Das Wichtigste in Kürze
- Lion Air ist Indonesiens größte Low-Cost-Airline und das Stammunternehmen der Lion Group mit Sitz in Jakarta.
- Codes: IATA JT, ICAO LNI, Rufzeichen „LION INTER“.
- Die Flotte besteht fast nur aus Boeing 737: Lion Air war Erstkunde der 737-900ER und der 737 MAX 9.
- Die Lion Group ist breit aufgestellt: Wings Air fliegt Turboprops, Batik Air ist die Full-Service-Marke, Thai Lion Air und Batik Air Malaysia fliegen im Ausland.
- Die Geschichte ist nicht nur Wachstum: Lion Air stand jahrelang auf der EU-Flugsicherheitsliste, und der Absturz von Flug JT610 im Oktober 2018 löste die weltweite Debatte um die 737 MAX mit aus.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Lion Air im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Eine Gruppe, viele Marken: die Lion Group
- 4.Die Flotte: Boeing 737 in allen Längen
- 5.Rekordbestellungen bei Boeing und Airbus
- 6.737-800, 737-900ER oder 737 MAX 9? So unterscheidest du sie
- 7.Woran du Lion Air erkennst
- 8.Sicherheit: EU-Liste und Flug JT610
- 9.Lion Air spotten
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | JT |
|---|---|
| ICAO-Code | LNI |
| Rufzeichen | LION INTER |
| Drehkreuze | CGK, SUB, UPG |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Schwerpunkt auf dem indonesischen Inlandsverkehr |
| Sitz | Lion Air Tower, Jakarta, Indonesien |
| Gegründet | 1999 von den Brüdern Rusdi und Kusnan Kirana, Flugbetrieb seit 30. Juni 2000 |
| Konzern | Lion Group mit Wings Air, Batik Air, Thai Lion Air und Batik Air Malaysia |
| Drehkreuze | Jakarta-Soekarno-Hatta (CGK), Surabaya (SUB) und Makassar (UPG) |
| Allianz | keine |
| Flotte (Stand 2026) | rund 100 Flugzeuge, überwiegend Boeing 737-900ER und 737-800, dazu wenige 737 MAX 9 sowie Airbus A330-300 und A330-900 |
| Bestellungen | weitere Boeing 737 MAX, darunter 50 Boeing 737 MAX 10 |
| Slogan | „We Make People Fly“ |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Lion Air?
- Löwen-Logo am Leitwerk und Schriftzug „Lion Air“ am Rumpf
- Meist eine Boeing 737-900ER – die lange 737 mit zusätzlichen Notausgängen hinter dem Flügel
- Indonesisches Kennzeichen mit PK-, bei Lion Air häufig in der Reihe PK-L…
- Flugnummer beginnt mit JT, auf dem Tracker steht LNI
- Großraumflugzeuge sind selten: nur wenige Airbus A330 für Charter- und Langstreckeneinsätze
- Vorsicht Verwechslung: Batik Air, Wings Air und Thai Lion Air gehören zur gleichen Gruppe, tragen aber eigene Farben
Wer zum ersten Mal an einem indonesischen Flughafen steht, merkt schnell: Ohne Lion Air geht hier nichts. Die Low-Cost-Airline aus Jakarta hat den Luftverkehr im größten Inselstaat der Welt in gut 25 Jahren stark geprägt – mit einer dichten Flotte aus Boeing 737, Rekordbestellungen bei Boeing und Airbus und einer ganzen Familie von Schwester-Airlines. Gleichzeitig gehört zur Geschichte von Lion Air auch der Absturz von Flug JT610, der die Debatte um die 737 MAX mit ausgelöst hat. Diese Seite zeigt dir, wie du Lion Air sicher erkennst und von den Schwestern der Lion Group unterscheidest.
