Das Wichtigste in Kürze
- Die G500 eröffnete Gulfstreams GVII-Generation: Erstflug 2015, FAA-Zulassung im Juli 2018, erste Auslieferung im September 2018.
- Ihr Markenzeichen steckt im Cockpit: aktive Sidesticks, die elektronisch gekoppelt sind – beide Piloten spüren die Eingaben des jeweils anderen.
- Schnellster Erkennungsweg: Hecktriebwerke, T-Leitwerk, sieben große Ovalfenster pro Seite und ein für Gulfstream-Verhältnisse kurzer Rumpf.
- Im Tracking-Dienst filterst du nach GA5C. Nicht verwechseln mit der alten G500 aus der GV-Familie, die als GLF5 läuft.
- Mit 5.300 nm Reichweite ist sie ein Langstrecken-Jet der oberen Mittelklasse – ideal für Europa–Nordamerika, aber nicht für die ganz langen Ultra-Langstrecken.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Gulfstream G500?
- 2.Von P42 zur GVII: die Entstehung
- 3.Das Sidestick-Cockpit: warum es Spotter interessiert
- 4.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.G500, G600, G550 oder G650?
- 6.G500 oder Konkurrenz von Bombardier und Dassault?
- 7.Wo du die G500 antriffst
- 8.Spotting in Genf, Zürich und München
- 9.Fototipps speziell für die G500
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Gulfstream Aerospace (Savannah, Georgia, USA) |
|---|---|
| Musterbezeichnung | GVII-G500 (Gulfstream VII) |
| Familie | GVII mit G500 und G600 |
| ICAO-Typcode | GA5C |
| Öffentliche Vorstellung | 14. Oktober 2014 in Savannah |
| Erstflug | 18. Mai 2015 |
| FAA-Zulassung | Juli 2018 (Muster- und Herstellungszulassung) |
| Erste Auslieferung | 27. September 2018 |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney PW814GA, je rund 67,4 kN Schub, am Heck montiert |
| Cockpit | Symmetry Flight Deck mit aktiven Sidesticks, Fly-by-Wire, Head-up-Display mit EFVS |
| Länge | rund 27,8 m |
| Spannweite | rund 26,3 m |
| Höhe | rund 7,8 m |
| Kabinenlänge | rund 12,65 m (ohne Gepäckraum) |
| Kabinenfenster | 14 große Ovalfenster (sieben pro Seite) |
| Passagiere | bis zu 19 (Herstellerangabe), bis zu 8 Schlafplätze |
| Reichweite (Herstellerangabe) | 5.300 nm bei Mach 0,85, 4.500 nm bei Mach 0,90 |
| Max. Startgewicht | rund 36,1 t |
| Höchstgeschwindigkeit (MMO) | Mach 0,925 |
| Dienstgipfelhöhe | 51.000 ft |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke seitlich am Heck, T-Leitwerk und die großen liegenden Gulfstream-Ovalfenster
- Sieben Ovalfenster pro Seite – die G650 hat acht, die G700 zehn
- Mit rund 27,8 Metern kürzer als G600, G550, G650 und G700; die Spannweite ist etwas kleiner als die Länge
- Moderne Nase mit großen Cockpitscheiben im Stil der G650, Flügel mit hochgezogenen, nach hinten geschwungenen Winglets
- Triebwerksgondeln der PW800-Familie von Pratt & Whitney statt der Rolls-Royce-Triebwerke älterer Gulfstreams
- In Tracking-Diensten als GA5C geführt; die größere Schwester G600 läuft als GA6C, die alte G500 der GV-Generation als GLF5
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein weißer Businessjet rollt aufs GA-Vorfeld: Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, große Ovalfenster. Klarer Fall, eine Gulfstream. Aber welche? Wirkt der Rumpf eher kompakt und zählst du sieben Fenster pro Seite, könnte eine Gulfstream G500 vor dir stehen – der Jet, mit dem Gulfstream seine neue GVII-Generation eröffnet und Sidesticks ins Businessjet-Cockpit gebracht hat. Hier erfährst du, wie du sie sicher von G600, G550 und G650 trennst und wo du in Deutschland, Österreich und der Schweiz gute Chancen auf eine Sichtung hast.
GA5C im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede G500-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und baust deine Gulfstream-Sammlung Typ für Typ aus. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Gulfstream G500?
