Das Wichtigste in Kürze
- Die DR400 ist ein viersitziger Holz-Tiefdecker aus Frankreich, gebaut seit 1972 in Darois bei Dijon.
- Schnellster Erkennungsweg: hochgeknickte Außenflügel plus eine nach vorn gleitende Haube.
- In Segelflugvereinen ist die Schleppversion DR400/180R „Remorqueur“ ein Standard-Schleppflugzeug.
- Die Versionen unterscheiden sich vor allem durch den Motor – von 118 PS im Dauphin bis 200 PS im Remo 200.
- Seit 2014 heißt das Neuflugzeug DR401; im Flugplan und in Tracking-Apps findest du den Typ unter DR40.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Avions Pierre Robin, später Robin Aircraft bzw. CEAPR, Darois bei Dijon (Frankreich) |
|---|---|
| Konstrukteure | Jean Délémontez und Pierre Robin |
| ICAO-Typcode | DR40 |
| Erstflug | 27. März 1972 in Darois (DR400/180 Régent) |
| Serienbeginn | Mai 1972 |
| Bauzeit | 1972 bis 2014, danach als Nachfolger DR401 |
| Bauart | Einmotoriger Tiefdecker in Holzbauweise mit Stoffbespannung, Knickflügel, starres Bugradfahrwerk, Schiebehaube |
| Sitzplätze | vier (Dauphin 2+2: zwei Erwachsene und zwei Kinder) |
| Triebwerke | Lycoming O-235, O-320, O-360 oder IO-360 mit 118 bis 200 PS; dazu Diesel- und Porsche-Varianten |
| Länge | 6,96 m (Remo 200: 7,22 m) |
| Spannweite | 8,72 m |
| Höhe | 2,23 m |
| Max. Abflugmasse | 900 bis 1.100 kg, je nach Version |
| Reisegeschwindigkeit | rund 215 bis 260 km/h, je nach Version |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Knickflügel: Der Innenflügel liegt fast waagerecht, die Außenflügel sind deutlich nach oben abgewinkelt
- Schiebehaube statt Türen: Die große Kabinenhaube gleitet zum Einsteigen nach vorn
- Holz und Stoff: Bespannte Flächen mit leicht sichtbarer Struktur statt glatter Metall- oder Verbundhaut
- Starres Bugradfahrwerk, meist mit tropfenförmigen Radverkleidungen
- Kompakter Rumpf mit kurzer Spannweite von unter neun Metern – wirkt neben einer PA-28 oder Cessna 172 gedrungen
- Schleppversion 180R: Schleppkupplung am Heck; das zusätzliche Heckfenster trug sie zuerst, heute haben es alle Versionen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Am Rand eines Segelfluggeländes heult ein Motor auf, ein kleiner Tiefdecker zieht ein Segelflugzeug am Seil hinter sich her, und seine Außenflügel ragen schräg nach oben wie bei einer Möwe: Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Robin DR400. Der viersitzige Holz-Tiefdecker aus Burgund ist in Frankreich das Vereinsflugzeug schlechthin und auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz an vielen Plätzen zu Hause. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst, welche Versionen es gibt und wo du ihn am sichersten vor die Linse bekommst.
Jede Robin im Hangar
Mit Planetrack hältst du deine DR400-Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen und Flugplatz fest und siehst im Hangar, welche Versionen dir noch fehlen. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Robin DR400?
Die DR400 ist ein einmotoriger, viersitziger Tiefdecker in Holzbauweise. Die tragende Struktur besteht aus Holz, die Flächen sind mit Stoff bespannt. Das klingt nach Oldtimer, ist aber eine bewährte und bis heute gebaute Konstruktion: Holz ist leicht, gut zu reparieren und verzeiht im Vereinsalltag einiges. Robin nennt für ein aktuelles Flugzeug rund 170 Kilogramm Holz und etwa 2.000 Arbeitsstunden, gebaut wird weitgehend von Hand.
