Das Wichtigste in Kürze
- Der erste Jet des Honda-Konzerns: Der HondaJet (HA-420) wird von der Honda Aircraft Company in Greensboro, USA, gebaut und seit Ende 2015 ausgeliefert.
- Unverwechselbar durch OTWEM: Die Triebwerke sitzen auf Pylonen über den Flügeln statt am Rumpfheck – das schafft Platz in der Kabine und senkt laut Honda den Luftwiderstand.
- Eigenes Triebwerk: Das HF120 stammt von GE Honda Aero Engines, einem Gemeinschaftsunternehmen von Honda und GE.
- Versionen: Auf das Basismodell folgten Elite (2018), Elite S (2021) und Elite II (2022) mit mehr Reichweite, Autothrottle und Notlandesystem.
- Im Tracking als HDJT: Mit diesem Code findest du den Jet gezielt in Flugverfolgungsdiensten.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist der HondaJet HA-420?
- 2.Geschichte: Vom Forschungsprojekt zum Serienjet
- 3.OTWEM: Warum die Triebwerke über dem Flügel sitzen
- 4.Das Triebwerk: GE Honda HF120
- 5.Die Versionen im Überblick
- 6.So erkennst du den HondaJet sicher
- 7.HondaJet, Phenom, Citation oder Vision Jet?
- 8.Wo du den HondaJet in Europa antriffst
- 9.Fototipps für den HondaJet
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Sicherheit und Unfälle
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Honda Aircraft Company, Greensboro (North Carolina, USA) |
|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | Honda HA-420 (Marktname HondaJet) |
| Klasse | Leichter Businessjet (Light Jet / Very Light Jet) |
| ICAO-Typcode | HDJT (Wirbelschleppenkategorie L) |
| Erstflug | 3. Dezember 2003 in Greensboro |
| Zulassung | Dezember 2015 (FAA), Mai 2016 (EASA), Dezember 2018 (Japan) |
| Erste Auslieferung | Dezember 2015 |
| Besatzung | 1 oder 2 Piloten |
| Passagiere | typisch 4 bis 5, je nach Version und Ausstattung mehr |
| Triebwerke | 2 × GE Honda HF120 über dem Flügel, je rund 9,1 kN Schub |
| Länge | 12,99 m |
| Spannweite | 12,12 m |
| Höhe | 4,54 m |
| Max. Startgewicht | rund 4.800 kg (Basisversion) |
| Reichweite | rund 1.223 NM (Basisversion) bis 1.547 NM / ca. 2.865 km (Elite II) |
| Reisegeschwindigkeit | bis 422 kn (rund 780 km/h) laut Hersteller |
| Avionik | Garmin G3000 mit drei Displays |
| Status | aktuelle Produktionsversion: HondaJet Elite II |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Triebwerke auf Pylonen oben auf den Flügeln – bei keinem anderen Serien-Businessjet sitzen die Gondeln so
- Hinterer Rumpf ohne Triebwerke: Das Heck läuft schlank aus, wo andere Kleinjets ihre Motoren tragen
- Lange, spitz zulaufende und leicht geschwungene Nase mit glatten Übergängen zum Cockpit
- Tief angesetzte, gerade Flügel ohne große Winglets
- Einzelräder an Bug- und Hauptfahrwerk, sehr kompakte Gesamtgröße von rund 13 Metern
- Häufig in den Werksfarben mit farbigem Zierstreifen, Kennzeichen meist aus den USA (N), oft auch aus Europa
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Jet rollt zum Rollhalt, und irgendetwas stimmt nicht mit dem gewohnten Bild: Die Triebwerke hängen nicht hinten am Rumpf, sondern thronen auf Pylonen oben auf den Flügeln. Dann hast du sehr wahrscheinlich einen HondaJet vor dir. Der HA-420 ist das erste Flugzeug, das der Honda-Konzern in Serie gebaut hat, und er gehört zu den Kleinjets, die du nach dem ersten bewussten Sehen nie wieder verwechselst. Hier erfährst du, wie der Jet entstanden ist, welche Versionen es gibt, was hinter dem ungewöhnlichen Triebwerkskonzept steckt und wo du ihn in Europa vor die Linse bekommst.
