Eigene Flüge loggen: Flugtagebuch mit Typen, Kennzeichen und Meilen

Jeder Flug als Passagier ist auch eine Sichtung von innen. So führst du ein Flugtagebuch mit Flugnummer, Typ, Kennzeichen und Distanz – und findest fehlende Angaben auch Tage später noch heraus.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Kennzeichen macht den Unterschied: Flugnummer und Strecke weiß jeder Passagier. Erst mit der Registrierung wird aus einer Reise ein Eintrag, den du mit deinen Sichtungen am Zaun verknüpfen kannst.
  • Nachträglich ist fast alles lösbar: Über die Flugnummer findest du bei Flugradar-Diensten heraus, welches Flugzeug die Verbindung geflogen ist – kostenlos aber meist nur rund eine Woche zurück.
  • Tagebuch-Meilen sind keine Bonusmeilen: Flugtagebücher rechnen mit der Großkreisdistanz zwischen zwei Flughäfen. Was dir ein Vielfliegerprogramm gutschreibt, folgt eigenen Regeln.
  • Ein festes Schema spart Ärger: Wer von Anfang an IATA-Codes, Typbezeichnungen und Kennzeichen einheitlich schreibt, kann später sauber filtern und auswerten.
  • Bordkarten nicht ungeschwärzt posten: Der Barcode enthält persönliche Buchungsdaten. Fürs Tagebuch reicht ein Foto, das du für dich behältst.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Eigene Flüge loggen: die kurze Antwort
  2. 2.Warum Spotter ihre eigenen Flüge dokumentieren
  3. 3.Diese Felder gehören in dein Flugtagebuch
  4. 4.Typ und Kennzeichen herausfinden – am Flughafen
  5. 5.Typ und Kennzeichen nachträglich ermitteln
  6. 6.Kilometer und Meilen: was dein Tagebuch wirklich zählt
  7. 7.Notizbuch, Tabelle oder App?
  8. 8.Alte Flüge nachtragen
  9. 9.Vom Tagebuch zur Statistik
  10. 10.Flugtagebuch und Spotting-Logbuch verbinden
  11. 11.Fazit

Wer am Zaun jedes Kennzeichen notiert, steigt selten in ein Flugzeug, ohne zu wissen, was das für eine Maschine ist. Trotzdem landen die eigenen Flüge bei vielen Spottern bestenfalls als Bordkarte in der Schublade. Dabei ist jeder Flug als Passagier auch eine Sichtung, nur eben von innen. Wenn du deine eigenen Flüge dokumentierst, wächst mit der Zeit ein Flugtagebuch mit Typen, Kennzeichen, Strecken und Kilometern. Dieser Guide zeigt dir, welche Angaben hineingehören, wie du Typ und Registrierung auch nachträglich noch herausfindest, wie Distanzen berechnet werden und wie du das Ganze mit deinem Spotting-Logbuch verbindest.

Jedes Kennzeichen an einem Ort

Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen und sammelst sie in deinem Hangar – auch die Maschine, die dich am Gate abholt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Eigene Flüge loggen: die kurze Antwort

Du legst für jeden Flug einen Eintrag mit Datum, Flugnummer, Abflug- und Zielflughafen, Airline, Flugzeugtyp und Kennzeichen an, ergänzt um Sitzplatz, Klasse und ein paar Notizen. Typ und Registrierung findest du am Gate, beim Einsteigen oder nachträglich über die Flughistorie der Flugnummer bei einem Flugradar-Dienst. Die Distanz berechnest du als Großkreisentfernung zwischen den beiden Flughäfen. Ob du dafür ein Notizbuch, eine Tabelle oder eine App nutzt, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass du von Anfang an ein festes Schema verwendest.

7 Tagereicht die kostenlose Flughistorie bei Flightradar24 und FlightAware zurück
1,852 kmentspricht einer nautischen Meile, der Maßeinheit der Luftfahrt
40.075 kmErdumfang am Äquator – die klassische Vergleichsgröße für Flugkilometer

Warum Spotter ihre eigenen Flüge dokumentieren

Für Vielflieger ist ein Flugtagebuch vor allem Statistik: Wie oft war ich unterwegs, wie viele Länder, wie viele Kilometer? Für Planespotter kommt eine zweite Ebene dazu. Ein Flug ist eine Begegnung mit einem ganz bestimmten Flugzeug, und dieses Flugzeug kann dir später wieder begegnen, am Zaun, auf einem Foto oder im Flugradar.

