Das Wichtigste in Kürze
- Die DA20 ist ein zweisitziger Composite-Trainer, abgeleitet vom Motorsegler HK36 Super Dimona und seit den 1990er-Jahren in Serie.
- Schnellster Erkennungsweg: T-Leitwerk, sehr gestreckte Flügel, große Glashaube und nur zwei Sitze.
- Zwei Motorwelten: Die Rotax-Versionen (DV20, DA20-A1, DA20-100, DA20i) sind in Europa verbreitet, die DA20-C1 mit Continental-Motor vor allem in Nordamerika.
- Neuauflage aus Österreich: Im Juni 2026 hat Diamond in Wiener Neustadt die ersten neu gebauten DA20i Katana ausgeliefert.
- Im Flugplan und in Tracking-Diensten erscheint die ganze Familie unter dem Code DV20.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Diamond Aircraft (ursprünglich HOAC), Wiener Neustadt; zeitweise zusätzlich Fertigung in London, Ontario (Kanada) |
|---|---|
| Rolle | Zweisitziges Schul- und Reiseflugzeug für Flugschulen, Vereine und Privathalter |
| ICAO-Typcode | DV20 |
| Erstflug | 1991 |
| Bauweise | Faserverbund, Tiefdecker mit T-Leitwerk, starres Bugradfahrwerk |
| Besatzung | 2, nebeneinander, Steuerung per Knüppel statt Horn |
| Triebwerk DA20i | 1 × Rotax 912 iSc3 Sport, 100 PS, Zweiblatt-Verstellpropeller von MT |
| Triebwerk DA20-C1 | 1 × Continental IO-240-B, 125 PS, Zweiblatt-Festpropeller von Sensenich |
| Länge | 7,15 m (DA20i) bzw. 7,24 m (DA20-C1) |
| Spannweite | rund 10,9 m |
| Höhe | 2,10 m (DA20i) bzw. 2,16 m (DA20-C1) |
| Max. Startgewicht | 800 kg |
| Max. Reisegeschwindigkeit (Herstellerangabe) | 226 km/h (DA20i) bzw. 240 km/h (DA20-C1) |
| Max. Reichweite (Herstellerangabe, ohne Reserve) | rund 1.300 km (DA20i) bzw. rund 985 km (DA20-C1) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk: Das Höhenruder sitzt oben auf der Seitenflosse – das Diamond-Markenzeichen
- Auffällig lange, schmale Flügel mit Segelflugzeug-Charakter an einem kleinen, schlanken Rumpf
- Große, tropfenförmige Glashaube, unter der zwei Personen nebeneinander sitzen
- Rumpf, der hinter der Kabine schnell zu einem dünnen Leitwerksträger ausläuft
- Starres Bugradfahrwerk, meist mit Radverkleidungen
- Zweiblattpropeller an einer kurzen Motornase; die C1-Version Evolution hat hinter der Haube keine Seitenfenster, die Eclipse schon
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner weißer Tiefdecker rollt zur Graspiste, die Flügel wirken fast zu lang für den zierlichen Rumpf, hinten sitzt das Höhenruder hoch oben auf der Seitenflosse, und unter einer großen Glashaube sind genau zwei Köpfe zu sehen: Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Diamond DA20 Katana. Hier erfährst du, wie aus einem Motorsegler ein weltweit verbreiteter Trainer wurde, wie du die Varianten auseinanderhältst und wo du sie am ehesten vor die Linse bekommst.
DV20 im Hangar sammeln
Mit Planetrack hältst du jede Katana-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flugplatz und Spot fest und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Diamond DA20 Katana?
Die DA20 ist ein zweisitziges Leichtflugzeug mit Kolbenmotor und einer Zelle aus Faserverbundwerkstoffen. Entwickelt wurde sie in Österreich bei dem Unternehmen, das heute als Diamond Aircraft bekannt ist und seinen Hauptsitz in Wiener Neustadt hat. Ihr Ursprung liegt in der Segelflug-Tradition des Herstellers: Die Katana basiert auf dem Motorsegler HK36 Super Dimona. Für die neue Aufgabe als reines Motorflugzeug wurde die Spannweite deutlich verkürzt – von rund 16,3 auf knapp 10,9 Meter.