Typisch sind drei Dinge: der Knickflügel mit waagerechtem Mittelteil und nach oben abgewinkelten Außenflügeln, die Schiebehaube, die zum Einsteigen nach vorn gleitet, und das starre Bugradfahrwerk. Je nach Version treibt ein Lycoming-Vierzylinder mit 118 bis 200 PS den Propeller an; dazu kamen später Dieselmotoren und eine Variante mit Porsche-Motor.
Eingesetzt wird die DR400 als Schul-, Reise-, Rundflug- und Schleppflugzeug. In Frankreich gehört sie zum Grundbestand der Aéroclubs: 2019 betrieben die französischen Vereine 864 Flugzeuge der Baureihen DR300 und DR400 – mehr als ein Drittel ihrer gesamten Schul- und Charterflotte. Im deutschsprachigen Raum kennst du sie vor allem als Vereinsflugzeug und als Schlepper an Segelfluggeländen.
Entstehung: Holzbau aus Darois
Die Geschichte der DR400 beginnt bei Jodel. Jean Délémontez hatte die Holzflugzeuge der Marke mitentwickelt, die in den 1950er-Jahren in Frankreich weit verbreitet waren. Im Oktober 1957 gründete er mit Pierre Robin die Firma Centre-Est Aéronautique am Flugplatz Darois bei Dijon. Aus den Anfangsbuchstaben der beiden entstand das Kürzel DR, das bis heute im Typnamen steckt. Ab 1970 firmierte das Unternehmen als Avions Pierre Robin.
Die DR400 entwickelte sich aus den Vorgängern DR200 und DR300. Der wichtigste Unterschied: Statt Türen bekam sie eine große, nach vorn gleitende Haube. Die Kabine wurde an den Schultern breiter, das Instrumentenbrett übersichtlicher. Der Prototyp, ein DR400/180 Régent mit 180 PS, flog am 27. März 1972 in Darois, im Mai lief die Serie an. Noch im selben Jahr folgten fünf weitere Versionen, darunter die Schleppversion Remorqueur im November.
Die folgenden Jahrzehnte waren unruhig. 1988 übernahm die Apex-Gruppe den Hersteller, 2008 ging Apex nach Problemen mit Thielert-Dieselmotoren in Liquidation. Ab 2011 baute Robin Aircraft wieder Flugzeuge, 2014 stellte das Unternehmen auf der AERO in Friedrichshafen den Nachfolger DR401 vor. Ende 2023 ging Robin Aircraft in die Liquidation; das Schwesterunternehmen CEAPR (Centre Est Aéronautique Pierre Robin) stellte rund die Hälfte der Belegschaft wieder ein und erhielt im September 2024 von der französischen Luftfahrtbehörde DGAC die Herstellungsgenehmigung für Neuflugzeuge.
Die Zahl im Namen
Hinter DR400 steht meist die Motorleistung in PS: DR400/120, /140, /160, /180. Ein angehängtes R wie in 180R steht für Remorqueur, also die Schleppversion. Dazu trugen viele Versionen französische Beinamen wie Dauphin, Major, Chevalier oder Régent.
Die Versionen im Überblick
Über vier Jahrzehnte entstanden zahlreiche Varianten. Die Unterschiede liegen vor allem im Motor, bei den Schleppern zusätzlich in der Haube und im Propeller.
