Tecnam P2006T

Hoher Flügel, zwei kleine Rotax-Motoren, Zweiblattpropeller und ein Fahrwerk, das in seitliche Rumpfverkleidungen verschwindet: Die Tecnam P2006T ist der Zweimot, auf dem viele Flugschüler ihre ersten Stunden mit zwei Motoren fliegen.

Auch bekannt als: P2006T · P2006T MkII · P2006T NG · P2006T NG Sport · P2006T SMP · P2006 VELT · T-2006A

ItalienTecnamAllgemeine LuftfahrtICAO-Typcode: P06T11 Min. Lesezeit

P06T

ICAO-Typcode

2007

Erstflug

4

Sitzplätze

11,4 m

Spannweite

Das Wichtigste in Kürze

  • Die P2006T ist ein viersitziger Leicht-Zweimot des italienischen Herstellers Tecnam, angetrieben von zwei Rotax-Motoren mit je rund 100 PS.
  • Ihr Hauptjob ist die Ausbildung: Flugschulen nutzen sie weltweit für die Klassenberechtigung MEP und die Mehrmotor-Phase der Berufspilotenausbildung.
  • Schnellster Erkennungsweg: hoher Flügel, kleine Gondeln mit Zweiblattpropellern und ein Einziehfahrwerk, das in seitliche Rumpfverkleidungen klappt.
  • Die Rotax-Motoren laufen mit Autobenzin oder Avgas und verbrauchen laut Tecnam zusammen nur rund 14 Liter pro Stunde.
  • Im Flugplan und in Tracking-Apps läuft der Typ unter dem ICAO-Code P06T.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Tecnam P2006T?
  2. 2.Entstehung und Entwicklung
  3. 3.Warum Flugschulen auf die P2006T setzen
  4. 4.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  5. 5.Varianten: MkII, NG und Sonderausführungen
  6. 6.P2006T, DA42, Seneca oder Baron?
  7. 7.Wo du die P2006T antriffst
  8. 8.Fototipps für die P2006T
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerCostruzioni Aeronautiche Tecnam, Capua (Italien)
ICAO-TypcodeP06T
BauartZweimotoriger Schulterdecker in Ganzmetallbauweise mit Kolbenmotoren und Einziehfahrwerk
KonstrukteurLuigi Pascale
Erstflug13. September 2007 in Capua
ZulassungEASA (CS-23) 2009, FAA (Part 23) 2010; P2006T NG EASA-zugelassen 2025
Triebwerke2 × Rotax 912 S3 mit je rund 98 PS; bei der NG 2 × Rotax 912 iSc3 mit je 100 PS
PropellerZweiblatt-Verstellpropeller von MT, voll in Segelstellung zu bringen
Sitzplätze4 (Pilot plus drei Personen)
Länge8,7 m
Spannweite11,4 m
Max. Startgewicht1.290 kg (P2006T NG)
Tankinhalt200 Liter, Mogas oder Avgas
Reisegeschwindigkeit (Herstellerangabe NG)bis rund 148 Knoten (ca. 274 km/h)
Reichweite (Herstellerangabe NG)bis rund 930 NM (ca. 1.720 km)
Cockpit (aktuelle Versionen)Garmin G1000 NXi mit Autopilot GFC 700

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Gerader, hoch am Rumpf angesetzter Flügel – ein Schulterdecker, die beiden Motorgondeln sitzen direkt am Flügel
  • Kleine, schlanke Motorgondeln mit je einem Zweiblattpropeller; der Klang erinnert eher an ein Ultraleicht als an einen klassischen Zweimot
  • Einziehfahrwerk: Das Hauptfahrwerk klappt in seitliche Verkleidungen am unteren Rumpf, die auch bei ausgefahrenem Fahrwerk als kleine „Wülste“ sichtbar sind
  • Kurzer, kompakter Rumpf mit großen Seitenfenstern und Sitzen nebeneinander – rund 8,7 m lang
  • Bugrad vorn, im Flug sauber eingefahren – ein Hochdecker-Zweimot dieser Größe mit verschwundenen Rädern ist fast immer eine P2006T
  • Im Tracker als P06T; in Deutschland mit Kennzeichen der Gruppe D-G

Aktualisiert: Oktober 2026 – Über dem Flugplatz zieht ein kleiner Zweimot seine Platzrunden, setzt auf, gibt wieder Gas und hebt erneut ab. Der Flügel sitzt hoch, die Motoren klingen erstaunlich leise, und nach dem Abheben verschwinden die Räder in kleinen Verkleidungen an der Rumpfseite: Sehr wahrscheinlich siehst du eine Tecnam P2006T. Der Viersitzer aus Italien ist einer der Typen, auf denen weltweit angehende Berufspilotinnen und -piloten das Fliegen mit zwei Motoren lernen. Hier erfährst du, wie du ihn erkennst, was die Varianten unterscheidet und wo du ihn vor die Linse bekommst.

