Das Wichtigste in Kürze
- Der H120 ist ein fünfsitziger Einmot-Turbinenhubschrauber, den Eurocopter mit Partnern aus China und Singapur entwickelt hat; als EC120 Colibri flog er 1995 erstmals.
- Schnellster Erkennungsweg: kleiner, runder Rumpf plus Fenestron plus drei Rotorblätter.
- Die Produktion ist beendet: Die letzte Maschine verließ Marignane im Oktober 2017, Ende November 2017 stellte Airbus das Programm offiziell ein.
- Typische Einsätze sind Schulung, Privat- und Firmenflüge, Rundflüge sowie Polizei- und Grenzschutzaufgaben.
- In Tracking-Diensten erscheint der Typ unter dem Code EC20 – ein Fall für die Wunschliste, weil der Bestand nicht mehr wächst.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Eurocopter, heute Airbus Helicopters (Endmontage in Marignane) |
|---|---|
| Entwicklungspartner | Eurocopter (61 %), CATIC (24 %), Singapore Technologies Aerospace (15 %) |
| ICAO-Typcode | EC20 |
| Erstflug | 9. Juni 1995 |
| Zulassung | Frankreich 17. Juni 1997, FAA 22. Januar 1998 |
| Erste Auslieferung | 2. Februar 1998 |
| Produktionsende | letzte Auslieferung Oktober 2017, Programmende am 30. November 2017 verkündet |
| Gebaute Exemplare | rund 700 |
| Triebwerk | 1 × Turbomeca (heute Safran) Arrius 2F, 376 kW Startleistung |
| Hauptrotor | drei Blätter, Rotorkopf Spheriflex, 10,00 m Durchmesser |
| Heckrotor | Fenestron mit acht Blättern |
| Rumpflänge / Länge über alles | 9,60 m / 11,52 m |
| Höhe | 3,40 m |
| Max. Abfluggewicht | 1.715 kg (1.800 kg mit Außenlast) |
| Leergewicht | rund 960 kg |
| Sitzplätze | 1 Pilot + 4 Passagiere |
| Max. Reisegeschwindigkeit | rund 226 km/h |
| Reichweite | rund 730 km (ohne Reserve) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Fenestron: ummantelter Heckrotor im Seitenleitwerk – bei einem so kleinen Einmot-Hubschrauber ein starkes Indiz
- Drei Hauptrotorblätter an einem kompakten, flachen Rotorkopf
- Kleiner, rundlicher Rumpf mit großer, gewölbter Verglasung und sehr gutem Rundumblick
- Nur eine Turbine: ein einzelner Abgasauslass oben hinter dem Rotormast
- Schlanker Leitwerksträger, Kufenlandegestell, kein einziehbares Fahrwerk
- Spürbar kleiner als H130 und H135 – eher in der Größenklasse eines Bell 206 oder Robinson R66
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner, rundlicher Hubschrauber mit großer Glaskuppel und ummanteltem Heckrotor setzt am Rand eines Flugplatzes auf, drei Rotorblätter laufen langsam aus: Das könnte ein Airbus Helicopters H120 gewesen sein, besser bekannt als EC120 Colibri. Der fünfsitzige Einmot-Turbinenhubschrauber war jahrelang das Einstiegsmodell von Eurocopter, 2017 lief die Produktion aus. Gerade deshalb lohnt sich der Blick: Der Bestand wächst nicht mehr, jede Sichtung ist ein fester Datenpunkt. Hier erfährst du, wie du ihn sicher erkennst, wo du ihn antriffst und wie du ihn von seinen Verwandten unterscheidest.
Kolibri im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Hubschrauber-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot fest und hakst den H120 in deinem Hangar ab. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist der Airbus H120?
Der H120 ist ein leichter Einmot-Hubschrauber mit Turbinenantrieb für einen Piloten und bis zu vier Passagiere. Angetrieben wird er von einer Arrius 2F des französischen Triebwerksbauers Turbomeca, der heute zu Safran gehört. Die Turbine liefert beim Start 376 Kilowatt. Das maximale Abfluggewicht liegt bei 1.715 Kilogramm, mit Außenlast am Lasthaken bei 1.800 Kilogramm. Am Haken kann er bis zu 700 Kilogramm tragen.
