Das Wichtigste in Kürze
- Cubana de Aviación ist Kubas staatliche Airline mit Sitz in Havanna und Drehkreuz am Flughafen José Martí.
- Codes: IATA CU, ICAO CUB, Rufzeichen „CUBANA“.
- Die Flotte ist russisch geprägt: Il-96-300, Tu-204 und An-158 kamen ab 2005, dazu ATR-Turboprops für das Inland. Heute fliegen davon nur noch wenige Maschinen.
- Cubana ist die letzte Airline, die die Il-96 im Passagierverkehr einsetzt – allerdings nur noch mit sehr wenigen Exemplaren.
- Europa-Flüge liefen zuletzt mit gemieteten Flugzeugen: Die Madrid-Verbindung mit Maschinen von Plus Ultra endete im Mai 2026.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Cubana de Aviación im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Geschichte: von Pan Am zur Staatsairline
- 4.Die Flotte: sowjetische Klassiker und russische Nachfolger
- 5.Gemietete Flugzeuge: Cubana ohne Cubana-Jet
- 6.Cubana in der Krise: Treibstoff und Embargo
- 7.Woran du Cubana erkennst
- 8.Cubana für Spotter in Europa
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | CU |
|---|---|
| ICAO-Code | CUB |
| Rufzeichen | CUBANA |
| Drehkreuze | HAV, SCU |
| Geschäftsmodell | Staatliche Flag-Carrier Kubas mit Inlands- und Auslandsverkehr |
| Sitz | Havanna, Kuba |
| Gegründet | 8. Oktober 1929 als Compañía Nacional Cubana de Aviación Curtiss, erster Linienflug 1930 |
| Verstaatlicht | 1959; seit 1961 als Empresa Consolidada Cubana de Aviación |
| Drehkreuze | Havanna José Martí (HAV), daneben Santiago de Cuba (SCU) |
| Allianz | keine |
| Flottentypen (Stand 2026) | Iljuschin Il-96-300 und ATR 72-200; Status der Tu-204 unklar (teils als 2025 ausgemustert gemeldet); An-158 seit 2018 abgestellt |
| Einsatzbereite Flotte | Nur noch wenige Flugzeuge, Zahlen schwanken je nach Quelle stark |
| Kennzeichen | Kubanisches Präfix CU-, bei Verkehrsflugzeugen meist CU-T |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Cubana de Aviación?
- Kennzeichen mit CU-T am Rumpf – das kubanische Präfix für Verkehrsflugzeuge
- Schriftzug „Cubana“ auf weißem Rumpf, am Leitwerk Motive in den Farben der kubanischen Flagge
- Vierstrahliger Großraumjet mit vier Triebwerken unter den Flügeln: sehr wahrscheinlich die Iljuschin Il-96-300
- Zweistrahliger Schmalrumpfjet russischer Bauart mit konventionellem Leitwerk und Winglets: die Tupolew Tu-204 – sofern sie noch fliegt
- Flugnummer mit CU, auf dem Tracker CUB – bei Wet-Lease-Flügen steht dort oft der Code der fremden Airline
- Ein Airbus oder eine Boeing mit Cubana-Flugnummer gehört fast immer einem Leasinggeber, nicht Cubana selbst
Cubana de Aviación ist eine Airline, die du in Europa heute fast nur noch aus Geschichten und alten Fotos kennst. Dabei steckt hinter dem Namen eine der ältesten Fluggesellschaften Lateinamerikas, eine Flotte mit sowjetischen und russischen Typen, die anderswo längst verschwunden sind, und eine Gegenwart, die von Embargo, Ersatzteilmangel und Treibstoffknappheit geprägt ist. Diese Seite zeigt dir, was Cubana ausmacht, welche Flugzeuge du erwarten kannst und warum eine Sichtung so selten geworden ist.
Seltene Sichtungen festhalten
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen – eine Cubana-Iljuschin landet so sauber dokumentiert in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Cubana de Aviación im Überblick
Cubana de Aviación ist die staatliche Fluggesellschaft Kubas. Sitz ist Havanna, das wichtigste Drehkreuz der Flughafen José Martí (HAV); als zweiter Knoten dient Santiago de Cuba (SCU) im Osten der Insel. Die Airline gehört zur staatlichen Corporación de la Aviación Civil (CACSA) und ist in keiner Allianz organisiert. Partner findet sie über einzelne Codeshare-Abkommen, etwa mit Aeroflot.