Wer sein Logbuch nach Kennzeichen führt, merkt schnell, wie sich die Welten verbinden. Die Boeing 737-800, mit der du in den Urlaub geflogen bist, landet ein halbes Jahr später an deinem Hausflughafen. Der Airbus A350-900 deiner Langstrecke wird auf eine Sonderlackierung umgespritzt. Ohne Kennzeichen im Tagebuch würdest du solche Zusammenhänge nie bemerken.

Dazu kommt der Sammelaspekt. Viele Spotter führen Listen mit allen Typen, die sie gesehen haben, und eine zweite mit allen, in denen sie mitgeflogen sind. Die zweite ist meist deutlich kürzer und entsprechend reizvoll. Wie du solche Listen grundsätzlich aufbaust, steht in Alle Flugzeugtypen sammeln. Wer gezielt Seltenheiten in sein Flugtagebuch holen will, findet Ideen in Seltene Flugzeugtypen als Passagier fliegen.

Diese Felder gehören in dein Flugtagebuch

Ein gutes Flugtagebuch ist ein Kompromiss aus Vollständigkeit und Aufwand. Die folgende Tabelle zeigt, welche Angaben sich lohnen, woher du sie bekommst und wie du sie am besten notierst.

Feld Pflicht oder Kür Woher du es bekommst Schreibweise-Tipp
Datum Pflicht Bordkarte, Buchung ISO-Format JJJJ-MM-TT, dann sortiert jede Tabelle richtig
Flugnummer Pflicht Bordkarte Airline-Code plus Nummer ohne Leerzeichen, etwa LH400
Abflug und Ziel Pflicht Bordkarte IATA-Codes wie FRA oder MUC, einheitlich für alle Einträge
Airline Pflicht Bordkarte, Lackierung ausführender Betreiber, nicht nur der Verkäufer des Tickets
Flugzeugtyp Pflicht Gate, Sicherheitskarte, Flugradar genaue Variante, etwa A320neo statt nur A320
Kennzeichen Kür, für Spotter Pflicht Gate, Einstieg, Flughistorie mit Bindestrich wie am Rumpf, etwa D-AINA
Sitzplatz und Klasse Kür Bordkarte Reihe und Buchstabe, Klasse als Kürzel
Pisten, Zeiten, Wetter Kür eigene Beobachtung, Flugradar nur notieren, was du sicher weißt
Notizen und Fotos Kür du selbst Anlass, Besonderheiten, Dateiname der Bilder

Zwei Felder verdienen besondere Aufmerksamkeit. Bei der Airline solltest du die Gesellschaft eintragen, die den Flug tatsächlich durchführt. Bei Codeshares steht auf der Bordkarte häufig die Flugnummer einer anderen Airline, und auch innerhalb von Konzernen wie der Lufthansa Group fliegen oft Tochtergesellschaften unter der Marke der Mutter. Beim Flugzeugtyp lohnt sich die genaue Variante. Ob du in einer A320neo oder einer älteren A320ceo gesessen hast, erkennst du von außen vor allem an den Triebwerken – der Guide A320neo oder ceo? zeigt die Unterschiede.

Gleiches Schema wie im Spotting-Logbuch

Nutze für Kennzeichen, Typen und Flughäfen exakt dieselben Schreibweisen wie in deinem Spotting-Logbuch. Dann kannst du später mit einem Filter herausfinden, welche Flugzeuge du sowohl von außen als auch von innen kennst.

Typ und Kennzeichen herausfinden – am Flughafen

Der beste Zeitpunkt für die Registrierung ist vor dem Einsteigen. An vielen Gates siehst du dein Flugzeug durch die Scheiben, und mit etwas Glück steht das Kennzeichen gut lesbar am Rumpf. Ein schnelles Handyfoto reicht, um es später zweifelsfrei einzutragen. Wo das Kennzeichen am Flugzeug stehen muss und wie du es liest, erklären Flugzeugkennzeichen verstehen und Wo das Kennzeichen am Flugzeug stehen muss.