Deine 737-900ER im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – auch auf der Spotting-Reise nach Südostasien. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Lion Air im Überblick
Lion Air ist eine indonesische Low-Cost-Airline mit Sitz im Lion Air Tower in Jakarta. Gegründet haben sie 1999 die Brüder Rusdi und Kusnan Kirana. Am 30. Juni 2000 hob der erste Linienflug ab – mit einer einzigen geleasten Boeing 737-200, die zwischen Jakarta und Denpasar auf Bali sowie nach Pontianak auf Borneo pendelte. Die Airline selbst gibt als Leitspruch „We Make People Fly“ aus, und genau darum ging es von Anfang an: Fliegen für viele Menschen in einem Land bezahlbar zu machen, in dem Fähren und lange Busfahrten oft die einzige Alternative sind.
Aus diesem kleinen Start ist die größte Low-Cost-Airline Indonesiens geworden. Drehkreuze sind Jakarta-Soekarno-Hatta, Surabaya auf Java und Makassar auf Sulawesi; dazu kommen wichtige Stützpunkte in Denpasar und Medan sowie Batam nahe Singapur. Das Netz ist stark auf das Inland ausgerichtet – Indonesien erstreckt sich über Tausende Inseln, und viele Verbindungen sind nur per Flugzeug in vertretbarer Zeit machbar.
Eine Allianz gibt es nicht. Wie bei vielen Billigfliegern verkauft Lion Air vor allem einzelne Strecken; das Zusammenspiel mit Zubringern organisiert die Airline lieber innerhalb der eigenen Gruppe. Wie das Low-Cost-Prinzip im Detail funktioniert, erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code JT: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafeln, Tickets und in Flugplänen.
- ICAO-Code LNI: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern auf.
- Rufzeichen LION INTER: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Für Spotter ist die Unterscheidung wichtig, weil am gleichen Flughafen gleich mehrere Airlines der Lion Group unterwegs sind. Die JT-Flugnummer gehört zu Lion Air selbst; Batik Air, Wings Air und Thai Lion Air haben eigene Codes. Wer auf dem Tracker nur auf das Logo achtet, verwechselt sie schnell. Hilfreich ist ein Blick in den Guide zur Flugverfolgung für Spotter, der erklärt, wie du ICAO-Rufzeichen und ADS-B-Daten richtig liest.
Tracker und Kennzeichen kombinieren
Notiere bei jeder Sichtung neben der Flugnummer auch das Kennzeichen. Weil die Lion Group Flugzeuge zwischen ihren Airlines verschiebt, kann dieselbe Maschine einige Jahre später in anderen Farben auftauchen. Mit Planetrack siehst du im Hangar, welche Kennzeichen du schon hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Eine Gruppe, viele Marken: die Lion Group
Lion Air ist das Stammunternehmen der Lion Group, die über die Jahre mehrere Airlines aufgebaut hat. Für Passagiere sind das getrennte Marken, für Spotter ist es ein Puzzle mit vielen Teilen.
| Airline | Sitz | Gegründet | Geschäftsmodell | Typische Flugzeuge |
|---|---|---|---|---|
| Lion Air | Indonesien | 1999 | Low-Cost | Boeing 737, wenige Airbus A330 |
| Wings Air | Indonesien | 2003 | Regionalflüge | ATR-Turboprops |
| Batik Air | Indonesien | 2013 | Full-Service | Airbus A320 und Boeing 737 |
| Thai Lion Air | Thailand | 2013 | Low-Cost | Boeing 737 |
| Batik Air Malaysia (früher Malindo Air) | Malaysia | 2012 | Full-Service | Boeing 737 |
Wings Air übernimmt die kurzen Inselstrecken und kleinen Plätze, an denen ein Jet zu groß wäre. Die Turboprops stammen von ATR – wie du die Typen auseinanderhältst, zeigt der Guide ATR und Dash 8 unterscheiden. Batik Air ist die Full-Service-Marke der Gruppe, mit Mahlzeiten an Bord und einer anderen Bemalung. Im Ausland fliegen Thai Lion Air von Bangkok aus und Batik Air Malaysia vom Flughafen Kuala Lumpur. Zur Gruppe gehören außerdem Serviceunternehmen wie der Wartungsbetrieb Batam Aero Technic.
