Das Wichtigste in Kürze
- Die DA40 ist ein viersitziger Tiefdecker aus Verbundwerkstoff, gebaut von Diamond Aircraft im österreichischen Wiener Neustadt.
- Schnellster Erkennungsweg: T-Leitwerk plus lange, schlanke Flügel plus große Plexiglashaube.
- Es gibt sie mit Benzin- und mit Dieselmotor: Lycoming-Versionen tanken Avgas, die DA40 D und die DA40 NG laufen mit Kerosin.
- Von der DA42 trennst du sie über die Motorenzahl: ein Propeller in der Nase heißt DA40, zwei Motoren an den Flügeln heißt DA42.
- In Tracking-Diensten erscheint der Typ als DA40; in Deutschland trägt er als Einmot unter zwei Tonnen ein D-E-Kennzeichen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Diamond DA40?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.Benzin oder Diesel: die Versionen im Überblick
- 4.DA40, DA20, Cirrus oder Piper?
- 5.Warum Flugschulen die DA40 mögen
- 6.Wo du die DA40 antriffst
- 7.Fototipps speziell für die DA40
- 8.Die DA40 im Vergleich zu anderen Schulflugzeugen
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Diamond Aircraft Industries (Wiener Neustadt, Österreich; zeitweise auch London, Ontario, Kanada) |
|---|---|
| ICAO-Typcode | DA40 |
| EASA-Musterzulassung | A.022 |
| Erstflug | 5. November 1997 (Prototyp DA40-V1 mit Rotax 914) |
| Zulassung | 2000 nach JAR-23 (Version mit Lycoming IO-360) |
| Bauweise | Tiefdecker mit T-Leitwerk, Zelle überwiegend aus Verbundwerkstoff |
| Sitzplätze | 4 (inklusive Pilot) |
| Triebwerk (Avgas-Versionen) | 1 × Lycoming IO-360-M1A, 180 PS |
| Triebwerk (DA40 D / TDI) | 1 × Thielert Centurion 1.7 oder 2.0, Diesel, 135 PS |
| Triebwerk (DA40 NG) | 1 × Austro Engine AE300, Turbodiesel, rund 165 bis 170 PS (je nach Quelle), betrieben mit Jet A-1 |
| Länge | rund 8,0 bis 8,1 m |
| Spannweite | rund 11,6 bis 11,9 m je nach Version |
| Höhe | rund 2,0 m |
| Max. Startgewicht | 1.150 kg (Grundversion), je nach Version bis 1.280 kg |
| Reisegeschwindigkeit | bis rund 150 Knoten wahre Fluggeschwindigkeit (DA40 XL) |
| Reichweite | rund 1.340 km (DA40 XL) |
| Nachgewiesene Gipfelhöhe | rund 5.000 m |
| Gebaute Exemplare | rund 2.200, davon etwa 500 DA40 NG (Stand Dezember 2020) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der Seitenflosse – bei viersitzigen Schulflugzeugen ein seltenes Bild
- Tiefdecker mit langen, schlanken Flügeln ohne Streben, deutlich gestreckter als bei Piper PA-28 oder Cessna 172
- Große, stark gewölbte Plexiglashaube über den Vordersitzen, dahinter Seitenfenster für die Rückbank
- Glatter, nahtloser Rumpf aus Verbundwerkstoff ohne sichtbare Nieten, der nach hinten schlank ausläuft
- Starres Bugradfahrwerk mit tropfenförmigen Radverkleidungen
- Ein Propeller in der Nase, meist dreiblättrig; je nach Motor fällt die Motorverkleidung unterschiedlich aus
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker, weißer Tiefdecker rollt zur Piste, das Höhenleitwerk thront ganz oben auf der Seitenflosse, über den Vordersitzen glänzt eine große Plexiglashaube: Sehr wahrscheinlich siehst du gerade eine Diamond DA40 Diamond Star. Der Viersitzer aus Österreich ist an vielen europäischen Flugschulen eines der Standardflugzeuge – und eines der wenigen Kleinflugzeuge, die du in einer Diesel-Version mit Kerosin im Tank antriffst. Hier erfährst du, wie du die DA40 sicher bestimmst, welche Versionen es gibt und wo du sie am besten vor die Linse bekommst.
