Spotting-Logbuch in Excel oder Google Sheets: Spalten, Formeln, Auswertungen

Eine Zeile pro Sichtung, feste Schreibweisen, ein paar Formeln: So baust du dein Spotting-Logbuch in Excel oder Google Sheets so auf, dass Erstsichtungen, Typenlisten und Jahresbilanz fast von allein entstehen.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Zeile, eine Sichtung: Jede Beobachtung bekommt eine eigene Zeile. Zusammenfassungen wie „3x D-AIXA“ in einer Zelle machen jede spätere Auswertung unmöglich.
  • Kennzeichen ist der Schlüssel: Das Kennzeichen identifiziert das einzelne Flugzeug, der ICAO-Typcode den Typ. Beide gehören in eigene Spalten und immer in derselben Schreibweise.
  • Dropdowns statt Freitext: Für Flughafen, Spot, Bewegungsart und Typcode lohnen sich Auswahllisten – sie verhindern, dass aus „EDDF“, „FRA“ und „Frankfurt“ drei verschiedene Orte werden.
  • Drei Formeln tragen fast alles: ZÄHLENWENN markiert Erstsichtungen, EINDEUTIG zählt verschiedene Kennzeichen, ZÄHLENWENNS liefert Statistiken nach Typ, Airline oder Jahr.
  • Rohdaten und Auswertung trennen: Ein Blatt nur für Einträge, eines für Listen und eines für Statistik – so überschreibst du nie versehentlich deine Daten.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort: so sieht ein gutes Tabellen-Logbuch aus
  2. 2.Die Spalten: Pflicht, Kür und Hilfsspalten
  3. 3.Aufbau der Datei: drei Blätter statt eines
  4. 4.Tippfehler verhindern: Auswahllisten und Prüfregeln
  5. 5.Die wichtigsten Formeln fürs Logbuch
  6. 6.Auswertungen, die sich wirklich lohnen
  7. 7.Excel oder Google Sheets?
  8. 8.Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
  9. 9.Fotos und Logbuch verbinden
  10. 10.Fazit

Irgendwann reicht der Notizblock nicht mehr. Du willst wissen, wie viele verschiedene A320neo du schon gesehen hast, welches Kennzeichen heute zum ersten Mal vor deiner Linse war und welcher Spot dir die meisten Neuzugänge bringt. Ein Spotting-Logbuch in Excel oder Google Sheets liefert genau diese Antworten, wenn du es von Anfang an richtig anlegst. Dieser Guide zeigt dir, welche Spalten du brauchst, wie du Tippfehler per Auswahlliste verhinderst und mit welchen Formeln aus deiner Liste eine echte Statistik wird.

Sichtungen erfassen, ohne Spalten zu pflegen

In Planetrack postest du eine Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flugzeugtyp, Airline, Flughafen und Spot – und sie landet direkt in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die kurze Antwort: so sieht ein gutes Tabellen-Logbuch aus

Ein brauchbares Logbuch ist eine Datentabelle, in der jede Zeile genau eine Sichtung beschreibt und jede Spalte genau eine Eigenschaft. Das Kennzeichen identifiziert das Flugzeug, der ICAO-Typcode den Typ, Flughafen und Spot den Ort, Datum und Uhrzeit den Zeitpunkt. Dazu kommen ein paar Hilfsspalten, die Formeln automatisch füllen, etwa die Markierung „Erstsichtung“. Auswertungen liegen auf eigenen Blättern und lesen nur aus der Datentabelle.

Ob du Excel oder Google Sheets nimmst, ist zweitrangig. Entscheidend ist die Disziplin bei der Eingabe: Was du einheitlich erfasst, kannst du später zählen. Was du mal so und mal so schreibst, zählt keine Formel richtig. Wenn du noch überlegst, ob überhaupt eine Tabelle das richtige Werkzeug ist, hilft dir der Vergleich Notizbuch, Tabelle oder App.