P06T im Hangar abhaken

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Was ist die Tecnam P2006T?

Die P2006T ist ein viersitziges, zweimotoriges Leichtflugzeug in Ganzmetallbauweise. Gebaut wird sie von Costruzioni Aeronautiche Tecnam in Capua nördlich von Neapel, entworfen hat sie Luigi Pascale – einer der beiden Gründerbrüder, die zuvor schon bei Partenavia Flugzeuge konstruiert hatten. Das „T“ im Namen steht für „Twin“, ursprünglich lief das Projekt als P2006 VELT, kurz für „Very Light Twin“.

Das Konzept ist ungewöhnlich: Statt schwerer, luftgekühlter Flugmotoren von Lycoming oder Continental, wie sie in klassischen Zweimots stecken, nutzt Tecnam zwei Rotax-Motoren, die man sonst vor allem aus Ultraleicht- und Leichtflugzeugen kennt. Die älteren Versionen haben den Rotax 912 S3 mit knapp 100 PS, die aktuelle NG den einspritzenden 912 iSc3 mit 100 PS. Beide laufen mit bleifreiem Autobenzin oder mit Avgas. Für die NG nennt Tecnam einen Gesamtverbrauch von rund 14 Litern pro Stunde – für einen Zweimot ein sehr niedriger Wert.

Trotzdem bietet die P2006T alles, was ein „komplexes“ Mehrmotor-Flugzeug ausmacht: Verstellpropeller, die sich bei einem Motorausfall in Segelstellung bringen lassen, und ein Einziehfahrwerk. Genau diese Kombination aus vollständiger Mehrmotor-Technik und niedrigen Betriebskosten hat sie zum Liebling der Flugschulen gemacht.

P06TICAO-Typcode in Tracking-Diensten und Registern
2 × 100 PSRotax-Motoren, betankbar mit Mogas oder Avgas
1.290 kgmaximales Startgewicht der P2006T NG

Entstehung und Entwicklung

Tecnam zeigte die P2006T erstmals 2007 auf der AERO in Friedrichshafen, dem großen Treffpunkt der allgemeinen Luftfahrt am Bodensee. Am 13. September 2007 startete der Prototyp in Capua zum Erstflug. Die europäische Musterzulassung nach CS-23 folgte 2009, die US-Zulassung nach FAR Part 23 im Jahr darauf. Seitdem hat Tecnam das Muster schrittweise weiterentwickelt.

Zeitpunkt Meilenstein
2007 Vorstellung auf der AERO Friedrichshafen
13. September 2007 Erstflug des Prototyps in Capua
2009 EASA-Musterzulassung nach CS-23
2010 FAA-Zulassung nach FAR Part 23
2015 Vorstellung der Sonderausführung SMP für Überwachungsaufgaben
2016 NASA beginnt mit dem Umbau einer P2006T zur X-57 Maxwell
April 2024 Vorstellung der P2006T NG auf der AERO
Anfang 2025 EASA-Zulassung der P2006T NG

Nach Angaben aus Tecnam-Mitteilungen wurde Anfang 2024 die 400. P2006T ausgeliefert. Die Bestellungen reißen nicht ab: Die US Aviation Academy aus Texas meldete eine Rekordbestellung über insgesamt bis zu 90 Tecnam-Flugzeuge (fest und als Option), darunter P2006T MkII. Auch europäische Schulen wie CANAVIA auf Gran Canaria, das irische National Flight Centre oder die französische Hexagone Aviation School haben den Typ in den vergangenen Jahren in ihre Flotten aufgenommen.

Warum Flugschulen auf die P2006T setzen

Wer Berufspilot werden will, braucht neben der Grundausbildung Erfahrung auf mehrmotorigen Flugzeugen – die Klassenberechtigung für mehrmotorige Kolbenflugzeuge, kurz MEP, ist fester Bestandteil der Ausbildung. Wie die verschiedenen Wege ins Cockpit aussehen, erklärt der Beitrag Pilot werden; was der Weg zur Verkehrspilotenlizenz kostet, steht in ATPL-Ausbildung und Kosten.

Für genau diese Phase ist die P2006T gebaut:

Echte Mehrmotor-Technik

Zwei Motoren, Verstellpropeller mit Segelstellung und Einziehfahrwerk: Flugschüler üben an ihr alles, was die MEP-Prüfung verlangt, inklusive simuliertem Triebwerksausfall.