DA40 im Hangar sammeln
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Was ist die Diamond DA40?
Die DA40 ist ein viersitziges, einmotoriges Leichtflugzeug in Tiefdeckerbauweise. Ihre Zelle besteht überwiegend aus Verbundwerkstoff, also aus faserverstärktem Kunststoff statt aus vernietetem Aluminium. Das macht sie zum Gegenentwurf der klassischen Schulflugzeuge aus den USA, die seit den 1950er- und 1960er-Jahren in Metall gebaut werden. Eingesetzt wird die DA40 für die Ausbildung von Privat- und Berufspiloten, für Reiseflüge und von einigen Luftstreitkräften als Anfängertrainer.
Hinter dem Typ steht Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt in Niederösterreich. Die DA40 ist die viersitzige Weiterentwicklung der zweisitzigen DA20 Katana, von der sie das Grundkonzept übernimmt: Tiefdecker, T-Leitwerk, große Haube, Kunststoffzelle. Der erste Prototyp mit der Bezeichnung DA40-V1 flog am 5. November 1997, damals noch mit einem Rotax-914-Motor. Der zweite Prototyp erhielt einen Continental-Motor, der dritte von 1998 schließlich den Lycoming IO-360, der in Serie ging. Im Jahr 2000 folgte die Zulassung nach den europäischen Bauvorschriften JAR-23. Bei der EASA läuft die Musterzulassung heute unter der Nummer A.022.
Bis Dezember 2020 hatte Diamond rund 2.200 DA40 ausgeliefert, darunter etwa 500 Exemplare der Dieselversion DA40 NG. Gebaut wurde die DA40 in Wiener Neustadt und im kanadischen London, Ontario; zudem fertigte ein Gemeinschaftsunternehmen in der chinesischen Provinz Shandong die Dieselversion DA40 TDI.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
An einem Flugplatz mit Schulbetrieb stehen oft ein Dutzend weiße Kleinflugzeuge nebeneinander. Die DA40 pickst du mit drei Blicken heraus – zwei davon funktionieren auch, wenn die Maschine im Gegenanflug weit draußen vorbeizieht.
T-Leitwerk suchen
Das Höhenleitwerk sitzt bei der DA40 ganz oben auf der Seitenflosse und bildet ein großes „T“. Cessna 172, Piper PA-28 und Cirrus SR20 haben das Höhenleitwerk dagegen unten am Rumpf.
Flügel ansehen
Die DA40 ist ein Tiefdecker mit langen, schlanken Flügeln ohne Streben. Die Streckung ist für ein viersitziges Schulflugzeug auffällig hoch – das Flugzeug wirkt fast ein wenig wie ein motorisierter Segler.
Haube und Fenster zählen
Vorn sitzt eine große, gewölbte Plexiglashaube, dahinter folgen Seitenfenster für die Rückbank. Fehlen diese hinteren Fenster und wirkt die Kabine kurz, hast du eher die zweisitzige DA20 vor dir.
Wenn alle drei Punkte passen und vorn nur ein Propeller in der Nase dreht, ist die Sache ziemlich klar. Die letzte Sicherheit gibt das Kennzeichen auf der Rumpfseite. Weil die DA40 deutlich unter zwei Tonnen wiegt und nur einen Motor hat, beginnt ein deutsches Kennzeichen mit D-E. Was die Buchstaben genau bedeuten, erklärt der Guide zu den deutschen Kennzeichen und Gewichtsklassen; für österreichische Maschinen hilft der Beitrag zu OE-Kennzeichen.
Praxis-Tipp: der glatte Rumpf
Schau dir eine abgestellte DA40 aus der Nähe an: Du findest keine Nietreihen und kaum Blechstöße. Die Oberfläche ist glatt wie bei einem Segelflugzeug. Bei einer Cessna oder Piper siehst du dagegen schon aus ein paar Metern Entfernung die Nieten im Aluminium.