1 Zeilepro Sichtung – nie mehrere Beobachtungen in einer Zelle
1.048.576Zeilen fasst ein Excel-Arbeitsblatt laut Microsoft
20 Mio.Zellen sind laut Google das Limit einer Google-Tabelle

Die Spalten: Pflicht, Kür und Hilfsspalten

Bevor du die erste Zeile füllst, legst du die Kopfzeile fest. Später Spalten einzufügen geht zwar, aber jede Änderung an der Struktur kostet dich Nacharbeit bei den Formeln. Bewährt hat sich diese Aufteilung:

Spalte Inhalt Beispiel Pflicht?
A – ID laufende Nummer 1287 empfohlen
B – Datum echtes Datumsformat 14.10.2026 ja
C – Uhrzeit Uhrzeitformat, ungefähr reicht 16:42 empfohlen
D – Flughafen ICAO- oder IATA-Code EDDM ja
E – Spot fester Name aus deiner Spotliste Besucherhügel empfohlen
F – Kennzeichen Großbuchstaben, mit Bindestrich D-AIXA ja
G – Typcode ICAO-Typcode A359 ja
H – Airline Name oder ICAO-Airline-Code DLH ja
I – Bewegung Landung, Start, Rollen, Abgestellt Landung empfohlen
J – Piste Bahn in Betrieb 26R optional
K – Bemerkung Livery, Besonderheit Sonderlackierung optional
L – Foto Dateiname oder Ja/Nein IMG_4711 empfohlen
M – Quelle selbst gesehen / nachgetragen selbst empfohlen
N – Neu? per Formel neu Hilfsspalte

Ein paar Anmerkungen zu den kritischen Spalten:

  • Kennzeichen: Das ist dein wichtigster Schlüssel, denn es identifiziert das einzelne Flugzeug. Wie Kennzeichen aufgebaut sind und warum sie sich über die Lebensdauer eines Jets ändern können, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen. Ändert sich das Kennzeichen eines Flugzeugs, hilft eine zusätzliche Spalte für die Seriennummer – mehr dazu im Artikel über MSN, c/n und Line Number.
  • Typcode: Mit vierstelligen ICAO-Typcodes wie A20N, A359 oder B738 schreibst du Typen kurz und eindeutig. Wie du etwa A320neo und A320ceo am Zaun auseinanderhältst, zeigt der Guide A320neo oder ceo unterscheiden. Was hinter den Codes steckt, steht im Guide ICAO-Typcodes erklärt. Wer lieber Klartext mag, legt eine zweite Spalte mit dem ausgeschriebenen Namen an und füllt sie per Nachschlageformel.
  • Flughafen: Entscheide dich für ein System – ICAO-Code (EDDF) oder IATA-Code (FRA) – und bleib dabei. Die Unterschiede fasst IATA- und ICAO-Codes erklärt zusammen.
  • Datum und Uhrzeit: Gib sie als echte Datums- und Zeitwerte ein, nicht als Text. Nur dann kannst du nach Jahr, Monat oder Wochentag auswerten.

Eine Zeile pro Beobachtung – auch bei Wiederholungen

Siehst du dasselbe Flugzeug morgens bei der Landung und abends beim Start, sind das zwei Zeilen. Nur so kannst du später sagen, wie oft ein Kennzeichen an deinem Hausflughafen auftaucht. Wenn dich nur Erstsichtungen interessieren, filterst du einfach nach der Spalte „Neu?“.

Aufbau der Datei: drei Blätter statt eines

Ein Logbuch wächst über Jahre. Damit es übersichtlich bleibt, teilst du die Datei in drei Bereiche:

  1. Log – die Datentabelle. Hier wird nur eingegeben, nie gerechnet, außer in klar markierten Hilfsspalten.
  2. Listen – die Stammdaten für deine Auswahllisten: Flughäfen, Spots, Typcodes mit Klartextnamen, Airlines, Bewegungsarten. Auch deine Wunschliste mit gesuchten Kennzeichen oder Typen kann hier liegen.
  3. Auswertung – Zählungen, Ranglisten, Jahresvergleiche und Diagramme. Dieses Blatt liest nur aus dem Log.

In Excel wandelst du den Datenbereich im Blatt „Log“ in eine intelligente Tabelle um (Start › Als Tabelle formatieren) und gibst ihr einen Namen, zum Beispiel „Log“. Der Vorteil: Neue Zeilen werden automatisch Teil der Tabelle, Formeln in Hilfsspalten laufen von selbst weiter, und du kannst in Formeln mit Spaltennamen wie Log[Kennzeichen] arbeiten statt mit Zellbereichen. In Google Sheets erreichst du einen ähnlichen Effekt, indem du offene Bereiche wie F2:F verwendest, die bis zum Ende der Spalte reichen.

Friere außerdem die Kopfzeile ein, damit du beim Scrollen immer siehst, welche Spalte du gerade füllst. Das klingt banal, verhindert aber viele Einträge in der falschen Spalte.

