Cessna 150

Klein, zweisitzig, Flügel oben mit Strebe: Die Cessna 150 hat Generationen von Piloten ausgebildet. So erkennst du sie, ihre Baujahre und die in Frankreich gebauten Reims-F150.

Auch bekannt als: Reims-Cessna F150 · Cessna 150 Commuter · Cessna A150 Aerobat · Reims FRA150 · Cessna 150M · T-51A · C150

USACessnaAllgemeine LuftfahrtICAO-Typcode: C15012 Min. Lesezeit

C150

ICAO-Typcode

1957

Erstflug

~24.000

gebaute Exemplare

2

Sitzplätze

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Cessna 150 ist das zweisitzige Schulflugzeug der Cessna-Familie: knapp 24.000 Exemplare zwischen 1958 und 1977.
  • Schnellster Erkennungsweg: Hochdecker mit Strebe, starres Bugrad, Zweiblattpropeller – und eine sichtbar kurze Kabine mit nur zwei Sitzen.
  • In Europa oft aus Frankreich: Reims Aviation baute 1.764 Maschinen als F150, FA150 und FRA150 in Lizenz.
  • Von der Cessna 152 trennst du sie von außen kaum – Baujahr und Typ verrät dir sicher nur das Kennzeichen im Register.
  • Spotten lohnt sich an Vereins- und Schulflugplätzen; in Deutschland tragen solche Maschinen meist ein D-E-Kennzeichen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Cessna 150?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.Zwanzig Modelljahre: so schätzt du das Baujahr
  4. 4.Reims-Cessna: die französische 150
  5. 5.Die Aerobat: Kunstflug im Schulflugzeug
  6. 6.Cessna 150, 152, 172 oder etwas ganz anderes?
  7. 7.Wo du die Cessna 150 antriffst
  8. 8.Fototipps speziell für die Cessna 150
  9. 9.Vom Motiv ins Cockpit
  10. 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerCessna Aircraft Company (Wichita, Kansas); Lizenzbau bei Reims Aviation in Frankreich
ICAO-TypcodeC150
Erstflug12. September 1957 (Prototyp, zunächst als Model 142 bezeichnet)
Produktion1958 bis 1977 (Modelljahre 1959 bis 1977)
Gebaute Exemplareknapp 24.000, davon 1.764 bei Reims in Frankreich
NachfolgerCessna 152 (ab Modelljahr 1978)
Triebwerk1 × Continental O-200-A, Vierzylinder-Boxer, 100 PS
Propellerzwei Blätter, feste Steigung
Länge (150M)7,29 m
Spannweite (150M)10,11 m
Höhe (150M)2,59 m
Sitzplätze2 (Pilot plus ein Passagier)
Max. Startgewicht726 kg (1.600 lb, ab Modelljahr 1964)
Höchstgeschwindigkeit109 Knoten (rund 200 km/h) in Bodennähe
Reichweiterund 420 NM (knapp 780 km) im Sparflug mit Standardtanks
Dienstgipfelhöhe14.000 ft (rund 4.270 m)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Hochdecker mit einer schrägen Strebe pro Flügelseite – das klassische Cessna-Bild im Kleinformat
  • Kurze Kabine: hinter den Türen nur kleine Seitenfenster am Gepäckraum statt der großen hinteren Fenster einer 172
  • Starres Bugradfahrwerk, ab 1971 mit rohrförmigen statt flachen Federbeinen
  • Ein Kolbenmotor mit Zweiblattpropeller in der Nase
  • Bis 1965 gerades Seitenleitwerk, ab Modelljahr 1966 nach hinten gepfeilt
  • Ab 1964 ein umlaufendes Heckfenster hinter der Kabine („Omni-Vision“), bei älteren Maschinen ein durchgehender Rumpfrücken

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner Hochdecker setzt in der Platzrunde zur nächsten Landung an, wirkt fast zerbrechlich neben der Halle, und durch die Seitenscheiben siehst du genau zwei Köpfe: Gut möglich, dass du gerade eine Cessna 150 vor dir hast. Sie ist die kleine Schwester der Cessna 172 und hat über Jahrzehnte unzählige Flugschüler in die Luft gebracht. Hier erfährst du, wie du sie bestimmst, woran du ihr Baujahr ablesen kannst und warum so viele europäische Exemplare aus Frankreich stammen.

