Ausbildung Servicekaufmann/-frau im Luftverkehr: Inhalte und Arbeitgeber

Check-in, Gate, Gepäckermittlung, Load Sheet und Marketing: Was du in der Ausbildung zum Servicekaufmann oder zur Servicekauffrau im Luftverkehr lernst, wie die Prüfung abläuft und wo du dich bewerben kannst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Jahre, dual, staatlich anerkannt: Grundlage ist die Servicekaufleute-Luftverkehr-Ausbildungsverordnung vom 29. März 2017, die seit dem 1. August 2017 gilt und die Vorgängerverordnung von 1998 abgelöst hat.
  • Terminal, Vorfeld und Büro: Die Ausbildung reicht vom Check-in und Boarding über Gepäckermittlung und Ticketverkauf bis zur Koordination der Flugzeugabfertigung mit Load- und Trimsheet.
  • Auch kaufmännisch: Personalwirtschaft, Marketing sowie Buchführung und Kennzahlen gehören fest zum Ausbildungsrahmenplan.
  • Prüfung mit Gesprächssimulation: Die Abschlussprüfung besteht aus drei schriftlichen Bereichen und einer Kundengesprächs-Simulation, die zusammen mit den Abfertigungsprozessen 70 Prozent des Ergebnisses ausmacht.
  • Arbeitgeber: Ausgebildet wird dort, wo Passagiere und Flugzeuge abgefertigt werden – bei Flughafengesellschaften wie Hamburg Airport, bei Abfertigungsdienstleistern und bei Airlines.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort: Was sind Servicekaufleute im Luftverkehr?
  2. 2.Die Inhalte: sieben Kernbereiche
  3. 3.Wie sich die drei Jahre verteilen
  4. 4.Die Abschlussprüfung im Detail
  5. 5.Voraussetzungen und Bewerbung
  6. 6.Arbeitgeber: Wer bildet aus?
  7. 7.Nach der Ausbildung
  8. 8.Was Spotter mitbringen
  9. 9.Fazit

Als Spotter siehst du vom Zaun aus den Turnaround: Fluggastbrücke dran, Gepäckwagen rollen an, Tankwagen, Catering, Pushback. Was du nicht siehst, ist die Koordination dahinter und die Arbeit im Terminal, wo Passagiere eingecheckt, umgebucht und mit ihrem verlorenen Koffer beruhigt werden. Genau dort arbeiten Servicekaufleute im Luftverkehr. Dieser Guide zeigt dir, was in der Ausbildung passiert, wie die Prüfung aufgebaut ist, was Betriebe von dir erwarten und welche Arbeitgeber ausbilden.

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Die kurze Antwort: Was sind Servicekaufleute im Luftverkehr?

Servicekaufmann und Servicekauffrau im Luftverkehr ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die aktuelle Grundlage ist die Servicekaufleute-Luftverkehr-Ausbildungsverordnung vom 29. März 2017. Sie trat am 1. August 2017 in Kraft und ersetzte die Vorgängerverordnung aus dem Jahr 1998. Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual, also im Betrieb und in der Berufsschule.

Der Beruf verbindet zwei Welten: den Service am Passagier im Terminal und die Koordination der Flugzeugabfertigung auf dem Vorfeld. Dazu kommt ein solider kaufmännischer Teil mit Personalwesen, Marketing und Rechnungswesen. Wer also sowohl gern mit Menschen arbeitet als auch wissen will, wie ein Flugzeug in einer knappen Bodenzeit wieder startklar wird, ist hier richtig.

3 JahreAusbildungsdauer laut Verordnung von 2017
7berufsprofilgebende Bereiche im Ausbildungsberufsbild
35 %Anteil der Gesprächssimulation am Prüfungsergebnis

Die Inhalte: sieben Kernbereiche

Die Verordnung gliedert die Ausbildung in sieben berufsprofilgebende Bereiche. Ergänzt werden sie durch Themen, die integrativ über die gesamte Ausbildungszeit vermittelt werden.