Leitwerk ansehen
Das Löwen-Logo spricht für Lion Air oder Thai Lion Air; Batik Air und Wings Air haben eigene Farben.
Kennzeichen lesen
PK- steht für Indonesien, HS- für Thailand, 9M- für Malaysia. So trennst du Lion Air schnell von den Auslandsschwestern.
Tracker abgleichen
Steht LNI im Tracker, fliegt Lion Air selbst. Ein anderer Code verrät eine Schwester aus der Gruppe.
Sauber notieren
Speichere Airline und Kennzeichen getrennt. Wechselt die Maschine später die Farben, bleibt deine Sichtung trotzdem eindeutig.
Die Flotte: Boeing 737 in allen Längen
Lion Air setzt fast vollständig auf die Boeing 737. Die genauen Zahlen ändern sich laufend, weil die Gruppe Flugzeuge zwischen ihren Airlines verschiebt. Stand 2026 umfasst die Flotte rund 100 Flugzeuge, grob verteilt so:
| Typ | Rolle in der Flotte | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Boeing 737-900ER | Größte Teilflotte | Lion Air war Erstkunde – die lange 737 mit Notausgängen hinter dem Flügel |
| Boeing 737-800 | Zweite Säule im Inland | Kürzer als die -900ER, klassische 737 Next Generation |
| Boeing 737 MAX 9 | Kleine Teilflotte | Lion Air war Erstkunde der MAX 9 |
| Airbus A330-300 | Charter und Langstrecke | Seltener Großraum-Gast an indonesischen Flughäfen |
| Airbus A330-900 | Charter und Langstrecke | Nachfolger der 747-400, erste Maschine 2019 |
| Boeing 737 MAX 10 | 50 bestellt | Noch nicht im Einsatz |
Die Boeing 737-900ER ist das Muster, das Lion Air am stärksten prägt. Die Airline war Erstkunde dieser Version; die erste Maschine wurde am 27. April 2007 übergeben – damals mit einer Sonderbemalung, die das Lion-Air-Logo am Leitwerk mit Boeings „Dreamliner“-Design am Rumpf kombinierte. Die -900ER bietet mehr Sitze als die 737-800 und passt damit perfekt zu stark nachgefragten Inlandsstrecken, auf denen jeder zusätzliche Platz zählt.
Auch bei der neuen Generation stand Lion Air vorn: Die Airline war Erstkunde der Boeing 737 MAX 9. Die 737 MAX 8 setzte Lion Air von 2017 an ein; nach verfügbaren Angaben gehören sie inzwischen nicht mehr zur Flotte. Für die Zukunft stehen weitere MAX-Jets im Auftragsbuch, darunter 50 Exemplare der 737 MAX 10. Hersteller all dieser Typen ist Boeing.
Ein Sonderfall sind die Großraumflugzeuge. Lion Air betrieb lange Boeing 747-400 und musterte die letzte 2019 aus. Ersatz wurde der Airbus A330-900, dessen erste Maschine im Juli 2019 eintraf; dazu kommen einige A330-300. Diese Jets fliegen vor allem Charter, etwa nach China, Hongkong oder Südkorea.
Die A330 von Lion Air fehlt dir noch?
Setz Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Rekordbestellungen bei Boeing und Airbus
Lion Air hat zweimal Schlagzeilen mit gewaltigen Aufträgen gemacht. 2011 bestellte die Airline 230 Boeing 737 – 201 Exemplare der damals neuen MAX und 29 Next Generation. Mit einem Listenwert von rund 21,7 Milliarden US-Dollar war das zu diesem Zeitpunkt die größte Bestellung in der Geschichte von Boeing; unterzeichnet wurde sie im Beisein des damaligen US-Präsidenten Barack Obama.
