Das Wichtigste in Kürze
- Die Baron ist die zweimotorige Bonanza-Schwester: Erstflug 1960, Serienbau seit 1961, laut Textron Aviation mehr als 6.000 Exemplare.
- Zwei Familien, zwei Hauptcodes: die kürzere Baron 55 (BE55) und die gestreckte Baron 58 (BE58) mit Doppeltür hinten rechts.
- Schnellster Erkennungsweg: zwei Motoren an den Flügeln, Einziehfahrwerk und gepfeiltes, konventionelles Heck.
- In der Ausbildung war die Baron lange ein typisches Muster für Mehrmotor- und Instrumentenflug, beim US-Heer als T-42 Cochise.
- Im November 2025 hat Textron Aviation angekündigt, die Baron G58 nach Abarbeiten der Aufträge einzustellen; Ersatzteile und Support laufen weiter.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Beechcraft Baron?
- 2.Von der Travel Air zur Baron
- 3.Die Baron-Familien im Überblick
- 4.Das Ende einer langen Bauzeit
- 5.Die Baron in der Ausbildung
- 6.So erkennst du die Baron in drei Schritten
- 7.Baron oder anderer Zweimot?
- 8.Wo du die Baron antriffst
- 9.Fototipps speziell für die Baron
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Beech Aircraft Corporation, Wichita (USA); die Marke gehört heute zu Textron Aviation |
|---|---|
| ICAO-Typcodes | BE55 (Baron 55), BE56 (Baron 56TC), BE58 (alle Baron 58) |
| Erstflug | 29. Februar 1960 |
| Bauzeit | seit 1961; Baron 55 bis Anfang der 1980er, Baron 58 seit 1969, G58 seit 2005 |
| Stückzahl | laut Textron Aviation mehr als 6.000 Barons aller Versionen |
| Status | Produktionsende im November 2025 angekündigt (Bau bis zum Abarbeiten der Aufträge) |
| Vorgänger | Beechcraft Model 95 Travel Air (Erstflug 1956) |
| Bauart | Zweimotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit einziehbarem Bugradfahrwerk |
| Triebwerke (G58) | 2 × Continental IO-550-C, Sechszylinder-Boxer, je 300 PS |
| Länge (G58) | 9,09 m |
| Spannweite (G58) | 11,53 m |
| Höhe (G58) | 2,97 m |
| Sitzplätze (Baron 58) | 4 bis 6 |
| Max. Abflugmasse (G58) | rund 2.500 kg (5.500 lb) |
| Reisegeschwindigkeit (G58) | rund 202 Knoten (rund 374 km/h) bei 75 % Leistung |
| Dienstgipfelhöhe (G58) | rund 20.700 ft (rund 6.300 m) |
| Cockpit (G58) | Garmin G1000 (Glascockpit) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei Kolbenmotoren in schlanken Gondeln an den Flügeln, die Nase bleibt frei
- Tiefdecker mit Einziehfahrwerk – im Flug sind keine Räder zu sehen
- Klassisches, stark gepfeiltes Seitenleitwerk mit tief angesetztem Höhenleitwerk – kein T-Leitwerk
- Rumpf und Kabine erinnern deutlich an die einmotorige Bonanza
- Baron 58: vier Seitenfenster und eine Doppeltür hinten rechts; die kürzere Baron 55 hat drei Fenster und keine Hecktür
- Kompakt: rund 8,5 bis 9 m lang bei gut 11,5 m Spannweite
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kompakter Tiefdecker dreht in die Platzrunde ein, an jedem Flügel brummt ein Sechszylinder, und das Seitenleitwerk ist schwungvoll nach hinten gepfeilt: Das ist sehr wahrscheinlich eine Beechcraft Baron. Sie ist die zweimotorige Schwester der Bonanza und seit mehr als sechs Jahrzehnten einer der bekanntesten Kolben-Zweimots der Welt. Hier erfährst du, wie du Baron 55 und Baron 58 auseinanderhältst, welche Rolle der Typ in der Ausbildung spielt und wo du ihn vor die Kamera bekommst.
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Was ist die Beechcraft Baron?
Die Baron ist ein zweimotoriges Reiseflugzeug mit Kolbenmotoren für vier bis sechs Personen. Sie hat ein einziehbares Bugradfahrwerk, zwei Sechszylinder-Boxermotoren in Gondeln an den Flügeln und eine Kabine, die direkt von der Bonanza abstammt. Damit sitzt sie genau zwischen den einmotorigen Reiseflugzeugen und den Turboprops wie der King Air: schneller und redundanter als eine Einmot, aber deutlich günstiger im Betrieb als eine Turbine.