Technisch steckte einiges an Eurocopter-Know-how in dem kleinen Hubschrauber: ein dreiblättriger Hauptrotor mit dem Rotorkopf Spheriflex, ein Fenestron mit acht Blättern als Heckrotor und eine crashsichere Auslegung mit energieabsorbierenden Sitzen, verformbarer Struktur und einem gegen Auslaufen geschützten Kraftstoffsystem. Im Cockpit zeigt ein Zweischirm-Display (VEMD) die Triebwerks- und Fahrzeugdaten an, inklusive einer Anzeige, die dem Piloten die jeweils nächstliegende Leistungsgrenze meldet. Für einen Einsteiger-Hubschrauber war das Ende der Neunziger ungewöhnlich modern. Zudem gilt der H120 als vergleichsweise leise.
Geschichte: vom P120 zum Programmende
Die Wurzeln liegen bei Aérospatiale, die mit dem Projekt P120 einen Nachfolger für leichte Klassiker wie die Gazelle und die Lama suchte. Am 20. Oktober 1992 unterschrieben drei Partner den Entwicklungsvertrag: Eurocopter mit 61 Prozent und der technischen Führung, die chinesische CATIC mit 24 Prozent und Singapore Technologies Aerospace mit 15 Prozent. Die Aufgaben waren klar verteilt: China lieferte Kabinenstruktur und Kraftstoffsystem, Singapur Leitwerksträger, Türen und Verbundteile. Eurocopter selbst verantwortete Rotoren und Getriebe, Avionik, Elektrik und Hydraulik sowie die Endmontage.
Am 9. Juni 1995 hob der erste Prototyp ab. Die öffentliche Premiere folgte im Februar 1997 auf der Heli-Expo in Anaheim, wo gleich die ersten Bestellungen eingingen. Die französische Zulassung kam am 17. Juni 1997, die US-Behörde FAA folgte am 22. Januar 1998. Die erste Serienmaschine ging am 2. Februar 1998 an den Kunden. Die Nachfrage war anfangs gut: Im Oktober 1998 waren mehr als 100 Bestellungen beisammen, Eurocopter erhöhte die Rate von vier auf sechs Maschinen pro Monat. 2002 begann zudem der Aufbau einer zweiten Montagelinie bei Australian Aerospace in Brisbane.
1992 – Startschuss
Eurocopter, CATIC und Singapore Technologies Aerospace vereinbaren die gemeinsame Entwicklung.
1995 – Erstflug
Am 9. Juni fliegt der erste Prototyp, ein zweiter kommt 1996 in die Erprobung.
1997/98 – Zulassung und Auslieferung
Zulassung in Frankreich und den USA, erste Serienauslieferung im Februar 1998.
2017 – Programmende
Letzte Auslieferung im Oktober aus Marignane, offizielles Aus am 30. November.
Der chinesische Ableger HC120
China blieb nicht nur Zulieferer. 2003 kam Harbin (HAIG) mit ins Boot, 2004 sicherten sich CATIC und Harbin die exklusiven Rechte für den chinesischen Markt. Seitdem baut Harbin den Typ als HC120 in Lizenz. 2014 wurde die chinesische Volksbefreiungsarmee nach damaligen Berichten zum ersten Militärkunden dieser Version. Für europäische Spotter ist der HC120 kaum relevant, er erklärt aber, warum du in Datenbanken gelegentlich auf Harbin als Hersteller stößt.