1. Passagierabfertigung

Der Klassiker: Du checkst Passagiere ein, fertigst am Gate ab, berücksichtigst Buchungsdaten und achtest auf Einreisebestimmungen. Dazu gehört, die Vorgaben der jeweiligen Fluggesellschaft und die Besonderheiten der Flugzeugtypen zu kennen – ob ein Flug mit einem Airbus A320neo oder einer Boeing 737-800 abgewickelt wird, macht etwa bei Sitzplänen und Kapazitäten einen Unterschied. Besonders betont wird die Betreuung besonderer Personengruppen, zum Beispiel unbegleiteter Kinder oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität, und der Umgang mit soziokulturellen Unterschieden. Die Arbeitssprache ist dabei oft Englisch.

2. Personalwirtschaft

Ein Teil, den viele nicht erwarten: Du unterstützt bei Stellenausschreibungen und Auswahlverfahren, übernimmst Aufgaben der Personalverwaltung und hilfst bei der Personaleinsatzplanung. An einem Flughafen mit Schichtbetrieb, saisonalen Spitzen und kurzfristigen Ausfällen ist das eine echte Planungsaufgabe. Datenschutz bei Mitarbeiterdaten und das Führen von Personalstatistiken gehören ebenfalls dazu.

3. Marketing

Du bereitest Marketingmaßnahmen vor, führst sie durch und wertest sie aus, auch auf Englisch und mit digitalen Medien. Dazu kommen Kundengespräche, Werbeaktionen und Veranstaltungen sowie Sponsoring- und Kooperationsanfragen. Bei einem Flughafen kann das vom Infostand im Terminal bis zur Organisation eines Besucherevents reichen – etwa rund um Flughafenführungen und Vorfeldrundfahrten.

4. Flugzeugabfertigung

Für Spotter der spannendste Teil. Du stellst Unterlagen zur Flugvorbereitung zusammen, überwachst das Be- und Entladen von Gepäck und Fracht und kontrollierst, ob auf dem Vorfeld bei Betankung, Boarding und Reinigung die Regeln eingehalten werden. Die Verordnung nennt ausdrücklich das Erstellen eines manuellen Load- und Trimsheets sowie das Auslesen und Weitergeben von Informationen aus Ladeanweisung und Load Sheet. Damit bist du direkt an dem beteiligt, was im Guide zum Turnaround beschrieben ist. Wie die Abfertigung an verschiedenen Parkpositionen funktioniert, erklärt der Artikel zu Gates, Fluggastbrücken und Außenpositionen.

5. Gepäckermittlung

Wenn ein Koffer fehlt, beschädigt ist oder in die falsche Stadt geflogen ist, landen Passagiere bei der Gepäckermittlung, oft unter dem Namen Lost & Found. Du gibst Auskünfte, nimmst Fälle auf, informierst über Flugunregelmäßigkeiten und Schadensregulierung und planst sichere und schnelle Routen, um Gepäck nachzusenden. Reklamationsgespräche gehören hier zum Alltag. Den Weg eines Koffers vom Check-in bis zum Laderaum zeigt der Artikel Gepäckabfertigung erklärt, und warum Flüge überhaupt aus dem Takt geraten, steht in Warum Flüge verspätet sind.

6. Dienstleistungen verkaufen

Mit einem Reservierungssystem ermittelst du Flugpreise, verkaufst und änderst Flugscheine und nimmst Erstattungen vor. Du berätst zu Länder- und Gesundheitsbestimmungen, vergleichst Preise und Leistungen, auch mit Blick auf Kundenbindungsprogramme, und bietest Zusatzleistungen an. Wer die IATA- und ICAO-Codes von Airlines und Flughäfen schon im Schlaf kennt, hat hier einen Vorteil.

7. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Geschäftsvorgänge bearbeiten, Zahlungsverkehr und Mahnwesen, Belege prüfen und zuordnen, vorbereitende Arbeiten für die Buchführung sowie Bilanz- und Erfolgskennzahlen auswerten. Das ist der klassische kaufmännische Kern, den du aus anderen Kaufmannsberufen kennst.

Sicherheit zieht sich durch alles

Ein eigener integrativer Bereich heißt „Sicherheitsverfahren umsetzen“. Dazu gehören nationale und internationale Rechtsgrundlagen, Luftsicherheitsvorgaben, das Verhalten bei luftverkehrsspezifischen Notfällen, die Mitwirkung an Notfallübungen und die Vor- und Nachbereitung von Luftsicherheits-Audits. In der Passagier- und der Flugzeugabfertigung unterscheidet die Verordnung außerdem ausdrücklich zwischen betrieblicher Sicherheit (Safety) und der Abwehr äußerer Gefahren (Security).

