iPhone-Apps für Planespotter: das beste Setup nach Einsatzzweck

Flugradar, manuelle Kamera, Sonnenstand, Wetter mit METAR, Flugfunk und Logbuch: Welche iPhone-Apps Spotter für welche Aufgabe nutzen, was sie unter iOS können und wie du daraus ein schlankes Setup baust.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Sortier nach Aufgabe, nicht nach Hype: Ein gutes iPhone-Setup deckt sieben Aufgaben ab – Live-Tracking, Fotografieren, Bearbeiten, Licht, Wetter, Funk und Dokumentation.
  • Flightradar24 ist der Allrounder: Die iOS-App zeigt Flüge auf der Karte, erkennt Flugzeuge, wenn du das iPhone zum Himmel richtest, und listet auf der Apple Watch Flüge in deiner Nähe.
  • Die Standard-Kamera ist für Jets oft zu automatisch: Apps wie Halide oder die kostenlose Blackmagic Camera geben dir Kontrolle über Verschlusszeit, ISO und Fokus.
  • Licht und Wetter planst du am besten vorher: PhotoPills zeigt den Sonnenstand auf der Karte und per AR, Windy liefert Wind, Wolken und sogar METAR und TAF.
  • Weniger Apps, besser beherrscht: Drei bis fünf Apps, die du am Zaun blind bedienst, bringen mehr als ein voller Ordner, den du nie öffnest.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort
  2. 2.Die Apps nach Einsatzzweck im Überblick
  3. 3.Live-Tracking: Flugradar-Apps auf dem iPhone
  4. 4.Kamera: mehr Kontrolle als die Standard-App
  5. 5.Bildbearbeitung direkt auf dem iPhone
  6. 6.Licht planen: Sonnenstands-Apps
  7. 7.Wetter, Wind und Flugwetter
  8. 8.Flugfunk: LiveATC
  9. 9.Dokumentation: Logbuch und Flugtagebuch
  10. 10.Welches iPhone-Setup passt zu dir?
  11. 11.So nutzt du die Apps an einem Spotting-Tag
  12. 12.iOS-Tipps für lange Tage am Zaun
  13. 13.Typische Fehler bei der App-Auswahl
  14. 14.Fazit

Wer mit dem iPhone zum Flughafen fährt, hat das wichtigste Werkzeug schon in der Tasche – vorausgesetzt, die richtigen Apps sind installiert. Der App Store ist voll mit Flugtrackern, Kamera-Tools und Wetterdiensten, aber nicht jede App hilft dir am Zaun. Dieser Überblick sortiert die wichtigsten iPhone-Apps für Planespotter nach Einsatzzweck: was sie unter iOS können, was sie kosten und für wen sie sich lohnen. Alle Angaben zu Preisen und Systemvoraussetzungen beziehen sich auf den deutschen App Store, Stand Oktober 2026.

Deine Sichtungen auf dem iPhone

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Die kurze Antwort

Für die meisten Spotter reicht auf dem iPhone ein Kern aus drei Apps: Flightradar24 oder FlightAware für den Live-Blick, eine Kamera-App mit manueller Steuerung wie Halide und ein Logbuch für deine Sichtungen. Wer gezielt bei gutem Licht fotografiert, ergänzt PhotoPills für den Sonnenstand und Windy für Wind, Wolken und Flugwetter. Bildbearbeitung, Flugfunk und ein Flugtagebuch für eigene Reisen sind Extras, die je nach Spotting-Stil dazukommen. Den allgemeinen, plattformunabhängigen Überblick findest du im Planespotting-Apps-Vergleich, das Gegenstück für Android unter Android-Apps für Planespotter.

7Einsatzzwecke, für die Spotter Apps nutzen
3Apps bilden den sinnvollen Kern
iOS 18Mindestversion für Halide und Blackmagic Camera

Die Apps nach Einsatzzweck im Überblick

Einsatzzweck Beispiel-Apps (iOS) Preismodell laut App Store Wofür du sie am Spot brauchst
Live-Tracking Flightradar24, FlightAware, Plane Finder kostenlos mit In-App-Käufen Was landet gleich, welches Kennzeichen, wann?
Kamera Halide Mark III, Blackmagic Camera Abo oder Einmalkauf bzw. kostenlos Kurze Verschlusszeit, Fokus, RAW, Video
Bildbearbeitung Lightroom Mobile, Snapseed, Darkroom, Photomator kostenlos bis Abo Zuschnitt, Horizont, Belichtung, Serien
Licht PhotoPills, Sun Surveyor, The Photographer’s Ephemeris Einmalkauf Sonnenrichtung zur Piste planen
Wetter Windy, AeroWeather, WarnWetter kostenlos, teils Premium Wind, Wolken, Sicht, METAR und TAF
Flugfunk LiveATC Air Radio Einmalkauf Streams von Empfangsstationen
Dokumentation Spotter-Logbuch, Flighty für eigene Flüge unterschiedlich Was hast du gesehen oder geflogen?