Weitere Gelegenheiten:

  • Beim Einsteigen über eine Treppe: Bei Vorfeldpositionen läufst du direkt am Flugzeug entlang. Kennzeichen, Triebwerke und manchmal der Taufname sind dann aus nächster Nähe zu sehen. Fotografiere nur, wo es erlaubt ist, und halte den Betrieb nicht auf.
  • Das Erkennungsschild: Vorgeschrieben ist ein feuerfestes Schild nahe dem Haupteinstieg, das unter anderem das Kennzeichen trägt. Ob es beim Einsteigen für dich sichtbar ist, hängt vom Flugzeug ab – verlassen solltest du dich darauf nicht.
  • Die Sicherheitskarte: Die Karte in der Sitztasche gilt für ein bestimmtes Flugzeugmuster und nennt in der Regel den Typ. Das Kennzeichen steht dort nicht, aber den Typ hast du damit schwarz auf weiß.
  • Aus dem Fenster: Am Zielflughafen lohnt der Blick nach draußen. Ein Foto der Flügelspitze oder des Triebwerks hilft später bei der Bestimmung der Variante. Tipps für gute Bilder gibt der Artikel Aus dem Flugzeugfenster fotografieren.

Typ und Kennzeichen nachträglich ermitteln

Hast du vergessen, das Kennzeichen zu notieren, ist das meist kein Problem – vorausgesetzt, du bist schnell. Bei Flugradar-Diensten wie Flightradar24 oder FlightAware suchst du nach deiner Flugnummer und öffnest ihren Verlauf. Dort siehst du für jeden Tag, welches Flugzeug die Verbindung geflogen ist, mit Typ und Registrierung. Den Unterschied zwischen Flugnummer und Funkrufzeichen, der bei der Suche manchmal stolpern lässt, erklärt Callsign und Flugnummer.

Der Haken ist die Historienlänge. Kostenlos reicht der Verlauf bei beiden großen Diensten rund sieben Tage zurück. Für ältere Flüge brauchst du ein Abo mit längerer Historie oder andere Quellen. Was es dazu gibt und wie weit welcher Dienst zurückreicht, steht ausführlich in Flughistorie eines Flugzeugs abrufen. Wer das Kennzeichen kennt und mehr über die Maschine wissen will, findet im Artikel Wie alt ist dieses Flugzeug? den Weg zu Baujahr und Vorgeschichte.

1. Flugnummer und Datum bereitlegen

Beides steht auf der Bordkarte oder in der Buchungsbestätigung. Achte bei Codeshares auf die Nummer der ausführenden Airline.

2. Flugnummer im Flugradar suchen

Gib die Flugnummer in die Suche ein und öffne die Liste der vergangenen Flüge dieser Verbindung.

3. Den richtigen Tag wählen

In der Zeile deines Reisetags stehen Typ und Kennzeichen der eingesetzten Maschine. Prüfe zur Sicherheit Abflugzeit und Strecke.

4. Mit eigenen Fotos abgleichen

Hast du ein Bild vom Gate oder aus dem Fenster, vergleiche Lackierung und Details. Kurzfristige Flugzeugwechsel kommen vor.

5. Sofort eintragen

Übertrag die Angaben direkt ins Tagebuch. Nach einer Woche ist die kostenlose Historie weg.

Dein Flieger, wiedergefunden

Lege in Planetrack Sichtungs-Alarme für Kennzeichen an und erfahre, wenn die Maschine aus deinem Flugtagebuch wieder an deinem Flughafen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Kilometer und Meilen: was dein Tagebuch wirklich zählt

Die Distanz ist für viele der spannendste Wert im Flugtagebuch. Wichtig ist zu verstehen, was da eigentlich gemessen wird.

Flugtagebücher und Logging-Dienste rechnen fast immer mit der Großkreisdistanz. Das ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf der Kugeloberfläche, berechnet aus den Koordinaten der beiden Flughäfen. Der offene Dienst OpenFlights etwa nennt in seiner FAQ ausdrücklich Großkreisdistanzen als Grundlage seiner Statistik. Der Vorteil: Jeder bekommt für dieselbe Strecke denselben Wert, und die Zahlen bleiben vergleichbar.

Der tatsächlich geflogene Weg ist fast immer länger. Flugzeuge folgen festgelegten Routen und Abflug- und Anflugverfahren, umfliegen Gewitter oder gesperrte Lufträume und drehen gelegentlich Warteschleifen. Wenn du die echte Spur sehen willst, findest du sie im Playback des Flugradar-Dienstes. Fürs Tagebuch reicht die Großkreisdistanz.

Bei den Einheiten gibt es drei gängige Varianten:

  • Kilometer – im deutschsprachigen Raum die naheliegende Wahl.
  • Landmeilen (statute miles), etwa 1,609 Kilometer – in vielen englischsprachigen Apps die Voreinstellung.
  • Nautische Meilen, genau 1,852 Kilometer – die Einheit, in der Piloten und Flugsicherung Entfernungen angeben.