Niedrige Betriebskosten

Die leichten Rotax-Motoren verbrauchen wenig und vertragen Autobenzin. Für einen Zweimot sind die Betriebskosten dadurch vergleichsweise niedrig.

Modernes Glascockpit

Aktuelle Maschinen fliegen mit dem Garmin G1000 NXi und dem Autopiloten GFC 700. Das passt zur Instrumentenflug-Ausbildung und zu den Cockpits, die später in der Airline warten.

Gutmütiges Flugverhalten

Mit einer Überziehgeschwindigkeit von rund 56 Knoten bei ausgefahrenen Klappen und kurzen Start- und Landestrecken kommt die P2006T auch auf kleineren Plätzen zurecht.

Für Spotter bedeutet das: Wo eine Flugschule mit Mehrmotor-Ausbildung sitzt, ist die P2006T oft im Dauereinsatz. Platzrunden, Durchstartübungen und Instrumentenanflüge sorgen dafür, dass du sie an einem Nachmittag mehrfach siehst. Was den Unterschied zwischen Sicht- und Instrumentenflug ausmacht, erklärt VFR und IFR.

Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Leichte Zweimots wirken auf den ersten Blick ähnlich. Bei der P2006T kommst du aber mit vier Beobachtungen schnell zum Ziel.

Flügelposition prüfen

Der gerade Flügel sitzt hoch an der Rumpfschulter. Die meisten anderen Schul-Zweimots – DA42, Seneca, Baron – sind Tiefdecker. Damit fällt die P2006T sofort aus der Reihe.

Gondeln und Propeller ansehen

Die Motorgondeln sind auffallend klein und schlank, an jeder dreht ein Zweiblattpropeller. Bei klassischen Zweimots mit großen Boxermotoren wirken die Gondeln deutlich wuchtiger.

Rumpfseiten anschauen

Am unteren Rumpf sitzen seitliche Verkleidungen, in die das Hauptfahrwerk einfährt. Auch am Boden sind diese Wülste gut zu erkennen.

Im Flug auf die Räder achten

Ein Schulterdecker-Zweimot ohne sichtbares Fahrwerk in dieser Größe ist ein starkes Indiz. Die größere P2012 hat ihre Räder immer draußen.

Dazu kommt der Klang: Die Rotax-Motoren surren höher und leiser als die tiefen Boxer einer Seneca oder Baron. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. In Deutschland tragen mehrmotorige Flugzeuge bis 2.000 kg Kennzeichen der Gruppe D-G – mehr dazu in Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen und allgemein in Flugzeugkennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp: Im Platzrundenverkehr bestimmen

Flugschulflugzeuge sieht man oft im Queranflug oder Endanflug von schräg unten. Achte dann auf die Unterseite: Hochflügel, zwei kleine Gondeln und keine Räder im Reiseflug – erst im Endanflug fährt das Fahrwerk aus den seitlichen Verkleidungen heraus.

Varianten: MkII, NG und Sonderausführungen

Alle Versionen teilen Grundauslegung, Rumpf und Flügel. Die Unterschiede stecken in Motoren, Gewicht, Ausstattung und Einsatzzweck.

Version Merkmale
P2006T (erste Serie) Rotax 912 S3, geringeres maximales Startgewicht als die NG, analoge Instrumente oder frühes Glascockpit
P2006T MkII Weiterentwickelte Standardausführung mit Garmin G1000 NXi
P2006T NG Rotax 912 iSc3 mit Einspritzung, 1.290 kg Startgewicht, überarbeitete Türen, neues Gepäckfach, EASA-Zulassung 2025
P2006T NG Sport NG mit hochwertigerer Innenausstattung für Privatkunden
P2006T SMP / MMA Sonderausführungen für Überwachung, Vermessung, Seeraumbeobachtung und Suchflüge
T-2006A Bezeichnung der von der italienischen Luftwaffe geleasten Maschinen

Für Spotter ist die NG von außen nur schwer von der MkII zu unterscheiden. Hilfreich sind Details an Türen und Gepäckfach, sicher wirst du aber erst über das Kennzeichen und die Registerdaten.

Spannender sind die Sonderausführungen: Die Special Mission Platform trägt je nach Auftrag Sensorgehäuse oder Kamerakuppeln unter dem Rumpf. Solche Maschinen fliegen etwa für Polizei, Küstenwachen, Forstbehörden oder Vermessungsfirmen und tauchen oft unregelmäßig auf. Eine besondere Fußnote ist die NASA X-57 Maxwell: Für das elektrische Versuchsflugzeug nutzte die NASA eine P2006T als Ausgangsbasis. Das Programm endete 2023, ohne dass die X-57 abgehoben hat.