Gegründet wurde das Unternehmen am 8. Oktober 1929 als Compañía Nacional Cubana de Aviación Curtiss – zunächst als Flugschule und Charterbetrieb. Ab 1930 flog Cubana planmäßig. 1932 übernahm Pan American die Gesellschaft, der Namensteil „Curtiss“ fiel weg.
Schon vor der Revolution war Cubana international unterwegs: Nach Angaben der spanischsprachigen Wikipedia war sie die erste hispanoamerikanische Airline mit regelmäßigen Flügen nach Miami (1945) und nach Madrid (1948). Ende der 1950er-Jahre setzte Cubana Turboprops vom Typ Bristol Britannia ein, unter anderem nach New York und Madrid.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code CU: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code CUB: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern, wenn Cubana selbst fliegt.
- Rufzeichen CUBANA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Gerade bei Cubana ist der Unterschied zwischen Flugnummer und durchführender Airline wichtig. Viele Strecken liefen in den letzten Jahren mit gemieteten Flugzeugen samt Crew – im Fachjargon Wet-Lease. Dann steht auf dem Tracker häufig der Code des Partners, obwohl die Passagiere einen CU-Flug gebucht haben. Wie das Prinzip funktioniert, erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt, und die Logik hinter den Kürzeln findest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker richtig lesen
Erscheint ein Flug mit CU-Flugnummer, prüf zuerst das Kennzeichen. Beginnt es mit CU-T, fliegt Cubana selbst. Steht dort ein spanisches, mexikanisches oder anderes Präfix, ist ein Leasingpartner unterwegs. Mehr dazu im Guide zum Unterschied zwischen Callsign und Flugnummer.
Geschichte: von Pan Am zur Staatsairline
Nach der Revolution übernahm die neue Regierung im Mai 1959 die Kontrolle über Cubana und enteignete die bisherigen Anteilseigner. Private Fluggesellschaften und Frachtbetriebe wurden mit ihr zusammengelegt; ab dem 27. Juni 1961 trat das Unternehmen als Empresa Consolidada Cubana de Aviación auf. Mit dem Bruch der Beziehungen zu den USA 1961 und dem Embargo ab 1962 endeten die Flüge in die Vereinigten Staaten.
Die politische Neuausrichtung zeigte sich auch im Streckennetz. Ab 1961 flog Cubana nach Prag, und über eine Kooperation mit der DDR-Airline Interflug war auch Ost-Berlin an Kuba angebunden. Wer die DDR-Seite dieser Verbindungen nachlesen will, findet sie im Magazinartikel über Interflug. Um 1990 standen unter anderem Paris, Basel und Berlin im europäischen Netz. Von Ende der 1970er- bis Anfang der 1980er-Jahre flog Cubana sogar in den Irak.
Zwei Unglücke prägen die Geschichte besonders. Am 6. Oktober 1976 explodierten an Bord einer Douglas DC-8 kurz nach dem Start in Barbados zwei Bomben; alle 73 Menschen an Bord starben. Verantwortlich gemacht wird eine Gruppe militanter Exilkubaner. Am 3. September 1989 stürzte eine Iljuschin Il-62M kurz nach dem Start in Havanna ab – sie war als Charterflug nach Köln/Bonn und Mailand unterwegs. Insgesamt starben 150 Menschen, 24 davon am Boden. Es ist das schwerste Flugunglück, das sich je in Kuba ereignet hat.
