Gates, Fluggastbrücken und Außenpositionen: So werden Parkpositionen vergeben

Warum parkt der A380 immer am selben Finger, der Regionaljet aber draußen auf dem Vorfeld? Ein Blick auf Positionsarten, Größenklassen und die Logik hinter der Positionsvergabe.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Gate ist nicht gleich Position: Das Gate ist der Ausgang im Terminal, die Parkposition der Platz des Flugzeugs auf dem Vorfeld. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleichgesetzt.
  • Drei Grundtypen: Gebäudeposition mit Fluggastbrücke, Gebäudeposition mit Treppe und Außenposition mit Busverkehr – dazu Abstellpositionen für lange Standzeiten.
  • Die Spannweite entscheidet: Jede Position ist nur für Flugzeuge bis zu einer bestimmten Größe freigegeben. Ein A380 passt nicht auf jeden Platz, ein Regionaljet fast überall.
  • Vergabe ist Puzzlearbeit: Flugzeuggröße, Schengen-Status, Terminalzuordnung der Airline, Bodenzeit und Umsteiger fließen in die Positionsplanung ein – und Verspätungen werfen den Plan täglich um.
  • Für Spotter ein Muster: Wer die Logik kennt, ahnt, wo welcher Typ parkt, und wählt Terrasse und Standort passend.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort
  2. 2.Gate und Position: zwei Begriffe, ein Ablauf
  3. 3.Die Arten von Parkpositionen
  4. 4.Die Größe entscheidet: Codebuchstaben für Positionen
  5. 5.Fluggastbrücken: mehr als ein Gang zum Flugzeug
  6. 6.Wer vergibt die Positionen?
  7. 7.Schengen, Non-Schengen und die Folgen fürs Vorfeld
  8. 8.Umschleppen: Wenn das Flugzeug den Platz wechselt
  9. 9.Was das für deine Spotting-Planung bedeutet
  10. 10.Ein Beispiel aus der Praxis
  11. 11.Worauf du achten solltest
  12. 12.Fazit

Du stehst auf der Terrasse, der Langstreckenjet rollt rein – und biegt nicht zu den Brücken direkt vor dir ab, sondern verschwindet in einer Ecke des Vorfelds, die du kaum siehst. Zufall ist das selten. Hinter jeder Parkposition am Flughafen steckt eine Planung, die Flugzeuggröße, Sicherheitsbereiche, Bodenzeiten und die Wünsche der Airlines unter einen Hut bringt. Dieser Artikel erklärt dir, welche Arten von Positionen es gibt, wie Gates, Fluggastbrücken und Außenpositionen zusammenhängen und nach welcher Logik Flughäfen ihre Plätze vergeben. Mit diesem Wissen liest du das Vorfeld beim nächsten Besuch ganz anders.

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Die kurze Antwort

Ein Flugzeug parkt auf einer Parkposition (englisch stand) auf dem Vorfeld. Liegt sie direkt am Terminal, sprechen Flughäfen von einer Gebäudeposition – meist mit Fluggastbrücke, manchmal mit Treppe. Liegt sie weiter draußen, ist es eine Außenposition: Die Passagiere fahren mit dem Vorfeldbus hin und steigen über Treppen ein. Welches Flugzeug wo steht, legt in der Regel der Flughafen fest – vorab nach Flugplan, am Betriebstag laufend nachjustiert. Entscheidend sind vor allem die Größe des Flugzeugs, der Sicherheitsbereich des Flugs (etwa Schengen oder Non-Schengen), das Terminal der Airline und die Bodenzeit.

Gate und Position: zwei Begriffe, ein Ablauf

Im Alltag sagt man „das Flugzeug steht am Gate“. Genau genommen meint das zwei Dinge:

  • Das Gate ist der Flugsteig im Terminal – der Warteraum mit Schalter, an dem die Bordkarten gescannt werden.
  • Die Parkposition ist der markierte Platz auf dem Vorfeld, auf dem das Flugzeug steht. Sie hat eine eigene Bezeichnung, die nicht mit der Gate-Nummer übereinstimmen muss.

