Air Atlanta Icelandic

Die isländische Airline, die fast nie in Island fliegt: Air Atlanta vermietet seit 1986 Großraumflugzeuge samt Crew an andere Airlines, war jahrzehntelang mit Passagier-Jumbos im Hajj-Verkehr unterwegs und fliegt heute vor allem Boeing-747-400-Frachter.

Auch bekannt als: Air Atlanta · Flugfélagið Atlanta · Atlanta · Air Atlanta Group · CC

IslandIslandCharter & Wet-LeaseIATA: CCICAO: ABD12 Min. Lesezeit

ABD

ICAO-Code

ATLANTA

Rufzeichen

TF-

Kennzeichen-Präfix Island

1986

Gründungsjahr

Das Wichtigste in Kürze

  • Air Atlanta Icelandic ist eine isländische ACMI-Airline: Sie stellt anderen Airlines Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung zur Verfügung.
  • Codes: IATA CC, ICAO ABD, Rufzeichen „ATLANTA“.
  • Die Boeing 747 ist seit 1993 das Gesicht der Airline; heute fliegt Air Atlanta Icelandic vor allem 747-400-Frachter.
  • Hajj ist Kerngeschäft: Nach eigenen Angaben zählt Air Atlanta zu den größten ACMI-Anbietern für Pilgerflüge weltweit.
  • Neue Eigentümerstruktur: Seit August 2026 hält Atlas Air Worldwide 49 Prozent, das Management behält die Mehrheit.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Air Atlanta Icelandic im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.So funktioniert das Geschäft: ACMI, Wet Lease und Charter
  4. 4.Die Boeing 747: seit 1993 das Gesicht der Airline
  5. 5.Hajj: das Pilgergeschäft
  6. 6.Air Atlanta Europe: die Schwester aus Malta
  7. 7.Neue Partnerschaft mit Atlas Air
  8. 8.Woran du Air Atlanta Icelandic erkennst
  9. 9.Air Atlanta in Deutschland und Europa spotten
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeCC
ICAO-CodeABD
RufzeichenATLANTA
GeschäftsmodellACMI- und Wet-Lease-Anbieter (Flugzeug, Crew, Wartung, Versicherung) sowie Charter für Airlines, Reiseveranstalter, Frachtkunden und Regierungen
SitzKópavogur bei Reykjavík, Island
Gegründet10. Februar 1986 von Kapitän Arngrímur Jóhannsson und Þóra Guðmundsdóttir
Erster AuftragWet Lease einer Boeing 707-320 an Caribbean Airways (London–Barbados)
Schwester-AirlineAir Atlanta Europe mit maltesischem AOC (ICAO AAE), 2021 neu gegründet
Flotte Air Atlanta Icelandic (Stand Juli 2026)8 Boeing 747-400-Frachter: 747-400F, 747-400BCF und 747-400BDSF
Flotte der Gruppe (laut Atlas Air Worldwide, Mai 2026)14 Großraumfrachter (Boeing 747 und 777) und 4 Passagierflugzeuge vom Typ Boeing 777
EigentümerManagement der Air Atlanta mit 51 Prozent, Atlas Air Worldwide mit 49 Prozent (seit August 2026)
Allianzkeine

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Air Atlanta Icelandic?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fast immer eine Boeing 747-400 – heute als Frachter ohne Fensterreihe, früher auch als Passagier-Jumbo
  • Isländisches Kennzeichen mit TF- am Heck, viele davon beginnen mit TF-A
  • Oft in Kunden- oder Neutralbemalung unterwegs – der Name Air Atlanta steht dann nur klein am Rumpf oder fehlt ganz
  • Auf dem Tracker ABD, im Funk „ATLANTA“ – auch wenn die Flugnummer eines Kunden gebucht ist
  • Die Schwester Air Atlanta Europe fliegt mit maltesischem 9H--Kennzeichen, ICAO AAE
  • Typische Einsatzorte sind Frachtflughäfen und im Hajj-Zeitraum Flughäfen mit Pilgerverkehr nach Saudi-Arabien

Air Atlanta Icelandic ist eine isländische Airline, die du in Island fast nie zu sehen bekommst. Ihre Jumbos fliegen für Pilger nach Dschidda, für Frachtkunden zwischen Asien, Europa und Amerika oder für eine Airline, der gerade ein Flugzeug fehlt. Auf der Anzeigetafel steht dann der Name des Kunden, im Cockpit sitzt eine Air-Atlanta-Crew. Auf dieser Seite liest du, wie das Geschäftsmodell funktioniert, welche Rolle Boeing 747-400 und Hajj spielen und wie du die Airline trotz wechselnder Farben erkennst.