Das Ergebnis ist ein Flugzeug, das ein bisschen nach Segelflieger aussieht und als gutmütig zu fliegen gilt – Diamond selbst wirbt mit „verzeihend“: lange, schlanke Flügel, wenig Gewicht und ein sparsamer Motor. Genau das macht die DA20 seit Jahrzehnten zu einem beliebten Schulflugzeug für die Ausbildung zur Privatpilotenlizenz PPL(A) und zur leichteren LAPL – wie sich beide unterscheiden, steht im Beitrag LAPL oder PPL.
Der Erstflug fand 1991 statt, die österreichische Zulassung folgte 1993, im selben Jahr zeigte sich die Katana auf dem Pariser Aerosalon. Um den nordamerikanischen Markt zu bedienen, baute Diamond ein eigenes Werk in London, Ontario. Die dort gefertigten Maschinen hießen DA20, die österreichischen DV20 – daher die zwei Bezeichnungen, die bis heute nebeneinander auftauchen. Aus dem Katana-Programm entstand später die viersitzige Diamond DA40, die DA20 ist damit gewissermaßen die Urmutter der heutigen Diamond-Kolbenflugzeuge.
Technik in Kürze
Diamond bietet die DA20 aktuell in zwei Ausführungen an, die sich vor allem beim Antrieb unterscheiden.
| Merkmal | DA20i Katana | DA20-C1 |
|---|---|---|
| Motor | Rotax 912 iSc3 Sport, 100 PS | Continental IO-240-B, 125 PS |
| Propeller | MT, zwei Blätter, verstellbar | Sensenich, zwei Blätter, fest |
| Kraftstoff | AvGas 100LL, Mogas ab ROZ 95, Super EN 228 | AvGas 100LL |
| Max. Reisegeschwindigkeit | 226 km/h | 240 km/h |
| Max. Reichweite (ohne Reserve) | rund 1.300 km | rund 985 km |
| Länge | 7,15 m | 7,24 m |
| Max. Startgewicht | 800 kg | 800 kg |
Quelle: technische Daten von Diamond Aircraft, Herstellerangaben unter Standardbedingungen.
Spannend für Technikfans ist der Unterschied in der Philosophie: Der Rotax-Vierzylinder ist ein kleiner Boxermotor mit flüssigkeitsgekühlten Zylinderköpfen und Untersetzungsgetriebe, der auch mit Autobenzin auskommt und sehr wenig verbraucht. Diamond nennt für die DA20i bei sparsamer Leistungseinstellung rund 11 Liter pro Stunde. Der Continental der C1 ist ein klassischer luftgekühlter Flugmotor, der mehr Leistung, aber auch mehr Verbrauch bringt. In Mitteleuropa, wo Kraftstoffpreise und Mogas-Verfügbarkeit eine Rolle spielen, haben sich die Rotax-Versionen durchgesetzt; die C1 ist vor allem in Nordamerika zu Hause.
Im Cockpit sitzen Pilot und Begleiter nebeneinander, gesteuert wird mit einem Steuerknüppel statt eines Horns – auch das ein Erbe der Segelflugzeuge. Die neuen DA20i kommen laut Diamond mit dem Glascockpit Garmin G500TXi, ältere Maschinen haben je nach Baujahr und Nachrüstung klassische Rundinstrumente oder frühere Glascockpit-Lösungen.
Hören statt sehen
Die Rotax-Katana klingt oft heller und weniger wuchtig als eine typische Cessna oder Piper mit klassischem luftgekühltem Flugmotor. Wenn auf einem kleinen Platz ein auffällig sanft brummender Trainer in die Platzrunde geht, lohnt der Blick zum T-Leitwerk.
Die DA20 im Feld erkennen
Auf einem Flugplatz voller Kleinflugzeuge brauchst du einen zweiten Blick. Diese drei Schritte führen dich zuverlässig zur Katana.
Leitwerk prüfen
Sitzt das Höhenruder oben auf der Seitenflosse, bist du schon fast bei Diamond. Cessna, Piper, Grob und Robin haben ein tief angesetztes Höhenleitwerk.
Flügel und Rumpf vergleichen
Die Flügel wirken im Verhältnis zum kleinen Rumpf sehr lang und schlank. Hinter der Kabine verjüngt sich der Rumpf rasch zu einem dünnen Leitwerksträger.