Entscheide dich für eine Einheit und bleib dabei. Wer Werte aus verschiedenen Apps mischt, ohne auf die Einheit zu achten, bekommt Statistiken, die nicht stimmen.

Wie oft hast du die Erde umrundet?

Trag die Zahl deiner Flüge und die ungefähre Durchschnittsstrecke ein. Das Ergebnis zeigt, wie oft du rechnerisch um den Äquator geflogen bist.

Grobe Schätzung auf Basis des Erdumfangs am Äquator von rund 40.075 Kilometern. Genaue Werte liefert die Summe der Großkreisdistanzen aus deinem Tagebuch.

Tagebuch-Meilen sind keine Bonusmeilen

Ein häufiges Missverständnis: Die Meilen in deinem Flugtagebuch haben mit den Meilen deines Vielfliegerkontos wenig zu tun. Programme wie Miles & More legen eigene Regeln fest, bei vielen Programmen hängt die Gutschrift von Tarif, Ticketpreis oder Reiseklasse ab statt von der geflogenen Strecke. Wie das im Detail funktioniert, erklären Miles & More erklärt und Vielfliegerprogramme verstehen. Für dein Tagebuch zählt nur die Geografie.

Notizbuch, Tabelle oder App?

Für die Form deines Flugtagebuchs gibt es keine richtige Antwort, nur unterschiedliche Stärken. Ein Notizbuch ist schön und unabhängig von jeder Technik, lässt sich aber kaum auswerten. Eine Tabelle ist flexibel und gehört dir vollständig. Apps nehmen dir Distanzberechnung, Karte und Statistik ab und können Flüge teils aus Kalender oder E-Mails übernehmen, binden dich aber an einen Anbieter.

Für eine eigene Tabelle spricht

  • Du bestimmst Felder und Schreibweisen selbst
  • Die Daten gehören dir und überleben jeden App-Wechsel
  • Kennzeichen lassen sich direkt mit dem Spotting-Logbuch abgleichen
  • Filter und Pivot-Tabellen liefern beliebige Statistiken

Dagegen spricht

  • Distanzen musst du selbst nachschlagen oder berechnen
  • Keine automatische Karte deiner Strecken
  • Kein Import aus Buchungsbestätigungen
  • Unterwegs am Handy oft umständlich zu pflegen

Ein pragmatischer Weg: Erfasse deine Flüge in einer App, die Karte und Distanzen liefert, und exportiere die Daten regelmäßig in eine eigene Tabelle. Viele Dienste bieten einen Export, OpenFlights etwa unterstützt den Im- und Export per CSV. Welche Apps sich für Passagiere eignen, vergleicht der Artikel Flugtagebuch-Apps für Passagiere. Die grundsätzliche Abwägung zwischen Papier und digital findest du in Notizbuch, Tabelle oder App, eine fertige Struktur zum Nachbauen in Spotting-Logbuch in Excel oder Google Sheets.

Alte Flüge nachtragen

Viele beginnen ihr Flugtagebuch erst nach Jahren und fragen sich, wie sie die Vergangenheit rekonstruieren. Ganz vollständig wird das selten, aber mit etwas Detektivarbeit kommt erstaunlich viel zusammen:

  • Buchungsbestätigungen im E-Mail-Postfach liefern Datum, Flugnummer und Strecke. Eine Suche nach Begriffen wie „Buchungsbestätigung“, „Boarding“ oder dem Namen der Airline fördert oft Jahre an Flügen zutage.
  • Das Vielfliegerkonto zeigt bei vielen Programmen die Flüge der letzten Jahre mit Datum und Strecke.
  • Alte Fotos tragen ein Aufnahmedatum in den Metadaten. Ein Bild aus dem Fenster oder vom Gate verrät manchmal sogar Typ und Kennzeichen.
  • Kalender und Reiseunterlagen schließen weitere Lücken.

Das Kennzeichen wirst du für ältere Flüge meist nicht mehr herausfinden, weil die kostenlose Flughistorie dafür nicht weit genug zurückreicht. Trag dann ehrlich „unbekannt“ ein statt zu raten. Beim Typ hilft oft das Wissen, welche Muster eine Airline damals auf der Strecke eingesetzt hat – markiere solche Einträge aber als unsicher.

