Das Wichtigste in Kürze
- Die DA62 ist der größte Kolben-Zweimot von Diamond: ein Reiseflugzeug mit bis zu sieben Plätzen, gebaut fast komplett aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff.
- Zwei Austro-AE330-Motoren mit je 180 hp verbrennen Kerosin statt Flugbenzin und werden pro Seite über einen einzigen Leistungshebel gesteuert.
- Erstflug im April 2012 als DA52, Umbenennung 2014, EASA-Zulassung 2015 und FAA-Zulassung 2016.
- Die DA62 MPP trägt Sensoren in Nase und Rumpfbauch und fliegt laut Diamond typischerweise sechs bis acht Stunden pro Mission – für Grenzschutz, Suche und Rettung, Brandbeobachtung und Vermessung.
- Schnellster Erkennungsweg: Diamond-Familienlook mit T-Leitwerk, aber spürbar längerer Rumpf und mehr Fenster als bei der DA42.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Diamond DA62?
- 2.Entstehung: von der DA52 zur DA62
- 3.1.999 oder 2.300 kg: zwei Gewichtsklassen
- 4.Die Kabine: Reiseflugzeug statt Schulmaschine
- 5.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 6.DA62 MPP: die Überwachungsversion
- 7.DA62, DA42, Baron, Seneca oder P2006T?
- 8.Wo du die DA62 antriffst
- 9.Fototipps für die DA62
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Diamond Aircraft Industries, Wiener Neustadt (Österreich) |
|---|---|
| ICAO-Typcode | DA62 |
| Bauart | Zweimotoriger Tiefdecker in Kohlefaser-Verbundbauweise mit T-Leitwerk und hydraulischem Einziehfahrwerk |
| Erstflug | April 2012 (Prototyp, damals als DA52) |
| Zulassung | EASA April 2015, FAA Februar 2016 |
| Triebwerke | 2 × Austro Engine AE330, turboaufgeladene 2,0-Liter-Common-Rail-Motoren für Jet-Kraftstoff mit je 180 hp |
| Kraftstoff | Jet A-1, Jet A, JP-8 und weitere Kerosinsorten laut Diamond |
| Propeller | 2 × MT-Dreiblatt-Verstellpropeller |
| Sitzplätze | bis zu 7 (je nach Ausstattung und Abfluggewicht) |
| Länge | 9,19 m |
| Spannweite | 14,55 m |
| Höhe | 2,82 m |
| Max. Startmasse | 2.300 kg; alternativ als Version mit 1.999 kg erhältlich |
| Höchstgeschwindigkeit (Herstellerangabe) | 192 Knoten TAS (ca. 356 km/h) in 14.000 ft |
| Reichweite (Herstellerangabe) | bis 1.288 NM (ca. 2.385 km) mit Zusatztank bei 50 % Leistung, ohne Reserven |
| Dienstgipfelhöhe | 20.000 ft |
| Verbrauch (Herstellerangabe) | 44,7 l/h für beide Motoren bei 60 % Leistung in 12.000 ft |
| Cockpit | Garmin G1000 NXi mit Autopilot GFC 700 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk mit großem Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse – Familienmerkmal der Diamond-Zweimots
- Lange Kabine mit einem zusätzlichen dritten Seitenfenster: Die DA62 wirkt deutlich gestreckter und höher als die kompakte DA42
- Glatter Kohlefaser-Rumpf ohne Nietreihen, meist weiß mit Zierstreifen
- Sehr lange, schlanke Tragflächen mit fast 14,6 m Spannweite – mehr als bei vielen Kolben-Zweimots dieser Größe
- Schlanke Motorgondeln mit je einem Dreiblattpropeller, dazu ein hydraulisches Einziehfahrwerk
- Im Tracker als DA62; in Deutschland je nach Startmasse mit D-I (2.300 kg) oder D-G (1.999 kg)
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld eines Regionalflughafens steht ein weißer Zweimot, der auf den ersten Blick wie eine DA42 aussieht: T-Leitwerk, glatter Verbundrumpf, lange Flügel. Doch irgendetwas stimmt mit den Proportionen nicht. Die Kabine ist länger, höher, hat ein Fenster mehr, und beim Anlassen klingt es nach kräftigem Turbodiesel. Dann steht vor dir sehr wahrscheinlich eine Diamond DA62 – das größte Kolbenflugzeug aus Wiener Neustadt. Hier erfährst du, wie du sie sicher erkennst, was hinter den Versionen mit 1.999 und 2.300 kg steckt und warum die Überwachungsvariante DA62 MPP für Spotter besonders spannend ist.