Die Flotte: sowjetische Klassiker und russische Nachfolger
Ab den 1960er-Jahren wurde die Flotte fast vollständig auf sowjetische Typen umgestellt. Zu ihnen gehörten Il-14, Il-18, An-12, An-24, Jak-40, Jak-42, Tupolew Tu-154, Il-76 und vor allem die vierstrahlige Iljuschin Il-62M, die Cubana noch lange nach dem Ende der Sowjetunion auf internationalen Strecken einsetzte. Im März 1990 umfasste die Flotte unter anderem elf Il-62M, acht Tu-154, zwölf An-24RV und 26 An-26 – ein Bild, das heute wie ein Museum wirkt. Den Hintergrund zu diesen Typen liefert der Überblick über sowjetische Verkehrsflugzeuge.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion musste Cubana viele Jahre improvisieren. Eine neue Generation russischer Flugzeuge kam erst ab Mitte der 2000er-Jahre:
| Typ | Zulauf ab | Einsatz | Status (vorsichtig, Stand 2026) |
|---|---|---|---|
| Iljuschin Il-96-300 | Dezember 2005 | Langstrecke, früher u. a. Europa und Südamerika | Wenige Exemplare, Ende 2024 nur eines aktiv |
| Tupolew Tu-204 | 2007 | Mittelstrecke, dazu ein Frachter | Unklar, teils als 2025 ausgemustert gemeldet |
| Antonov An-158 | April 2013 | Regional- und Karibikstrecken | Seit 2018 abgestellt |
| ATR 72-200 | – | Inlandsflüge | Wenige Exemplare |
Die Il-96-300 ist der Star der Flotte. Den ersten offiziellen Linienflug mit dem Typ meldete die kubanische Staatszeitung Granma im Januar 2006 – es ging von Havanna nach Buenos Aires. 2015 kaufte Cubana zusätzlich eine gebrauchte Il-96 von Aeroflot. Heute ist Cubana die letzte Airline, die das Muster im kommerziellen Passagierverkehr betreibt. Laut verfügbaren Flottendaten war Ende 2024 aber nur eine Il-96 einsatzbereit, drei weitere standen am Boden.
Die An-158 – eine gestreckte Variante der An-148 – war als Modernisierung der Regionalflotte gedacht. Seit 2018 stehen die Maschinen nach übereinstimmenden Berichten wegen Wartungsproblemen still. Ob die Tu-204 noch fliegt, ist unklar; im Inland halten vor allem die ATR-Turboprops den Betrieb am Laufen; Hersteller-Hintergründe findest du bei Tupolew, Antonov, ATR sowie bei der russischen United Aircraft Corporation, zu der Tupolew und Iljuschin heute gehören.
Flottenzahlen mit Vorsicht lesen
Wie viele Cubana-Flugzeuge tatsächlich fliegen, ist schwer zu belegen. Verschiedene Quellen nennen für 2025 und 2026 zwischen einer Handvoll und rund 15 Maschinen – je nachdem, ob abgestellte Flugzeuge mitgezählt werden. Verlass dich deshalb lieber auf aktuelle Tracker-Daten als auf Flottenlisten.
Die Il-96 auf der Wunschliste
Setz die Il-96 auf deine Wunschliste und richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes CU-T-Kennzeichen ein – Planetrack meldet sich bei Anflug oder Landung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Gemietete Flugzeuge: Cubana ohne Cubana-Jet
Weil die eigene Flotte nicht reicht, hat Cubana immer wieder Flugzeuge samt Besatzung angemietet. Für Spotter bedeutet das: Hinter einer CU-Flugnummer kann ein Airbus oder eine Boeing einer ganz anderen Airline stecken.
Wie riskant dieses Modell sein kann, zeigte der 18. Mai 2018. Eine 39 Jahre alte Boeing 737-200 der mexikanischen Charterfirma Global Air stürzte als Cubana-Flug 972 kurz nach dem Start in Havanna Richtung Holguín ab; 112 Menschen starben. Die kubanische Untersuchung sah eine Kette von Fehlern mit überwiegend menschlichem Faktor, darunter falsche Berechnungen zu Gewicht und Schwerpunkt. Die mexikanische Luftfahrtbehörde setzte den Flugbetrieb von Global Air danach aus.
Auf der Strecke nach Spanien arbeitete Cubana zuletzt mit Plus Ultra zusammen. Für den Sommer 2026 kündigte Cubana nur noch eine wöchentliche Verbindung von Madrid über Santiago de Cuba nach Havanna an. Mit Wirkung zum 12. Mai 2026 wurde auch diese Strecke gestrichen, weil Plus Ultra als durchführende Airline die Flüge ausgesetzt hatte. Ähnliche Wege gehen andere Staatsairlines der Region – etwa Conviasa aus Venezuela, die ebenfalls unter Sanktionen fliegt.