Gebaut wurde sie von der Beech Aircraft Corporation in Wichita, Kansas. Heute gehört die Marke Beechcraft zu Textron Aviation, wo sie unter einem Dach mit Cessna steht. Nach Angaben des Herstellers wurden mehr als 6.000 Barons ausgeliefert.
Genutzt wird der Typ von sehr unterschiedlichen Haltern: von Privatpiloten, die mit Familie oder Geschäftspartnern reisen, über Charter- und Frachtunternehmen bis zu Flugschulen und Behörden. Gerade die zwei Motoren, die Zulassung für Flüge in bekannte Vereisungsbedingungen bei entsprechend ausgerüsteten Exemplaren und die Möglichkeit, ein Wetterradar in der Nase unterzubringen, machen die Baron für Reisen bei durchwachsenem Wetter attraktiv.
Von der Travel Air zur Baron
Die Geschichte der Baron beginnt mit einem anderen Flugzeug. Mitte der 1950er-Jahre wollte Beech einen leichten Zweimot anbieten und kombinierte dafür den Rumpf der Bonanza mit zwei Vierzylindermotoren. Das Ergebnis war die Model 95 Travel Air, die am 6. August 1956 erstmals flog und von 1958 bis 1968 gebaut wurde. Die Travel Air hatte noch ein Leitwerk, das an den Militärtrainer T-34 Mentor angelehnt war, und je 180 PS pro Motor.
Für die Baron rüstete Beech die Konstruktion deutlich auf: stärkere Sechszylinder, schlankere Motorgondeln und vor allem das stark gepfeilte Seitenleitwerk der Debonair, also der Bonanza-Variante mit klassischem Heck. Der Erstflug fand am 29. Februar 1960 statt, im Jahr darauf begann die Serienproduktion. Die ersten Barons hatten zwei Continental-Motoren mit je 260 PS.
Dass die Baron über sechs Jahrzehnte im Programm blieb, ist bemerkenswert. Für viele Piloten gilt die Baron als Konstruktion, die einfach funktioniert – robust, gutmütig und mit einer großen Gemeinde von Haltern und Werkstätten.
Die Baron-Familien im Überblick
Für die Bestimmung ist vor allem wichtig, ob eine kurze Baron 55 oder eine gestreckte Baron 58 vor dir steht. Die übrigen Versionen sind Ableger dieser beiden Grundmodelle.
| Familie | Bauzeit | ICAO-Code | Typisches Merkmal |
|---|---|---|---|
| Baron 55 (A55 bis E55) | 1961 bis Anfang der 1980er | BE55 | drei Seitenfenster, keine Hecktür |
| Baron 56TC | 1967–1971 | BE56 | Turbo-Version, sehr selten |
| Baron 58 | 1969–2004 | BE58 | vier Seitenfenster, Doppeltür hinten rechts |
| Baron 58P und 58TC | Mitte der 1970er bis Mitte der 1980er | BE58 | Druckkabine (58P) bzw. Turbolader |
| Baron G58 | seit 2005 | BE58 | Garmin-G1000-Glascockpit |
Baron 55: die kurze Baron
Die Baron 55 war das erste Serienmodell und wurde in mehreren Buchstabenversionen gebaut. Die frühen Maschinen und die B55 flogen mit 260-PS-Motoren vom Typ Continental IO-470, die C55, D55 und E55 bekamen stärkere IO-520 mit 285 PS. Die B55 war mit fast 2.000 gebauten Exemplaren die meistgebaute Version und lief von 1964 bis 1982. Insgesamt entstanden laut gängigen Produktionslisten gut 3.600 Barons der 55er-Familie.
Baron 56TC: die Turbo-Exotin
Die 56TC war eine Turbo-Version mit Lycoming-Motoren von je 380 PS für höhere Flughöhen. Mit nur 94 gebauten Maschinen zwischen 1967 und 1971 ist sie eine echte Rarität. Wenn du im Tracking-Dienst BE56 liest, lohnt sich ein genauer Blick.
