Das Wichtigste in Kürze
- Die G800 ist Gulfstreams Reichweitenkönig: Laut Hersteller schafft sie 8.200 nautische Meilen, rund 15.200 Kilometer – mehr als jeder andere Gulfstream.
- Das Rezept: Rumpf und Kabinenlänge der G650, kombiniert mit dem größeren Flügel, den Pearl-700-Triebwerken und dem Cockpit der G700.
- Für Spotter der schwierigste Gulfstream: Acht Fenster wie die G650, aber die Winglets der G700. Sicherheit bringt der Typcode GA8C.
- Neu am Himmel: Zulassung im April 2025, erste Auslieferung Ende August 2025 – jede G800-Sichtung ist für deine Sammlung noch etwas Besonderes.
- Nachfolgerin der G650: Mit Ende der G650-Produktion 2025 übernimmt die G800 deren Platz im Programm.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Gulfstream G800?
- 2.Technik: das Beste aus zwei Modellen
- 3.So erkennst du die G800 in drei Schritten
- 4.G800, G650 oder G700?
- 5.G800, Global 7500 oder Falcon 8X?
- 6.Wo du die G800 antriffst
- 7.Spotting in Genf, Zürich und München
- 8.Fototipps speziell für die G800
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Gulfstream Aerospace (USA) |
|---|---|
| Konzept | Rumpf der G650 mit Flügel und Triebwerken der G700 |
| ICAO-Typcode | GA8C |
| Vorstellung | 4. Oktober 2021 |
| Erstflug | 28. Juni 2022 |
| Zulassung | April 2025 (FAA und EASA) |
| Erste Auslieferung | Ende August 2025 |
| Triebwerke | 2 × Rolls-Royce Pearl 700, je rund 81 kN Startschub, am Heck montiert |
| Länge | rund 30,4 m |
| Spannweite | rund 31,4 m |
| Höhe | rund 7,8 m |
| Kabinenfenster | 16 große Ovalfenster (acht pro Seite) |
| Kabine | rund 14,3 m lang, 2,49 m breit, 1,91 m hoch; bis zu vier Bereiche |
| Passagiere | bis zu 19 Sitzplätze, bis zu 10 Schlafplätze (Herstellerangabe) |
| Reichweite (Herstellerangabe) | 8.200 nm bei Mach 0,85, 7.000 nm bei Mach 0,90 |
| Max. Startgewicht | rund 47,9 t |
| Höchstgeschwindigkeit (MMO) | Mach 0,935 |
| Maximale Flughöhe | 51.000 ft |
| Cockpit | Gulfstream Symmetry Flight Deck mit aktiven Sidesticks |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Triebwerke seitlich am Heck und ein T-Leitwerk – das typische Layout großer Businessjets
- Acht große liegende Ovalfenster pro Seite – genauso viele wie bei der G650, zwei weniger als bei der G700
- Der Flügel der G700 mit großen, hochgezogenen und stark geschwungenen Winglets – das sichtbarste Unterscheidungsmerkmal zur G650
- Die Spannweite ist mit rund 31,4 m etwas größer als die Rumpflänge von rund 30,4 m – der Jet wirkt dadurch breitflügeliger als die G650
- Mächtige Triebwerksgondeln der Rolls-Royce Pearl 700, wie bei der G700
- In Tracking-Diensten als GA8C geführt; die G650 läuft unter GLF6, die G700 unter GA7C
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem GA-Vorfeld steht ein weißer Gulfstream, zwei Triebwerke am Heck, große Ovalfenster. Eine G650, denkst du – bis dir die Flügelspitzen auffallen: riesige, weit nach oben und hinten geschwungene Winglets, dazu Triebwerksgondeln, die eine Spur zu wuchtig wirken. Genau das ist die Gulfstream G800, die Ultra-Langstreckenversion der aktuellen Gulfstream-Generation. Sie sieht aus wie eine alte Bekannte, ist aber der Businessjet mit der größten Reichweite im Gulfstream-Programm. Hier erfährst du, wie du sie sicher von G650, G700 und der Konkurrenz trennst und wo du sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz am ehesten erwischst.
GA8C in deine Sammlung
Mit Planetrack hältst du jede G800-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und baust dir deinen Gulfstream-Hangar auf. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Gulfstream G800?