Flugnummer prüfen
CU in der Flugnummer heißt nur: Der Flug wird unter der Marke Cubana verkauft.
ICAO-Code im Tracker
Steht dort CUB, fliegt Cubana selbst. Ein anderer Code verrät den Leasingpartner.
Kennzeichen lesen
CU-T am Rumpf bestätigt ein kubanisch registriertes Flugzeug.
Sauber notieren
Halte durchführende Airline und Kennzeichen getrennt von der Flugnummer fest – sonst landet ein Plus-Ultra-Airbus fälschlich als Cubana in deiner Liste.
Cubana in der Krise: Treibstoff und Embargo
Seit einigen Jahren kämpft Cubana mit Problemen, die über die alternde Flotte hinausgehen. Das US-Embargo erschwert den Zugang zu westlichen Flugzeugen und Ersatzteilen; seit dem Krieg in der Ukraine ist auch die Versorgung mit russischen Teilen schwieriger geworden. Hinzu kommt der Treibstoffmangel auf der Insel: 2024 endeten die Flüge nach Argentinien, nachdem Cubana dort kein Kerosin mehr erhielt.
2026 hat sich die Lage weiter verschärft. Seit Anfang Februar 2026 ist Jet A-1 an kubanischen Flughäfen knapp; einige Airlines legen deshalb Tankstopps in der Karibik ein. Mehrere ausländische Gesellschaften haben ihre Kuba-Flüge reduziert oder ausgesetzt – Iberia etwa kündigte im April 2026 eine vorübergehende Pause ab Juni an, während Air Europa die Strecke Madrid–Havanna mit einem Tankstopp auf dem Rückweg weiter bedient hat. Cubana selbst betreibt nach den verfügbaren Angaben nur noch ein sehr kleines Streckennetz.
Realistische Chancen auf Cubana, wenn …
- du in Havanna oder Santiago de Cuba spottest
- auf dem Tracker gerade ein CUB-Flug angezeigt wird
- du Fotos aus Archiven oder Museen für deine Typenliste nutzt
Prüf es vorher, wenn …
- Cubana neue Europa-Verbindungen ankündigt – Pläne ändern sich hier sehr schnell
- eine CU-Flugnummer in Madrid oder Paris auftaucht: Oft fliegt ein Partner
Eher kein Cubana-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen auf einen regulären Cubana-Linienflug wartest
Woran du Cubana erkennst
Cubana-Flugzeuge tragen einen weißen Rumpf mit dem Schriftzug „Cubana“; am Leitwerk tauchen die Farben der kubanischen Flagge auf. Das sicherste Merkmal ist aber das Kennzeichen: Kubanische Verkehrsflugzeuge sind mit dem Präfix CU- registriert, Cubana-Jets tragen meist Kennzeichen nach dem Muster CU-T plus vier Ziffern. Wie solche Präfixe aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Bei den Typen hilft dir die Silhouette. Die Il-96-300 ist ein Großraumjet mit vier Triebwerken unter den Flügeln – auf den ersten Blick erinnert sie an einen Airbus A340, wirkt aber gedrungener. Die ältere Il-62M hatte dagegen vier Triebwerke paarweise am Heck und ein T-Leitwerk. Die Tu-204 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet mit Winglets, der aus der Ferne an eine Boeing 757 erinnert. Die ATR 72 erkennst du als Hochdecker mit zwei Propellerturbinen.