Tippfehler verhindern: Auswahllisten und Prüfregeln

Die häufigste Ursache für falsche Statistiken sind uneinheitliche Einträge. „Lufthansa“, „DLH“ und „LH“ sind für dich dieselbe Airline, für eine Formel drei verschiedene. Die Lösung heißt Datenüberprüfung (Excel) beziehungsweise Datenvalidierung (Google Sheets).

  • Auswahllisten: Für Flughafen, Spot, Typcode, Airline und Bewegung verweist du auf die Listen im Blatt „Listen“. Neue Werte trägst du zuerst dort ein, dann stehen sie im Dropdown zur Verfügung. So bleibt jede Schreibweise einmalig.
  • Datum begrenzen: Lass in der Datumsspalte nur gültige Datumswerte zu, gern mit einem Mindestdatum. Dann rutscht kein „14.1O.2026“ mit einem O statt einer Null durch.
  • Kennzeichen normieren: Freitext bleibt beim Kennzeichen unvermeidlich. In einer Hilfsspalte kannst du mit =GROSS(GLÄTTEN(F2)) überflüssige Leerzeichen am Anfang und Ende entfernen und alles in Großbuchstaben bringen. In Google Sheets lässt sich als benutzerdefinierte Prüfregel eine grobe Formatkontrolle hinterlegen, etwa =REGEXMATCH(F2;"^[A-Z0-9]+-?[A-Z0-9]+$"). Das fängt Leerzeichen und Kleinbuchstaben ab, prüft aber nicht, ob ein Kennzeichen tatsächlich existiert.

Ergänzend hilft bedingte Formatierung: Färbe Zeilen ein, in denen das Kennzeichen fehlt, oder hebe Erstsichtungen farbig hervor. So siehst du beim Durchscrollen sofort, wo etwas nicht stimmt.

Kein Dropdown-Basteln am Spot

Planetrack ordnet deine Sichtung beim Posten Flugzeugtyp, Airline, Flughafen und Spot zu und sammelt sie in deinem Hangar – samt Wunschliste für alles, was dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die wichtigsten Formeln fürs Logbuch

Die folgenden Beispiele verwenden die deutschen Excel-Funktionsnamen und das Semikolon als Trennzeichen, wie es bei deutschen Spracheinstellungen üblich ist. Die Spaltenbuchstaben beziehen sich auf die Tabelle oben. In Google Sheets kannst du unter Datei › Einstellungen festlegen, ob Funktionen mit englischen oder deutschen Namen angezeigt werden; die englischen Namen stehen jeweils in Klammern.

Erstsichtungen markieren

Sortiere das Log chronologisch nach Datum und Uhrzeit. Dann schreibst du in die Hilfsspalte N:

=WENN(ZÄHLENWENN(F$2:F2;F2)=1;"neu";"") (IF, COUNTIF)

Die Formel zählt, wie oft das Kennzeichen von der ersten Datenzeile bis zur aktuellen Zeile vorkommt. Ist es genau einmal, ist diese Zeile die erste Sichtung. Durch das gemischte Bezugszeichen F$2 wächst der Bereich beim Herunterkopieren mit. Dasselbe Prinzip funktioniert mit Spalte G für neue Typen oder mit Spalte H für neue Airlines – praktisch, wenn du gezielt Flugzeugtypen sammelst.

Verschiedene Kennzeichen zählen

=ANZAHL2(EINDEUTIG(FILTER(F2:F5000;F2:F5000<>""))) (COUNTA, UNIQUE, FILTER)

EINDEUTIG liefert jede Kennung nur einmal, FILTER wirft leere Zellen vorher heraus. Laut Microsoft gibt es EINDEUTIG in Excel für Microsoft 365, Excel 2021 und Excel 2024; in älteren Versionen weichst du auf eine Pivot-Tabelle aus. In Google Sheets geht es kürzer mit =COUNTUNIQUE(F2:F).

Sichtungen nach Typ, Airline oder Flughafen

=ZÄHLENWENNS(G2:G5000;"A20N";D2:D5000;"EDDF") (COUNTIFS)

So zählst du zum Beispiel alle Sichtungen von A320neo am Flughafen Frankfurt. Statt fester Werte kannst du auf Zellen verweisen und dir so eine kleine Abfragemaske bauen: Typcode in eine Zelle, Flughafen in die nächste, Ergebnis daneben.