| Version | Motor | Leistung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| DR400/120 Dauphin 2+2 | Lycoming O-235 | 118 PS | Meistverkaufte Version, zwei Erwachsene und zwei Kinder |
| DR400 Dauphin 4 und Major | Lycoming O-320 | 160 PS | Volle vier Sitze, Major 80 ab 1980 mit großer Reichweite |
| DR400/160 Chevalier | Lycoming O-320 | 160 PS | Reiseversion der ersten Generation |
| DR400/180 Régent | Lycoming O-360 | 180 PS | Erstes Modell, kräftiger Viersitzer |
| DR400/180R Remorqueur | Lycoming O-360 | 180 PS | Schleppversion, ab 1974 mit Heckfenster |
| DR400/200R Remo 200 | Lycoming IO-360 | 200 PS | Schlepper mit Verstellpropeller, etwas längerer Rumpf |
| DR400/180RP Remo 212 | Porsche PFM 3200 | 212 PS | Schlepper mit Porsche-Boxermotor |
| DR400 EcoFlyer | Dieselmotor | 135 bzw. 155 PS | Ab 2006, läuft mit Kerosin Jet-A1 |
| DR401 | je nach Ausführung | 120 bis 200 PS | Nachfolger ab 2014, auf Wunsch mit Glascockpit |
Die Leistungsangaben der frühen Versionen haben sich mehrfach verschoben, und viele Flugzeuge wurden im Lauf ihres Lebens umgerüstet. Die Version am Rumpf und die tatsächliche Motorisierung stimmen deshalb nicht immer überein – im Zweifel hilft das Kennzeichen.
Auch beim Nachfolger DR401 bleibt die Grundkonstruktion gleich. Robin bietet ihn als Schulflugzeug (etwa 120Lite, 135CDI oder 160A) und als Reiseflugzeug bis zur 200i an. Von außen ist eine DR401 kaum von einer späten DR400 zu unterscheiden; Unterschiede zeigen sich vor allem an der unten etwas breiteren Haube und im Cockpit.
Der Schlepper vom Dienst
An vielen Segelfluggeländen ist die DR400 das Arbeitstier des Wochenendes. Im Flugzeugschlepp zieht sie ein Segelflugzeug an einem Seil auf Ausgangshöhe, klinkt es aus und kommt zügig zur Landung zurück, um den nächsten Schlepp zu übernehmen. Dafür braucht es Steigleistung, robuste Technik und gute Sicht nach hinten.
Genau dafür ist die DR400/180R Remorqueur gebaut. Damit der Pilot das Segelflugzeug am Seil im Blick behält, bekam die Schleppversion ab 1974 zusätzlich ein Heckfenster hinter der Haube; seit 1987 haben es alle Versionen, als Unterscheidungsmerkmal taugt es deshalb heute nicht mehr. Am Heck sitzt die Schleppkupplung für das Seil.
Wem 180 PS nicht reichen, für den gab es den Remo 200 mit Einspritzmotor und Verstellpropeller und den Remo 212 mit Porsche-Motor. Für Vereine hat die DR400 einen weiteren Vorteil: Zwischen den Schleppeinsätzen taugt sie als viersitziges Reise- oder Rundflugzeug. Viele Clubs nutzen sie deshalb doppelt – samstags am Seil, sonntags für Gastflüge.
Schlepper und Segler sammeln
Poste Schlepper und Segelflugzeug als eigene Sichtungen mit Kennzeichen und Flugplatz und setz seltene Remo-Versionen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wenn du selbst einmal am Seil hängen willst, erklärt der Beitrag zum Segelflugschein SPL, wie die Ausbildung abläuft. Wie du in einen Verein kommst und was dort von dir erwartet wird, steht unter Mitglied im Luftsportverein werden. Und wer die Geschichte des Segelflugs vertiefen will, findet im Deutschen Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe das passende Ziel.
Holz in der Praxis: Wartung und Lufttüchtigkeit
Holzflugzeuge brauchen andere Pflege als Metallflugzeuge. Feuchtigkeit, Temperatur und Alter wirken auf Holz und Verklebungen, weshalb viele Halter ihre DR400 möglichst im Hangar unterstellen. Gleichzeitig lässt sich eine Holzstruktur von erfahrenen Werkstätten gut reparieren.
