Das Wichtigste in Kürze
- Die E-767 ist ein Frühwarn- und Führungsflugzeug (AWACS), das Boeing für Japan auf Basis der 767-200ER gebaut hat.
- Nur vier Exemplare existieren, alle bei der japanischen Luftwaffe in Hamamatsu stationiert.
- Das Radar stammt aus der E-3 Sentry: Unter der rotierenden Schüssel arbeitet ein AN/APY-2.
- Schnellster Erkennungsweg: Radarschüssel auf dem Rücken plus nur zwei Triebwerke – die E-3 hat vier.
- Außerhalb Japans taucht die E-767 vor allem bei internationalen Übungen wie Red Flag Alaska oder Cope North auf.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing E-767?
- 2.Vorgeschichte: Warum Japan ein eigenes AWACS brauchte
- 3.Erstflug, Übergabe und Indienststellung
- 4.Technik: 767 trifft auf AWACS
- 5.Modernisierungen seit der Indienststellung
- 6.So erkennst du die E-767
- 7.E-767 und ihre Verwechslungskandidaten
- 8.Einsatz und Übungen
- 9.Wo du die E-767 siehst
- 10.Fototipps für Airshow und Zaun
- 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing (Basisflugzeug und Systemintegration) |
|---|---|
| Basis | Boeing 767-200ER, Werksbezeichnung 767-27C |
| Betreiber | Japan Air Self-Defense Force (JASDF), einziger Nutzer |
| Gebaute Maschinen | 4 |
| Erstflug | 4. Oktober 1994 (noch ohne Radarschüssel), mit Rotodom am 9. August 1996 |
| Übergabe | März 1998 (Maschinen 1 und 2) und Januar 1999 (Maschinen 3 und 4) |
| Heimatbasis | Hamamatsu Air Base (RJNH), Präfektur Shizuoka |
| Radar | Northrop Grumman AN/APY-2 (Puls-Doppler, 360 Grad) |
| Rotodom | rund 9,1 m Durchmesser, in der Mitte etwa 1,8 m dick |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF6-80C2, je rund 274 kN Schub |
| Länge | rund 48,5 m |
| Spannweite | rund 47,6 m |
| Höhe | rund 15,8 m |
| Max. Startgewicht | rund 175 t |
| Reichweite | rund 10.370 km (ohne Luftbetankung) |
| Status | aktiv bei der JASDF (Stand Oktober 2026) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- 767-Silhouette: zwei große Triebwerke unter den Flügeln, breiter, kurzer Rumpf, klassisches Leitwerk ohne Besonderheiten
- Große, flache Radarschüssel (Rotodom) auf zwei Streben über dem hinteren Rumpf
- Rumpf in einheitlichem Grau mit militärischer Bemalung
- Seitliche Kabinenfenster verschlossen – sichtbar bleiben im Wesentlichen nur Cockpit- und Notausgangsfenster
- Japanische Hoheitszeichen (roter Kreis, Hinomaru) und eine Seriennummer mit dem Muster x4-350x am Rumpf bzw. Leitwerk
- Kein Tankausleger unter dem Heck – das unterscheidet sie vom 767-Tanker KC-767
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein grauer Zweistrahler steigt über die Küste von Shizuoka, und auf seinem Rücken thront eine riesige, flache Scheibe: Das ist eine Boeing E-767, das fliegende Radar der japanischen Luftwaffe. Von diesem Typ gibt es weltweit nur vier Exemplare, alle in Hamamatsu zu Hause. Hier erfährst du, wie die E-767 entstanden ist, was sie technisch auszeichnet, wie du sie von E-3 Sentry, KC-767 und Co. unterscheidest und wo du realistische Chancen auf eine Sichtung hast.
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Was ist die Boeing E-767?
Die E-767 ist ein AWACS-Flugzeug – die Abkürzung steht für Airborne Warning and Control System. Solche Maschinen kreisen in großer Höhe, überwachen mit einem leistungsstarken Radar einen weiten Luftraum und führen eigene Jets an Ziele heran. Für Japan, ein Inselstaat mit langen Küsten und großen Seegebieten, ist diese Fähigkeit besonders wertvoll.
