Das Wichtigste in Kürze
- Die G600 ist die gestreckte G500: rund anderthalb Meter mehr Rumpf, ein um rund 2,4 Meter breiterer Flügel und deutlich mehr Treibstoff – das ergibt laut Gulfstream 6.600 statt 5.300 nm Reichweite.
- Schnellster Erkennungsweg: Hecktriebwerke, T-Leitwerk und sieben große Ovalfenster pro Seite. Die G650 hat acht, die G700 zehn. Die G500 hat ebenfalls sieben – sie trennst du über Typcode oder Kennzeichen.
- Im Tracking-Dienst filterst du nach GA6C. Damit trennst du die G600 sauber von G500 (GA5C), G650 (GLF6) und G700 (GA7C).
- Deutscher Bezug: MTU Aero Engines ist mit 15 Prozent am Triebwerksprogramm PW800 beteiligt und liefert unter anderem die Niederdruckturbine zu.
- Die G600 ist ein aktuelles Produktionsmodell und gehört an Businessjet-Flughäfen wie Genf, Zürich oder München inzwischen zum gewohnten Bild.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Gulfstream G600?
- 2.Die gestreckte G500: Was genau anders ist
- 3.Technik: Sidesticks und Pratt-&-Whitney-Antrieb
- 4.G600, G650, G700 oder G800?
- 5.Die Konkurrenz von Bombardier und Dassault
- 6.Wo du die G600 antriffst
- 7.Spotting in Genf, Zürich, München und Salzburg
- 8.Fototipps für die G600
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Gulfstream Aerospace (USA) |
|---|---|
| Musterbezeichnung | GVII-G600 (Familie GVII mit der G500) |
| ICAO-Typcode | GA6C |
| Wirbelschleppenkategorie | M (Medium) |
| Vorstellung | 14. Oktober 2014 (gemeinsam mit der G500) |
| Erstflug | 17. Dezember 2016 in Savannah |
| FAA-Zulassung | Juni 2019 |
| Erste Auslieferung | 8. August 2019 |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney PW815GA, je rund 69,7 kN Startschub, am Heck montiert |
| Länge | 29,29 m |
| Spannweite | 28,70 m |
| Höhe | 7,70 m |
| Kabinenlänge | 13,77 m (ohne Gepäckraum) |
| Kabinenfenster | 14 große Ovalfenster (sieben pro Seite) |
| Passagiere | bis zu 19 (Herstellerangabe), bis zu 10 Schlafplätze |
| Reichweite (Herstellerangabe) | 6.600 nm bei Mach 0,85, 5.600 nm bei Mach 0,90 |
| Max. Startgewicht | rund 42,9 t |
| Höchstgeschwindigkeit (MMO) | Mach 0,925 |
| Max. Reiseflughöhe | 51.000 ft |
| Startstrecke | rund 1.740 m (Meereshöhe, ISA, MTOW) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke seitlich am Heck, T-Leitwerk und ein kräftiger, rundlicher Rumpf – typisch für große Gulfstreams
- Die bekannten großen, liegenden Ovalfenster, bei der G600 sieben pro Seite – eines weniger als bei der G650, aber genauso viele wie bei der G500
- Länge (29,3 m) und Spannweite (28,7 m) liegen nah beieinander, der Jet wirkt kompakt und ausgewogen
- Gegenüber der G500 ein spürbar längerer Rumpf und ein deutlich größerer Flügel – nebeneinander gut zu sehen, einzeln kaum
- Pratt-&-Whitney-Triebwerke PW815GA statt Rolls-Royce – sichtbar nur im Detail, aber im Datenblatt ein klarer Unterschied zu G550 und G650
- In Tracking-Diensten als GA6C geführt, die kleinere G500 als GA5C
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem GA-Vorfeld steht ein weißer Jet mit zwei Triebwerken am Heck, T-Leitwerk und diesen großen ovalen Fenstern. Klar, eine Gulfstream. Aber welche? Genau hier wird es spannend, denn die Gulfstream G600 sieht ihren Schwestern zum Verwechseln ähnlich. Sie ist die gestreckte Version der G500 und steht im Programm zwischen der kleineren G500 und der größeren G700. Wie du sie sicher erkennst, was sie technisch auszeichnet und wo du gute Chancen auf eine Sichtung hast, liest du hier.