Baron 58: die lange Baron
1969 kam die Baron 58. Der Rumpf wurde um rund 25 Zentimeter verlängert und auf dem Flügel nach vorn versetzt, was die Schwerpunktlage verbesserte. Hinten rechts kam eine große Doppeltür hinzu, die mittleren Sitze ließen sich gegen die Flugrichtung drehen – eine sogenannte Club-Bestuhlung mit Blick zueinander. Von außen erkennst du die 58 an vier statt drei Seitenfenstern. Diese Bauweise kennst du schon von der Bonanza Model 36, die einen ähnlichen Schritt gegangen war.
Ab Mitte der 1970er-Jahre gab es zwei Höhenversionen: die 58TC mit Turboladern und die 58P mit Druckkabine, von der knapp 500 Exemplare entstanden. 1984 überarbeitete Beech das Cockpit grundlegend und ersetzte die alte Anordnung der Bedienelemente durch ein moderneres Instrumentenbrett.
Baron G58: das Glascockpit
Seit 2005 baute Beechcraft die G58 mit Garmin-G1000-Glascockpit und zwei Continental IO-550-C mit je 300 PS. Sie war zuletzt die einzige Baron im Programm und ist die Version, mit der die Produktionsgeschichte endet.
Praxis-Tipp: Code im Tracking-Dienst
BE55 heißt kurze Baron mit drei Fenstern, BE58 lange Baron mit Doppeltür – egal ob alte 58, Druckkabinen-58P oder moderne G58. Viele Kleinflugzeuge senden allerdings keine vollständigen Positionsdaten. Wie das funktioniert, steht im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Das Ende einer langen Bauzeit
Fast so lange wie die Bonanza lief auch die Baron in Wichita vom Band. In den letzten Jahren wurden die Stückzahlen allerdings sehr klein: Laut Auslieferungsdaten des Branchenverbands GAMA kamen 2017 noch 23 Barons zu Kunden, 2021 und 2022 keine einzige, 2023 fünf und 2024 nur noch zwei.
Am 20. November 2025 bestätigte Textron Aviation, dass die Baron G58 und die Bonanza G36 eingestellt werden, sobald alle vorliegenden Aufträge abgearbeitet sind. Der Konzern sprach von einer strategischen Neuausrichtung auf die einmotorige Turboprop Beechcraft Denali. Ersatzteile und technische Unterstützung für die bestehende Flotte sollen weiterlaufen.
Stand Oktober 2026
Ob die allerletzte G58 bereits ausgeliefert ist, hängt am Auftragsbestand und war zum Redaktionsstand nicht verlässlich belegt. Für Spotter ändert das wenig: Tausende Barons sind weiter im Einsatz und bleiben noch viele Jahre an Flugplätzen zu sehen.
Die Baron in der Ausbildung
Neben der Privatnutzung hat die Baron eine lange Karriere als Schulflugzeug für den Mehrmotor- und Instrumentenflug. Wer nach der Privatpilotenlizenz PPL eine Berechtigung für mehrmotorige Kolbenflugzeuge erwerben will oder auf dem Weg zur Berufspilotenlizenz ist, lernt dabei das Fliegen mit einem ausgefallenen Motor, die Bedienung von Verstellpropellern und Einziehfahrwerk sowie präzises Fliegen nach Instrumenten. Die Baron eignet sich dafür, weil sie gutmütig, robust und zugleich schnell genug für realistische Streckenflüge ist.
Bekanntestes Beispiel ist die T-42A Cochise des US-Heeres. Die Army kaufte 1965 und 1966 insgesamt 65 Maschinen auf Basis der B55 für ihre Fliegerschule und nutzte sie als Instrumententrainer. Weitere Exemplare gingen an das türkische Heer, einige später an die US Navy. Ein T-42 gehört heute zum Bestand des U.S. Army Aviation Museum. Auch Luftstreitkräfte in Spanien, der Türkei, Mexiko, Indonesien und mehreren lateinamerikanischen Ländern nutzten Barons.
In Europa hat sich das Bild in der Schulung inzwischen gewandelt. Viele Flugschulen setzen heute auf jüngere Muster wie die Diamond DA42 mit sparsamen Dieselmotoren oder die Tecnam P2006T. Barons findest du in der Ausbildung eher bei einzelnen Schulen und Vereinen; im Privat- und Geschäftsreiseverkehr sind sie dagegen weiter präsent. Einen Überblick über die Wege ins Cockpit gibt der Beitrag Pilot werden.
