Flottendatenbanken im Vergleich: Planespotters.net, Airfleets, RZjets und ch-aviation

Vier Datenbanken, vier Philosophien: Wo du Kennzeichen, MSN, Flottenlisten und Produktionslisten am schnellsten findest – und wann sich eine Profi-Quelle wie ch-aviation lohnt.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Keine Datenbank kann alles: Planespotters.net, Airfleets, RZjets und ch-aviation setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Wer seriös dokumentiert, gleicht mindestens zwei Quellen ab.
  • Für Spotter sind die Community-Datenbanken der Einstieg: Flottenlisten, Produktionslisten und Kennzeichen-Historien findest du dort ohne Abo.
  • RZjets ist der Spezialist: Bei Regionalflugzeugen bildet die Datenbank Details ab, die in den großen Allround-Datenbanken oft fehlen oder später nachgetragen werden.
  • ch-aviation ist ein Profi-Werkzeug: Der Dienst aus der Schweiz richtet sich an die Luftfahrtbranche und ist kostenpflichtig. Für den Hobbyalltag ist das meist zu viel des Guten.
  • Die MSN ist dein Anker: Kennzeichen wechseln, die Seriennummer bleibt. Wer nach MSN sucht, verfolgt ein Flugzeug zuverlässig über alle Umregistrierungen hinweg.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Flottendatenbanken im Vergleich: die kurze Antwort
  2. 2.Was eine Flottendatenbank überhaupt leistet
  3. 3.Planespotters.net: der Allrounder mit Foto-Community
  4. 4.Airfleets: dichte Daten, kompakt aufbereitet
  5. 5.RZjets: der Spezialist für Regionalflugzeuge
  6. 6.ch-aviation: Branchendaten statt Hobbywerkzeug
  7. 7.Die vier Datenbanken im direkten Vergleich
  8. 8.Welche Datenbank passt zu dir?
  9. 9.Warum sich Datenbanken widersprechen
  10. 10.So nutzt du Flottendatenbanken im Spotteralltag
  11. 11.Pro und Contra: Community-Datenbank oder Profi-Dienst?
  12. 12.Worauf du achten solltest
  13. 13.Fazit

Der Jet ist gelandet, das Kennzeichen sitzt scharf auf dem Foto – und dann beginnt die eigentliche Recherche. Wie alt ist die Maschine, für wen flog sie vorher, und ist sie in deiner Sammlung neu? Für diese Fragen gibt es Flottendatenbanken. Vier Namen fallen in Spotterkreisen immer wieder: Planespotters.net, Airfleets, RZjets und ch-aviation. Sie wirken auf den ersten Blick ähnlich, verfolgen aber sehr unterschiedliche Ansätze. Dieser Vergleich zeigt dir, was die einzelnen Dienste können, wo ihre Grenzen liegen und wie du sie sinnvoll kombinierst.

Nachschlagen, erfassen, abhaken

In Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Spot – und dein Hangar zeigt dir, welche Maschinen schon in deiner Sammlung sind. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flottendatenbanken im Vergleich: die kurze Antwort

Für den Spotteralltag nutzt du Planespotters.net oder Airfleets als Hauptquelle: Beide decken die Verkehrsluftfahrt in der Breite ab, mit Flottenlisten nach Airline, Produktionslisten nach Typ und Historien zu einzelnen Flugzeugen. RZjets ziehst du hinzu, wenn es um Regionalflugzeuge geht, denn dort ist die Datenbank besonders detailliert. ch-aviation ist kein Spotterwerkzeug, sondern ein kostenpflichtiger Branchendienst für Airlines, Flughäfen, Leasinggeber und Hersteller. Für Hobbyzwecke lohnt er sich nur in Ausnahmefällen.

Die wichtigste Regel gilt unabhängig vom Anbieter: Keine Datenbank ist fehlerfrei. Alle werden von Menschen gepflegt, alle hinken bei Umregistrierungen, Auslieferungen oder Ausmusterungen gelegentlich hinterher. Wer sein Logbuch ernst nimmt, gleicht wichtige Angaben mit einer zweiten Quelle ab.