Wie sich die drei Jahre verteilen

Der Ausbildungsrahmenplan gibt zeitliche Richtwerte vor. Im ersten Jahr liegen die Schwerpunkte auf Passagierabfertigung, Personalwirtschaft, Marketing und Sicherheitsverfahren. Im zweiten und dritten Jahr kommen die Flugzeugabfertigung, die Gepäckermittlung, der Verkauf von Dienstleistungen und die kaufmännische Steuerung hinzu, und Passagierabfertigung und Marketing werden vertieft. Die Bereiche mit den größten Zeitanteilen im zweiten Abschnitt sind Flugzeugabfertigung, Gepäckermittlung und der Verkauf von Dienstleistungen mit jeweils sechs Monaten.

Bereich 1. Jahr (Monate) 2. und 3. Jahr (Monate)
Passagierabfertigung 4 2
Personalwirtschaft 4 –
Marketing 2 2
Sicherheitsverfahren 2 –
Flugzeugabfertigung – 6
Gepäckermittlung – 6
Dienstleistungen anbieten und verkaufen – 6
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle – 2

Die Richtwerte sind ein Rahmen. Betriebe dürfen davon abweichen, wenn betriebliche Besonderheiten das erfordern. Ein Beispiel aus der Praxis ist Hamburg Airport: Dort findet der Berufsschulunterricht laut Unternehmen im Blockunterricht an der Beruflichen Schule für Spedition, Logistik & Verkehr (BS20) statt, und Teile der operativen Ausbildung laufen bei Kooperationspartnern.

Start im Terminal

Check-in, Gate, Information: Du lernst Systeme, Abläufe und den Umgang mit Passagieren, dazu Sicherheitsregeln und erste Personalthemen.

Zwischenprüfung

Zu Beginn des zweiten Jahres: je 60 Minuten schriftlich zu Passagierprozessen und Personalwirtschaft. Sie zählt nicht zum Endergebnis.

Vorfeld und Lost & Found

Flugzeugabfertigung koordinieren, Load Sheets lesen, Gepäckfälle bearbeiten und Kunden auch in schwierigen Situationen betreuen.

Verkauf und Büro

Ticketing mit Reservierungssystem, Zusatzleistungen, Abrechnung sowie Buchführung und Kennzahlen.

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung: drei schriftliche Prüfungsbereiche und eine Gesprächssimulation.

Der Turnaround aus Spotter-Sicht

Auf der Spot-Karte von Planetrack findest du Spots mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – auch solche mit Blick auf Vorfeld und Gates. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die Abschlussprüfung im Detail

Anders als bei Berufen mit gestreckter Prüfung gibt es hier eine klassische Zwischenprüfung zur Standortbestimmung und eine Abschlussprüfung am Ende. Die Abschlussprüfung hat vier Bereiche:

  • Abfertigungsprozesse (120 Minuten, schriftlich): komplexe Arbeitsaufträge aus Passagier- und Flugzeugabfertigung, inklusive Kundenberatung, Vorgaben der Fluggesellschaften, Besonderheiten von Flugzeugtypen, Safety und Security und berufsbezogenem Englisch.
  • Luftverkehrswirtschaft (60 Minuten, schriftlich): Geschäftsvorgänge und kaufmännische Steuerung, Marketing, Personaleinsatzplanung und luftverkehrsspezifischer Umweltschutz.
  • Serviceleistungen (Gesprächssimulation): Der Prüfungsausschuss wählt zwei von vier Gebieten – Passagierabfertigung, Gepäckermittlung, Waren- und Dienstleistungsangebot oder Flugzeugabfertigung – und stellt zu jedem eine praxisnahe Aufgabe. Du wählst eine davon, hast 15 Minuten Vorbereitung und führst dann ein höchstens 20-minütiges Gespräch.
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten, schriftlich): allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Arbeitswelt.
Prüfungsbereich Gewichtung
Abfertigungsprozesse 35 %
Luftverkehrswirtschaft 20 %
Serviceleistungen (Gesprächssimulation) 35 %
Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %

Bestanden ist die Prüfung, wenn das Gesamtergebnis mindestens „ausreichend“ ist, mindestens drei der vier Bereiche mindestens „ausreichend“ sind und kein Bereich mit „ungenügend“ bewertet wurde. In einem der schriftlichen Bereiche kannst du eine mündliche Ergänzungsprüfung von etwa 15 Minuten beantragen, wenn sie über das Bestehen entscheiden kann. Altes und neues Ergebnis werden dann im Verhältnis 2:1 gewichtet. Für die Gesprächssimulation gibt es diese Möglichkeit nicht.