C150 in deinen Hangar

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Was ist die Cessna 150?

Die Cessna 150 ist ein zweisitziges, einmotoriges Leichtflugzeug in Hochdeckerbauweise, entwickelt als günstiges Schul- und Einstiegsflugzeug. Pilot und Passagier sitzen nebeneinander, hinter ihnen ist Platz für Gepäck – bei manchen Maschinen gab es optional sogar eine kleine Bank für zwei Kinder. Mehr braucht ein Schulflugzeug nicht, und genau diese Einfachheit hat die 150 so erfolgreich gemacht.

Entwickelt wurde sie bei der Cessna Aircraft Company in Wichita, Kansas, die heute zu Textron Aviation gehört. Die 150 löste den Spornradflieger Cessna 140 ab und übernahm dabei das Konzept, das Cessna kurz zuvor mit der 172 eingeführt hatte: Bugradfahrwerk statt Spornrad. Das macht Start und Landung deutlich gutmütiger und war für die Ausbildung ein großer Schritt.

Der Prototyp, zunächst als Model 142 bezeichnet, flog am 12. September 1957. Noch im Oktober 1957 bekam er den Namen Model 150, im September 1958 lief in Wichita die Serienfertigung an. Bis zum letzten Modelljahr 1977 entstanden knapp 24.000 Exemplare – die Zahlen schwanken je nach Quelle leicht. Damit gehört die 150 zu den meistgebauten Flugzeugen überhaupt, auch wenn sie im Schatten der 172 steht.

C150ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
~24.000gebaute Exemplare von 1958 bis 1977
1.764davon aus dem Reims-Lizenzbau in Frankreich

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Die Grundform kennst du von der 172: Flügel oben, Strebe, starres Fahrwerk. Der Unterschied liegt in der Größe – und die erkennst du am besten an der Kabine.

Hochdecker mit Strebe

Der Flügel sitzt auf dem Kabinendach, eine einzelne schräge Strebe pro Seite stützt ihn. Damit bist du schon sicher in der Welt der Cessna-Hochdecker.

Kurze Kabine, keine Rückbank

Hinter den Türen folgen nur kleine Seitenfenster am Gepäckraum, große hintere Fenster für Rücksitze wie bei der 172 fehlen. Je nach Baujahr siehst du nur ein Heckfenster oder einen geschlossenen Rumpfrücken. Die ganze Maschine wirkt gedrungen.

Starres Bugradfahrwerk

Drei Räder, die nie eingefahren werden. Unter der Nase sitzt das Bugrad, seitlich zwei Federbeine – bis 1970 flache Blattfedern, ab 1971 schlanke Rohre.

Passen alle drei Punkte und dreht vorn ein Zweiblattpropeller, bist du bei der 150 oder ihrer Nachfolgerin 152. Die letzte Sicherheit liefert das Kennzeichen auf der Rumpfseite. Wie du es liest, erklärt der Guide Kleinflugzeuge erkennen, und welche Buchstabengruppe in Deutschland für welche Gewichtsklasse steht, findest du unter Deutsche Kennzeichen und Gewichtsklassen. Wie du ein Kennzeichen im Register nachschlägst, zeigt Luftfahrzeugregister abfragen.

Praxis-Tipp: Köpfe zählen

Steht die Maschine auf dem Vorfeld oder rollt an dir vorbei, schau durch die Seitenscheiben. Zwei Sitze nebeneinander und dahinter nur Gepäckraum heißt 150 oder 152. Bei der 172 erkennst du eine Rückbank und große hintere Seitenfenster.

Zwanzig Modelljahre: so schätzt du das Baujahr

Cessna hat die 150 fast jedes Jahr ein wenig verändert, meist mit einem neuen Buchstaben hinter der Typnummer. Einige dieser Änderungen siehst du von außen – damit kannst du ein Exemplar grob einordnen, bevor du das Kennzeichen nachschlägst.