Jeder Jumbo mit TF-Kennzeichen

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Air Atlanta Icelandic im Überblick

Air Atlanta Icelandic ist eine ACMI- und Charterairline aus Island mit Sitz in Kópavogur, einem Nachbarort von Reykjavík. Gegründet wurde sie am 10. Februar 1986 von Kapitän Arngrímur Jóhannsson und seiner Frau Þóra Guðmundsdóttir. Der erste Auftrag zeigt schon das Prinzip, das bis heute gilt: Eine Boeing 707-320 flog im Wet Lease für Caribbean Airways zwischen London und Barbados.

Anders als Icelandair oder PLAY verkauft Air Atlanta kaum eigene Tickets. Ihre Kunden sind Airlines, Reiseveranstalter, Charterbroker, Frachtunternehmen und Regierungen. Nach eigenen Angaben fliegt die Gruppe pro Jahr rund 180 Flughäfen in etwa 95 Ländern an und kann kurzfristig neue Einsatzbasen aufbauen. Ein klassisches Drehkreuz gibt es deshalb nicht: Die Flugzeuge sind dort stationiert, wo gerade ein Vertrag läuft. Der Flughafen Keflavík ist zwar der wichtigste internationale Flughafen des Landes, eine Air-Atlanta-Maschine siehst du dort aber nur gelegentlich.

Unter der Marke Air Atlanta arbeiten heute zwei Airlines mit eigenen Betriebsgenehmigungen: Air Atlanta Icelandic mit isländischem AOC und Air Atlanta Europe mit maltesischem AOC. Beide haben laut Air Atlanta die Sicherheitsprüfung IOSA der IATA durchlaufen.

CCIATA-Code der Airline
ABDICAO-Code auf dem Tracker
TF-Länderkennung Island am Kennzeichen

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code CC: wird vor allem bei eigenen Charterflügen genutzt. Bei Wet-Lease-Einsätzen läuft der Flug meist unter der Flugnummer des Kunden.
  • ICAO-Code ABD: der Betreibercode im Flugplan der Flugsicherung und damit der Code, der dir auf vielen Flugtrackern begegnet.
  • Rufzeichen ATLANTA: So meldet sich die Besatzung im Funk, wenn sie unter eigenem Code fliegt.

Hier lauert der klassische Stolperstein. Fliegt Air Atlanta für einen Kunden, kann der Flug je nach Vertrag auch unter dessen ICAO-Code und Rufzeichen laufen – das Flugzeug bleibt trotzdem ein isländischer Jumbo. Warum Flugnummer, Rufzeichen und durchführende Airline nicht dasselbe sind, erklärt Callsign und Flugnummer: der Unterschied, die Systematik der Codes findest du in IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Tracker-Trick

Such bei Air Atlanta nicht nur nach ABD, sondern auch nach dem Kennzeichen. Ein Filter auf TF-Registrierungen zeigt dir die Jumbos auch dann, wenn sie unter Kundencode fliegen. Wie das geht, steht im Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.

So funktioniert das Geschäft: ACMI, Wet Lease und Charter

Air Atlanta verkauft Kapazität, keine Sitzplätze. Im ACMI-Modell bekommt der Kunde ein Flugzeug mit Crew, Wartung und Versicherung. Er bezahlt in der Regel nach Blockstunden, legt Strecken und Flugplan fest und vermarktet Plätze oder Frachtraum selbst. Für Airlines ist das praktisch, wenn sie Spitzen abfangen, Ausfälle überbrücken oder für eine Saison mehr Großraumkapazität brauchen, ohne selbst Flugzeuge zu kaufen. Mehr zum Prinzip liest du in Wet Lease erklärt.

Daneben bietet Air Atlanta CMI an, bei dem der Kunde das Flugzeug selbst stellt, Charterflüge für einzelne Aufträge und das Management fremder Flugzeuge. Wie sich ein Charter von einem Linienflug unterscheidet, erklärt Charterflug und Linienflug.