An einer Gebäudeposition gehören Gate und Position fest zusammen: Vom Gate führt die Brücke direkt zur Flugzeugtür. Bei Außenpositionen ist die Zuordnung lockerer. Ein sogenanntes Busgate im Terminal kann nacheinander Flüge zu ganz verschiedenen Positionen bedienen – der Bus bringt die Passagiere jeweils dorthin, wo das Flugzeug gerade steht.

Das Vorfeld selbst ist die Fläche, auf der Flugzeuge abgefertigt, betankt, beladen und abgestellt werden. Es gehört zum Sicherheitsbereich und ist von den Rollwegen und Pisten zu unterscheiden. Wie die Rollwege und Haltepunkte bezeichnet sind, die zum Vorfeld führen, erklärt der Artikel über Rollwege, Haltepunkte und Schilder.

Die Arten von Parkpositionen

Auch wenn jeder Flughafen eigene Bezeichnungen hat, lassen sich Positionen grob in vier Gruppen einteilen.

Positionsart Anbindung der Passagiere Typische Nutzer Was du als Spotter siehst
Gebäudeposition mit Brücke Fluggastbrücke direkt vom Gate Netzwerk-Airlines, Langstrecke, Kurzstrecke an großen Drehkreuzen Flugzeug teils von der Brücke verdeckt, gute Sicht auf Andocken und Pushback
Gebäudeposition ohne Brücke zu Fuß über das Vorfeld, Treppen Low-Cost-Airlines, kleinere Flughäfen freie Seitenansicht, viel Bewegung um das Flugzeug
Außenposition Vorfeldbus und Treppen Regionalverkehr, Charter, Spitzenzeiten, große Flugzeuge bei Engpässen oft weit weg, dafür ganz frei stehende Flugzeuge
Abstellposition keine Passagiere Flugzeuge mit langer Standzeit, über Nacht, vor der Wartung Ruhige Motive, aber meist abseits der Terrassen

Dazu kommen Sonderflächen: Frachtvorfelder mit eigenen Positionen, Bereiche für die Allgemeine Luftfahrt und Businessjets, Wartungsvorfelder vor den Hangars und Enteisungsflächen. Wie Flugzeuge im Winter vor dem Start enteist werden, steht im Artikel zur Enteisung von Flugzeugen.

Brücke oder Treppe – eine Frage des Geschäftsmodells

Nicht jede Airline will an die Brücke. Brückenpositionen kosten in der Regel mehr, und das Andocken braucht Zeit. Viele Low-Cost-Airlines setzen auf kurze Bodenzeiten und lassen Passagiere über Treppen vorn und hinten gleichzeitig einsteigen. Wo das möglich ist, stehen ihre Flugzeuge deshalb oft auf Positionen ohne Brücke – auch wenn nebenan Brücken frei sind.

Kleinere Flughäfen kommen manchmal ganz ohne Fluggastbrücken aus. In Salzburg und Innsbruck gehen Passagiere zu Fuß über das Vorfeld oder fahren mit dem Bus. Für dich bedeutet das: Von der Besucherterrasse Salzburg siehst du das komplette Flugzeug, ohne dass eine Brücke die Tür verdeckt.

A–FICAO-Codebuchstaben nach Spannweite
80 mObergrenze der Spannweite für Code F
2 DecksTüren beim A380, oft mit eigener Oberdeck-Brücke

Die Größe entscheidet: Codebuchstaben für Positionen

Eine Parkposition ist kein beliebiger Parkplatz. Sie ist für Flugzeuge bis zu einer bestimmten Größe ausgelegt – entscheidend sind vor allem Spannweite und Länge, dazu die Abstände zu Nachbarpositionen, Gebäuden und Rollgassen. Für die Flughafenplanung teilt die ICAO Flugzeuge vor allem nach ihrer Spannweite in Codebuchstaben ein:

Code Spannweite Beispiele
A unter 15 m kleine Propellerflugzeuge
B 15 bis unter 24 m kleinere Regionaljets wie der CRJ200, viele Businessjets
C 24 bis unter 36 m Airbus A321neo, Boeing 737-800, größere Regionaljets wie die E190
D 36 bis unter 52 m Boeing 767, Airbus A310
E 52 bis unter 65 m Airbus A350-900, Boeing 777-300ER
F 65 bis unter 80 m Airbus A380, Boeing 747-8

Eine Code-E-Position kann also einen Großraumjet aufnehmen, aber auch zwei Schmalrumpfflugzeuge nebeneinander, wenn sie dafür markiert ist. Viele große Flughäfen nutzen solche flexiblen Positionen mit mehreren Haltelinien: Ist kein Langstreckenflug da, parken dort zwei Kurzstreckenjets. Das macht die Planung beweglicher, als es die Anzahl der Positionen vermuten lässt.