Das spricht für eine echte Cubana
- Kennzeichen beginnt mit CU-T
- Russischer Typ: Il-96, Tu-204 oder An-158
- ICAO-Code CUB auf dem Tracker
- Schriftzug „Cubana“ direkt auf dem Rumpf
Das spricht für einen Leasingpartner
- Airbus- oder Boeing-Muster mit Cubana-Flugnummer
- Fremdes Kennzeichen, etwa EC- aus Spanien oder XA- aus Mexiko
- Anderer ICAO-Code im Tracker
- Bemalung einer anderen Airline
Cubana für Spotter in Europa
In Europa gehört Cubana zu den echten Raritäten. Lange war Madrid-Barajas der wichtigste europäische Zielflughafen; hier landeten früher auch Il-62M und Il-96 aus Havanna. Wenn du in Madrid unterwegs bist, ist der Spot La Muñoza eine gute Wahl, um Langstreckenverkehr aus Lateinamerika zu fotografieren – auch wenn Cubana selbst dort aktuell nicht im Plan steht.
Historisch spannend sind auch Prag und Berlin: In beiden Städten waren Cubana-Flugzeuge zu Zeiten des Ostblocks regelmäßige Gäste. Heute bleiben dir dort vor allem Archivfotos und Museumsbesuche. Und am Flughafen Köln/Bonn erinnert die Geschichte des Charterflugs von 1989 daran, dass Cubana früher auch Ferienverkehr nach Deutschland bediente.
Für deine Sammlung gilt: Eine Cubana-Il-96 zählt heute zu den seltensten Sichtungen im Linienverkehr. Wer eine erwischt, dokumentiert am besten Kennzeichen, Datum und Ort sauber.
Sicherheit und Regeln
Wenn du in Kuba fotografierst, informiere dich vorher über die örtlichen Regeln. Flughäfen gelten vielerorts als sensible Bereiche, und das Fotografieren kann eingeschränkt sein. Bleib immer auf öffentlich zugänglichen Flächen und respektiere Hinweise von Sicherheitspersonal.
Häufige Verwechslungen
- Jede CU-Flugnummer für einen Cubana-Jet halten – oft fliegt ein Leasingpartner mit eigenem Flugzeug.
- Il-96 und Airbus A340 verwechseln – beide haben vier Triebwerke unter den Flügeln, die Il-96-300 ist aber spürbar kürzer als die gängigen A340-Versionen.
- Tu-204 für eine Boeing 757 halten – ähnliche Proportionen, aber anderes Fahrwerk und typisch russische Details.
- An-158 mit An-148 gleichsetzen – die An-158 ist die gestreckte Version mit mehr Sitzen.
- Aerogaviota als Cubana notieren – Aerogaviota gehört zwar zum Umfeld von Cubana, tritt aber unter eigenem Namen auf.
- CU für einen Ländercode halten – im Kennzeichen ja, in der Flugnummer ist CU der IATA-Code der Airline.
Raritäten im Blick behalten
Beobachte Typen wie die Il-96 oder einzelne Kennzeichen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und teile deine Sichtung mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Cubana de Aviación verbindet fast ein Jahrhundert Luftfahrtgeschichte mit einer Gegenwart voller Engpässe. Von den Pan-Am-Jahren über die Il-62M-Ära bis zur letzten Il-96 im Passagierdienst bietet die Airline Stoff für jeden, der sich für ungewöhnliche Flotten interessiert. Gleichzeitig zeigt sie, wie schnell eine Airline ohne Ersatzteile und Treibstoff an Bedeutung verliert. Für Spotter gilt: Kennzeichen und ICAO-Code genau prüfen – nur dann ist eine Cubana-Sichtung auch wirklich eine.
Kurzfazit
Cubana de Aviación (IATA CU, ICAO CUB) ist Kubas Staatsairline mit Drehkreuz Havanna und einer kleinen, russisch geprägten Flotte rund um Il-96 und ATR. Europa-Flüge liefen zuletzt über Leasingpartner; ein CU-T-Kennzeichen zeigt dir, dass wirklich Cubana fliegt.
Zusammenfassung
- Cubana gehört zu den Pionieren in Lateinamerika und war früh mit Flügen nach Miami und Madrid unterwegs.
- Nach der Revolution prägten sowjetische Typen von der Il-18 bis zur Il-62M die Flotte; seit 2005 folgten Il-96, Tu-204 und An-158.
- Ersatzteilmangel, Sanktionen und Treibstoffknappheit haben die Flotte stark schrumpfen lassen; viele Flüge laufen über Wet-Lease-Partner.