HDJT im Hangar abhaken
Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Betreiber, Flughafen und Spot – der HondaJet bekommt in deinem Hangar seinen eigenen Platz neben Phenom und Citation. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der HondaJet HA-420?
Der HondaJet ist ein zweistrahliger leichter Businessjet für typischerweise vier bis fünf Passagiere. Hersteller ist die Honda Aircraft Company, die Luftfahrttochter des japanischen Honda-Konzerns mit Sitz und Werk am Flughafen Piedmont Triad in Greensboro, North Carolina. Offiziell ist das Muster als HA-420 zugelassen, im Alltag spricht aber praktisch jeder nur vom HondaJet.
Größenmäßig spielt er in derselben Liga wie die Embraer Phenom 100 oder die Cessna Citation Mustang: knapp 13 Meter lang, gut 12 Meter Spannweite, ein maximales Startgewicht von rund 4,8 Tonnen in der Basisversion. Je nach Quelle wird er als Very Light Jet oder als Light Jet eingeordnet – die Grenze ist fließend. Gebaut ist er für Eigner, die selbst fliegen, für Charter- und Lufttaxi-Firmen und für Unternehmen, die kurze bis mittlere Strecken schneller als mit dem Turboprop zurücklegen wollen.
Was den HondaJet von allen Konkurrenten trennt, ist die Anordnung der Triebwerke: Die beiden Gondeln sitzen auf Pylonen über den Flügeln. Dazu kommen eine aerodynamisch fein ausgefeilte Nase, ein Rumpf aus Verbundwerkstoff und ein Flügel aus Aluminium, der auf möglichst lange laminare Umströmung ausgelegt ist.
Geschichte: Vom Forschungsprojekt zum Serienjet
Honda beschäftigte sich schon seit den 1980er-Jahren mit Luftfahrtforschung. Zentrale Figur des HondaJet ist der Ingenieur Michimasa Fujino, der das Konzept Ende der 1990er-Jahre ausarbeitete und später die Honda Aircraft Company leitete. Für seine Arbeit am HondaJet erhielt er mehrere Auszeichnungen großer Luftfahrtverbände, darunter Preise des US-Fachverbands AIAA. Eine nette Randnotiz: Nach eigener Aussage ließ sich Fujino bei der Form der Nase von eleganten italienischen Schuhen inspirieren.
Der Prototyp hob am 3. Dezember 2003 in Greensboro zum Erstflug ab. Öffentlich zeigte Honda den Jet erstmals im Juli 2005 auf der EAA AirVenture in Oshkosh – dem großen Treffen der amerikanischen General Aviation. Die Resonanz war so gut, dass Honda 2006 die Serienfertigung ankündigte. In Greensboro entstand anschließend ein eigenes Werk.
Bis zur Zulassung dauerte es dann deutlich länger als ursprünglich erhofft. Der erste Flug eines Flugzeugs in Zulassungskonfiguration fand im Dezember 2010 statt, die erste Serienmaschine flog im Juni 2014. Im Dezember 2015 erteilte die US-Luftfahrtbehörde FAA die Musterzulassung, noch im selben Monat ging der erste Jet an einen Kunden. Die europäische EASA zog im Mai 2016 nach, Japan im Dezember 2018. Die erste Auslieferung an einen europäischen Händler fand im April 2016 statt.
In den Jahren danach lief die Produktion gut an: Laut Branchenberichten auf Basis der Auslieferungsstatistik des Herstellerverbands GAMA war der HondaJet in den Jahren 2017 bis 2019 der meistausgelieferte Jet seiner Klasse. Bis Anfang 2024 waren nach Nachschlagewerken rund 250 Exemplare ausgeliefert. Im Vergleich zu Citation oder Phenom bleibt die Flotte aber überschaubar – ein Grund, warum der Typ in Europa als eher seltene Sichtung gilt.