Nur zwei Jahre später folgte ein ähnlich großer Auftrag bei Airbus: 234 Flugzeuge der A320-Familie zu Listenpreisen von rund 24 Milliarden US-Dollar, unterschrieben in Frankreich in Anwesenheit von Präsident François Hollande. Die Airbus-Jets siehst du heute vor allem bei Schwestern wie Batik Air – Lion Air selbst bleibt im Kurz- und Mittelstreckenbereich eine Boeing-Airline.
Für Spotter ist das ein praktischer Merksatz: Ein Airbus der A320-Familie an einem indonesischen Flughafen gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu Lion Air, sondern zu einer Schwester oder zu einer anderen Airline wie Citilink.
737-800, 737-900ER oder 737 MAX 9? So unterscheidest du sie
Auf dem Vorfeld sehen die Lion-Air-737 auf den ersten Blick gleich aus. Mit ein paar Merkmalen ordnest du die Version trotzdem sicher zu. Einen ausführlichen Überblick über alle Generationen gibt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Next Generation (737-800 und 737-900ER)
- Glatte Triebwerksverkleidung ohne gezackte Hinterkante
- Klassische, nach oben gebogene Winglets
- Die 737-900ER ist deutlich länger und hat zusätzliche Notausgänge hinter dem Flügel
- Auf Trackern als B738 oder B739 geführt
MAX-Generation (737 MAX 9)
- Größere Triebwerke mit gezackten Hinterkanten an den Verkleidungen
- Geteilte Winglets mit einer Spitze nach oben und einer nach unten
- Ähnliche Länge wie die 737-900ER
- Auf Trackern als B39M geführt
Die größte Verwechslungsgefahr besteht zwischen 737-900ER und 737 MAX 9, weil beide ähnlich lang sind und zusätzliche Notausgänge haben. Achte deshalb vor allem auf die Triebwerke: Die gezackten Hinterkanten der MAX-Verkleidung sind auch auf Fotos aus größerer Entfernung noch gut zu erkennen. Bei der 737-800 hilft dagegen die Länge – ihr fehlen die zusätzlichen Türen hinter dem Flügel.
Woran du Lion Air erkennst
Das Markenzeichen ist das Löwen-Logo am Leitwerk, kombiniert mit dem Schriftzug „Lion Air“ am Rumpf. Am verlässlichsten ist aber das Gesamtbild: eine 737 mit indonesischem PK-Kennzeichen, bei Lion Air häufig in der Reihe PK-L…, und eine Flugnummer mit JT. Thai Lion Air trägt eine ähnliche Optik, fliegt aber mit thailändischen HS-Kennzeichen – das ist der schnellste Weg, beide auseinanderzuhalten. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Sonderbemalungen sind bei Lion Air eher die Ausnahme, deshalb lohnt sich jeder Blick auf eine abweichende Lackierung. Wenn du Sonderlacke gezielt suchst, hilft dir der Guide Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
Die Lion Group verschiebt Flugzeuge zwischen ihren Airlines. Eine 737, die heute bei Lion Air fliegt, kann früher bei einer Schwester unterwegs gewesen sein – oder umgekehrt. Prüf deshalb immer das Kennzeichen, nicht nur die Farben.
Sicherheit: EU-Liste und Flug JT610
Zur Geschichte von Lion Air gehört ein schwieriges Kapitel. Wie viele indonesische Airlines stand Lion Air jahrelang auf der EU-Flugsicherheitsliste und durfte nicht in die EU fliegen. Im Juni 2016 hob die EU das Verbot für Lion Air auf; im Juni 2018 erhielt die Airline nach einem Audit der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO eine positive Sicherheitsbewertung.
Mehrere Unfälle prägten das Bild der Airline. 2004 verunglückte eine MD-82 bei der Landung in Surakarta (Solo), 25 Menschen starben. 2013 setzte eine 737-800 beim Anflug auf Bali vor der Piste im Meer auf; der Rumpf brach, alle Insassen überlebten.
