Das Wichtigste in Kürze
- Die PA-28 ist eine ganze Flugzeugfamilie: Cherokee, Warrior, Archer, Cadet, Dakota und die Arrow mit Einziehfahrwerk gehen alle auf dieselbe Grundkonstruktion von 1960 zurück.
- Erkennungsformel: Ganzmetall-Tiefdecker, eine Tür rechts, Bugrad und ein komplett beweglicher Höhenleitwerks-Stabilator.
- Flügelform verrät das Alter: Rechteckflügel („Hershey Bar“) bis Mitte der 1970er, danach der trapezförmige Außenflügel von Warrior und Archer.
- Die Zahl im Namen nennt grob die PS: PA-28-140, -161, -181 – und ein R im Kürzel steht für das Einziehfahrwerk der Arrow.
- Für Spotter ist die PA-28 auf fast jedem Verkehrslandeplatz zu sehen, vor allem im Schulbetrieb und bei Vereinen; die neue Archer läuft weiter vom Band.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Piper Aircraft, Vero Beach (Florida), USA |
|---|---|
| ICAO-Typcodes | P28A (Cherokee, Warrior, Archer), P28B (u. a. Dakota und Turbo Dakota); Arrow-Versionen unter P28R bzw. P28T |
| Konstrukteure | Fred Weick, John Thorp und Karl Bergey |
| Erstflug | 14. Januar 1960 |
| Erste Musterzulassung | 31. Oktober 1960 (PA-28-160) |
| Bauzeit | seit 1961, als Archer weiter in Produktion |
| Stückzahl | über 32.000 Flugzeuge aller PA-28-Versionen |
| Bauart | Einmotoriger Ganzmetall-Tiefdecker, starres Bugradfahrwerk (Arrow: Einziehfahrwerk), Pendelhöhenruder, eine Tür rechts |
| Sitzplätze | zwei bis vier, je nach Version |
| Triebwerk (Archer TX/LX) | 1 × Lycoming IO-360-B4A, 180 PS |
| Triebwerk (Archer DX/DLX) | 1 × Continental CD-155, Dieselmotor für Jet-A1, 155 PS |
| Länge (Archer) | rund 7,3 m |
| Spannweite (Archer) | rund 10,8 m; frühe Cherokee mit Rechteckflügel rund 9,1 m |
| Höhe (Archer) | rund 2,2 m |
| Max. Abflugmasse (Archer) | rund 1.157 kg |
| Max. Reisegeschwindigkeit (Archer LX, Herstellerangabe) | 128 kn, rund 237 km/h |
| Max. Reichweite (Archer LX, Herstellerangabe) | 522 nm, rund 970 km |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Tiefdecker aus Metall mit starrem Bugradfahrwerk – meist mit Radverkleidungen
- Nur eine Tür, auf der rechten Seite über der Tragfläche; Einstieg über einen Tritt an der Flügelwurzel
- Pendelhöhenruder (Stabilator): Das gesamte Höhenleitwerk bewegt sich, oft mit Trimmklappe an der Hinterkante
- Frühe Cherokee mit rechteckigem „Hershey-Bar“-Flügel, Warrior und Archer ab Mitte der 1970er mit trapezförmigem Außenflügel
- Flache, rundliche Motorhaube mit Zweiblattpropeller und zwei seitlichen Kühllufteinlässen vorn
- Leichte V-Stellung der Flügel; bei der Arrow fehlen die festen Fahrwerksbeine im Flug, die Arrow IV trägt ein T-Leitwerk
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld eines kleinen Verkehrslandeplatzes stehen sie oft in Reihe: weiße Tiefdecker mit farbigem Zierstreifen, eine Tür rechts über dem Flügel, ein Fluglehrer, der gerade mit dem Schüler den Außencheck macht. Sehr wahrscheinlich hast du eine Piper PA-28 vor dir. Ob Cherokee, Warrior, Archer oder Arrow – die Familie gehört seit über 60 Jahren zu den meistgeflogenen Schul- und Reiseflugzeugen der Welt. Hier erfährst du, wie die Versionen zusammenhängen, woran du sie unterscheidest und warum so viele Flugschulen auf sie setzen.
Jede Cherokee zählt
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Was ist die Piper PA-28?