Die G800 ist ein zweistrahliger Ultra-Langstrecken-Businessjet von Gulfstream Aerospace aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia. Ihr Konzept ist schnell erklärt: Gulfstream nahm den bewährten Rumpf der G650 und setzte ihn auf die Technik der größeren G700 – also deren Flügel, deren Rolls-Royce-Pearl-700-Triebwerke und deren Symmetry-Cockpit. Das Ergebnis ist ein Flugzeug, das kürzer und leichter ist als die G700, aber mit denselben starken Triebwerken und einem effizienten Flügel unterwegs ist. Und genau das bringt die Reichweite.
Gulfstream gibt für die G800 8.200 nautische Meilen an, rund 15.200 Kilometer, gerechnet bei Mach 0,85. Wer es eiliger hat und mit Mach 0,90 fliegt, kommt laut Hersteller immer noch 7.000 nautische Meilen weit. Damit sind Verbindungen wie Zürich–Singapur und München–Los Angeles bequem nonstop drin. Zum Vergleich: Die G650ER, bis dahin Gulfstreams Langstreckenmeister, kam auf 7.500 nautische Meilen.
Vorgestellt wurde die G800 am 4. Oktober 2021, gemeinsam mit dem kleineren G400 – zwei neue Modelle auf einen Schlag. Der Erstflug folgte am 28. Juni 2022. Nach dem Testprogramm erteilten im April 2025 die US-Luftfahrtbehörde FAA und die europäische EASA ihre Zulassung, die erste Kundenmaschine verließ Ende August 2025 das Werk. Die G800 ist damit einer der jüngsten Businessjets, die du derzeit an europäischen Flughäfen sehen kannst.
Technik: das Beste aus zwei Modellen
Rumpf und Kabine stammen von der G650. Die Kabine ist laut Gulfstream rund 14,3 Meter lang, 2,49 Meter breit und 1,91 Meter hoch – genug für bis zu vier getrennte Bereiche, etwa Sitzgruppe, Konferenz- oder Esstisch, Lounge und Schlafraum. Der Hersteller nennt bis zu 19 Sitzplätze und bis zu zehn Schlafplätze; in der Praxis sind die meisten Kabinen großzügiger und mit weniger Plätzen eingerichtet.
Flügel und Triebwerke kommen von der G700. Der Flügel ist größer als bei der G650 und trägt die markanten, weit hochgezogenen Winglets der neuen Gulfstream-Generation. Die Spannweite wächst dadurch auf rund 31,4 Meter, während die Länge mit rund 30,4 Metern gleich bleibt. Angetrieben wird die G800 von zwei Rolls-Royce Pearl 700 mit je 18.250 Pfund Startschub, rund 81 Kilonewton. Laut Rolls-Royce liefert das Pearl 700 rund acht Prozent mehr Schub als das BR725 der G650 und arbeitet etwa fünf Prozent sparsamer. Technisch baut es auf der BR700-Familie auf, bekommt aber ein neues Kerntriebwerk. Mehr zum Triebwerkshersteller findest du auf der Seite zu Rolls-Royce.
Das Cockpit ist das Symmetry Flight Deck, das Gulfstream mit G500 und G600 eingeführt hat. Statt klassischer Steuerhörner gibt es aktive Sidesticks, die elektronisch miteinander gekoppelt sind – bewegt ein Pilot seinen Stick, spürt der andere die Bewegung. Dazu kommen Touchscreens für viele Systemfunktionen. Für Piloten hat das einen praktischen Vorteil: Die neuen Gulfstream-Modelle teilen sich weitgehend dieselbe Cockpit-Philosophie.
Die Gewichte zeigen, warum die G800 so weit kommt: Ihr maximales Startgewicht liegt laut Gulfstream bei rund 47,9 Tonnen, sie kann rund 22,4 Tonnen Treibstoff mitnehmen. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit beträgt Mach 0,935, die maximale Flughöhe 51.000 Fuß. Für den Start reichen laut Hersteller unter Standardbedingungen und bei Höchstgewicht rund 1.770 Meter Piste – das öffnet auch kleinere Flughäfen.
So erkennst du die G800 in drei Schritten
Die G800 ist der kniffligste Gulfstream für Spotter. Sie teilt sich die Fensterzahl mit der G650 und die Flügel mit der G700. Mit dieser Reihenfolge kommst du trotzdem schnell zum Ziel.
