anbauten stehen über 50 Hubschrauber, Tragschrauber und Exoten in Originalgröße – vom Nachbau des Cornu-Hubschraubers von 1907 bis zur CH-53G, die seit Juni 2026 auf dem Museumsdach steht.
Wo du die Airbus Helicopters H130 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Sunset Park am Flughafen Las Vegas Harry Reid
Der grüne Gegenpol zur Viewing Area: Im Sunset Park an der Ecke Sunset Road und Eastern Avenue kommen die Landungen auf der 26L im kurzen Endanflug vorbei – mit Rasen, Bäumen, Teich und Parkplatz direkt neben dem Spot.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Innsbruck
Die Besucherterrasse im Terminal des Flughafens Innsbruck ist kostenlos, ohne Sicherheitskontrolle erreichbar und blickt über das Vorfeld auf die Piste 08/26 vor der Nordkette. Unter der Woche ist es ruhig, an Winter-Wochenenden füllen Ski-Charter aus Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien das Vorfeld.
Passende Guides aus dem Blog
- Hubschraubertypen erkennen: H135, H145, Bell, NH90 und CH-47 sicher unterscheiden
- Hubschrauber spotten: Rettung, Polizei, Militär – und wo du sie zuverlässig siehst
- Hubschrauber auf dem Flugradar finden: Rettung, Polizei und Offshore live verfolgen
- Planespotting in Las Vegas: Harry Reid Airport, Bizjets und die besten Spots
- Propellerflugzeuge fotografieren: Verschlusszeit und Mitzieher richtig wählen
- Rundflug, Simulator oder Flughafentour verschenken: Erlebnisgeschenke für Luftfahrtfans
- Seltene Flugzeugtypen mitfliegen: So sammelst du Typen und Airlines als Passagier