Technisch ist die E-767 eine Kombination aus zwei bekannten Boeing-Produkten: Das Flugzeug selbst ist eine Boeing 767-200ER, intern als 767-27C bezeichnet – „7C“ ist Boeings Kundencode für die japanische Luftselbstverteidigung. Das Radar- und Führungssystem stammt aus der E-3 Sentry, die auf der deutlich älteren 707 basiert. Mehr zum Hersteller selbst findest du auf der Seite zu Boeing.
Gebaut wurden nur vier Maschinen. Einziger Betreiber ist die Japan Air Self-Defense Force (JASDF), die alle vier auf der Hamamatsu Air Base stationiert hat. Damit gehört die E-767 zu den seltensten Großflugzeugen, die Boeing je ausgeliefert hat.
Vorgeschichte: Warum Japan ein eigenes AWACS brauchte
Den Anstoß gab ein Ereignis aus dem Kalten Krieg: Im September 1976 landete der sowjetische Pilot Viktor Belenko mit einer MiG-25 überraschend in Japan. Die Maschine war im Tiefflug lange unbemerkt geblieben – ein deutlicher Hinweis auf Lücken in der bodengestützten Radarüberwachung. Japan suchte daraufhin nach einem fliegenden Frühwarnsystem.
Zunächst wurde auch über die große E-3 nachgedacht, doch die Wahl fiel erst einmal auf die kleinere Grumman E-2C Hawkeye. Sie ging 1987 in Misawa in Dienst. Anfang der 1990er wuchs der Wunsch nach einer größeren Plattform mit mehr Reichweite, längerer Einsatzdauer und Platz für eine größere Missionsbesatzung. Eine E-3 auf der alten 707-Zelle kam dafür aber kaum noch infrage, weil die Fertigung dieses Musters zu Ende ging.
1992 schlug Boeing vor, das AWACS-System auf die 767 zu übertragen. Die japanische Verteidigungsbehörde stimmte zu und finanzierte je zwei Maschinen in den Haushaltsjahren 1993 und 1994. Für das erste Paar wurden rund 113,9 Milliarden Yen veranschlagt, für das zweite rund 108,1 Milliarden Yen. Zum Vergleich: Eine E-2C kostete damals etwa 8,6 Milliarden Yen.
Die Beschaffung lief in zwei Stufen. Zunächst kaufte das japanische Handelshaus Itochu die unveränderten 767-Flugzeuge, anschließend wurden sie von US- und japanischen Firmen im Rahmen eines US-Rüstungsexportverfahrens zum AWACS umgebaut.
Erstflug, Übergabe und Indienststellung
Ihren Erstflug absolvierte die erste E-767 am 4. Oktober 1994 in Everett, noch als „nackte“ 767 ohne Radarschüssel. Erst am 9. August 1996 flog eine Maschine mit dem kompletten Rotodom. Die ersten beiden Flugzeuge wurden im März 1998 übergeben, die beiden weiteren im Januar 1999.
Ab 1998 trafen die Maschinen in Hamamatsu ein, wo zunächst eine Erprobungseinheit die Einsatzreife prüfte. Für das deutlich schwerere Flugzeug mussten die Pisten der Basis verstärkt werden. Wann genau die E-767 als voll einsatzbereit galt, wird unterschiedlich angegeben: Japanische Quellen nennen eine Freigabe im März 1999, andere Darstellungen den Mai 2000.
Die vier Maschinen tragen die Seriennummern 64-3501, 64-3502, 74-3503 und 84-3504. Die erste Ziffer steht im japanischen System für das Jahr der Fertigstellung, die letzten drei Ziffern kennst du oft als große Zahl auf Rumpf oder Leitwerk (501 bis 504). Vor der Übergabe flogen die Maschinen mit zivilen US-Kennzeichen von N767JA bis N767JD.
Auch die Einheit änderte mehrfach ihren Namen. Seit 2014 heißt die E-767-Staffel 602. Staffel (602 Hikōtai) und gehört zum Frühwarnverband der JASDF, zu dem auch die E-2-Staffeln in Misawa und Naha zählen.