Haltelinien lesen

Auf dem Vorfeldbelag siehst du vor jeder Position Markierungen mit Typbezeichnungen oder Kürzeln. Sie zeigen, an welcher Linie welcher Typ mit dem Bugrad stoppen soll. Von der Terrasse mit Tele betrachtet, verraten sie dir, welche Flugzeuge auf dieser Position überhaupt vorgesehen sind.

Fluggastbrücken: mehr als ein Gang zum Flugzeug

Die Fluggastbrücke ist ein beweglicher, überdachter Gang zwischen Terminal und Flugzeugtür. Ein Brückenfahrer steuert sie an die Tür, ein gepolsterter Rahmen legt sich an den Rumpf, und während des Ein- und Ausladens gleicht die Brücke Höhenänderungen aus, wenn das Flugzeug durch Beladung tiefer einsinkt.

An vielen Brücken hängen außerdem Versorgungsleitungen: Bodenstrom und klimatisierte Luft. Damit kann die Crew das Hilfstriebwerk (APU) früher abschalten, was Lärm und Abgase auf dem Vorfeld reduziert. Wenn du an der Brücke einen dicken Schlauch unter den Rumpf führen siehst, ist das meist genau diese Luftversorgung.

Großraumflugzeuge docken häufig mit zwei Brücken an, damit Passagiere schneller aussteigen. Beim A380 kommt eine Besonderheit dazu: Flughäfen mit A380-Verkehr haben an einigen Positionen eine Brücke, die direkt ans Oberdeck reicht. Solche Positionen sind knapp, und genau deshalb siehst du den A380 an einem Flughafen fast immer an denselben wenigen Plätzen.

Wie das Flugzeug punktgenau einparkt

Damit die Brücke passt, muss das Flugzeug sehr genau auf der Haltelinie stehen. Dafür gibt es zwei Wege:

  • Einweiser (Marshaller): Eine Person vor dem Flugzeug gibt mit Handzeichen oder Leuchtstäben die Richtung und den Haltepunkt vor.
  • Andocksysteme: An vielen Gebäudepositionen hängt vor dem Cockpit eine Anzeige, die Typ, Abstand zur Haltelinie und seitliche Abweichung anzeigt und den Piloten zum exakten Stopp führt. Moderne Systeme erfassen das Flugzeug per Sensor.

Nach dem Stopp werden Bremsklötze an die Räder gelegt, erst dann fährt die Brücke heran. Wie es danach weitergeht – Entladen, Reinigen, Betanken, Beladen –, beschreibt der Artikel Turnaround: So läuft die Abfertigung.

Wer vergibt die Positionen?

An den meisten großen Flughäfen ist die Positionsvergabe Aufgabe des Flughafenbetreibers. Der Ablauf hat zwei Ebenen:

  1. Vorabplanung: Auf Basis des Flugplans verteilt eine Positionsplanung die Flüge auf die verfügbaren Positionen – häufig mit Software, die feste Regeln und Prioritäten berücksichtigt.
  2. Betriebstag: Verspätungen, Flugzeugwechsel und Störungen werfen den Plan laufend um. Dann passt die Vorfeldkontrolle die Zuteilung an und leitet ankommende Flugzeuge zur richtigen Position. Mehr zu diesem Job liest du im Artikel über die Vorfeldkontrolle.

Airlines, Abfertiger und Bodenverkehrsdienste bekommen die Zuteilung übermittelt und planen damit Personal, Busse und Gerät. Ändert sich eine Position kurzfristig, merken das die Passagiere oft am Gate-Wechsel auf der Anzeigetafel.

1. Passt das Flugzeug?

Spannweite und Länge müssen zur Position passen. Ein Großraumjet scheidet für viele Plätze von vornherein aus.

