Das Wichtigste in Kürze
- Das fliegende Radar der Flugzeugträger: Die E-2 überwacht den Luftraum rund um den Verband und lenkt die eigenen Jets.
- Unverwechselbar: Radarteller auf dem Rücken plus vier Seitenleitwerke – das gibt es in dieser Kombination nur bei der Hawkeye.
- E-2C und E-2D sehen sich sehr ähnlich: Die D hat ein neues Radar, ein modernes Cockpit und kann in der Luft betankt werden.
- Frankreich ist der einzige Betreiber außer der US Navy, der sie vom Träger fliegt: drei E-2C der Flottille 4F, Nachfolger E-2D bestellt.
- In Europa siehst du sie vor allem in der Bretagne rund um Lann-Bihoué sowie bei Übungen und Airshows.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die E-2 Hawkeye?
- 2.Vom Tracer zur Hawkeye: die Entstehung
- 3.Die Versionen im Überblick
- 4.So erkennst du die Hawkeye
- 5.Frankreich: die Hawkeyes der Flottille 4F
- 6.Die weiteren Betreiber weltweit
- 7.Wo du die Hawkeye in Europa siehst
- 8.Fototipps für die Hawkeye
- 9.Die Hawkeye im Trägerverbund
- 10.Hawkeye in Planetrack festhalten
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Grumman, seit 1994 Northrop Grumman |
|---|---|
| Rolle | Trägergestütztes Frühwarn- und Führungsflugzeug (AEW&C) |
| Erstflug Prototyp | 21. Oktober 1960 |
| Indienststellung | Januar 1964 (E-2A, US Navy) |
| Erstflug E-2D | August 2007 |
| Besatzung | 5 (zwei Piloten, drei Systemoperatoren) |
| Triebwerke | 2 × Allison/Rolls-Royce T56-Turboprop |
| Länge | rund 17,6 m |
| Spannweite | rund 24,6 m |
| Höhe | rund 5,6 m |
| Durchmesser Radarteller | rund 7,3 m |
| Max. Startgewicht | rund 26 t (E-2D) |
| Gebaute Exemplare | 313, davon 88 E-2D (Stand der Nachschlagewerke) |
| Betreiber (Auswahl) | US Navy, Frankreich, Japan, Taiwan, Ägypten |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Großer, flacher Radarteller (Rotodom) auf zwei Streben über dem hinteren Rumpf – das unverwechselbare Merkmal
- Vier Seitenleitwerke am breiten Höhenleitwerk statt eines einzelnen Seitenruders
- Zwei Turboprops in langen Gondeln unter dem geraden Hochdecker-Flügel
- Klappflügel, die am Boden nach hinten schwenken und sich längs an den Rumpf legen
- Fanghaken am Heck und robustes Fahrwerk für Katapultstart und Fanglandung
- Bei modernisierten Maschinen achtblättrige Propeller (NP2000), ältere zeigen vier Blätter
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein gedrungener Turboprop, zwei brummende Propeller, ein Leitwerk mit gleich vier Flossen – und obendrauf ein riesiger, flacher Teller, der aussieht, als hätte jemand eine Satellitenschüssel auf den Rücken geschraubt. Wer das einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Das ist die Grumman E-2 Hawkeye, das fliegende Radar der Flugzeugträger. Seit mehr als 60 Jahren überwacht sie den Luftraum rund um Trägerverbände, und in Europa fliegt sie bei der französischen Marine. Hier erfährst du, wie die Hawkeye entstand, wie du E-2C und E-2D auseinanderhältst und wo du sie zu sehen bekommst.
Hawkeye im Hangar
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Was ist die E-2 Hawkeye?
Die Hawkeye ist ein zweimotoriges, trägerfähiges Frühwarn- und Führungsflugzeug. Ihr Job: so weit wie möglich über den Horizont hinausschauen. Ein Schiffsradar sieht wegen der Erdkrümmung tief fliegende Ziele erst spät. Ein Radar in mehreren Kilometern Höhe dagegen erfasst Flugzeuge und Flugkörper viel früher. Die Hawkeye meldet, was sich nähert, verteilt die Lage an Schiffe und Jets und lenkt die eigenen Kampfflugzeuge zu ihren Zielen. In der Navy gilt sie deshalb als „Auge der Flotte“.
