Das Wichtigste in Kürze
- BoA ist die staatliche Airline Boliviens – 2007 gegründet, seit 2009 im Liniendienst und Sitz in Cochabamba.
- Codes: IATA OB, ICAO BOV, Rufzeichen „BOLIVIANA“.
- Europa-Verbindung ist Madrid: Der Flug startet in Santa Cruz Viru Viru und landet in Madrid-Barajas an Terminal 4.
- Die Langstrecke fliegt der Airbus A330-200, der die zuvor eingesetzten Boeing 767-300ER abgelöst hat.
- Im Inland dominiert die Boeing 737 in den Versionen -300, -700 und -800, ergänzt durch die CRJ200.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | OB |
|---|---|
| ICAO-Code | BOV |
| Rufzeichen | BOLIVIANA |
| Drehkreuze | CBB, VVI, LPB |
| Geschäftsmodell | Staatliche Netzwerk-Airline mit Inlands-, Regional- und Langstreckenverkehr |
| Sitz | Cochabamba, Bolivien |
| Gegründet | 24. Oktober 2007 per Regierungsdekret, erster Linienflug Ende März 2009 |
| Eigentümer | Bolivianischer Staat |
| Drehkreuz | Cochabamba (CBB), dazu Santa Cruz Viru Viru (VVI) und La Paz El Alto (LPB) |
| Allianz | keine |
| Flottentypen (Stand 2026) | Airbus A330-200, Boeing 737-300, 737-700 und 737-800, Bombardier CRJ200 |
| Langstrecke nach Europa | Santa Cruz Viru Viru – Madrid-Barajas (Terminal 4), seit Ende 2012 |
| Kennzeichen | Bolivianisches Präfix CP- mit vierstelliger Nummer |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Boliviana de Aviación?
- Schriftzug „BoA“ bzw. „Boliviana de Aviación“ am Rumpf – die Kurzform mit kleinem „o“ ist das Markenzeichen
- Kennzeichen mit CP- und einer vierstelligen Zahl, zum Beispiel CP-3214
- In Europa fast immer ein Airbus A330-200 – der einzige Langstreckentyp der aktuellen Flotte
- In Südamerika meist eine Boeing 737 in einer von drei Generationen: -300, -700 oder -800
- Auf dem Tracker steht BOV, in der Flugnummer OB
- In Madrid an Terminal 4, wo auch Iberia und viele Lateinamerika-Flüge abgefertigt werden
Eine BoA-Maschine in Europa zu erwischen, ist keine Alltagssichtung. Die bolivianische Staatsairline fliegt regulär nur ein europäisches Ziel an – Madrid – und das mit gerade einmal drei Airbus A330-200. Wer in Barajas spottet, sollte sie deshalb auf dem Zettel haben. Und wer sich für Südamerika interessiert, findet bei BoA einen bunten Mix aus drei Boeing-737-Generationen, Regionaljets und Flughäfen in extremer Höhe. Diese Seite zeigt dir, was hinter der Airline steckt und woran du ihre Flugzeuge erkennst.
Seltene Gäste im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – auch die eine BoA-Maschine, die du in Madrid erwischt hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Boliviana de Aviación im Überblick
Boliviana de Aviación, kurz BoA, ist die staatliche Fluggesellschaft Boliviens. Gegründet wurde sie am 24. Oktober 2007 per Regierungsdekret, das Unternehmen gehört vollständig dem bolivianischen Staat. Firmensitz ist Cochabamba im Zentrum des Landes. Ende März 2009 nahm BoA den Linienbetrieb auf – mit zwei Boeing 737-300 auf den Strecken zwischen La Paz, Cochabamba und Santa Cruz de la Sierra.
Der Hintergrund: Die traditionsreiche Lloyd Aéreo Boliviano, über Jahrzehnte die nationale Airline Boliviens, war Mitte der 2000er-Jahre in eine tiefe Krise geraten und stellte den Betrieb ein. BoA ist keine Umbenennung dieser Gesellschaft, sondern eine staatliche Neugründung, die die Lücke schloss. Innerhalb weniger Jahre wurde BoA zur größten Airline des Landes.
Danach ging es schnell: 2010 folgten die ersten internationalen Ziele, darunter Buenos Aires und São Paulo. Ende 2012 kam mit Madrid das erste Ziel außerhalb Amerikas dazu, 2014 die Verbindung nach Miami – wer dort spottet, findet Tipps unter Planespotting in Miami. Im selben Jahr wurde BoA Vollmitglied der IATA.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code OB: steht in der Flugnummer, also auf Abflugtafel, Bordkarte und in den meisten Flugplänen.