DA62 im Hangar abhaken
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Was ist die Diamond DA62?
Die DA62 ist ein zweimotoriges Reiseflugzeug mit bis zu sieben Plätzen von Diamond Aircraft aus Niederösterreich. Wie alle Diamond-Typen besteht die Zelle fast vollständig aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff, nur die Kraftstofftanks zwischen den Holmen sind laut Hersteller aus Aluminium. Technisch ist sie eine Mischung aus zwei Familienmitgliedern: Der Rumpf stammt von der einmotorigen DA50, viele Systeme und das Grundkonzept kommen von der DA42 Twin Star.
Während die DA42 vor allem als Schulflugzeug bekannt ist, zielt die DA62 auf Eigner, Geschäftsreisende und Sondermissionen. Sie bietet mehr Platz, mehr Zuladung, mehr Reichweite und eine höhere Dienstgipfelhöhe. Den Antrieb übernehmen zwei Austro Engine AE330 aus der Diamond-Motorentochter: turboaufgeladene 2,0-Liter-Common-Rail-Motoren mit je 180 hp, die Kerosin verbrennen. Eine elektronische Motorsteuerung regelt Einspritzung und Propellerdrehzahl, sodass der Pilot pro Motor nur einen Leistungshebel bedient.
Dazu kommt die volle Ausstattung eines modernen Reise-Zweimots: hydraulisches Einziehfahrwerk, Dreiblatt-Verstellpropeller von MT, das Glascockpit Garmin G1000 NXi mit Autopilot GFC 700 und Gierdämpfer. Optional gibt es laut Diamond eine TKS-Enteisung für den Flug in bekannten Vereisungsbedingungen, Wetterradar und eine Klimaanlage.
Entstehung: von der DA52 zur DA62
Diamond stellte das Projekt im März 2012 vor – damals noch unter dem Namen DA52. Der Prototyp flog im April 2012 zum ersten Mal, nach Herstellerangaben nach nur rund sechs Monaten Entwicklungszeit. Noch im selben Monat zeigte Diamond das Flugzeug auf der AERO in Friedrichshafen, der wichtigsten Messe der Allgemeinen Luftfahrt in Europa.
Bis zur Serienreife vergingen danach noch rund drei Jahre. Zeitweise war auch eine Fly-by-Wire-Steuerung als Option im Gespräch, die aber nicht wie angekündigt kam. 2014 erhielt die Serienversion den neuen Namen DA62, mit größerem Höhenleitwerk und einem zusätzlichen Kabinenfenster. Die EASA-Zulassung folgte im April 2015, ab Herbst 2015 wurden die ersten Maschinen ausgeliefert. Die US-Luftfahrtbehörde FAA ließ den Typ im Februar 2016 zu.
| Zeitpunkt | Meilenstein |
|---|---|
| März 2012 | Vorstellung als DA52 |
| April 2012 | Erstflug des Prototyps |
| 2014 | Umbenennung der Serienversion in DA62 |
| April 2015 | EASA-Musterzulassung |
| Herbst 2015 | Erste Auslieferungen |
| Februar 2016 | FAA-Zulassung |
| 2016 | Auszeichnung „Bestes neues Flugzeug“ beim fliegermagazin-Award |
| Juli 2026 | Auslieferung einer DA62 MPP SurveyStar an Primul Meridian (Rumänien) |
Zur Stückzahl gibt es nur Momentaufnahmen: Im Frühjahr 2019 waren gut 120 DA62 gebaut, bis April 2024 lag die Zahl der Auslieferungen nach verfügbaren Angaben bei über 270. Eine aktuelle Gesamtzahl nennt Diamond auf seiner Typseite nicht. Neben dem Stammwerk in Wiener Neustadt spielt auch Diamond Aircraft Canada eine Rolle: Das brasilianische Unternehmen Aeromot kündigte 2023 an, DA62 aus Bausätzen von Diamond Aircraft Canada zu montieren.