2. Stimmt der Sicherheitsbereich?

Flüge innerhalb des Schengen-Raums und Flüge außerhalb laufen über getrennte Bereiche mit oder ohne Passkontrolle. Manche Positionen können per Türsteuerung zwischen beiden wechseln.

3. Passt das Terminal zur Airline?

Airlines und Allianzen sind oft bestimmten Terminals zugeordnet, damit Umsteiger kurze Wege haben und Check-in, Lounges und Personal zusammenbleiben.

4. Wie lange bleibt das Flugzeug?

Kurze Bodenzeiten bekommen bevorzugt Gebäudepositionen. Bei langen Standzeiten wird das Flugzeug oft auf eine Abstellposition geschleppt.

5. Was ist mit Nachbarn und Rollwegen?

Große Flugzeuge können benachbarte Positionen blockieren, und Pushbacks dürfen sich nicht gegenseitig behindern. Auch das berücksichtigt der Plan.

Den besten Blick aufs Vorfeld finden

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Schengen, Non-Schengen und die Folgen fürs Vorfeld

Ein großer Teil der Positionslogik in Europa folgt aus der Trennung der Sicherheitsbereiche. Passagiere aus Nicht-Schengen-Ländern müssen durch die Grenzkontrolle, Passagiere aus dem Schengen-Raum nicht. Terminals sind deshalb in Bereiche aufgeteilt, und eine Position ist meist einem davon zugeordnet. Kommt ein Flugzeug aus London und fliegt danach nach Mailand, passt es im Grunde zu keiner reinen Position – entweder es parkt an einer umschaltbaren Position, oder die Passagiere werden per Bus durch den jeweils richtigen Bereich geführt.

Für Spotter erklärt das viele Muster: Langstreckenflüge parken an großen Drehkreuzen meist in eigenen Non-Schengen-Bereichen. Am Flughafen München trennt der Satellit von Terminal 2, den Lufthansa und ihre Partner nutzen, Schengen- und Non-Schengen-Gates auf zwei übereinanderliegenden Ebenen. Seit April 2026 hat Terminal 1 zudem einen eigenen Pier ausschließlich für Non-Schengen-Verkehr, an dem auch Positionen mit drei Brücken für den A380 liegen. Wer weiß, wo diese Bereiche liegen, weiß auch, wo die Großraumjets stehen.

Umschleppen: Wenn das Flugzeug den Platz wechselt

Steht ein Flugzeug viele Stunden am Boden – etwa ein Langstreckenjet, der morgens landet und erst abends zurückfliegt –, blockiert es eine wertvolle Gebäudeposition. Häufig wird es deshalb nach dem Aussteigen auf eine Abstellposition geschleppt und vor dem Abflug zurückgebracht. Dafür kommen Flugzeugschlepper zum Einsatz, oft stangenlose Modelle, die das Bugrad anheben. Wie sie funktionieren, erklärt der Artikel über Flugzeugschlepper; das Zurückschieben vor dem Abflug beschreibt Pushback erklärt.

Für dich sind Schleppvorgänge oft eine kleine Gelegenheit: Das Flugzeug rollt langsam ohne laufende Triebwerke über das Vorfeld, manchmal an Stellen, die du sonst nicht siehst – und manchmal näher an der Terrasse vorbei als im regulären Betrieb.

Was das für deine Spotting-Planung bedeutet

Mit der Positionslogik im Kopf planst du Besuche gezielter. Ein paar Faustregeln:

  • Großraumjets stehen an wenigen Plätzen. Weil Code-E- und Code-F-Positionen knapp sind, parken Langstreckenflugzeuge meist in denselben Bereichen. Finde heraus, welche das sind, und wähle den Spot danach.
  • Regionalverkehr steht oft draußen. Turboprops wie die Modelle von ATR und kleine Regionaljets parken an großen Flughäfen häufig auf Außenpositionen, mitunter weit weg von den Besucherterrassen.
  • Terrassen zeigen vor allem Gebäudepositionen. Von der Besucherterrasse Hamburg oder der Zuschauerterrasse B in Zürich siehst du die Abfertigung an den Brücken aus nächster Nähe – Kennzeichen lassen sich dort gut ablesen.
  • Flugplatzkarten verraten die Auslegung. In den Karten aus dem Luftfahrthandbuch sind Positionen mit Nummern und oft mit zugelassener Größe eingezeichnet. Wie du sie liest, erklärt der Artikel AIP-Flugplatzkarten lesen.
  • Vorfeldrundfahrten öffnen die Außenbereiche. Viele Flughäfen bieten Touren über das Vorfeld an. Dort kommst du auch an Außen- und Abstellpositionen heran, die von öffentlichen Spots aus unsichtbar sind – mehr dazu im Artikel über Flughafenführungen und Vorfeldrundfahrten.
Was du sehen willst Wo du am ehesten Glück hast
Andocken, Brücke, Pushback Terrasse mit Blick auf Gebäudepositionen
Komplettes Flugzeug ohne Brücke kleinere Flughäfen ohne Brücken, Positionen mit Treppen
Langstrecke am Boden Non-Schengen-Bereiche und Großraumpositionen der Drehkreuze
Regional- und Charterverkehr Außenpositionen, oft nur auf Vorfeldtouren nah erreichbar
Abgestellte Flugzeuge, Raritäten Abstell- und Wartungsvorfelder, meist nur mit langer Brennweite

Ein Beispiel aus der Praxis

Nimm einen typischen Morgen an einem Drehkreuz: Zwischen sechs und neun Uhr landen viele Langstreckenflüge, gleichzeitig starten die ersten Kurzstreckenwellen. Die Gebäudepositionen sind voll. Ein Langstreckenjet, der früh ankommt, bekommt eine Brückenposition im Non-Schengen-Bereich, damit die Umsteiger schnell zur Passkontrolle kommen. Nach dem Aussteigen wird er auf eine Abstellposition geschleppt, um Platz für die nächste Welle zu machen. Ein Regionalflug, der zur selben Zeit kommt, landet auf einer Außenposition – die Passagiere fahren mit dem Bus ins Terminal. Am Nachmittag kehrt der Langstreckenjet an eine Brücke zurück, diesmal vielleicht an eine andere.

Für dich bedeutet das: Ein und dasselbe Flugzeug kann an einem Tag an drei verschiedenen Stellen stehen. Wer früh auf der Terrasse ist, sieht es vielleicht nur aus der Ferne, wer am Nachmittag kommt, an der Brücke direkt vor sich. Wie Drehkreuze ihre Ankunfts- und Abflugwellen bündeln, beschreibt der Artikel über Hub-Wellen.

Kennst du dein Vorfeld?

Hak ab, was du über deinen Stammflughafen schon weißt – am Ende siehst du, wie gut du vorbereitet bist.

  • Ich weiß, wo die Gebäudepositionen mit Brücke liegen.
  • Ich kenne die Bereiche für Schengen- und Non-Schengen-Flüge.
  • Ich weiß, wo Großraumflugzeuge normalerweise parken.
  • Ich kenne die Außenpositionen und ob ich sie von einem öffentlichen Spot aus sehe.
  • Ich habe mir die Flugplatzkarte mit den Positionsnummern angeschaut.
  • Ich weiß, wo abgestellte Flugzeuge oder Wartungsflächen liegen.

Worauf du achten solltest

  • Positionen ändern sich kurzfristig. Was gestern galt, kann heute anders sein – Verspätungen und Bauarbeiten verschieben die Belegung.
  • Gate-Nummer ist nicht Position. Die Anzeige im Terminal sagt dir das Gate, nicht unbedingt, wo das Flugzeug steht.
  • Fotografieren im Terminal hat Regeln. Wenn du vom Gate aus fotografierst, beachte die Hausordnung des Flughafens; Hinweise dazu stehen im Artikel Fotografieren im Terminal.
  • Bleib bei öffentlichen Spots. Außenpositionen liegen oft nahe am Zaun – das ist kein Grund, Absperrungen zu übertreten. Was erlaubt ist, fasst Ist Planespotting erlaubt? zusammen.