Die PA-28 ist ein einmotoriger Ganzmetall-Tiefdecker für zwei bis vier Personen. Die Insassen sitzen nebeneinander, vorn Pilot und Copilot oder Lehrer und Schüler, dahinter je nach Version eine Rückbank. Eingestiegen wird über eine einzige Tür auf der rechten Seite: Man klettert über einen Tritt auf die Flügelwurzel und rutscht von dort ins Cockpit. Wer links sitzen will, muss also als Erster einsteigen.
Gebaut ist die PA-28 bewusst einfach. Das Bugradfahrwerk ist starr, die Landeklappen werden bei den meisten Versionen mit einem Handhebel zwischen den Vordersitzen gesetzt, die Tanks sitzen in den Flügeln. Statt eines festen Höhenleitwerks mit Ruder hat die PA-28 einen Stabilator, also ein Pendelhöhenruder, das sich als Ganzes bewegt. Diese Mischung aus Robustheit, gutmütigem Flugverhalten und überschaubarer Technik macht sie seit Jahrzehnten zum Arbeitstier in der Ausbildung.
Hersteller ist Piper Aircraft, bekannt geworden mit der J-3 Cub. Mit der Cub hat die PA-28 aber nur den Namen gemeinsam: Sie ist aus Metall statt Stoff, hat ein Bugrad statt Spornrad und fliegt deutlich schneller.
Entstehung: ein Tiefdecker aus Vero Beach
In den 1950er-Jahren verkaufte Piper vor allem Hochdecker mit Stahlrohrrumpf und Stoffbespannung, darunter die PA-22 Tri-Pacer. Gegen die Ganzmetall-Cessnas wirkte das zunehmend altmodisch. Piper hatte deshalb Mitte der 1950er-Jahre Gelände am Flughafen von Vero Beach in Florida übernommen und dort ein Entwicklungszentrum aufgebaut, weil das Stammwerk in Lock Haven für größere Fertigungsprogramme nicht ausreichte.
In Vero Beach entstand unter der Leitung von Fred Weick, zusammen mit John Thorp und Karl Bergey, ein einfacher, günstig zu bauender Metall-Tiefdecker. Der Prototyp flog am 14. Januar 1960. Als erste Version erhielt die PA-28-160 am 31. Oktober 1960 die Musterzulassung, 1961 lief die Serienfertigung an – zunächst mit 150 und 160 PS starken Lycoming-O-320-Motoren.
Die Grundkonstruktion erwies sich als enorm wandelbar. Piper baute Versionen mit stärkeren Motoren, mit Einziehfahrwerk, mit Turbolader und schließlich mit Dieselmotor. In Lizenz entstanden PA-28 unter anderem bei Embraer beziehungsweise Neiva in Brasilien, etwa als EMB-711 Corisco, sowie in Argentinien und Chile.
Die Zahl im Namen
Hinter PA-28 steht meist eine Zahl, die grob die Motorleistung nennt: PA-28-140 für 140 PS, PA-28-180 für 180 PS. Ab Mitte der 1970er hängte Piper eine Eins an, um die neuen Versionen mit Trapezflügel zu markieren, etwa PA-28-161 für die Warrior II und PA-28-181 für die Archer. Ein R wie in PA-28R steht für „retractable“, also das Einziehfahrwerk der Arrow.
Die Versionen im Überblick
Über die Jahrzehnte hat Piper die PA-28 immer wieder umbenannt und weiterentwickelt. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Linien.
