Cessna 152

Zwei Sitze, Flügel oben, Strebe, starres Bugrad: Die Cessna 152 ist eines der bekanntesten Schulflugzeuge der Welt. So erkennst du sie, trennst sie von der 150 und findest sie am Flugplatz.

Auch bekannt als: C152 · Cessna 152 II · Reims-Cessna F152 · A152 Aerobat · FA152 Aerobat

USACessnaAllgemeine LuftfahrtICAO-Typcode: C15212 Min. Lesezeit

C152

ICAO-Typcode

1977–1985

Bauzeit

7.584

gebaute Exemplare

2

Sitzplätze

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Cessna 152 ist ein zweisitziges Schulflugzeug, gebaut von 1977 bis 1985 in 7.584 Exemplaren.
  • Sie löste die Cessna 150 ab – mit Lycoming-O-235-Motor, höherem Startgewicht, maximal 30 statt 40 Grad Klappen und 28-Volt-Bordnetz.
  • Von außen ist sie der 150 sehr ähnlich: Sicher trennst du beide über Kennzeichen und Register, nicht über die Silhouette.
  • Flugschulen schätzen sie wegen niedriger Betriebskosten, Robustheit und gutmütiger Flugeigenschaften – deshalb fliegen viele Exemplare bis heute.
  • Zum Spotten gehst du an Verkehrs- und Sonderlandeplätze mit Flugschule; in Deutschland trägt sie Kennzeichen der Gruppe D-E.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Cessna 152?
  2. 2.Cessna 152 und Cessna 150: Was ist eigentlich anders?
  3. 3.So erkennst du die Cessna 152
  4. 4.Varianten der Cessna 152
  5. 5.Warum Flugschulen die 152 lieben
  6. 6.Wo du die Cessna 152 antriffst
  7. 7.Cessna 152 oder doch etwas anderes?
  8. 8.Fototipps für die Cessna 152
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerCessna Aircraft Company, Wichita (Kansas); Lizenzbau bei Reims Aviation in Frankreich
ICAO-TypcodeC152
Markteinführung1977 als Modelljahr 1978, Nachfolger der Cessna 150
Produktion1977 bis 1985
Gebaute Exemplare7.584 insgesamt, inklusive Reims-Maschinen und Aerobat-Versionen
Triebwerk1 × Lycoming O-235, Vierzylinder-Boxer, 110 PS (ab 1983 O-235-N2C mit 108 PS)
Propellerzwei Blätter, feste Steigung (McCauley oder Sensenich)
Länge7,34 m
Spannweiterund 10,1 m
Höhe2,59 m
Sitzplätze2 (Pilot und ein Passagier bzw. Fluglehrer und Schüler)
Max. Startgewicht757 kg (1.670 lb)
Reisegeschwindigkeitrund 107 Knoten (knapp 200 km/h)
Überziehgeschwindigkeit43 Knoten mit ausgefahrenen Klappen
Reichweiterund 415 nautische Meilen (etwa 770 km) mit Standardtanks
Dienstgipfelhöhe14.700 ft (rund 4.480 m)
Bordnetz28 Volt Gleichstrom

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Hochdecker mit einer schrägen Strebe pro Flügel – das klassische Cessna-Bild im Kleinformat
  • Kurze, schmale Kabine mit nur einer Reihe großer Türfenster und einem kleinen Heckfenster dahinter
  • Starres Bugradfahrwerk mit Federstahl-Hauptbeinen, häufig ohne Radverkleidungen im Schulbetrieb
  • Gepfeiltes Seitenleitwerk und Zweiblattpropeller in der Nase
  • Rund 7,3 m lang und etwa 10 m Spannweite – spürbar kleiner als eine Cessna 172
  • Aerobat-Versionen tragen oft ein auffälliges Schachbrettmuster und Dachfenster

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleines weißes Flugzeug setzt auf, rollt ein paar Meter, gibt wieder Gas und hebt erneut ab: Touch-and-go im Schulbetrieb. Der Flügel sitzt oben, eine Strebe hält ihn, und die Kabine wirkt so knapp, dass gerade zwei Menschen nebeneinander hineinpassen. Sehr wahrscheinlich hast du eine Cessna 152 vor dir – das Flugzeug, in dem weltweit unzählige Pilotinnen und Piloten ihre ersten Stunden geflogen sind. Hier erfährst du, wie du sie bestimmst, was sie von der Cessna 150 unterscheidet und warum sie an Flugschulen bis heute so verbreitet ist.