Die G500 ist ein zweistrahliger Langstrecken-Businessjet von Gulfstream Aerospace aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia. Sie ist das kleinere Modell der GVII-Familie, zu der auch die längere G600 gehört. Laut Hersteller bietet die Kabine Platz für bis zu 19 Passagiere und bis zu acht Schlafplätze, aufgeteilt auf bis zu drei Bereiche. In der Praxis sind die meisten Maschinen großzügiger eingerichtet: Sitzgruppen, ein Tisch, eine Küche und zwei Waschräume.
Die Reichweite gibt Gulfstream mit 5.300 nautischen Meilen bei Mach 0,85 an, das sind rund 9.800 Kilometer. Damit liegt die G500 eine Stufe unter den Ultra-Langstreckenjets wie der G650, schafft aber Strecken wie München–New York oder Genf–Dubai ohne Tankstopp. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit liegt bei Mach 0,925, die maximale Reiseflughöhe bei 51.000 Fuß.
Ein kleiner Namensstolperstein: Schon in den 2000ern gab es eine G500, damals eine G550 mit kleineren Tanks. Die heutige G500 ist davon völlig unabhängig – ein komplett neues Flugzeug mit eigenem Rumpf, neuem Flügel, neuen Triebwerken und neuem Cockpit. In den Zulassungsunterlagen heißt sie deshalb GVII-G500.
Von P42 zur GVII: die Entstehung
Die Entwicklung lief bei Gulfstream ab etwa 2008 unter dem Projektnamen P42 – lange im Verborgenen. Gulfstream bezog dabei nach eigenen Angaben Vorschläge aus einem Beirat von Betreibern ein, die ihre Wünsche an ein neues Flugzeug einbrachten. Öffentlich zeigte der Hersteller die G500 erstmals am 14. Oktober 2014 in Savannah, gemeinsam mit der Ankündigung der G600.
Der Erstflug folgte am 18. Mai 2015. Insgesamt nutzte Gulfstream für die G500 vier Testflugzeuge und einen voll ausgestatteten Vorführjet. Die Prototypen hatten übrigens nur sechs Fenster pro Seite, die Serienmaschinen haben sieben. Während der Erprobung zeigte sich, dass die G500 weiter fliegt als ursprünglich versprochen; Gulfstream hob die Reichweitenangaben daraufhin an. Die geplante Zulassung für 2017 verschob sich allerdings: Erst im Juli 2018 erteilte die US-Luftfahrtbehörde FAA Muster- und Herstellungszulassung am selben Tag. Die erste Kundenmaschine ging am 27. September 2018 an einen Kunden in den USA. Die G600 folgte rund ein Jahr später.
Seitdem hat sich die GVII-Familie gut verkauft. G500 und G600 zusammen kommen auf mehrere hundert ausgelieferte Exemplare – genaue, aktuelle Zahlen pro Modell veröffentlicht Gulfstream nicht regelmäßig. Neben Privatpersonen und Unternehmen fliegen auch Charteranbieter und einzelne Regierungsstellen die G500.
Das Sidestick-Cockpit: warum es Spotter interessiert
Das Herzstück der G500 ist ihr Symmetry Flight Deck, das Gulfstream gemeinsam mit Honeywell Aerospace entwickelt hat. Statt Steuerhörnern vor den Piloten sitzen dort Sidesticks an der Seite – wie man es aus Airbus-Jets wie dem A320neo oder dem A350 kennt. Der Unterschied: Bei der G500 sind die Sticks aktiv und elektronisch gekoppelt. Bewegt der Kapitän seinen Stick, bewegt sich der des Kopiloten mit. Auch der Autopilot gibt seine Steuerbewegungen fühlbar an die Sticks weiter. Die Piloten sehen und spüren so jederzeit, was gerade passiert. Die G500 war das erste zivile Flugzeug mit dieser Technik.
Dazu kommen Fly-by-Wire über alle drei Achsen mit Flugbereichsschutz, große Displays und laut Gulfstream zehn Touchscreens, über die die Crew Funk, Navigation und Systeme bedient. Ein Head-up-Display mit einem Infrarot-Sichtsystem (EFVS) hilft bei schlechter Sicht im Anflug; Gulfstream nennt außerdem eine synthetische 3D-Geländedarstellung auf dem Hauptbildschirm. Laut Hersteller ist die G500 zudem für Steilanflüge zugelassen, wie sie an manchen Stadtflughäfen nötig sind – etwa in London City.