Lufttüchtigkeitsanweisung zu den Flügelholmen
Im Dezember 2022 erließ die EASA eine Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung, weil an Flügelholmen von DR400 Probleme mit Verklebungen festgestellt worden waren. Betroffene Flugzeuge mussten untersucht werden. Im Juni 2024 hob die EASA die Anweisung wieder auf.
So erkennst du die DR400
Auf einem Vereinsplatz stehen oft verschiedene kleine Tiefdecker nebeneinander. Mit vier Beobachtungen grenzt du die DR400 sicher ein.
Flügel von vorn ansehen
Der Mittelteil liegt fast waagerecht, die Außenflügel knicken deutlich nach oben ab. Diese Möwen-Silhouette erkennst du auch im Anflug von vorn.
Nach Türen suchen
Die DR400 hat keine. Die große Haube gleitet zum Einsteigen nach vorn über die Motorhaube.
Oberfläche prüfen
Bespannte Flächen wirken matter und zeigen bei Streiflicht oft die Struktur der Rippen. Metall- und Verbundflugzeuge sind glatt.
Heck checken
Eine Schleppkupplung am Heck und ein Seil in der Nähe sprechen für eine Schleppversion wie 180R oder Remo 200. Sicher bestätigt es das Kennzeichen.
Die genaue Version und das Baujahr liest du am sichersten über das Kennzeichen. In Deutschland fliegt die DR400 in der Gewichtsklasse D-E für einmotorige Flugzeuge bis zwei Tonnen; was die Buchstaben bedeuten, erklärt der Beitrag zu den deutschen Luftfahrzeugkennzeichen. Wie du über Register und Datenbanken das Alter herausfindest, steht unter Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Schnellbestimmung: kleiner Tiefdecker am Vereinsplatz
Robin DR400
Knickflügel, Schiebehaube und Stoffbespannung: Das ist die DR400 oder ihre Nachfolgerin DR401. Prüf jetzt das Heck – eine Schleppkupplung deutet auf die Schleppversion.
Piper PA-28
Ein Metall-Tiefdecker mit einer Tür rechts ist eher eine Piper PA-28 wie Warrior oder Archer.
Diamond DA40 oder DA20
Lange, schlanke Flügel und eine glatte Verbundbauweise sprechen für die Diamond DA40 oder die zweisitzige DA20 Katana.
Es spricht für die DR400, wenn …
- die Außenflügel deutlich nach oben geknickt sind
- es keine Türen gibt, sondern eine nach vorn gleitende Haube
- die Flächen bespannt und matt wirken
- im Tracking-Dienst DR40 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- das Flugzeug einen Knickflügel, aber ein Spornrad hat – dann eher ein älterer Jodel
- am Heck eine Schleppkupplung sitzt – dann ist es vermutlich ein Remorqueur
- du große Bildschirme im Cockpit siehst – dann könnte es eine DR401 sein
Es ist keine DR400, wenn …
- die Tragfläche oben sitzt, wie bei der Cessna 172
- du Nieten auf einer Metallhaut siehst
- der Flügel gerade ohne Knick und die Oberfläche glatt aus Kunststoff ist, wie bei der Grob G 115
- ein Hochdecker mit Spornrad das Segelflugzeug zieht – das ist eher eine Piper Super Cub
Weitere Tipps, wie du Kleinflugzeuge auseinanderhältst, sammelt der Beitrag Kleinflugzeuge erkennen.