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Was ist die Cessna 152?

Die Cessna 152 ist ein zweisitziges, einmotoriges Leichtflugzeug in Hochdeckerbauweise mit starrem Bugradfahrwerk. Gebaut wurde sie für genau einen Hauptzweck: die Pilotenausbildung. Fluglehrer und Schüler sitzen nebeneinander, fast alle Maschinen haben Doppelsteuer, und die Flugeigenschaften gelten als gutmütig und berechenbar. Daneben nutzen Privatpiloten die 152 als günstiges Flugzeug für Stundenaufbau und kurze Ausflüge.

Hinter dem Typ steht die Cessna Aircraft Company aus Wichita in Kansas, heute Teil von Textron Aviation. Die meisten 152 entstanden im Stammwerk in Wichita, ein Teil wurde in Lizenz bei Reims Aviation in Frankreich gebaut. Cessna stellte die 152 im Jahr 1977 als Modelljahr 1978 vor. Sie ersetzte die äußerst erfolgreiche Cessna 150, die seit Ende der 1950er-Jahre in Serie lief.

Der Zeitpunkt war kein Zufall: Fast gleichzeitig brachten Piper mit der Tomahawk und Beechcraft mit der Skipper eigene Zweisitzer für den Schulmarkt heraus. Cessna antwortete nicht mit einer Neukonstruktion, sondern mit einer gründlich überarbeiteten 150 – ein Ansatz, der sich bewährte. Bis zum Produktionsende 1985 entstanden 7.584 Exemplare, inklusive der Reims-Maschinen und der kunstflugtauglichen Versionen.

C152ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
7.584gebaute Exemplare von 1977 bis 1985
110 PSLeistung des Lycoming O-235 in der Standardversion

Cessna 152 und Cessna 150: Was ist eigentlich anders?

Das ist die Frage, die Spotter und Flugschüler am häufigsten stellen. Die ehrliche Antwort: Von außen fast nichts, unter der Haube und im Handbuch dagegen einiges. Cessna hat Rumpf, Flügel und Grundform der späten 150 weitgehend übernommen und an den Stellen nachgebessert, die im Schulbetrieb Geld und Nerven kosteten.

Merkmal Cessna 150 (späte Baujahre) Cessna 152
Bauzeit 1958 bis 1977 1977 bis 1985
Motor Continental O-200, 100 PS Lycoming O-235, 110 PS (ab 1983: 108 PS)
Max. Startgewicht 726 kg (1.600 lb) 757 kg (1.670 lb)
Landeklappen bis 40 Grad bis 30 Grad
Bordnetz 14 Volt 28 Volt
Gebaute Exemplare rund 23.800 7.584

Der Motor: Lycoming statt Continental

Der wichtigste Unterschied steckt in der Nase. Statt des Continental O-200 der 150 bekam die 152 einen Lycoming O-235 mit 110 PS. Der Grund lag beim Treibstoff: In den 1970er-Jahren verschwanden niedrig verbleite Flugbenzinsorten zunehmend, und das höher verbleite 100LL wurde zum Standard. Der Lycoming kam damit besser zurecht – für Flugschulen, die ihre Maschinen täglich fliegen, ein wichtiger Punkt.

Ganz verschwunden waren die Probleme mit Bleiablagerungen an den Zündkerzen trotzdem nicht. Ab 1983 rüstete Cessna deshalb auf die Version O-235-N2C um, die mit 108 PS angegeben wird.

Mehr Zuladung, weniger Klappen

Das maximale Startgewicht stieg auf 757 kg. In der Praxis heißt das: Zwei Erwachsene plus etwas Gepäck und eine vernünftige Tankfüllung passen eher ins zulässige Gewicht als bei der 150 – ein Dauerthema bei Zweisitzern dieser Klasse.

Die Landeklappen fahren bei der 152 nur noch bis 30 Grad statt bis 40 Grad aus. Der Hintergrund ist die Steigleistung: Muss ein Schüler im Endanflug durchstarten und vergisst, die Klappen schrittweise einzufahren, steigt das Flugzeug mit 30 Grad deutlich besser als mit dem großen Widerstand der 40-Grad-Stellung. Ein kleines Detail mit großer Wirkung für die Sicherheit im Schulbetrieb.