P2006T, DA42, Seneca oder Baron?

An Schulflugplätzen begegnen dir mehrere leichte Zweimots. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: leichter Zweimot am Schulflugplatz

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Tecnam P2006T

Hochflügel, kleine Rotax-Gondeln und Zweiblattpropeller sind das typische P2006T-Bild. Fährt das Fahrwerk ein, ist die Sache praktisch klar.

Wahrscheinlich

Diamond DA42 oder DA62

T-Leitwerk, langer schlanker Tiefflügel und Verbundbauweise sprechen für Diamond. Die DA42 ist ebenfalls ein verbreiteter Schul-Zweimot, die DA62 ist größer.

Wahrscheinlich

Piper Seneca oder Beechcraft Baron

Ein Tiefdecker mit klassischem Leitwerk und kräftigen Boxermotoren deutet auf die klassischen US-Zweimots. Prüf jetzt Rumpfform und Tür, um sie auseinanderzuhalten.

Die Diamond DA42 Twin Star ist der härteste Konkurrent der P2006T in der Ausbildung. Sie ist ein Tiefdecker aus Verbundwerkstoff mit T-Leitwerk und Dieselmotoren und lässt sich damit leicht unterscheiden. Die Piper PA-34 Seneca und die Beechcraft Baron sind größere, schwerere Tiefdecker mit klassischen Flugmotoren; beide waren lange die Standard-Trainer für die Mehrmotor-Ausbildung, ehe die leichten Europäer aufkamen.

Innerhalb der Tecnam-Familie trennst du die P2006T von der P2012 Traveller über Größe und Fahrwerk: Die P2012 ist ein Neunsitzer mit festem Fahrwerk und langer Fensterreihe. Verwechslungsgefahr besteht auch mit der älteren Partenavia P.68, ebenfalls ein Hochdecker-Zweimot aus der Feder von Luigi Pascale – sie ist aber größer und hat ein festes Fahrwerk. Allgemeine Unterscheidungshilfen für die kleine Fliegerei findest du in Kleinflugzeuge erkennen.

Wo du die P2006T antriffst

Flugschul-Zweimots gezielt finden

Setz die P2006T auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine in der Nähe anfliegt oder landet. Auf der Spot-Karte siehst du, wo andere Spotter sie schon erwischt haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Anders als Verkehrsflugzeuge folgt die P2006T keinem Flugplan. Sie fliegt dort, wo Flugschulen ihre Mehrmotor-Ausbildung anbieten – an Verkehrslandeplätzen, Regionalflughäfen und kleineren Plätzen mit Instrumentenanflug. Typisch sind Übungsflüge mit vielen Anflügen hintereinander, oft vormittags und nachmittags in festen Slots.

Deutschland, Österreich und die Schweiz

Im deutschsprachigen Raum ist die P2006T bei mehreren Flugschulen und Vereinen im Einsatz, die Bestände ändern sich aber laufend. Statt dich auf ältere Listen zu verlassen, suchst du am besten im Tracking-Dienst nach dem Code P06T und schaust, an welchen Plätzen die Maschinen regelmäßig starten und landen. In der Schweiz tragen solche Zweimots Kennzeichen mit HB-L, in Österreich mit OE-F – Hinweise zur Systematik geben Schweizer HB-Kennzeichen und Österreichische OE-Kennzeichen.

Wie du kleine Plätze überhaupt findest, zeigt Kleine Flugplätze auf Karten finden. Was Spotting abseits der Großflughäfen ausmacht, steht in Spotting an kleinen Regionalflughäfen, eine Übersicht lohnender Plätze in Regionalflughäfen in Deutschland für Spotter. Und wer sich generell für die kleine Fliegerei begeistert, findet in General Aviation spotten den passenden Einstieg.

Messen und Sonderfälle

Eine sichere Bank ist die AERO in Friedrichshafen am Flughafen Friedrichshafen: Tecnam ist dort regelmäßig vertreten und hat auf der Messe sowohl die P2006T als auch die NG erstmals gezeigt. Sonderausführungen für Behörden und Vermessung sind dagegen schwer vorherzusagen – hier helfen nur Tracking und Tipps aus der Community.