Modell Was Air Atlanta liefert Was der Kunde liefert Spotter-Folge
ACMI / Wet Lease Flugzeug, Crew, Wartung, Versicherung Strecken, Vertrieb, Ladung oder Passagiere Air-Atlanta-Jumbo unter Kundenflugnummer, oft mit Kundentitel
CMI Crew, Wartung, Versicherung Flugzeug Kundenflugzeug, aber Air-Atlanta-Crew
Charter Komplettes Flugzeug für einen Auftrag Ladung, Gruppe oder Event Einmalige Einsätze, auch an ungewöhnlichen Flughäfen
Hajj-Einsatz Flugzeug und Crew für die Pilgersaison Pilgerverkehr nach Saudi-Arabien Saisonale Basen in Afrika, Asien oder Europa

Für dich als Spotter hat das eine klare Folge: Bei Air Atlanta sagt die Bemalung wenig. Entscheidend sind Kennzeichen und Rufzeichen.

Die Boeing 747: seit 1993 das Gesicht der Airline

In den ersten Jahren flog Air Atlanta mit Boeing 707, Boeing 737 und dem Dreistrahler Lockheed L-1011 TriStar, mit dem 1991 auch der erste eigene Passagierbetrieb startete. 1993 kam die erste Boeing 747 – und Saudia leaste einen der Jumbos gleich für den Hajj. Ab 1997 flog zeitweise auch die verkürzte Boeing 747SP für die Isländer. 1999 verkaufte die Airline ihre letzte 737 und war damit eine reine Großraumairline.

Seitdem steht die 747 im Mittelpunkt, ab den 2000er-Jahren vor allem die Boeing 747-400. Wie sich die Jumbo-Generationen unterscheiden, zeigt dir Boeing 747-100 bis 747-8 erkennen.

1986

Gründung, erster Wet Lease mit einer Boeing 707-320.

1988

Erste Pilgerflüge im Auftrag von Air Afrique.

1993

Die erste Boeing 747 kommt, Saudia nutzt sie für den Hajj.

2007

Schwerpunkt verschiebt sich auf Fracht.

2021

Air Atlanta Europe startet neu in Malta, zunächst mit Passagier-777.

2026

Atlas Air Worldwide übernimmt 49 Prozent.

Passagier-747-400: die Hajj- und Charter-Jumbos (historisch)

Über viele Jahre flog Air Atlanta die 747-400 als Passagierflugzeug – vor allem für Pilgerflüge und Wet-Lease-Einsätze bei großen Airlines. Das bekannteste Beispiel ist die Boeing 747-428 TF-AAK: Sie flog 2016 als „Ed Force One“ die Band Iron Maiden auf ihrer Book-of-Souls-Welttournee, inklusive eines Bodenschadens in Santiago de Chile, der nach gut einer Woche repariert war.

Heute sieht das Bild anders aus. In der Flottenübersicht mit Stand Juli 2026 tauchen bei Air Atlanta Icelandic keine Passagier-747 mehr auf. Den Personenverkehr der Gruppe übernehmen inzwischen Boeing 777 der maltesischen Schwester. Ein Passagier-Jumbo mit TF-Kennzeichen ist deshalb vor allem ein Motiv aus dem Archiv – wer eines im Logbuch hat, besitzt ein Stück Charter-Geschichte.

747-400-Frachter: das heutige Rückgrat

2007 verlagerte Air Atlanta ihren Schwerpunkt auf Fracht. Seitdem bilden 747-400-Frachter das Rückgrat der Flotte. Laut der Flottenübersicht von Juli 2026 fliegt Air Atlanta Icelandic acht 747-400 in drei Frachtversionen:

Version Anzahl (Juli 2026) Was dahintersteckt Spotter-Hinweis
Boeing 747-400F 4 Ab Werk gebauter Frachter Kurzes Oberdeck, Bugtür, keine Fenster
Boeing 747-400BCF 2 Von Boeing umgebauter Passagier-Jumbo Langes Oberdeck wie beim Passagierflugzeug, seitliches Frachttor
Boeing 747-400BDSF 2 Umbau durch Bedek (IAI) Langes Oberdeck, seitliches Frachttor, keine Bugtür

Der wichtigste Unterschied ist das Oberdeck: Der ab Werk gebaute 747-400F hat das kurze Oberdeck der frühen Jumbos und eine aufklappbare Nase. Umbaufrachter behalten das lange Oberdeck und die starre Nase, bekommen aber ein großes Frachttor hinter dem Flügel. Mehr Erkennungstipps findest du in Frachtflugzeuge erkennen.