Von außen siehst du die Sidesticks natürlich nicht. Aber die moderne Nase mit den großen Cockpitscheiben verrät die neue Generation: Sie ähnelt stark der G650 und wirkt deutlich glatter als die Front der G550. Wie du Typen generell an Nase und Scheiben unterscheidest, erklärt der Beitrag Flugzeugtypen an Nase und Cockpitfenstern erkennen.
Praxis-Tipp: Cockpit nur von außen
Ein Blick ins Sidestick-Cockpit gelingt dir am ehesten bei Messen und Static Displays, wenn Gulfstream Vorführmaschinen zeigt. Frag vor jedem Foto nach – was im Cockpit erlaubt ist, steht im Beitrag Fotos im Cockpit. Deine Messe-Sichtung postest du mit Planetrack samt Typ, Kennzeichen und Ort.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Große Gulfstreams sehen sich zum Verwechseln ähnlich: Hecktriebwerke, T-Leitwerk, Ovalfenster, meist weiß lackiert. Bei der G500 kommst du mit drei Schritten trotzdem schnell zum Ziel.
Fenster zählen
Die G500 hat sieben große, liegende Ovalfenster pro Seite. Acht sprechen für G650 oder G800, zehn für die G700. Sieben haben allerdings auch die G600 und die ältere G550 – dann helfen die nächsten beiden Schritte.
Proportionen prüfen
Mit rund 27,8 Metern Länge ist die G500 kürzer als G600, G550, G650 und G700. Die Spannweite liegt mit gut 26 Metern etwas darunter. Der Jet wirkt dadurch kompakt, fast gedrungen – die G550 daneben wirkt lang und schlank.
Typcode bestätigen
In Tracking-Diensten steht die G500 als GA5C. Die G600 erscheint als GA6C, die G550 als GLF5. Das ist der sicherste Weg zur Bestimmung.
Für die letzte Gewissheit hilft das Kennzeichen. Wie du Registrierungen liest und Länderpräfixe zuordnest, erklärt Flugzeugkennzeichen verstehen. Was hinter Typcodes wie GA5C steckt, steht in IATA- und ICAO-Codes erklärt.
G500, G600, G550 oder G650?
Die Tabelle stellt die G500 neben ihre engsten Verwandten. Alle Werte sind gerundete Herstellerangaben.
| Merkmal | G550 | G500 | G600 | G650/G650ER |
|---|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | GLF5 | GA5C | GA6C | GLF6 |
| Länge | rund 29,4 m | rund 27,8 m | rund 29,3 m | rund 30,4 m |
| Spannweite | rund 28,5 m | rund 26,3 m | rund 28,7 m | rund 30,4 m |
| Triebwerk | Rolls-Royce BR710 | P&W PW814GA | P&W PW815GA | Rolls-Royce BR725 |
| Fenster pro Seite | sieben | sieben | sieben | acht |
| Reichweite | 6.750 nm | 5.300 nm | 6.600 nm | 7.000 / 7.500 nm |
| Cockpit | Steuerhörner | Sidesticks | Sidesticks | Steuerhörner |
Die G600 ist der knifflige Fall. Sie teilt mit der G500 Cockpit, Fensterzahl und Grundform, ist aber rund 1,5 Meter länger und hat einen deutlich größeren Flügel. Neben einer G500 wirkt sie gestreckter, allein auf dem Vorfeld ist der Unterschied jedoch schwer zu sehen. Hier entscheidet der Typcode.
Die G550 hat ebenfalls sieben Fenster und ist sogar etwas länger als die G500, wirkt aber schlanker. Ihre Cockpitverglasung ist kleinteiliger, die Front wirkt älter. Die G650 erkennst du an ihrem achten Fenster pro Seite und dem kräftigen, breiten Rumpf.
Keine GVII mehr verpassen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ GA5C oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn eine G500 anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
G500 oder Konkurrenz von Bombardier und Dassault?
Im Segment der großen Businessjets mit rund 5.000 nm Reichweite triffst du in Europa vor allem auf Gulfstream, Bombardier und Dassault. Der Finder hilft dir, die Kandidaten einzugrenzen.
Schnellbestimmung: kompakter Langstrecken-Businessjet
Gulfstream G500
Große Ovalfenster, sieben pro Seite, und ein kompakter Rumpf passen zur G500. Ob es nicht doch eine G600 oder G550 ist, klärt der Typcode oder das Kennzeichen.
Bombardier Global 5000/5500
Ein langer, schlanker Rumpf mit vielen rundlichen Fenstern spricht für eine Global. Sie ist sichtbar gestreckter als die G500.