- ICAO-Code BOV: steht im Flugplan der Flugsicherung und taucht auf Flugtrackern im Rufzeichen auf.
- Rufzeichen BOLIVIANA: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Der IATA-Code OB hat keinen erkennbaren Bezug zum Namen – das ist bei IATA-Codes häufig, weil viele Buchstabenkombinationen längst vergeben sind. Der ICAO-Code BOV ist dagegen leichter zu merken. Warum es überhaupt zwei Codesysteme gibt, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt; den Unterschied zwischen Flugnummer und Funk-Rufzeichen findest du unter Callsign und Flugnummer.
Tracker richtig lesen
Suchst du auf einem Flugtracker nach dem Madrid-Flug, gib am besten „BOV“ ein. Unter der OB-Flugnummer findest du den Flug zwar auch, aber nicht in jeder Ansicht. Wie du ADS-B-Daten fürs Spotten nutzt, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Drehkreuze in drei sehr unterschiedlichen Höhen
BoA verteilt den Verkehr auf drei große Flughäfen, die geografisch kaum unterschiedlicher sein könnten. Das prägt auch den Flugbetrieb.
| Flughafen | Code | Höhe über dem Meer | Rolle bei BoA |
|---|---|---|---|
| Cochabamba Jorge Wilstermann | CBB / SLCB | rund 2.550 m | Firmensitz und wichtigstes Drehkreuz |
| Santa Cruz Viru Viru | VVI / SLVR | rund 370 m | Tor zur Langstrecke: Madrid und Miami |
| La Paz El Alto | LPB / SLLP | rund 4.060 m | Regierungssitz, Flüge an die Westküste Südamerikas |
El Alto ist der Ausreißer: Der Flughafen oberhalb von La Paz zählt zu den höchstgelegenen Verkehrsflughäfen der Welt. In der dünnen Luft brauchen Flugzeuge mehr Geschwindigkeit über Grund, um abzuheben, und die Triebwerke liefern weniger Schub – der Startlauf wird entsprechend lang. Die Hauptpiste misst deshalb rund 4.000 Meter. Für die Besatzungen ist der Betrieb dort Routine mit Sonderregeln, für Spotter ein Ort mit dramatischer Kulisse aus Altiplano und Andengipfeln.
Viru Viru bei Santa Cruz liegt dagegen im tropischen Tiefland, nur wenige Hundert Meter über dem Meer. Das ist ein Grund, warum die Langstrecke nach Europa hier startet: Ein schwer beladener A330 kommt im Tiefland mit voller Reichweite in die Luft, ohne dass Nutzlast geopfert werden muss.
Gut zu wissen
Höhe beeinflusst nicht nur den Start, sondern auch die Kabine: Bei der Landung in El Alto ist der Außendruck sogar niedriger als der übliche Kabinendruck im Reiseflug. Warum Flugzeuge den Druck in der Kabine überhaupt regeln, erklärt der Artikel zu Kabinendruck und Kabinenhöhe.
Die Flotte: Boeing 737 im Inland, A330 auf der Langstrecke
Die BoA-Flotte ist überschaubar, aber für Spotter abwechslungsreich. Stand 2026 setzt die Airline diese Typen ein:
| Typ | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A330-200 | Langstrecke, u. a. Madrid und Miami | Einziger Großraumtyp, Kabine mit Business und Economy |
| Boeing 737-800 | Inland und Regionalstrecken | Längste 737 der Flotte, zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel |
| Boeing 737-700 | Inland und Regionalstrecken | Kürzere Next Generation, ein Notausgang pro Seite |
| Boeing 737-300 | Inland | Classic-Generation, mit der BoA 2009 gestartet ist |
| Bombardier CRJ200 | Kleinere Inlandsziele | Regionaljet mit Hecktriebwerken, 2024 wieder in Betrieb genommen |
Bei der Langstrecke ist die Lage klar: BoA betreibt drei A330-200. Für die Schmalrumpfflotte nennen wir bewusst keine genauen Stückzahlen – die Angaben unterscheiden sich je nach Quelle und Stichtag, und BoA hat in den vergangenen Jahren immer wieder Flugzeuge zu- und abgegeben.