Auswertung nach Jahr

=ZÄHLENWENNS(B2:B5000;">="&DATUM(2026;1;1);B2:B5000;"<"&DATUM(2027;1;1))

Damit zählst du alle Einträge eines Jahres. Kombiniert mit der Spalte „Neu?“ bekommst du die Zahl der Erstsichtungen pro Jahr – die Basis für deine Spotting-Jahresbilanz.

Wunschliste abgleichen

Lege im Blatt „Listen“ eine Spalte mit gesuchten Kennzeichen an. Daneben prüfst du:

=WENN(ZÄHLENWENN(Log!F:F;A2)>0;"gesehen";"offen")

Mit bedingter Formatierung werden erledigte Einträge grün. Das ist das Tabellen-Pendant zum Abhaken einer Flotte, wie es der Guide Flotten komplett erfassen beschreibt. Ergänzend liefert =MINWENNS(Log!B:B;Log!F:F;A2) (MINIFS) das Datum der ersten Sichtung.

Ranglisten mit QUERY (nur Google Sheets)

Google Sheets hat mit QUERY eine Funktion, die Daten mit einer SQL-ähnlichen Abfragesprache gruppiert und sortiert. Eine Typen-Rangliste deines Logs sieht so aus:

=QUERY(Log!A:N;"select G, count(F) where G is not null group by G order by count(F) desc";1)

Die Abfrage gruppiert nach Typcode, zählt die Einträge und sortiert absteigend. Die letzte 1 sagt Sheets, dass die erste Zeile Überschriften enthält. In Excel erreichst du dasselbe am einfachsten mit einer Pivot-Tabelle.

Auswertungen, die sich wirklich lohnen

Mit den Formeln oben lassen sich unzählige Zahlen erzeugen. Sinnvoll sind vor allem die, die dir bei der nächsten Tour helfen:

Auswertung Frage dahinter Werkzeug
Erstsichtungen pro Spot Wo finde ich die meisten neuen Kennzeichen? ZÄHLENWENNS mit Spalte „Neu?“ und Spot
Typen-Rangliste Welche Typen sehe ich ständig, welche selten? Pivot-Tabelle oder QUERY
Sichtungen nach Uhrzeit Zu welcher Tageszeit kommt bei mir am meisten? STUNDE (HOUR) in Hilfsspalte, dann Pivot
Monate im Vergleich Wann im Jahr lohnt sich mein Hausflughafen? MONAT (MONTH) in Hilfsspalte, dann Pivot
Anteil mit Foto Wie viele Sichtungen sind fotografisch belegt? ZÄHLENWENN auf Spalte „Foto“
Wunschliste offen Was fehlt mir noch? Abgleich mit ZÄHLENWENN

Die Auswertung nach Uhrzeit ist besonders aufschlussreich, wenn du sie mit Pistenrichtung und Licht kombinierst. Eine Spalte für die Piste in Betrieb zeigt dir nach einigen Monaten, wie oft dein Lieblingsspot überhaupt auf der richtigen Seite liegt – Hintergründe dazu liefert der Artikel Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Wer tiefer in Diagramme und Kennzahlen einsteigen will, findet im Guide Eigene Spotting-Statistiken auswerten weitere Ideen.

Wie groß wird dein Logbuch?

Schätze, wie viele Zeilen in den nächsten Jahren zusammenkommen – und ob deine Tabelle dafür gut aufgestellt ist.

Reine Überschlagsrechnung. Wie schnell eine Datei wird, hängt stärker von Anzahl und Art der Formeln ab als von der Zeilenzahl.

Excel oder Google Sheets?

Beide Programme können alles, was ein Spotting-Logbuch braucht. Die Unterschiede liegen im Alltag:

Nimm Google Sheets, wenn …

  • du am Spot auf dem Smartphone nachtragen willst
  • du zwischen mehreren Geräten wechselst
  • du Auswertungen gern per QUERY baust
  • du das Logbuch mit Spotting-Freunden teilen willst

Nimm Excel, wenn …

  • du hauptsächlich abends am Rechner auswertest
  • du Pivot-Tabellen und intelligente Tabellen intensiv nutzt
  • du offline arbeiten willst

Keine reine Tabelle, wenn …

  • du Fotos direkt mit der Sichtung verknüpfen willst
  • du am Zaun in Sekunden erfassen musst
  • du Sichtungen mit einer Community teilen möchtest