OTWEM: Warum die Triebwerke über dem Flügel sitzen
Das Konzept heißt bei Honda Over-The-Wing Engine Mount, kurz OTWEM. Die Idee ist nicht völlig neu: Schon in den 1970er-Jahren gab es Flugzeuge mit Triebwerken über dem Flügel, etwa die deutsche VFW 614. Damals galt die Anordnung aber als aerodynamisch heikel, weil sich Strömung von Flügel und Gondel gegenseitig stören können.
Honda hat die Position der Gondeln mit aufwendigen Windkanal- und Strömungsrechnungen so gewählt, dass die Pylone bei rund drei Vierteln der Flügeltiefe ansetzen. Dort beeinflussen sich Flügel und Gondel laut Hersteller sogar positiv – Honda spricht von einer „günstigen Interferenz“, die den Wellenwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten senkt.
Mehr Platz in der Kabine
Weil keine Triebwerksaufhängung im Heck nötig ist, kann der hintere Rumpf für Kabine und Gepäck genutzt werden. Der HondaJet hat dadurch für seine Größe eine vergleichsweise geräumige Kabine mit abgetrennter Toilette.
Weniger Lärm, weniger Fremdkörper
Honda führt außerdem an, dass die Kabine leiser ist und die hoch liegenden Einläufe weniger Steinchen und Schmutz von der Piste ansaugen.
Laminarer Flügel und Nase
Nase und Flügel sind so geformt, dass die Luft möglichst lange glatt anliegt. Das spart Widerstand und damit Treibstoff – und gibt der Nase ihre typisch geschwungene Form.
Für dich als Spotter ist das Ergebnis vor allem eins: ein Kleinjet mit einer Silhouette, die es sonst nicht gibt. Sobald du die Triebwerke oben auf dem Flügel siehst, ist die Bestimmung praktisch erledigt.
Das Triebwerk: GE Honda HF120
Honda wollte nicht nur die Zelle, sondern auch den Antrieb selbst entwickeln. Daraus wurde das HF120, ein kleines Mantelstromtriebwerk der Schubklasse um 2.000 Pfund (rund 9 Kilonewton). Gebaut wird es von GE Honda Aero Engines, einem Gemeinschaftsunternehmen von Honda und GE Aerospace – das HF120 ist dessen erstes Produkt.
Im HondaJet liefert jedes Triebwerk rund 9,1 kN Startschub. Die FAA zertifizierte das HF120 im Dezember 2013, seit Ende 2014 wird es in Burlington, North Carolina, gefertigt – unweit des Flugzeugwerks in Greensboro. Vom Boden aus erkennst du das HF120 vor allem an seiner Position – die Gondel selbst ist schlank und unauffällig.
Die Versionen im Überblick
Honda hat den HondaJet seit der Erstzulassung mehrfach überarbeitet. Äußerlich unterscheiden sich die Versionen kaum, im Cockpit und bei den Leistungen dagegen deutlich.
HondaJet (Basisversion)
Die erste Serienversion ab 2015 mit Garmin-G3000-Glascockpit und einer Reichweite von rund 1.223 nautischen Meilen. Für frühe Flugzeuge bot Honda später ein Nachrüstpaket (APMG) an, das Reichweite und Startgewicht erhöhte und die Startstrecke verkürzte.
HondaJet Elite (2018)
Die Elite brachte einen überarbeiteten Triebwerkseinlauf, der Vibrationen und Kabinenlärm reduziert, einen Zusatztank und aerodynamische Feinarbeit. Die Reichweite stieg auf rund 1.437 NM. Die Toilette erhielt einen Sitz mit Gurt, sodass ein weiterer Passagier mitfliegen kann. Die Spitzen des Höhenleitwerks wurden verlängert, und die Avionik bekam neue Funktionen wie Start- und Landestreckenberechnung. Die EASA ließ die Elite 2020 zudem für Steilanflüge bis 5,5 Grad zu – diesen Anflugwinkel verlangen Flughäfen wie London City.