1.999 oder 2.300 kg: zwei Gewichtsklassen
Eine Besonderheit der DA62 ist, dass Diamond sie mit zwei Höchstabflugmassen anbietet. Die schwere Version mit 2.300 kg erlaubt laut Hersteller bis zu sieben Plätze mit einer dritten Sitzreihe und bis zu 702 kg Zuladung. Die leichtere Variante mit 1.999 kg bleibt knapp unter der Zwei-Tonnen-Marke – eine Grenze, an der in Europa unter anderem gewichtsabhängige Flugsicherungsgebühren hängen. Dafür trägt sie entsprechend weniger und ist eher als Fünfsitzer ausgelegt.
Für Spotter in Deutschland hat das eine sichtbare Folge: das Kennzeichen. Flugzeuge bis zwei Tonnen bekommen Kennzeichen der Gruppe D-E (einmotorig) oder D-G (mehrmotorig), schwerere Maschinen bis 5,7 Tonnen landen in der Gruppe D-I. Eine deutsche DA62 kann deshalb sowohl mit D-G als auch mit D-I unterwegs sein – das Kennzeichen verrät dir also schon die Gewichtsversion. Wie das System funktioniert, erklärt Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen und ihre Gewichtsklassen; in Österreich hilft dir Österreichische OE-Kennzeichen weiter.
Praxis-Tipp: Kennzeichen zuerst lesen
Siehst du am Platz einen Diamond-Zweimot mit D-I-Kennzeichen, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine DA62 – die DA42 bleibt mit höchstens 1.999 kg Startmasse in der Gruppe D-G. Bei D-G hilft nur der Blick auf Rumpflänge und Fenster.
Die Kabine: Reiseflugzeug statt Schulmaschine
Innen zeigt sich der Unterschied zur DA42 am deutlichsten. Diamond bietet die DA62 mit zwei Pilotensitzen, einer zweiten Reihe – optional mit komfortableren Einzelsitzen – und einer dritten Reihe für bis zu sieben Personen an. Wer nur fünf Plätze braucht, bekommt stattdessen ein hinteres Gepäckfach. Dazu kommen vordere Gepäckfächer, die laut Diamond bis zu 30 kg pro Seite fassen.
Das macht die DA62 zu einer Alternative für Strecken, die sonst klassische Reise-Zweimots wie die Beechcraft Baron oder die Piper PA-34 Seneca übernehmen – oder einmotorige Turboprops wie die Piper PA-46 M600. Mit 20.000 ft Dienstgipfelhöhe und laut Diamond rund 180 Knoten Reisegeschwindigkeit bei 85 % Leistung ist sie für Europa-Reisen von Firmeneignern und Privatpiloten ausgelegt. Den Unterschied zwischen Sicht- und Instrumentenflug, der für solche Reisen wichtig ist, erklärt VFR und IFR.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die größte Herausforderung ist nicht, eine DA62 überhaupt als Diamond zu erkennen – das gelingt dank T-Leitwerk und Verbundrumpf fast immer. Schwieriger ist die Abgrenzung zur kleineren DA42.
Kabinenlänge prüfen
Die DA62 ist mit 9,19 m spürbar länger als die DA42 mit 8,56 m. Hinter dem Cockpit siehst du eine längere Fensterreihe mit einem zusätzlichen Fenster.
Rumpfhöhe vergleichen
Der DA50-Rumpf wirkt höher und voluminöser. Die DA42 sieht daneben schmal und flach aus, fast wie ein Motorsegler mit zwei Motoren.
Leitwerk ansehen
Beide haben ein T-Leitwerk, bei der DA62 ist das Höhenleitwerk aber größer. Bei Seneca und Baron sitzt es klassisch am Rumpfende.
Anbauten checken
Kuppeln an der Nase oder Behälter unter dem Rumpf deuten auf eine Sondermissionsversion. Ob DA42 MPP oder DA62 MPP, entscheidet dann wieder die Rumpflänge.