Am folgenreichsten war der Absturz von Flug JT610 am 29. Oktober 2018. Die erst wenige Monate alte Boeing 737 MAX 8 mit dem Kennzeichen PK-LQP stürzte kurz nach dem Start in Jakarta in die Javasee; alle 189 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der Abschlussbericht der indonesischen Unfalluntersuchungsbehörde KNKT vom Oktober 2019 nannte eine Kette von Ursachen: Das Steuerungssystem MCAS stützte sich auf einen einzelnen Anstellwinkelsensor, der bei einer früheren Reparatur falsch kalibriert worden war, und drückte die Nase wiederholt nach unten. Der Bericht kritisierte außerdem Annahmen bei Konstruktion und Zulassung, fehlende Informationen zu MCAS in Handbüchern und Training sowie Mängel bei Wartung und Dokumentation. Nach dem zweiten Absturz bei Ethiopian Airlines im März 2019 wurde die 737 MAX weltweit stillgelegt – in den USA für rund 20 Monate bis November 2020. Indonesien hob sein Flugverbot erst Ende Dezember 2021 auf.
Respektvoll bleiben
Unfälle gehören zur Geschichte einer Airline, sind aber kein Spotter-Motiv. Bleib bei Gedenkorten und in Gesprächen mit Einheimischen zurückhaltend und verzichte auf reißerische Bildunterschriften.
Lion Air spotten
In Europa ist Lion Air im regulären Betrieb nicht zu sehen. Für eine Sichtung brauchst du eine Reise nach Südostasien. Die besten Chancen hast du an den Drehkreuzen Jakarta-Soekarno-Hatta, Surabaya und Makassar; auch in Denpasar auf Bali und in Medan ist die Airline stark vertreten. Bali ist für viele der praktischste Einstieg, weil du Urlaub und Spotting verbinden kannst – und neben Lion Air auch Garuda Indonesia, Batik Air und Citilink vor die Linse bekommst.
Wer auf dem Weg nach Indonesien in Singapur oder Kuala Lumpur umsteigt, sieht dort zwar meist nicht Lion Air selbst, aber oft Schwestern aus der Gruppe. Am Flughafen Singapur Changi und in Kuala Lumpur lohnt sich der Blick auf Batik Air Malaysia.
Gute Chancen auf Lion Air, wenn …
- du an einem der Drehkreuze in Jakarta, Surabaya oder Makassar bist
- du in Denpasar oder Medan spottest, wo viele Inlandsflüge ankommen
- indonesische Ferienzeiten oder Feiertage den Inlandsverkehr hochtreiben
Prüf es vorher, wenn …
- du an kleineren Inselflughäfen bist – dort fliegt oft eher Wings Air
- du nach einer A330 suchst, die nur auf ausgewählten Charterstrecken unterwegs ist
Eher kein Lion-Air-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – Linienflüge nach Europa bietet Lion Air nicht an
Bevor du im Ausland die Kamera auspackst, informier dich über die örtlichen Regeln. Fotografieren am Flughafen wird nicht überall gleich gehandhabt; der Artikel Spotten im Ausland gibt dir einen Überblick, worauf du achten solltest. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und meide Sicherheitszonen.
Häufige Verwechslungen
- Jedes Löwen-Logo für Lion Air halten – Thai Lion Air trägt eine ähnliche Optik, fliegt aber mit HS-Kennzeichen aus Thailand.
- Batik Air zu Lion Air zählen – beide gehören zur Gruppe, Batik Air ist aber eine eigene Full-Service-Marke mit eigenen Codes.
- 737-900ER als 737 MAX 9 notieren – beide sind lang, entscheidend sind die Triebwerke.
- Einen Airbus A320 Lion Air zuordnen – Lion Air fliegt auf Kurz- und Mittelstrecke Boeing; A320 gehören zu Schwestern oder anderen Airlines.
- JT für Japan halten – der IATA-Code ist eine reine Airline-Kennung ohne Länderbezug.