Live-Tracking: Flugradar-Apps auf dem iPhone

Flightradar24

Die App von Flightradar24 AB aus Stockholm ist der Allrounder unter den Flugtrackern und für die meisten Spotter die erste Installation. Laut App Store setzt sie iOS 16 voraus und läuft auch auf iPad und Apple Vision. Für Spotter sind vor allem diese Funktionen interessant:

  • Live-Karte mit Route, Typ, Geschwindigkeit und Höhe jedes Flugs, Suche nach Flugnummer, Airline und Flughafen sowie Filter nach Airline, Flugzeug und Höhe.
  • Flughafenansicht mit Ankünften, Abflügen und Wetter.
  • Himmels-Ansicht: Du richtest das iPhone zum Himmel, und die App zeigt dir den Flug in dieser Richtung samt Details. Dazu kommt eine 3D-Ansicht aus Pilotenperspektive.
  • Apple Watch: Auf der Uhr siehst du eine Liste der Flüge in deiner Nähe – praktisch, wenn die Hände an der Kamera sind.

Die Bezahl-Stufen Silver und Gold erweitern laut Store-Beschreibung Verlauf, Flugzeugdaten, Filter und Alarme sowie Wetter-Ebenen; beide gibt es monatlich oder jährlich mit kostenlosem Testzeitraum. Was welche Stufe genau bringt und ob sich das für dich lohnt, erklärt der Artikel Flightradar24-Abos erklärt.

FlightAware

Die App von FlightAware ist kostenlos, setzt laut App Store iOS 17.6 voraus und enthält Werbung, die sich per Abo abschalten lässt. Ihre Stärke liegt bei kostenlosen Statusmeldungen für Abflug, Ankunft, Streichung, Gate-Wechsel, Verspätung und Umleitung. Für Spotter ist das nützlich, wenn du eine bestimmte Rotation im Blick behalten willst. Die teuren Aviator-Stufen richten sich laut Beschreibung an Halter von Kolbenmotor-Flugzeugen der allgemeinen Luftfahrt und sind für Spotter in der Regel uninteressant. Die beiden großen Dienste im direkten Duell vergleicht Flightradar24 vs. FlightAware.

Plane Finder und ungefilterte Karten

Plane Finder von Pinkfroot aus Southampton ist für seine 3D- und Augmented-Reality-Ansichten bekannt und bringt eine Wiedergabe vergangener Flüge mit. Mehr dazu steht in Plane Finder erklärt. Wer Militär-, Regierungs- oder Businessjets sucht, die kommerzielle Dienste teils ausblenden, öffnet zusätzlich eine Community-Karte wie ADS-B Exchange in Safari – als Lesezeichen auf dem Home-Bildschirm ist sie genauso schnell erreichbar wie eine App. Warum ein Flugzeug trotzdem fehlen kann, erklärt Warum ein Flugzeug nicht auf Flightradar erscheint. Den großen Tracker-Vergleich findest du unter Flugradar-Apps im Vergleich, die kostenlosen Optionen unter Kostenlose Flugtracker.

Profi-Tipp: Eigenes Radar ohne Internet

Ein SDR-Stick lässt sich nicht direkt ans iPhone hängen. Ein kleiner Raspberry Pi mit Empfänger, der die Karte per WLAN liefert, macht dich aber unabhängig vom Mobilfunknetz und von Filterlisten. Wie das am Zaun funktioniert, zeigt der Guide Mobiler ADS-B-Empfang am Spot.

Kamera: mehr Kontrolle als die Standard-App

Die Kamera-App von Apple ist auf schöne Alltagsfotos optimiert. Sie verrechnet mehrere Aufnahmen, hellt Schatten auf und wählt die Belichtungszeit selbst – einen klassischen manuellen Modus mit frei wählbarer Verschlusszeit gibt es nicht. Bei einem Jet, der über die Schwelle kommt, ist die Automatik oft zu langsam oder fokussiert auf den Zaun statt auf das Flugzeug. Hier helfen Apps von Drittanbietern.