4Datenbanken mit sehr unterschiedlicher Zielgruppe
1998Startjahr von ch-aviation, damals als Hobbyseite
2Quellen solltest du bei Zweifeln mindestens abgleichen

Was eine Flottendatenbank überhaupt leistet

Bevor wir die Anbieter vergleichen, lohnt ein Blick auf die Grundbausteine. Fast alle Flottendatenbanken arbeiten mit denselben drei Sichten auf die Daten:

  • Das einzelne Flugzeug: Ein Datensatz pro Zelle, verknüpft über die Hersteller-Seriennummer. Dazu gehören Typ und Untervariante, Erstflug, Auslieferung, Triebwerke, alle bisherigen Kennzeichen und Betreiber sowie der aktuelle Status (aktiv, eingelagert, verschrottet). Wie MSN, c/n und Line Number zusammenhängen, erklärt der Artikel MSN, c/n und Line Number.
  • Die Flottenliste: Alle Flugzeuge einer Airline, meist getrennt nach aktueller und historischer Flotte. Für Spotter ist das die Grundlage, um eine Flotte systematisch abzuhaken – mehr dazu im Guide Flotten komplett erfassen.
  • Die Produktionsliste: Alle gebauten Exemplare eines Typs in Reihenfolge der Seriennummer. Sie zeigt dir zum Beispiel, wie viele Airbus A350-900 bisher an welche Kunden gingen oder welche Bombardier CRJ900 inzwischen bei einem neuen Betreiber fliegen.

Hinzu kommen je nach Anbieter Fotos, Durchschnittsalter von Flotten, Bestellungen, Leasinggeber und Eigentümer. Genau bei diesen Zusatzdaten unterscheiden sich die vier Dienste am stärksten.

Planespotters.net: der Allrounder mit Foto-Community

Planespotters.net ist für viele Spotter die erste Anlaufstelle. Die Seite verbindet eine Flugzeugdatenbank mit einem Fotoarchiv: Zu vielen Kennzeichen findest du neben den Stammdaten auch Bilder aus der Community, was die Identifikation enorm erleichtert. Nach eigener Darstellung verfolgt die Datenbank Geschichte und Status jedes gebauten Exemplars der unterstützten Typen und leitet daraus vollständige Produktionslisten sowie aktuelle und historische Flottenlisten ab. Die Angaben stammen laut Anbieter aus vielen Quellen – darunter Luftfahrtbehörden, Airlines und Hersteller – und werden von einem Redaktionsteam geprüft.

Im Alltag punktet Planespotters.net mit einer übersichtlichen Flottenansicht pro Airline, die auch das Alter der Maschinen zeigt. Wenn du wissen willst, wie alt ein bestimmtes Flugzeug ist, findest du die Antwort hier meist in Sekunden; die Hintergründe erklärt der Artikel Flugzeugalter herausfinden. Eine ausführliche Anleitung zu Suche, Filtern und Fotobereich findest du in Planespotters.net als Flottendatenbank nutzen.

Stärken: große Abdeckung der Verkehrsluftfahrt, Verknüpfung von Daten und Fotos, gut lesbare Flottenlisten. Grenzen: Die Datenbank konzentriert sich auf die von ihr unterstützten Typen. Bei sehr kleinen Flugzeugen, in der allgemeinen Luftfahrt oder bei Militärmaschinen stößt du schnell an Grenzen – für Militär ist Scramble die bessere Adresse.

Airfleets: dichte Daten, kompakt aufbereitet

Airfleets verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Planespotters.net, wirkt aber nüchterner und tabellarischer. Auch hier findest du Flottenlisten nach Airline, Produktionslisten nach Typ und Einzelhistorien pro Flugzeug, ergänzt um Fotos. Viele Spotter schätzen die kompakte Darstellung: Eine Produktionsliste lässt sich schnell durchscrollen, und Statusänderungen wie Einlagerung oder Verschrottung sind auf einen Blick erkennbar.

Airfleets bietet neben dem frei zugänglichen Bereich auch kostenpflichtige Mitgliedschaften an. Was genau hinter der Bezahlschranke liegt, ändert sich gelegentlich – prüf das am besten selbst, bevor du ein Abo abschließt. Für das reine Nachschlagen einzelner Kennzeichen reicht der freie Teil in der Regel aus.