Ein Mischbetrieb ist übrigens völlig in Ordnung: Am Spot notierst du schnell und knapp, abends überträgst du sauber ins Logbuch. Wie du die Erfassung vor Ort beschleunigst, steht im Guide Sichtungen am Spot schnell erfassen. Fehlende Kennzeichen oder Uhrzeiten lassen sich nachträglich oft über Flugradar-Historien ergänzen – wie das geht, erklärt der Artikel Sichtungen mit ADS-B abgleichen.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

  • Mehrere Flugzeuge in einer Zelle. „D-AINA, D-AINB“ in einem Feld ist für jede Formel ein einziger, unbekannter Wert. Immer eine Zeile pro Flugzeug.
  • Datum als Text. Wenn das Datum linksbündig in der Zelle steht, hat das Programm es meist als Text erkannt. Dann funktionieren weder Sortierung noch Jahresauswertung.
  • Zusammengeführte Zellen. Sie sehen ordentlich aus, zerstören aber Sortieren und Filtern. Im Datenblatt haben sie nichts verloren.
  • Formeln über ganze Spalten in jeder Zeile. Eine ZÄHLENWENN-Formel, die in jeder Zeile die komplette Spalte durchsucht, wird bei vielen tausend Einträgen träge. Begrenzte Bereiche oder intelligente Tabellen halten die Datei schnell.
  • Nachträge nicht kennzeichnen. Wenn du Sichtungen aus Fotos oder aus dem Gedächtnis rekonstruierst, vermerke das in der Spalte „Quelle“. So bleibt deine Statistik ehrlich.
  • Kein Backup. Eine Datei mit zehn Jahren Sichtungen verdient dieselbe Sorgfalt wie dein Fotoarchiv. Exportiere regelmäßig eine Kopie, etwa als CSV-Datei, und sichere sie getrennt – Anregungen liefert die Backup-Strategie für Spotting-Fotos.

Fotos und Logbuch verbinden

Ein Logbuch-Eintrag mit Foto ist mehr wert als einer ohne, denn das Bild belegt das Kennzeichen. Am einfachsten trägst du in Spalte L den Dateinamen ein. Noch eleganter ist es, die Fotos selbst sauber zu beschriften: Wenn Kennzeichen und Typ in den Metadaten stehen, findest du jedes Bild über die Suche deiner Fotoverwaltung. Wie das geht, beschreibt der Guide Fotos richtig beschriften. Eine einheitliche Ordnerstruktur für dein Fotoarchiv sorgt dafür, dass der Dateiname im Logbuch auch nach Jahren noch auf die richtige Datei zeigt.

Ein Praxisbeispiel: Du stehst am Affenfelsen in Hamburg und fotografierst einen Airbus A320neo von Lufthansa bei der Landung. Im Logbuch wird daraus eine Zeile mit Datum, Uhrzeit, EDDH, Affenfelsen, dem Kennzeichen, A20N, der Airline, „Landung“, der Piste und dem Dateinamen. Die Formel in Spalte N sagt dir sofort, ob es eine Erstsichtung war.

Ist dein Tabellen-Logbuch startklar?

Hak ab, was in deiner Datei schon steht – am Ende siehst du, ob deine Auswertungen auf festem Boden stehen.

  • Jede Sichtung steht in einer eigenen Zeile.
  • Datum und Uhrzeit sind echte Datums- und Zeitwerte.
  • Flughafen, Spot, Typcode und Airline kommen aus Auswahllisten.
  • Kennzeichen stehen einheitlich in Großbuchstaben mit Bindestrich.
  • Die Spalte „Neu?“ markiert Erstsichtungen automatisch.
  • Daten und Auswertung liegen auf getrennten Blättern.
  • Es gibt eine aktuelle Sicherungskopie.

Dein Hangar statt deiner Tabelle

Poste Sichtungen mit Foto, Kennzeichen und Spot, pflege deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein gesuchtes Kennzeichen im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Ein Spotting-Logbuch in Excel oder Google Sheets ist schnell angelegt und erstaunlich mächtig – vorausgesetzt, du hältst dich an ein paar Regeln. Eine Zeile pro Sichtung, feste Spalten, einheitliche Schreibweisen über Auswahllisten und eine klare Trennung von Daten und Auswertung. Dann markieren Formeln deine Erstsichtungen, zählen verschiedene Kennzeichen und bauen dir Ranglisten nach Typ, Airline und Spot. Grundsätzliches zum Dokumentieren findest du im Guide Sichtungen dokumentieren und Logbuch führen.

