Das Wichtigste in Kürze
- FlyEgypt war eine private ägyptische Airline mit Sitz in Kairo, die 2015 den Flugbetrieb aufnahm und im Oktober 2024 wieder einstellte.
- Codes: IATA FT, ICAO FEG, Rufzeichen „SKY EGYPT“.
- Die Flotte bestand aus Boeing 737 Next Generation – vor allem 737-800 mit 189 Sitzen, zeitweise auch 737-700.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz war FlyEgypt vor allem als Charterflieger für Reiseveranstalter auf Strecken ans Rote Meer zu sehen.
- Im Dezember 2018 entzog das Luftfahrt-Bundesamt FlyEgypt und Air Cairo kurzzeitig die Landeerlaubnis in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
- 1.FlyEgypt im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: Boeing 737 Next Generation
- 4.737-800 oder 737-700? So unterscheidest du sie
- 5.Woran du FlyEgypt erkennst
- 6.FlyEgypt in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- 7.Die Landeerlaubnis-Sperre im Dezember 2018
- 8.Das Ende im Oktober 2024
- 9.FlyEgypt und die anderen ägyptischen Airlines
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | FT |
|---|---|
| ICAO-Code | FEG |
| Rufzeichen | SKY EGYPT |
| Drehkreuze | CAI, HBE |
| Status | Historisch – Flugbetrieb laut Branchenberichten im Oktober 2024 eingestellt |
| Sitz | Kairo, Ägypten |
| Gegründet | 2014 als Charterairline mit nur einer Kabinenklasse, erster Flug am 12. Februar 2015 (Kairo–Dschidda) |
| Geschäftsmodell | Charterflüge für Reiseveranstalter, ab 2016 zusätzlich Low-Cost-Linienflüge in die Golfregion |
| Hintergrund | Auch als T1 Airlines geführt, unterstützt von der ägyptischen Talaat Moustafa Group |
| Basen | Kairo (CAI) und Alexandria-Borg El Arab (HBE) |
| Allianz | keine |
| Flotte | Boeing 737 Next Generation (737-800, zeitweise auch 737-700); zuletzt nur noch eine eigene 737-800, dazu angemietete Flugzeuge |
| Letztes eigenes Flugzeug | Boeing 737-800 SU-TMN, geleast von AerCap |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich FlyEgypt?
- Ägyptisches Kennzeichen mit SU- am Heck, das letzte eigene Flugzeug war SU-TMN
- Fast immer eine Boeing 737 Next Generation, meist eine 737-800
- Markenname am Rumpf in der Schreibweise „flyEgypt“
- Flugnummer mit FT, im Flugplan der Flugsicherung FEG bzw. Rufzeichen „SKY EGYPT“
- Typischer Auftritt in DACH: Ferienflüge ans Rote Meer, etwa nach Hurghada oder Sharm el-Sheikh
- Angemietete Flugzeuge konnten in fremder Bemalung und mit anderem Kennzeichen unter FlyEgypt-Flugnummern fliegen
Wer in den späten 2010er-Jahren an deutschen Ferienflughäfen stand, hat sie vielleicht im Logbuch, ohne sich groß an sie zu erinnern: eine Boeing 737 mit ägyptischem SU-Kennzeichen und dem Schriftzug „flyEgypt“, die Urlauber ans Rote Meer brachte. FlyEgypt war nie eine große Airline, aber eine typische Vertreterin der ägyptischen Charterszene – und ist seit Oktober 2024 Geschichte. Diese Seite fasst zusammen, was du über die Airline wissen musst, um alte Sichtungen sauber einzuordnen.
Alte Sichtungen sauber archivieren
Mit Planetrack legst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen in deinem Hangar ab – auch die von Airlines, die es heute nicht mehr gibt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
FlyEgypt im Überblick
FlyEgypt war eine private ägyptische Airline mit Sitz in Kairo. Gegründet wurde sie 2014 als Charterfluggesellschaft mit nur einer Kabinenklasse. Der erste Flug ging am 12. Februar 2015 von Kairo nach Dschidda in Saudi-Arabien. Der Branchendienst CAPA führt sie auch unter dem Namen T1 Airlines und nennt die Talaat Moustafa Group, einen großen ägyptischen Konzern, als Unterstützer.