Wo du die DR400 siehst
Die DR400 ist kein Flugzeug der großen Verkehrsflughäfen. Ihre Bühne sind Vereinsplätze, Verkehrslandeplätze und Segelfluggelände – vor allem an Wochenenden mit gutem Sichtflugwetter.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Segelfluggelände mit Flugzeugschlepp | hoch | Remorqueur als Schlepper, oft im Dauereinsatz |
| Verkehrslandeplätze mit Vereinsbetrieb | mittel bis hoch | Schul-, Reise- und Rundflüge |
| Flugplätze in Frankreich | sehr hoch | Grundausstattung vieler Aéroclubs |
| Flugplatzfeste | mittel | Rundflüge und Gastflugzeuge aus Nachbarvereinen |
| Altiports in den französischen Alpen | mittel | Vereine nutzen die Steigleistung für Bergflüge |
| Große Verkehrsflughäfen | niedrig | Kaum Allgemeine Luftfahrt im Linienbetrieb |
Kleine Plätze und Segelfluggelände findest du über Luftfahrtkarten und Online-Verzeichnisse; wie das geht, erklärt der Guide Kleine Flugplätze auf Karten finden. Allgemeine Tipps für Besuche an GA-Plätzen liefert General Aviation spotten. Wer in den Alpen unterwegs ist, findet im Beitrag zu Courchevel und den Altiports passende Ziele.
Schlepper live verfolgen
Viele Vereinsflugzeuge fliegen ohne Flugplan. Die DR400 taucht deshalb oft nur in FLARM- oder ADS-B-Daten auf. Wie du Segelflugbetrieb und Schlepper über das Open Glider Network verfolgst, erklärt der Beitrag zu FLARM und OGN.
Kein Schleppbetrieb mehr verpassen
Setz Kennzeichen oder Typen auf deine Liste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flugplatz anfliegen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Fototipps für die DR400
Die DR400 ist klein, und ihre Merkmale wollen gezielt ins Bild. Ein paar Punkte machen den Unterschied.
Knickflügel frontal oder schräg von vorn
Die Möwen-Silhouette kommt am besten zur Geltung, wenn du die Maschine von vorn oder in der Dreiviertelansicht erwischst – im reinen Seitenprofil verschwindet der Knick.
Den Schlepp als Paar zeigen
Beim Start im Flugzeugschlepp lohnt sich ein Ausschnitt, der Schlepper, Seil und Segelflugzeug zusammen zeigt. Lass vor allem nach hinten Platz im Bild.
Streiflicht für die Bespannung
Flaches Licht am Morgen oder Abend zeichnet die Rippen unter dem Stoff nach und macht die Holzbauweise sichtbar.
Kürzere Brennweiten reichen
An kleinen Plätzen kommst du oft nah heran. Statt eines großen Teleobjektivs genügt meist ein mittleres Zoom.
Wann das Licht an deinem Platz passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Und weil Flugplätze Betriebsgelände sind: Halte dich an Absperrungen und frag im Zweifel beim Flugleiter oder im Vereinsheim nach, bevor du näher an den Startbereich gehst.
DR400 im Vergleich mit anderen Vereinsflugzeugen
| Merkmal | Robin DR400 | Piper PA-28 | Cessna 172 |
|---|---|---|---|
| Bauweise | Holz, stoffbespannt | Metall | Metall |
| Flügel | Tiefdecker mit Knick | Tiefdecker, gerade | Hochdecker mit Strebe |
| Einstieg | Schiebehaube nach vorn | Eine Tür rechts | Zwei Türen |
| Spannweite | 8,72 m | rund 10,8 m (Archer) | rund 11 m |
| Typischer Vereinseinsatz | Schule, Reise, Segelflugschlepp | Schule, Reise | Schule, Reise |
Wer die Konkurrenz genauer kennenlernen will, findet die Details auf den Seiten zur Piper PA-28 und zur Cessna 172. Wenn dich das Fliegen selbst reizt: Der Beitrag LAPL oder PPL zeigt, welche Lizenz für Vereinsflugzeuge wie die DR400 passt, und unter Privatpilotenlizenz PPL(A) liest du, wie die Ausbildung abläuft.
Fazit
Die Robin DR400 gehört zu den Flugzeugen, die man nach dem ersten bewussten Sehen sofort wiedererkennt. Knickflügel und Schiebehaube liefern den Typ, die Schleppkupplung am Heck verrät die Schleppversion, das Kennzeichen bestätigt Baujahr und Motor. Spannend bleibt sie, weil sie so vielseitig ist: Schulflugzeug, Reisemaschine und an vielen Segelfluggeländen das Herz des Wochenendbetriebs.