| Version | Einführung | Motor | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| PA-28-150 / -160 Cherokee | 1961 | Lycoming O-320 | Ursprungsmodell mit Rechteckflügel |
| PA-28-180 Cherokee | 1962 | Lycoming O-360 | Stärkere Version, Vorläufer der Archer |
| PA-28-235 Cherokee | 1963 | Lycoming O-540 | Sechszylinder, Reise- und Zuladungsversion |
| PA-28-140 Cherokee | 1964 | Lycoming O-320 | Günstiger Zwei- bis Viersitzer für Schulen |
| PA-28R Arrow | 1967 | Lycoming IO-360 | Einziehfahrwerk und Verstellpropeller |
| PA-28-151 Warrior | 1974 | Lycoming O-320 | Erster Trapezflügel |
| PA-28-181 Archer II | Mitte 1970er | Lycoming O-360 | 180 PS, Trapezflügel |
| PA-28-161 Warrior II | 1977 | Lycoming O-320 | 160 PS, sehr verbreitet im Schulbetrieb |
| PA-28RT-201 Arrow IV | 1979 | Lycoming IO-360 | T-Leitwerk |
| PA-28-236 Dakota | 1979 | Lycoming O-540 | Trapezflügel mit großem Sechszylinder |
| PA-28-161 Cadet | 1988 | Lycoming O-320 | Vereinfachte Schulversion |
| PA-28-181 Archer III | 1994 | Lycoming O-360 | Neue Motorhaube, modernisiert |
| Archer TX / LX | aktuell | Lycoming IO-360-B4A | Garmin G1000 NXi, TX als Schulversion |
| Archer DX / DLX | ab 2014 | Continental CD-155 (Diesel) | Läuft mit Jet-A1 |
| Pilot 100 / 100i | ab 2019 | Lycoming IO-360-B4A | Reines Schulflugzeug, Garmin G3X Touch |
Die Arrow wird oft zur PA-28-Familie gezählt, hat wegen des Einziehfahrwerks aber eigene Typcodes. Der gestreckte Sechssitzer PA-32 Cherokee Six baut ebenfalls auf der Cherokee auf, ist aber ein eigenes Muster. Zweimotorige Ableger sind die Seminole (PA-44), die auf der Arrow aufbaut, und die größere PA-34 Seneca, die aus der PA-32 hervorging.
Hershey Bar oder Trapezflügel?
Die wichtigste Sichtprüfung bei einer PA-28 ist der Blick auf den Flügel. Er verrät dir auf einen Blick, ob du eine frühe Cherokee oder eine spätere Warrior oder Archer vor dir hast.
| Merkmal | Frühe Cherokee | Warrior / Archer |
|---|---|---|
| Flügelform | Rechteckig, gleiche Tiefe von innen bis außen | Rechteckiger Innenteil, trapezförmig verjüngter Außenteil |
| Spitzname | „Hershey Bar“ | „Tapered Wing“ |
| Spannweite | rund 9,1 m (Cherokee 140) | rund 10,7 bis 10,8 m |
| Typische Baujahre | 1961 bis Mitte der 1970er | ab 1974 (Warrior), ab Mitte der 1970er (Archer) |
Den Spitznamen verdankt der Rechteckflügel seiner Ähnlichkeit mit einer flachen Schokoladentafel. Der neue Flügel der Warrior brachte rund 60 Zentimeter mehr Spannweite und ein moderneres Profil.
Cherokee, Warrior, Archer – alle im Hangar
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Das Schulflugzeug der Flugschulen
Kaum ein Flugzeug hat so viele Piloten ausgebildet wie die PA-28 – neben der Cessna 172 ist sie der Klassiker im Schulbetrieb. Das hat handfeste Gründe:
- Gutmütiges Flugverhalten: Die PA-28 reagiert berechenbar, kündigt Strömungsabrisse deutlich an und verzeiht Fehler bei der Landung.
- Robustes Fahrwerk: Das starre Bugradfahrwerk mit Federbeinen steckt harte Schülerlandungen gut weg.
- Einfache Technik: Festpropeller, Vergaser- oder Einspritzmotor von Lycoming, manuelle Klappen – Wartung und Ersatzteilversorgung sind überall gut eingespielt.
- Vier Sitze: Mit der Archer kann ein Schüler nach dem Schein gleich mit Familie oder Freunden fliegen.
In den USA bestellten große Ausbildungsbetriebe die Archer in Serie. ATP Flight School kaufte ab 2013 zunächst 15 Archer TX und erweiterte die Flotte in mehreren Folgeaufträgen. Die University of North Dakota schloss mit Piper einen Vertrag über 80 Archer TX und 20 Seminole, die erste Archer wurde 2016 ausgeliefert. Auch Streitkräfte nutzen den Typ; die indonesische Marine etwa setzt die Diesel-Archer DX als Trainer ein.
In Europa findest du die PA-28 vor allem bei Vereinen, Charterbetrieben und Flugschulen, die für die Privatpilotenlizenz ausbilden. Was die Ausbildung umfasst, erklärt der Beitrag zur Privatpilotenlizenz PPL(A); den Unterschied zur leichteren Lizenz liest du unter LAPL oder PPL. Einen Überblick über alle Wege ins Cockpit gibt Pilot werden. Wichtige Konkurrenten im Schulbetrieb sind die Cessna 152, die Diamond DA20 Katana, die Diamond DA40, die Cirrus SR20 und in Frankreich und Deutschland die Robin DR400.