Das Geschäft stand auf zwei Beinen. Zum einen flog FlyEgypt im Auftrag von Reiseveranstaltern Urlauber aus Europa an die ägyptischen Badeorte. Nach eigener Darstellung verband die Airline im Charterverkehr rund 80 europäische Städte mit Ägypten. Zum anderen bot sie ab Mai 2016 Low-Cost-Linienflüge an, zuerst von Alexandria und Asyut nach Kuwait, später vor allem von Kairo in die Golfregion – unter anderem nach Riad, Dschidda, Medina, Yanbu und Sharjah.
Als Basen dienten der Flughafen Kairo und der Flughafen Borg El Arab bei Alexandria. Einer Allianz gehörte FlyEgypt nie an. Im Oktober 2024 stellte die Airline den Flugbetrieb ein.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code FT: stand in der Flugnummer, also auf Anzeigetafeln, Reiseunterlagen und in den Flugplänen der Veranstalter.
- ICAO-Code FEG: stand im Flugplan der Flugsicherung und damit auf Flugtrackern.
- Rufzeichen SKY EGYPT: so meldete sich die Besatzung im Funk.
Für Spotter, die alte Trackerdaten durchgehen, ist vor allem FEG wichtig. Taucht in deinen Logs ein Rufzeichen mit FEG auf, war FlyEgypt der Betreiber. Steht dort ein anderer Code, obwohl die Anzeigetafel eine FT-Flugnummer zeigte, flog wahrscheinlich ein angemietetes Flugzeug einer anderen Gesellschaft. Wie du Tracker-Historie und eigene Sichtungen abgleichst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Alte Logs prüfen
Viele Spotter haben FlyEgypt nur als „ägyptische 737“ notiert. Gleich die Einträge mit dem Kennzeichen ab – dann siehst du, ob es ein eigenes Flugzeug der Airline war oder ein angemietetes. Hilfe beim Entziffern bietet Flugzeugkennzeichen verstehen.
Die Flotte: Boeing 737 Next Generation
FlyEgypt hat auf einen einzigen Flugzeugtyp gesetzt, und zwar die Boeing 737 der Next-Generation-Familie. Das ist typisch für Charterairlines auf der Mittelstrecke: Ein Typ bedeutet einheitliche Wartung, austauschbare Crews und flexible Planung.
| Typ | Sitze | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | 189, eine Klasse | Rückgrat der Flotte, Ferien- und Linienflüge | Gestreckte 737NG mit zwei Paar Notausgängen über dem Flügel |
| Boeing 737-700 | weniger als die 737-800 | Zeitweise in der Flotte | Kürzerer Rumpf, nur ein Paar Notausgänge über dem Flügel |
Wie viele Flugzeuge FlyEgypt genau hatte, schwankte stark und ist nicht lückenlos dokumentiert; die eigene Flotte blieb aber stets klein. Kurz vor dem Ende war nach einem Bericht von ch-aviation nur noch ein einziges eigenes Flugzeug übrig: die Boeing 737-800 SU-TMN, die FlyEgypt vom Leasinggeber AerCap gemietet hatte. Den übrigen Bedarf deckte die Airline weitgehend mit angemieteten Flugzeugen samt Besatzung, also im sogenannten Wet-Lease. Wie dieses Modell funktioniert, erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt; die Grundlagen zu Leasinggebern wie AerCap findest du unter Flugzeugleasing.
SU-TMN im Blick behalten
Leg einen Sichtungs-Alarm für ein Kennzeichen an und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen – praktisch, wenn ein ehemaliges Airline-Flugzeug bei einem neuen Betreiber auftaucht. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-800 oder 737-700? So unterscheidest du sie
Beide Versionen sehen in derselben Bemalung auf den ersten Blick fast gleich aus. Auf Fotos aus der Zeit von FlyEgypt helfen dir ein paar Details beim Bestimmen – mehr dazu im Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Das spricht für die 737-800
- Langer, gestreckter Rumpf
- Zwei Paar Notausgänge über dem Flügel
- Auf Trackern als B738 geführt
- Bis zu 189 Sitze in einer Klasse
Das spricht für die 737-700
- Sichtbar kürzerer Rumpf, wirkt gedrungener
- Nur ein Paar Notausgänge über dem Flügel
- Auf Trackern als B737 geführt
- Weniger Sitze als die 737-800
Am zuverlässigsten sind die Notausgänge über dem Flügel. Auf einer Seitenaufnahme zählst du sie schnell ab. Winglets helfen dagegen kaum, denn beide Versionen können sie tragen.