HondaJet Elite S (2021)
Die Elite S erhielt ein um rund 90 Kilogramm höheres maximales Startgewicht und damit mehr Spielraum bei Zuladung und Treibstoff.
HondaJet Elite II (2022)
Die Elite II wurde im Oktober 2022 vorgestellt und im November 2022 von der FAA zugelassen. Sie bietet laut Hersteller rund 1.547 NM Reichweite und bis zu 422 Knoten Reisegeschwindigkeit. Neu sind eine Autothrottle und das Garmin-System Emergency Autoland, das den Jet im Notfall selbstständig landen kann, etwa wenn der Pilot nicht mehr reagiert. Dazu kamen laut Hersteller Neuerungen bei Kabine und Lackierungsoptionen. Zum Zeitpunkt der Recherche war die Elite II die aktuelle Produktionsversion.
| Version | Jahr | Wichtigste Neuerungen | Reichweite (Hersteller) |
|---|---|---|---|
| HondaJet | 2015 | Erste Serienversion, Garmin G3000 | ca. 1.223 NM |
| Elite | 2018 | Leiserer Einlauf, Zusatztank, mehr Sitzplätze | ca. 1.437 NM |
| Elite S | 2021 | Höheres Startgewicht | – |
| Elite II | 2022 | Autothrottle, Emergency Autoland, neue Kabine | ca. 1.547 NM |
Ausblick: der größere Echelon
2021 präsentierte Honda das Konzept eines deutlich größeren Jets, zunächst als HondaJet 2600 bezeichnet. 2023 gab der Hersteller den Start der Entwicklung bekannt, inzwischen läuft das Projekt unter dem Namen Echelon (HA-480). Er bekommt einen längeren Rumpf, mehr Spannweite und Williams-FJ44-Triebwerke – laut Honda ebenfalls über dem Flügel. Als Zulassungsziel nannte Honda das Ende der 2020er-Jahre. Bis zu den ersten Auslieferungen bleibt der HA-420 der HondaJet, den du am Vorfeld siehst.
So erkennst du den HondaJet sicher
Beim HondaJet ist die Bestimmung ungewöhnlich einfach – vorausgesetzt, du siehst die Flügel. Schwieriger wird es nur, wenn der Jet direkt von vorn auf dich zukommt oder weit entfernt im Gegenlicht steht.
Triebwerke suchen
Sitzen die beiden Gondeln auf Pylonen oben auf den Flügeln, bist du fertig: Das ist ein HondaJet. Kein anderer Serien-Businessjet hat diese Anordnung.
Heck prüfen
Von hinten oder schräg hinten fällt das schlanke Heck auf, an dem keine Triebwerke hängen. Bei Phenom, Citation oder PC-24 sitzen dort die Motoren.
Nase ansehen
Die Nase ist lang, spitz und in einer weichen S-Kurve zum Cockpit geformt. Frontal ist sie das auffälligste Detail, wenn die Triebwerke vom Flügel verdeckt sind.
Kennzeichen bestätigen
Wie immer gibt das Kennzeichen die letzte Sicherheit – und verrät dir auch, ob es eine Basisversion oder eine Elite II ist.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Im Rollen auf dem Vorfeld siehst du die Triebwerke über dem Flügel am besten von der Seite. Im Anflug von unten sind die Gondeln dagegen vom Flügel verdeckt – dann helfen dir das freie Heck und die spitze Nase.
HondaJet, Phenom, Citation oder Vision Jet?
Kleinjets sehen sich auf den ersten Blick oft ähnlich. Der Finder hilft dir, die häufigsten Kandidaten am GA-Vorfeld auseinanderzuhalten. Einen breiteren Überblick gibt der Guide Businessjet-Typen unterscheiden.
Schnellbestimmung: kleiner Businessjet
HondaJet HA-420
Triebwerke über dem Flügel und ein freies Heck sind das HondaJet-Bild schlechthin. Die Version verrät dir nur das Kennzeichen.