An Bord sitzen fünf Personen: vorn zwei Piloten, hinten im Rumpf drei Spezialisten an den Konsolen, die Radarbilder auswerten und den Luftraum koordinieren. Angetrieben wird sie von zwei T56-Turboprops, demselben Triebwerk-Grundtyp, der auch in der Lockheed C-130 Hercules steckt. Das tiefe, gleichmäßige Brummen hat ihr den Spitznamen „Hummer“ eingebracht.
Das Besondere: Die E-2 ist für das Leben auf dem Flugzeugträger gebaut. Sie startet per Katapult, landet mit Fanghaken in den Seilen und klappt ihre Flügel zusammen, damit sie im engen Hangardeck Platz findet. Größere landgestützte Frühwarnflugzeuge wie die Boeing E-3 Sentry können das nicht – dafür fliegen sie höher, länger und mit größerer Besatzung.
Vom Tracer zur Hawkeye: die Entstehung
In den 1950er-Jahren nutzte die US Navy für die Luftraumüberwachung die E-1 Tracer, ein kolbenmotorgetriebenes Flugzeug mit einem tropfenförmigen Radom über dem Rumpf. Mit schnelleren Jets und neuen Bedrohungen war sie bald überholt. Grumman, der traditionsreiche Marineflugzeugbauer aus Long Island, entwarf deshalb ein ganz neues Muster mit Turboprops, größerem Radar und vor allem einer leistungsfähigen Datenverarbeitung an Bord.
Der Prototyp flog am 21. Oktober 1960, im Januar 1964 begann der Dienst der ersten Serienversion E-2A bei der US Navy. Die Entwickler hatten harte Vorgaben: Gewicht, Länge und vor allem Höhe mussten zu den Trägern der Zeit passen. Daraus erklären sich Eigenheiten der Hawkeye – etwa die Klappflügel, die nach hinten schwenken und sich längs an den Rumpf legen, ohne den Radarteller zu berühren. Grumman nannte dieses Prinzip „Sto-Wing“.
Aus der Hawkeye entstand außerdem ein Transporter: die C-2 Greyhound, die über Jahrzehnte Post, Ersatzteile und Personal auf die Träger brachte. Sie nutzt Flügel und Triebwerke der E-2, hat aber einen dickeren Rumpf mit Heckrampe und keinen Radarteller. Bei der Navy übernimmt diese Rolle inzwischen die Bell Boeing V-22 Osprey in der Version CMV-22B.
1960 – Erstflug
Der Prototyp hebt im Oktober ab. Ab 1964 fliegt die E-2A bei der US Navy.
E-2B – neuer Rechner
Die meisten E-2A werden mit einem digitalen Computer zur E-2B umgerüstet.
1972 – E-2C
Die E-2C geht in Produktion und wird in mehreren Ausbaustufen bis zur Hawkeye 2000 weiterentwickelt.
2007/2014 – E-2D
Die Advanced Hawkeye fliegt im August 2007 erstmals und ist ab Oktober 2014 einsatzbereit.
Die Versionen im Überblick
Für Spotter sind heute vor allem zwei Versionen relevant: die E-2C und die E-2D. Die frühen Versionen A und B sind längst Geschichte.
E-2C und Hawkeye 2000
Die E-2C ist die Hawkeye, die über Jahrzehnte das Bild prägte. Sie bekam ein stärkeres Radar, neue Elektronik und wurde laufend modernisiert, etwa in den Stufen Group II und Group II Plus. Die letzte große Ausbaustufe heißt Hawkeye 2000. Sie bringt neue Rechner und Konsolen und kann nach Angaben der Nachschlagewerke über 2.000 Ziele gleichzeitig verfolgen. Genau diese Version fliegt bei der französischen Marine.
Ein sichtbares Upgrade betrifft die Propeller: Mit dem NP2000-System bekamen viele Hawkeyes acht Blätter statt vier. Die neuen Propeller laufen ruhiger, sind leichter zu warten und verändern den Look deutlich – auf Fotos zählst du am besten die Blätter. Auch bei den französischen Maschinen wurde nachgerüstet.