Stärken: kompakte Listen, schneller Überblick über ganze Typen, gute Ergänzung als Zweitquelle. Grenzen: Einige Detailfunktionen sind zahlenden Mitgliedern vorbehalten; bei sehr frischen Änderungen gilt wie überall: gegenprüfen.

Das gesuchte Kennzeichen im Anflug?

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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RZjets: der Spezialist für Regionalflugzeuge

RZjets ist kleiner als die beiden Allrounder und genau darin liegt sein Wert. Die Datenbank hat ihren Schwerpunkt bei Regionalflugzeugen und bildet diese Familien besonders gründlich ab. Gerade bei Typen, die oft zwischen Regionalairlines, Leasinggebern und Kapazitätsanbietern wandern, ist das hilfreich: Ein Embraer E175 kann im Laufe seines Lebens für mehrere Marken fliegen, ein Dash 8-400 oder eine ATR 72-600 wechselt nicht selten zwischen Kontinenten.

Wer in Nordamerika spottet, kennt das Problem besonders gut: Regionalgesellschaften wie SkyWest Airlines oder Endeavor Air fliegen im Auftrag großer Netzwerkairlines und tragen deren Markenlackierung. Auf dem Rumpf steht der Markenname, betrieben wird das Flugzeug von einer anderen Gesellschaft. Eine Spezialdatenbank hilft dir, solche Konstellationen sauber auseinanderzuhalten.

Stärken: große Detailtiefe bei Regionalflugzeugen, nützlich für komplexe Betreiber-Historien. Grenzen: Wer Großraumjets oder klassische Mittelstreckenflotten nachschlägt, ist bei den Allroundern besser aufgehoben.

ch-aviation: Branchendaten statt Hobbywerkzeug

ch-aviation spielt in einer anderen Liga – und zwar bewusst. Der Dienst entstand 1998 als Hobbyseite eines Schülers, zunächst mit Blick auf die Schweizer Luftfahrt; das „ch“ im Namen steht für den Länderkode der Schweiz. In den 2000er-Jahren kamen weltweite Abdeckung, Produktionslisten für Airbus- und Boeing-Typen sowie Betreiberprofile hinzu. Seit einem Relaunch im Jahr 2012 ist ch-aviation ein abonnementbasierter Profidienst. Seit 2021 sitzt die ch-aviation GmbH in Stansstad im Kanton Nidwalden.

Das Angebot reicht weit über Flottenlisten hinaus: Betreiber- und Flughafenprofile, Flugpläne und Kapazitäten, Eigentümer- und Leasingdaten, Bestellungen, Auslastung von Flugzeugen, Unfälle und Zwischenfälle, Wartungsdaten sowie Daten zu Business Jets. Dazu kommen Branchennachrichten. Laut eigener Website umfasst die Datenbank über 45.000 Betreiber und über 110.000 Flugzeuge (Stand der Website im Oktober 2026). Zielgruppe sind Airlines, Flughäfen, Charterbroker, Leasing- und Finanzierungsfirmen, Hersteller und Wartungsbetriebe. Zum Ausprobieren bietet der Anbieter eine kostenlose Testphase von 14 Tagen an.

Stärken: professionelle Datentiefe, Eigentümer- und Leasingdaten, Flugpläne und Branchennews aus einer Hand. Grenzen: kostenpflichtig und auf Unternehmen zugeschnitten. Für das Nachschlagen einzelner Kennzeichen ist das überdimensioniert. Die Branchennews sind für Spotter trotzdem interessant, um von Neuzugängen und Flottenwechseln zu erfahren – soweit sie ohne Abo zugänglich sind.