Warum Airbus den H120 eingestellt hat
Als Eurocopter 2014 zu Airbus Helicopters wurde und die Modelle anschließend neue Namen bekamen, wurde aus dem EC120B der H120. Viel änderte das nicht an den Verkaufszahlen, die schon länger schwach waren. 2016 lieferte Airbus nur noch fünf Exemplare aus, im selben Jahr setzte Robinson mit dem R66 ein Vielfaches ab. Ende November 2017 verkündete Airbus das Programmende: Das Unternehmen wollte sich auf höherwertige Hubschrauber konzentrieren und das preisgetriebene untere Ende der leichten Einmots anderen überlassen. Zusätzliche Ausrüstung wie eine Rettungswinde passt nach Ansicht des Herstellers ohnehin besser zu den größeren H125 und H130. Die letzte Maschine war bereits im Oktober 2017 im südfranzösischen Marignane ausgeliefert worden, auf derselben Endmontagelinie wie H125 und H130. Die Betreuung der Flotte hat Airbus zugesagt.
Insgesamt entstanden rund 700 Exemplare. Mehr zum Hersteller und seinen heutigen Modellen findest du auf der Seite zu Airbus Helicopters, zum Gesamtkonzern auf der Seite zu Airbus.
Gut zu wissen: Diesel-Experiment
Ein H120 diente im europäischen Forschungsprogramm Clean Sky als fliegender Prüfstand für einen Dieselmotor (HIPE AE440), der mit Kerosin läuft. Der Demonstrator flog am 6. November 2015 erstmals. Ein Serienprodukt für den H120 wurde daraus nicht, für Technikfans ist es aber eine schöne Randnotiz.
So erkennst du den H120
Der H120 ist klein, und aus der Ferne sehen leichte Hubschrauber schnell gleich aus. Mit drei Blicken grenzt du ihn trotzdem sicher ein.
Aufs Heck schauen
Ein Fenestron, also ein im Seitenleitwerk ummantelter Heckrotor, ist das stärkste Merkmal. Ein kleiner Einmot mit offenem Heckrotor ist dagegen eher ein H125, ein Bell 206 oder ein Robinson.
Rotorblätter zählen
Der H120 hat drei Hauptrotorblätter. Robinson-Typen und der Bell 206 kommen mit zwei aus, der H135 hat vier.
Größe und Form einordnen
Kurzer, rundlicher Rumpf mit viel Glas, eine Turbine, Kufen – und insgesamt spürbar kompakter als H130 oder H135.
Die letzte Gewissheit liefert wie immer das Kennzeichen. Deutsche Hubschrauber tragen Kennzeichen, die mit D-H beginnen, Schweizer Maschinen das Präfix HB-, österreichische OE-. Wie die Systematik funktioniert, erklären die Beiträge Flugzeug-Kennzeichen verstehen und Deutsche Kennzeichen und Gewichtsklassen.
H120 oder doch ein anderer Leichthubschrauber?
Die meisten Verwechslungen passieren innerhalb der Airbus-Familie, denn der Fenestron ist ein Markenzeichen des Herstellers. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: kleine Hubschrauber mit Turbine
Airbus H120 (EC120 Colibri)
Fenestron, drei Blätter und ein kompakter, runder Rumpf mit einer Turbine sind das typische H120-Bild. Prüfe das Kennzeichen, der Typcode lautet EC20.
Airbus H130 (EC130)
Ebenfalls Fenestron und drei Blätter, aber eine deutlich breitere Kabine. Der H130 ist im Rundflug- und Touristikgeschäft verbreitet.
Kein H120
Ein offener Heckrotor oder nur zwei Blätter sprechen für einen H125, einen Bell 206 oder einen Robinson R44/R66.
| Merkmal | H120 | H130 | H125 | H135 | Gazelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Heckrotor | Fenestron | Fenestron | offen | Fenestron | Fenestron |
| Hauptrotorblätter | 3 | 3 | 3 | 4 | 3 |
| Turbinen | 1 | 1 | 1 | 2 | 1 |
| Kabine | kompakt, rund | breit, groß | klassisch, länger | groß, mit Heckklapptüren | schmal, historisch |
Besonders tückisch ist die Gazelle: Sie hat ebenfalls einen Fenestron, eine Turbine und eine stark verglaste Kanzel. Sie ist aber ein Entwurf der Sechziger, mit schmalem, spitz zulaufendem Rumpf und deutlich älterer Optik. Der H120 wirkt im Vergleich runder und moderner. Wer leichte Hubschrauber generell besser auseinanderhalten will, findet im Guide Hubschraubertypen erkennen eine gute Grundlage.