Wo stehst du in der Prüfung?

Trag deine Punkte (0–100) je Prüfungsbereich ein. Der Rechner gewichtet sie wie in der Ausbildungsverordnung.

Orientierungswert: In IHK-Prüfungen gilt „ausreichend“ üblicherweise ab 50 Punkten. Die Bestehensregeln für einzelne Bereiche bildet der Rechner nicht ab.

Voraussetzungen und Bewerbung

Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. Ein konkretes Beispiel ist Hamburg Airport. Der Flughafen nennt auf seiner Ausbildungsseite unter anderem:

  • einen mittleren Schulabschluss
  • ein Mindestalter von 17,5 Jahren zum Ausbildungsbeginn
  • den Führerschein Klasse B zum Ausbildungsstart
  • Schichtdiensttauglichkeit
  • Serviceorientierung, Freude am Kontakt mit Menschen und Interesse an der Luftfahrt
  • Belastbarkeit, Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Flexibilität

Andere Betriebe können andere Schwerpunkte setzen, das Grundmuster ist aber ähnlich. Englisch zieht sich durch fast alle Bereiche der Verordnung, vom Check-in über das Vorfeld bis zum Marketing. Weitere Sprachen sind im Passagierkontakt ein Plus.

Rechne außerdem mit dem typischen Flughafenalltag: frühe Schichten vor der ersten Welle, späte Dienste bis zum letzten Flug, Wochenenden und Feiertage. Wer Zugang zu nicht öffentlichen Bereichen braucht, bekommt einen Flughafenausweis und durchläuft dafür eine Zuverlässigkeitsüberprüfung.

Passt gut, wenn …

  • du gern mit Menschen sprichst, auch wenn sie gerade gestresst sind
  • dich interessiert, wie Terminal und Vorfeld zusammenspielen
  • du sicher in Englisch bist oder es werden willst

Überleg genau, wenn …

  • du feste Arbeitszeiten ohne Schichten brauchst
  • dich vor allem die körperliche Arbeit am Flugzeug reizt – dann lies Arbeiten auf dem Vorfeld

Eher nichts für dich, wenn …

  • dir Kundenkontakt und Reklamationen grundsätzlich zuwider sind
  • du eigentlich an Bord arbeiten willst – dann lies Flugbegleiter werden

Arbeitgeber: Wer bildet aus?

Ausgebildet wird dort, wo Passagiere und Flugzeuge am Boden abgefertigt werden. Drei Gruppen von Betrieben kommen dafür typischerweise in Frage:

  • Flughafengesellschaften: Hamburg Airport führt Servicekaufleute im Luftverkehr ausdrücklich unter seinen Ausbildungsberufen. Einsatzbereiche sind laut Flughafen Information & Service, Passagierabfertigung, Ticketing, Lost & Found, Flugzeugabfertigung sowie kaufmännische Bereiche wie Personalwesen, Arbeitssicherheit und Marketing. Die Abschlussprüfung legst du dort vor der Handelskammer ab. Auch an großen Drehkreuzen wie Frankfurt oder München lohnt sich ein Blick auf die Karriereseiten der Flughafengesellschaften und ihrer Tochterfirmen – welche Berufe gerade ausgeschrieben sind, wechselt von Jahr zu Jahr.
  • Abfertigungsdienstleister: Firmen, die für Airlines Check-in, Boarding und Ramp-Koordination übernehmen, arbeiten genau in den Feldern, die die Verordnung beschreibt.
  • Fluggesellschaften: Airlines und Airline-Gruppen wie die Lufthansa Group haben eigene Bodenorganisationen für Passagier- und Flugzeugabfertigung an ihren Stationen.

Ob ein bestimmter Betrieb in einem bestimmten Jahr ausbildet, ändert sich. Prüf deshalb die Karriereseiten direkt und nutze die Lehrstellenbörsen der IHK und der Bundesagentur für Arbeit. Bewerbungsfristen setzt jeder Betrieb selbst, große Flughäfen schreiben Plätze oft lange vor Ausbildungsbeginn aus.