Phenom, Citation oder Pilatus PC-24
Hecktriebwerke sind der Standard bei Kleinjets. Mit T-Leitwerk landest du eher bei Phenom 100/300 oder PC-24, mit tief sitzendem Höhenleitwerk bei der Citation-Familie wie Mustang oder CJ3.
Cirrus Vision Jet SF50
Ein einzelnes Triebwerk auf dem Rumpfrücken und ein V-Leitwerk gibt es nur beim Vision Jet. Er ist noch kleiner als der HondaJet.
Zum Vertiefen: Die Embraer Phenom 300 ist deutlich größer und trägt Winglets, die Pilatus PC-24 erkennst du an T-Leitwerk und kurzer, kräftiger Silhouette, der Cirrus Vision Jet an seinem einzelnen Triebwerk. Bei der Citation CJ3 und CJ4 sitzen die Triebwerke ebenfalls hinten am Rumpf.
Wo du den HondaJet in Europa antriffst
Der HondaJet ist in erster Linie ein amerikanischer Erfolg – die meisten Exemplare fliegen in den USA. In Europa ist er deutlich seltener, taucht aber regelmäßig bei privaten Eignern und kleineren Charterbetreibern auf. Sichtungen sind deshalb kein Massenprodukt, sondern ein schöner Fang. Wie du einschätzt, wie besonders deine Sichtung ist, steht im Artikel Wie selten ist meine Sichtung?.
Die besten Chancen hast du an Flughäfen mit viel Business Aviation:
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | mittel | Einer der wichtigsten Businessjet-Flughäfen Europas, besonders zu Messen und Konferenzen |
| Nizza | mittel | Hoher Privatjet-Anteil, vor allem in der Sommersaison |
| Paris-Le Bourget | mittel | Reiner Business-Aviation-Flughafen nahe Paris |
| London-Luton | mittel | Großes GA-Terminal für den Großraum London |
| Salzburg | niedrig bis mittel | Saisonal viel Privatverkehr, etwa zu Festspielen und Skisaison |
| Regionalflughäfen | niedrig | Einzelne Besuche von Eignern und Lufttaxi-Flügen |
In der Schweiz lohnt sich neben Genf auch ein Blick nach Zürich, etwa vom Butzenbüel. In Genf hast du von der Aussichtsterrasse einen guten Blick auf den Verkehr, in Salzburg von der Besucherterrasse. Grundsätzliche Tipps zum Thema findest du in Businessjets spotten und General Aviation spotten.
Betreiber und Kennzeichen wechseln
Kleine Businessjets wechseln häufig den Eigner, das Land und damit das Kennzeichen. Verlass dich nicht auf alte Listen, sondern filtere vor deiner Tour in Tracking-Diensten nach dem Typcode HDJT.
Wie du Benachrichtigungen für bestimmte Typen einrichtest, erklärt der Guide Flugverfolgung-Alarme einrichten. Was hinter Codes wie HDJT steckt, liest du in ICAO-Typcodes erklärt.
Nie wieder einen HondaJet verpassen
Mit Planetrack setzt du den Typ HDJT oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lässt dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps für den HondaJet
Ein HondaJet ist klein, und genau das macht ihn fotografisch anspruchsvoll. Gleichzeitig hat er mit den Triebwerken über dem Flügel ein Detail, das du unbedingt ins Bild holen willst.
Leicht erhöht fotografieren
Die Triebwerke über dem Flügel wirken am besten, wenn du etwas von oben auf den Jet schaust – etwa von einer Besucherterrasse auf das Vorfeld. Von unten im Anflug verschwinden sie hinter dem Flügel.
Mehr Brennweite einplanen
Mit knapp 13 Metern Länge füllt der HondaJet das Bild viel später als ein Airliner. Plane für Rollbewegungen und Landungen eher eine längere Brennweite ein.
Dreiviertelansicht von hinten
Schräg von hinten zeigen sich Pylone, Gondeln und das freie Heck gleichzeitig – die Perspektive, die den HondaJet am deutlichsten von anderen Kleinjets trennt.