Aus anderen Familien kommen vor allem der Bell 206 JetRanger und der Robinson R66 als Verwechslungskandidaten in Frage. Beide sind ähnlich groß und haben eine Turbine, aber nur zwei Rotorblätter und einen offenen Heckrotor. Der kleine Guimbal Cabri G2 hat zwar ebenfalls einen ummantelten Heckrotor, ist aber ein Zweisitzer mit Kolbenmotor und noch einmal deutlich kleiner.
Es spricht für den H120, wenn …
- ein Fenestron im Seitenleitwerk sitzt
- du drei Hauptrotorblätter zählst
- der Rumpf kurz, rund und stark verglast ist
- im Tracking-Dienst EC20 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Kabine auffallend breit wirkt – dann ist ein H130 wahrscheinlicher
- der Rumpf sehr schmal und spitz ist – das deutet auf eine Gazelle
- du nur von vorn auf den Hubschrauber schaust und das Heck nicht siehst
Wo du den H120 antriffst
Der H120 ist kein Massentyp, und in Mitteleuropa begegnet er dir eher sporadisch. Die meisten Exemplare fliegen in privater Hand, bei Firmen, in der Schulung oder bei Behörden. Große Verkehrsflughäfen sind deshalb selten der beste Ort, kleine Flugplätze und Heliports dafür umso mehr.
Schulung: Das ist eines der wichtigsten Einsatzfelder. In Frankreich bildet das Heer seine Hubschrauberpiloten über eine öffentlich-private Partnerschaft bei Hélidax in Dax aus. Dafür wurden 36 EC120B beschafft, die letzte Maschine kam im Oktober 2010. Auch die spanischen Luft- und Raumstreitkräfte setzen den Typ als Schulhubschrauber ein. Wenn dich der Weg ins Cockpit interessiert, lohnt ein Blick in den Beitrag Hubschrauberpilot werden.
Polizei und Grenzschutz: Weltweit haben Polizeibehörden den Typ beschafft, etwa mehrere Polizeien in Kanada und den USA sowie die Verkehrspolizei in der Region Kurdistan. Die US-Grenzschutzbehörde CBP bestellte 2006 eine erste Tranche für die Grenzüberwachung.
Militär: Neben der Pilotenausbildung für das französische Heer und den spanischen Luft- und Raumstreitkräften fliegt der Typ unter anderem bei den indonesischen Streitkräften, in China nutzt die Volksbefreiungsarmee die Lizenzversion HC120.
Privat und Firmen: In Europa ist der H120 bei privaten Haltern und kleinen Charter- und Rundflugbetrieben unterwegs. Wo genau, ändert sich laufend – ein klassischer Fall für einen Blick auf Flugradar-Dienste.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Kleine Flugplätze und Heliports | mittel | Privat- und Schulbetrieb, Werftbesuche |
| Flugplatzfeste und Airshows | mittel | statische Ausstellung, in Spanien die Patrulla ASPA |
| Militärische Schulungsstandorte (z. B. Dax) | hoch | großer Schulbestand von Hélidax für das französische Heer |
| Große Verkehrsflughäfen | niedrig | gelegentliche Durchflüge und Überführungen |
Bestände ändern sich
Der H120 wird nicht mehr gebaut, Maschinen wechseln den Besitzer, werden ins Ausland verkauft oder stillgelegt. Prüf vor einer gezielten Tour aktuelle Angaben und verlass dich nicht auf alte Listen.
Ein Teil der Hubschrauber sendet ADS-B-Daten und taucht in Tracking-Diensten unter EC20 auf. Wie du gezielt nach Hubschraubern suchst, erklärt der Guide Hubschrauber auf dem Flugradar verfolgen. Wie selten deine Sichtung tatsächlich ist, kannst du mit dem Beitrag Seltenheit einer Sichtung einschätzen einordnen.