Dassault Falcon 6X
Ein breiter Rumpf mit einer langen, dichten Fensterreihe passt zur Falcon 6X. Gulfstream-Ovale hat sie nicht.
Die Bombardier Global 5000/5500 ist der klassische Gegenspieler. Sie wirkt länger und schlanker, ihre Fenster sind nicht so ausgeprägt oval. Die Dassault Falcon 6X hat zwar wie die G500 zwei Triebwerke am Heck, aber eine ganz eigene Fensteroptik und eine andere Nase. Wer drei Triebwerke sieht, schaut auf eine ältere Falcon wie die Falcon 7X. Einen systematischen Vergleich aller großen Familien liefert der Guide Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden.
Wo du die G500 antriffst
Businessjets fliegen keine festen Linien. Die G500 landet dort, wo ihre Besitzer, Firmen oder Charterkunden hinwollen – getaktet von Geschäftsreisen, Messen, Konferenzen und Ferienzeiten. Weil sie als modernes, vergleichsweise kompaktes Langstreckenmodell sowohl transatlantische Strecken als auch Europa-Flüge abdeckt, taucht sie an vielen großen Flughäfen auf.
Schweiz: Der Flughafen Genf hat dank internationaler Organisationen, Banken und Privatreisender ganzjährig viel Businessjet-Verkehr. Am Flughafen Zürich wird es rund um das Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar besonders voll. Konkrete Tipps zu beiden Flughäfen stehen in Planespotting in Genf und Planespotting in Zürich.
Deutschland: In München sorgen Messen und die Sicherheitskonferenz im Februar für zusätzlichen Geschäftsreise- und Regierungsverkehr. Auch Frankfurt sieht regelmäßig Gulfstreams auf dem GA-Vorfeld.
Österreich: In Wien und Salzburg lohnt sich der Blick auf Konferenzen, Festspielzeit und Skisaison.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | hoch | Ganzjährig starker Businessjet-Verkehr |
| Zürich (Januar, WEF) | hoch | Viele Langstrecken-Jets in kurzer Zeit |
| München | mittel | Messen, Sicherheitskonferenz, Geschäftsverkehr |
| Salzburg (Saison) | mittel | Festspiele und Wintersport |
| Frankfurt, Wien | mittel | Unregelmäßig, je nach Ereignissen |
Keine Flugpläne, viele Überraschungen
Businessjets stehen in keinem veröffentlichten Flugplan, und manche Betreiber lassen ihre Daten in Tracking-Diensten ausblenden. Plane mit Wahrscheinlichkeiten statt festen Zeiten und schau während deiner Session immer wieder nach GA5C.
Wie du Flüge live verfolgst und was ADS-B-Daten verraten, steht im Guide Flugverfolgung mit ADS-B. Einen Überblick über das ganze Segment gibt Businessjets spotten, allgemeine Tipps zum GA-Vorfeld findest du unter General Aviation spotten.
Spotting in Genf, Zürich und München
In Genf ist die Aussichtsterrasse der naheliegende Startpunkt. Der Flughafen hat nur eine große Piste, deshalb rollt jeder Businessjet an derselben Stelle vorbei – gute Voraussetzungen, um an einem Werktag mehrere Gulfstreams zu sammeln.
In Zürich sind der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B gute Ausgangspunkte. In München bietet der Besucherhügel einen guten Überblick, in Salzburg die Besucherterrasse. Welche Piste gerade in Betrieb ist, hängt vom Wind ab – wie du das vorab einschätzt, erklärt Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für die G500-Jagd?
- Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen eine Messe, Konferenz oder Saison ansteht.
- Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf GA5C offen.
- Ich weiß, dass sieben Fenster pro Seite auch zu G600 und G550 passen.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Bei Gipfeltreffen gelten oft erweiterte Sicherheitsbereiche – halte dich an Absperrungen und Anweisungen.
Fototipps speziell für die G500
Mit knapp 28 Metern ist die G500 kleiner als jeder Airliner und kleiner als die meisten anderen großen Gulfstreams. Für formatfüllende Bilder brauchst du daher mehr Brennweite, als du von der Airliner-Fotografie gewohnt bist.
Brennweite einplanen
GA-Vorfelder liegen oft abseits. Welche Objektive sich für kleinere Jets auf Distanz eignen, steht im Guide Brennweite fürs Planespotting.