E-2D Advanced Hawkeye
Die E-2D sieht der E-2C zum Verwechseln ähnlich, ist innen aber ein neues Flugzeug. Herzstück ist das Radar AN/APY-9, das Lockheed Martin liefert. Es arbeitet im UHF-Band und schwenkt seinen Strahl zusätzlich elektronisch. So kann es einzelne Bereiche gezielt beobachten, ohne auf die nächste Umdrehung des Tellers zu warten. Northrop Grumman nennt mehr als 3.000 gleichzeitig verfolgbare Ziele. Dazu kommen ein Glascockpit und die Luftbetankung, die die Einsatzdauer verlängert – eine Fähigkeit, die die E-2C nicht hat.
Laut Hersteller sind rund 70 E-2D weltweit im Einsatz. Hauptkunde ist die US Navy, als Exportkunden folgten Japan und Frankreich.
| Merkmal | E-2C (Hawkeye 2000) | E-2D Advanced Hawkeye |
|---|---|---|
| Radar | mechanisch drehend | AN/APY-9, drehend plus elektronisch geschwenkt |
| Cockpit | konventionelle Instrumente | Glascockpit |
| Luftbetankung | nein | ja |
| Propeller | vier oder acht Blätter (nach Umrüstung) | acht Blätter |
| Betreiber (Auswahl) | Frankreich, Japan, Ägypten, Taiwan (als E-2K) | US Navy, Japan, Frankreich (bestellt) |
Praxis-Tipp: Version bestimmen
Von außen ist die Unterscheidung schwer. Achte auf eine Betankungssonde über dem Cockpit, die Propellerblätter und vor allem auf den Betreiber: Eine französische Hawkeye ist (Stand Oktober 2026) eine E-2C, bei der US Navy begegnet dir zunehmend die E-2D.
So erkennst du die Hawkeye
Die gute Nachricht: Die E-2 ist eines der am leichtesten zu bestimmenden Militärflugzeuge überhaupt. Der Radarteller ist schon auf große Entfernung zu sehen. Verwechslungen drohen am ehesten mit anderen Frühwarnflugzeugen, die ebenfalls einen Teller tragen – nur sind das in der Regel große Jets.
| Merkmal | E-2 Hawkeye | E-3 Sentry / E-767 | E-7 Wedgetail |
|---|---|---|---|
| Antrieb | 2 Turboprops | 4 bzw. 2 Strahltriebwerke | 2 Strahltriebwerke |
| Radar | runder Teller | runder Teller | flacher „Balken“ auf dem Rumpf |
| Leitwerk | vier Seitenflossen | eine Seitenflosse | eine Seitenflosse |
| Größe | kompakt, trägertauglich | Verkehrsflugzeug-Größe | Verkehrsflugzeug-Größe |
| Klappflügel | ja | nein | nein |
Die E-3 Sentry basiert auf der Boeing 707, die japanische Boeing E-767 auf der 767 – beide sind viel größer und haben Jets. Die E-7 Wedgetail trägt statt eines Tellers einen flachen Radarbalken. Und Frühwarnsysteme auf Basis der Saab 340 haben zwar Propeller, aber ebenfalls einen länglichen Balken statt eines Tellers. Einen umfassenden Überblick gibt der Guide AWACS, Seeaufklärer und Aufklärungsflugzeuge erkennen.
Es ist eine Hawkeye, wenn …
- ein runder Radarteller über einem Turboprop-Rumpf sitzt
- das Leitwerk vier Seitenflossen zeigt
- die Flügel am Boden nach hinten an den Rumpf geklappt sind
- ein Fanghaken am Heck zu sehen ist
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur einen gedrungenen Turboprop ohne Teller siehst – dann könnte es eine C-2 Greyhound sein
- du E-2C und E-2D unterscheiden willst
Es ist keine Hawkeye, wenn …
- der Teller auf einem Jet mit Pfeilflügeln sitzt (E-3, E-767)
- statt eines Tellers ein flacher Balken auf dem Rumpf liegt (E-7, Saab-Systeme)
- nur ein einzelnes Seitenleitwerk vorhanden ist
Frankreich: die Hawkeyes der Flottille 4F
Für Spotter in Europa ist die französische Hawkeye-Flotte die wichtigste. Die Marine nationale ist laut Nachschlagewerken neben der US Navy der einzige Betreiber, der die E-2 tatsächlich von einem Flugzeugträger aus einsetzt. Möglich macht das die Charles de Gaulle, der einzige Träger Europas mit Katapulten und Fangseilen für Flugzeuge dieser Größe.