Halide Mark III

Halide von Lux Optics trägt im App Store inzwischen den Namen Halide Mark III und setzt iOS 18 voraus. Laut Store-Beschreibung bietet die App volle manuelle Belichtung mit Verschlusszeit, ISO und Weißabgleich, dazu Verschlusszeit-, ISO- und Blenden-Priorität. Für Spotter besonders nützlich: Fokus-Peaking und eine Fokuslupe, damit du sauber auf die Anflugachse vorfokussieren kannst, sowie RAW-Aufnahmen bis hin zu einem reinen RAW-Modus. Das Preismodell ist flexibel – es gibt ein Jahresabo mit Testphase und eine Einmalzahlung ohne Abo. Prüfe die aktuellen Preise vor dem Kauf im Store.

Blackmagic Camera

Die Blackmagic Camera ist kostenlos und vor allem für Videos gedacht. Laut App Store stellst du Bildrate, Shutter-Winkel, Weißabgleich und ISO direkt im Bild ein und nimmst in 10-Bit Apple ProRes bis 4K oder platzsparend in H.264 und H.265 auf. Die App verlangt iOS 18 und mindestens einen A12-Bionic-Chip. Für Landungen im Video, Rollbewegungen am Vorfeld oder Starts mit Schubumkehr ist sie eine starke Wahl. Wie du daraus gute Clips machst, erklärt Flugzeugvideos mit dem Smartphone.

Weitere Kamera-Apps wie ProCamera und die Unterschiede im Detail vergleicht der Artikel Kamera-Apps mit manuellen Einstellungen. Wie weit du mit den Tele-Modulen des iPhones überhaupt kommst und welche Spots dafür taugen, steht im Guide Planespotting mit dem Smartphone.

Kamera-App mit manueller Steuerung

  • Kurze Verschlusszeit gegen Bewegungsunschärfe
  • Fokus vorab auf die Anflugachse legen
  • RAW für mehr Reserven in der Bearbeitung

Was du beachten musst

  • Einarbeitung nötig, sonst verpasst du die Landung
  • RAW-Dateien belegen deutlich mehr Speicher
  • Weniger automatische Bildoptimierung als die Standard-App

Bildbearbeitung direkt auf dem iPhone

Ein gerader Horizont, ein sauberer Zuschnitt und etwas mehr Kontrast machen aus einer Sichtung ein vorzeigbares Foto. Die Fotos-App von iOS reicht dafür oft schon. Für mehr Kontrolle nutzen viele Spotter Lightroom Mobile (iOS und Android, Basis kostenlos, Zusatzfunktionen per Abo) oder Snapseed, das sich im App Store als frei von Abos, Werbung und Wasserzeichen beschreibt. Exklusiv im Apple-Kosmos laufen Darkroom und Photomator, die direkt auf die Fotomediathek zugreifen und mit RAW-Dateien stark sind. Den ausführlichen Vergleich findest du unter Bildbearbeitungs-Apps für Spotter.

Licht planen: Sonnenstands-Apps

Ob ein Spot morgens oder nachmittags funktioniert, hängt davon ab, wo die Sonne relativ zur Piste steht. PhotoPills kostet im deutschen App Store einmalig 12,99 Euro, läuft ab iOS 15 und lässt sich per Familienfreigabe teilen. Der Planer zeigt die Position von Sonne und Mond auf einer Karte, die AR-Ansicht blendet sie ins Kamerabild ein – so prüfst du vor Ort, wann das Licht auf die Rollbahn fällt. Alternativen sind Sun Surveyor mit kostenloser Lite-Version und The Photographer’s Ephemeris. Welche der drei zu dir passt, vergleicht Sonnenstand-Apps für Fotografen; die Rechenlogik hinter Azimut und Pistenrichtung erklärt Sonnenstand planen.

Licht und Spot in einem Blick

Die Spot-Karte von Planetrack zeigt dir Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos, der Sonnenstand-Planer die passende Uhrzeit für deinen Standort. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Wetter, Wind und Flugwetter

Die Standard-Wetter-App rechnet eine Vorhersage für einen Ort, der Flughafen liegt aber oft auf freiem Feld mit eigenem Wind und Nebel. Spotter brauchen deshalb mehr.