Auch die Spannweite hilft: Mit 14,55 m hat die DA62 rund einen Meter mehr als die DA42. Im direkten Vergleich auf dem Vorfeld fällt das auf, aus der Ferne allein eher nicht. Den letzten Beweis liefert wie immer das Kennzeichen – grundlegende Tipps dazu stehen in Kleinflugzeuge erkennen.
DA62 MPP: die Überwachungsversion
Für viele Spotter ist die DA62 MPP der spannendste Teil der Familie. MPP steht für Multi-Purpose Platform. Diamond bietet sie als Komplettpaket aus Flugzeug, Sensoren und Missionssystem an. Vorn sitzen zwei Piloten, in der zweiten Reihe liegt ein modularer Arbeitsplatz für ein oder zwei Operatoren, dahinter ein Missionsabteil für Rechner und Geräte.
Das Konzept setzt auf Ausdauer bei niedrigen Betriebskosten. Laut Diamond verbraucht die DA62 MPP im langsamen Missionsflug bei 35 % Leistung rund 28 Liter Kerosin pro Stunde, die typische Einsatzdauer liegt bei sechs bis acht Stunden, maximal bei 9,6 Stunden. Für Missionsausrüstung bleiben bis zu 215 kg; mit einer Zusatzzulassung steigt die Startmasse auf 2.360 kg.
Die drei Pakete
| Paket | Einsatzzweck | Typische Ausrüstung laut Diamond |
|---|---|---|
| Guardian | Grenzschutz, Seeraumüberwachung, Aufklärung | Wärmebild- und Tageslichtkamera in der Nase, Radar unter dem Rumpf, Datenlink und Satellitenkommunikation |
| Vanguard | Suche und Rettung, Katastrophenschutz, Umweltüberwachung | Kameraturm in der Nase, Weitbereichs-Sensoren unter dem Rumpf, Missionssoftware |
| SurveyStar | Luftbildvermessung, Laserscanning, Rohstoffsuche | Laserscanner in der Nase, Großformatkamera unter dem Rumpf |
Die SurveyStar gilt bei Diamond als Nachfolgerin der DA42 MPP GeoStar. Im Juli 2026 meldete Diamond die Auslieferung einer SurveyStar an das rumänische Vermessungsunternehmen Primul Meridian, das schon seit fast 20 Jahren Sondermissionsflugzeuge des Herstellers einsetzt.
Wer die DA62 MPP fliegt
Griechische Feuerwehr
Drei DA62 MPP für die Hellenische Feuerwehr; die Lieferung war nach verfügbaren Angaben im November 2025 abgeschlossen.
Nigerianische Luftwaffe
Vier DA62 MPP, übernommen im Oktober 2023, mit militärischen Kennungen der Reihe NAF.
Forschung in Deutschland
Die TU Dresden nutzt eine DA62 MPP mit D-I-Kennzeichen als fliegendes Testlabor für klimafreundliche Antriebe; öffentlich vorgestellt wurde sie im März 2026 am Flugplatz Kamenz.
Vermessung und Dienstleister
Firmen für Luftbild und Fernerkundung, etwa in Rumänien, sowie Anbieter von Sonderflügen wie DEA Specialised Airborne Operations in Großbritannien nutzen die Plattform.
Äußerlich erkennst du eine MPP an Sensorkuppeln unter der Nase, Verkleidungen oder Öffnungen im Rumpfbauch und zusätzlichen Antennen. Wie du Behörden- und Militärmaschinen auf dem Flugradar findest – und warum manche gar nicht auftauchen – erklärt Militärflugzeuge online verfolgen.
Sondermissionen sind schwer planbar
Vermessungs- und Überwachungsflüge folgen keinem Flugplan, sondern Wetter und Auftragslage. Oft siehst du nur lange Bahnen in Mäanderform auf dem Radar. Rechne damit, dass du eine MPP eher zufällig erwischst als gezielt.
DA62, DA42, Baron, Seneca oder P2006T?
An Regionalflughäfen begegnen dir mehrere leichte Zweimots. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: leichter Zweimot mit Kolbenmotoren
Diamond DA62
T-Leitwerk, Verbundrumpf und lange Kabine ergeben das typische DA62-Bild. Ein D-I-Kennzeichen in Deutschland bestätigt den Eindruck.