Vom 767 zum A330
Auf der Langstrecke hat BoA eine bewegte Geschichte. Den Madrid-Flug eröffnete die Airline Ende 2012 mit einem geleasten Airbus A330-200. Danach flog sie mit Boeing-767-Großraumjets: kurzzeitig mit einer gemieteten 767-200ER, ab 2014 mit Boeing 767-300ER. Die 767 prägten rund ein Jahrzehnt lang das Bild von BoA in Madrid und Miami.
2022 unterschrieb BoA Leasingverträge für Airbus A330-200, die ersten Exemplare kamen 2023. Sie lösten die 767-300ER ab, die bis etwa 2024 aus der Flotte ausschieden. Hersteller des heutigen Langstreckentyps ist Airbus. Wer in seinem Archiv eine BoA-767 aus Madrid hat, besitzt damit inzwischen ein historisches Motiv. Wie du die 767 von ihrer kleineren Schwester unterscheidest, zeigt der Artikel Boeing 757 und 767 unterscheiden.
Den A330 nicht verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für BoA oder ein bestimmtes CP-Kennzeichen ein, und Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine Madrid anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Drei 737-Generationen in einer Flotte
Für 737-Fans ist BoA ein kleines Lehrbuch. Die Airline fliegt die 737-300 der Classic-Generation und daneben die 737-700 und 737-800 der Next Generation. Alle drei stammen von Boeing, unterscheiden sich aber im Detail.
Länge abschätzen
Die 737-800 wirkt deutlich gestreckter als die -700 und die -300. Ein Blick auf das Verhältnis von Rumpf vor und hinter dem Flügel hilft.
Notausgänge zählen
Zwei Notausgänge pro Seite über dem Flügel sprechen für die -800. Ein einzelner Ausgang passt zur -700 und zur -300.
Triebwerke und Flügel prüfen
Die Classic hat kleinere, gedrungenere Triebwerksgondeln und eine kürzere Spannweite als die Next Generation.
Kennzeichen notieren
Das CP-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig – und hilft später beim Abgleich mit Flottenlisten.
Eine ausführliche Anleitung mit allen Merkmalen findest du im Artikel Boeing-737-Generationen unterscheiden. Die Bombardier CRJ200 ist leicht davon zu trennen: Sie trägt ihre beiden Triebwerke am Heck und hat ein T-Leitwerk. Hersteller ist Bombardier.
Woran du BoA erkennst
Die BoA-Flugzeuge tragen den Namen der Airline gut lesbar am Rumpf – häufig als Kurzform „BoA“ mit kleinem „o“, die zum Markenzeichen geworden ist. Für die sichere Zuordnung reicht die Bemalung aber nicht allein, denn bei Mietflugzeugen und Neuzugängen kann die Optik abweichen. Verlässlicher ist das Kennzeichen.
Bolivianische Kennzeichen sind ungewöhnlich: Auf das Länderpräfix CP- folgt keine Buchstabenkombination, sondern eine vierstellige Zahl. Die BoA-A330 tragen zum Beispiel Kennzeichen wie CP-3208, CP-3209 oder CP-3214. Siehst du in Madrid ein Zahlenkennzeichen mit CP- am Heck, ist die Sache praktisch klar. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Das spricht für BoA
- Kennzeichen CP- mit vierstelliger Zahl
- Schriftzug „BoA“ oder „Boliviana de Aviación“ am Rumpf
- Rufzeichen BOV bzw. „BOLIVIANA“ auf dem Tracker
- In Madrid an Terminal 4, Verbindung nach Santa Cruz
Das spricht eher dagegen
- Kennzeichen mit Buchstaben nach dem Präfix
- Großraumjet mit vier Triebwerken – BoA fliegt nur Zweistrahler
- Airbus-Schmalrumpfjet – BoA setzt im Kurzstreckenverkehr auf die 737
- Flugnummer ohne OB oder Tracker-Code ohne BOV
BoA in Madrid spotten
Für Spotter aus Deutschland ist Madrid-Barajas der realistische Ort, BoA zu sehen. Die Airline nutzt dort laut Flughafenbetreiber Aena Terminal 4 und verbindet Madrid mit Santa Cruz Viru Viru; je nach Flugplan sind auch Verbindungen nach Cochabamba angebunden. Damit steht der BoA-A330 im Umfeld von Iberia, die T4 als Heimatbasis nutzt, und zahlreichen weiteren Lateinamerika-Flügen.