Modelljahr Version Was sich änderte
1959 150 Erste Serienmaschinen: gerades Seitenleitwerk, durchgehender Rumpfrücken ohne Heckfenster
1964 150D Umlaufendes Heckfenster („Omni-Vision“), höheres Startgewicht von 1.600 lb
1966 150F Gepfeiltes Seitenleitwerk, größere Türen, elektrische Landeklappen
1967 150G Nach außen gewölbte Türen für etwas mehr Kabinenbreite
1968 150H Stromlinienverkleidungen an den Enden der Flügelstreben
1970 150K / A150K Erste Aerobat-Version für Kunstflug
1971 150L Rohrförmige Fahrwerksbeine statt Blattfedern, Landescheinwerfer in der Nase
1975 150M Höheres, schmaleres Seitenleitwerk, Ausstattungspaket Commuter II
1977 150M Letztes Modelljahr, danach folgt die Cessna 152

Die frühen Maschinen mit geradem Leitwerk und ohne Heckfenster wirken fast wie ein anderes Flugzeug und sind heute ein schöner Fund. Ab 1966 bekommt die 150 die gepfeilte Seitenflosse, die du von späteren Cessna-Hochdeckern kennst. Ab 1971 verraten dir die runden Fahrwerksbeine, dass du eine L oder M vor dir hast. Wenn du tiefer einsteigen willst, zeigt dir der Beitrag Wie alt ist dieses Flugzeug?, wie du über Register und Seriennummer das genaue Baujahr findest.

Ausstattungsvarianten

Neben den Modelljahren bot Cessna verschiedene Ausstattungspakete an, die du in Registern oder Verkaufsanzeigen liest:

  • Standard und Trainer: Die Grundversion und die Schulversion mit Doppelsteuer und zusätzlichen Instrumenten.
  • Commuter: Die besser ausgestattete Variante, später als Commuter II mit dem 150M.
  • Patroller: Ab 1960 ein Paket für Überwachungsflüge mit größeren Tanks und zusätzlichen Fenstern in den Türen; den Namen gab Cessna 1966 auf.
  • Aerobat: Die kunstflugtaugliche Version ab 1970 – mehr dazu weiter unten.

Reims-Cessna: die französische 150

Wer in Europa Cessna 150 spottet, begegnet erstaunlich oft dem Kürzel F150. Das F steht für Frankreich. 1960 schloss Cessna mit dem französischen Hersteller in Reims, der 1962 den Namen Reims Aviation annahm, eine Kooperation, um leichte Flugzeuge für den europäischen Markt vor Ort zu bauen. Neben der 150 entstanden dort unter anderem die F172 und später die F152.

Die ersten Reims-150 liefen als F150F zum Modelljahr 1966 vom Band. Bis zum Ende der Baureihe kamen 1.764 Maschinen aus Frankreich, davon 1.428 als Commuter und 336 als Aerobat. Die meisten Reims-Flugzeuge erhielten einen Continental O-200-A, der in Lizenz von Rolls-Royce gebaut wurde.

Eine Besonderheit gab es nur in Europa: die FRA150, ab 1972 eine Aerobat mit einem 130 PS starken O-240-Motor. Es war der erste Motorwechsel in der Geschichte der 150 – die US-Maschinen blieben bei 100 PS. Reims baute die FRA150 in den Versionen L und M.

Reims-Bezeichnung Was dahinter steckt
F150F bis F150M Lizenzbau der Standardversion, Modelljahre 1966 bis 1977
FA150K bis FA150M Aerobat-Version aus Reims
FRA150L / FRA150M Aerobat mit 130-PS-Motor, nur aus Frankreich

Von außen unterscheidet sich eine F150 kaum von einer amerikanischen 150 desselben Modelljahrs. Im Register steht aber meist Reims Aviation als Hersteller, und die Seriennummer folgt einem eigenen Schema. Für Sammler ist das ein schöner Zusatzpunkt: Eine FRA150 ist deutlich seltener als eine Standard-150. Wenn du in Frankreich unterwegs bist, findest du im Beitrag Fotografieren an französischen Flughäfen die Regeln vor Ort.