Bordkarten nicht offen posten

Der Barcode auf Bordkarten enthält neben Namen und Flug auch die Buchungsreferenz. Mit Name und Buchungscode lassen sich bei vielen Airlines Buchungen online aufrufen und teils sogar ändern. Wenn du deine Bordkarte zeigen willst, schwärze Barcode, Namen und Buchungscode vollständig. Und poste Reisen lieber nach der Rückkehr als live vom Gate.

Vom Tagebuch zur Statistik

Ein gepflegtes Flugtagebuch wird mit jedem Eintrag interessanter. Typische Auswertungen sind:

  • Flüge und Kilometer pro Jahr – die klassische Vielflieger-Kurve.
  • Typen-Ranking: Mit welchem Muster bist du am häufigsten geflogen, welche fehlen dir noch? Bei Kurz- und Mittelstrecke führen meist Familien wie der Airbus A320neo oder die 737, auf der Langstrecke Typen wie die Boeing 787-9.
  • Airlines und Allianzen: Wie verteilen sich deine Flüge auf Gesellschaften wie Lufthansa, Condor, Eurowings oder Ryanair? Und wie viel davon entfällt auf Bündnisse wie die Star Alliance?
  • Flughäfen: Wie oft bist du über Drehkreuze wie den Flughafen Frankfurt oder den Flughafen München gereist, welche Flughäfen hast du nur einmal gesehen?
  • Wiederholungstäter: Bist du mit einem bestimmten Kennzeichen mehrfach geflogen? Bei Airlines mit kleiner Flotte auf einer Strecke kommt das öfter vor, als man denkt.

Wie du solche Auswertungen sauber aufsetzt und welche Kennzahlen wirklich etwas aussagen, steht in Eigene Spotting-Statistiken auswerten. Wer gezielt eine Flotte komplett erfassen will, kombiniert Flüge und Sichtungen nach dem Prinzip aus Flotten komplett erfassen.

Flugtagebuch und Spotting-Logbuch verbinden

Den eigentlichen Mehrwert für Spotter bringt es, wenn Flüge und Sichtungen nicht in zwei getrennten Welten leben. Dafür gibt es zwei Ansätze.

Beim gemeinsamen Logbuch führst du alles in einer Liste und unterscheidest nur über ein Feld wie „Art: Sichtung / Flug“. Das ist übersichtlich und macht Abgleiche trivial. Beim getrennten Logbuch pflegst du zwei Listen mit identischem Schema und verknüpfst sie über das Kennzeichen. Das ist sinnvoll, wenn du für Flüge viele zusätzliche Felder wie Sitz und Klasse führst, die bei Sichtungen leer blieben.

In beiden Fällen gilt: Das Kennzeichen ist der Schlüssel. Wie du Sichtungen strukturiert festhältst, erklärt Sichtungen dokumentieren: das Logbuch. Fotos, die du unterwegs machst, beschriftest du am besten gleich mit Registrierung und Typ – die Anleitung dazu steht in Fotos richtig beschriften. Und wenn du nicht nur Flugzeuge, sondern auch Flughäfen sammelst, hilft dir Besuchte Flughäfen dokumentieren.

Ist dein nächster Flug gut dokumentiert?

Hak ab, was du nach der Reise sicher weißt – am Ende siehst du, ob dein Eintrag vollständig ist.

  • Datum, Flugnummer und Strecke sind notiert.
  • Ich weiß, welche Airline den Flug tatsächlich durchgeführt hat.
  • Ich kenne den genauen Flugzeugtyp samt Variante.
  • Das Kennzeichen ist eingetragen – per Foto oder über die Flughistorie.
  • Die Distanz ist in meiner Standard-Einheit erfasst.
  • Fotos sind mit Kennzeichen beschriftet und Bordkarten-Bilder bleiben privat.

Vom Gate in den Hangar

Poste deine Gate- und Vorfeldfotos in Planetrack mit Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen, sammle sie im Hangar und setz fehlende Typen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Ein Flugtagebuch braucht wenig Aufwand, wenn du es direkt nach jeder Reise pflegst. Datum, Flugnummer und Strecke liefert die Bordkarte, Typ und Kennzeichen holst du dir am Gate oder innerhalb einer Woche über die Flughistorie der Flugnummer. Die Distanz rechnest du als Großkreisentfernung in einer festen Einheit und hältst sie strikt getrennt von Bonusmeilen. Mit einheitlichen Schreibweisen wird aus deinen Flügen ein Teil deines Spotting-Logbuchs, und irgendwann landet die Maschine aus deinem Urlaub wieder vor deiner Linse.