Benzin oder Diesel: die Versionen im Überblick
Die DA40 gibt es in zwei grundsätzlich verschiedenen Motor-Welten. Die eine Linie fliegt mit dem klassischen Lycoming-Vierzylinder-Boxer und tankt bleihaltiges Flugbenzin Avgas 100LL. Die andere Linie fliegt mit Turbodieselmotoren und tankt Kerosin. Für Spotter ist das spannend, weil Diesel-Kleinflugzeuge immer noch eher die Ausnahme sind.
| Version | Motor | Besonderheit |
|---|---|---|
| DA40 / DA40-180 | Lycoming IO-360-M1A, 180 PS | Erste Serienversion mit Verstellpropeller |
| DA40 D (TDI) | Thielert Centurion 1.7 oder 2.0, Diesel | Erste Dieselversion, Erstflug am 28. November 2002; vor allem in Europa verkauft |
| DA40 FP | Lycoming O-360-A4M, 180 PS | Vereinfachte Version mit Festpropeller, nicht mehr im Angebot |
| DA40 XL | Lycoming IO-360 | Ab Ende 2006, etwa vier Knoten schneller dank optimierter Abgasanlage |
| DA40 XLS / CS | Lycoming IO-360 | Ab der zweiten Hälfte 2007; die XLS als gut ausgestattete Topversion, die CS als einfacher ausgestattete Variante |
| DA40 NG | Austro Engine AE300, Diesel | EASA-Zulassung im April 2010, betrieben mit Jet A-1 |
| DA40 XLT | Lycoming IO-360 | Ab April 2013 mit überarbeitetem Innenraum |
| DA40 Tundra Star | Austro Engine AE300, Diesel | Verstärktes Fahrwerk und größere Reifen für unbefestigte Pisten |
Die Dieselgeschichte
Diamond setzte früh auf Diesel: 2002 verlegte der Hersteller die Lycoming-Produktion nach Kanada, das Werk in Österreich konzentrierte sich auf die Dieselversionen. Die DA40 D flog mit Turbodieselmotoren der deutschen Firma Thielert, die Diesel und Kerosin verbrennen und über eine elektronische Motorsteuerung mit einem einzigen Hebel bedient werden. In den USA wurde die DA40 D nie zugelassen.
Nach der Insolvenz von Thielert stand Diamond ohne Motorenlieferanten da. Die Antwort war eine eigene Motorenfirma: Austro Engine, 2007 von Diamond und Partnern in Wiener Neustadt gegründet. Ihr Vierzylinder-Diesel AE300 erhielt 2009 die Zulassung von EASA und FAA, die DA40 NG folgte im April 2010. Ein stärkerer Ableger des Motors treibt die zweimotorige DA62 an. Die DA40 D wird nicht mehr neu angeboten; gebrauchte Exemplare fliegen aber weiter.
Seltene Versionen nicht verpassen
Mit Planetrack legst du einen Sichtungs-Alarm für ein bestimmtes DA40-Kennzeichen an und wirst benachrichtigt, wenn es an deinem Flugplatz anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Benziner oder Diesel von außen erkennen
Von außen ist das ohne Erfahrung kaum sicher zu sagen. Ein Hinweis ist die Form der Motorverkleidung und ihrer Lufteinlässe, die sich zwischen Lycoming- und Dieselversionen unterscheidet – am besten vergleichst du direkt zwei abgestellte Maschinen nebeneinander. Viele DA40 drehen einen Dreiblatt-Verstellpropeller, einzelne Versionen wie die CS flogen aber auch mit Zweiblattpropeller, und die einfache FP-Version hatte einen Festpropeller. Wenn du dir unsicher bist, verrät dir das Kennzeichen im Register, welche Version vor dir steht – dort ist meist auch der Motor vermerkt.