Technik: 767 trifft auf AWACS
Von außen ist die E-767 klar eine 767, im Inneren steckt aber ein komplett anderes Flugzeug. Die wichtigsten Punkte:
- Radar: Unter der Schüssel arbeitet ein AN/APY-2 von Northrop Grumman, ein dreidimensionales Puls-Doppler-Radar. In Einsatzhöhe erfasst es Ziele auf mehr als 320 Kilometer Entfernung, und zwar rundum.
- Rotodom: Die Schüssel misst rund 9,1 Meter im Durchmesser und ist in der Mitte etwa 1,8 Meter dick. Im Betrieb dreht sie sich etwa sechsmal pro Minute. Sie beherbergt auch die Antenne für die Freund-Feind-Kennung (IFF).
- Kabine: Gegenüber der E-3 bietet die 767 rund anderthalbmal so viel Bodenfläche und etwa das doppelte Volumen. Platz für Konsolen, Ruhebereiche und Systeme ist also reichlich vorhanden.
- Triebwerke und Strom: Zwei General Electric CF6-80C2 mit je rund 274 kN Schub. Weil Radar und Elektronik viel Energie brauchen, wurden die Generatoren von 90 auf 150 kW verstärkt.
- Fenster: Abgesehen vom Cockpit und den Notausgängen sind die seitlichen Rumpffenster verschlossen.
- Luftbetankung: Leitungen für eine Betankung in der Luft sind laut japanischen Quellen vorbereitet, der Anschluss selbst wurde aber aus Kostengründen nicht eingebaut.
Mit einer Reichweite von rund 10.370 Kilometern und Einsatzzeiten von etwa 13 Stunden in rund 550 Kilometern Entfernung von der Basis (ohne Luftbetankung) kann die E-767 sehr lange auf Station bleiben. Die Marschgeschwindigkeit liegt bei rund 850 km/h.
Praxis-Tipp für Fotos
Die Radarschüssel wirkt im Profil am eindrucksvollsten. Fotografierst du die E-767 frontal, verschwindet der Rotodom fast hinter dem Rumpf. Ein Standpunkt seitlich der Piste zeigt dir die typische Silhouette mit Schüssel und Streben am besten.
Modernisierungen seit der Indienststellung
Weil die E-767 das gleiche Radar wie die E-3 nutzt, folgt sie deren Modernisierungen mit etwas Abstand:
- Radar-Verbesserung (RSIP): Nach dem Vorbild des Radar System Improvement Program der E-3 erhielt Boeing im November 2006 einen Auftrag über rund 108 Millionen US-Dollar für Umrüstsätze aller vier Maschinen. Dazu gehörten ein neuer Radarrechner und verbesserte Empfindlichkeit. Abgeschlossen war die Umrüstung je nach Quelle um 2010 bis 2012.
- Großes Fähigkeits-Upgrade: Ab dem Haushaltsjahr 2013 lief ein Programm, ähnlich den späteren Modernisierungen der E-3 – mit neuem Zentralrechner und zusätzlichen Sensoren zur elektronischen Unterstützung. Eine US-Exportmitteilung von 2013 nannte dafür einen Gesamtwert von rund 950 Millionen US-Dollar.
- Missionsrechner: 2018 folgte ein weiterer US-Auftrag über rund 61 Millionen US-Dollar für den Einbau neuer Missionsrechner.
Von außen sieht man diese Arbeiten praktisch nicht. Für Spotter bleibt die E-767 deshalb über die Jahre fast unverändert – grau, mit großer Schüssel auf dem Rücken.
So erkennst du die E-767
Eine E-767 zu bestimmen ist einfach, sobald du eine Radarschüssel siehst. Drei Schritte reichen.
Rotodom bestätigen
Eine flache, runde Scheibe auf zwei Streben über dem hinteren Rumpf heißt: AWACS oder Frühwarnflugzeug. Jetzt geht es nur noch um die Plattform.
Triebwerke zählen
Zwei große Triebwerke unter den Flügeln und ein breiter Rumpf – das ist die 767-Plattform. Vier Triebwerke würden auf die E-3 deuten.
Hoheitszeichen prüfen
Der rote Kreis der japanischen Streitkräfte und eine Seriennummer zwischen 501 und 504 bestätigen die E-767 endgültig.