- Wings-Air-Turboprops als Lion Air notieren – Wings Air ist eine eigene Regionalairline der Gruppe.
Spotting-Reise nach Indonesien?
Finde Spots mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, plane den Sonnenstand und poste deine Lion-Air-Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Flughafen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Lion Air ist die Airline, die Indonesiens Inlandsverkehr wie keine andere geprägt hat: vom Start mit einer einzigen 737-200 im Jahr 2000 zur größten Low-Cost-Airline des Landes und zum Kern einer Gruppe mit Marken in drei Ländern. Für Spotter steht vor allem die 737-900ER im Mittelpunkt, deren Erstkunde Lion Air war. Wer Kennzeichen, Tracker-Code und Triebwerke genau prüft, trennt Lion Air sicher von Batik Air, Wings Air und Thai Lion Air – und macht aus einer Urlaubssichtung einen sauberen Logbuch-Eintrag.
Kurzfazit
Lion Air (IATA JT, ICAO LNI) ist Indonesiens größte Low-Cost-Airline mit fast reiner Boeing-737-Flotte und Schwerpunkt auf der 737-900ER. Das Löwen-Logo zeigt die Familie, PK-Kennzeichen und Tracker-Code zeigen, dass wirklich Lion Air fliegt.
Zusammenfassung
- Lion Air erkennst du am Löwen-Logo am Leitwerk, an der JT-Flugnummer und an der dichten Boeing-737-Flotte mit vielen 737-900ER.
- Die eigentliche Spotter-Aufgabe ist die Zuordnung innerhalb der Lion Group: Lion Air, Batik Air und Wings Air fliegen oft am selben Flughafen.
- Zwischen 737-800, 737-900ER und 737 MAX 9 unterscheidest du über Rumpflänge, Notausgänge und Triebwerke.
- In Europa fliegt Lion Air nicht im Linienverkehr; für eine Sichtung musst du nach Indonesien reisen, am besten nach Jakarta, Surabaya, Makassar oder Bali.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Lion Air?
Der IATA-Code von Lion Air ist JT, der ICAO-Code LNI. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „LION INTER“. Die Schwester Batik Air nutzt eigene Codes, deshalb lohnt der Blick auf den Tracker.
Gehört Lion Air zu einer Allianz?
Nein. Lion Air ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Ihr Netz baut die Airline über die eigene Gruppe aus – mit Wings Air als Zubringer auf kurzen Inselstrecken und Batik Air als Full-Service-Marke.
Welche Flugzeuge fliegt Lion Air?
Den Kern bilden Boeing 737: vor allem die gestreckte 737-900ER, dazu 737-800 und einige 737 MAX 9. Für Charter und längere Strecken setzt Lion Air außerdem Airbus A330-300 und A330-900 ein. Insgesamt umfasst die Flotte 2026 rund 100 Flugzeuge; die genaue Zahl schwankt, weil die Gruppe Flugzeuge zwischen ihren Airlines verschiebt.
Was hat Lion Air mit der Boeing 737-900ER zu tun?
Lion Air war Erstkunde der 737-900ER. Die erste Maschine wurde am 27. April 2007 übergeben. Bis heute ist die 737-900ER das wichtigste Muster der Airline – kaum irgendwo siehst du so viele Exemplare dieser Version an einem Ort wie an indonesischen Flughäfen.
Welche Airlines gehören zur Lion Group?
Neben Lion Air selbst gehören Wings Air (Regionalflüge mit ATR-Turboprops, seit 2003), Batik Air (Full-Service, seit 2013), Thai Lion Air (Low-Cost aus Bangkok, seit 2013) und Batik Air Malaysia (früher Malindo Air, gegründet 2012) zur Gruppe. Dazu kommen Serviceunternehmen wie der Wartungsbetrieb Batam Aero Technic.
Was geschah bei Lion-Air-Flug JT610?