Sitze zählen
Zwei Sitze unter einer großen Glashaube heißen DA20. Siehst du dahinter eine zweite Sitzreihe mit großen Fenstern, ist es eine DA40.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen die Bestimmung. In Deutschland tragen einmotorige Flugzeuge dieser Gewichtsklasse D-E-Kennzeichen – die Systematik erklärt der Beitrag zu deutschen Luftfahrzeugkennzeichen. In Österreich sind viele Katanas als OE- registriert, Hintergründe dazu findest du bei den österreichischen OE-Kennzeichen, für die Schweiz bei den HB-Kennzeichen.
Varianten im Überblick
Über die Jahre ist die Katana-Familie gewachsen. Für Spotter ist vor allem die Trennung zwischen Rotax- und Continental-Versionen sowie zwischen den C1-Ausführungen interessant.
| Variante | Motor | Merkmale |
|---|---|---|
| DV20 Katana | Rotax 912, 80 PS | Erste Serie aus Österreich, zugelassen 1993 |
| DA20-A1 Katana | Rotax 912, 80 PS | Bau in Kanada ab Mitte der 1990er |
| DA20-100 Katana 100 | Rotax 912 S, 100 PS | Überarbeitete, stärker motorisierte Version für Europa |
| DA20-C1 Evolution | Continental IO-240, 125 PS | Schulversion ohne hintere Seitenfenster |
| DA20-C1 Eclipse | Continental IO-240, 125 PS | Besser ausgestattete Privatversion mit hinteren Fenstern |
| DA20-C1 Falcon | Continental IO-240, 125 PS | Auswahltrainer für militärische Programme |
| DA20i Katana | Rotax 912 iSc3 Sport, 100 PS | Neubau aus Wiener Neustadt, Glascockpit, Auslieferung seit 2026 |
Die C1 lief laut Übersichtswerken ab 1998 im kanadischen Werk vom Band, die Fertigung der A1 endete dagegen spätestens um 2010. Wichtig für die Bestimmung: Die Unterschiede zwischen A1, DV20 und DA20-100 siehst du von außen kaum. Hier helfen nur das Kennzeichen und ein Blick ins Register.
Die Neuauflage: DA20i aus Wiener Neustadt
Lange war die Katana vor allem ein Gebrauchtflugzeug in Europa – die Maschinen fliegen, aber neue kamen kaum dazu. Das hat sich 2026 geändert. Am 26. Juni 2026 übergab Diamond am Hauptsitz in Wiener Neustadt die ersten beiden neu gebauten DA20i Katana an die AELO Swiss Academy aus Locarno. Die Flugschule setzt bereits DA40 und DA42 ein und ergänzt ihre Flotte nun um den Zweisitzer. Laut Diamond ist das der erste Schritt eines Vertrags über mehrere Flugzeuge, der im Oktober 2025 bekanntgegeben wurde; weitere Auslieferungen sind angekündigt.
Für Spotter in der Schweiz und im Tessin heißt das: Neu lackierte Katanas mit HB-Kennzeichen sind in nächster Zeit ein realistischer Fund. Wie viele Maschinen tatsächlich hinzukommen und wo sie stationiert werden, prüfst du am besten vor einer Tour aktuell.
Stand Oktober 2026
Flotten von Flugschulen ändern sich schnell: Maschinen werden verkauft, umregistriert oder an andere Plätze verlegt. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern schau ins Luftfahrzeugregister oder in aktuelle Spotter-Logs.
Militärische und zivile Nutzer
Den größten Teil der Flotte stellen Flugschulen, Vereine und Privathalter. Gerade in der Grundausbildung ist die DA20 beliebt, weil sie günstig im Betrieb ist und die Ausbildung auf modernen Verbundwerkstoff-Flugzeugen ermöglicht. Ein großer Betreiber ist laut Übersichtswerken etwa das Moncton Flight College in Kanada mit einer umfangreichen Flotte von DA20-C1 Eclipse.
Auch Streitkräfte nutzen die Katana, meist als Flugzeug für die Pilotenauswahl und die ersten Flugstunden. Übersichtswerke nennen die Luftstreitkräfte von Ecuador und Polen. In den USA flog die DA20-C1 Falcon über Jahre im Auswahlprogramm der US Air Force Academy, Übersichtswerke nennen zudem die erste Flugausbildung der US Air Force bei einem zivilen Vertragspartner in Pueblo, Colorado. Welche dieser Programme im Oktober 2026 noch auf die Katana setzen, ist von außen schwer zu überblicken – prüf den aktuellen Stand vor einer Reise.