Woran du FlyEgypt erkennst
Bei FlyEgypt gibt es drei Merkmale, auf die du dich verlassen kannst: das ägyptische Kennzeichen mit SU- am Heck, den Typ Boeing 737 Next Generation und den Markennamen „flyEgypt“ am Rumpf. Das letzte eigene Flugzeug trug das Kennzeichen SU-TMN.
Schwieriger wird es bei den angemieteten Flugzeugen. Weil FlyEgypt einen großen Teil des Programms mit fremden Flugzeugen und Crews flog, konnte unter einer FT-Flugnummer auch eine Maschine in ganz anderer Bemalung landen – mit eigenem Kennzeichen und dem ICAO-Code des tatsächlichen Betreibers. Wie du solche Mischfälle erkennst, zeigt der Artikel über Hybrid- und Mischlackierungen. Wenn du so ein Flugzeug fotografiert hast, ist es streng genommen eine Sichtung des Vermieters, nicht von FlyEgypt.
Achtung Verwechslung
Auch Air Cairo, EgyptAir, AlMasria Universal Airlines und Nile Air fliegen mit SU-Kennzeichen. Das Präfix allein verrät also nur das Land, nicht die Airline. Fotografiere immer auch den Rumpf mit dem Namen.
FlyEgypt in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Im deutschsprachigen Raum hast du FlyEgypt fast nur als Charterflieger für Reiseveranstalter gesehen. Die Flüge brachten Urlauber an die Badeorte am Roten Meer und auf den Sinai – Hurghada, Sharm el-Sheikh und Marsa Alam gehörten zu den typischen Zielen. Den Unterschied zwischen solchen Flügen und klassischem Linienverkehr erklärt der Artikel Charterflug und Linienflug.
Früh tauchte die Airline in der Schweiz auf: Im Juli 2015, wenige Monate nach dem ersten Flug, startete FlyEgypt einen wöchentlichen Saisonflug von Zürich nach Marsa Alam. In Deutschland war das Netz zeitweise deutlich breiter. Ende 2018 bedienten FlyEgypt und Air Cairo nach einem Bericht von airliners.de für mehrere Veranstalter zusammen elf deutsche Flughäfen. Welche davon FlyEgypt anflog, wechselte mit den Aufträgen und ist nicht vollständig dokumentiert. Ägypten-Charter starten in Deutschland generell von vielen Ferienflughäfen, von Düsseldorf und Frankfurt bis München und Leipzig/Halle – prüf bei alten Sichtungen also den konkreten Flugplan, bevor du einen Flughafen der Airline zuordnest.
Für Spotter war FlyEgypt damit ein klassischer „Exot im Ferienverkehr“: nicht selten genug für eine Jagd, aber auch kein tägliches Motiv. Wie bei Charterflügen üblich, hingen die Flüge an festen Wochentagen im Programm der Veranstalter. Neben FlyEgypt flogen auf denselben Strecken ägyptische Konkurrenten wie Air Cairo und Nile Air, dazu europäische und türkische Ferienflieger wie TUIfly, SunExpress oder Corendon Airlines.
Muster erkennen
Ägypten-Charter folgen meist einem festen Wochenplan. Wer einmal den Umlauf kennt, weiß, wann die nächste Maschine kommt.
Kennzeichen lesen
SU- am Heck heißt Ägypten. Erst der Name am Rumpf zeigt, welche Airline es ist.
Tracker abgleichen
FEG im Rufzeichen bestätigt einen eigenen FlyEgypt-Flug, ein anderer Code verrät angemietete Kapazität.
Sauber notieren
Halte Betreiber, Kennzeichen und Flugnummer getrennt fest, damit die Sichtung auch Jahre später eindeutig bleibt.
Die Landeerlaubnis-Sperre im Dezember 2018
Ein Kapitel, das deutsche Urlauber und Spotter damals direkt mitbekommen haben: Am 5. Dezember 2018 entzog das Luftfahrt-Bundesamt FlyEgypt und Air Cairo mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis, deutsche Flughäfen anzufliegen.