Alte Zellen, viele Landungen
Viele PA-28 sind 40 Jahre und älter und haben im Schulbetrieb tausende Starts hinter sich. Nach einem tödlichen Flügelbruch an einer Arrow im Jahr 2018 hat die US-Luftfahrtbehörde FAA 2020 eine Lufttüchtigkeitsanweisung erlassen, die bei vielen PA-28 und PA-32 mit hoher Belastungshistorie eine Inspektion der Flügelholme vorschreibt. Die EASA hat die Anweisung übernommen.
Die aktuelle Archer
Piper baut die PA-28 bis heute in Vero Beach. Die Archer LX ist das Reisemodell mit 180-PS-Einspritzmotor von Lycoming und Glascockpit Garmin G1000 NXi. Die Archer TX ist die Schulversion mit ähnlicher Technik, aber einfacherer Ausstattung. Piper nennt für die LX eine Höchstreisegeschwindigkeit von 128 Knoten und eine maximale Reichweite von 522 nautischen Meilen, rund 970 Kilometer.
Die Archer DX und DLX haben stattdessen einen Continental-Dieselmotor CD-155 mit 155 PS, der mit Kerosin Jet-A1 läuft. Er ist sparsamer, und Jet-A1 ist an vielen Flugplätzen leichter zu bekommen als Avgas. Die Pilot 100i schließlich ist ein spartanisches Schulflugzeug auf Archer-Basis mit Garmin G3X Touch und Autopilot; sie ist seit 2021 auch in Europa zugelassen.
Äußerlich unterscheiden sich die neuen Archer von älteren vor allem durch Details: Die Archer III und ihre Nachfolger haben eine neu gestaltete, rundlichere Motorhaube, oft LED-Beleuchtung und moderne Antennen. Im Cockpit siehst du durch die Scheibe große Garmin-Bildschirme statt Rundinstrumente.
So erkennst du die PA-28
Auf einem Vereinsplatz stehen oft verschiedene viersitzige Tiefdecker nebeneinander. Mit vier Beobachtungen grenzt du die PA-28 sicher ein.
Türen zählen
Die PA-28 hat nur eine Tür, rechts über dem Flügel. Die Cirrus SR20 hat zwei Türen, links und rechts, die DA40 eine große, nach oben öffnende Kanzelhaube.
Höhenleitwerk ansehen
Das gesamte Höhenleitwerk ist beweglich. Ein festes Leitwerk mit separatem Ruder spricht gegen die PA-28.
Flügelform prüfen
Rechteckflügel bis zur Spitze bedeutet frühe Cherokee. Verjüngt sich der Außenflügel, hast du eine Warrior, Archer, Cadet oder Dakota vor dir.
Fahrwerk und Leitwerk checken
Fahrwerk im Flug eingefahren? Dann ist es eine Arrow. Sitzt das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse, ist es eine Arrow IV.
Die genaue Version liest du am sichersten aus dem Kennzeichen. In Deutschland fliegt die PA-28 in der Klasse D-E; über Register und Datenbanken findest du Baujahr und Modell. Wie das geht, erklärt der Beitrag Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Schnellbestimmung: viersitziger Einmotoriger
Piper PA-28
Metall-Tiefdecker, eine Tür rechts, Pendelhöhenruder: Das ist die PA-28. Prüf jetzt die Flügelform – rechteckig heißt Cherokee, trapezförmig Warrior oder Archer.
Cessna 172 oder 152
Ein Hochdecker mit Strebe und zwei Türen ist eher eine Cessna 172 oder bei zwei Sitzen eine Cessna 152.
Cirrus SR20 oder SR22
Zwei Türen und eine glatte Verbundbauweise sprechen für die Cirrus SR20 oder die stärkere SR22.
Robin DR400
Geknickte Außenflügel und eine nach vorn gleitende Haube sind typisch für die Robin DR400, einen französischen Holz-Tiefdecker.