Die Ausbildungsvergütung hängt vom Betrieb und vom geltenden Tarifvertrag ab. Verlässliche Zahlen bekommst du nur direkt beim Arbeitgeber – frag im Bewerbungsgespräch nach Tarif, Schichtzulagen und Zusatzleistungen.

Nach der Ausbildung

Der Abschluss öffnet mehrere Richtungen. Naheliegend ist die Arbeit in der Passagierabfertigung, im Ticketing oder in der Gepäckermittlung. Wer das Vorfeld mag, wechselt in die Ramp-Koordination oder die Lade- und Abfertigungsplanung. Mit Erfahrung kommen Aufgaben als Schichtleitung oder Supervisor in Frage. Auch die kaufmännischen Teile der Ausbildung – Personalplanung, Marketing, Controlling – sind ein Sprungbrett in die Verwaltung eines Flughafens oder einer Airline.

Daneben stehen die üblichen Wege der beruflichen Fortbildung offen, etwa kaufmännische Aufstiegsfortbildungen über die IHK oder mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung ein Studium, zum Beispiel im Luftverkehrs- oder Tourismusmanagement. Welche Fortbildung für dich sinnvoll ist, hängt stark davon ab, ob du eher im operativen Betrieb oder im Büro bleiben willst.

Wer merkt, dass ihn eine andere Rolle am Flughafen mehr reizt, findet bei Planetrack weitere Berufsporträts: Luftsicherheitsassistent werden, Vorfeldkontrolle, Bei der Flughafenfeuerwehr arbeiten, Fluglotse werden oder die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker.

Bist du bereit für die Bewerbung?

Hak ab, was auf dich zutrifft – am Ende siehst du, ob du loslegen kannst.

  • Ich habe Flughäfen und Abfertigungsfirmen in meiner Region recherchiert und ihre Fristen notiert.
  • Ich erfülle die Anforderungen an Schulabschluss, Alter und gegebenenfalls Führerschein.
  • Englisch liegt mir oder ich arbeite gezielt daran.
  • Schichtdienst, Wochenenden und Feiertage schrecken mich nicht ab.
  • Ich bleibe auch freundlich, wenn jemand wegen eines verlorenen Koffers laut wird.
  • Ich kann im Gespräch erklären, warum mich die Arbeit am Flughafen reizt.

Was Spotter mitbringen

Spotting macht dich nicht zur Servicekraft, aber es gibt dir Wissen, das im Beruf direkt nützlich ist. Du kennst Airline- und Flughafencodes, erkennst Typen und weißt, warum ein A321neo mehr Passagiere fasst als ein A319 – mehr dazu in A320-Familie unterscheiden. Du verstehst, wie Sommer- und Winterflugplan den Betrieb verändern, und hast den Ablauf am Gate vielleicht schon oft genug von der Besucherterrasse in Hamburg oder vom Affenfelsen aus beobachtet. Das zeigt im Vorstellungsgespräch, dass dein Interesse an der Luftfahrt echt ist.

Was das Hobby nicht liefert, sind Geduld im Kundenkontakt, Sicherheit im Reservierungssystem und das Wissen über Vorschriften und Haftungsfragen. Hilfreich ist zum Beispiel ein Grundverständnis der Fluggastrechte nach EU-Verordnung 261/2004, weil genau solche Fragen am Schalter auftauchen. Alles Weitere lernst du in der Ausbildung.

Bleib nah am Flughafenbetrieb

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten an deinem Flughafen und meldet dir mit Sichtungs-Alarmen, wenn ein Kennzeichen, ein Typ, eine Airline oder eine Special Livery zur Landung ansetzt. In der Community tauschst du dich mit Likes, Kommentaren und Chats mit anderen Luftfahrtfans aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Die Ausbildung zum Servicekaufmann oder zur Servicekauffrau im Luftverkehr ist der Beruf für alle, die am Flughafen zwischen Menschen und Maschinen vermitteln wollen. In drei Jahren lernst du Check-in, Gate und Ticketing, Gepäckermittlung, die Koordination der Flugzeugabfertigung mit Load Sheet und dazu Personalwesen, Marketing und Rechnungswesen. Die Abschlussprüfung legt mit der Gesprächssimulation viel Gewicht auf echten Kundenkontakt. Ausbildungsbetriebe sind Flughäfen, Abfertigungsdienstleister und Airlines – Hamburg Airport ist ein konkretes Beispiel.

