Cirrus SR20

Glatte Verbundzelle, Tiefdecker ohne Streben, starres Fahrwerk und ein Fallschirm für das ganze Flugzeug: Die Cirrus SR20 hat die Reiseflugzeug-Klasse neu definiert. So erkennst du sie und grenzt sie von der SR22 ab.

Auch bekannt als: SR20 G6 · SR20 G7 · TRAC20 · Cirrus SRV · T-53A · SR-Serie

USACirrus AircraftAllgemeine LuftfahrtICAO-Typcode: SR2012 Min. Lesezeit

SR20

ICAO-Typcode

1995

Erstflug

CAPS

Fallschirm für das ganze Flugzeug

11,68 m

Spannweite

Das Wichtigste in Kürze

  • Die SR20 ist der Einstieg in die Cirrus-SR-Serie: ein viersitziges Reiseflugzeug in Verbundbauweise, zugelassen 1998.
  • Ihr Markenzeichen ist CAPS: Sie war das erste Serienflugzeug der allgemeinen Luftfahrt mit einem Fallschirm, der das ganze Flugzeug zu Boden bringt.
  • Schnellster Erkennungsweg: glatter Tiefdecker ohne Streben, starres Fahrwerk, Flügeltüren – und die typische Cirrus-Silhouette.
  • Von der SR22 trennst du sie von außen kaum; die sichere Bestimmung liefert das Kennzeichen oder der ICAO-Code SR20 im Tracking.
  • Viele SR20 fliegen bei Flugschulen, darunter Airline-Akademien und Universitäten; die Trainingsversion heißt TRAC20.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Cirrus SR20?
  2. 2.CAPS: der Fallschirm für das ganze Flugzeug
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.Generationen und Varianten
  5. 5.SR20 im Flugschuleinsatz
  6. 6.SR20, SR22, DA40 oder Piper?
  7. 7.Wo du die SR20 antriffst
  8. 8.Fototipps speziell für die SR20
  9. 9.Die Familie rund um die SR20
  10. 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerCirrus Aircraft (Duluth, Minnesota, USA)
FamilieSR-Serie (SR20, SR22, SR22T)
ICAO-TypcodeSR20
Erstflug21. März 1995
Zulassung23. Oktober 1998 durch die US-Luftfahrtbehörde FAA
AuslieferungsbeginnJuli 1999
Gebaute Exemplaremehr als 2.000 (Stand 2025)
Triebwerk (seit G6, 2017)1 × Lycoming IO-390, Vierzylinder-Boxer, 215 hp
Triebwerk (bis G5)1 × Continental IO-360-ES, Sechszylinder-Boxer, 200 hp
BauweiseTiefdecker in Verbundbauweise, starres Bugradfahrwerk
Länge7,92 m
Spannweite11,68 m
Höhe2,72 m
Sitzplätze4, bei neueren Modellen mit geteilter Rückbank bis zu 5
Max. Abfluggewicht (G3)1.383 kg
Reisegeschwindigkeit (G3)rund 155 Knoten (rund 287 km/h)
Dienstgipfelhöhe (G3)17.500 ft (rund 5.300 m)
RettungssystemCAPS-Gesamtrettungsfallschirm serienmäßig

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Tiefdecker ohne Streben: Der Flügel sitzt unten am Rumpf und kommt ganz ohne Abstützung aus
  • Glatte, fugenarme Oberfläche aus Verbundwerkstoff – kein Nietbild wie bei Cessna oder Piper
  • Starres Bugradfahrwerk mit schlanken Federbeinen und großen Radverkleidungen
  • Lange, schmale Flügel mit einem kleinen Absatz an der Vorderkante im Außenbereich – dem sogenannten Cuff
  • Zwei große Flügeltüren, die nach vorn oben aufschwenken, und eine stark gewölbte, tropfenförmige Kabine
  • Spitze Nase mit Propeller-Spinner, dahinter ein gleichmäßig zum Heck auslaufender Rumpf

Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld des Flugplatzes steht ein auffallend glattes, weißes Kleinflugzeug, der Flügel sitzt unten, Streben gibt es keine, die Türen schwenken nach vorn oben auf: Das ist sehr wahrscheinlich eine Maschine der Cirrus-SR-Serie. Die SR20 ist das Einstiegsmodell dieser Familie und das Flugzeug, mit dem Cirrus Ende der 1990er-Jahre die Klasse der viersitzigen Reiseflugzeuge aufgemischt hat. Hier erfährst du, was sie besonders macht, wie du sie bestimmst und warum sie dir immer öfter bei Flugschulen begegnet.