Fenster zählen
Acht große liegende Ovalfenster pro Seite grenzen die Auswahl auf G650, G650ER oder G800 ein. Zählst du zehn, ist es eine G700, bei sieben eine G600, G500 oder G550.
Flügelspitzen ansehen
Die G800 trägt die großen, hochgezogenen und weit nach hinten geschwungenen Winglets der G700. Bei der G650 sind die Winglets kleiner und weniger ausladend. Auch die Pearl-700-Gondeln am Heck wirken etwas wuchtiger.
Typcode bestätigen
In Tracking-Diensten steht die G800 als GA8C, die G650 als GLF6. Im Zweifel klärt das Kennzeichen jede Frage.
Gerade auf dem Vorfeld aus größerer Entfernung oder im direkten Anflug von vorn sind die Unterschiede zur G650 kaum zu sehen. Ein Foto der kompletten Seitenansicht oder der Flügelspitzen hilft dir, später in Ruhe zu entscheiden. Wie du Kennzeichen liest und Länderpräfixe zuordnest, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen. Was hinter Codes wie GA8C steckt, steht in ICAO-Typcodes erklärt.
Praxis-Tipp: Erst die Winglets, dann die Fenster
Beim Überflug siehst du die Fenster kaum, die Flügelspitzen dafür umso besser. Große geschwungene Winglets sprechen für G700 oder G800 – dann zählst du beim Rollen die Fenster nach. Mit Planetrack ordnest du die Sichtung anschließend Typ, Kennzeichen und Spot zu.
G800, G650 oder G700?
Die drei großen Gulfstreams sind eng verwandt. Die Tabelle zeigt die Unterschiede, die für dich am Zaun zählen.
| Merkmal | G650/G650ER | G800 | G700 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | GLF6 | GA8C | GA7C |
| Länge | rund 30,4 m | rund 30,4 m | rund 33,5 m |
| Spannweite | rund 30,4 m | rund 31,4 m | rund 31,4 m |
| Fenster pro Seite | 8 | 8 | 10 |
| Triebwerk | Rolls-Royce BR725 | Rolls-Royce Pearl 700 | Rolls-Royce Pearl 700 |
| Winglets | kleiner | groß, stark geschwungen | groß, stark geschwungen |
| Reichweite (Hersteller) | 7.000 / 7.500 nm | 8.200 nm | 7.750 nm |
| Zulassung | 2012 / 2014 | 2025 | 2024 |
Die G650 ist die direkte Vorgängerin. Ihre Produktion endete 2025, die Flotte ist aber groß und bleibt dir noch lange erhalten. Weil Rumpf und Fenster identisch sind, ist sie die häufigste Verwechslung. Achte auf die Proportionen: Bei der G650 sind Länge und Spannweite praktisch gleich, bei der G800 ragen die Flügel etwas weiter hinaus.
Die G700 ist die große Schwester mit gut drei Metern mehr Rumpflänge und zehn Fenstern pro Seite. Sie bietet mehr Kabinenraum, fliegt laut Hersteller aber nicht ganz so weit. Wer bewusst die maximale Reichweite will, greift zur G800, wer maximalen Platz will, zur G700.
Eine Stufe darunter liegen G600 und G500. Sie haben ebenfalls das Symmetry-Cockpit, aber einen schmaleren Rumpf mit sieben Fenstern pro Seite und Triebwerke von Pratt & Whitney Canada. Die ältere G550 wirkt neben einer G800 fast zierlich.
G800, Global 7500 oder Falcon 8X?
Im Segment der Ultra-Langstrecken-Jets konkurriert die G800 vor allem mit Bombardier und Dassault. Der Finder grenzt die drei Familien mit drei Fragen ein.
Schnellbestimmung: Ultra-Langstrecken-Businessjet
Gulfstream G800
Kompakter Rumpf, acht große Ovalfenster und dazu die großen Winglets: Das passt zur G800. Kleinere Winglets und der Code GLF6 deuten dagegen auf eine G650.
Bombardier Global 7500
Ein auffällig langer Rumpf mit vielen Fenstern spricht für die große Global. Sie ist rund dreieinhalb Meter länger als die G800.
Dassault Falcon 8X
Drei Triebwerke sind das klare Falcon-Merkmal. Die G800 hat immer nur zwei.