Kurzfazit

Wenn du kommunikativ bist, Englisch magst und Schichtarbeit dich nicht schreckt, ist dieser Beruf ein direkter Weg in den Flughafenbetrieb. Recherchier die Betriebe in deiner Nähe früh, bewirb dich rechtzeitig und nutz dein Spotterwissen als Beleg für echtes Interesse.

Zusammenfassung

  • Servicekaufleute im Luftverkehr betreuen Passagiere am Boden und koordinieren die Abfertigung von Flugzeugen. Der Beruf ist ein dreijähriger, staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.
  • Sieben berufsprofilgebende Bereiche prägen die Ausbildung: Passagierabfertigung, Personalwirtschaft, Marketing, Flugzeugabfertigung, Gepäckermittlung, Verkauf von Dienstleistungen und kaufmännische Steuerung.
  • Eine Zwischenprüfung zu Beginn des zweiten Jahres prüft Passagierprozesse und Personalwirtschaft. Die Abschlussprüfung umfasst Abfertigungsprozesse, Luftverkehrswirtschaft, Serviceleistungen und Wirtschafts- und Sozialkunde.
  • Englisch, Schichtbereitschaft und Freude am Umgang mit Menschen sind zentral. Hamburg Airport verlangt etwa einen mittleren Schulabschluss und zum Start den Führerschein Klasse B.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Servicekaufmann im Luftverkehr?

Die Ausbildung dauert laut Ausbildungsverordnung drei Jahre. Wie bei anderen dualen Berufen ist eine Verkürzung bei guten Leistungen oder passender Vorbildung grundsätzlich möglich. Das stimmst du mit deinem Betrieb und der zuständigen Kammer ab.

Was macht man als Servicekaufmann oder Servicekauffrau im Luftverkehr?

Du checkst Passagiere ein, fertigst sie am Gate ab, berätst sie, verkaufst und änderst Flugscheine und kümmerst dich um verlorenes oder beschädigtes Gepäck. Auf dem Vorfeld koordinierst du die Abfertigung von Flugzeugen, stellst Unterlagen zur Flugvorbereitung zusammen und arbeitest mit Ladeanweisungen sowie Load- und Trimsheets. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben in Personalwesen, Marketing und Rechnungswesen.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Die Ausbildungsverordnung schreibt keinen bestimmten Schulabschluss vor, die Betriebe legen ihre Anforderungen selbst fest. Hamburg Airport nennt zum Beispiel den mittleren Schulabschluss, ein Mindestalter von 17,5 Jahren zum Ausbildungsbeginn und den Führerschein Klasse B zum Start.

Wie ist die Abschlussprüfung aufgebaut?

Es gibt vier Prüfungsbereiche: Abfertigungsprozesse (120 Minuten schriftlich, 35 Prozent), Luftverkehrswirtschaft (60 Minuten schriftlich, 20 Prozent), Serviceleistungen als Gesprächssimulation von höchstens 20 Minuten nach 15 Minuten Vorbereitung (35 Prozent) sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten schriftlich, 10 Prozent).

Gibt es eine Zwischenprüfung?

Ja. Sie soll zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und prüft schriftlich je 60 Minuten die Bereiche Passagierprozesse und Personalwirtschaft. Sie dient der Standortbestimmung und fließt nicht in das Endergebnis ein.

Wo kann ich die Ausbildung machen?

Typische Ausbildungsbetriebe sind Flughafengesellschaften, Dienstleister für Passagier- und Flugzeugabfertigung sowie Fluggesellschaften. Hamburg Airport bildet den Beruf zum Beispiel aus und setzt Auszubildende unter anderem in Information und Service, Passagierabfertigung, Ticketing, Lost & Found und Flugzeugabfertigung ein. Offene Plätze findest du auf den Karriereseiten der Flughäfen und in den Lehrstellenbörsen von IHK und Arbeitsagentur.

Muss ich im Schichtdienst arbeiten?

In aller Regel ja. Flughäfen arbeiten vom frühen Morgen bis spät in den Abend, an Wochenenden und Feiertagen. Hamburg Airport nennt Schichtdiensttauglichkeit ausdrücklich als Voraussetzung für die Ausbildung.

PT

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