Eine echte Rarität flog Air Atlanta ab 2022: einen Boeing 747-400M Combi (TF-AMH), von dem damals weltweit nur noch eine Handvoll im Einsatz war. Er war zuvor als Regierungsflugzeug der Dubai Air Wing unterwegs und kam per Dry Lease zu den Isländern. In der Flottenübersicht von Juli 2026 ist er nicht mehr aufgeführt. Was die Combi-Version besonders macht, liest du auf der Seite zur Boeing 747-400M.

Den nächsten Jumbo nicht verpassen

Richte einen Sichtungs-Alarm für Air Atlanta, die 747-400 oder einzelne TF-Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie bei deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Hajj: das Pilgergeschäft

Kaum ein Einsatz prägt Air Atlanta so sehr wie der Hajj, die jährliche Pilgerfahrt nach Mekka. Schon 1988 flogen die Isländer im Auftrag von Air Afrique Pilger, 1993 nutzte Saudia den ersten Jumbo der Airline für die Pilgersaison. Nach eigenen Angaben hat sich Air Atlanta seitdem zu einem der größten ACMI-Anbieter für Hajj-Flüge weltweit entwickelt. Auch afrikanische Airlines wie die nigerianische Med-View haben für die Pilgersaison Jumbos samt Crew bei Air Atlanta angemietet.

Warum das so gut passt: Der Hajj bündelt eine enorme Nachfrage auf wenige Wochen im Jahr, zuerst in Richtung Saudi-Arabien, dann zurück. Kaum eine Airline will dafür das ganze Jahr Großraumflugzeuge vorhalten. Ein ACMI-Anbieter mit großen Flugzeugen und erfahrenen Crews kann diese Lücke füllen – und danach wieder in andere Märkte wechseln.

Zur Geschichte dieses Geschäfts gehört auch ein Unfall: Am 25. März 2008 geriet eine Boeing 747-357 von Air Atlanta (TF-ARS), die im Auftrag von Saudia von Medina nach Dhaka flog, kurz nach der Landung in Dhaka in Brand. Alle Menschen an Bord konnten das Flugzeug verlassen, die Maschine wurde abgeschrieben. Die Untersuchung fand ein Treibstoffleck am Triebwerk Nummer drei.

Hajj-Saison im Blick

Der Hajj richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und wandert deshalb jedes Jahr um rund elf Tage nach vorn. In den Wochen davor und danach sind besonders viele gemietete Großraumflugzeuge unterwegs – eine gute Zeit, um auf ungewöhnliche Kennzeichen zu achten.

Air Atlanta Europe: die Schwester aus Malta

Zur Marke gehört eine zweite Airline: Air Atlanta Europe (ICAO AAE, Rufzeichen „EUROVIKING“). Eine erste Air Atlanta Europe entstand Anfang der 2000er-Jahre in Großbritannien und wurde 2006 mit der Charterairline Excel Airways zusammengelegt. 2021 belebte die Gruppe den Namen mit einem maltesischen AOC neu, zunächst für Passagierflüge mit Boeing 777. Inzwischen fliegt Air Atlanta Europe auch Frachter.

Laut einer Flottenübersicht mit Stand Juli 2026 betreibt Air Atlanta Europe 747-400-Frachter, Passagierflugzeuge vom Typ Boeing 777-200ER und 777-300ER sowie umgebaute Boeing 777-300ERSF. Für Spotter heißt das: Ein Air-Atlanta-Flugzeug mit 9H-Kennzeichen gehört zur maltesischen Schwester, ein TF-Kennzeichen zu Air Atlanta Icelandic. Welche Länderkennung zu welchem Staat gehört, findest du in Länderkennungen von Flugzeugen.