GA6C in deinen Hangar
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Was ist die Gulfstream G600?
Die G600 ist ein zweistrahliger Langstrecken-Businessjet von Gulfstream Aerospace aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia. Gulfstream gehört seit 1999 zum Rüstungs- und Technologiekonzern General Dynamics. Der Hersteller stellte die G600 am 14. Oktober 2014 gemeinsam mit der etwas kleineren G500 vor. Beide bilden eine neue Flugzeugfamilie, die in den Zulassungsunterlagen als GVII geführt wird – die G600 heißt dort offiziell GVII-G600.
Während die G500 schon im Mai 2015 abhob, folgte der Erstflug der G600 am 17. Dezember 2016 am Heimatflughafen Savannah/Hilton Head. Bis Ende April 2019 sammelte die Testflotte im Erprobungsprogramm mehr als 3.150 Flugstunden. Ende Juni 2019 gab Gulfstream die Musterzulassung und das Produktionszertifikat der FAA bekannt, am 8. August 2019 ging die erste G600 an ihren Kunden. Die erste Auslieferung mit europäischer EASA-Zulassung folgte im Dezember 2020 – an einen Betreiber aus Österreich.
Im Gulfstream-Programm hat die G600 die Rolle der älteren G550 übernommen. Laut Hersteller verbraucht sie auf einer typischen Langstrecke rund 12 Prozent weniger Treibstoff als die Vorgängergeneration. Mit 6.600 nautischen Meilen Reichweite bei Mach 0,85 schafft sie Nonstop-Strecken wie New York–Dubai oder London–Peking. Gulfstream gibt außerdem an, dass der Typ mehr als 35 Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt hat – typischerweise auf Städteverbindungen, wie sie bei Businessjets als Rekordkategorie üblich sind.
Die gestreckte G500: Was genau anders ist
Das Thema dieser Seite steckt schon im Untertitel: Die G600 ist im Kern eine vergrößerte G500. Cockpit, Rumpfquerschnitt und die meisten Systeme sind gleich. Gulfstream hat aber an drei Stellschrauben gedreht, die zusammen den Unterschied ausmachen.
Längerer Rumpf: Mit 29,29 Metern ist die G600 rund anderthalb Meter länger als die G500. Die Kabine wächst von gut 12,6 auf 13,77 Meter. Das reicht für einen zusätzlichen Kabinenbereich: Die G600 lässt sich mit bis zu vier Wohnbereichen ausstatten, etwa mit Sitzgruppe, Konferenztisch, Ruhezone und separatem Crew-Abteil. Bis zu 19 Sitzplätze und bis zu zehn Schlafplätze sind laut Hersteller möglich.
Größerer Flügel: Die Spannweite steigt um rund 2,4 Meter auf 28,70 Meter. In diesem größeren Flügel steckt der eigentliche Trick, denn er nimmt deutlich mehr Treibstoff auf. Die Tankkapazität klettert von rund 13,7 auf rund 18,8 Tonnen.
Stärkere Triebwerke: Statt der PW814GA der G500 arbeiten in der G600 zwei PW815GA mit je rund 69,7 Kilonewton Startschub. Das höhere maximale Startgewicht von rund 42,9 Tonnen braucht diese Reserve.