Nach Medienberichten lag der Grund beim Catering: Beide Airlines hatten in Sharm el-Sheikh und Hurghada Bordverpflegung geladen, was nach den deutschen Sicherheitsvorgaben für Flüge nach Deutschland nicht erlaubt war. Die Airlines stellten ihre Abläufe um und durften danach wieder fliegen – FlyEgypt kehrte noch vor Air Cairo zurück, die ab dem 28. Dezember 2018 wieder Urlauber ans Rote Meer brachte. Kurz nach der Sperre berichtete ch-aviation zudem, dass die Veranstaltergruppen TUI und Thomas Cook auf beide Airlines verzichteten.
Für Spotter zeigt die Episode, wie empfindlich der Charterverkehr reagiert. Eine einzige behördliche Entscheidung kann von einem Tag auf den anderen eine ganze Airline aus dem Flugplan deines Flughafens streichen.
Das Ende im Oktober 2024
Die letzten Jahre waren schwierig. Die eigene Flotte schrumpfte bis auf ein Flugzeug, und die Airline flog zunehmend mit angemieteter Kapazität. Nach einem Bericht von ch-aviation vom 21. Oktober 2024 stellte FlyEgypt den Flugbetrieb ein. Die letzte eigene 737-800, SU-TMN, stand zu diesem Zeitpunkt schon seit dem 20. September 2024 nach einem Flug aus Dschidda zur Wartung in Kairo.
Bemerkenswert ist, wie das Ende ablief. FlyEgypt wollte sich auflösen und die Betriebslizenz zurückgeben. Die ägyptische Zivilluftfahrtbehörde ECAA lehnte das jedoch ab und verweigerte auch, das Flugzeug aus dem ägyptischen Register zu streichen. Der Grund waren offene Forderungen – unter anderem von Leasinggebern, ägyptischen Flughäfen, der Flugsicherung, ehemaligen Beschäftigten und auch von Reiseveranstaltern in Deutschland und Italien.
Einen Neustart haben wir bis Oktober 2026 nicht belegt gefunden. Die Website der Airline ist zwar weiterhin erreichbar, das belegt aber keinen laufenden Flugbetrieb. Behandle FlyEgypt deshalb als historische Airline. Weitere Beispiele, wie Airlines aus dem Markt verschwinden, findest du im Artikel über große Airline-Pleiten in Europa.
Echte FlyEgypt-Sichtung, wenn …
- das Flugzeug „flyEgypt“ am Rumpf und ein SU-Kennzeichen trägt
- der Tracker zum Zeitpunkt der Sichtung FEG als Betreiber zeigte
- das Foto aus der Zeit zwischen 2015 und Oktober 2024 stammt
Genauer prüfen, wenn …
- nur die FT-Flugnummer bekannt ist, aber nicht das Kennzeichen
- das Flugzeug eine fremde Bemalung trug
Keine FlyEgypt-Sichtung, wenn …
- die Aufnahme nach Oktober 2024 entstanden ist – dann war ein anderer Betreiber unterwegs
FlyEgypt und die anderen ägyptischen Airlines
Ägypten hat für ein Land seiner Größe erstaunlich viele Airlines, vor allem dank des Tourismus am Roten Meer. FlyEgypt war eine der kleineren privaten Gesellschaften.
| Airline | Rolle | Typischer Auftritt in DACH |
|---|---|---|
| EgyptAir | Staatliche Netzwerk-Airline, Star Alliance | Linienflüge nach Kairo |
| Air Cairo | Low-Cost- und Ferienflieger | Ferienflüge ans Rote Meer |
| Nile Air | Private Airline | Linien- und Charterflüge |
| AlMasria Universal Airlines | Private Airline | Charterflüge für Veranstalter |
| Air Sinai | Tochter von EgyptAir | Sonderrolle, kaum in DACH |
| FlyEgypt | Private Charter- und Low-Cost-Airline (bis 2024) | Ferienflüge ans Rote Meer |
Wer in Ägypten selbst spotten will, informiert sich am besten vorher: Fotografieren an ägyptischen Flughäfen ist heikel und kann schnell Ärger bringen. Was dort gilt, erklärt der Artikel Fotografierverbote in Ägypten, allgemeine Hinweise gibt Spotten im Ausland.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere auch in Deutschland nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Jedes SU-Kennzeichen für FlyEgypt halten – auch EgyptAir, Air Cairo, AlMasria und Nile Air fliegen mit ägyptischer Registrierung.