Die Dassault Falcon 8X schließt du am schnellsten aus: Das dritte Triebwerk sitzt mittig im Heck. Die zweistrahlige Falcon 6X spielt in einer niedrigeren Reichweitenklasse. Der eigentliche Rivale ist die Bombardier Global 7500 mit ihrer Weiterentwicklung Global 8000. Beide sind länger als die G800, ihre Fenster wirken weniger ausgeprägt oval. Einen kompakten Überblick über alle großen Businessjet-Familien gibt dir der Guide Gulfstream, Global, Falcon und Challenger unterscheiden.
Wo du die G800 antriffst
Businessjets fliegen keine festen Linien. Die G800 taucht dort auf, wo ihre Besitzer, Firmen oder Charterkunden hinwollen – getaktet von Geschäftsreisen, Messen, Konferenzen und Ferienzeiten. Weil die Auslieferungen erst Ende August 2025 begonnen haben, ist die Flotte Stand Oktober 2026 noch überschaubar. Eine G800 ist deshalb deutlich seltener als eine G650 – und genau das macht sie für Sammler reizvoll. Wie du die Seltenheit einer Sichtung einordnest, zeigt der Beitrag Seltene Flugzeuge spotten.
Schweiz: Am Flughafen Genf sorgen internationale Organisationen, Banken und wohlhabende Privatreisende ganzjährig für viel Businessjet-Verkehr. Der Flughafen Zürich erlebt seinen Höhepunkt rund um das Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar, wenn in wenigen Tagen zahlreiche Langstrecken-Jets aus aller Welt eintreffen.
Deutschland: In München bringen Messen und die Sicherheitskonferenz im Februar zusätzlichen Geschäftsreise- und Regierungsverkehr. Auch Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin sehen regelmäßig große Gulfstreams, wenn auch unregelmäßiger.
Österreich: In Wien lohnen sich internationale Konferenzen, in Salzburg die Festspielzeit und die Skisaison. Etwas weiter weg ist der Flughafen Nizza im Sommer ein Hotspot für Privatjets aller Größen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Genf | mittel bis hoch | Ganzjährig starker Businessjet-Verkehr |
| Zürich (Januar, WEF) | mittel bis hoch | Viele Langstrecken-Jets in kurzer Zeit |
| Nizza (Sommer) | mittel | Saisonaler Privatjet-Andrang |
| München | gering bis mittel | Messen, Sicherheitskonferenz, Geschäftsverkehr |
| Salzburg, Wien, Frankfurt, Berlin | gering | Unregelmäßig, je nach Ereignissen |
Keine Flugpläne, viele Überraschungen
Businessjets stehen in keinem veröffentlichten Flugplan, und manche Betreiber lassen ihre Daten in Tracking-Diensten ausblenden. Plane mit Wahrscheinlichkeiten statt festen Zeiten und prüfe während deiner Session immer wieder, ob ein GA8C im Anflug ist.
Wie du Flüge live verfolgst und was ADS-B-Daten verraten, steht im Guide Flugverfolgung mit ADS-B. Ein bestimmtes Kennzeichen gezielt im Auge behalten kannst du mit den Tipps aus Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen. Für Staatsmaschinen und Delegationen bei Gipfeln hilft der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Keine G800 mehr verpassen
Leg einen Sichtungs-Alarm für den Typ GA8C oder einzelne Kennzeichen an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Genf, Zürich und München
In Genf ist die Aussichtsterrasse der naheliegende Startpunkt. Der Flughafen hat nur eine große Piste, deshalb kommt jeder Businessjet zwangsläufig an derselben Stelle vorbei. Einen Überblick über weitere Standorte gibt der Planespotting-Guide Genf.
In Zürich sind der Butzenbüel und die Zuschauerterrasse B gute Ausgangspunkte: Von der Terrasse hast du das Vorfeld im Blick, vom Hügel die Pistenbewegungen. In München bietet der Besucherhügel einen guten Überblick, in Salzburg die Besucherterrasse. Welche Piste gerade genutzt wird, hängt vom Wind ab – wie du das vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für die G800-Jagd?
- Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen eine Messe, Konferenz oder Saison ansteht.
- Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf GA8C offen.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich weiß, woran ich G800 und G650 an den Winglets unterscheide.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Bei Gipfeltreffen gelten oft erweiterte Sicherheitsbereiche – halte dich an Absperrungen und Anweisungen.