Airline Sitz ICAO Rufzeichen Kennzeichen Typen (Stand Juli 2026)
Air Atlanta Icelandic Island ABD ATLANTA TF- Boeing 747-400-Frachter
Air Atlanta Europe Malta AAE EUROVIKING 9H- 747-400-Frachter, 777-200ER, 777-300ER, 777-300ERSF

Neue Partnerschaft mit Atlas Air

Im Mai 2026 kündigte die US-Gruppe Atlas Air Worldwide an, sich an Air Atlanta zu beteiligen; am 3. August 2026 war der Kauf von 49 Prozent abgeschlossen. Die übrigen 51 Prozent hält das bisherige Management, Führungsteam und Struktur bleiben laut Atlas bestehen. Zusätzlich hat die Atlas-Tochter Titan die Flugzeuge der Air-Atlanta-Gruppe gekauft und an die beiden Airlines langfristig zurückverleast.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung umfasste die Gruppe laut Atlas 14 Großraumfrachter der Typen 747 und 777 sowie vier Passagier-777. Die Partner wollen kommerziell zusammenarbeiten. Für Spotter ist das spannend, weil damit zwei große 747-Betreiber verbunden sind: Atlas Air mit US-Kennzeichen und Air Atlanta mit isländischen und maltesischen Registrierungen. Auch zur Atlas-Schwester Polar Air Cargo gibt es damit eine Verbindung. Wie sich die Zusammenarbeit auf Einsätze und Bemalungen auswirkt, ist im Oktober 2026 noch offen.

Woran du Air Atlanta Icelandic erkennst

Air Atlanta hat eine eigene Hausbemalung, doch viele Maschinen fliegen in Kunden- oder Neutralfarben. Am sichersten erkennst du die Airline über diese Merkmale:

  • Typ: fast immer eine Boeing 747-400, heute meist als Frachter.
  • Kennzeichen: isländische Registrierung mit TF-. Viele Air-Atlanta-Jumbos tragen Kennzeichen, die mit TF-A beginnen, etwa TF-AAK oder TF-AMH. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
  • Tracker und Funk: ICAO ABD, Rufzeichen ATLANTA – sofern der Flug nicht unter dem Code des Kunden läuft.
  • Einsatzort: Frachtflughäfen, Pilgerverkehr und Charter, selten Linienverkehr in Island.

Achtung Verwechslung

Auch Cargolux, Kalitta Air, National Airlines und Atlas Air fliegen 747-400-Frachter. Das Kennzeichen trennt sie: LX- für Luxemburg, N für die USA, TF- für Island. Ein Jumbo mit TF-Registrierung ist mit großer Wahrscheinlichkeit von Air Atlanta.

Air Atlanta in Deutschland und Europa spotten

Einen Fahrplan wie bei einer Linienairline gibt es bei Air Atlanta nicht. Die Jumbos fliegen dort, wo Kunden Kapazität brauchen – und das wechselt mit Verträgen und Saison. Zeitweise flog Air Atlanta etwa Fracht für Saudia Cargo ab Dschidda, unter anderem nach Brüssel, Amsterdam und zum Flughafen Frankfurt-Hahn. Ob diese Strecken aktuell bedient werden, prüfst du am besten kurz vor deiner Tour.

Gute Chancen hast du generell an Flughäfen mit viel Langstreckenfracht. Dazu zählen der Flughafen Lüttich in Belgien, der regelmäßig 747-Frachter verschiedener ACMI-Airlines sieht – Tipps für den Standort gibt der Spotterplatz am Flughafen Lüttich –, sowie in Deutschland der Flughafen Frankfurt und der Flughafen Leipzig/Halle.

Gute Chancen auf Air Atlanta, wenn …

  • du an einem Frachtflughafen mit viel Langstreckenverkehr stehst
  • du vorher auf dem Tracker nach ABD und TF-Kennzeichen gefiltert hast
  • gerade Hajj-Saison ist und viele gemietete Jumbos unterwegs sind

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Spotterberichten planst – ACMI-Verträge wechseln schnell
  • du eine bestimmte Maschine suchst, die vielleicht gerade auf einem anderen Kontinent fliegt

Eher kein Air-Atlanta-Tag, wenn …

  • du an einem kleinen Regionalflughafen ohne Großraum- oder Frachtverkehr stehst

Weil ein Jumbo-Frachter selten mehrmals am Tag kommt, lohnt sich gute Planung: Schau auf die Betriebsrichtung, prüfe den Sonnenstand für die lange Rumpfseite und sei rechtzeitig da. Wie du an Raritäten herankommst, zeigt Seltene Flugzeuge spotten.