- FlyEgypt mit EgyptAir verwechseln – trotz ähnlichem Namen war FlyEgypt eine private Airline ohne Verbindung zur staatlichen EgyptAir.
- FT-Flugnummer mit dem Betreiber gleichsetzen – angemietete Flugzeuge flogen unter FT, gehörten aber anderen Airlines.
- 737-700 und 737-800 nicht unterscheiden – die Zahl der Notausgänge über dem Flügel klärt das sofort.
- FlyEgypt für aktiv halten – der Flugbetrieb endete im Oktober 2024.
Ägypten-Charter im Hangar sammeln
Poste deine Sichtungen mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot, vergleiche sie mit der Community und behalte den Überblick, welche ägyptischen Airlines dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
FlyEgypt war eine kleine private Airline, die knapp zehn Jahre lang zwischen Europa, Ägypten und der Golfregion pendelte. Für Spotter im DACH-Raum war sie vor allem ein Charterflieger auf dem Weg ans Rote Meer – erkennbar an SU-Kennzeichen, Boeing 737 Next Generation und dem Schriftzug „flyEgypt“. Weil die Airline zum Schluss viel mit angemieteten Flugzeugen flog, entscheidet bei alten Sichtungen das Kennzeichen, ob du wirklich FlyEgypt im Logbuch hast.
Kurzfazit
FlyEgypt (IATA FT, ICAO FEG) war eine ägyptische Charter- und Low-Cost-Airline mit Boeing 737, die von 2015 bis Oktober 2024 flog. In DACH tauchte sie auf Ferienrouten ans Rote Meer auf; heute ist sie Geschichte.
Zusammenfassung
- FlyEgypt erkennst du heute vor allem in alten Fotos und Logbüchern: SU-Kennzeichen, Boeing 737-800 und der Schriftzug „flyEgypt“ am Rumpf.
- An DACH-Flughäfen tauchte die Airline als Charterflieger auf, der Urlauber für Reiseveranstalter nach Hurghada, Sharm el-Sheikh oder Marsa Alam brachte.
- Zum Schluss flog FlyEgypt mit nur noch einer eigenen 737-800 und viel angemieteter Kapazität – für die Zuordnung von Sichtungen ist deshalb das Kennzeichen entscheidend.
- Im Oktober 2024 endete der Flugbetrieb; die ägyptische Luftfahrtbehörde verweigerte die Rückgabe der Betriebslizenz wegen offener Forderungen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte FlyEgypt?
FlyEgypt flog mit dem IATA-Code FT und dem ICAO-Code FEG. Im Funk meldete sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „SKY EGYPT“. Weil die Airline den Betrieb 2024 eingestellt hat, findest du die Codes heute vor allem in älteren Flugplänen, Trackerdaten und Logbüchern.
Fliegt FlyEgypt noch?
Nach Branchenberichten hat FlyEgypt den Flugbetrieb im Oktober 2024 eingestellt. Die Airline wollte sich auflösen, die ägyptische Luftfahrtbehörde lehnte die Rückgabe der Betriebslizenz aber wegen offener Zahlungsverpflichtungen ab. Einen Neustart haben wir bis Oktober 2026 nicht belegt gefunden. Die Website der Airline ist zwar weiter erreichbar, das sagt aber nichts über einen laufenden Flugbetrieb aus.
Welche Flugzeuge flog FlyEgypt?
FlyEgypt setzte auf die Boeing 737 Next Generation. Das Rückgrat waren 737-800 mit 189 Sitzen in einer Klasse, zeitweise kamen 737-700 dazu. Gegen Ende war nur noch eine eigene 737-800 übrig, die SU-TMN, geleast von AerCap. Den Rest des Programms deckte die Airline mit angemieteten Flugzeugen samt Crew ab.