Am 29. Oktober 2018 stürzte die Boeing 737 MAX 8 mit dem Kennzeichen PK-LQP kurz nach dem Start in Jakarta in die Javasee, alle 189 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der Abschlussbericht der indonesischen Unfalluntersuchungsbehörde KNKT nannte unter anderem das Steuerungssystem MCAS, das sich auf einen einzigen, falsch kalibrierten Anstellwinkelsensor stützte. Nach einem zweiten Absturz bei Ethiopian Airlines im März 2019 wurde die 737 MAX weltweit stillgelegt.
Stand Lion Air auf der EU-Flugsicherheitsliste?
Ja. Wie viele indonesische Airlines durfte Lion Air jahrelang nicht in die EU fliegen. Die EU hob das Verbot für Lion Air am 16. Juni 2016 auf. Linienflüge nach Europa bietet die Airline trotzdem nicht an.
Wo kann ich Lion Air spotten?
Am einfachsten an den Drehkreuzen Jakarta-Soekarno-Hatta, Surabaya und Makassar sowie in Denpasar auf Bali und in Medan. In Deutschland oder Europa ist Lion Air im regulären Betrieb nicht zu sehen. Wer in Südostasien unterwegs ist, trifft in Bangkok auf Thai Lion Air und in Kuala Lumpur auf Batik Air Malaysia.
Lion Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-900ER
Die längste 737 der Next Generation: Die 737-900ER hat ein zusätzliches Notausgangspaar hinter dem Flügel und prägt vor allem den US-Inlandsverkehr. In Europa ist sie ein seltener Fang – so erkennst du sie.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 9
Die gestreckte Schwester der MAX 8: Die 737 MAX 9 ist länger, hat einen zusätzlichen Ausgang hinter dem Flügel und ist in Europa ein eher seltener Gast. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 10
Die längste 737, die Boeing je gebaut hat: Die MAX 10 bekommt ein Fahrwerk, das sich beim Start streckt, wartet seit Jahren auf ihre Zulassung und tritt gegen Airbus’ A321neo an. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
Batik Air
Die Full-Service-Marke der indonesischen Lion Group: zwei Klassen an Bord, eine Flotte aus Airbus A320 und Boeing 737-800, Drehkreuz Jakarta – und viele Verwandte, die ähnlich aussehen.
RegionalWings Air
Die Regionaltochter der indonesischen Lion Group fliegt ausschließlich ATR 72 und verbindet kleine Inselflughäfen mit den großen Städten des Archipels.
Low-CostThai Lion Air
Die thailändische Low-Cost-Airline der Lion Group: Boeing 737 ab Bangkok Don Mueang, erste Airline mit der 737 MAX 9 im Linienbetrieb und zeitweise mit Airbus A330 unterwegs.
NetzwerkBatik Air Malaysia
Die malaysische Airline der Lion Group, bis 2022 als Malindo Air unterwegs: Drehkreuz Kuala Lumpur, Boeing 737 auf Kurz- und Mittelstrecke, Airbus A330 für die dicken Strecken – und der erste 737-MAX-Betreiber der Welt.
NetzwerkGaruda Indonesia
Indonesiens Flag Carrier mit Drehkreuz Jakarta: SkyTeam-Mitglied, Langstrecke mit Boeing 777-300ER und Airbus A330, ein dichtes Inlandsnetz mit der 737-800 und eine lange Verbindung zu KLM und Amsterdam.
Low-CostCitilink
Die Low-Cost-Tochter von Garuda Indonesia: Airbus A320 und A320neo auf den dichten Inlandsstrecken, ATR 72-600 für kleinere Inselflughäfen und ein Rufzeichen, das man nicht vergisst.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
FlughafenFlughafen Kuala Lumpur
Zwei Terminals, drei rund vier Kilometer lange Bahnen und zwei Heimatairlines, die unterschiedlicher kaum sein könnten: In Sepang treffen die oneworld-Flotte von Malaysia Airlines und die roten Jets von AirAsia aufeinander – für Spotter einer der spannendsten Flughäfen Südostasiens.
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