Die vier Datenbanken im direkten Vergleich

Kriterium Planespotters.net Airfleets RZjets ch-aviation
Zielgruppe Spotter und Luftfahrtfans Spotter und Luftfahrtfans Spotter mit Fokus Regionalluftfahrt Luftfahrtbranche
Schwerpunkt Verkehrsluftfahrt in der Breite Verkehrsluftfahrt in der Breite Regionalflugzeuge Betreiber, Flotten, Flugpläne, Eigentümer
Fotos ja, Community-Fotos ja je nach Eintrag kein Schwerpunkt, Datenfokus
Produktionslisten ja ja ja, für die abgedeckten Typen ja, für große Verkehrsflugzeugtypen
Eigentümer/Leasing teilweise teilweise teilweise ausführlich
Kosten Grundfunktionen frei nutzbar frei nutzbar, Mitgliedschaft optional frei nutzbar Abonnement, Testphase möglich
Beste Verwendung schnelles Nachschlagen mit Foto Zweitquelle, Typ-Überblick Regionaljets und Turboprops Recherche auf Branchenniveau

Die Tabelle beschreibt Schwerpunkte, keine starren Grenzen. Alle Anbieter bauen ihre Angebote laufend um; einzelne Funktionen können sich verschieben.

Welche Datenbank passt zu dir?

Welche Flottendatenbank brauchst du?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung für deinen Spotteralltag.

Empfehlung

Planespotters.net plus Airfleets

Nutze Planespotters.net als Hauptquelle mit Fotos und Airfleets als Zweitquelle für den Abgleich. Damit deckst du fast jede Sichtung der Verkehrsluftfahrt ab.

Empfehlung

RZjets als Spezialquelle

Für Regionalflugzeuge ist RZjets die erste Wahl. Für alles Größere ergänzt du eine der beiden Allround-Datenbanken.

Empfehlung

ch-aviation testen

Wenn du beruflich mit Flotten, Leasing oder Flugplänen zu tun hast, lohnt sich ein Test von ch-aviation. Für die private Sammlung reichen die Community-Datenbanken.

Warum sich Datenbanken widersprechen

Früher oder später stößt du auf ein Flugzeug, bei dem zwei Datenbanken unterschiedliche Angaben machen: ein anderes Auslieferungsdatum, ein abweichender Status, ein Kennzeichen, das hier schon geändert ist und dort noch nicht. Das ist normal und hat meist einfache Gründe.

  • Zeitversatz: Eine Umregistrierung wird oft erst bekannt, wenn das Flugzeug mit neuem Kennzeichen fotografiert wird oder das Register aktualisiert ist. Jede Redaktion arbeitet in ihrem eigenen Tempo.
  • Unterschiedliche Quellen: Die eine Datenbank stützt sich stärker auf Register, die andere auf Sichtungsmeldungen aus der Community. Beides hat Vor- und Nachteile.
  • Leasing und Offshore-Register: Viele Flugzeuge sind in Ländern registriert, in denen ihr Betreiber gar nicht sitzt. Warum das so ist, erklärt der Artikel Offshore-Registrierungen und Leasing. Datenbanken bilden solche Konstellationen unterschiedlich ab.
  • Definitionsfragen: Ab wann gilt ein Flugzeug als „eingelagert“, wann als „abgestellt“? Solche Begriffe werden nicht überall gleich verwendet.

So löst du Widersprüche

Prüfe zuerst das offizielle Luftfahrzeugregister des Landes, in dem das Flugzeug eingetragen ist – für deutsche Kennzeichen hilft dir der Artikel über deutsche Luftfahrzeugkennzeichen. Danach lohnen sich aktuelle Fotos und ein Blick in die ADS-B-Historie. Wie das geht, steht in Sichtungen mit ADS-B-Logs abgleichen.

So nutzt du Flottendatenbanken im Spotteralltag

Die eigentliche Stärke der Datenbanken zeigt sich erst mit einer festen Routine. Bewährt hat sich dieser Ablauf:

1. Kennzeichen sauber ablesen

Ohne korrektes Kennzeichen hilft dir keine Datenbank. Ist es auf dem Foto unlesbar, findest du Tricks im Artikel Unlesbares Kennzeichen ermitteln.

2. In der Hauptquelle nachschlagen

Typ, Untervariante, MSN, Alter und Betreiber notieren. Passt das Foto in der Datenbank zu deinem Bild, bist du meist auf der sicheren Seite.