Diamond DA42 Twin Star
Gleicher Familienlook, aber kompakter Viersitzer: Das ist die kleine Schwester, meist im Schulbetrieb.
Tecnam P2006T
Ein Hochdecker-Zweimot mit kleinen Gondeln und Zweiblattpropellern ist fast immer die P2006T.
Piper Seneca oder Beechcraft Baron
Metall-Tiefdecker mit klassischem Leitwerk und Benzin-Boxermotoren deuten auf die US-Klassiker.
Die Tecnam P2006T ist ein Schulterdecker mit Rotax-Motoren und deutlich kleiner. Ihre große Schwester, die Tecnam P2012 Traveller, ist ein Hochdecker mit festem Fahrwerk für Zubringerdienste und eher in der Klasse darüber angesiedelt. Bei Sondermissionen konkurriert die DA62 MPP am oberen Ende mit Turboprops wie der Beechcraft King Air 200, die mehr Nutzlast tragen, aber auch deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen.
Wo du die DA62 antriffst
Die DA62 gezielt finden
Setz die DA62 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine in der Nähe anfliegt oder landet. Auf der Spot-Karte siehst du, wo andere Spotter sie schon erwischt haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Anders als die DA42 hängt die DA62 nicht an Flugschulen. Du triffst sie dort, wo Eigner, Firmen und Dienstleister fliegen: an Regionalflughäfen (Tipps dazu in Spotting an kleinen Regionalflughäfen), an Verkehrslandeplätzen mit Instrumentenanflug und im Bereich der Allgemeinen Luftfahrt großer Flughäfen, oft neben Businessjets und Turboprops. Dort ist sie ein typischer Gast für Tagesreisen – mehr zu diesem Umfeld in General Aviation spotten und Businessjets spotten.
Deutschland, Österreich und die Schweiz
Im deutschsprachigen Raum fliegen DA62 bei Privat- und Firmeneignern, Vermessungsunternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Bestände ändern sich laufend, deshalb suchst du am besten im Tracking-Dienst nach dem Code DA62. Lohnende Ziele findest du in Regionalflughäfen in Deutschland für Spotter, kleinere Plätze mit Kleine Flugplätze auf Karten finden. Ein bestimmtes Flugzeug verfolgst du mit Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Rund um Wiener Neustadt, wo Diamond baut und einfliegt, stehen die Chancen auf neue Maschinen und Vorführflugzeuge gut. Den Besuch verbindest du mit dem Flugmuseum Aviaticum Wiener Neustadt.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| AERO Friedrichshafen | hoch | Diamond stellt dort regelmäßig aus, Gästeflugzeuge reisen an |
| Umgebung Wiener Neustadt | mittel bis hoch | Werk und Erprobung des Herstellers |
| Regionalflughäfen mit GA-Bereich | mittel | Reiseverkehr von Eignern und Firmen |
| Große Drehkreuze | niedrig | Kleinflugzeuge selten, höchstens im GA-Terminal |
| Sondermissionsversionen | Zufall | Einsätze nach Auftrag und Wetter |
Eine sichere Bank ist die AERO am Flughafen Friedrichshafen: Dort hat die DA62 als DA52 ihre Premiere gefeiert, und Diamond zeigt seine Flotte regelmäßig. Wie selten deine Sichtung im Vergleich ist, hilft dir Seltenheit einer Sichtung einschätzen einzuordnen.
Fototipps für die DA62
Propeller in Bewegung
Mit längerer Belichtungszeit und Mitziehen bekommst du schöne Propellerkreise – wie, zeigt Propeller fotografieren.
Seitenprofil wählen
Die Fensterreihe ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zur DA42. Ein sauberes Seitenprofil macht dein Foto später eindeutig bestimmbar.
Weiß richtig belichten
Der glatte, meist weiße Verbundrumpf reflektiert stark. Lieber leicht unterbelichten, damit Kennzeichen und Zierstreifen nicht ausfressen.
MPP von unten
Bei Sondermissionsversionen lohnt ein Bild schräg von unten, damit Sensorkuppel und Bauchverkleidung sichtbar sind. Das Licht planst du mit Sonnenstand planen.