Militär und Sonderversionen
- T-52A: Die US Air Force Academy nutzte ab 2009 zwanzig DA40 CS als Anfängertrainer und ersetzte sie 2012 durch einen Typ auf Basis der Cirrus SR20.
- Bundesheer: Österreichs Streitkräfte setzen seit 2018 vier DA40 NG in der Pilotenschulung ein.
- Weitere Nutzer: Unter anderem setzen die Luftwaffen Ecuadors und Boliviens sowie das Heer von Bangladesch die DA40 in der Ausbildung ein; auch Jamaika hat Maschinen bestellt.
- eDA40: Eine vollelektrische Schulversion, im Oktober 2021 vorgestellt und am 20. Juli 2023 zum ersten Mal in der Luft.
DA40, DA20, Cirrus oder Piper?
Bei kleinen Propellerflugzeugen sind Verwechslungen viel häufiger als bei Airlinern – die Maschinen sind klein, oft weit weg und tragen ähnliche weiß-bunte Lackierungen. Der Finder hilft dir, systematisch einzugrenzen.
Schnellbestimmung: viersitziger Tiefdecker
Diamond DA40
T-Leitwerk, ein Motor in der Nase und eine Haube mit hinteren Seitenfenstern sind das typische DA40-Bild. Ob Benziner oder Diesel, verrät dir das Kennzeichen.
Diamond DA20 Katana
Ein Diamond-Tiefdecker mit T-Leitwerk, aber nur zwei Sitzen unter einer kurzen Haube, ist meist die DA20.
Diamond DA42 Twin Star
Gleiche Familienähnlichkeit, aber zwei Motoren an den Flügeln: Das ist die zweimotorige DA42 oder bei größerer Kabine die DA62.
Piper PA-28 oder ähnlicher Metall-Tiefdecker
Höhenleitwerk unten und eine klassische Kabine aus Metall sprechen für eine Piper PA-28 oder einen verwandten Tiefdecker.
Cirrus SR20 oder SR22
Ein moderner Kunststoff-Tiefdecker mit konventionellem Leitwerk ist häufig eine Cirrus. Achte auf die Flügeltüren auf beiden Seiten.
Die naheliegendste Verwechslung ist die mit der eigenen Familie. Die DA20 Katana sieht wie eine geschrumpfte DA40 aus, hat aber nur zwei Sitze. Die DA42 Twin Star teilt sich mit der DA40 die Formensprache, trägt aber zwei Motoren an den Flügeln. Außerhalb der Diamond-Familie ist die Cirrus SR20 der wichtigste Kandidat: ebenfalls Kunststoff, ebenfalls Tiefdecker, aber mit einem Leitwerk in klassischer Anordnung. Die Piper PA-28 ist aus Metall, und die Cessna 172 ist ein Hochdecker – beide trennst du schnell von der DA40. Wenn du allgemein üben willst, Typen sicherer zu bestimmen, helfen die Guides Flugzeugtypen erkennen für Anfänger und Kleinflugzeuge erkennen.
Warum Flugschulen die DA40 mögen
Die DA40 hat sich vor allem in der Ausbildung durchgesetzt. Ein Grund ist ihre Sicherheitsbilanz: Eine Auswertung der Fachzeitschrift Aviation Consumer aus dem Jahr 2011 kam für die DA40 auf eine Rate von 0,35 tödlichen Unfällen pro 100.000 Flugstunden – damals der niedrigste Wert in der US-amerikanischen allgemeinen Luftfahrt. Zum Vergleich nannte die Auswertung 0,45 für die Cessna 172 und 1,6 für die Cirrus-Modelle SR20 und SR22 zusammen. Als Gründe gelten die gestreckten Flügel, die geringe Flächenbelastung und die gutmütigen Flugeigenschaften, gerade beim Überziehen.