3. Bei Zweifeln gegenprüfen

Weicht etwas ab oder ist das Flugzeug gerade erst umregistriert worden, ziehst du eine zweite Datenbank oder das offizielle Register hinzu.

4. Sichtung erfassen

Trag die geprüften Daten in dein Logbuch ein – am besten mit MSN, damit du das Flugzeug auch nach einem Kennzeichenwechsel wiedererkennst.

5. Lücken in der Flotte suchen

Vergleiche deine Sichtungen mit der Flottenliste der Airline. So siehst du, welche Maschinen dir noch fehlen.

Wie du dein Logbuch grundsätzlich aufbaust, erklärt der Guide Sichtungen dokumentieren. Ob Papier, Tabelle oder App für dich besser passt, vergleicht Notizbuch, Tabelle oder App. Und wer seine Sammlung nach Kennzeichen aufbaut, findet Anregungen in Registrierungen sammeln.

Pro und Contra: Community-Datenbank oder Profi-Dienst?

Für Community-Datenbanken spricht

  • Grundfunktionen ohne Abo nutzbar
  • Fotos erleichtern die Identifikation
  • Flotten- und Produktionslisten genau im Format, das Spotter brauchen
  • Spezialisten wie RZjets gehen bei Nischen in die Tiefe

Für einen Profi-Dienst spricht

  • Eigentümer-, Leasing- und Bestelldaten in großer Tiefe
  • Flugpläne, Kapazitäten und Auslastung
  • Branchennews mit Hintergrund zu Flottenentscheidungen
  • Datenexporte für berufliche Anwendungen

Für die meisten Spotter ist die Antwort eindeutig: Community-Datenbanken für das Tagesgeschäft, Profi-Dienste nur bei beruflichem Bedarf. Spannend sind Branchennews trotzdem, etwa wenn du verstehen willst, wie Airlines ihre Flotte planen.

Worauf du achten solltest

  • Nutzungsbedingungen respektieren. Nachschlagen ist erwünscht, massenhaftes Kopieren oder automatisiertes Abgreifen ganzer Listen meist nicht.
  • Quelle notieren. Wenn du eine Angabe aus einer Datenbank übernimmst, vermerke kurz, woher sie stammt. Bei späteren Widersprüchen weißt du dann, wo du nachsehen musst.
  • Nach MSN statt Kennzeichen sortieren. Kennzeichen werden neu vergeben, auch an ganz andere Flugzeuge. Die MSN ist eindeutig.
  • Fehler melden. Die Community-Datenbanken leben von Hinweisen. Wer eine belegte Korrektur hat, hilft allen anderen Spottern mit.
  • Frische Daten mit Vorsicht genießen. Gerade bei Neuauslieferungen und Umregistrierungen der letzten Tage ist die Wahrscheinlichkeit für Lücken am größten.

Einen breiteren Überblick über weitere Quellen – inklusive Register, Herstellerlisten und Militärdatenbanken – gibt dir der Artikel Flottendatenbanken im Überblick.

Recherchierst du deine Sichtungen sauber?

Hak ab, was du bei jeder Sichtung schon machst – am Ende siehst du, wie belastbar dein Logbuch ist.

  • Ich notiere neben dem Kennzeichen auch die MSN.
  • Ich nutze eine feste Hauptdatenbank für das schnelle Nachschlagen.
  • Bei Widersprüchen prüfe ich eine zweite Quelle oder das offizielle Register.
  • Ich vergleiche meine Sichtungen regelmäßig mit Flottenlisten.
  • Ich vermerke, aus welcher Quelle eine Angabe stammt.

Deine Sammlung im Hangar

Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest, pflegst eine Wunschliste für fehlende Maschinen und teilst deine besten Funde mit der Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Planespotters.net, Airfleets, RZjets und ch-aviation sind keine Konkurrenten im engeren Sinn, sondern Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben. Die beiden Allrounder decken den Spotteralltag ab, RZjets liefert die Tiefe bei Regionalflugzeugen, und ch-aviation bedient die Branche mit Daten, die weit über das Hobby hinausgehen. Entscheidend ist nicht, welche Datenbank die meisten Einträge hat, sondern dass du eine feste Routine hast: nachschlagen, bei Zweifeln gegenprüfen und sauber mit MSN erfassen.