Bereit für deine DA62-Session?
- Ich habe im Tracking-Dienst geprüft, ob eine DA62 in meiner Region unterwegs ist.
- Ich kenne einen Standort am Platz, an dem ich mich legal aufhalten darf.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Ich kann DA62 und DA42 über Rumpflänge und Fenster unterscheiden.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die DA62, wenn …
- ein T-Leitwerk auf einem langen, glatten Verbundrumpf sitzt
- hinter dem Cockpit eine lange Fensterreihe folgt
- ein deutsches Diamond-Zweimot ein D-I-Kennzeichen trägt
- im Tracking-Dienst DA62 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
Es ist keine DA62, wenn …
- der Flügel hoch am Rumpf sitzt, wie bei der Tecnam P2006T
- das Höhenleitwerk am Rumpfende sitzt, wie bei Seneca oder Baron
- Turboprop-Triebwerke mit Abgasstutzen an den Gondeln sitzen, wie bei der King Air
Fazit
Die Diamond DA62 überträgt das Rezept der DA42 – Kohlefaser, Kerosin-Diesel, Glascockpit und Einhebelbedienung – auf ein größeres Reiseflugzeug mit bis zu sieben Plätzen. Als MPP ist sie eine sparsame Sensorplattform für Feuerwehr, Grenzschutz, Militär und Vermessung. Den Typ verraten T-Leitwerk und Verbundrumpf, die Abgrenzung zur DA42 gelingt über Rumpflänge, Fensterreihe und in Deutschland oft schon über das Kennzeichen.
Kurzfazit
T-Leitwerk, langer Verbundrumpf mit mehreren Fenstern, sehr lange Flügel und zwei Dieselmotoren mit Dreiblattpropellern: Das ist die DA62. Gezielt findest du sie über den Code DA62 – am sichersten auf der AERO in Friedrichshafen, rund um Wiener Neustadt und im GA-Bereich von Regionalflughäfen.
Zusammenfassung
- Die DA62 basiert auf dem Rumpf der einmotorigen DA50 und übernimmt viele Komponenten der DA42.
- Diamond bietet sie mit 2.300 kg Startmasse für bis zu sieben Personen und als 1.999-kg-Version an, die in Europa unter wichtigen Gewichtsgrenzen bleibt.
- Als MPP gibt es Pakete für Aufklärung (Guardian), Suche und Rettung (Vanguard) und Luftvermessung (SurveyStar).
- Zu sehen ist sie an Regionalflughäfen und Verkehrslandeplätzen, bei Vermessungsfirmen, Behörden – und zuverlässig auf der AERO in Friedrichshafen.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Diamond DA62?
Sie läuft unter DA62. Ob eine Reisemaschine oder eine Sondermissionsversion vor dir steht, verraten erst Kennzeichen, Halter und die Anbauten unter dem Rumpf.
Was ist der Unterschied zwischen DA62 und DA42?
Die DA42 ist ein kompakter Viersitzer, vor allem für die Ausbildung. Die DA62 ist länger, hat eine größere Kabine mit bis zu sieben Plätzen, ein zusätzliches Seitenfenster, ein größeres Höhenleitwerk und stärkere AE330-Motoren mit 180 statt 168 hp.
Warum hieß die DA62 früher DA52?
Diamond stellte das Flugzeug 2012 als DA52 vor, der Prototyp flog im April 2012 unter diesem Namen. 2014 benannte der Hersteller die Serienversion in DA62 um. Unter der alten Bezeichnung flogen nur Prototypen.
Warum gibt es eine Version mit 1.999 kg?
In Europa hängen unter anderem Flugsicherungsgebühren am Gewicht, und eine wichtige Schwelle liegt bei zwei Tonnen. Mit 1.999 kg bleibt die DA62 darunter, trägt dann aber weniger Zuladung. Diamond bietet beide Varianten an; die schwere Version mit 2.300 kg ermöglicht bis zu sieben Plätze.
Was ist eine DA62 MPP?