Kurzfazit

Notier zu jedem Flug Datum, Flugnummer, Strecke, Airline, Typ und Kennzeichen – das Kennzeichen am besten per Foto am Gate, sonst innerhalb von sieben Tagen über die Flughistorie. Zähle Großkreiskilometer statt Bonusmeilen und nutze dasselbe Schema wie im Spotting-Logbuch, dann verbinden sich Flüge und Sichtungen von selbst.

Zusammenfassung

  • Ein Flugtagebuch hält pro Flug Datum, Flugnummer, Strecke, Airline, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Sitzplatz und Notizen fest – je vollständiger, desto aussagekräftiger die Statistik.
  • Typ und Kennzeichen ermittelst du am Gate, beim Einsteigen, über die Sicherheitskarte und nachträglich über die Flughistorie der Flugnummer bei Flugradar-Diensten.
  • Die Distanz im Tagebuch ist die kürzeste Verbindung über die Erdoberfläche zwischen den beiden Flughäfen. Der tatsächlich geflogene Weg ist wegen Routen, Warteschleifen und Umwegen meist länger.
  • Ob Notizbuch, Tabelle oder App: Entscheidend ist ein einheitliches Schema. Dann lassen sich deine Flüge mit Spotting-Logbuch und Typenliste zusammenführen.

Häufige Fragen

Welche Angaben gehören in ein Flugtagebuch?

Mindestens Datum, Flugnummer, Abflug- und Zielflughafen, Airline und Flugzeugtyp. Für Spotter lohnt sich zusätzlich das Kennzeichen, dazu Sitzplatz, Reiseklasse, Start- und Landepiste, wenn du sie mitbekommst, sowie kurze Notizen etwa zu Verspätungen, Wetter oder einer besonderen Lackierung.

Wie finde ich heraus, mit welchem Flugzeug ich geflogen bin?

Am einfachsten fotografierst du am Gate oder beim Einsteigen das Kennzeichen. Den Typ verrät oft auch die Sicherheitskarte in der Sitztasche, die für das jeweilige Muster gedruckt ist. Hast du nichts notiert, suchst du bei einem Flugradar-Dienst nach der Flugnummer und öffnest deren Verlauf: Dort steht für jeden Tag, welches Kennzeichen die Verbindung geflogen hat.

Wie weit reicht die kostenlose Flughistorie zurück?

Bei Flightradar24 und FlightAware in der kostenlosen Version rund sieben Tage. Wer einen älteren Flug ergänzen will, braucht ein Abo mit längerer Historie oder muss sich mit dem Flugzeugtyp begnügen, wenn das Kennzeichen nicht mehr auffindbar ist. Deshalb lohnt es sich, die Lücken möglichst schnell nach der Reise zu schließen.

Wie berechnen Flugtagebücher die geflogenen Kilometer?

In der Regel als Großkreisdistanz, also als kürzeste Strecke zwischen den Koordinaten der beiden Flughäfen auf der Erdkugel. Das ist reproduzierbar und für alle Nutzer vergleichbar. Der tatsächlich geflogene Weg ist meist etwas länger, weil Flugzeuge Luftstraßen, Anflugverfahren und gelegentlich Warteschleifen fliegen.

Sind die Meilen im Flugtagebuch dieselben wie bei Miles & More?

Nein. Flugtagebücher zählen geografische Distanz, meist in Kilometern, Landmeilen oder nautischen Meilen. Vielfliegerprogramme legen eigene Regeln fest, bei vielen Programmen hängt die Gutschrift von Tarif, Ticketpreis oder Reiseklasse ab. Beide Zahlen haben deshalb wenig miteinander zu tun.

Kann ich Fotos meiner Bordkarte online teilen?

Besser nicht. Der Barcode auf der Bordkarte enthält neben Namen und Flug auch die Buchungsreferenz. Mit Name und Buchungscode lassen sich bei vielen Airlines Buchungen online aufrufen. Wenn du die Bordkarte als Erinnerung zeigen willst, schwärze Barcode, Namen und Buchungscode vollständig.

Lohnt sich ein Flugtagebuch auch, wenn ich selten fliege?

Gerade dann. Bei wenigen Flügen pro Jahr ist jeder einzelne leicht vollständig zu erfassen, und über die Jahre wächst eine Liste, die zeigt, welche Typen, Airlines und Flughäfen du schon von innen kennst. Viele Spotter nutzen die Liste auch, um gezielt neue Typen bei der nächsten Reise einzuplanen.

PT

Planetrack Redaktion

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