Wo flog FlyEgypt in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
FlyEgypt war im DACH-Raum vor allem als Charterflieger für Reiseveranstalter unterwegs, meist auf Urlaubsstrecken ans Rote Meer. Ende 2018 bedienten FlyEgypt und Air Cairo nach einem Bericht von airliners.de zusammen elf deutsche Flughäfen. In der Schweiz startete FlyEgypt schon im Juli 2015 einen wöchentlichen Saisonflug von Zürich nach Marsa Alam. Welche Flughäfen in welchem Jahr dabei waren, schwankte mit den Aufträgen der Veranstalter.
Warum durfte FlyEgypt 2018 nicht nach Deutschland fliegen?
Am 5. Dezember 2018 entzog das Luftfahrt-Bundesamt FlyEgypt und Air Cairo mit sofortiger Wirkung die Landeerlaubnis an deutschen Flughäfen. Nach Medienberichten ging es um das Catering: Beide Airlines hatten Speisen und Getränke in Sharm el-Sheikh und Hurghada an Bord genommen, was nach den deutschen Sicherheitsvorgaben nicht zulässig war. Die Airlines stellten ihre Abläufe um, FlyEgypt flog danach wieder nach Deutschland.
Was ist der Unterschied zwischen FlyEgypt und EgyptAir?
EgyptAir ist die staatliche Netzwerk-Airline Ägyptens mit Drehkreuz Kairo und Mitglied der Star Alliance. FlyEgypt war eine kleine private Airline ohne Allianz, die vor allem Charterflüge für Reiseveranstalter und einige Low-Cost-Linienflüge in die Golfregion anbot. Beide trugen ägyptische SU-Kennzeichen, die Namen am Rumpf unterscheiden sie aber klar.
Wie ordne ich eine alte FlyEgypt-Sichtung richtig ein?
Notiere das Kennzeichen und, wenn möglich, den ICAO-Code aus den Trackerdaten. Weil FlyEgypt viel mit angemieteten Flugzeugen arbeitete, kann ein Flug mit FT-Flugnummer von einem Flugzeug in fremder Bemalung durchgeführt worden sein. Das Kennzeichen zeigt dir, welches Flugzeug wirklich da war.
FlyEgypt im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
Weitere Airlines
Air Cairo
Ägyptische Hybrid-Airline mit Mehrheitsbeteiligung von EgyptAir: Ferienflüge von vielen deutschen Flughäfen ans Rote Meer, dazu Linienverkehr in Nahost und eine gemischte Flotte aus Airbus, ATR und Embraer.
NetzwerkEgyptAir
Ägyptens staatlicher Flag Carrier mit Drehkreuz Kairo: Star-Alliance-Mitglied seit 2008, Horus am Leitwerk und eine Flotte im Umbruch – von der 737-800 über die 787-9 bis zur neuen A350-900.
NetzwerkNile Air
Ägyptens größte private Airline: Drehkreuz Kairo, Business- und Economy-Klasse, eine kleine Flotte aus Airbus A320 und A321 und ein Netz mit Schwerpunkt Saudi-Arabien – plus Flüge nach Köln/Bonn.
FerienfliegerAlMasria Universal Airlines
Private Airline aus Kairo mit kleiner Flotte aus Airbus A320, A321 und Boeing 737-400: Charterflüge für Urlauber zwischen Europa und dem Roten Meer, dazu Linienverkehr ab Ägypten.
RegionalAir Sinai
Historische EgyptAir-Tochter aus Kairo: 1982 gegründet, um die im Friedensvertrag vereinbarten Flüge nach Tel Aviv zu fliegen – fast vier Jahrzehnte lang ohne Logo, ohne Fahnen und ohne Eintrag im EgyptAir-Flugplan.
FerienfliegerCorendon Airlines
Türkischer Ferienflieger aus Antalya mit kleiner Boeing-737-Flotte, rotem Stern am Leitwerk und zwei Schwester-Airlines in Malta und den Niederlanden – im Sommer an vielen deutschen Flughäfen zu Hause.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Kairo
Afrikas verkehrsreichster Flughafen und Heimat der EgyptAir: drei parallele Bahnen in Heliopolis, ein Star-Alliance-Terminal mit A380-Gates und ein Verkehrsmix aus Europa, Golfregion, Afrika und Asien – mit strengen Regeln für alle, die eine Kamera dabeihaben.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
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