Licht im Rücken
Die meist hellen Lackierungen brennen bei hartem Mittagslicht schnell aus. Flaches Licht von hinten bringt die geschwungene Nase und die Pylone plastisch zur Geltung.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Und wenn du einmal gegen die Sonne fotografieren musst, hilft dir Gegenlicht in der Flugzeugfotografie.
Bereit für die HondaJet-Jagd?
- Ich habe einen Flughafen mit viel Business Aviation ausgewählt.
- Ich habe einen Alarm oder Filter auf den Typcode HDJT gesetzt.
- Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt erlaubt einen Blick auf Vorfeld oder Rollweg.
- Meine Brennweite reicht für einen 13-Meter-Jet auf Distanz.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für den HondaJet, wenn …
- die Triebwerke auf Pylonen über den Flügeln sitzen
- das Heck frei von Triebwerken ist
- die Nase lang, spitz und geschwungen ist
- im Tracking-Dienst HDJT als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du den Jet nur von unten im Anflug siehst
- er frontal auf dich zurollt und die Flügel kaum sichtbar sind
- Gegenlicht die Silhouette verschluckt
Es ist kein HondaJet, wenn …
- die Triebwerke hinten am Rumpf hängen – dann eher Phenom, Citation oder Learjet
- nur ein Triebwerk auf dem Rumpfrücken sitzt
- du Propeller siehst – dann bist du bei Turboprops wie der Pilatus PC-12
Sicherheit und Unfälle
Wie jedes Muster hatte auch der HondaJet Unfälle. Mehrere davon waren Pistenüberschreitungen. Der schwerste ereignete sich im November 2024 in Mesa, Arizona: Ein HondaJet schoss beim Startversuch über das Pistenende hinaus, vier Insassen und ein Mensch am Boden kamen ums Leben. Im April 2025 rollte ein weiterer HondaJet bei der Landung in Oregon über die Piste hinaus und landete im Wasser; alle fünf Insassen überlebten. Die Untersuchungen führen die US-Behörden durch – Ergebnisse und Empfehlungen veröffentlicht die NTSB.
Fazit
Der HondaJet ist der Beweis, dass sich im scheinbar ausentwickelten Markt der Kleinjets noch etwas Neues erfinden lässt. Mit den Triebwerken über dem Flügel, dem eigenen HF120-Antrieb und der geschwungenen Nase hat Honda einen Jet geschaffen, der am Vorfeld sofort auffällt. Für Spotter in Europa ist er kein Alltagstyp, sondern eine Sichtung, die man sich mit etwas Planung an Business-Aviation-Flughäfen erarbeitet.
Kurzfazit
Triebwerke über dem Flügel, freies Heck, spitze Nase: Das ist der HondaJet HA-420. Filtere nach HDJT, setz auf Flughäfen wie Genf, Nizza oder Le Bourget und fotografiere ihn leicht von oben, damit sein Markenzeichen ins Bild kommt.
Zusammenfassung
- Der HondaJet HA-420 ist ein zweistrahliger leichter Businessjet mit dem ungewöhnlichen Merkmal, dass seine Triebwerke über den Flügeln montiert sind.
- Nach dem Erstflug 2003 und der öffentlichen Premiere in Oshkosh 2005 erhielt er Ende 2015 die FAA-Zulassung, 2016 folgte die EASA.
- Mit der Elite II wuchs die Reichweite laut Hersteller auf rund 1.547 nautische Meilen, dazu kamen Autothrottle und ein Notlandesystem von Garmin.
- Für Spotter ist der HondaJet ein eher seltener Gast an Business-Aviation-Flughäfen und auf Regionalplätzen, den du an den Triebwerken über dem Flügel sofort erkennst.
Häufige Fragen
Was ist der HondaJet?
Ein leichter zweistrahliger Businessjet der Honda Aircraft Company, einer Tochter des japanischen Honda-Konzerns mit Sitz in Greensboro, USA. Offiziell heißt das Muster HA-420. Er fliegt typischerweise mit vier bis fünf Passagieren und kann von einem oder zwei Piloten geflogen werden.