Kurzfazit

Nimm Planespotters.net oder Airfleets als Hauptquelle, die jeweils andere als Zweitquelle und RZjets für Regionalflugzeuge. ch-aviation lohnt sich nur bei beruflichem Bedarf. Mit der MSN als Anker und einem kurzen Gegencheck bleibt dein Logbuch auch über Umregistrierungen hinweg verlässlich.

Zusammenfassung

  • Flottendatenbanken beantworten die Fragen, die nach jeder Sichtung auftauchen: Welches Flugzeug war das genau, wie alt ist es, wo flog es vorher und welche Schwesterschiffe fehlen dir noch.
  • Planespotters.net und Airfleets decken die große Breite der Verkehrsluftfahrt ab, RZjets geht bei Regionalflugzeugen in die Tiefe, ch-aviation liefert Branchendaten für zahlende Profis.
  • Alle Datenbanken werden von Menschen gepflegt und hinken der Realität manchmal hinterher. Ein Abgleich mit Fotos, ADS-B-Daten und offiziellen Registern schützt vor Fehlern im eigenen Logbuch.
  • Für die eigene Sammlung zählt nicht die größte Datenbank, sondern eine klare Routine: nachschlagen, gegenprüfen, sauber erfassen.

Häufige Fragen

Welche Flottendatenbank ist die beste für Planespotter?

Für den Alltag sind Planespotters.net und Airfleets der übliche Einstieg, weil sie die gesamte Verkehrsluftfahrt mit Flotten- und Produktionslisten abdecken. Für Regionalflugzeuge lohnt sich zusätzlich RZjets. Eine einzelne beste Datenbank gibt es nicht – am zuverlässigsten fährst du mit dem Abgleich von zwei Quellen.

Ist ch-aviation für Hobby-Spotter sinnvoll?

Nur in Ausnahmefällen. ch-aviation ist ein kostenpflichtiger Informationsdienst für die Luftfahrtbranche, etwa für Airlines, Flughäfen, Leasingfirmen und Hersteller. Er bietet sehr umfangreiche Flotten-, Eigentümer- und Flugplandaten sowie Branchennews. Für das Nachschlagen einzelner Kennzeichen reichen die Community-Datenbanken in aller Regel aus.

Was ist der Unterschied zwischen Flottenliste und Produktionsliste?

Eine Flottenliste zeigt, welche Flugzeuge eine bestimmte Airline betreibt oder betrieben hat. Eine Produktionsliste zeigt alle gebauten Exemplare eines Flugzeugtyps in der Reihenfolge ihrer Seriennummern – inklusive späterer Betreiber, Kennzeichen und Verbleib.

Warum stimmen die Angaben in verschiedenen Datenbanken nicht überein?

Weil jede Datenbank eigene Quellen, Redaktionen und Aktualisierungsrhythmen hat. Ein Kennzeichenwechsel, eine Auslieferung oder eine Einlagerung taucht nicht überall gleichzeitig auf. Bei Widersprüchen helfen aktuelle Fotos, ADS-B-Daten und das offizielle Luftfahrzeugregister des jeweiligen Landes.

Kann ich mit der MSN ein Flugzeug über mehrere Kennzeichen verfolgen?

Ja. Die Hersteller-Seriennummer (MSN, oft auch c/n genannt) bleibt ein Flugzeugleben lang gleich, während sich das Kennzeichen bei jedem Wechsel des Registerlandes ändern kann. Wer nach der MSN sucht, findet die komplette Historie eines Flugzeugs.

Darf ich Daten aus Flottendatenbanken in mein eigenes Logbuch übernehmen?

Einzelne Fakten wie Kennzeichen, Typ oder Auslieferungsdatum für deine private Dokumentation nachzuschlagen, ist der übliche Gebrauch. Ganze Listen massenhaft zu kopieren oder automatisiert abzugreifen, ist dagegen in den Nutzungsbedingungen der Anbieter in der Regel nicht vorgesehen. Lies im Zweifel die Bedingungen der jeweiligen Seite.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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