Fototipps speziell für die G800
Die G800 ist kleiner als jeder Airliner, aber ihre Linien machen sie zu einem dankbaren Motiv. Wichtig ist, dass dein Bild die Merkmale zeigt, die sie von der G650 unterscheiden.
Winglets ins Bild
Ein leicht schräger Blick von vorn oder hinten zeigt die geschwungenen Winglets am besten. So beweist dein Foto auch später noch, dass es keine G650 war.
Seitenprofil für die Fenster
Beim Rollen zeigt ein sauberes Seitenprofil alle acht Ovalfenster, die Pearl-Gondeln und das T-Leitwerk. Damit grenzt du die G800 von der längeren G700 ab.
Brennweite einplanen
Businessjets parken oft auf abgelegenen Vorfeldern. Für formatfüllende Bilder brauchst du mehr Brennweite als bei einer A320 – mehr dazu im Guide Brennweite fürs Planespotting.
Weiß braucht Licht im Rücken
Die meisten G800 sind überwiegend weiß lackiert. Mit der Sonne im Rücken bleiben Fenster, Zierlinien und Kennzeichen sichtbar. Belichte lieber etwas knapper, damit der Rumpf nicht ausbrennt.
Wann das Licht an deinem Spot passt, kannst du vorab berechnen – wie, zeigt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Ausrüstung du wirklich brauchst, steht in der Planespotting-Ausrüstung-Checkliste. Allgemeine Tipps für das GA-Vorfeld findest du im Guide Businessjets spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die G800, wenn …
- zwei Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk zu sehen sind
- du genau acht große, liegende Ovalfenster pro Seite zählst
- die Flügel große, weit geschwungene Winglets tragen
- im Tracking-Dienst GA8C als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Winglets kleiner wirken – dann ist eine G650 oder G650ER wahrscheinlicher
- du die Maschine nur frontal oder aus großer Entfernung siehst
- der Tracking-Dienst keinen Typ anzeigt, weil die Daten ausgeblendet sind
Es ist keine G800, wenn …
- du zehn Fenster pro Seite zählst – dann ist es eine G700
- du nur sieben Fenster pro Seite zählst – dann ist es eine G600, G500 oder G550
- du drei Triebwerke siehst – dann ist es eine Falcon
- der Rumpf deutlich länger mit vielen rundlichen Fenstern ist – dann ist es eine Global
Fazit
Die G800 ist Gulfstreams Antwort auf die Frage, wie weit ein Businessjet fliegen kann: G650-Rumpf, G700-Technik, 8.200 nautische Meilen laut Hersteller. Für Spotter ist sie eine schöne Herausforderung, weil sie der G650 zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer auf Winglets und Fensterzahl achtet und den Typcode GA8C kennt, macht trotzdem eine saubere Bestimmung. Und weil die Flotte noch jung ist, gehört jede G800 in deinem Hangar zu den besonderen Einträgen.
Kurzfazit
Acht große Ovalfenster wie bei der G650, aber die großen Winglets und Pearl-Triebwerke der G700: Das ist die Gulfstream G800. Filtere nach GA8C, plane Genf, Zürich und München ein und fotografiere die Flügelspitzen als Beweis.
Zusammenfassung
- Gulfstream stellte die G800 im Oktober 2021 vor, der Erstflug folgte im Juni 2022, die Zulassung durch FAA und EASA im April 2025.
- Sie verbindet den G650-Rumpf mit Flügel, Triebwerken und Cockpit der G700 und erreicht laut Hersteller 8.200 nm Reichweite.
- Von der G650 trennen sie die großen Winglets und die wuchtigeren Triebwerke, von der G700 die kürzere Kabine mit acht statt zehn Fenstern pro Seite.
- Gute Chancen hast du an Flughäfen mit viel Businessjet-Verkehr wie Genf, Zürich oder München; der sichere Filter in Tracking-Diensten ist GA8C.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Gulfstream G800?
Die G800 läuft unter GA8C. Damit gehört sie zur neuen Code-Familie der aktuellen Gulfstream-Generation: G500 als GA5C, G600 als GA6C und G700 als GA7C. Die G650 und G650ER erscheinen dagegen weiter als GLF6.
Was ist der Unterschied zwischen G800 und G650?