SR20 im Hangar sammeln

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Was ist die Cirrus SR20?

Die Cirrus SR20 ist ein einmotoriges Reiseflugzeug mit vier Sitzen, bei neueren Modellen mit geteilter Rückbank auch fünf. Gebaut wird sie von Cirrus Aircraft in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota. Die Brüder Alan und Dale Klapmeier gründeten die Firma 1984 in Wisconsin, zunächst um ein Bausatzflugzeug zu entwickeln. 1994 zog das Unternehmen nach Duluth, und im selben Jahr zeigte Cirrus ein Modell der späteren SR20 der Öffentlichkeit.

Der Prototyp flog am 21. März 1995. Am 23. Oktober 1998 erteilte die US-Luftfahrtbehörde FAA die Zulassung, im Juli 1999 begannen die Auslieferungen. Bis 2025 entstanden mehr als 2.000 SR20. Die stärkere Cirrus SR22 kam 2001 hinzu und wurde zum Verkaufsschlager der Familie; seit 2013 baut Cirrus mehr Kolbenmotorflugzeuge als jeder andere Hersteller. Seit 2011 gehört die Firma zum chinesischen Konzern CAIGA, einem Teil der staatlichen AVIC-Gruppe.

Drei Dinge waren 1998 neu in dieser Klasse und prägen die SR20 bis heute:

  • Verbundbauweise: Die SR-Serie gehörte zu den ersten in großer Stückzahl gebauten Leichtflugzeugen, deren Zelle komplett aus Verbundwerkstoff besteht. Daher die glatte, fast fugenlose Oberfläche.
  • Gesamtrettungsfallschirm CAPS: Die SR20 war das erste Serienflugzeug der allgemeinen Luftfahrt mit einem Fallschirm für das ganze Flugzeug.
  • Seitliche Steuerung: Statt eines Steuerhorns in der Mitte greift der Pilot eine seitlich angebrachte Steuerung, die Cirrus „Side Yoke“ nennt.
SR20ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
1998FAA-Zulassung – Auslieferungen ab Juli 1999
215 hpLeistung des Lycoming IO-390 seit der Generation G6

CAPS: der Fallschirm für das ganze Flugzeug

Die Idee hat eine persönliche Geschichte: Alan Klapmeier überlebte 1985 einen Zusammenstoß in der Luft. Die Brüder beschlossen daraufhin, ihr Serienflugzeug mit einem Fallschirm auszurüsten, und entwickelten das Cirrus Airframe Parachute System gemeinsam mit dem Spezialisten Ballistic Recovery Systems. 1998 wurde das System in einem SR20-Prototyp erprobt.

So funktioniert es: Der Fallschirm liegt in einem Fach im hinteren Rumpf. Zieht der Pilot den Auslösegriff in der Kabine, schießt eine kleine Feststoffrakete den Schirm aus seinem Fach, und innerhalb weniger Sekunden öffnet er sich vollständig. Das Flugzeug sinkt dann am Schirm zu Boden. Gedacht ist CAPS für Situationen, in denen eine kontrollierte Landung nicht mehr möglich ist, etwa nach Kontrollverlust, Strukturschäden oder einer Kollision.

Der erste Einsatz im Ernstfall fand 2002 in Texas statt, damals in einer SR22; der Pilot blieb unverletzt. Seitdem hat sich das System viele Male bewährt: Bis Herbst 2021 zählte man über die gesamte Cirrus-Flotte hinweg mehr als 100 erfolgreiche Auslösungen mit über 200 Überlebenden. Die Zahlen steigen laufend, daher lohnt bei Interesse ein Blick in aktuelle Statistiken.