Die seltene FRA150 nicht verpassen

Setz Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine bestimmte Maschine an deinem Flugplatz landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Die Aerobat: Kunstflug im Schulflugzeug

Ab Modelljahr 1970 bot Cessna mit der A150K Aerobat eine Version für einfachen Kunstflug an. Die Zelle ist für +6 und −3 g zugelassen, an Bord gibt es Schultergurte und abwerfbare Türen. Von außen verraten sie die kleinen Dachfenster über den Sitzen, durch die der Pilot bei Figuren nach oben sehen kann.

Für Loopings, Rollen und Trudeltraining reicht das, für ausgedehnten Rückenflug dagegen nicht: Die Aerobat war nicht für dauerhaften Rückenflug ausgelegt. Viele Aerobats tragen auffällige Lackierungen, das ist aber kein verlässliches Merkmal. Achte lieber auf die Dachfenster und prüfe das Kennzeichen.

Cessna 150, 152, 172 oder etwas ganz anderes?

An Schulflugplätzen stehen oft mehrere ähnliche Kleinflugzeuge nebeneinander. Der Finder hilft dir, systematisch einzugrenzen.

Schnellbestimmung: kleiner Schul-Hochdecker

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Cessna 150 oder 152

Hochdecker mit Strebe, kurze Zweisitzer-Kabine und Bugrad sind das typische Bild. Ob 150 oder 152, klärst du über das Kennzeichen im Register.

Wahrscheinlich

Cessna 172 oder 182

Große hintere Seitenfenster und vier Sitze sprechen für die größeren Cessna-Hochdecker.

Wahrscheinlich

Tiefdecker, etwa Piper PA-28, Robin oder Diamond

Sitzt der Flügel unten, ist es keine Cessna 150. Häufige Kandidaten an Schulplätzen sind Piper PA-28, Robin DR400 oder Diamond DA20.

Möglich

Spornradflieger wie die Piper Cub

Spornrad und V-Streben deuten auf Klassiker wie die Piper J-3 Cub oder PA-18 Super Cub. Auch zur Spornrad-Umrüstung einer 150 gibt es Bausätze – hier hilft nur das Kennzeichen.

Die schwierigste Unterscheidung ist die zur Cessna 152. Sie folgte ab Modelljahr 1978 und ist äußerlich fast identisch mit einer späten 150M. Technisch hat sie einen Lycoming O-235 statt des Continental O-200, ein höheres Startgewicht von 1.670 lb und Landeklappen, die nur noch bis 30 Grad statt 40 Grad ausfahren. Am Flugplatz siehst du davon nichts – hier entscheidet das Register.

Deutlich leichter ist die Abgrenzung zu Tiefdeckern wie der Piper PA-28, der Robin DR400 oder der Diamond DA20 Katana: Dort sitzt der Flügel unter der Kabine. Und die Piper J-3 Cub oder die Piper PA-18 Super Cub sind zwar ebenfalls Hochdecker, stehen aber auf einem Spornrad.

Wo du die Cessna 150 antriffst

Die 150 ist ein Flugzeug der kleinen Plätze. Viele Exemplare sind seit Jahrzehnten bei Vereinen, Flugschulen und Privathaltern im Einsatz, und gerade an Verkehrs- und Sonderlandeplätzen stehen sie oft neben der 152 und der 172 in der Halle. An Wochenenden mit Sichtflugwetter bist du dort richtig: Platzrunden, Ausflüge und Schulungsflüge bringen Bewegung aufs Vorfeld. Welche Plätze und Tageszeiten sich lohnen, beschreibt der Guide General Aviation spotten. Kleine Plätze in deiner Nähe findest du mit dem Beitrag Flugplätze auf Karten finden.

Weil die Produktion schon 1977 endete, hat jede 150 heute eine lange Geschichte hinter sich. Manche wurden über die Jahre umgebaut – mit stärkeren Motoren, Spornradfahrwerk, Kurzstart-Bausätzen oder modernisierter Avionik. Das macht jede Maschine ein bisschen individuell und das Sammeln umso spannender.