- Für Spotter in Europa ist eine echte Cubana-Iljuschin heute eine große Seltenheit – umso wichtiger ist ein Blick auf Kennzeichen und Tracker.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Cubana de Aviación?
Der IATA-Code ist CU, der ICAO-Code CUB. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „CUBANA“. Fliegt ein Partner im Wet-Lease, erscheint auf dem Tracker oft dessen eigener ICAO-Code, auch wenn das Ticket eine CU-Flugnummer trägt.
Gehört Cubana zu einer Allianz?
Nein. Cubana ist in keiner der großen Allianzen. Die Airline arbeitet stattdessen über einzelne Codeshare-Abkommen, unter anderem mit Aeroflot, und mietet für viele Strecken Flugzeuge samt Crew bei anderen Gesellschaften.
Welche Flugzeuge fliegt Cubana?
Zur Flotte gehören die Iljuschin Il-96-300 und ATR 72-200 für Inlandsflüge; ob die Tupolew Tu-204 noch im Einsatz ist, ist unklar – einige Flottenlisten führen sie 2025 als ausgemustert. Die Antonov An-158 stehen laut übereinstimmenden Berichten seit 2018 wegen Wartungsproblemen am Boden. Wie viele Flugzeuge tatsächlich fliegen, ist schwer zu sagen: Ende 2024 war etwa nur eine Il-96 aktiv, drei weitere waren abgestellt.
Fliegt Cubana noch nach Europa?
Nach den vorliegenden Meldungen derzeit nicht regulär. Die letzte Verbindung nach Madrid wurde vom spanischen Partner Plus Ultra durchgeführt. Cubana strich sie mit Wirkung zum 12. Mai 2026, nachdem Plus Ultra die Flüge ausgesetzt hatte. Prüf vor einer Spotting-Tour immer den aktuellen Flugplan.
Warum fliegt Cubana so wenig?
Mehrere Probleme kommen zusammen: Die russischen Flugzeuge brauchen Ersatzteile, die schwer zu beschaffen sind, das US-Embargo erschwert westliche Alternativen, und Kuba leidet unter Treibstoffmangel. 2024 endeten zum Beispiel die Flüge nach Argentinien, weil Cubana dort kein Kerosin mehr bekam. Seit Anfang 2026 ist zudem Jet A-1 an kubanischen Flughäfen knapp.
Ist Cubana die einzige Airline mit der Il-96?
Im Passagierverkehr ist Cubana die letzte kommerzielle Betreiberin der Il-96. Daneben fliegen Il-96 noch bei staatlichen Stellen in Russland, etwa als Regierungsflugzeug. Eine Cubana-Il-96 in der Luft ist deshalb ein echtes Highlight für Sammler.
Was waren die schwersten Unglücke von Cubana?
Das schwerste Unglück war der Absturz einer Il-62M am 3. September 1989 kurz nach dem Start in Havanna auf einem Charterflug nach Köln/Bonn und Mailand; 150 Menschen starben, darunter 24 am Boden. 1976 brachte ein Bombenanschlag eine DC-8 vor Barbados zum Absturz, alle 73 Menschen an Bord starben. 2018 stürzte eine von Cubana gemietete Boeing 737-200 der mexikanischen Global Air nach dem Start in Havanna ab.
Was bedeutet CU-T im Kennzeichen?
CU ist das Nationalitätszeichen Kubas. Verkehrsflugzeuge der kubanischen Airlines tragen meist Kennzeichen, die mit CU-T beginnen, gefolgt von einer vierstelligen Zahl – etwa CU-T1250 bei einer Il-96-300 der Airline. Damit erkennst du kubanisch registrierte Maschinen sofort.
Cubana de Aviación im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Iljuschin Il-96
Vier Triebwerke, Winglets und ein Fahrwerksbein mitten unter dem Rumpf: Die Il-96 ist Russlands einziger Langstrecken-Großraumjet aus eigener Produktion und fliegt heute vor allem den Präsidenten. So erkennst du sie und so ordnest du die seltenen Sichtungen ein.