Auf der Strecke nach Bolivien hat BoA außerdem Konkurrenz: Auch Air Europa fliegt von Madrid nach Santa Cruz. Air Europa nutzt in Barajas allerdings nicht T4, sondern T1 und T2. Für dich ist das praktisch, weil du an einem Tag gleich mehrere Südamerika-Verbindungen in Barajas sammeln kannst. Wie selten eine solche Sichtung ist, kannst du mit dem Artikel Seltenheit einer Sichtung einschätzen einordnen. Infos zum Flughafen findest du auf der Seite zum Flughafen Madrid-Barajas, einen beliebten Fotostandort beschreibt La Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas, und einen Überblick über die Spotter-Möglichkeiten gibt der Madrid-Guide.
Gute Chancen auf BoA, wenn …
- der Flug laut aktuellem Plan an deinem Spottertag verkehrt
- du den BOV-Flug vorher auf dem Tracker gefunden hast
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Tage und Zeiten ändern sich
- der Flug Verspätung hat; Langstrecken aus Südamerika können sich deutlich verschieben
Kein BoA-Tag, wenn …
- du an einem anderen europäischen Flughafen stehst – BoA fliegt in Europa regulär nur Madrid an
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an Absperrungen. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
BoA im südamerikanischen Umfeld
In Südamerika ist BoA eine von mehreren Staats- und Flag-Carriern, die neben großen privaten Gruppen bestehen. Der wichtigste Wettbewerber im Kontinent ist die LATAM-Gruppe, dazu kommen Netzwerk-Airlines wie Avianca und Aerolíneas Argentinas. Buenos Aires gehört seit 2010 zu den internationalen BoA-Zielen, ebenso São Paulo; weitere Verbindungen führen in Nachbarländer wie Chile, Peru und Paraguay. Welche Strecken genau im Plan stehen, schwankt – BoA passt das Netz immer wieder an.
Einer Allianz gehört BoA nicht an. Die Airline setzt stattdessen auf einzelne Codeshare- und Interline-Partnerschaften, über die Passagiere Anschlussflüge buchen können.
Häufige Verwechslungen
- BoA mit Lloyd Aéreo Boliviano gleichsetzen – LAB ist die historische Vorgängerin als nationale Airline, BoA eine eigenständige Neugründung von 2007.
- OB für eine Abkürzung von „Bolivien“ halten – der IATA-Code ist eine reine Airline-Kennung ohne Bezug zum Namen.
- Jeden Großraumjet mit CP-Kennzeichen für einen 767 halten – seit dem Wechsel auf den A330-200 fliegt BoA keine 767 mehr.
- 737-700 und 737-300 verwechseln – beide haben einen Notausgang pro Seite, doch Triebwerke und Spannweite verraten die Generation.
- BoA in Barajas am falschen Terminal suchen – die Airline wird an Terminal 4 abgefertigt.
BoA im Blick behalten
Beobachte Airlines, Typen oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – dazu Wetter, Wind und Pisten am Flughafen in einer Ansicht. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Boliviana de Aviación ist eine junge Staatsairline mit einer überraschend vielseitigen Flotte. In Europa zeigt sie sich regulär nur in Madrid – mit dem A330-200, der die 767 abgelöst hat. In Südamerika fliegt sie drei Generationen der Boeing 737 und operiert von Flughäfen zwischen Tiefland und gut 4.000 Metern Höhe. Wer das CP-Zahlenkennzeichen mitnotiert, hat eine Sichtung, die in kaum einer europäischen Sammlung alltäglich ist.
Kurzfazit
Boliviana de Aviación (IATA OB, ICAO BOV) ist Boliviens staatliche Airline mit Sitz in Cochabamba. In Europa fliegt sie regulär nur Madrid an, mit dem Airbus A330-200. Das sicherste Erkennungsmerkmal ist das Kennzeichen CP- mit vierstelliger Zahl.
Zusammenfassung
- Boliviana de Aviación ist Boliviens wichtigste Airline und Nachfolgerin der historischen Lloyd Aéreo Boliviano als nationale Fluggesellschaft.
- In Deutschland begegnest du BoA nicht – ihr festes Europa-Ziel ist Madrid, wo der A330-200 an Terminal 4 parkt.
- Spannend für Spotter ist der Typen-Mix aus drei 737-Generationen und das Betriebsumfeld: El Alto bei La Paz liegt auf gut 4.000 Metern Höhe.
- Flugplan und Flottenstärke ändern sich bei BoA immer wieder; prüf vor einer Madrid-Tour den aktuellen Plan.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Boliviana de Aviación?