Allgemeine Tipps zum Erkennen von Frühwarn- und Aufklärungsflugzeugen findest du im Beitrag AWACS, Seeaufklärer und Aufklärungsflugzeuge erkennen. Wie du die zivile 767 von der ähnlichen 757 trennst, erklärt Boeing 757 und 767 unterscheiden.
E-767 und ihre Verwechslungskandidaten
Die E-767 teilt Plattform oder Radar mit mehreren Typen. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Frühwarnflugzeug oder 767-Ableger
Boeing E-767
Radarschüssel auf einem zweistrahligen Großraumrumpf gibt es nur bei der E-767. Japanische Hoheitszeichen bestätigen die Bestimmung.
Boeing E-3 Sentry
Gleiche Schüssel, aber vier Triebwerke am schlanken 707-Rumpf: Das ist die E-3, wie sie etwa die NATO in Geilenkirchen fliegt.
Boeing E-7 Wedgetail
Ein länglicher Radarbalken statt einer drehenden Schüssel auf einem 737-Rumpf zeigt die E-7, das jüngere Frühwarnflugzeug von Boeing.
KC-767 oder KC-46
767-Rumpf ohne Radar, dafür mit Tankausleger: ein Tankflugzeug, etwa die KC-767 – die Japan übrigens ebenfalls betreibt – oder die KC-46.
| Merkmal | E-767 | E-3 Sentry | E-7 Wedgetail | KC-767 |
|---|---|---|---|---|
| Basisflugzeug | 767-200ER | 707-320 | 737-700 | 767-200ER |
| Triebwerke | 2 | 4 | 2 | 2 |
| Radar | runde Schüssel | runde Schüssel | flacher Balken | keins |
| Tankausleger | nein | nein | nein | ja |
| Betreiber | nur Japan | u. a. USA, NATO, Frankreich | u. a. Australien | u. a. Japan, Italien |
Die größte Verwechslungsgefahr besteht mit der E-3 Sentry, weil die Radarschüssel nahezu identisch aussieht. Die Triebwerkszahl klärt das sofort. Die E-7 Wedgetail ist Boeings jüngeres Frühwarnflugzeug mit fest eingebautem, länglichem Radarbalken auf einer 737. Und die KC-767 sowie die KC-46 Pegasus teilen die 767-Plattform, tragen aber einen Tankausleger statt Radar.
Einsatz und Übungen
Die Hauptaufgabe der E-767 ist die Überwachung des japanischen Luftraums und der umliegenden Seegebiete. Zusammen mit bodengestützten Radaren und den E-2-Frühwarnflugzeugen erstellt sie ein Luftlagebild und unterstützt Abfangeinsätze der japanischen Kampfjets.
Außerhalb Japans zeigt sich die E-767 vor allem bei internationalen Übungen. Die 602. Staffel nahm 2001 und 2003 an der Übung Cope North teil, die im Pazifikraum stattfindet. Bei Red Flag Alaska war die E-767 unter anderem 2008, 2009, 2012, 2014 und 2015 dabei. Bei solchen Verlegungen landet sie auf US-Stützpunkten in Alaska oder Guam – für Spotter vor Ort eine der seltenen Gelegenheiten außerhalb Japans.
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Wo du die E-767 siehst
Die ehrliche Antwort: fast nur in Japan. Alle vier Maschinen sind auf der Hamamatsu Air Base (ICAO-Code RJNH) stationiert, rund fünf Kilometer nördlich der Stadt Hamamatsu in der Präfektur Shizuoka. Die Basis hat eine Piste mit rund 2.550 Metern Länge und ist zugleich Heimat von Ausbildungsstaffeln mit Kawasaki T-4.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Hamamatsu Air Base, Japan | hoch | Heimatbasis aller vier E-767 |
| Flugtage in Hamamatsu | gut | E-767 war dort etwa 2018 im Überflug zu sehen |
| US-Stützpunkte in Alaska und Guam | gelegentlich | Teilnahme an Übungen wie Red Flag Alaska und Cope North |
| Europa | sehr gering | keine regelmäßigen Einsätze bekannt |
Direkt an der Basis liegt das Hamamatsu Kōhōkan, ein Museum der JASDF, das seit 1999 zahlreiche Flugzeuge der japanischen Luftwaffe zeigt. Eine E-767 steht dort nicht, aber der Besuch lässt sich gut mit Spotting am Platz verbinden. Beim Flugtag der Basis war die E-767 zum Beispiel 2018 im Überflug zu sehen. Ob sie beim nächsten Mal wieder dabei ist, wann der Flugtag stattfindet und wie das Programm aussieht, prüfst du am besten kurzfristig auf den offiziellen Seiten.