Sicherheit und Regeln

Frachtbereiche sind Sicherheitszonen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, halte Abstand zu Zäunen und Zufahrten und lass die Drohne zu Hause. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Häufige Verwechslungen

  • Air Atlanta mit Atlas Air gleichsetzen – trotz der Beteiligung sind es getrennte Airlines mit eigenen Codes: ABD und AAE bei Air Atlanta, GTI bei Atlas.
  • Air Atlanta mit Atlanta in den USA verbinden – der Name hat mit der Stadt in Georgia nichts zu tun, die Airline ist isländisch.
  • Die Bemalung für den Betreiber halten – im Wet Lease trägt der Jumbo oft Kundentitel, geflogen wird er trotzdem von Air Atlanta.
  • Icelandic und Europe vermischen – TF- steht für Air Atlanta Icelandic, 9H- für Air Atlanta Europe.
  • Jeden Frachter-Jumbo für einen 747-400F halten – BCF und BDSF sind Umbauten mit langem Oberdeck und ohne Bugtür.
  • Passagier-747 noch im Einsatz erwarten – laut Flottenübersicht von Juli 2026 fliegt Air Atlanta Icelandic nur noch Frachter.

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Fazit

Air Atlanta Icelandic ist eine der ungewöhnlichsten Airlines Europas: isländisch im Namen und im Kennzeichen, aber fast überall auf der Welt unterwegs, nur selten zu Hause. Seit 1993 ist die Boeing 747 ihr Markenzeichen – früher als Passagier-Jumbo für Pilger und Charterkunden, heute als 747-400-Frachter. Wer auf TF-Kennzeichen und das Rufzeichen ATLANTA achtet, entdeckt die Airline auch unter fremden Farben.

Kurzfazit

Air Atlanta Icelandic (IATA CC, ICAO ABD, Rufzeichen ATLANTA) ist eine isländische ACMI-Airline mit Schwerpunkt Boeing 747-400, groß geworden mit Hajj- und Wet-Lease-Einsätzen. Seit August 2026 ist Atlas Air Worldwide mit 49 Prozent beteiligt.

Zusammenfassung

  • Air Atlanta Icelandic ist die klassische Airline hinter fremden Flugnummern: Kunde vorne auf dem Ticket, Isländer im Cockpit.
  • Ein TF-Kennzeichen an einem Jumbo ist dein bester Hinweis, der Tracker bestätigt es mit ABD.
  • Die Passagier-747-400 sind heute Geschichte; der Personenverkehr der Gruppe läuft über Boeing 777 der maltesischen Schwester Air Atlanta Europe.
  • Einen Fahrplan gibt es nicht – wer Air Atlanta erwischen will, plant über den Tracker und schaut auf Frachtflughäfen wie Lüttich.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Atlanta Icelandic?

Air Atlanta Icelandic nutzt den IATA-Code CC und den ICAO-Code ABD. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „ATLANTA“. Weil die Airline meist im Auftrag anderer fliegt, steht in der Flugnummer oft der Code des Kunden, auf dem Tracker aber ABD.

Was bedeutet ACMI bei Air Atlanta?

ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance and Insurance. Air Atlanta stellt einem Kunden das komplette Flugzeug mit Besatzung, Wartung und Versicherung, der Kunde verkauft Tickets oder Frachtraum und bestimmt die Strecken. Das Prinzip erklärt der Artikel Wet Lease erklärt.

Welche Flugzeuge fliegt Air Atlanta Icelandic?

Laut einer Flottenübersicht mit Stand Juli 2026 besteht die Flotte von Air Atlanta Icelandic aus acht Boeing 747-400 in Frachtversionen: ab Werk gebaute 747-400F sowie umgebaute 747-400BCF und 747-400BDSF. Die Gruppe insgesamt betreibt laut Atlas Air Worldwide 14 Großraumfrachter der Typen 747 und 777 und vier Passagier-777. Flottenzahlen ändern sich im ACMI-Geschäft schnell.