EC20 auf die Wunschliste
Setz in Planetrack den H120 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Airshows: der H120 im Formationsflug
Ein echtes Highlight für Spotter ist die spanische Patrulla ASPA. Die Hubschrauber-Kunstflugstaffel der spanischen Luft- und Raumstreitkräfte fliegt seit 2003 mit dem EC120 und zeigt Formationen, die man einem so kleinen Hubschrauber kaum zutraut. Wenn die Staffel auf einem Flugtag in deiner Nähe angekündigt ist, lohnt sich der Weg. Termine und Tipps findest du im Überblick zu Airshows in Europa, Veranstaltungen hierzulande bei den Flugplatzfesten in Deutschland.
Auch ohne Staffel gilt: Leichte Hubschrauber stehen auf Flugplatzfesten oft in der statischen Ausstellung. Dort kommst du nah heran, siehst den Rotorkopf aus der Nähe und kannst die drei Blätter in Ruhe fotografieren. Mehr allgemeine Tipps rund um Drehflügler hat der Beitrag Hubschrauber spotten, und wer sich für die Geschichte der Hubschrauber begeistert, ist im Hubschraubermuseum Bückeburg gut aufgehoben.
Fototipps für den H120
Beim H120 gelten die gleichen Grundregeln wie bei allen Hubschraubern – nur dass er klein ist und schnell aus dem Bild fliegt.
Rotor in Bewegung zeigen
Mit einer zu kurzen Verschlusszeit frierst du die Blätter ein, und der Hubschrauber wirkt wie abgestürzt. Starte bei etwa 1/125 s und geh bei ruhiger Hand weiter herunter.
Serien schießen
Bei längeren Zeiten sitzt nicht jedes Bild. Mach Serien und such dir später das schärfste aus.
Schräg von hinten
Fenestron und Leitwerksträger sind die Charakterzüge des H120. In der Dreiviertelansicht von hinten kommen sie am besten zur Geltung.
Kennzeichen festhalten
Bei kleinen Hubschraubern steht das Kennzeichen oft klein am Leitwerksträger. Ein zusätzliches Detailfoto spart dir später Recherche.
Die gleiche Technik wie bei Propellermaschinen funktioniert auch beim Rotor, Details stehen im Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Da der H120 meist an kleinen Plätzen unterwegs ist, hilft dir der Beitrag General Aviation spotten bei der Wahl des richtigen Ortes. Wann das Licht an deinem Standort passt, berechnest du mit dem Sonnenstand-Planer-Guide.
Fazit
Der H120 ist ein unscheinbarer, aber spannender Hubschrauber: ein modernes Einsteigermodell aus den Neunzigern, entwickelt von drei Partnern auf zwei Kontinenten, und inzwischen ein Typ ohne Nachschub. Fenestron, drei Rotorblätter, ein kompakter runder Rumpf und eine einzelne Turbine verraten ihn, das Kennzeichen bestätigt den Fund. Weil der Bestand nur noch schrumpfen kann, ist jede saubere Sichtung ein kleines Stück Dokumentation. Wenn du gerade erst anfängst, bringt dich der Einstieg Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs.
Kurzfazit
Kleiner, runder Rumpf, Fenestron, drei Blätter, eine Turbine: Das ist der H120, früher EC120 Colibri. Erstmals geflogen 1995, gebaut bis 2017 in rund 700 Exemplaren. Halte an kleinen Flugplätzen und auf Flugtagen die Augen offen und notier das Kennzeichen – dann landet der Kolibri sauber in deiner Sammlung.
Zusammenfassung
- Der EC120 entstand ab 1992 als Nachfolger für leichte Hubschrauber wie Gazelle und Lama; Eurocopter hielt 61 Prozent am Programm, CATIC 24 und Singapore Technologies Aerospace 15 Prozent.