Dazu kommt das moderne Cockpit. Viele DA40 fliegen mit dem Garmin G1000, je nach Ausstattung sind sie für Sichtflug, Nachtflug und Instrumentenflug zugelassen. Wer in einer DA40 lernt, sitzt also vor Bildschirmen statt vor Rundinstrumenten, wie es später auch im Airliner üblich ist. Was hinter Sicht- und Instrumentenflug steckt, erklärt der Beitrag VFR und IFR im Vergleich.
Ein paar Details sind für Schüler ungewohnt: Das Bugrad ist frei schwenkbar, gelenkt wird am Boden über die Radbremsen der Hauptfahrwerksräder. Und eingestiegen wird nicht über eine Seitentür wie bei vielen Metall-Tiefdeckern, sondern über die Flügelvorderkante unter die aufgeklappte Haube. Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, ins Cockpit zu wechseln, findest du in Privatpilotenlizenz PPL(A) und Pilot werden: die Wege ins Cockpit die passenden Infos.
Wo du die DA40 antriffst
Die DA40 ist ein Flugzeug der Flugschulen und kleinen Plätze. An Verkehrslandeplätzen mit Ausbildungsbetrieb stehen oft mehrere Maschinen in einheitlicher Lackierung nebeneinander, und bei gutem Flugwetter wird dort im Minutentakt Platzrunde geflogen. In Österreich ist die Dichte rund um Wiener Neustadt naturgemäß hoch, doch auch in Deutschland und der Schweiz gehört die DA40 an vielen Schulplätzen zum Alltag. Wer ohnehin nach Wiener Neustadt fährt, kann den Besuch mit dem Flugmuseum Aviaticum Wiener Neustadt verbinden.
An großen Drehkreuzen spielt Kleinflugverkehr kaum eine Rolle. Am Flughafen Wien zum Beispiel dominieren Airliner, eine DA40 siehst du dort allenfalls ausnahmsweise. Ob an einem kleineren Verkehrsflughafen mit eigenem Bereich für die allgemeine Luftfahrt regelmäßig eine DA40 auftaucht, hängt vom jeweiligen Platz ab.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Flugplätze mit Flugschule | hoch | Die DA40 ist ein verbreitetes Ausbildungsflugzeug, auch für Berufspiloten |
| Raum Wiener Neustadt | hoch | Heimat des Herstellers mit Werk und Erprobungsbetrieb |
| Vereinsflugplätze | mittel | Einzelne Vereine und Halter fliegen die DA40 als Reiseflugzeug |
| Messen und Flugtage | mittel | Diamond zeigt seine Flugzeuge regelmäßig auf Fachmessen |
| Große Drehkreuze | niedrig | Kaum Kleinflugverkehr, die Kapazität gehört den Airlinern |
In Tracking-Apps nicht immer sichtbar
Nicht jede Kleinmaschine sendet ADS-B-Positionsdaten, und viele Schulflüge laufen nach Sichtflugregeln ohne Flugplan. DA40-Flüge tauchen in Tracking-Diensten deshalb oft nur lückenhaft auf. Wie du trotzdem das Maximum herausholst, erklärt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B.
Eine gute Gelegenheit, die DA40 und ihre Geschwister geballt zu sehen, ist die AERO Friedrichshafen, die wichtigste Messe für die allgemeine Luftfahrt in Europa. Auch auf Flugplatzfesten in Deutschland stehen Schulflugzeuge oft zum Anfassen nah auf dem Vorfeld. Mehr Ideen für Kleinflugzeug-Touren findest du im Beitrag General Aviation spotten.
Fototipps speziell für die DA40
Kleinflugzeuge sind fotografisch eine eigene Disziplin, und die DA40 hat ein paar Eigenheiten, die du nutzen kannst.
Propeller drehen lassen
Bei sehr kurzen Belichtungszeiten friert der Dreiblattpropeller ein, und das Flugzeug wirkt wie abgestellt. Geh im Flug deutlich länger, etwa in den Bereich von 1/125 bis 1/250 Sekunde, und zieh sauber mit. Details stehen im Guide Propeller fotografieren.
T-Leitwerk ins Profil setzen
Das Leitwerk ist das Markenzeichen der DA40. Im Seitenprofil oder schräg von hinten kommt es am besten zur Geltung – frontal verschwindet es hinter der Haube.