| Merkmal | G500 | G600 |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | GA5C | GA6C |
| Länge | rund 27,8 m | 29,29 m |
| Spannweite | rund 26,3 m | 28,70 m |
| Kabinenlänge | rund 12,6 m | 13,77 m |
| Ovalfenster | 14 (sieben pro Seite) | 14 (sieben pro Seite) |
| Wohnbereiche (max.) | 3 | 4 |
| Triebwerke | 2 × PW814GA | 2 × PW815GA |
| Reichweite (Hersteller) | 5.300 nm | 6.600 nm |
| Max. Startgewicht | rund 36,1 t | rund 42,9 t |
Für dich als Spotter heißt das: Steht eine G500 direkt neben einer G600, siehst du den Unterschied in Länge und Flügel. Einzeln auf dem Vorfeld ist das fast unmöglich, zumal beide sieben Fenster pro Seite haben – dann helfen nur Typcode oder Kennzeichen. Wie Typcodes wie GA6C aufgebaut sind, erklärt der Beitrag ICAO-Typcodes erklärt.
Praxis-Tipp: Fenster zählen
Fotografiere die Seitenansicht komplett und zähle später in Ruhe: Sieben große Ovalfenster pro Seite passen zur G600 (oder G500), acht zur G650 oder G800, zehn zur G700. Mit Planetrack ordnest du die Sichtung anschließend Typ, Kennzeichen und Spot zu und hast deine Bestimmung sauber dokumentiert.
Technik: Sidesticks und Pratt-&-Whitney-Antrieb
Die GVII-Familie war für Gulfstream ein großer technischer Schritt. Das Cockpit heißt Symmetry Flight Deck und basiert auf Avionik von Honeywell Aerospace. Statt klassischer Steuerhörner nutzen die Piloten aktive Sidesticks: Die beiden Sticks sind elektronisch gekoppelt, sodass jeder Pilot spürt und sieht, was der andere gerade steuert. Dazu kommen zehn Touchscreens, ein Head-up-Display und ein Enhanced Flight Vision System, mit dem berechtigte Crews auch bei sehr schlechter Sicht landen dürfen.
Beim Antrieb geht die G600 einen anderen Weg als G550 und G650. Statt Rolls-Royce setzt Gulfstream hier auf die Familie PW800 von Pratt & Whitney Canada, die zum US-Konzern Pratt & Whitney gehört. Für deutsche Spotter interessant: MTU Aero Engines aus München hält 15 Prozent am PW800-Programm und entwickelt und fertigt Teile des Hochdruckverdichters und der Niederdruckturbine. Ein Stück der G600 kommt also aus Bayern.
Weitere Kennzahlen aus dem Steckbrief: Die maximale Reiseflughöhe liegt bei 51.000 Fuß, die zugelassene Höchstgeschwindigkeit bei Mach 0,925. Für den Start braucht eine voll beladene G600 auf Meereshöhe unter Standardbedingungen rund 1.740 Meter Piste. In der Wirbelschleppenkategorie ist sie als M (Medium) eingestuft – was das für die Staffelung bedeutet, erklärt Wirbelschleppen und Staffelung.
G600, G650, G700 oder G800?
Die Gulfstream-Modelle der vergangenen Jahre sehen sich so ähnlich, dass selbst erfahrene Spotter gelegentlich danebenliegen. Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.
| Merkmal | G600 | G650/G650ER | G700 | G800 |
|---|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | GA6C | GLF6 | GA7C | eigener Code |
| Länge | rund 29,3 m | rund 30,4 m | rund 33,5 m | rund 30,4 m |
| Ovalfenster pro Seite | 7 | 8 | 10 | 8 |
| Triebwerk | PW815GA | Rolls-Royce BR725 | Rolls-Royce Pearl 700 | Rolls-Royce Pearl 700 |
| Reichweite (Hersteller) | 6.600 nm | 7.000 / 7.500 nm | 7.750 nm | 8.200 nm |
Die G650 ist der häufigste Verwechslungskandidat. Sie ist rund einen Meter länger und hat ein Fenster mehr pro Seite. Die G700 erkennst du an ihrem deutlich gestreckten Rumpf mit zehn Fenstern pro Seite. Kniffliger ist die G800: Sie nutzt den Rumpf der G650 mit acht Fenstern, aber Flügel und Triebwerke der G700. Die ältere G550 wirkt schlanker, ihre Fenster sind kleiner, und im Tracking steht sie als GLF5.