  • Windy ist kostenlos mit optionalem Premium-Abo und läuft ab iOS 16. Laut App Store bietet die App über 50 Wetterkarten und mehr als 15 Vorhersagemodelle, darunter ECMWF, GFS und ICON. Für Spotter besonders praktisch: ein Pilotenbereich mit Flughafendaten samt METAR, TAF und NOTAM sowie Widgets für iPhone und Apple Watch.
  • AeroWeather zeigt METAR und TAF deiner gespeicherten Flughäfen, auf Wunsch auch in Klartext.
  • WarnWetter vom Deutschen Wetterdienst liefert amtliche Warnungen für Deutschland.

Aus dem Wind leitest du die Betriebsrichtung ab und damit, welche Seite des Flughafens heute funktioniert. Die Grundlagen erklären METAR und TAF lesen und Betriebsrichtung am Flughafen verstehen, den App-Vergleich findest du unter Wetter-Apps für Spotter.

Flugfunk: LiveATC

LiveATC Air Radio kostet im deutschen App Store einmalig 5,99 Euro und setzt iOS 17 voraus. Die App spielt Streams ab, die Empfangsstationen weltweit bereitstellen, und bietet Favoriten, Frequenzsuche und eine Umgebungssuche. Wie gut ein Flughafen abgedeckt ist, hängt davon ab, ob dort eine Station sendet. Vor der Nutzung lohnt ein Blick in die Rechtslage beim Flugfunk, den Vergleich mit Alternativen liefert Flugfunk-Apps im Vergleich.

Dokumentation: Logbuch und Flugtagebuch

Hier gibt es eine wichtige Unterscheidung. Flighty ist eine der bekanntesten iPhone-Apps rund ums Fliegen und läuft laut App Store auf iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple Vision ab iOS 18. Sie begleitet Flüge, die du selbst antrittst: mit Verspätungsalarmen, Widgets auf dem Sperrbildschirm und dem Flighty Passport, einer persönlichen Flugkarte mit Flug-Log. Live-Aktivitäten und weitere Pro-Funktionen gibt es per Abo, einzeln pro Flug oder als lebenslange Lizenz. Für Vielflieger, die auch aus dem Fenster fotografieren, ist das eine schöne Ergänzung; mehr dazu im Flugtagebuch-Apps-Vergleich.

Was Flighty nicht ist: ein Logbuch für Sichtungen vom Boden. Dafür brauchst du eine Lösung, die Kennzeichen, Typ, Airline, Flughafen, Spot und Foto zusammenführt. Welche Optionen es gibt, vergleicht Logbuch-Apps für Spotter; wie du deine Einträge sinnvoll strukturierst, zeigt Sichtungen dokumentieren.

Welches iPhone-Setup passt zu dir?

Welches App-Setup brauchst du?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine passende Kombination.

Empfehlung

Das schlanke Setup

Flightradar24 für den Live-Blick, die Apple-Kamera mit optischen Zoomstufen, Fotos-App für den Zuschnitt und ein Logbuch für deine Sichtungen.

Empfehlung

Das Fotografen-Setup

Flugradar, PhotoPills für den Sonnenstand, Windy mit METAR und TAF für Wind und Wolken, dazu Lightroom Mobile oder Darkroom für die schnelle Auswahl am Spot.

Empfehlung

Das Video-Setup

Blackmagic Camera für manuelle Videoaufnahmen, Flugradar als Vorwarnung vor dem Endanflug und Windy, um die Betriebsrichtung früh einzuschätzen.

So nutzt du die Apps an einem Spotting-Tag

1. Am Vorabend: Verkehr und Wetter

Schau in der Flughafenansicht deines Flugradars nach besonderen Gästen und prüfe in Windy die Windrichtung für den nächsten Tag. Tipps für die Suche nach Sonderlackierungen stehen in Special Liveries finden.

2. Spot und Uhrzeit festlegen

Wähle mit PhotoPills oder einer anderen Sonnenstands-App den Standort, an dem die Sonne zur geplanten Zeit im Rücken steht – etwa am Besucherhügel München oder an der Zuschauerterrasse B in Zürich.

3. Am Spot: Kamera vorbereiten

Öffne die Kamera-App, stell eine kurze Verschlusszeit ein und fokussiere auf die Stelle vor, an der das Flugzeug durchs Bild kommt.