Keine Katana mehr verpassen
Setz die DA20 auf deine Wunschliste, poste deine Bilder mit Kennzeichen, Flugplatz und Spot und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein gesuchter Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die DA20 antriffst
Die Katana ist kein Flugzeug für die Besucherterrasse eines großen Drehkreuzes. Du findest sie an Verkehrslandeplätzen und Sonderlandeplätzen, wo Flugschulen und Vereine ihre Platzrunden drehen. Wie du solche Plätze auf Karten aufspürst, erklärt der Guide kleine Flugplätze finden.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Verkehrslandeplätze mit Flugschulen | mittel bis hoch | Klassisches Einsatzgebiet in der PPL- und LAPL-Ausbildung |
| Wiener Neustadt | mittel | Hauptsitz und Werk von Diamond, dazu Ausbildungsbetrieb |
| Locarno (Tessin) | mittel, steigend | Neue DA20i der AELO Swiss Academy |
| Flugplatzfeste und Fly-ins | mittel | Vereinsmaschinen in der statischen Ausstellung |
| Große Verkehrsflughäfen | niedrig | Kleinflugzeuge sind dort selten oder nur zu Randzeiten unterwegs |
In Österreich bietet sich eine Kombination an: ein Besuch in Wiener Neustadt, wo Diamond seine Flugzeuge baut, und ein Abstecher ins Flugmuseum Aviaticum Wiener Neustadt. Wer danach noch Linienverkehr sehen will, fährt weiter zum Flughafen Wien – Tipps für die Spots dort sammelt der Guide Planespotting in Wien-Schwechat.
In Deutschland sind die Wochenenden mit gutem Flugwetter die beste Zeit, und die Saison der Flugplatzfeste bietet die Chance, Katanas aus nächster Nähe zu sehen. Große Messen wie die AERO Friedrichshafen sind ideal, um aktuelle Diamond-Modelle nebeneinander zu vergleichen – ob eine DA20 ausgestellt ist, verrät das jeweilige Programm.
Kleine Plätze: Regeln beachten
Auf Vereinsplätzen ist das Vorfeld kein öffentlicher Bereich. Frag im Zweifel im Turm oder im Vereinsheim nach, bleib hinter Zäunen und halte Abstand zu laufenden Propellern.
Verwechslungsgefahr: DA20, DA40, G 115 und Cessna 152
Kleine Trainer sehen sich auf den ersten Blick ähnlich. Der Finder hilft dir, die Katana von den häufigsten Doppelgängern zu trennen.
Schnellbestimmung: kleiner Trainer
Diamond DA20 Katana
T-Leitwerk, zwei Sitze und gestreckte Flügel sind das Katana-Bild. Achte auf hintere Seitenfenster: Bei einer C1 deuten sie auf die Eclipse hin.
Diamond DA40
Vier Sitze und große Fenster hinter der Haube sprechen für die größere Schwester. Das T-Leitwerk ist dasselbe Diamond-Markenzeichen.
Grob G 115
Tiefes Leitwerk und kompakter Rumpf mit zwei Sitzen nebeneinander deuten auf den Trainer aus dem Allgäu.
Cessna 152 oder 150
Ein Hochdecker mit Flügelstreben scheidet als Katana sofort aus – das ist sehr wahrscheinlich eine kleine Cessna.
Die Grob G 115 ist der naheliegendste Doppelgänger: ebenfalls Verbundbauweise, zwei Sitze nebeneinander, starres Fahrwerk. Ihr Höhenleitwerk sitzt aber tief am Rumpf, und die Flügel wirken kürzer. Die Cessna 152 und die Cessna 150 sind als Hochdecker mit Streben schon von Weitem anders. Die Robin DR400 erkennst du an den Knickflügeln mit hochgestellten Außenteilen, die Piper PA-28 an ihrem breiteren Rumpf mit vier Sitzen und Tür auf der rechten Seite.
Innerhalb der Diamond-Familie trennst du über Sitzzahl und Motoren: Die DA40 hat vier Sitze, die DA42 Twin Star und die DA62 haben zwei Motoren an den Flügeln. Wer einen Überblick über Kleinflugzeuge im Allgemeinen sucht, findet ihn im Beitrag Kleinflugzeuge erkennen. Ein weiteres modernes Composite-Flugzeug mit tiefem Leitwerk und vier Sitzen ist die Cirrus SR20.