So erkennst du die Baron in drei Schritten
Bei Kleinflugzeugen helfen dir Motorenzahl, Fahrwerk und Heck am schnellsten weiter. Eine allgemeine Einführung bietet der Guide Kleinflugzeuge erkennen.
Zwei Motoren, Tiefdecker
Die Motorgondeln sitzen an den Flügeln, die Nase ist frei. Der Flügel liegt unten am Rumpf – das schließt Hochdecker wie die Tecnam P2006T sofort aus.
Aufs Heck schauen
Die Baron hat ein klassisches, deutlich nach hinten gepfeiltes Seitenleitwerk mit tief sitzendem Höhenleitwerk. Ein T-Leitwerk, bei dem das Höhenleitwerk oben auf der Flosse sitzt, spricht gegen die Baron.
Fenster und Türen rechts zählen
Drei Seitenfenster und nur eine Tür vorn bedeuten Baron 55. Vier Fenster und eine breite Doppeltür hinter dem Flügel stehen für die Baron 58.
Die letzte Gewissheit liefert das Kennzeichen, das bei Kleinflugzeugen groß auf der Rumpfseite steht. Deutsche Barons tragen wegen ihrer Höchstabflugmasse zwischen zwei und 5,7 Tonnen Kennzeichen der Klasse D-I. Was hinter den Buchstaben steckt, erklärt der Beitrag Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen; wie du Kennzeichen liest und nachschlägst, steht in Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Baron oder anderer Zweimot?
Unter den leichten Kolben-Zweimots gibt es einige Typen mit ähnlicher Grundform. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: leichter Kolben-Zweimot
Beechcraft Baron
Tiefdecker, gepfeiltes klassisches Heck und die Bonanza-Kabine ergeben das typische Baron-Bild. Zähl die Seitenfenster: drei heißt Baron 55, vier mit Doppeltür heißt Baron 58.
Tecnam P2006T
Ein Zweimot-Hochdecker mit kleinen Motoren ist im europäischen Schulbetrieb meist eine Tecnam P2006T.
Diamond DA42 oder DA62
T-Leitwerk, Verbundbauweise und lange, schlanke Flügel sind das Markenzeichen der Diamond-Zweimots. Andere T-Leitwerk-Zweimots sind Piper Seminole und Beechcraft Duchess.
Piper PA-34 Seneca
Die Seneca ist der klassische Gegenspieler der Baron. Sie wirkt im Rumpf breiter und weniger elegant; im Zweifel klärt das Kennzeichen den Typ.
Die wichtigsten Abgrenzungen im Detail:
- Piper PA-34 Seneca: ebenfalls Tiefdecker mit Einziehfahrwerk und konventionellem Heck, aber mit eigenem Rumpf, der von der Piper-Einmot-Familie abstammt und kantiger wirkt.
- Diamond DA42 und DA62: moderne Verbundwerkstoff-Zweimots mit T-Leitwerk und auffällig langen, schlanken Flügeln.
- Tecnam P2006T: leichter Zweimot-Hochdecker, vor allem in Flugschulen verbreitet.
- Cessna 310: klassischer Tiefdecker-Zweimot, an den Flügelspitzen oft mit markanten Tanks.
- Beechcraft Bonanza: gleiche Kabinen-Gene, aber nur ein Motor in der Nase. Die Model 36 hat sogar dieselbe Doppeltür hinten rechts wie die Baron 58.
- Beechcraft King Air 200: deutlich größer, mit Turboprops, Druckkabine und T-Leitwerk.
Nie wieder eine Baron verpassen
Setz Kennzeichen oder Typen wie BE58 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Wo du die Baron antriffst
Die Baron ist ein Flugzeug für Reise-, Geschäfts- und Ausbildungsflüge. Du findest sie deshalb vor allem an Verkehrslandeplätzen und kleineren Regionalflughäfen, an denen Privatflugzeuge, Charter und Geschäftsreiseverkehr zu Hause sind. An großen Drehkreuzen ist sie selten, weil Kleinflugverkehr dort durch Slots und Gebühren gebremst wird. In Deutschland ist sie seltener als Einmots wie die Cessna 172, an Plätzen mit lebendiger Privatfliegerszene aber regelmäßig zu sehen. Wie du an kleinen Plätzen vorgehst, beschreibt der Guide General Aviation spotten.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Verkehrslandeplätze mit Geschäftsreiseverkehr | mittel | Halter- und Charterflugzeuge, Reiseflüge über größere Distanzen |
| Flugplätze mit Flugschulen für Berufspiloten | niedrig bis mittel | einzelne Schulen nutzen den Typ noch für die Mehrmotor-Ausbildung |
| Messen und Flugplatzfeste | hoch | viele Gastflugzeuge auf einmal, oft mit Zeit für Detailfotos |
| Große Drehkreuze | niedrig | kaum Kleinflugverkehr |
Mehrere Barons auf einen Blick bekommst du am ehesten bei Veranstaltungen der allgemeinen Luftfahrt. Die Messe AERO Friedrichshafen und viele Flugplatzfeste in Deutschland locken Piloten mit ihren eigenen Maschinen an. Ob in einem bestimmten Jahr eine Baron dabei ist, kannst du vorab allerdings nicht sicher sagen. Ausländische Exemplare ordnest du über die Länderkennungen bei Flugzeugen zu – viele Barons sind etwa in den USA mit N-Kennzeichen registriert.