Schnellbestimmung: Welche große Gulfstream ist das?
Gulfstream G600
Sieben Fenster pro Seite und kompakte Proportionen sprechen für die G600. Steht sie allein, kann es auch eine G500 sein – dann entscheidet der Typcode GA6C oder GA5C.
Gulfstream G650 oder G800
Acht Fenster und ein etwas längerer Rumpf deuten auf eine G650. Größere, markantere Winglets und ein neuerer Code verraten die G800.
Gulfstream G700
Zehn Fenster pro Seite und ein auffällig langer Rumpf sprechen für die G700.
Die Konkurrenz von Bombardier und Dassault
Im Markt tritt die G600 vor allem gegen große Businessjets von Bombardier und Dassault an. Die Bombardier Global 6000/6500 hat ebenfalls zwei Hecktriebwerke und ein T-Leitwerk, wirkt aber gestreckter, und ihre Fenster sind nicht so ausgeprägt oval. Die Dassault Falcon 6X ist ebenfalls zweistrahlig, trägt ihr Höhenleitwerk aber nicht ganz oben auf der Seitenflosse wie die Gulfstream, sondern ein Stück tiefer. Die Falcon 8X schließt du am schnellsten aus: Sie hat drei Triebwerke. Eine Übersicht über alle großen Familien gibt der Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.
Wo du die G600 antriffst
Businessjets fliegen keine festen Linien, sondern dorthin, wo ihre Besitzer, Firmen oder Charterkunden gerade hinwollen. Mit mehr als 200 ausgelieferten Exemplaren ist die G600 aber längst kein Exot mehr. Neben Privatpersonen und Charterbetreibern nutzen auch große Unternehmen und einzelne Staaten den Typ – so fliegen etwa die algerische Luftwaffe und die pakistanische Armee je eine G600.
Schweiz: Am Flughafen Genf sorgen internationale Organisationen, Banken und Privatreisende ganzjährig für viel Businessjet-Verkehr. Am Flughafen Zürich ist der Januar mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos der Höhepunkt; Spots und Abläufe beschreibt der Guide Planespotting in Zürich.
Deutschland: In München bringen Messen und die Sicherheitskonferenz im Februar zusätzliche Langstrecken-Businessjets. Auch Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin sehen regelmäßig große Gulfstreams.
Österreich: Wien und der Flughafen Salzburg lohnen sich vor allem zur Festspielzeit, in der Skisaison und bei internationalen Konferenzen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | hoch | Ganzjährig starker Businessjet-Verkehr |
| Zürich (Januar, WEF) | hoch | Viele Langstrecken-Jets in kurzer Zeit |
| München | mittel | Messen, Sicherheitskonferenz, Geschäftsverkehr |
| Salzburg (Saison) | mittel | Festspiele und Wintersport |
| Wien, Frankfurt, Hamburg, Berlin | mittel | Unregelmäßig, je nach Ereignissen |
Keine Flugpläne, viele Überraschungen
Businessjets stehen in keinem veröffentlichten Flugplan, und manche Betreiber blenden ihre Daten in Tracking-Diensten aus. Plane mit Wahrscheinlichkeiten statt festen Zeiten und schau während deiner Session immer wieder nach GA6C.
Wie du Flüge live verfolgst, erklärt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B. Willst du eine bestimmte Maschine im Blick behalten, hilft Ein Flugzeug per Kennzeichen verfolgen. Für Delegationen und Staatsmaschinen lohnt sich der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Keine G600 mehr verpassen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ GA6C oder für einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Genf, Zürich, München und Salzburg
In Genf ist die Aussichtsterrasse der naheliegende Startpunkt. Der Flughafen hat nur eine große Piste, deshalb kommt jeder Businessjet an derselben Stelle vorbei. Mehr Standorte und Tipps sammelt der Guide Planespotting in Genf.