Das Bordnetz

Die 152 arbeitet mit einem 28-Volt-Bordnetz und einer 60-Ampere-Lichtmaschine. Für Spotter ist das unsichtbar, für Halter aber relevant: Avionik-Nachrüstungen und Anlasserleistung profitieren davon.

150 oder 152? Das Kennzeichen entscheidet

Weil die Silhouetten praktisch identisch sind, bestimmst du den genauen Typ am sichersten über das Kennzeichen. Schlag es im Luftfahrzeugregister oder in einer Datenbank nach – dort stehen Typ und meist auch das Baujahr. Wie das geht, erklärt Wie alt ist dieses Flugzeug?.

So erkennst du die Cessna 152

Ob 150 oder 152 – erst einmal musst du die kleine Cessna als solche erkennen. Das klappt mit drei Blicken, auch wenn die Maschine im Gegenanflug der Platzrunde weit draußen vorbeizieht.

Hochdecker mit Strebe

Der Flügel sitzt auf dem Kabinendach, auf jeder Seite stützt ihn eine einzelne schräge Strebe zum unteren Rumpf. Damit sind alle Tiefdecker wie die Piper PA-28 oder die Diamond DA20 schon aus dem Rennen.

Nur eine Fensterreihe

Die Kabine endet kurz hinter den großen Türfenstern. Dahinter folgt nur noch ein kleines Heckfenster im abgesenkten Rumpfrücken – keine zweite Fensterreihe wie bei der 172.

Klein und kompakt

Mit rund 7,3 Metern Länge wirkt die 152 neben einer 172 deutlich gedrungener. Das Fahrwerk ist starr, die Hauptbeine sind schlanke Federstahlbügel, vorn dreht ein Zweiblattpropeller.

Im Schulbetrieb fliegen viele 152 ohne Radverkleidungen, weil diese auf Graspisten und bei häufigen Landungen eher stören. Auch das ist ein kleiner Hinweis, aber kein sicheres Merkmal. Die letzte Gewissheit liefert wie immer das Kennzeichen auf der Rumpfseite. Wie du es liest, erfährst du im Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Aerobat auf die Wunschliste

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Varianten der Cessna 152

Die 152 war nie eine Familie mit vielen Ablegern wie die 172. Trotzdem gibt es einige Versionen, die für Sammler spannend sind.

  • 152: Die Standardversion mit 110 PS, von der rund 6.600 Exemplare in den USA entstanden. Sie macht den Löwenanteil der heute fliegenden Maschinen aus.
  • 152 II: Kein eigener Typ, sondern ein Ausstattungspaket mit besserer Avionik und Innenausstattung. Eine Variante davon richtete sich mit Instrumentenflug-tauglicher Ausrüstung an ambitioniertere Halter.
  • 152T: Ein Ausstattungspaket speziell für Flugschulen.
  • A152 Aerobat: Die kunstflugtaugliche Version, zugelassen für +6 und −3 g. Sie hat Vierpunktgurte, Dachfenster im Kabinendach, abwerfbare Türen und trägt ab Werk oft ein markantes Schachbrettmuster. In Wichita entstanden davon gut 300 Exemplare.
  • F152: Die Lizenzversion von Reims Aviation aus Frankreich. In Europa begegnet sie dir häufiger, als ihr Anteil an der Gesamtproduktion vermuten lässt.
  • FA152 Aerobat: Die in Reims gebaute Aerobat – mit knapp 90 Exemplaren die seltenste Variante.

Dazu kommen zahlreiche Umbauten von Fremdfirmen: Spornradumbauten, STOL-Kits für bessere Langsamflugeigenschaften oder stärkere Motorpakete. Ein auf Spornrad umgebautes Exemplar sieht auf den ersten Blick aus wie ein ganz anderes Flugzeug und ist ein schöner Fund für deinen Hangar.