Spiegelungen auf der Haube
Die große Plexiglashaube spiegelt stark. Ein Polfilter oder ein leicht anderer Winkel zur Sonne hilft, damit du ins Cockpit siehst statt in den Himmel.
Kennzeichen lesbar halten
Für die Bestimmung von Version und Motor ist das Kennzeichen entscheidend. Mach mindestens ein Bild, auf dem es auf der Rumpfseite gut lesbar ist.
Weiße Kunststoffzellen sind im prallen Mittagslicht schnell überbelichtet. Flaches Licht am Vormittag oder Nachmittag bringt Struktur in die glatten Flächen; wann es an deinem Flugplatz passt, kannst du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot vorab berechnen. Bevor du dich an den Zaun stellst, lohnt ein Blick in Ist Planespotting erlaubt? – auch an kleinen Plätzen sind Vorfeld und Piste tabu.
Bereit für deinen Diamond-Tag?
- Ich habe einen Flugplatz mit Flugschule in meiner Nähe gefunden, die DA40 einsetzt.
- Das Wetter passt: Sichtflugwetter heißt Schulbetrieb, tiefe Wolken heißen Ruhe.
- Ich weiß, wo die Sonne zu meiner Wunsch-Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt liegt außerhalb des Flugplatzgeländes oder in einem freigegebenen Bereich.
- Ich habe eine längere Belichtungszeit für Propellerbewegung eingestellt.
Die DA40 im Vergleich zu anderen Schulflugzeugen
Im Vergleich mit den Klassikern steht die DA40 für die moderne Generation. Die Cessna 172 und die Piper PA-28 stammen aus den 1950er- und 1960er-Jahren, sind aus Metall gebaut und an fast jedem Flugplatz vertreten. Die französische Robin DR400 setzt auf Holzbauweise und ist an ihren geknickten Flügelenden zu erkennen. Der zweisitzige Grob G 115 ist wie die DA40 ein Kunststoffflugzeug aus Europa, aber ein reiner Zweisitzer. Und wer nach der DA40 eine Stufe höher geht, trifft in der Ausbildung oft auf die zweimotorige DA42 – ein naheliegender Schritt, weil Cockpit und Handling verwandt sind.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die DA40, wenn …
- das Höhenleitwerk oben auf der Seitenflosse sitzt
- du einen Tiefdecker mit langen, schlanken Flügeln ohne Streben siehst
- hinter der großen Haube Seitenfenster für die Rückbank folgen
- vorn nur ein Propeller in der Nase dreht
- im Register oder Tracking-Dienst DA40 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Kabine auffällig kurz wirkt – dann kann es eine DA20 sein
- dir die Motorverkleidung ungewohnt vorkommt – dann kann es eine Diesel-Version sein
- das Fahrwerk auffällig groß bereift ist – dann könnte es eine Tundra Star sein
Es ist keine DA40, wenn …
- das Höhenleitwerk unten am Rumpf sitzt
- du zwei Motoren an den Flügeln siehst
- der Flügel oben auf der Kabine sitzt
- die Zelle sichtbar aus vernietetem Aluminium besteht
Fazit
Die Diamond DA40 ist das Schulflugzeug, das nicht wie ein klassisches Schulflugzeug aussieht. T-Leitwerk, schlanke Flügel, große Haube und glatter Kunststoffrumpf liefern den Typ, das Kennzeichen die Bestätigung und den Hinweis auf Benziner oder Diesel. Für Sammler wird es interessant, wenn du anfängst, Versionen zu unterscheiden: frühe DA40-180, die Thielert-Diesel, die DA40 NG oder eine seltene Tundra Star.
Kurzfazit
Tiefdecker, T-Leitwerk, ein Propeller in der Nase und Fenster hinter der Haube: Das ist die DA40. Wer sie gezielt sucht, fährt an einen Flugplatz mit Flugschule statt an ein Drehkreuz – und prüft das Kennzeichen, um Benziner und Diesel auseinanderzuhalten.