Die französischen Maschinen gehören zur Flottille 4F, die im Jahr 2000 mit der Hawkeye neu aufgestellt wurde. Vorher hatte die Einheit von 1959 bis 1997 die Breguet Alizé geflogen. Heimat ist die Marinefliegerbasis Lann-Bihoué bei Lorient in der Bretagne. Die Flotte umfasst drei E-2C Hawkeye 2000; die ersten Maschinen kamen Ende der 1990er-Jahre zur Marine. Gemeinsam mit den Dassault Rafale M bilden sie das Rückgrat der Trägergruppe. Nach Angaben einschlägiger Quellen waren die französischen Hawkeyes unter anderem an Einsätzen über Afghanistan und Libyen beteiligt.
Der Nachfolger steht fest: Im September 2019 kündigte das französische Verteidigungsministerium den Kauf von drei E-2D Advanced Hawkeye an, im Dezember 2020 unterzeichnete Frankreich den Kaufvertrag mit der US-Regierung. Northrop Grumman begann im Dezember 2024 im Werk St. Augustine in Florida mit dem Bau der ersten französischen E-2D. Die erste Auslieferung ist für 2027 angekündigt. Bis dahin bleibt die E-2C im Dienst.
Zeitpläne können sich verschieben
Auslieferungstermine für Militärflugzeuge ändern sich häufig. Die Angaben hier entsprechen dem Stand Oktober 2026. Prüf aktuelle Meldungen, bevor du eine Tour gezielt auf die erste französische E-2D ausrichtest.
Spannend für dich: Lann-Bihoué teilt sich die Piste mit dem zivilen Flughafen Lorient-Bretagne Sud. Wenn du in der Region bist, lohnt sich ein Blick auf die Regeln – was in Frankreich beim Fotografieren an Flughäfen und Militäranlagen erlaubt ist, erklärt der Beitrag Fotografieren an französischen Flughäfen. Für Militärflugplätze allgemein hilft dir Militärflugplätze fotografieren: die Regeln.
Keine Hawkeye verpassen
Setz die E-2 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein passender Typ an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die weiteren Betreiber weltweit
Außerhalb der USA und Frankreichs fliegt die Hawkeye vor allem von Landbasen aus. Die Übersicht zeigt die belegten Betreiber, Zahlen nur dort, wo sie gesichert sind.
| Betreiber | Versionen | Hinweise |
|---|---|---|
| US Navy | E-2D, die die E-2C schrittweise ablöst | Hauptbetreiber, Staffeln auf allen Flugzeugträgern |
| Frankreich (Marine nationale) | 3 E-2C Hawkeye 2000, 3 E-2D bestellt | Flottille 4F, Lann-Bihoué und Charles de Gaulle |
| Japan (Luftselbstverteidigung) | E-2C und E-2D | im März 2023 laut Nachschlagewerken 10 E-2C und 6 E-2D, weitere bestellt |
| Taiwan | E-2K | vier E-2T zu E-2K umgerüstet, dazu zwei neue E-2K |
| Ägypten | E-2C | seit 1987 im Dienst, später ergänzt |
| Mexiko | E-2C | drei ehemals israelische Maschinen ab Anfang der 2000er-Jahre, aktueller Bestand unklar |
| Israel | E-2C | historisch, bis 1994 im Dienst |
| Singapur | E-2C | historisch, 2012 durch Frühwarnflugzeuge auf Gulfstream-Basis ersetzt |
Japan ist nach den USA der größte Hawkeye-Betreiber. Die E-2C kam dort ab 1987 in Misawa in Dienst, seit 2019 wird die Flotte mit E-2D ergänzt. Israel flog seine Hawkeyes von 1981 bis 1994; drei davon gingen später an Mexiko. Für Europa-Spotter sind diese Betreiber kaum relevant – es sei denn, du planst eine Reise nach Asien.
Wo du die Hawkeye in Europa siehst
Die Chancen sind überschaubar, aber nicht schlecht, wenn du weißt, wohin du schauen musst:
- Bretagne: Rund um Lann-Bihoué fliegen die französischen E-2C regelmäßig Trainingsflüge. Hier hast du die besten Chancen in ganz Europa.
- Trägerfahrten: Ist die Charles de Gaulle im Mittelmeer unterwegs, sind die Hawkeyes an Bord. Gelegentlich landen sie dann auch an Land, etwa bei Übungen.