Es spricht für die PA-28, wenn …
- ein Metall-Tiefdecker mit starrem Bugrad vor dir steht
- es nur eine Tür gibt, rechts über dem Flügel
- das gesamte Höhenleitwerk beweglich ist
- im Tracking-Dienst P28A oder P28B als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- das Fahrwerk im Flug verschwindet – dann ist es eine Arrow
- das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt – Arrow IV
- das Flugzeug deutlich länger wirkt und hinten weitere Fenster hat – dann eher eine PA-32
Es ist keine PA-28, wenn …
- die Tragfläche oben sitzt
- zwei Motoren an den Flügeln hängen – dann etwa eine Seneca
- das Leitwerk ein V bildet, wie bei der älteren Bonanza
- eine Druckkabine mit großem Rumpf zu sehen ist – das ist eher eine PA-46 Malibu
Wo du die PA-28 siehst
Die PA-28 ist eines der häufigsten Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt. An Sommerwochenenden mit gutem Sichtflugwetter hast du an fast jedem Verkehrslandeplatz gute Chancen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Verkehrslandeplätze mit Flugschulen | hoch | Platzrunden im Schulbetrieb, oft mehrere PA-28 hintereinander |
| Vereinsflugplätze | mittel bis hoch | Viele Vereine halten eine Warrior oder Archer |
| Regionalflughäfen | mittel | Reiseflüge, Flugschulen und Charter |
| Flugplatzfeste | mittel | Rundflüge und Gastflugzeuge |
| AERO Friedrichshafen | hoch, aber begrenzt | Messe der allgemeinen Luftfahrt mit Herstellerständen |
Wie du kleine Plätze findest, steht im Ratgeber Kleine Flugplätze finden, Grundsätzliches zum Spotten abseits der Airliner im Beitrag General Aviation spotten. Da die PA-28 fast nur nach Sichtflugregeln unterwegs ist, hilft es, den Unterschied zwischen Sichtflug und Instrumentenflug zu kennen: Bei tiefen Wolken bleibt die Schulmaschine meist am Boden.
Bereit für deine GA-Session?
- Ich habe einen Flugplatz mit Flugschule oder Verein in der Nähe gefunden.
- Das Wetter passt für Sichtflug: wenig Wind, Wolken nicht zu tief.
- Ich kenne die Lage der Platzrunde und der Piste.
- Ich habe eine Verschlusszeit für Propellerbilder im Kopf.
- Ich notiere Kennzeichen, um die Version später nachzuschlagen.
Fototipps für die PA-28
Die PA-28 ist klein, aber dankbar. Sie fliegt Platzrunden in niedriger Höhe, und in der Schulung kommt sie oft mehrfach hintereinander zum Aufsetzen und Durchstarten.
Propeller drehen lassen
Mit einer längeren Verschlusszeit und Mitziehen bekommst du eine schöne Propellerscheibe. Wie du die Zeit wählst, erklärt der Beitrag Propeller fotografieren.
Flügelform zeigen
Von schräg unten oder im Überflug siehst du am besten, ob Rechteck- oder Trapezflügel. So dokumentierst du gleich die Version mit.
Touch-and-Go nutzen
Bei Schulflügen kommt dieselbe Maschine oft mehrmals. Probier beim ersten Durchgang die Position aus und optimiere beim nächsten.
Bodenszenen festhalten
Der Außencheck mit Lehrer, der Einstieg über den Flügel und das Tanken erzählen viel über den Alltag in der Ausbildung.
Willst du die vielen PA-28-Kennzeichen systematisch sammeln, ist das ein dankbares Projekt; viele Flugzeuge tragen noch ihre Original-Lackierungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Und wenn du selbst einmal in einer Archer mitfliegen möchtest: Viele Vereine und Schulen bieten Rundflüge an, Tipps dazu stehen unter Rundflug verschenken.
Fazit
Die Piper PA-28 ist das Rückgrat der Flugausbildung in vielen Ländern: einfach, robust, gutmütig und in über 32.000 Exemplaren gebaut. Aus der Cherokee von 1960 wurden Warrior, Archer, Arrow und Dakota, und mit Archer TX, DX und Pilot 100i läuft die Familie bis heute weiter. Für Spotter ist sie überall dort zu finden, wo kleine Flugzeuge starten – und mit Tür, Leitwerk und Flügelform schnell bestimmt.