Fliegt Air Atlanta noch Passagier-Jumbos?

Passagier-747-400 gehörten über viele Jahre zum Kern der Flotte, vor allem für Hajj- und Charterflüge. In der Flottenübersicht von Juli 2026 tauchen bei Air Atlanta Icelandic nur noch Frachter auf. Passagierflüge der Gruppe laufen inzwischen mit Boeing 777 über die Schwester Air Atlanta Europe.

Was hat Air Atlanta mit dem Hajj zu tun?

Sehr viel. Schon 1988 vermietete Air Atlanta Flugzeuge an Air Afrique für Pilgerflüge, 1993 leaste Saudia einen Jumbo der Isländer für den Hajj. Nach eigenen Angaben ist Air Atlanta heute einer der größten ACMI-Anbieter für Hajj-Flüge weltweit. In der Pilgersaison sind die Flugzeuge für Airlines aus Ländern mit vielen Pilgern im Einsatz.

Was ist Air Atlanta Europe?

Air Atlanta Europe ist die Schwester-Airline mit Sitz in Malta. Sie fliegt unter dem ICAO-Code AAE und dem Rufzeichen „EUROVIKING“ mit maltesischen 9H-Kennzeichen. Eine erste Air Atlanta Europe gab es schon Anfang der 2000er-Jahre in Großbritannien; 2021 wurde der Name mit einem maltesischen AOC neu belebt, zunächst für Passagier-777.

Gehört Air Atlanta jetzt zu Atlas Air?

Teilweise. Atlas Air Worldwide hat am 3. August 2026 eine Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent abgeschlossen. 51 Prozent hält das bisherige Management, Führung und Struktur bleiben laut Atlas bestehen. Zusätzlich hat die Atlas-Tochter Titan die Flugzeuge der Gruppe gekauft und an Air Atlanta zurückverleast.

Kann ich Air Atlanta in Deutschland sehen?

Ja, aber ohne festen Plan. Air Atlanta fliegt dort, wo die Kunden gerade Kapazität brauchen. Zeitweise flogen die Jumbos etwa Fracht für Saudia, unter anderem nach Frankfurt-Hahn. Deine besten Chancen hast du an Frachtflughäfen; filtere vorher auf dem Tracker nach ABD.

Air Atlanta Icelandic im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Boeing 747-400

Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.

Flugzeugtyp

Boeing 747-400F und 747-400ERF

Der werksneue Frachtjumbo mit hochklappbarer Nase: Woran du 747-400F und 400ERF erkennst, wie du sie von Umbaufrachtern und der 747-8F trennst und wer sie Stand Oktober 2026 noch fliegt.

Flugzeugtyp

Boeing 747-400M Combi

Vorn Passagiere, hinten Paletten: Die Boeing 747-400M Combi war der letzte Jumbo mit gemischtem Hauptdeck. So erkennst du sie, warum KLM sie prägte und was aus den 61 Maschinen wurde.

Flugzeugtyp

Boeing 777-200ER

Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.

Flugzeugtyp

Boeing 777-300ERSF

Ein 74 Meter langer 777-Rumpf ohne Fensterreihe: Die 777-300ERSF ist der größte zweistrahlige Frachter, den es heute gibt – entstanden aus gebrauchten 777-300ER. So erkennst du ihn und trennst ihn von der werksneuen 777F.

Flugzeugtyp

Boeing 707-320 Intercontinental

Vier Triebwerke unter gepfeilten Flügeln, ein spitzer Antennendorn auf der Seitenflosse und Platz für den Nordatlantik: Die 707-320 Intercontinental war die erste echte Langstrecken-707. Als Airliner ist sie Geschichte – als AWACS, Tanker und Museumsstück lebt sie weiter.

Flugzeugtyp

Lockheed L-1011 TriStar

Drei Rolls-Royce-Triebwerke, eines davon tief im Heck versteckt: Die Lockheed TriStar war der elegante, technisch ambitionierte Gegenspieler der DC-10 – und in Düsseldorf jahrzehntelang das Gesicht der LTU.

Weitere Airlines

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

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Wo du Air Atlanta Icelandic vor die Linse bekommst

Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

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Planetrack Redaktion

Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

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