Seitenprofil für die Fenster
Ein sauberes Seitenprofil beim Rollen zeigt alle sieben Fenster, die Hecktriebwerke und das T-Leitwerk. Genau dieses Bild brauchst du später, um G500, G600 und G550 sicher zu trennen.
Weiß braucht Licht im Rücken
Die meisten G500 sind fast vollständig weiß. Im Gegenlicht verlieren sie jede Zeichnung, mit der Sonne im Rücken bleiben Fenster und Zierlinien sichtbar. Belichte lieber etwas knapper.
Schnell beim Start
Leicht beladene Businessjets heben früh ab und steigen steil. Halte die Kamera schon beim Beschleunigen bereit.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du vorab – wie, zeigt Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Planetrack zeigt dir dazu am Flughafen Wetter, Wind und aktive Pisten. Welche Ausrüstung du wirklich brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die G500, wenn …
- zwei Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk zu sehen sind
- du genau sieben große, liegende Ovalfenster pro Seite zählst
- der Rumpf kompakt wirkt und die Nase modern und glatt geformt ist
- im Tracking-Dienst GA5C als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf gestreckter und der Flügel größer wirkt – dann kann es eine G600 sein
- die Cockpitverglasung kleinteiliger wirkt – dann kommt eine G550 infrage
- der Typcode GLF5 lautet, obwohl irgendwo „G500“ steht – dann ist es die alte G500 der GV-Generation
Fazit
Die G500 ist die Gulfstream für Spotter, die genauer hinsehen: Auf den ersten Blick ist sie „nur“ ein weiterer Jet mit Ovalfenstern, doch sieben Fenster, der kompakte Rumpf und der Typcode GA5C machen sie unterscheidbar. Technisch steht sie für einen Generationswechsel bei Gulfstream – mit aktiven Sidesticks, Touchscreen-Cockpit und Triebwerken von Pratt & Whitney. Als vergleichsweise junger Typ dürfte sie an Flughäfen wie Genf, Zürich oder München noch viele Jahre regelmäßig zu sehen sein.
Kurzfazit
Hecktriebwerke, T-Leitwerk, sieben große Ovalfenster pro Seite und ein kompakter Rumpf: Das ist die Gulfstream G500. Wer sie gezielt sucht, filtert nach GA5C, plant Genf, Zürich und München ein und klärt im Zweifel am Kennzeichen, ob nicht doch eine G600 vor der Linse steht.
Zusammenfassung
- Gulfstream stellte die G500 am 14. Oktober 2014 in Savannah vor. Der Erstflug folgte am 18. Mai 2015, die FAA-Zulassung im Juli 2018, die erste Auslieferung am 27. September 2018.
- Sie ist der kleinere Teil der GVII-Familie; die längere G600 mit größerem Flügel und stärkeren Triebwerken kam rund ein Jahr später auf den Markt.
- Technisch prägen sie das Symmetry Flight Deck mit aktiven Sidesticks und Touchscreens, Fly-by-Wire und Triebwerke von Pratt & Whitney statt Rolls-Royce.
- Fensterzahl, Rumpflänge und der Typcode GA5C trennen sie von G600, G550, G650 und den Konkurrenten von Bombardier und Dassault.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Gulfstream G500?
Die heutige G500 aus der GVII-Familie läuft unter GA5C, die G600 unter GA6C. Vorsicht bei älteren Datenbankeinträgen: Die G500 der ersten Generation – eine G550 mit kleineren Tanks – trägt den Code GLF5. Wenn du gezielt nach der neuen G500 suchst, ist GA5C der richtige Filter.
Was ist das Besondere am Sidestick-Cockpit der G500?
Statt klassischer Steuerhörner haben beide Piloten seitlich einen Sidestick. Anders als bei Airbus-Verkehrsflugzeugen sind die beiden Sticks aber aktiv und elektronisch miteinander gekoppelt: Bewegt der eine Pilot seinen Stick, bewegt sich der andere mit, und auch der Autopilot gibt seine Eingaben fühlbar an die Sticks weiter. Gulfstream nennt das Cockpit Symmetry Flight Deck. Die G500 war das erste zivile Flugzeug, das mit dieser Technik zugelassen wurde.
Was ist der Unterschied zwischen G500 und G600?