Bereit für die Baron-Jagd?
- Ich weiß, wie sich Baron 55 und Baron 58 an Fenstern und Hecktür unterscheiden.
- Ich habe einen Flugplatz oder ein Event mit GA-Verkehr ausgesucht.
- Ich kenne die Platzrunde und die aktive Piste.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und stört den Flugbetrieb nicht.
- Meine Verschlusszeit ist lang genug für zwei sichtbar drehende Propeller.
Fototipps speziell für die Baron
Die Baron ist klein, schnell und hat zwei Propeller, die dein Bild lebendig oder steif wirken lassen. Darauf solltest du dich einstellen.
Beide Propeller drehen lassen
Mit zu kurzer Belichtungszeit sehen die Luftschrauben eingefroren aus. Welche Zeiten funktionieren, erklärt Propeller fotografieren.
Schräg von vorn
In der Dreiviertelansicht siehst du beide Motorgondeln und das gepfeilte Heck zugleich. Im reinen Seitenprofil verdeckt der Rumpf die zweite Gondel.
Rechte Seite einplanen
Türen und Fenster, die Baron 55 und 58 unterscheiden, sind rechts am besten zu sehen. Für ein Bild mit offener Doppeltür suchst du dir am Vorfeld einen Standpunkt auf dieser Seite.
Fahrwerk im Moment erwischen
Kurz nach dem Abheben und im Endanflug ist das Einziehfahrwerk in Bewegung – ein schönes Detail, das die Baron von vielen Schulflugzeugen abhebt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine Baron, wenn …
- ein Tiefdecker zwei Kolbenmotoren an den Flügeln trägt
- das Seitenleitwerk stark gepfeilt ist und das Höhenleitwerk unten sitzt
- die Kabine an eine Bonanza erinnert
- im Tracking-Dienst BE55, BE56 oder BE58 steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die linke Seite siehst – dann fehlt dir die Doppeltür als Merkmal
- der Rumpf breiter und kantiger wirkt – das kann eine Seneca sein
- an den Flügelspitzen Tanks sitzen – dann eher eine Cessna 310
Es ist keine Baron, wenn …
- nur ein Motor in der Nase sitzt – dann eher eine Bonanza
- das Höhenleitwerk oben auf der Flosse sitzt
- der Flügel oben auf der Kabine liegt
- Turboprops statt Kolbenmotoren arbeiten, wie bei der King Air
Wer tiefer in die Geschichte von Beechcraft einsteigen will, findet mit der Model 18 (Twin Beech) den zweimotorigen Klassiker der Firma aus der Vorkriegszeit. Die Gegenspieler aus anderen Häusern stellen Piper Aircraft und Diamond Aircraft her.
Fazit
Die Baron ist der Inbegriff des klassischen Kolben-Zweimots. Seit 1960 fliegt sie mit Bonanza-Kabine und zwei Sechszylindern, als Reiseflugzeug für Privatpiloten, als Schulflugzeug für die Mehrmotor-Ausbildung und als Arbeitspferd für Charter und Behörden. Für die Bestimmung genügen dir zwei Blicke: auf Motoren und Heck für den Typ, auf Fenster und Hecktür für die Familie. Mit dem angekündigten Produktionsende wird jede neue G58 zur Rarität – die vorhandenen Barons bleiben dir an vielen Flugplätzen aber noch lange erhalten.