Ort Trefferchance Warum
Vereinsflugplätze hoch Viele Vereine und Halter betreiben ältere Cessna-Zweisitzer
Flugplätze mit Flugschule mittel bis hoch Häufig als günstiges Schul- und Charterflugzeug, oft neben der 152
Flugplatzfeste und Fly-ins mittel Gastmaschinen und Rundflugangebote
Kleinere Verkehrsflughäfen mit GA-Bereich niedrig bis mittel Je nach Platz zwischen den Linienflügen
Große Drehkreuze sehr niedrig Kaum Kleinflugverkehr

In Tracking-Diensten oft unsichtbar

Viele ältere Kleinflugzeuge senden keine ADS-B-Positionsdaten und fliegen nach Sichtflugregeln ohne Flugplan. Eine Cessna 150 taucht deshalb häufig gar nicht oder nur lückenhaft in Tracking-Apps auf. Am zuverlässigsten findest du sie, indem du einfach zum Flugplatz fährst.

Gute Gelegenheiten, viele Kleinflugzeuge an einem Tag zu sehen, bieten Veranstaltungen wie die in der Übersicht Flugplatzfeste in Deutschland oder das Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide, bei dem auch ältere Gastmaschinen anreisen.

Bereit für deinen Flugplatz-Tag?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe einen Vereins- oder Schulflugplatz in meiner Nähe ausgesucht.
  • Das Wetter passt: Sichtflugwetter heißt Betrieb, tiefe Wolken heißen Ruhe.
  • Ich weiß, wo die Sonne zu meiner Wunsch-Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt liegt außerhalb des Flugbetriebsbereichs oder in einem freigegebenen Bereich.
  • Ich habe eine längere Belichtungszeit für Propellerbewegung eingestellt.

Fototipps speziell für die Cessna 150

Die 150 ist mit gut sieben Metern Länge noch kleiner als die 172. Das hat Vorteile: An kleinen Plätzen kommst du nah heran und kannst Perspektiven nutzen, die an Großflughäfen unmöglich sind.

Propeller drehen lassen

Mit sehr kurzer Belichtungszeit friert der Zweiblattpropeller ein und das Flugzeug wirkt wie abgestellt. Geh im Flug länger und zieh sauber mit. Wie das klappt, steht im Guide Propeller fotografieren.

Seitenprofil mit Kennzeichen

Für die Bestimmung von 150 und 152 ist das Kennzeichen entscheidend. Nimm mindestens ein Bild auf, auf dem es gut lesbar ist.

Details für die Baujahr-Bestimmung

Leitwerk, Heckfenster und Fahrwerksbeine verraten das Modelljahr. Ein Foto schräg von hinten zeigt alle drei auf einmal.

Rollen in Augenhöhe

Im Überflug verdeckt der Hochdecker-Flügel die Kabine. Beim Rollen oder im kurzen Endanflug wirkt die kleine Cessna deutlich lebendiger.

Wann das Licht an deinem Flugplatz passt, kannst du vorab berechnen – wie das geht, erklärt Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Bevor du dich an den Zaun stellst, lohnt ein Blick in Ist Planespotting erlaubt?: Auch an kleinen Plätzen sind Vorfeld und Piste tabu.

Vom Motiv ins Cockpit

Für viele Piloten war eine Cessna 150 das erste Flugzeug, das sie selbst gesteuert haben. Heute übernehmen vielerorts jüngere Muster diese Rolle, doch die 150 ist nach wie vor an vielen Plätzen im Einsatz. Wer nach dem Spotten selbst fliegen möchte, findet im Beitrag Privatpilotenlizenz PPL(A) den Weg zum Schein, eine Übersicht aller Optionen bietet Pilot werden: die Wege ins Cockpit.

Innerhalb der Cessna-Familie ist die 150 das Einstiegsmodell. Eine Stufe darüber folgen die viersitzige Cessna 172 und die kräftigere Cessna 182 Skylane.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Cessna 150, wenn …

  • der Flügel oben sitzt und von einer Strebe pro Seite gehalten wird
  • die Kabine kurz ist und nur zwei Sitze hat
  • du ein starres Bugradfahrwerk siehst
  • im Register C150, F150 oder FRA150 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • alles nach 150M aussieht – dann kann es ebenso gut eine Cessna 152 sein
  • die Maschine auf einem Spornrad steht – dann ist es eine umgebaute 150 oder ein anderer Typ
  • du kleine Fenster im Kabinendach siehst – dann ist es vermutlich eine Aerobat