Wenn du ohnehin nach Japan reist, kombinierst du Hamamatsu gut mit einem Spotting-Trip nach Tokio. Ideen dafür liefert Planespotting in Tokio, etwa die Aussichtsdecks am Flughafen Tokio-Haneda oder der Sakura no Yama in Narita. Hamamatsu liegt an der Shinkansen-Strecke zwischen Tokio und Nagoya und ist damit von beiden Städten aus gut erreichbar.
Fotografieren an Militärbasen
Militärische Anlagen unterliegen eigenen Regeln. Bleib auf öffentlichem Grund, respektiere Absperrungen und Hinweisschilder und informiere dich vorab über lokale Vorschriften. Allgemeine Hinweise gibt der Beitrag Militärflugplatz fotografieren: die Regeln.
Wer in Europa ein AWACS vor die Linse bekommen will, hat es deutlich leichter mit der E-3 der NATO: Der Spotterhügel Teveren am Flugplatz Geilenkirchen ist dafür die erste Adresse, Hintergründe stehen in Planespotting in Geilenkirchen. Wie du Militärverkehr live verfolgst und warum viele Maschinen nur zeitweise auf dem Radar erscheinen, zeigt Militärflugzeuge online verfolgen. Seriennummern und Einheiten militärischer Maschinen lassen sich zudem über Datenbanken wie Scramble nachschlagen.
Bereit für die E-767-Suche?
- Ich unterscheide eine Radarschüssel auf zwei Triebwerken (E-767) von einer auf vier (E-3).
- Ich kenne die Seriennummern 501 bis 504 der vier Maschinen.
- Ich habe Flugtag-Termine oder Übungen mit JASDF-Beteiligung geprüft.
- Ich kenne die Fotoregeln rund um Militärflugplätze.
Fototipps für Airshow und Zaun
Die E-767 ist kein schnelles Motiv, aber ein großes und markantes. Ein paar Punkte helfen:
- Seitenprofil suchen: Schüssel, Streben und 767-Rumpf wirken im Profil am besten. Ein Überflug parallel zur Zuschauerlinie auf einem Flugtag ist dafür ideal.
- Belichtung im Blick: Grauer Rumpf vor hellem Himmel wird schnell zu dunkel. Eine leichte Belichtungskorrektur nach oben hilft.
- Seriennummer festhalten: Bei nur vier Maschinen ist jede einzelne ein eigener Sammelpunkt. Achte darauf, dass die Nummer im Bild lesbar bleibt.
- Licht planen: Wann die Sonne zu deinem Standpunkt passt, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Wie du aus einem Flugtag das Maximum herausholst, steht in Airshows fotografieren.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die E-767, wenn …
- eine runde Radarschüssel auf einem zweistrahligen Großraumrumpf sitzt
- die Maschine grau lackiert ist und japanische Hoheitszeichen trägt
- eine Seriennummer zwischen 501 und 504 zu lesen ist
- du dich in oder nahe Hamamatsu befindest
Sieh genauer hin, wenn …
- du eine graue 767 ohne Schüssel siehst – dann könnte es eine japanische KC-767 sein
- die Maschine sehr weit weg ist und du die Triebwerke nicht zählen kannst
Es ist keine E-767, wenn …
- vier Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann ist es eine E-3
- ein länglicher Radarbalken statt einer Schüssel montiert ist – dann ist es eine E-7
- die Schüssel auf einem kleinen Propellerflugzeug sitzt – dann ist es eine E-2 Hawkeye
Fazit
Die E-767 ist ein Unikat: ein ziviler Langstrecken-Twin, auf den Boeing das bewährte AWACS-System der E-3 gesetzt hat – maßgeschneidert für ein einziges Land. Mit nur vier Exemplaren ist sie eine der größten Raritäten im Boeing-Programm, und weil sie fast ausschließlich über Japan fliegt, braucht es für eine Sichtung Planung und ein bisschen Reiselust.