Variante Hersteller Besonderheit Seltenheit
152 Cessna, Wichita Standard-Schulflugzeug häufig
F152 Reims Aviation Lizenzbau, in Europa verbreitet regelmäßig
A152 Aerobat Cessna, Wichita Kunstflug, Schachbrettmuster selten
FA152 Aerobat Reims Aviation Kunstflug, Lizenzbau sehr selten

Warum Flugschulen die 152 lieben

Die 152 ist seit Jahrzehnten aus der Pilotenausbildung kaum wegzudenken. Dafür gibt es handfeste Gründe:

  • Niedrige Betriebskosten: Ein kleiner Vierzylinder, zwei Sitze und wenig Systeme bedeuten niedrigen Verbrauch und überschaubaren Wartungsaufwand.
  • Robustheit: Das starre Federstahlfahrwerk verzeiht harte Schülerlandungen, die Aluminiumzelle hält jahrzehntelangen Dauerbetrieb aus.
  • Gutmütiges Flugverhalten: Die 152 überzieht vorhersehbar, die Steuerkräfte sind leicht, und mit 43 Knoten Überziehgeschwindigkeit bei ausgefahrenen Klappen sind die Landegeschwindigkeiten moderat.
  • Ersatzteile und Know-how: Weil so viele Exemplare fliegen, kennt fast jeder Wartungsbetrieb den Typ.

Typisch ist die 152 vor allem für die Ausbildung zur Privatpilotenlizenz PPL(A) und für den Stundenaufbau, bei dem angehende Berufspiloten möglichst günstig Flugerfahrung sammeln. Einen Überblick über die verschiedenen Ausbildungswege gibt dir Pilot werden: die Wege ins Cockpit.

Die Kehrseite: ein alterndes Flugzeug

Seit 1985 ist keine neue 152 mehr vom Band gelaufen. Jede Maschine, die du heute siehst, ist also mindestens rund vier Jahrzehnte alt. Viele Flugschulen ersetzen ihre 152 schrittweise durch modernere Zweisitzer oder Viersitzer wie die Diamond DA20 Katana, die Cessna 172 oder die Piper PA-28. Gleichzeitig halten andere Betreiber gezielt an ihren gepflegten 152 fest, weil sie günstig zu betreiben sind und sich bewährt haben.

Cessna selbst versuchte mit der Cessna 162 Skycatcher einen modernen Zweisitzer als Nachfolger zu etablieren. Das Projekt blieb kommerziell erfolglos und wurde nach wenigen Jahren wieder eingestellt – ein Grund mehr, warum die alte 152 so lange im Dienst bleibt.

Wo du die Cessna 152 antriffst

Die 152 gehört an die kleinen Plätze. Ihr Revier sind Verkehrs- und Sonderlandeplätze mit Flugschulen und Vereinen. An sonnigen Wochenenden und in der Ausbildungssaison ist dort Betrieb: Platzrunden im Minutentakt, Touch-and-go-Landungen, Übungen zu Notlandungen und Überlandflüge. Mehr zur Szene abseits der Großflughäfen findest du im Guide General Aviation spotten.

An großen Drehkreuzen wie dem Flughafen Frankfurt oder dem Flughafen München spielt die 152 praktisch keine Rolle – dort ist die Kapazität für Linienverkehr reserviert. Anders sieht es an kleineren Verkehrsflughäfen mit eigenem Bereich für die allgemeine Luftfahrt aus, wo Flugschulen teilweise zwischen den Linienflügen trainieren.

Ort Trefferchance Warum
Flugplätze mit Flugschule sehr hoch Die 152 ist eines der Standard-Schulflugzeuge
Vereinsflugplätze hoch Vereine halten oft ältere, gut gepflegte Exemplare
Kleinere Verkehrsflughäfen mit GA-Bereich mittel Schulbetrieb zwischen Linienflügen je nach Platz
Flugplatzfeste mittel Statische Ausstellungen und Rundflüge
Große Drehkreuze sehr niedrig Kaum Kleinflugverkehr

Gute Gelegenheiten, viele Kleinflugzeuge auf einmal zu sehen, sind Flugplatzfeste in Deutschland. Dort stehen oft Maschinen der örtlichen Vereine und Flugschulen auf dem Vorfeld, und du kommst näher heran als im normalen Betrieb.

D-E ist dein Suchfilter

In Deutschland tragen einmotorige Flugzeuge bis zwei Tonnen Kennzeichen, die mit D-E beginnen. Eine deutsch registrierte 152 ist also immer eine D-E… Mehr zur Systematik findest du unter Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen und Gewichtsklassen.