Kurzfazit
Tiefdecker, Einziehfahrwerk, zwei Kolbenmotoren an den Flügeln und ein gepfeiltes, klassisches Heck: Das ist eine Baron. Drei Seitenfenster bedeuten Baron 55 (BE55), vier Fenster mit Doppeltür hinten rechts Baron 58 (BE58).
Zusammenfassung
- Die Baron flog am 29. Februar 1960 erstmals und entstand aus der Travel Air, die ihrerseits auf dem Rumpf der Bonanza aufbaute.
- Die Baron 55 war das erste Serienmodell, die gestreckte Baron 58 folgte 1969 und wurde ab 2005 als G58 mit Glascockpit gebaut.
- Privatpiloten, Charterfirmen und Flugschulen schätzen den Typ als robusten, schnellen Zweimot mit sechs Sitzen.
- Du triffst die Baron an Verkehrslandeplätzen und Regionalflughäfen; Fenster, Hecktür und Kennzeichen führen zur sicheren Bestimmung.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Baron?
Das hängt von der Familie ab: BE55 für die Baron 55 (A55 bis E55), BE56 für die seltene Turbo-Version 56TC und BE58 für alle Baron 58, einschließlich 58P, 58TC und G58. Der Vorgänger Travel Air läuft unter BE95.
Wie unterscheide ich Baron 55 und Baron 58?
Die Baron 58 ist gestreckt und hat vier Seitenfenster sowie eine Doppeltür hinten rechts, durch die die hinteren Passagiere einsteigen. Die Baron 55 hat drei Seitenfenster und nur die Einstiegstür vorn. Am Rumpf wirkt die 55 dadurch gedrungener.
Was ist der Unterschied zwischen Baron und Bonanza?
Die Bonanza hat einen Motor in der Nase, die Baron zwei Motoren in den Flügeln. Rumpf, Kabine und das gepfeilte Seitenleitwerk sind eng verwandt – die Baron übernahm das Heck von der Bonanza-Variante Debonair.
Wird die Baron noch gebaut?
Textron Aviation hat im November 2025 bestätigt, die Baron G58 nur noch so lange zu bauen, bis die vorliegenden Aufträge abgearbeitet sind. Die Auslieferungszahlen waren zuvor sehr niedrig. Ersatzteile und technische Betreuung für die Flotte sollen weiterlaufen. Ob die letzte Maschine schon übergeben wurde, war zum Redaktionsstand Oktober 2026 nicht verlässlich belegt.
Wird die Baron in der Pilotenausbildung eingesetzt?
Ja, die Baron ist seit Jahrzehnten ein bekanntes Muster für die Mehrmotor-Ausbildung und den Instrumentenflug. Das US-Heer nutzte eine Militärversion namens T-42A Cochise als Instrumententrainer. In Europa sind in der Schulung heute vielfach jüngere Muster wie die Diamond DA42 oder die Tecnam P2006T verbreitet; Barons findest du eher bei einzelnen Flugschulen, Vereinen und Privathaltern.
Welches Kennzeichen hat eine deutsche Baron?
Mit einer Höchstabflugmasse zwischen zwei und 5,7 Tonnen fallen Barons in Deutschland in die Klasse D-I für mehrmotorige Flugzeuge dieser Gewichtsklasse. Ein D-I-Kennzeichen grenzt die Bestimmung also schon auf leichte Zweimots ein.
Wo sehe ich in Deutschland eine Baron?
Vor allem an Verkehrslandeplätzen und Regionalflughäfen mit Geschäftsreise- und Privatverkehr. Mehrere Exemplare auf einmal bekommst du am ehesten bei Messen und Flugplatzfesten der allgemeinen Luftfahrt zu sehen, zu denen Halter mit ihren eigenen Maschinen anreisen.
Beechcraft Baron sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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GAPiper PA-34 Seneca
Zwei Motoren, sechs Sitze, Propeller, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen: Die Piper PA-34 Seneca ist seit den 1970ern einer der bekanntesten leichten Zweimotorigen. Flugschulen bilden auf ihr Mehrmot-Piloten aus, Charterfirmen und Eigner nutzen sie als schnellen Reiseflieger.
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GADiamond DA62
Lange Kabine, T-Leitwerk, Kohlefaser-Rumpf und zwei Dieselmotoren, die Kerosin verbrennen: Die Diamond DA62 ist das Reiseflugzeug-Flaggschiff aus Wiener Neustadt – und als MPP eine Sensorplattform für Behörden, Feuerwehr und Vermessung.
GATecnam P2006T
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Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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