Kurzfazit

Struktur schlägt Formeln: Lege zuerst Spalten und Schreibweisen fest, erst dann die Auswertungen. Mit ZÄHLENWENN für Erstsichtungen, EINDEUTIG für die Zahl verschiedener Kennzeichen und ZÄHLENWENNS oder QUERY für Statistiken holst du aus deinem Logbuch fast alles heraus, was dich als Spotter interessiert.

Zusammenfassung

  • Ein Spotting-Logbuch in Excel oder Google Sheets ist eine Datentabelle mit festen Spalten: Datum, Uhrzeit, Flughafen, Spot, Kennzeichen, Typcode, Airline, Bewegungsart, Bemerkung, Foto und Quelle.
  • Einheitliche Schreibweisen – Kennzeichen in Großbuchstaben mit Bindestrich, Flughäfen als ICAO- oder IATA-Code, Typen als ICAO-Typcode – entscheiden darüber, ob Formeln später richtig zählen.
  • Mit wenigen Formeln entstehen Erstsichtungs-Markierungen, Zählungen verschiedener Kennzeichen, Typen-Ranglisten und Jahresvergleiche; Pivot-Tabellen und in Google Sheets die QUERY-Funktion erledigen den Rest.
  • Eine Tabelle stößt an Grenzen, sobald du unterwegs schnell erfassen, Fotos zuordnen oder dich mit anderen austauschen willst.

Häufige Fragen

Welche Spalten braucht ein Spotting-Logbuch in Excel?

Als Kern reichen Datum, Uhrzeit, Flughafen, Spot, Kennzeichen, Typcode, Airline, Bewegungsart und Bemerkung. Sinnvoll sind zusätzlich eine laufende ID, eine Spalte für das Foto (Dateiname oder Ja/Nein) und eine Spalte für die Quelle, damit du eigene Sichtungen von nachgetragenen unterscheiden kannst. Seriennummer, Hex-Code oder Livery-Name sind optional.

Excel oder Google Sheets – was ist besser fürs Logbuch?

Beides funktioniert. Excel punktet mit Pivot-Tabellen, intelligenten Tabellen und Offline-Arbeit am Rechner. Google Sheets läuft im Browser und in der App, synchronisiert automatisch zwischen Geräten und bietet mit QUERY eine sehr flexible Auswertungsfunktion. Wer am Spot auf dem Smartphone nachträgt, fährt mit Sheets meist bequemer.

Wie markiere ich Erstsichtungen automatisch?

Sortiere das Logbuch chronologisch und zähle in einer Hilfsspalte, wie oft das Kennzeichen bis zur aktuellen Zeile schon vorkam: =WENN(ZÄHLENWENN(F$2:F2;F2)=1;"neu";""). Steht dort „neu“, ist es die erste Sichtung dieses Flugzeugs. Das Prinzip funktioniert genauso für Typcodes oder Airlines.

Wie zähle ich, wie viele verschiedene Flugzeuge ich gesehen habe?

In aktuellen Excel-Versionen mit =ANZAHL2(EINDEUTIG(FILTER(F2:F5000;F2:F5000<>""))). Die Funktion EINDEUTIG gibt es in Excel für Microsoft 365, Excel 2021 und Excel 2024. In Google Sheets geht es kürzer mit =COUNTUNIQUE(F2:F).

Wie schreibe ich Kennzeichen richtig ins Logbuch?

Immer in Großbuchstaben und so, wie sie im Register stehen – bei deutschen Flugzeugen also etwa D-AIXA mit Bindestrich. Wichtig ist vor allem, dass du dich auf eine Schreibweise festlegst. Schon ein fehlender Bindestrich macht für eine Formel aus einem Flugzeug zwei.

Wie groß darf ein Logbuch in Excel oder Google Sheets werden?

Ein Excel-Arbeitsblatt fasst laut Microsoft 1.048.576 Zeilen, eine Google-Tabelle laut Google bis zu 20 Millionen Zellen. Für ein persönliches Spotting-Logbuch reicht das praktisch immer. Spürbarer wird vorher die Geschwindigkeit, wenn viele Formeln über ganze Spalten rechnen.

Soll ich ein Blatt pro Jahr anlegen?

Besser nicht. Ein einziges, durchgehendes Datenblatt ist einfacher auszuwerten, weil alle Formeln auf einen Bereich zeigen. Das Jahr filterst du über die Datumsspalte. Getrennte Jahresblätter brauchst du nur, wenn die Datei zu langsam wird.

PT

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