Kurzfazit
Radarschüssel auf dem Rücken, zwei Triebwerke, graue Lackierung mit Hinomaru: Das ist die E-767. Wer sie sehen will, fährt nach Hamamatsu, besucht einen Flugtag der Basis oder verfolgt Übungen wie Red Flag Alaska.
Zusammenfassung
- Den Anstoß gab ein Vorfall von 1976, der Lücken in Japans Luftraumüberwachung offenlegte; erst kam die E-2C, Anfang der 1990er dann die Entscheidung für ein großes AWACS.
- Weil die 707-Plattform der E-3 ausgelaufen war, setzte Boeing das AWACS-System auf die 767. Erstflug war 1994, die Übergabe 1998 und 1999.
- Seitdem fliegen die vier Maschinen von Hamamatsu aus; Radar und Missionssysteme wurden in mehreren Programmen nach dem Vorbild der E-3 modernisiert.
- Wer eine E-767 sehen will, plant am besten Japan mit Hamamatsu ein oder verfolgt große Übungen, an denen die JASDF teilnimmt.
Häufige Fragen
Was ist die Boeing E-767?
Ein luftgestütztes Frühwarn- und Führungssystem, kurz AWACS. Boeing hat dafür das Radar- und Missionssystem der E-3 Sentry in eine 767-200ER eingebaut. Einziger Betreiber ist die japanische Luftselbstverteidigung (JASDF).
Wie viele E-767 gibt es?
Genau vier. Japan bestellte je zwei Maschinen in den Haushaltsjahren 1993 und 1994. Weitere Exemplare oder Exportkunden gab es nicht.
Wo ist die E-767 stationiert?
Alle vier Maschinen gehören zur 602. Staffel auf der Hamamatsu Air Base in der Präfektur Shizuoka, an der Strecke zwischen Tokio und Nagoya, deutlich näher an Nagoya. Für den Typ mussten dort sogar die Pisten verstärkt werden.
Wie unterscheide ich E-767 und E-3 Sentry?
Zähl die Triebwerke: Die E-767 hat zwei große Turbofans, die E-3 auf Basis der Boeing 707 hat vier. Außerdem ist der 767-Rumpf deutlich breiter und gedrungener als der schlanke 707-Rumpf. Die Radarschüssel sieht bei beiden fast gleich aus.
Kann die E-767 in der Luft betankt werden?
Nach japanischen Quellen wurden Leitungen für eine spätere Luftbetankung vorbereitet, den Betankungsanschluss selbst hat man aus Kostengründen aber weggelassen. Ohne Betankung kommt die E-767 laut gängigen Angaben auf rund 10.000 Kilometer Reichweite.
Unter welchem Typcode finde ich die E-767 im Flugradar?
Militärische Ableger ziviler Typen erscheinen in Tracking-Diensten oft unter dem Code des Basisflugzeugs oder einer eigenen Kennung – das ist nicht einheitlich. Verlässlicher ist die Suche über die japanische Seriennummer oder das Rufzeichen. Viele Militärflüge senden zudem nicht durchgehend ADS-B.
Kann ich die E-767 in Europa sehen?
Nur mit viel Glück. Die Maschinen operieren hauptsächlich über Japan und nehmen an Übungen im Pazifikraum und in Alaska teil. Für Europa sind uns keine regelmäßigen Besuche bekannt – realistischer ist ein Japan-Trip mit Abstecher nach Hamamatsu.
Boeing E-767 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Vier Triebwerke, ein schlanker 707-Rumpf und eine riesige Scheibe auf dem Rücken: Die E-3 Sentry ist das klassische AWACS-Flugzeug. Hier erfährst du, wer sie fliegt, wie du die Versionen unterscheidest und wo du sie in Europa am besten siehst.
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Eine graue 767 mit Tankausleger unter dem Heck: Die KC-767 ist Boeings erster Tanker auf 767-Basis. Nur neun Exemplare fliegen – in Italien, Japan und Kolumbien. So erkennst du sie und trennst sie von der KC-46.
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