4. Flugradar als Frühwarnung

Die Live-Karte oder die Apple Watch zeigt dir, wann die nächste Maschine im Endanflug ist. Positionsdaten können etwas hinterherhinken – Augen und Ohren bleiben die letzte Instanz.

5. Abends: bearbeiten und dokumentieren

Wähl die besten Bilder aus, korrigiere Horizont und Ausschnitt und trag die Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Spot ins Logbuch ein.

iOS-Tipps für lange Tage am Zaun

  • Widgets nutzen: Windy bietet Widgets für Radar, Vorhersage und METAR. Ein Blick auf den Home-Bildschirm ersetzt so manchen App-Wechsel.
  • Benachrichtigungen ausmisten: Lass nur die Alarme zu, die du wirklich brauchst, etwa Statusmeldungen für eine bestimmte Rotation. Sonst übertönt die Flut der Hinweise das Wichtige.
  • Akku im Blick behalten: Live-Karte, GPS und Kamera gleichzeitig leeren den Akku schnell. Der Stromsparmodus und eine Powerbank gehören zur Ausrüstung.
  • Speicher freihalten: RAW-Fotos und ProRes-Videos sind groß. Räum vor dem Spotting-Tag auf oder lagere Bilder aus.
  • Abos regelmäßig prüfen: In den Einstellungen siehst du unter deinem Namen alle laufenden Abonnements. Was du seit Monaten nicht nutzt, kannst du dort kündigen.
  • Messenger-Gruppen ergänzen: Viele lokale Spotter-Communities teilen Hinweise auf Besonderheiten per Chat. Wie das funktioniert, erklärt Messenger-Gruppen für Spotter.

Typische Fehler bei der App-Auswahl

  • Zu viele Apps installieren. Wer fünf Flugtracker parallel nutzt, beherrscht keinen richtig.
  • Abo vor Bedarf. Die kostenlosen Grundfunktionen von Flightradar24 und FlightAware reichen vielen Spottern völlig aus.
  • Der AR-Ansicht blind glauben. Sie kombiniert GPS, Kompass und Positionsdaten und kann bei dichtem Verkehr Flugzeuge vertauschen. Mehr dazu in Flugzeug-Erkennungs-Apps mit KI.
  • Die Kamera-App erst am Zaun ausprobieren. Übe die manuellen Einstellungen zu Hause, bevor der seltene Gast landet.
  • Offizielle Flughafen-Apps übersehen. Manche Flughäfen bieten eigene Apps mit Ankünften und Besucherinfos. Einen Überblick gibt Offizielle Flughafen-Apps.

Ist dein iPhone spotting-bereit?

Hak ab, was du schon eingerichtet hast.

  • Ich habe eine Flugradar-App und suche Maschinen über das Kennzeichen.
  • Ich nutze eine Kamera-App mit manueller Verschlusszeit.
  • Ich plane den Sonnenstand für meinen Spot.
  • Ich prüfe Wind, METAR und TAF vor der Abfahrt.
  • Ich halte meine Sichtungen zeitnah in einem Logbuch fest.
  • Ich habe genug freien Speicher und eine Powerbank dabei.
  • Ich kenne meine laufenden App-Abos.

An großen Drehkreuzen wie dem Flughafen Frankfurt, dem Flughafen München oder dem Flughafen Zürich kommt viel Verkehr in kurzer Zeit – dort zahlt sich ein eingespieltes App-Setup besonders aus. Wer gerade erst anfängt, findet die Grundlagen in Planespotting für Einsteiger.

Alarm, wenn deine Wunschmaschine kommt

Planetrack benachrichtigt dich bei Anflug und Landung von Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries auf deiner Liste – und zeigt Wetter, Wind und Pisten am Flughafen direkt in der App. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Das iPhone ist für Planespotter ein vollwertiges Werkzeug, wenn du die Apps nach Aufgabe auswählst. Flightradar24 oder FlightAware zeigen dir, was kommt, Halide oder die Blackmagic Camera geben dir die Kontrolle über Belichtung und Fokus, PhotoPills und Windy sagen dir, wann und wo sich der Ausflug lohnt. Bildbearbeitung, LiveATC und Flighty sind sinnvolle Extras für bestimmte Spotting-Stile. Entscheidend ist nicht die Zahl der Apps, sondern dass du die wenigen, die du nutzt, im entscheidenden Moment sicher bedienst.