In Tracking-Diensten oft lückenhaft

Viele 152 fliegen nach Sichtflugregeln ohne Flugplan, und nicht jede ältere Maschine sendet ADS-B-Positionsdaten. Deshalb tauchen Schulflüge in Tracking-Diensten oft nur bruchstückhaft auf. Wie du trotzdem das Maximum herausholst, erklärt Flugverfolgung mit ADS-B.

Cessna 152 oder doch etwas anderes?

An Schulplätzen stehen oft mehrere ähnlich große Flugzeuge nebeneinander. Der Finder hilft dir, systematisch einzugrenzen.

Schnellbestimmung: kleines Schulflugzeug

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Cessna 152 oder 150

Hochdecker mit Strebe, kurze Zweisitzer-Kabine und Bugrad: Das ist eine der kleinen Schul-Cessnas. Ob 150 oder 152, verrät dir das Kennzeichen im Register.

Wahrscheinlich

Cessna 172

Eine zweite Fensterreihe für die Rückbank spricht für den viersitzigen großen Bruder. Ist die Maschine auffällig kräftig, kommt auch eine Cessna 182 infrage.

Wahrscheinlich

Tiefdecker wie Piper PA-28 oder Diamond DA20

Sitzt der Flügel unten, ist es keine Cessna dieser Bauart. An Schulplätzen sind Piper PA-28, Diamond DA20 und Robin DR400 typische Kandidaten.

Möglich

Piper Cub oder ähnlicher Klassiker

Sitze hintereinander und mehrere Streben deuten auf einen klassischen Schulterdecker wie die Piper J-3 Cub hin.

Möglich

Spornrad-Umbau oder Oldtimer

Eine 152 mit Spornrad gibt es als nachträglichen Umbau. Häufiger ist es aber ein älterer Typ wie eine Piper Cub – prüf das Kennzeichen.

Möglich

A152 oder FA152 Aerobat

Schachbrettmuster und Dachfenster sind typisch für die kunstflugtaugliche Version. Nicht jede Aerobat trägt die Werkslackierung noch – das Register schafft Klarheit.

Wenn du generell üben willst, Typen schneller zu bestimmen, hilft dir der Guide Flugzeugtypen erkennen für Anfänger. Der nächstgrößere Schritt in der Cessna-Familie ist übrigens die Cessna 182 Skylane, die ebenfalls als Hochdecker mit Strebe daherkommt.

Fototipps für die Cessna 152

Kleine Schulflugzeuge sind ein dankbares Motiv: Sie fliegen langsam, oft und dicht am Platz. Ein paar Dinge solltest du trotzdem beachten.

Propeller drehen lassen

Mit sehr kurzen Belichtungszeiten friert der Zweiblattpropeller ein, und die 152 wirkt wie abgestellt. Geh im Flug deutlich länger und zieh sauber mit. Details stehen im Guide Propeller fotografieren.

Platzrunde nutzen

Im Schulbetrieb kommt dieselbe Maschine oft mehrmals pro Stunde vorbei. Du hast also mehrere Versuche für den perfekten Winkel im Endanflug.

Kennzeichen sichern

Mach mindestens ein scharfes Bild im Seitenprofil. Nur so kannst du später sicher zwischen 150, 152 und F152 unterscheiden.

Licht planen

Weiße Kleinflugzeuge brennen im harten Mittagslicht schnell aus. Morgens und am späten Nachmittag bekommst du weichere Kontraste – wann die Sonne wo steht, zeigt dir Sonnenstand planen.

Bevor du dich an den Zaun stellst, lohnt ein Blick in Ist Planespotting erlaubt?. Auch an kleinen Plätzen sind Vorfeld und Pisten tabu, und viele Vereine freuen sich, wenn du vorher kurz fragst, wo du dich hinstellen darfst.

Bereit für den Schulflugbetrieb?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich kenne einen Flugplatz mit Flugschule in meiner Nähe.
  • Das Wetter passt: Sichtflugwetter bedeutet Betrieb in der Platzrunde.
  • Ich weiß, wo die Sonne zu meiner Wunsch-Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt liegt außerhalb des Flugplatzgeländes oder in einem freigegebenen Bereich.
  • Ich habe eine längere Belichtungszeit für Propellerbewegung eingestellt.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Cessna 152, wenn …