Am Boden hinschauen lohnt sich

Das Fallschirmfach liegt im hinteren Rumpf hinter der Kabine. Achte bei Cirrus-Maschinen auf Hinweisschilder in diesem Bereich – sie sind für Helfer nach einem Zwischenfall wichtig und für dich ein schönes Detailmotiv. Bleib aber immer hinter Zaun und Absperrung: Vorfeld und Abstellflächen sind auch an kleinen Plätzen kein Fotostandort.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Bei kleinen Kolbenflugzeugen achtest du auf Flügellage, Fahrwerk und Oberfläche. Die SR20 lässt sich damit auch in der Platzrunde gut einordnen.

Tiefdecker ohne Streben

Der Flügel sitzt unten am Rumpf, lang und schlank, ohne jede Abstützung. Im Außenbereich der Vorderkante siehst du einen kleinen Absatz – das Cuff, das das Verhalten beim Strömungsabriss gutmütiger macht.

Starres Bugradfahrwerk

Anders als viele schnelle Reiseflugzeuge fährt die SR20 ihr Fahrwerk nie ein. Drei Räder mit großen, stromlinienförmigen Verkleidungen bleiben auch im Flug sichtbar.

Glatte Verbundzelle

Keine Nietreihen, keine Blechstöße: Rumpf und Flügel wirken wie aus einem Guss. Dazu kommen die stark gewölbten Kabinenscheiben und die Flügeltüren, die nach vorn oben öffnen.

Passt alles, hast du eine Maschine der SR-Serie vor dir. Ob es eine SR20 oder eine SR22 ist, sagt dir aber erst das Kennzeichen. Wie du es liest und nachschlägst, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Deutsche SR20 tragen Kennzeichen mit D-E, also der Gruppe für einmotorige Flugzeuge bis zwei Tonnen; mehr dazu in Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen.

Generationen und Varianten

Cirrus entwickelt die SR-Serie in Generationen weiter. Von außen sind die Unterschiede oft klein, im Cockpit und unter der Haube dagegen deutlich.

Jahr Version Was sich änderte
1999 SR20 Erste Serienmaschinen mit Continental IO-360-ES (200 hp)
2004 SR20 G2 Überarbeitete Zelle, Glascockpit Avidyne Entegra
2004 SRV Vereinfachte Version nur für Sichtflug, vorgestellt 2003, bis Modelljahr 2009 angeboten
2007/2008 SR20 G3 Leichterer Flügel mit Kohlefaserholm, höheres Abfluggewicht, etwas schneller
2017 SR20 G6 Neuer Motor Lycoming IO-390 mit 215 hp, mehr Zuladung
2019 TRAC20 Trainingsversion für Flugschulen mit IO-390
2024 SR20 G7 Neues Cockpit mit Touchscreen-Bedienung (Garmin Perspective Touch+)
2025 G7+ Ausbau der Sicherheitssysteme, unter anderem automatische Notlandefunktion

Für dich als Spotter wichtig: SR20 mit dem alten Continental-Motor stammen aus der Zeit vor 2017, Maschinen mit IO-390 aus den Jahren danach. Den Unterschied siehst du von außen kaum, im Register steht er aber in den Typdaten.

TRAC20: die Version für die Schule

Mit der TRAC20 bietet Cirrus seit 2019 eine auf Ausbildung zugeschnittene Ausführung an. Sie nutzt den Lycoming IO-390-Motor, ein Garmin-Glascockpit mit digitalem Dreiachsen-Autopiloten, doppelte Lichtmaschinen und Batterien sowie Airbag-Gurte vorn. Das Fahrwerk ist wie bei jeder SR20 fest. Laut Hersteller liegt die Startstrecke bei rund 514 Metern, die Zuladung bei rund 469 Kilogramm. Inzwischen führt Cirrus seine Schulflugzeuge unter der Bezeichnung TRAC-Serie, zu der auch Ableger von SR22 und SR22T gehören.

T-53A: die SR20 bei der US Air Force Academy

Einen militärischen Ableger gibt es ebenfalls: 2011 wählte die US Air Force Academy 25 SR20 als Schulflugzeuge aus und führt sie als T-53A. Auch an den Akademien der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte und der Marine fliegt eine gemischte Flotte aus SR20 und SR22.