Kurzfazit

Starte mit Flugradar, einer manuellen Kamera-App und einem Logbuch. Ergänze Sonnenstand und Wetter, sobald du gezielt fotografierst – und halte das Setup so schlank, dass du am Zaun auf die Flugzeuge schaust statt aufs Display.

Zusammenfassung

  • Für Planespotter auf dem iPhone bewähren sich sieben App-Kategorien: Flugradar, Kamera mit manueller Steuerung, Bildbearbeitung, Sonnenstand, Wetter, Flugfunk und Logbuch.
  • Flightradar24 und FlightAware sind kostenlos mit In-App-Käufen; Flightradar24 setzt laut App Store iOS 16 voraus, FlightAware iOS 17.6 (Stand Oktober 2026).
  • Halide Mark III bietet volle manuelle Belichtung, Fokus-Peaking und RAW, die Blackmagic Camera ist kostenlos und auf Video spezialisiert; beide verlangen iOS 18.
  • PhotoPills kostet im deutschen App Store einmalig 12,99 Euro, LiveATC Air Radio 5,99 Euro; Windy ist kostenlos mit optionalem Premium-Abo (Stand Oktober 2026).
  • Flighty ist ein Begleiter für eigene Flüge mit Live-Aktivitäten und Passport, kein Spotter-Logbuch für Sichtungen vom Boden.

Häufige Fragen

Welche iPhone-App brauche ich als Planespotter zuerst?

Eine Flugradar-App wie Flightradar24 oder FlightAware. Damit siehst du, was gerade anfliegt, welche Maschine es ist und wann sie landet. Danach lohnt sich eine Möglichkeit, deine Sichtungen festzuhalten, und sobald du gezielt fotografierst, eine Kamera-App mit manueller Belichtungszeit.

Hat die iPhone-Kamera einen Pro-Modus für Flugzeugfotos?

Die Kamera-App von Apple bietet keinen klassischen manuellen Modus mit frei wählbarer Verschlusszeit. Dafür greifst du zu Apps von Drittanbietern. Halide Mark III bietet laut App Store volle manuelle Belichtung, Verschlusszeit-Priorität, Fokus-Peaking und RAW-Aufnahmen, die Blackmagic Camera ist kostenlos und vor allem für Videos ausgelegt.

Funktioniert die AR-Ansicht von Flightradar24 auf dem iPhone?

Ja. Laut App-Store-Beschreibung richtest du dein Gerät auf den Himmel und bekommst die Flüge in dieser Richtung samt Details angezeigt. Die App wertet dabei nicht das Kamerabild aus, sondern kombiniert GPS, Kompass und Live-Positionsdaten. Bei dichtem Verkehr nahe der Piste kann sie deshalb Flugzeuge vertauschen.

Kann ich mit dem iPhone selbst ADS-B empfangen?

Nicht direkt mit einem SDR-Stick am iPhone. Der übliche Weg ist ein separater Empfänger, etwa ein Raspberry Pi mit SDR-Stick, der die Karte per WLAN liefert. Du öffnest sie dann einfach in Safari. Wie das am Spot funktioniert, erklärt unser Guide zum mobilen ADS-B-Empfang.

Ist Flighty eine Spotter-App?

Nicht im engeren Sinn. Flighty ist ein Begleiter für Flüge, die du selbst antrittst: Statusmeldungen, Verspätungen, Live-Aktivitäten auf dem Sperrbildschirm und ein Passport mit deiner persönlichen Flugkarte. Sichtungen vom Boden mit Kennzeichen, Spot und Foto hältst du besser in einem Spotter-Logbuch fest.

Wie kündige ich ein App-Abo auf dem iPhone?

Abos, die du über den App Store abgeschlossen hast, verwaltest du in den iPhone-Einstellungen unter deinem Namen und dem Punkt Abonnements. Sie verlängern sich automatisch, wenn du sie nicht rechtzeitig vor Ablauf beendest. Abos, die du auf einer Website abgeschlossen hast, kündigst du dort.

Darf ich mit einer App Flugfunk hören?

Apps wie LiveATC spielen Internet-Streams ab, die Empfangsstationen bereitstellen. Ob und was du in Deutschland, Österreich oder der Schweiz hören darfst, ist rechtlich heikler, als viele denken. Lies vor der Nutzung unseren Artikel zur Rechtslage beim Flugfunk.

PT

Planetrack Redaktion

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