- Erstflug war am 9. Juni 1995, die Auslieferungen begannen im Februar 1998; im Zuge der neuen Airbus-Namen wurde aus dem EC120B der H120.
- Mit rund 700 gebauten Exemplaren und schwachen Verkaufszahlen in den letzten Jahren beendete Airbus das Programm 2017, der Hersteller betreut die Flotte aber weiter.
- Zum Bestimmen reichen Größe, Fenestron, Blattzahl und eine einzelne Turbine; die Bestätigung liefert das Kennzeichen.
Häufige Fragen
Ist der H120 dasselbe wie der EC120 Colibri?
Ja. EC120B Colibri war der ursprüngliche Name unter Eurocopter. Als das Unternehmen zu Airbus Helicopters wurde, bekam das Modell die neue Bezeichnung H120. Am Hubschrauber selbst hat sich durch die Umbenennung nichts geändert, in Datenbanken und Registern findest du meist noch EC120B.
Welchen ICAO-Typcode hat der H120?
Der Typ läuft unter EC20. Für die genaue Zuordnung zu Betreiber und Baujahr brauchst du das Kennzeichen.
Warum wird der H120 nicht mehr gebaut?
Die Nachfrage war zuletzt sehr niedrig: 2016 lieferte Airbus nur noch fünf H120 aus. Ende November 2017 verkündete der Hersteller das Programmende und begründete es damit, dass er sich auf höherwertige Produkte konzentrieren und das preisgetriebene untere Segment der leichten Einmots verlassen wolle. Die Betreuung der vorhandenen Flotte läuft weiter.
Was bedeutet „Colibri“?
Colibri ist das französische Wort für Kolibri. Der Name passt gut zu einem kleinen, wendigen Hubschrauber, der schwebt und schnell die Richtung wechselt. Unter Airbus ist der Beiname offiziell verschwunden, bei Spottern und Piloten ist er aber geblieben.
Was ist der Unterschied zwischen H120 und H130?
Beide haben eine Turbine, Kufen und einen Fenestron. Der H130 ist aber deutlich größer, hat eine breite Kabine für bis zu sieben Passagiere und stammt aus der Ecureuil-Familie. Der H120 wirkt daneben fast zierlich, mit kurzem, rundem Rumpf und nur vier Passagiersitzen.
Wird der H120 noch zur Ausbildung genutzt?
Ja, Schulung war von Anfang an ein wichtiges Einsatzfeld. Das französische Heer bildet seine Hubschrauberpiloten bei Hélidax in Dax auf dem Typ aus; dafür wurden 36 Maschinen beschafft, die letzte kam im Oktober 2010. Auch die spanischen Luft- und Raumstreitkräfte nutzen ihn als Schulhubschrauber. Ob eine bestimmte zivile Flugschule ihn noch fliegt, prüfst du am besten direkt beim Betrieb.
Wo sehe ich den H120 bei Flugvorführungen?
Die spanische Kunstflugstaffel Patrulla ASPA fliegt seit 2003 mit dem EC120 und zeigt sich regelmäßig auf Flugtagen. Ansonsten begegnet er dir eher an kleinen Flugplätzen, Heliports und bei Flugplatzfesten als auf großen Verkehrsflughäfen.
Airbus Helicopters H120 (EC120 Colibri) sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Ein Triebwerk, drei Rotorblätter, offener Heckrotor: Der H125 – bekannt als AS350 Écureuil oder AStar – ist das Arbeitspferd der Alpen und landete 2005 auf dem Mount Everest. So erkennst du ihn.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
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HerstellerAirbus
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MuseumHubschraubermuseum Bückeburg
Das Hubschraubermuseum Bückeburg ist das einzige Museum in Deutschland, das sich ausschließlich Drehflüglern widmet. In einem Burgmannshof von 1463 und zwei Anbauten stehen über 50 Hubschrauber, Tragschrauber und Exoten in Originalgröße – vom Nachbau des Cornu-Hubschraubers von 1907 bis zur CH-53G, die seit Juni 2026 auf dem Museumsdach steht.
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