Rumpf und Kabine sind praktisch gleich lang, beide haben acht Ovalfenster pro Seite. Die G800 trägt aber den größeren Flügel der G700 mit markanten Winglets, die stärkeren Rolls-Royce-Pearl-700-Triebwerke und das Symmetry-Cockpit mit Sidesticks. Laut Gulfstream fliegt sie damit 8.200 nautische Meilen weit, die G650ER kommt auf 7.500.
Was ist der Unterschied zwischen G800 und G700?
Flügel, Triebwerke und Cockpit sind gleich. Die G700 hat aber einen rund drei Meter längeren Rumpf mit zehn statt acht Fenstern pro Seite. Die G800 ist kürzer und leichter und erreicht dadurch die größere Reichweite, die G700 bietet dafür mehr Kabinenraum.
Wie weit fliegt die G800?
Gulfstream gibt 8.200 nautische Meilen (rund 15.200 Kilometer) bei Mach 0,85 an, bei der schnelleren Reisegeschwindigkeit von Mach 0,90 sind es noch 7.000 nautische Meilen. Das sind theoretische Herstellerwerte unter Standardbedingungen; im Alltag hängt die Reichweite von Zuladung, Wind und Reserven ab.
Welche Triebwerke hat die G800?
Zwei Rolls-Royce Pearl 700 mit je 18.250 Pfund, also rund 81 Kilonewton Startschub. Laut Rolls-Royce liefert das Pearl 700 rund acht Prozent mehr Schub als das BR725 der G650 und verbraucht etwa fünf Prozent weniger Treibstoff. Es baut auf der BR700-Architektur auf, kombiniert sie aber mit einem neuen Kerntriebwerk.
Seit wann fliegt die G800?
Der Erstflug fand am 28. Juni 2022 statt. Nach dem Testprogramm erhielt der Typ im April 2025 die Zulassung von FAA und EASA, die erste Kundenmaschine wurde Ende August 2025 übergeben. Die Flotte ist also noch jung und wächst.
Wie unterscheide ich die G800 von der Global 7500?
Beide sind Ultra-Langstrecken-Jets mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk. Die Bombardier Global 7500 ist mit knapp 34 Metern aber deutlich länger und hat eine lange Reihe eher rundlicher Fenster. Die G800 wirkt kompakter, mit nur acht großen liegenden Ovalen pro Seite.
Wird die G800 noch gebaut?
Ja, die G800 ist Stand Oktober 2026 in Produktion und hat im Gulfstream-Programm den Platz der G650 übernommen, deren Fertigung 2025 endete. Wie viele Exemplare bereits ausgeliefert sind, veröffentlicht Gulfstream nicht typgenau – zähle sie also lieber selbst.
Gulfstream G800 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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Gulfstream aus Savannah in Georgia steht wie kaum ein anderer Name für den großen Businessjet. Von der Turboprop Gulfstream I über G550 und G650 bis zur G800 – hier erfährst du, wie die Familie gewachsen ist und wie du die Modelle am Vorfeld auseinanderhältst.
HerstellerRolls-Royce
Britischer Triebwerkshersteller mit über hundert Jahren Luftfahrtgeschichte: Die Trent-Familie treibt A330, A350, A380 und Boeing 787 an, die Business-Jet-Triebwerke kommen aus Dahlewitz bei Berlin. Für Spotter ist Rolls-Royce die Frage hinter der Frage – welcher Antrieb hängt eigentlich unter dem Flügel?
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
FlughafenFlughafen Zürich
Der größte Flughafen der Schweiz hat drei Pisten in drei Richtungen, ein Betriebskonzept, das mit Uhrzeit und Wetter wechselt, und ein offizielles Netz von Spotterpunkten rund um den Zaun. Wer die Konzepte kennt, steht in Zürich fast immer am richtigen Ort.
Wo du die Gulfstream G800 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Aussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
BesucherterrasseZuschauerterrasse B Flughafen Zürich
Auf dem Dach von Dock B stehst du mitten im Geschehen des größten Schweizer Flughafens: SWISS-Langstrecke, Rollverkehr direkt unter dir und schwere Starts auf der längsten Piste. Der wohl bekannteste legale Spotterplatz der Schweiz – mit Sicherheitskontrolle, Eintritt und klaren Regeln.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
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