MPP steht für Multi-Purpose Platform. Die DA62 MPP hat Befestigungspunkte für Sensoren in der Nase und unter dem Rumpf, etwa Wärmebildkameras, Radar oder Laserscanner. Laut Diamond kommt sie im Missionsflug auf 28 Liter Kraftstoff pro Stunde und typischerweise sechs bis acht Stunden in der Luft.
Wer fliegt die DA62 MPP?
Bekannte Betreiber sind die griechische Feuerwehr mit drei Maschinen, die nigerianische Luftwaffe mit vier sowie Vermessungsfirmen wie Primul Meridian aus Rumänien. In Deutschland nutzt die TU Dresden eine DA62 MPP als Forschungsflugzeug.
Mit welchem Kraftstoff fliegt die DA62?
Mit Kerosin: Diamond nennt unter anderem Jet A-1, Jet A und JP-8. Flugbenzin wie Avgas 100LL braucht sie nicht. Das macht sie an Verkehrsflughäfen und bei Militär- und Behördenbetreibern einfach zu versorgen.
Diamond DA62 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Diamond DA42 Twin Star
Langer, schlanker Flügel, T-Leitwerk, glatter Verbundrumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA42 Twin Star aus Wiener Neustadt ist einer der wichtigsten Mehrmotor-Trainer der Welt – und als MPP auch ein fliegender Sensorträger.
GADiamond DA40 Diamond Star
T-Leitwerk, lange schlanke Flügel, eine große Plexiglashaube und ein glatter Kunststoffrumpf: Die Diamond DA40 ist das moderne Schul- und Reiseflugzeug aus Wiener Neustadt. So erkennst du sie und ihre Diesel-Versionen.
GADiamond DA20 Katana
Lange, schlanke Segelflugzeug-Flügel, T-Leitwerk, eine große Glashaube und zwei Sitze nebeneinander: Die Diamond DA20 Katana stammt von einem Motorsegler ab und bildet seit über drei Jahrzehnten Piloten aus. So erkennst du sie und ihre Varianten.
GABeechcraft Baron
Seit 1961 gebaut, mit Bonanza-Rumpf und zwei Sechszylindern in den Flügeln: Die Beechcraft Baron ist der Klassiker unter den Kolben-Zweimots. So unterscheidest du Baron 55 und 58 sicher.
GAPiper PA-34 Seneca
Zwei Motoren, sechs Sitze, Propeller, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen: Die Piper PA-34 Seneca ist seit den 1970ern einer der bekanntesten leichten Zweimotorigen. Flugschulen bilden auf ihr Mehrmot-Piloten aus, Charterfirmen und Eigner nutzen sie als schnellen Reiseflieger.
GATecnam P2006T
Hoher Flügel, zwei kleine Rotax-Motoren, Zweiblattpropeller und ein Fahrwerk, das in seitliche Rumpfverkleidungen verschwindet: Die Tecnam P2006T ist der Zweimot, auf dem viele Flugschüler ihre ersten Stunden mit zwei Motoren fliegen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Diamond Aircraft
Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt baut Kleinflugzeuge aus Verbundwerkstoff – vom Zweisitzer DA20 Katana über die Schulflugzeuge DA40 und DA42 bis zur siebensitzigen DA62. Schlanke Segelflieger-Flügel, T-Leitwerk und Kerosin-Diesel machen die Familie an jedem Flugplatz unverwechselbar.
MuseumFlugmuseum Aviaticum Wiener Neustadt
Am Flugplatz Wiener Neustadt/Ost, wo 1909 die ersten Hangars entstanden und Igo Etrich seine Flugzeuge erprobte, erzählt das Aviaticum österreichische Luftfahrtgeschichte: von Ballon und Etrich Taube über historische Segelflugzeuge bis zur liebevoll wiederaufgebauten Me 109 G-6 und einer großen Triebwerkssammlung.
FlughafenFlughafen Friedrichshafen
Deutschlands südlichster Verkehrsflughafen ist klein, aber geschichtsträchtig: Hier begann der Platz als Luftschiffhafen der Zeppelin-Zeit, hier baute Dornier, und jeden April verwandelt die AERO den Bodensee-Airport in einen Treffpunkt der allgemeinen Luftfahrt. Dazu Ferienflieger, Dash 8 nach Berlin und Hamburg und ein Zeppelin NT vor der Tür.
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