  • der Flügel oben sitzt und von einer Strebe pro Seite gehalten wird
  • die Kabine nur zwei Sitze und eine Reihe Türfenster hat
  • das Fahrwerk starr ist und ein Bugrad hat
  • im Register C152, F152 oder A152 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • alles passt, du aber kein Kennzeichen lesen kannst – dann kann es ebenso eine Cessna 150 sein
  • das Seitenleitwerk gerade statt gepfeilt ist – dann ist es eine frühe 150
  • die Maschine ein Spornrad hat – dann ist es ein Umbau oder ein anderer Typ

Es ist keine Cessna 152, wenn …

  • der Flügel unten am Rumpf sitzt
  • hinter den Türen eine zweite Fensterreihe folgt
  • die Sitze hintereinander angeordnet sind
  • du zwei Motoren siehst

Fazit

Die Cessna 152 ist kein spektakuläres Flugzeug – und gerade deshalb so wichtig. Als überarbeitete Cessna 150 mit Lycoming-Motor, mehr Zuladung und 30-Grad-Klappen hat sie Generationen von Flugschülern in die Luft gebracht. Für Spotter ist sie der perfekte Einstieg in die allgemeine Luftfahrt: häufig zu sehen, leicht zu erkennen, und mit Aerobat, Reims-Bauten und Spornrad-Umbauten bietet sie genug Raritäten, um die Sammlung spannend zu halten.

Kurzfazit

Flügel oben mit Strebe, zwei Sitze, eine Fensterreihe, starres Bugrad: Das ist eine kleine Schul-Cessna. Ob 150 oder 152, klärt das Kennzeichen. Wer sie gezielt sucht, fährt an einen Flugplatz mit Flugschule und bringt Geduld für ein paar Platzrunden mit.

Zusammenfassung

  • Die Cessna 152 kam 1977 als Modelljahr 1978 auf den Markt und war die Antwort auf Piper Tomahawk und Beechcraft Skipper.
  • Gegenüber der 150 bekam sie einen Lycoming-Motor, mehr Zuladung, kleinere maximale Klappenstellung und ein 28-Volt-Bordnetz.
  • Neben der Standardversion gab es die kunstflugtaugliche A152 Aerobat und in Frankreich die Reims-Lizenzbauten F152 und FA152.
  • Mit dem Produktionsende 1985 endete die Bauzeit; die Maschinen von damals bilden bis heute das Rückgrat vieler Flugschulflotten.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Cessna 152?

Die Cessna 152 läuft unter C152. Die Aerobat-Versionen werden in Registern teils separat geführt, im Typcode aber meist ebenfalls als C152 erfasst.

Was ist der Unterschied zwischen Cessna 150 und 152?

Die 152 hat einen Lycoming O-235 mit 110 PS statt des Continental O-200 mit 100 PS, ein höheres Startgewicht von 757 statt 726 kg, Landeklappen mit maximal 30 statt 40 Grad und ein 28-Volt-Bordnetz. Von außen sehen beide fast gleich aus.

Wie viele Cessna 152 wurden gebaut?

Insgesamt 7.584 Exemplare zwischen 1977 und 1985. Darin enthalten sind die in Frankreich gebauten Reims-Maschinen F152 und FA152 sowie die Aerobat-Varianten.

Warum wird die Cessna 152 nicht mehr gebaut?

Cessna stellte Mitte der 1980er-Jahre die gesamte Leichtflugzeugproduktion ein. Anders als die Cessna 172 kam die 152 danach nicht wieder in Serie. Der spätere Zweisitzer Cessna 162 Skycatcher blieb kommerziell erfolglos und wurde ebenfalls eingestellt.

Ist die Cessna 152 kunstflugtauglich?

Die Standardversion nicht. Die A152 Aerobat und die Reims-Version FA152 sind für +6 und −3 g zugelassen und eignen sich für einfache Kunstflugfiguren. Du erkennst sie häufig am Schachbrettmuster und an Dachfenstern.

Wie unterscheide ich die Cessna 152 von der Cessna 172?

Über die Kabine: Die 152 hat nur zwei Sitze und eine Reihe Türfenster. Bei der 172 folgt hinter den Türen eine zweite Fensterreihe für die Rückbank, der Rumpf ist länger.

Wo sehe ich in Deutschland eine Cessna 152?

Vor allem an Flugplätzen mit Flugschulen und Vereinen. Deutsche Maschinen tragen Kennzeichen, die mit D-E beginnen – der Gruppe für einmotorige Flugzeuge bis zwei Tonnen.

Cessna 152 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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