Zusammenfassung
- Die DA40 flog erstmals 1997 und ist seit 2000 zugelassen; sie entstand als viersitzige Weiterentwicklung der zweisitzigen DA20.
- Bis Ende 2020 wurden rund 2.200 Exemplare ausgeliefert, davon etwa 500 der Dieselversion DA40 NG mit Austro-Engine-Motor.
- T-Leitwerk, Haube und schlanke Flügel grenzen sie von Cessna 172, Piper PA-28 und Cirrus SR20 ab.
- Spotten lohnt sich vor allem an Flugplätzen mit Flugschulen, denn die DA40 ist ein verbreitetes Ausbildungsflugzeug.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Diamond DA40?
Die DA40 läuft unter DA40, unabhängig davon, ob ein Lycoming- oder ein Dieselmotor eingebaut ist. Die Motorvariante erkennst du also nicht am Typcode, sondern nur am Flugzeug selbst oder über das Register.
Was bedeutet „Diamond Star“?
Diamond Star ist der Verkaufsname der DA40. Diamond vergibt für seine Typen solche Namen, etwa Katana für die zweisitzige DA20 und Twin Star für die zweimotorige DA42.
Warum fliegt die DA40 mit Diesel?
Die Dieselversionen DA40 D und DA40 NG verbrennen Kerosin (Jet A-1), die DA40 D zusätzlich auch Diesel. Kerosin ist an Flugplätzen weltweit verbreitet, während das klassische Flugbenzin Avgas 100LL bleihaltig ist. Die Dieselmotoren werden über eine elektronische Motorsteuerung mit einem einzigen Leistungshebel bedient.
Was ist der Unterschied zwischen DA40 D und DA40 NG?
Die DA40 D (in manchen Märkten DA40 TDI genannt) flog mit Thielert-Dieselmotoren vom Typ Centurion. Nach der Insolvenz von Thielert entwickelte Diamond über seine Tochter Austro Engine einen eigenen Motor, den AE300. Die damit ausgerüstete DA40 NG erhielt im April 2010 die EASA-Zulassung. Die DA40 D wird nicht mehr neu verkauft.
Wie unterscheide ich die DA40 von der DA20?
Die DA20 Katana ist ein Zweisitzer mit kürzerer Kabine; hinter der Haube kommt bei ihr gleich der schlanke Rumpf. Die DA40 hat hinter der Haube zusätzliche Seitenfenster für die Rückbank und wirkt insgesamt deutlich größer. Beide haben ein T-Leitwerk.
Wo sehe ich in Deutschland oder Österreich eine DA40?
Am ehesten an Flugplätzen mit Flugschulen, denn die DA40 ist ein beliebtes Ausbildungsflugzeug, auch für die Berufspilotenausbildung. In Österreich nutzt zudem das Bundesheer seit 2018 vier DA40 NG für die Pilotenschulung. Deutsche DA40 tragen Kennzeichen mit D-E, österreichische beginnen mit OE-.
Gibt es die DA40 auch elektrisch?
Ja, als Erprobungsträger: Diamond stellte im Oktober 2021 die vollelektrische eDA40 als Schulflugzeug vor, der Erstflug fand am 20. Juli 2023 statt. Ob und in welchem Umfang sie inzwischen im Schulbetrieb fliegt, prüfst du vor einer gezielten Suche am besten aktuell.
Diamond DA40 Diamond Star sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Langer, schlanker Flügel, T-Leitwerk, glatter Verbundrumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA42 Twin Star aus Wiener Neustadt ist einer der wichtigsten Mehrmotor-Trainer der Welt – und als MPP auch ein fliegender Sensorträger.
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Lange Kabine, T-Leitwerk, Kohlefaser-Rumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA62 ist das Reiseflugzeug-Flaggschiff aus Wiener Neustadt – und als MPP eine Sensorplattform für Behörden, Feuerwehr und Vermessung.
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