Kurzfazit
Metall-Tiefdecker, eine Tür rechts, Bugrad und bewegliches Höhenleitwerk: Das ist eine PA-28. Rechteckflügel heißt Cherokee, Trapezflügel Warrior oder Archer, Einziehfahrwerk Arrow.
Zusammenfassung
- Die Cherokee entstand Ende der 1950er-Jahre im neuen Piper-Entwicklungszentrum in Vero Beach, Florida, als günstiger Ganzmetall-Tiefdecker für Privatpiloten und Flugschulen.
- Erstflug war am 14. Januar 1960, die erste Version PA-28-160 wurde im Oktober 1960 zugelassen; die Serie lief 1961 an.
- Aus der Cherokee wurden ab 1974 Warrior und Archer mit trapezförmigem Flügel; parallel entstanden Arrow, Dakota und die Schulversion Cadet.
- Heute baut Piper die PA-28 als Archer TX/LX, als Diesel-Archer DX/DLX und als Schulflugzeug Pilot 100i; große Flugschulen wie ATP und die University of North Dakota haben Archer in größerer Zahl bestellt.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die PA-28?
Cherokee, Warrior und Archer mit starrem Fahrwerk laufen im Typverzeichnis der ICAO meist unter P28A. Versionen wie die Dakota und die Turbo Dakota stehen unter P28B, die Arrow mit Einziehfahrwerk unter P28R und die Arrow IV mit T-Leitwerk unter P28T. Diese Codes stehen in Flugplänen, und Tracking-Dienste zeigen sie meist an, wenn die Maschine per Transponder erfasst wird.
Was ist der Unterschied zwischen Cherokee, Warrior und Archer?
Cherokee ist der Ursprungsname der Familie und steht vor allem für die frühen Modelle mit Rechteckflügel. Die Warrior (PA-28-151, später -161) brachte 1974 den trapezförmigen, längeren Flügel und hat rund 150 bis 160 PS. Die Archer (PA-28-181) ist die 180-PS-Version mit gestrecktem Rumpf; sie ist das Modell, das Piper bis heute baut.
Was bedeutet „Hershey Bar“-Flügel?
So nennen Piloten den rechteckigen Flügel der frühen Cherokee mit gleichbleibender Profiltiefe. Die Form erinnert an die flache Schokoladentafel des US-Herstellers Hershey. Ab der Warrior von 1974 bekam die PA-28 einen Flügel mit trapezförmigem Außenteil und rund 60 Zentimetern mehr Spannweite.
Wie unterscheide ich PA-28 und Cessna 172?
Am einfachsten über die Flügel: Die Cessna 172 ist ein Hochdecker mit Strebe, die PA-28 ein Tiefdecker ohne Streben. Dazu hat die Cessna zwei Türen und ein klassisches Höhenleitwerk mit Ruder, die PA-28 nur eine Tür rechts und ein komplett bewegliches Pendelhöhenruder.
Was ist eine Piper Arrow?
Die PA-28R Arrow ist die PA-28 mit Einziehfahrwerk und Verstellpropeller, eingeführt 1967. Sie dient oft als Ausbildungsflugzeug für komplexere Flugzeuge. Die Arrow IV von 1979 erkennst du am T-Leitwerk, bei dem das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt.
Gibt es die PA-28 mit Dieselmotor?
Ja. Die Archer DX und die besser ausgestattete Archer DLX haben einen Continental CD-155 mit 155 PS, der mit Jet-A1 statt Flugbenzin läuft. Piper stellte die Diesel-Archer 2014 vor. Gerade in Regionen, in denen Avgas teuer oder knapp ist, ist das für Flugschulen interessant.
Was ist die Piper Pilot 100i?
Die Pilot 100i ist ein reines Schulflugzeug auf Basis der Archer mit 180-PS-Lycoming, Garmin-G3X-Touch-Anzeigen und Autopilot. Statt der klassischen Rückbank hat sie einen dritten Sitz für einen zweiten Schüler oder Beobachter. Die FAA ließ sie im Dezember 2020 zu, die EASA folgte 2021.
Welches Kennzeichen trägt eine PA-28 in Deutschland?
Mit einer Abflugmasse deutlich unter zwei Tonnen fällt die PA-28 in die Klasse D-E für einmotorige Flugzeuge. Die Systematik erklärt der Beitrag zu den deutschen Luftfahrzeugkennzeichen.
Piper PA-28 Cherokee sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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