Es ist keine Cessna 150, wenn …

  • der Flügel unten am Rumpf sitzt
  • hinter den Türen große Seitenfenster für eine Rückbank folgen
  • du ein Einziehfahrwerk oder zwei Motoren siehst

Fazit

Die Cessna 150 ist das Flugzeug, mit dem für viele Piloten alles begann. Hochdecker mit Strebe, Bugrad, Zweiblattpropeller und eine kurze Zweisitzer-Kabine liefern den Typ, Leitwerk, Heckfenster und Fahrwerksbeine das ungefähre Baujahr, das Register die Bestätigung. Für Sammler in Europa kommt ein Extra dazu: die Reims-Maschinen aus Frankreich, allen voran die seltene FRA150 mit 130 PS.

Kurzfazit

Klein, zwei Sitze, Flügel oben mit Strebe, starres Bugrad: Das ist die Cessna 150 – oder ihre fast gleiche Nachfolgerin 152. Wer sie sucht, fährt an einen Vereins- oder Schulflugplatz und fotografiert das Kennzeichen gleich mit.

Zusammenfassung

  • Die 150 flog 1957 erstmals und löste den Spornradflieger Cessna 140 als zweisitziges Einstiegsflugzeug ab.
  • Über die Modelljahre kamen Heckfenster (1964), gepfeiltes Leitwerk (1966) und Rohrfahrwerk (1971) dazu – daran schätzt du das Baujahr.
  • Reims Aviation baute ab dem Modelljahr 1966 eigene Versionen, darunter die FRA150 mit 130-PS-Motor.
  • Ab Modelljahr 1978 übernahm die äußerlich fast gleiche Cessna 152 mit Lycoming-Motor die Rolle als Standard-Schulflugzeug.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Cessna 150?

Die Cessna 150 läuft unter C150, die Nachfolgerin 152 unter C152. Viele ältere 150 senden allerdings keine ADS-B-Daten und tauchen in Tracking-Diensten nur lückenhaft auf.

Was ist der Unterschied zwischen Cessna 150 und 152?

Die 152 ist die Weiterentwicklung ab Modelljahr 1978. Sie hat einen Lycoming O-235 statt des Continental O-200, ein höheres Startgewicht und Landeklappen, die nur noch bis 30 Grad statt 40 Grad ausfahren. Von außen sehen sich späte 150 und frühe 152 so ähnlich, dass du sie praktisch nur über das Kennzeichen sicher trennst.

Was bedeutet das F in F150?

Das F steht für Frankreich. Reims Aviation baute die 150 im Rahmen einer Kooperation mit Cessna in Lizenz, die meisten davon mit einem von Rolls-Royce gebauten Continental-Motor. In Registern steht dann oft „Reims“ als Hersteller.

Was ist eine Aerobat?

Die Aerobat ist eine kunstflugtaugliche Version, die ab Modelljahr 1970 angeboten wurde. Sie ist für +6 und −3 g zugelassen, hat Schultergurte, abwerfbare Türen und kleine Dachfenster. Dauerhafter Rückenflug war damit nicht möglich. Bei Reims hießen die Versionen FA150 und FRA150.

Wie viele Cessna 150 wurden gebaut?

Die Angaben schwanken je nach Quelle leicht, liegen aber bei knapp 24.000 Exemplaren. Davon entstanden 1.764 bei Reims in Frankreich, eine kleine Zahl wurde zudem in Argentinien montiert.

Wo sehe ich in Deutschland eine Cessna 150?

Vor allem an Verkehrs- und Sonderlandeplätzen mit Vereinen, Flugschulen und Privathaltern. Viele Maschinen sind seit Jahrzehnten im Einsatz. Als einmotorige Flugzeuge unter zwei Tonnen tragen deutsche Exemplare Kennzeichen mit D-E.

Wird die Cessna 150 noch gebaut?

Nein. Die Produktion endete mit dem Modelljahr 1977. Alle 150, die du heute siehst, sind also mindestens rund ein halbes Jahrhundert alt – viele wurden über die Jahre aufwendig gewartet, modernisiert oder umgebaut.

Cessna 150 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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