Seltene Kennzeichen nicht verpassen

Setz die SR20 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein bestimmtes Kennzeichen an deinem Flugplatz landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

SR20 im Flugschuleinsatz

Ursprünglich war die SR20 als Reiseflugzeug für Privatpiloten gedacht. Heute ist die Ausbildung einer ihrer wichtigsten Einsatzbereiche. Der Grund liegt auf der Hand: Moderne Airline-Akademien wollen ihre Flugschüler früh an Glascockpits gewöhnen, und die SR20 bringt genau das mit, dazu Sicherheitsausstattung wie CAPS und – bei neueren Modellen – elektronischen Stabilitätsschutz. Gleichzeitig ist sie weniger stark motorisiert als die SR22 und damit im Unterhalt einfacher.

Zu den großen Betreibern zählen laut Übersichten unter anderem die Ausbildungsakademie von United Airlines, die chinesische Flugschul-Universität CAFUC, mehrere US-Universitäten mit Luftfahrtstudiengängen und Lufthansa Flight Training, das Schulungsunternehmen der Lufthansa Group. Die Flottengrößen ändern sich häufig; bei konkreten Zahlen lohnt der Blick in aktuelle Angaben der Schulen selbst.

Cirrus unterstützt das mit eigenen Schulungsangeboten und Partnern für die Ausbildung auf seinen Flugzeugen. Wenn du selbst über eine Lizenz nachdenkst, findest du die Grundlagen im Beitrag Privatpilotenlizenz PPL(A) und einen Überblick über alle Wege in Pilot werden. Wer den Berufsweg anpeilt, liest weiter bei ATPL-Ausbildung und Kosten.

SR20, SR22, DA40 oder Piper?

Bei Tiefdeckern der allgemeinen Luftfahrt passieren Verwechslungen leicht – viele sind weiß, klein und weit weg. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: einmotoriger Tiefdecker

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Cirrus SR20 oder SR22

Glatte Verbundzelle, klassisches Leitwerk und starres Fahrwerk sind das typische Cirrus-Bild. Ob SR20 oder SR22, klärt nur das Kennzeichen.

Wahrscheinlich

Diamond DA40

Glatte Verbundzelle plus T-Leitwerk und schlanker Heckausleger sprechen für die Diamond DA40 aus Österreich.

Möglich

Piper PA-28 oder ähnlicher Metall-Tiefdecker

Sichtbare Nietreihen und ein eher kantiger Rumpf deuten auf einen Metall-Tiefdecker wie die Piper PA-28 hin.

Möglich

Kein Cirrus SR – eher Bonanza oder Mooney

Die SR-Serie fährt ihr Fahrwerk nie ein. Ein Tiefdecker ohne sichtbare Räder ist eher eine Beechcraft Bonanza oder eine Mooney M20.

Die knifflige Frage ist fast immer SR20 oder SR22. Beide teilen sich die Grundform, der Unterschied liegt vor allem im Motor: Die SR22 hat einen größeren Sechszylinder und ist deutlich schneller. Ohne Kennzeichen oder Typcode im Tracking-Dienst wirst du das selten sicher sagen können. Die Diamond DA40 erkennst du dagegen leicht an ihrem T-Leitwerk, die Piper PA-28 an ihrer Metallzelle mit kürzerem, dickerem Flügel. Mehr zum systematischen Bestimmen von Kleinflugzeugen findest du unter Kleinflugzeuge erkennen.

Wo du die SR20 antriffst

Die SR20 ist ein Flugzeug für Verkehrslandeplätze und kleinere Flughäfen mit Bereich für die allgemeine Luftfahrt. Als Reiseflugzeug ist sie aber mobiler als die typische Platzrunden-Cessna: Halter nutzen sie gern für Strecken quer durch Deutschland und ins Ausland, deshalb taucht sie auch an Plätzen auf, an denen keine Cirrus stationiert ist.

Ort Trefferchance Warum
Flugplätze mit Cirrus-Flugschule hoch Schulmaschinen fliegen dort täglich Platzrunden
Verkehrslandeplätze mit Reiseverkehr mittel bis hoch Privatpiloten nutzen die SR20 für Strecken
Kleinere Verkehrsflughäfen mit GA-Bereich mittel Gastflüge zwischen den Linienflügen
Große Drehkreuze niedrig Kaum Kleinflugverkehr
Luftfahrtmessen und Flugplatzfeste mittel Hersteller und Halter stellen gern aus

Kleine Plätze in deiner Umgebung findest du über die Tipps in Flugplätze auf Karten finden. Gute Chancen auf viele Kleinflugzeuge an einem Ort bieten die AERO Friedrichshafen, die Messe der allgemeinen Luftfahrt am Bodensee, und die Flugplatzfeste in Deutschland. In den USA ist das große Pflichtprogramm die EAA AirVenture in Oshkosh, auf der Cirrus 2003 auch die Sichtflug-Version SRV vorstellte.