Jede Sichtung festhalten

Poste deine Fotos mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot und sammle deine Sichtungen im Hangar – inklusive Wunschliste für die Typen, die dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Parkpositionen sind das Ergebnis einer täglichen Puzzlearbeit: Größe des Flugzeugs, Sicherheitsbereich, Terminal der Airline und Bodenzeit bestimmen, ob ein Jet an der Brücke, an der Treppe oder draußen auf einer Außenposition landet. Für Spotter steckt darin ein Muster, das sich lernen lässt. Wer weiß, wo Großraumjets stehen, wo der Regionalverkehr parkt und welche Positionen von der Terrasse aus sichtbar sind, steht häufiger am richtigen Ort.

Kurzfazit

Gate ist der Ausgang, die Position der Platz auf dem Vorfeld. Gebäudepositionen mit Brücke gehen meist an kurze Bodenzeiten und Netzwerkflüge, Außenpositionen an Regionalverkehr und Spitzenzeiten, Großraumjets an die wenigen passenden Plätze. Lerne die Positionslogik deines Flughafens, und du weißt vorher, wo dein Wunschflugzeug stehen wird.

Zusammenfassung

  • Parkpositionen unterscheiden sich nach Anbindung (Brücke, Treppe, Bus), zugelassener Flugzeuggröße und Lage im Sicherheitsbereich.
  • Die Vergabe beginnt lange vorab auf Basis des Flugplans und wird am Betriebstag laufend angepasst, meist durch Positionsplanung und Vorfeldkontrolle des Flughafens.
  • Lange Bodenzeiten führen oft zum Umschleppen auf Abstellpositionen, damit Gebäudepositionen frei bleiben.
  • Außenpositionen sind für Spotter oft die besseren Motive: freie Sicht auf das ganze Flugzeug, keine Brücke vor der Tür.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Gate und Parkposition?

Das Gate ist der Abflugbereich im Terminal, an dem die Bordkarten kontrolliert werden. Die Parkposition (englisch stand) ist der markierte Platz auf dem Vorfeld, auf dem das Flugzeug steht. An einer Gebäudeposition liegen beide direkt beieinander, an einer Außenposition fährt dich ein Bus vom Gate zur Position.

Wer entscheidet, auf welcher Position ein Flugzeug parkt?

In der Regel der Flughafen selbst. Eine Positionsplanung verteilt die Flüge vorab nach Flugplan und Regeln auf die verfügbaren Positionen, am Betriebstag passt die Vorfeldkontrolle die Zuteilung an Verspätungen und Störungen an. Airlines und Abfertiger bringen ihre Wünsche ein, etwa feste Terminalbereiche für ihre Flüge.

Warum muss ich manchmal mit dem Bus zum Flugzeug, obwohl Brücken frei sind?

Häufige Gründe: Die freie Brücke liegt im falschen Sicherheitsbereich (Schengen oder Non-Schengen), sie ist für einen anderen Flug in Kürze reserviert, sie passt nicht zur Größe des Flugzeugs, oder die Airline hat bewusst eine günstigere Außenposition gebucht. Auch Verspätungen verschieben den Plan oft kurzfristig.

Was bedeuten die Größenklassen an Parkpositionen?

Die ICAO teilt Flugzeuge für die Flughafenplanung nach Spannweite in Codebuchstaben von A bis F ein. Eine Position der Kategorie C nimmt Flugzeuge bis knapp 36 Meter Spannweite auf, etwa die A320-Familie oder die Boeing 737. Für den A380 braucht es eine Code-F-Position.

Warum dockt der A380 mit mehreren Brücken an?

Der A380 hat auf beiden Passagierdecks Türen. Flughäfen mit A380-Verkehr haben deshalb an einigen Positionen zusätzliche Brücken, die direkt ans Oberdeck andocken. So können Passagiere auf beiden Decks gleichzeitig aus- und einsteigen.

Wie erkenne ich als Spotter, wo ein bestimmter Typ parkt?

Am zuverlässigsten mit Erfahrung: Airlines nutzen an ihren Stammflughäfen oft dieselben Bereiche, Großraumflugzeuge stehen an den wenigen passenden Positionen, Regionalflugzeuge häufig draußen. Flugplatzkarten aus dem Luftfahrthandbuch zeigen, welche Positionen für welche Größe ausgelegt sind.

PT

Planetrack Redaktion

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