Beide gehören zur GVII-Familie und haben dasselbe Cockpit und sieben Fenster pro Seite. Die G600 ist aber rund 1,5 Meter länger, hat eine um rund 2,4 Meter größere Spannweite und etwas stärkere PW815GA-Triebwerke. Laut Gulfstream fliegt sie bis zu 6.600 nm weit, die G500 bis zu 5.300 nm. Auf dem Vorfeld ist der Unterschied schwer zu sehen – sicher wird es über GA5C oder GA6C im Tracking-Dienst.
Wie unterscheide ich die G500 von der G550?
Beide haben sieben Ovalfenster pro Seite, aber die G550 ist mit rund 29,4 Metern länger und hat eine größere Spannweite. Die G500 wirkt kompakter, ihre Nase und Cockpitscheiben sind moderner geformt und ihre Triebwerke stammen von Pratt & Whitney statt Rolls-Royce. Im Tracking-Dienst ist es eindeutig: GA5C für die G500, GLF5 für die G550.
Welche Triebwerke hat die G500?
Zwei Pratt & Whitney PW814GA mit je rund 67,4 Kilonewton Startschub. Sie gehören zur PW800-Familie, die Pratt & Whitney Canada für große Businessjets entwickelt hat. Damit ist die G500 – zusammen mit der G600 – eine Ausnahme bei den großen Gulfstreams, die sonst traditionell auf Rolls-Royce setzen.
Wie weit fliegt die G500?
Gulfstream gibt 5.300 nautische Meilen bei Mach 0,85 an, also rund 9.800 Kilometer, gerechnet mit acht Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern. Bei Mach 0,90 sind es laut Hersteller 4.500 nm. Strecken wie München–New York oder Genf–Dubai sind damit nonstop möglich.
Was war die alte Gulfstream G500?
Schon ab 2004 bot Gulfstream eine G500 an. Sie war technisch eine G550 mit kleineren Tanks und weniger Reichweite und läuft deshalb wie die G550 unter GLF5. Mit der heutigen G500 hat sie außer dem Namen nichts gemeinsam – die neue G500 ist eine komplette Neukonstruktion.
Gulfstream G500 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Gulfstream G600
Die G600 ist die gestreckte große Schwester der G500: längerer Rumpf, größerer Flügel, mehr Reichweite. Von außen sieht sie der G650 verblüffend ähnlich. So bestimmst du sie sicher.
BusinessjetGulfstream G650/G650ER
Riesige ovale Fenster, zwei Triebwerke am Heck und ein Rumpf voller Selbstbewusstsein: Die Gulfstream G650 ist der Businessjet, den Spotter am schnellsten erkennen. So gelingt dir die sichere Bestimmung.
BusinessjetGulfstream G550
Sieben ovale Fenster, Hecktriebwerke und ein schlanker Rumpf: Die Gulfstream G550 war fast zwei Jahrzehnte der Langstrecken-Bizjet schlechthin – und ist heute auch Plattform für Frühwarn-, Aufklärungs- und Störflugzeuge.
BusinessjetGulfstream G700
Zehn riesige Ovalfenster pro Seite, ein gestreckter Rumpf und zwei Rolls-Royce Pearl 700 am Heck: Die G700 ist Gulfstreams Flaggschiff. So hältst du sie sicher von der G650 und der G800 auseinander.
BusinessjetGulfstream G800
Von außen fast eine G650, unter der Haut eine G700: Die Gulfstream G800 ist Gulfstreams Ultra-Langstrecken-Jet und der kniffligste Fall für Spotter. So erkennst du sie sicher.
BusinessjetGulfstream G280
Klein für eine Gulfstream, groß für einen Midsize-Jet: Die G280 wird in Israel bei IAI montiert und in Texas fertig ausgestattet. So erkennst du den Super-Midsize-Jet sicher und grenzt ihn von seinen Konkurrenten ab.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Gulfstream Aerospace
Gulfstream aus Savannah in Georgia steht wie kaum ein anderer Name für den großen Businessjet. Von der Turboprop Gulfstream I über G550 und G650 bis zur G800 – hier erfährst du, wie die Familie gewachsen ist und wie du die Modelle am Vorfeld auseinanderhältst.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
HerstellerHoneywell Aerospace
Der Zulieferer aus Phoenix baut keine Flugzeuge, steckt aber in fast jedem: Hilfsturbinen im Heck von 737 und A320, Glascockpits in Business-Jets, Warnsysteme gegen Bodenberührung und Triebwerke wie TFE731 und HTF7000. Seit Juni 2026 ist Honeywell Aerospace ein eigenständiges Unternehmen.
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
Wo du die Gulfstream G500 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Aussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
BesucherterrasseZuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
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