FlugzeugtypTupolew Tu-204/Tu-214
Zwei Triebwerke unter dem Flügel, kleine Winglets, ein langer schlanker Rumpf: Die Tu-204 sieht aus der Ferne aus wie eine Boeing 757. Hier erfährst du, wie du sie sicher bestimmst und warum die Tu-214 unter Sanktionen ein Comeback erlebt.
FlugzeugtypAntonov An-148/An-158
Hoher Flügel, T-Leitwerk, zwei Triebwerke in Gondeln darunter: Die An-148 ist der Regionaljet aus Kiew und eine der seltensten Sichtungen der Gegenwart. So erkennst du sie und ihre verlängerte Schwester An-158.
FlugzeugtypATR 72-200/210
Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 72-200 und -210 sind die erste Generation der großen ATR. Viele fliegen heute fensterlos als Frachter. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypIljuschin Il-62
Vier Triebwerke paarweise am Heck, ein hohes T-Leitwerk und eine ausfahrbare Stütze unter dem Rumpfende: Die Il-62 war der erste sowjetische Langstreckenjet, Flaggschiff der Interflug und Regierungsflieger vieler Staaten. So erkennst du den Klassiker.
FlugzeugtypTupolew Tu-154
Drei Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und lange Gondeln hinter dem Flügel: Die Tu-154 war das Arbeitspferd von Aeroflot und dem Ostblock. Heute ist sie fast nur noch im Museum zu sehen.
Weitere Airlines
Aeroflot
Russlands nationale Airline mit Drehkreuz Moskau-Scheremetjewo: einst die größte Fluggesellschaft der Welt, heute mit Airbus- und Boeing-Flotte unter Sanktionen und seit 2022 aus dem EU-Luftraum verbannt.
NetzwerkPlus Ultra Líneas Aéreas
Kleine spanische Langstreckenairline aus Madrid: Airbus A330 nach Lima, Caracas und Buenos Aires, eine A340-Vergangenheit und eine viel diskutierte Staatshilfe aus der Corona-Zeit.
NetzwerkConviasa
Venezuelas staatliche Airline aus Maiquetía: eine der letzten Betreiberinnen des Airbus A340 im Linienverkehr, seit 2020 auf der US-Sanktionsliste und mit einem Langstreckennetz, das vor allem politischen Partnern folgt.
NetzwerkIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
NetzwerkInterflug
Historische Staatsairline der DDR: 1958 gegründet, ab 1963 alleiniger ziviler Luftverkehr der DDR mit Il-18, Tu-134 und Il-62 ab Berlin-Schönefeld – und 1991 nach dem Ende der DDR abgewickelt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Tupolew
Kein Name steht so sehr für die sowjetische Zivilluftfahrt wie Tupolew: Vom ersten Strahlverkehrsflugzeug Tu-104 über den Dreistrahler Tu-154 bis zum Überschalljet Tu-144 prägte das Moskauer Konstruktionsbüro jahrzehntelang den Himmel über Osteuropa. Hier erfährst du, wie die wichtigsten Muster entstanden, woran du sie erkennst und wo du sie heute noch vor die Linse bekommst – meist im Museum, manchmal noch in der Luft.
HerstellerAntonov
Vom Doppeldecker An-2 bis zur An-225 Mrija, dem größten Flugzeug, das je kommerziell Fracht flog: Das Kiewer Konstruktionsbüro Antonov hat Luftfahrtgeschichte geschrieben. Hier erfährst du, wie der Hersteller entstand, was der Krieg verändert hat, wie du seine Muster erkennst und warum Leipzig/Halle heute der wichtigste Ort für Antonov-Sichtungen in Europa ist.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
HerstellerUnited Aircraft Corporation
Superjet, MC-21, Tu-214, Il-114-300 und dazu Kampfjets von Suchoi und MiG: Fast alles, was in Russland heute an Flugzeugen gebaut wird, kommt aus einem einzigen Staatskonzern. Hier erfährst du, wie die United Aircraft Corporation 2006 entstanden ist, welche traditionsreichen Konstruktionsbüros zu ihr gehören, wo die aktuellen Programme stehen und warum du ihre Jets in Europa inzwischen fast nur noch im Museum siehst.
Wo du Cubana de Aviación vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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