Im Tracking oft besser sichtbar als ältere Kleinflugzeuge

Moderne SR20 haben Transponder und Verkehrsinformationen an Bord, viele senden ADS-B-Daten. Trotzdem fliegen Kleinflugzeuge häufig nach Sichtflugregeln ohne Flugplan, und nicht jede Maschine ist in jedem Dienst sichtbar. Wie du trotzdem fündig wirst, steht in Flugverfolgung mit ADS-B.

Fototipps speziell für die SR20

Die glatte Verbundzelle spiegelt stark. Das macht die SR20 bei hartem Mittagslicht schwierig, bei weichem Abendlicht dagegen sehr fotogen.

Propeller in Bewegung

Mit sehr kurzen Belichtungszeiten wirkt der Propeller eingefroren. Geh im Flug deutlich länger und zieh sauber mit. Details findest du in Propeller fotografieren.

Reflexe im Griff

Weiße, glatte Flächen brennen schnell aus. Belichte eher etwas knapper und plan deine Session mit flach stehender Sonne – wie, erklärt Sonnenstand planen.

Flügeltüren offen

Am Abstellplatz mit geöffneten Türen, die nach vorn oben schwenken, wirkt die SR20 fast wie ein Sportwagen. Ein Motiv, das du bei kaum einem anderen Kleinflugzeug bekommst.

Kennzeichen sichern

Weil du SR20 und SR22 optisch kaum trennst, brauchst du ein Bild mit gut lesbarem Kennzeichen auf der Rumpfseite.

Bevor du dich an den Zaun stellst, lies Ist Planespotting erlaubt? – auch an kleinen Plätzen gelten klare Regeln für Vorfeld und Pistenbereich. Mit Planetrack findest du auf der Spot-Karte Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos für deinen Standort.

Bereit für die Cirrus-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich kenne einen Flugplatz mit Flugschule oder regelmäßigem Reiseverkehr.
  • Das Wetter passt: Sichtflugwetter bedeutet Betrieb.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
  • Mein Standpunkt liegt außerhalb des Flugplatzgeländes oder in einem freigegebenen Bereich.
  • Ich achte auf ein Foto mit lesbarem Kennzeichen, um SR20 und SR22 zu trennen.

Die Familie rund um die SR20

Die SR20 ist der Einstieg in eine Produktfamilie, die nach oben bis zum Jet reicht. Darüber liegt die SR22 mit stärkerem Motor, als SR22T zusätzlich mit Turbolader. Ganz oben steht der einstrahlige Cirrus Vision Jet SF50, der den Fallschirmgedanken in die Jetklasse überträgt. Wer mit der SR20 als Flugschüler beginnt, kann innerhalb der Familie aufsteigen und bleibt dabei in einem vertrauten Cockpit-Konzept.

Im Vergleich zu klassischen Schulflugzeugen wie der Cessna 172 ist die SR20 schneller, moderner ausgestattet und aufwendiger gebaut. Andere Hersteller setzen bei Schulmaschinen ebenfalls auf Verbundwerkstoff, etwa Grob mit der G 115 oder Diamond mit der DA40. Wer schnellere Reiseflugzeuge mit Einziehfahrwerk sucht, landet bei der Beechcraft Bonanza oder der Mooney M20.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Cirrus SR20, wenn …

  • ein glatter Tiefdecker ohne Streben vor dir steht
  • das Bugradfahrwerk fest ist und große Radverkleidungen trägt
  • die Türen nach vorn oben aufschwenken
  • im Register oder Tracking-Dienst SR20 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • alles nach Cirrus aussieht – dann kann es genauso eine SR22 oder SR22T sein
  • das Leitwerk ungewöhnlich hoch wirkt – dann prüf, ob es eine Diamond ist