- US-Trägerverbände: Kreuzt ein US-Flugzeugträger im Mittelmeer oder Atlantik, ist eine E-2D-Staffel dabei. Landgänge sind selten und kaum planbar.
- Airshows: Bei großen Shows wie dem Royal International Air Tattoo sind Marineflugzeuge mal dabei, mal nicht. Welche Veranstaltungen sich lohnen, zeigt Airshows in Europa für Planespotter.
Militärflüge fehlen in Tracking-Diensten oft oder erscheinen nur unvollständig. Wie du trotzdem den Überblick behältst, steht im Guide Militärflugzeuge online verfolgen. Für Seriennummern und Staffelzuordnungen lohnt ein Blick in Datenbanken wie Scramble; wie US-Navy-Kennungen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag US-Militärkennzeichen. Wer Frühwarnflugzeuge in Deutschland erleben will, kommt um die NATO-Flotte nicht herum – Tipps dazu im Beitrag NATO-Flugplatz Geilenkirchen.
Bereit für deine Hawkeye-Jagd?
- Ich weiß, ob die Charles de Gaulle gerade im Hafen oder auf See ist.
- Ich kenne die Regeln fürs Fotografieren an französischen Militäranlagen.
- Mein Standort liegt auf öffentlichem Grund und ist erlaubt.
- Ich habe eine lange Brennweite und eine Verschlusszeit eingeplant, die die Propeller nicht einfriert.
- Ich kann Hawkeye, E-3 und E-7 an Antrieb, Radar und Leitwerk unterscheiden.
Fototipps für die Hawkeye
Die Hawkeye ist ein dankbares Motiv, weil ihre Form so ungewöhnlich ist. Ein paar Kniffe helfen trotzdem:
Propeller nicht einfrieren
Mit sehr kurzen Verschlusszeiten stehen die Propeller still, als wäre das Flugzeug im Segelflug. Etwas längere Zeiten zeigen eine Propellerscheibe und wirken dynamischer.
Seitenansicht für den Teller
Von der Seite zeigst du Radarteller, Streben und alle vier Flossen auf einem Bild – die perfekte Belegaufnahme.
Klappflügel am Boden
Rollt die Hawkeye mit eingeklappten Flügeln, hast du ein Motiv, das es bei kaum einem anderen Typ gibt.
Licht planen
Graue Marineflugzeuge wirken im flachen Seitenlicht plastischer. Plan deinen Standort so, dass die Sonne hinter dir steht.
Für die Lichtplanung hilft dir der Leitfaden Sonnenstand planen für deinen Fotospot, für Shows die Tipps aus Airshows fotografieren.
Die Hawkeye im Trägerverbund
Auf einem Flugzeugträger arbeitet die Hawkeye nie allein. Bei der US Navy führt sie die F/A-18E/F Super Hornet und die F-35C, während die EA-18G Growler gegnerische Radare stört. Früher teilte sie sich das Deck mit der Grumman F-14 Tomcat, dem berühmtesten Jet aus demselben Haus. Bei der französischen Marine ist die Rafale M der Partner. An Land ergänzen Seefernaufklärer wie die Boeing P-8 Poseidon das Lagebild. Wie du die Kampfjets dieser Verbände unterscheidest, zeigt Kampfjets in Europa erkennen.
Hawkeye in Planetrack festhalten
Eine Hawkeye-Sichtung in Europa ist ein echter Fang. In Planetrack postest du sie mit Foto, Flugzeugtyp, Kennung, Betreiber, Flughafen und Spot und hast sie anschließend dauerhaft in deinem Hangar. Auf der Wunschliste notierst du, was dir noch fehlt – etwa die erste französische E-2D. Die Spot-Karte zeigt dir Anreise, bestes Licht und Community-Fotos, und in der Community teilst du deine Bilder, sammelst Likes und Kommentare oder tauschst dich im Chat mit anderen Militär-Spottern aus.
Fazit
Die E-2 Hawkeye ist ein Klassiker, der nicht altert. Seit 1964 fliegt sie von Flugzeugträgern, und mit der E-2D hat sie den Sprung in die Gegenwart geschafft. Für Spotter ist sie ein Traum: Radarteller, vier Seitenflossen und Klappflügel machen sie unverwechselbar. In Europa ist Frankreich der Schlüssel – die drei E-2C der Flottille 4F aus Lann-Bihoué, die demnächst von E-2D abgelöst werden.