In Zürich bieten der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B gute Ausgangspunkte. In München hast du vom Besucherhügel einen guten Überblick (mehr dazu im Guide Planespotting am Flughafen München), in Salzburg von der Besucherterrasse. Welche Piste gerade in Betrieb ist, hängt vom Wind ab – wie du das vorab einschätzt, steht in Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für die G600?
- Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen eine Messe, Konferenz oder Saison ansteht.
- Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf GA6C offen.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite für Maschinen auf entfernten GA-Vorfeldern dabei.
Fototipps für die G600
Mit knapp 30 Metern Länge ist die G600 kleiner als jeder Airliner, aber ein dankbares Motiv. Die Fensterreihe ist dein wichtigstes Bestimmungsmerkmal, also plane deine Bilder so, dass sie gut zu sehen ist.
Seitenprofil wählen
Ein sauberes Seitenprofil beim Rollen zeigt alle sieben Fenster, die Hecktriebwerke und das T-Leitwerk. Damit ist die Bestimmung später eindeutig.
Brennweite einplanen
Businessjets parken oft weit entfernt auf GA-Vorfeldern. Für formatfüllende Bilder brauchst du mehr Brennweite als bei einer A320. Welche Objektive passen, zeigt der Guide Brennweite fürs Planespotting.
Weiß braucht Licht im Rücken
Die meisten G600 sind überwiegend weiß. Mit der Sonne im Rücken bleiben Fenster und Zierlinien sichtbar, im Gegenlicht wird der Rumpf schnell flach. Belichte lieber etwas knapper.
Kennzeichen mitnehmen
Fotografiere das Kennzeichen am Heck mit. Nur damit klärst du sicher, ob es eine G600 oder eine G500 ist.
Wann das Licht an deinem Spot passt, rechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot vorab aus. Trägt die Gulfstream ein österreichisches Kennzeichen, hilft dir Österreichische OE-Kennzeichen beim Einordnen. Allgemeine Tipps zu Privatjets bündelt der Beitrag Businessjets spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die G600, wenn …
- zwei Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk zu sehen sind
- du sieben große, liegende Ovalfenster pro Seite zählst
- Länge und Spannweite ungefähr gleich wirken
- im Tracking-Dienst GA6C als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Jet kürzer und der Flügel kleiner wirkt – dann kann es eine G500 sein
- die Fenster kleiner und der Rumpf schlanker sind – dann kommt eine G550 infrage
- du die Maschine nur aus großer Entfernung auf dem Vorfeld siehst
Es ist keine G600, wenn …
- du acht Fenster pro Seite zählst – dann ist es eine G650 oder G800
- du zehn Fenster pro Seite zählst – dann ist es eine G700
- du drei Triebwerke siehst – dann ist es eine Falcon
Fazit
Die G600 ist die Gulfstream für alle, die gern genau hinsehen. Als gestreckte G500 mit größerem Flügel und mehr Reichweite füllt sie die Lücke zwischen G500 und G650 – und sieht beiden zum Verwechseln ähnlich. Mit dem Fensterzählen und dem Typcode GA6C kommst du ihr aber zuverlässig auf die Spur. Weil die Produktion weiterläuft, wird sie an den großen Businessjet-Flughäfen in Genf, Zürich und München immer häufiger.
Kurzfazit
Hecktriebwerke, T-Leitwerk und sieben große Ovalfenster pro Seite: Das ist die Gulfstream G600. Filtere nach GA6C, plane Genf, Zürich und München ein und kläre am Kennzeichen, ob es nicht doch die kürzere G500 ist.
Zusammenfassung
- Gulfstream stellte G500 und G600 im Oktober 2014 gemeinsam vor. Die G600 flog am 17. Dezember 2016 erstmals und wird seit August 2019 ausgeliefert.
- Gegenüber der G500 hat sie einen längeren Rumpf, einen größeren Flügel, stärkere Triebwerke und rund 1.300 nm mehr Reichweite.