Kurzfazit
Hochgeknickte Außenflügel, eine nach vorn gleitende Haube und eine bespannte Holzstruktur: Das ist die Robin DR400. Wer sie gezielt sucht, fährt an einem sonnigen Samstag zu einem Segelfluggelände mit Flugzeugschlepp – dort ist die Chance auf eine Remorqueur am größten.
Zusammenfassung
- Die DR400 entstand aus der Holzbau-Tradition von Jodel und Pierre Robin und flog erstmals 1972.
- In Frankreich ist sie das Rückgrat vieler Aéroclubs, in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem als Vereins- und Schleppflugzeug bekannt.
- Knickflügel, Schiebehaube und Stoffbespannung trennen sie sicher von Piper PA-28, Cessna 172 und Diamond DA40.
- Wer sie gezielt sucht, fährt an Sommerwochenenden zu Segelfluggeländen und Verkehrslandeplätzen mit Vereinsbetrieb.
Häufige Fragen
Wofür steht „DR“ bei der Robin DR400?
DR steht für die Anfangsbuchstaben der beiden Konstrukteure: Jean Délémontez, der zuvor die Jodel-Flugzeuge mitentwickelt hatte, und Pierre Robin. Gemeinsam gründeten sie 1957 die Firma Centre-Est Aéronautique in Darois bei Dijon.
Ist die DR400 wirklich aus Holz?
Ja. Die tragende Struktur besteht aus Holz, Flügel und Teile des Rumpfs sind mit Stoff bespannt – nach demselben Prinzip wie bei den Jodel-Flugzeugen. Robin gibt für ein aktuelles Flugzeug rund 170 Kilogramm Holz an, gebaut wird weitgehend in Handarbeit.
Was ist eine DR400 „Remo“?
Remo ist die Kurzform von Remorqueur, französisch für Schlepper. Die DR400/180R ist die Schleppversion mit 180-PS-Motor; sie bekam als erste ein zusätzliches Heckfenster für die Sicht nach hinten. Es gibt sie auch als Remo 200 mit 200 PS und Verstellpropeller sowie als Remo 212 mit Porsche-Motor.
Warum ist die DR400 als Schleppflugzeug so beliebt?
Sie verbindet kräftige Motoren mit einem leichten Holzrahmen und hat damit gute Steigleistungen – wichtig, wenn ein Segelflugzeug am Seil hängt. Außerhalb des Schleppbetriebs taugt sie zugleich als viersitziges Reise- und Rundflugzeug, was für Vereine praktisch ist.
Welchen ICAO-Typcode hat die DR400?
In Flugplänen und Tracking-Diensten läuft die DR400 unter DR40. Da viele Vereinsflugzeuge ohne Flugplan unterwegs sind, findest du sie oft nur über Kennzeichen oder FLARM- und ADS-B-Daten.
Wird die DR400 noch gebaut?
Die eigentliche DR400 lief 2014 aus, ihr Nachfolger ist die DR401 mit neuem Innenraum, unten verbreiterter Haube und auf Wunsch Glascockpit. Nach der Insolvenz von Robin Aircraft 2023 übernahm das Schwesterunternehmen CEAPR einen Teil der Belegschaft und erhielt 2024 die französische Herstellungsgenehmigung für Neuflugzeuge.
Wie unterscheide ich DR400 und Piper PA-28?
Die PA-28 hat einen glatten Metallflügel ohne Knick und eine Tür rechts über der Fläche. Die DR400 hat hochgeknickte Außenflügel, eine nach vorn gleitende Haube und eine bespannte Oberfläche. Dazu ist die DR400 mit 8,72 Metern Spannweite deutlich kürzer.
Robin DR400 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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