Kurzfazit
Turboprop mit großem Radarteller, vier Seitenleitwerke, Klappflügel: Das ist die E-2 Hawkeye. Die E-2C und die E-2D unterscheiden sich vor allem innen. In Europa fliegt sie bei der französischen Marine von Lann-Bihoué und der Charles de Gaulle aus; drei E-2D sind bestellt, die erste ist für 2027 angekündigt.
Zusammenfassung
- Grumman entwickelte die E-2 Ende der 1950er-Jahre als Nachfolger der kolbenmotorgetriebenen E-1 Tracer; der Prototyp flog im Oktober 1960, ab 1964 war der Typ im Dienst.
- Die E-2C prägte über Jahrzehnte das Bild der Hawkeye, die E-2D Advanced Hawkeye mit neuem Radar ist seit 2014 einsatzbereit.
- Neben der US Navy fliegen Frankreich, Japan, Taiwan und Ägypten den Typ; Israel und Singapur haben ihre Hawkeyes ausgemustert.
- Die französische Marine setzt drei E-2C Hawkeye 2000 von Lann-Bihoué und vom Flugzeugträger Charles de Gaulle aus ein und ersetzt sie durch drei E-2D.
Häufige Fragen
Was macht die E-2 Hawkeye?
Die Hawkeye ist ein Frühwarn- und Führungsflugzeug. Mit dem großen Radar auf dem Rücken überwacht sie den Luftraum weit über den Horizont hinaus, erkennt anfliegende Flugzeuge und Flugkörper und leitet die eigenen Kampfjets. Im Englischen heißt das Airborne Early Warning and Control, kurz AEW&C. Daneben hilft sie bei Grenzüberwachung, Rettungseinsätzen und Katastrophenhilfe als fliegende Lagezentrale.
Was ist der Unterschied zwischen E-2C und E-2D?
Von außen kaum etwas: Zelle, Radarteller und Triebwerke ähneln sich stark. Die E-2D hat ein neues Radar mit elektronischer Strahlschwenkung (AN/APY-9), ein Glascockpit und die Möglichkeit zur Luftbetankung. Ein sichtbarer Hinweis kann die Betankungssonde über dem Cockpit sein, sofern sie montiert ist. Viele E-2C wurden zudem auf achtblättrige Propeller umgerüstet, die auch die E-2D trägt.
Warum hat die Hawkeye vier Seitenleitwerke?
Meist werden zwei Gründe genannt: Die E-2 musste in die Hangars der Flugzeugträger passen, deren lichte Höhe begrenzt ist – ein einzelnes, ausreichend großes Seitenleitwerk wäre zu hoch geworden. Außerdem stört der große Radarteller die Anströmung des Hecks, sodass mehrere Flossen für genug Richtungsstabilität sorgen.
Welche Länder fliegen die E-2?
Hauptbetreiber ist die US Navy. Dazu kommen Frankreich (Marine nationale), Japan (Luftselbstverteidigungsstreitkräfte), Taiwan und Ägypten. Mexiko übernahm Anfang der 2000er-Jahre drei ehemals israelische E-2C; wie viele davon noch fliegen, ist öffentlich nicht eindeutig belegt. Israel und Singapur haben den Typ ausgemustert.
Wo kann ich die Hawkeye in Europa sehen?
Am ehesten in der Bretagne: Die französischen E-2C sind auf der Marinefliegerbasis Lann-Bihoué bei Lorient stationiert. Außerdem tauchen sie bei Übungen, Trägerfahrten der Charles de Gaulle und gelegentlich bei Airshows auf. US-Navy-Hawkeyes kommen mit Trägerverbänden ins Mittelmeer oder in den Atlantik.
Warum heißt die E-2 „Hummer“?
Der Spitzname spielt auf das gleichmäßige Brummen der beiden Turboprops an. Unter Besatzungen und Spottern ist „Hummer“ seit Jahrzehnten gebräuchlich.
Hat die E-2 einen eigenen ICAO-Typcode?
Einen eindeutig belegten Code nennen wir hier bewusst nicht. Militärflugzeuge erscheinen in Tracking-Diensten oft mit Sammelbezeichnungen, unvollständig oder gar nicht. Bei der Hawkeye ist das Erkennen per Auge ohnehin einfach: Der Radarteller verrät sie sofort.
Grumman E-2 Hawkeye sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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