- Cockpit mit aktiven Sidesticks und Touchscreens, Antrieb von Pratt & Whitney Canada – damit unterscheidet sie sich technisch klar von der Rolls-Royce-getriebenen G650.
- Fensterzahl und Typcode GA6C sind die sichersten Merkmale, um sie von G500, G650, G700 und G800 zu trennen.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Gulfstream G600?
Die G600 läuft unter GA6C. Die kürzere Schwester G500 heißt GA5C, die größere G700 GA7C. Die G650 und G650ER teilen sich den älteren Code GLF6. Wenn du gezielt nach der G600 suchst, ist GA6C dein Filter.
Was ist der Unterschied zwischen G500 und G600?
Beide stammen aus derselben Familie und teilen Cockpit, Rumpfquerschnitt und Systeme. Die G600 ist aber rund 1,5 Meter länger, hat einen um rund 2,4 Meter größeren Flügel, stärkere PW815GA-Triebwerke und rund fünf Tonnen mehr Treibstoff an Bord. Laut Gulfstream reicht das für 6.600 statt 5.300 nautische Meilen. Ihre Kabine ist mit 13,77 Metern gut einen Meter länger und bietet bis zu vier Kabinenbereiche statt drei.
Wie unterscheide ich die G600 von der G650?
Am einfachsten über die Fenster: Die G600 hat sieben Ovalfenster pro Seite, die G650 acht. Die G650 ist zudem rund einen Meter länger und hat eine größere Spannweite. Technisch trennen sie die Triebwerke: Pratt & Whitney bei der G600, Rolls-Royce bei der G650. Im Tracking-Dienst ist es eindeutig – GA6C gegen GLF6.
Welche Triebwerke hat die G600?
Zwei Pratt & Whitney PW815GA mit je rund 69,7 Kilonewton Startschub. Sie gehören zur Familie PW800 von Pratt & Whitney Canada. Die G500 nutzt die etwas schwächere Version PW814GA. Am Programm ist auch der Münchner Hersteller MTU Aero Engines beteiligt.
Wie weit fliegt die G600?
Gulfstream gibt 6.600 nautische Meilen bei Mach 0,85 an, das sind rund 12.200 Kilometer. Bei schnellerem Reiseflug mit Mach 0,90 sind es laut Hersteller 5.600 nautische Meilen. Als Beispielstrecken nennt Gulfstream New York–Dubai, London–Peking und Los Angeles–Shanghai. Wie bei allen Businessjets sind das theoretische Werte, die von Wetter, Beladung und Ausstattung abhängen.
Was ist das Besondere am Cockpit der G600?
Gulfstream nennt es Symmetry Flight Deck. Statt eines Steuerhorns gibt es aktive Sidesticks, die miteinander gekoppelt sind: Bewegt ein Pilot seinen Stick, spürt und sieht der andere das an seinem eigenen. Dazu kommen zahlreiche Touchscreens, ein Head-up-Display und ein System für verbesserte Sicht bei schlechten Bedingungen.
Wird die G600 noch gebaut?
Ja, die G600 ist Stand Oktober 2026 ein laufendes Produktionsmodell. Mehr als 200 Exemplare sind ausgeliefert, das 200. Flugzeug ging laut einer Gulfstream-Mitteilung im März 2026 an seinen Kunden. Die Zahl wächst also weiter, und deine Chancen auf eine Sichtung steigen mit jedem Jahr.
Gibt es die G600 in Österreich oder der Schweiz?
Die erste Auslieferung einer G600 mit EASA-Zulassung ging im Dezember 2020 an einen österreichischen Betreiber. Grundsätzlich gilt aber: Businessjets wechseln häufig Besitzer und Registrierung. Ob eine bestimmte Maschine ein OE- oder HB-Kennzeichen trägt, klärst du am besten tagesaktuell über Register und Tracking-Dienste.
Gulfstream G600 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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