Welchen ICAO-Typcode hat der HondaJet?
Der HondaJet läuft unter HDJT. Alle Versionen von der Basisversion bis zur Elite II teilen sich diesen Code, im Tracking kannst du sie also nicht über den Typcode unterscheiden.
Warum sitzen die Triebwerke über dem Flügel?
Honda nennt das Konzept Over-The-Wing Engine Mount (OTWEM). Die Gondeln sitzen auf Pylonen an einer genau berechneten Stelle über dem Flügel. Das senkt laut Honda den Wellenwiderstand im Reiseflug, und weil keine Triebwerksaufhängung im Heck nötig ist, bleibt mehr Platz für Kabine und Gepäck. Honda nennt außerdem weniger Kabinenlärm und ein geringeres Risiko, dass Fremdkörper vom Boden angesaugt werden.
Welche Triebwerke hat der HondaJet?
Zwei GE Honda HF120 mit je rund 9,1 kN Startschub. Das Triebwerk ist das erste Produkt von GE Honda Aero Engines, einem Gemeinschaftsunternehmen von Honda und GE. Die FAA zertifizierte es im Dezember 2013, gefertigt wird es seit Ende 2014 in Burlington, North Carolina.
Was unterscheidet Elite, Elite S und Elite II?
Die Elite von 2018 brachte einen leiseren Triebwerkseinlauf, rund 200 NM mehr Reichweite und eine erweiterte Avionik. Die Elite S erhielt 2021 ein höheres Startgewicht. Die Elite II von 2022 kommt laut Hersteller auf rund 1.547 NM Reichweite, bietet Autothrottle und das Garmin-Notlandesystem Emergency Autoland. Von außen sind die Versionen kaum zu unterscheiden.
Gibt es einen größeren HondaJet?
Honda hat 2021 das Konzept eines größeren Jets gezeigt und 2023 die Entwicklung bekanntgegeben. Das Projekt lief zunächst als HondaJet 2600 und später unter dem Namen Echelon. Der Hersteller nannte als Antrieb Williams-FJ44-Triebwerke und ein Zulassungsziel gegen Ende der 2020er-Jahre. Wie weit das Programm aktuell ist, prüfst du am besten direkt beim Hersteller.
Wo kann ich einen HondaJet spotten?
Am ehesten an Flughäfen mit viel Business Aviation wie Genf, Nizza, Paris-Le Bourget, London-Luton oder Salzburg, außerdem an Regionalflughäfen. In Europa ist der Typ deutlich seltener als in den USA, weshalb sich ein Alarm auf den Typcode HDJT lohnt.
Gab es Unfälle mit dem HondaJet?
Ja. Der schwerste ereignete sich im November 2024 in Mesa, Arizona, als ein HondaJet beim Startversuch über das Pistenende hinausschoss. Vier Insassen und ein Mensch am Boden kamen ums Leben. Daneben gab es mehrere Pistenüberschreitungen ohne Todesopfer.
HondaJet HA-420 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Klein, schnell und oft nur mit einem Piloten im Cockpit: Die Phenom 100 ist Embraers Einstieg in die Welt der Very Light Jets. Seit 2008 fliegt sie bei Eignern, Lufttaxi-Firmen, Flugschulen und Luftstreitkräften.
BusinessjetEmbraer Phenom 300
Seit Jahren der meistausgelieferte Light Jet der Welt: Die Phenom 300 fliegt bei NetJets, Charterfirmen und Eignern, die selbst im Cockpit sitzen. So erkennst du sie und so findest du sie in Europa.
BusinessjetCessna Citation Mustang
Der kleinste Jet, der je das Citation-Logo trug: Die Mustang brachte Cessna 2006 in die Klasse der Very Light Jets. Gebaut wird sie nicht mehr, am Business-Aviation-Vorfeld in Europa ist sie aber ein Dauergast.
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Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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