Es spricht für die DA20, wenn …
- ein kleiner Tiefdecker ein T-Leitwerk hat
- unter der Glashaube genau zwei Sitze nebeneinander liegen
- die Flügel im Verhältnis zum Rumpf auffällig lang wirken
- im Tracking-Dienst DV20 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die Silhouette von unten siehst
- hinter der Haube Fenster zu sehen sind – dann kann es eine Eclipse oder eine DA40 sein
- du nicht erkennst, ob ein oder zwei Motoren laufen
Es ist keine DA20, wenn …
- das Höhenleitwerk tief am Rumpf sitzt
- die Flügel oben am Rumpf angesetzt sind
- vier Sitze oder zwei Motoren zu sehen sind
- das Fahrwerk im Flug einfährt
Fototipps für kleine Trainer
Die Katana ist klein, leicht und in der Platzrunde schnell wieder weg. Ein paar Kniffe helfen dir zu besseren Bildern.
Propeller zeigen
Mit einer längeren Belichtungszeit verwischt der Zweiblattpropeller zur Scheibe, das Bild wirkt dynamisch. Wie du die richtige Zeit findest, erklärt der Guide Propeller fotografieren.
Platzrunde beobachten
Schulflugzeuge drehen oft Runde um Runde. Schau dir die ersten Durchgänge an und wähle dann den Standpunkt für den Endanflug gezielt.
Flügel ganz ins Bild
Die gestreckten Flügel sind das Erkennungsmerkmal. Lass im Ausschnitt genug Platz, damit beide Spitzen vollständig drauf sind.
Licht für die Haube
Die große Glashaube spiegelt stark. Mit der Sonne im Rücken und eher flachem Licht siehst du die Insassen und vermeidest grelle Reflexe.
Wann das Licht an deinem Platz passt, kannst du vorab berechnen – wie das geht, zeigt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Mehr Grundlagen für die Fotografie auf kleinen Plätzen findest du im Beitrag General Aviation spotten.
Fazit
Die DA20 Katana ist kein Glamour-Flugzeug, aber eines mit klarer Handschrift: Aus einem österreichischen Motorsegler wurde ein sparsamer, gutmütiger Trainer, der über drei Jahrzehnte Pilotinnen und Piloten in die Luft gebracht hat und mit der DA20i nun neu gebaut wird. Für Spotter ist sie ein typischer Fund an kleinen Plätzen und der perfekte Einstieg in die Diamond-Familie.
Kurzfazit
T-Leitwerk, lange Segelflugzeug-Flügel, zwei Sitze unter einer großen Haube: Das ist die Diamond DA20 Katana. Gezielt suchst du nach dem Code DV20 und an Plätzen mit Flugschulbetrieb – in Österreich und im Tessin mit wachsender Chance auf neue DA20i.
Zusammenfassung
- Die Katana flog erstmals 1991, erhielt 1993 ihre österreichische Zulassung und wurde ab Mitte der 1990er zusätzlich in Kanada gebaut.
- Aus dem Programm entstand die viersitzige DA40 – die DA20 ist damit der Startpunkt der heutigen Diamond-Kolbenflugzeuge.
- Laut Hersteller fliegen weltweit mehr als 1.300 Exemplare der DA20-Familie, vor allem bei Flugschulen, Vereinen und Privathaltern.
- Von Grob G 115, Cessna 152 und DA40 trennst du sie über Leitwerk, Flügelposition und Sitzzahl.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Diamond DA20?
Die Familie läuft unter DV20 – auch die in Kanada gebauten DA20-A1 und DA20-C1. Damit findest du die Maschinen in Tracking-Diensten, sofern sie einen Transponder mit ADS-B-Ausgabe haben. Viele Kleinflugzeuge sind dort allerdings nur lückenhaft oder gar nicht zu sehen.
Was ist der Unterschied zwischen DV20 und DA20?
DV20 war die Bezeichnung der in Österreich gebauten Katana. Für die Serie aus dem kanadischen Werk in London, Ontario, verwendete Diamond die Bezeichnung DA20. Technisch sind die frühen Versionen eng verwandt, die DA20-C1 bekam dann einen stärkeren Continental-Motor.
Was bedeuten Eclipse und Evolution?
Beides sind Ausführungen der DA20-C1 mit 125 PS. Die Evolution ist die schlicht ausgestattete Schulversion ohne hintere Seitenfenster, die Eclipse die besser ausgestattete Privatversion mit Fenstern hinter der Haube. Daran kannst du die beiden auch von außen unterscheiden.
Was ist die DA20i?