Der IATA-Code ist OB, der ICAO-Code BOV. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „BOLIVIANA“. Auf Abflugtafeln siehst du also OB-Flugnummern, auf Flugtrackern meist das BOV-Rufzeichen.
Fliegt BoA nach Deutschland?
Nein. Das feste Europa-Ziel von BoA ist Madrid-Barajas. Wer aus Deutschland mit BoA nach Bolivien reist, steigt in der Regel in Madrid um. Für Spotter heißt das: Den BoA-Airbus fotografierst du in Europa praktisch nur in Madrid.
Mit welchem Flugzeug fliegt BoA nach Madrid?
Mit dem Airbus A330-200. BoA hat 2022 Leasingverträge für A330-200 unterschrieben, die ersten Maschinen kamen 2023. Sie ersetzten die Boeing 767-300ER, die BoA vorher auf der Langstrecke eingesetzt hatte. Die A330 sind mit Business- und Economy-Class bestuhlt.
Wo liegt das Drehkreuz von BoA?
Firmensitz und wichtigstes Drehkreuz ist Cochabamba (Flughafen Jorge Wilstermann). Für internationale Flüge spielen außerdem Santa Cruz Viru Viru – Ausgangspunkt nach Madrid und Miami – und La Paz El Alto eine große Rolle.
Gehört BoA zu einer Allianz?
Nein, BoA ist weder in der Star Alliance noch bei oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Partnern über Codeshare- und Interline-Abkommen zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen BoA und Lloyd Aéreo Boliviano?
Lloyd Aéreo Boliviano (LAB) war die historische nationale Airline Boliviens, gegründet 1925. Nach deren Niedergang gründete der Staat 2007 BoA neu. BoA ist also keine Umbenennung von LAB, sondern eine eigenständige Neugründung, die die Rolle als wichtigste Airline des Landes übernommen hat.
Woran erkenne ich ein bolivianisches Flugzeug?
Am Kennzeichen: Bolivien nutzt das Präfix CP-, gefolgt von einer vierstelligen Zahl – etwa CP-3214. Das ist ungewöhnlich, denn die meisten Länder nutzen Buchstaben nach dem Bindestrich. Ein Zahlenkennzeichen am Heck ist deshalb ein guter Hinweis auf eine südamerikanische Maschine.
Warum ist El Alto für Flugzeuge so besonders?
Der Flughafen El Alto bei La Paz liegt auf rund 4.060 Metern über dem Meer und zählt zu den höchstgelegenen Verkehrsflughäfen der Welt. Die dünne Luft verlängert den Startlauf deutlich, deshalb ist die Hauptpiste rund 4.000 Meter lang. Für die Flugzeuge bedeutet das besondere Leistungsanforderungen, für Spotter eine außergewöhnliche Kulisse.
Boliviana de Aviación im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
FlugzeugtypBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
FlugzeugtypBoeing 767-300ER
Schlanker Rumpf, zwei große Triebwerke, oft hochgezogene Winglets: Die 767-300ER war jahrzehntelang das Arbeitspferd über den Atlantik. Heute wird sie selten – so erkennst und findest du sie.
Weitere Airlines
Lloyd Aéreo Boliviano
Historische Flag-Carrier Boliviens: 1925 von der deutschen Gemeinde in Cochabamba mit einer Junkers F 13 gegründet, ab 1941 in Staatshand, Jahrzehnte mit Boeing 727 unterwegs – und nach Teilprivatisierung, VASP-Jahren und Finanzkrise 2007/08 am Boden.
NetzwerkAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
NetzwerkIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
NetzwerkAerolíneas Argentinas
Argentiniens staatliche Flag-Carrier mit Drehkreuzen in Buenos Aires: SkyTeam-Mitglied seit 2012, mit dem Airbus A330-200 in Madrid und Rom zu Gast und seit Jahren Spielball der Debatte um eine erneute Privatisierung.
NetzwerkAvianca
Kolumbiens Flag-Carrier mit Drehkreuz Bogotá: 1919 als SCADTA gegründet, nach KLM die zweitälteste noch bestehende Airline der Welt, Star-Alliance-Mitglied und heute Teil der Abra Group – in Europa mit der Boeing 787-8 zu Gast.
NetzwerkLATAM Airlines
Südamerikas größte Airline-Gruppe, entstanden aus der chilenischen LAN und der brasilianischen TAM: Sitz in Santiago, Boeing 787 auf der Langstrecke, seit 2020 ohne Allianz und eng mit Delta verbunden.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
Wo du Boliviana de Aviación vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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