Es ist keine Cirrus SR20, wenn …

  • der Flügel oben sitzt oder Streben hat
  • im Flug keine Räder zu sehen sind
  • du deutliche Nietreihen auf Rumpf und Flügel siehst
  • das Flugzeug zwei Motoren hat

Fazit

Die Cirrus SR20 hat gezeigt, dass ein Kleinflugzeug nicht nach den 1950er-Jahren aussehen muss. Glatter Tiefdecker aus Verbundwerkstoff, starres Fahrwerk, Flügeltüren und der Fallschirm im Heck machen sie unverwechselbar – zumindest bis zur Frage, ob es nicht doch eine SR22 ist. Dafür brauchst du das Kennzeichen. Spannend für Sammler sind frühe Maschinen der ersten Generation, die seltene SRV und Schulflugzeuge im TRAC-Design.

Kurzfazit

Glatte Verbundzelle, Tiefdecker ohne Streben, starres Fahrwerk und CAPS im Heck: Das ist die Cirrus-SR-Serie. Die SR20 ist ihr Einstiegsmodell und ein häufiges Schulflugzeug. Wer sicher bestimmen will, fotografiert das Kennzeichen mit – und sucht sie an Flugplätzen mit Flugschule und Reiseverkehr.

Zusammenfassung

  • Die SR20 flog erstmals 1995, wurde 1998 von der FAA zugelassen und wird seit 1999 ausgeliefert.
  • Seit der Generation G6 von 2017 treibt ein Lycoming IO-390 mit 215 hp die SR20 an, davor ein Continental IO-360-ES mit 200 hp.
  • Serienmäßig an Bord sind der Gesamtrettungsfallschirm CAPS, Sidestick-Steuerung und ein Glascockpit von Garmin.
  • Spotten lohnt sich an Verkehrslandeplätzen und Flughäfen mit Bereich für die allgemeine Luftfahrt, besonders dort, wo Flugschulen Cirrus einsetzen.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Cirrus SR20?

Die SR20 läuft unter SR20. Die stärkere Schwester SR22 hat den Code SR22, die Turbo-Version SR22T den Code S22T. In Tracking-Diensten trennst du die Typen damit sauber.

Was ist CAPS?

CAPS steht für Cirrus Airframe Parachute System. Im Notfall zieht der Pilot einen Griff in der Kabine, eine kleine Feststoffrakete im hinteren Rumpf zieht den Fallschirm aus seinem Fach, und das gesamte Flugzeug sinkt am Schirm zu Boden. Cirrus entwickelte das System zusammen mit dem Hersteller Ballistic Recovery Systems.

Wie unterscheide ich die SR20 von der SR22?

Von außen kaum. Beide teilen sich Rumpf, Flügel und Leitwerk, der Unterschied steckt vor allem im Motor: Die SR22 hat einen deutlich stärkeren Sechszylinder. Sicher bist du nur mit dem Kennzeichen im Register oder dem Typcode im Tracking.

Warum fliegen so viele Flugschulen die SR20?

Die SR20 bringt ein modernes Glascockpit und Sicherheitsausstattung wie CAPS mit, ist aber weniger stark motorisiert als die SR22. Für die Ausbildung bietet Cirrus zudem die Trainingsversion TRAC20 an. Zu den Betreibern zählen Airline-Flugschulen und Universitäten, unter anderem in den USA.

Ist die SR20 ein Hochdecker wie die Cessna 172?

Nein. Die SR20 ist ein Tiefdecker, der Flügel sitzt unten am Rumpf und hat keine Streben. Die Cessna 172 ist ein Hochdecker mit Strebe. Damit ist diese Unterscheidung selbst auf große Entfernung einfach.

Hat die SR20 ein Steuerhorn?

Nein, sie hat eine seitlich angebrachte Steuerung, die Cirrus „Side Yoke“ nennt. Sie sitzt links für den Piloten und rechts für den Copiloten an der Kabinenwand. Damit bleibt der Bereich vor den Sitzen frei.

Wo sehe ich in Deutschland eine Cirrus SR20?

Am ehesten an Verkehrslandeplätzen und an kleineren Flughäfen mit Bereich für die allgemeine Luftfahrt. Deutsche SR20 tragen Kennzeichen der Gruppe D-E, die für einmotorige Flugzeuge bis zwei Tonnen steht.

Cirrus SR20 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

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