Die aktuelle europäische Version mit dem einspritzenden Rotax 912 iSc3 Sport (100 PS), einem Zweiblatt-Verstellpropeller und dem Glascockpit Garmin G500TXi. Die ersten beiden Neubauten übergab Diamond am 26. Juni 2026 in Wiener Neustadt an die AELO Swiss Academy aus Locarno.
Wie unterscheide ich DA20 und DA40?
Die DA40 ist größer, hat vier Sitze und dahinter deutlich größere Seitenfenster; der Rumpf wirkt dadurch voller und länger. Die DA20 hat nur zwei Sitze unter einer Haube, hinter der der Rumpf sofort schmal wird. Das T-Leitwerk haben beide.
Welchen Kraftstoff tankt die Katana?
Die Rotax-Versionen sind flexibel: Für die DA20i nennt Diamond AvGas 100LL, Mogas ab ROZ 95 und Super nach EN 228. Die DA20-C1 mit Continental-Motor braucht laut Hersteller AvGas 100LL.
Wird die DA20 militärisch genutzt?
Ja, vor allem als Auswahl- und Grundschulflugzeug. Übersichtswerke nennen unter anderem die Luftstreitkräfte von Ecuador und Polen. In den USA flog die DA20-C1 Falcon über Jahre in Programmen zur Pilotenauswahl der US Air Force, betrieben von zivilen Vertragsfirmen.
Diamond DA20 Katana sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Diamond DA40 Diamond Star
T-Leitwerk, lange schlanke Flügel, eine große Plexiglashaube und ein glatter Kunststoffrumpf: Die Diamond DA40 ist das moderne Schul- und Reiseflugzeug aus Wiener Neustadt. So erkennst du sie und ihre Diesel-Versionen.
GADiamond DA42 Twin Star
Langer, schlanker Flügel, T-Leitwerk, glatter Verbundrumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA42 Twin Star aus Wiener Neustadt ist einer der wichtigsten Mehrmotor-Trainer der Welt – und als MPP auch ein fliegender Sensorträger.
GADiamond DA62
Lange Kabine, T-Leitwerk, Kohlefaser-Rumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA62 ist das Reiseflugzeug-Flaggschiff aus Wiener Neustadt – und als MPP eine Sensorplattform für Behörden, Feuerwehr und Vermessung.
MilitärGrob G 115
Kleiner Tiefdecker aus Faserverbund, starres Bugradfahrwerk mit Radverkleidungen, Pilot und Schüler nebeneinander: Die Grob G 115 aus dem Unterallgäu hat als Tutor T1 Generationen britischer Militärpiloten in die Luft gebracht. So erkennst du sie und ihre Varianten.
GACessna 152
Zwei Sitze, Flügel oben, Strebe, starres Bugrad: Die Cessna 152 ist eines der bekanntesten Schulflugzeuge der Welt. So erkennst du sie, trennst sie von der 150 und findest sie am Flugplatz.
GACirrus SR20
Glatte Verbundzelle, Tiefdecker ohne Streben, starres Fahrwerk und ein Fallschirm für das ganze Flugzeug: Die Cirrus SR20 hat die Reiseflugzeug-Klasse neu definiert. So erkennst du sie und grenzt sie von der SR22 ab.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Diamond Aircraft
Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt baut Kleinflugzeuge aus Verbundwerkstoff – vom Zweisitzer DA20 Katana über die Schulflugzeuge DA40 und DA42 bis zur siebensitzigen DA62. Schlanke Segelflieger-Flügel, T-Leitwerk und Kerosin-Diesel machen die Familie an jedem Flugplatz unverwechselbar.
MuseumFlugmuseum Aviaticum Wiener Neustadt
Am Flugplatz Wiener Neustadt/Ost, wo 1909 die ersten Hangars entstanden und Igo Etrich seine Flugzeuge erprobte, erzählt das Aviaticum österreichische Luftfahrtgeschichte: von Ballon und Etrich Taube über historische Segelflugzeuge bis zur liebevoll wiederaufgebauten Me 109 G-6 und einer großen Triebwerkssammlung.
FlughafenFlughafen Wien-Schwechat
Größter Flughafen Österreichs und Drehkreuz von Austrian Airlines: zwei sich kreuzende Pisten, ein Terminal 3 im Umbau, starker Low-Cost-Verkehr – und seit dem Aus der Besucherterrasse ein Spotterhügel als wichtigster legaler Standpunkt.
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