Ort Trefferchance Warum
Plätze mit Mehrmotor-Flugschulen hoch Täglicher Schulbetrieb mit vielen Platzrunden und Anflügen
AERO Friedrichshafen hoch Tecnam stellt dort regelmäßig aus
Regionalflughäfen mit Instrumentenanflug mittel Übungsanflüge von Schulmaschinen aus der Umgebung
Große Drehkreuze niedrig Kaum Schulbetrieb, höchstens Überführungen

Flotten ändern sich

Flugschulen kaufen, verkaufen und verchartern ihre Maschinen oft kurzfristig. Prüf vor deiner Tour im Tracking-Dienst, ob gerade eine P06T in deiner Region unterwegs ist. Wie selten deine Sichtung tatsächlich ist, hilft dir Seltenheit einer Sichtung einschätzen einzuordnen.

Fototipps für die P2006T

Ein kleiner Kolben-Zweimot verlangt eine andere Herangehensweise als ein Airliner. Ein paar Punkte machen den Unterschied.

Propeller drehen lassen

Mit sehr kurzer Belichtungszeit frierst du die Zweiblattpropeller ein, und das Flugzeug wirkt wie geparkt. Wähle längere Zeiten und zieh mit – wie, zeigt Propeller fotografieren.

Fahrwerk in Bewegung

Kurz nach dem Abheben oder im Endanflug siehst du das Fahrwerk ein- oder ausfahren. Ein Bild mit halb eingeklappten Rädern zeigt das typische Merkmal besonders schön.

Wenig Brennweite

Bei 11,4 m Spannweite und Rollwegen dicht am Zaun reicht an kleinen Plätzen oft ein mittleres Tele.

Licht im Rücken

Die meist weißen Rümpfe reflektieren stark. Flaches Licht von hinten bringt Konturen und Kennzeichen am besten heraus.

Wann das Licht an deinem Spot passt, planst du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot.

Bereit für deine P2006T-Session?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich weiß, an welchem Platz in meiner Nähe eine P06T regelmäßig fliegt.
  • Ich kenne einen Standort, an dem ich mich legal aufhalten darf.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
  • Meine Kamera ist auf Mitzieher mit längerer Belichtungszeit eingestellt.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die P2006T, wenn …

  • der Flügel hoch an der Rumpfschulter sitzt
  • die Gondeln klein sind und Zweiblattpropeller tragen
  • das Fahrwerk in seitliche Rumpfverkleidungen einfährt
  • im Tracking-Dienst P06T als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • Sensorgehäuse unter dem Rumpf hängen – dann ist es wohl eine Sonderausführung
  • der Hochdecker-Zweimot größer wirkt und das Fahrwerk draußen bleibt – Partenavia P.68?
  • du nur das Seitenprofil am Boden siehst und die Fahrwerksverkleidungen verdeckt sind

Es ist keine P2006T, wenn …

  • der Flügel unten am Rumpf sitzt, wie bei DA42, Seneca oder Baron
  • eine lange Fensterreihe und festes Fahrwerk zu sehen sind – dann eher die P2012
  • nur ein Motor in der Nase sitzt, etwa bei Cessna 172 oder Diamond DA40
  • die Gondeln Turbinenauspuffe zeigen und es pfeift statt surrt

Fazit

Die Tecnam P2006T ist kein spektakuläres Flugzeug, aber ein ungemein wichtiges: Für viele Airline-Pilotinnen und -Piloten war sie das erste Flugzeug mit zwei Motoren. Hochflügel, kleine Rotax-Gondeln mit Zweiblattpropellern und das Einziehfahrwerk in seitlichen Verkleidungen liefern den Typ, das Kennzeichen die Variante. Wer an einem Platz mit Flugschulbetrieb steht, hat gute Chancen, sie mehrmals am Tag zu sehen.

Kurzfazit

Schulterflügel, zwei kleine Rotax-Motoren, Zweiblattpropeller und ein Fahrwerk, das in die Rumpfseiten klappt: Das ist die P2006T. Gezielt findest du sie über den Code P06T – am sichersten an Flugplätzen mit Mehrmotor-Ausbildung und auf der AERO in Friedrichshafen.

Zusammenfassung

  • Die P2006T flog erstmals im September 2007 in Capua, erhielt 2009 die EASA- und 2010 die FAA-Zulassung.
  • Mit Varianten wie MkII, NG und Sonderausführungen für Überwachung ist sie zu einem der verbreitetsten Mehrmotor-Trainer der Gegenwart geworden.
  • Von Diamond DA42, Piper Seneca und Beechcraft Baron trennst du sie sofort über die Flügelposition, von der größeren P2012 über das Einziehfahrwerk.
  • Zu sehen ist sie vor allem an Flugplätzen mit Flugschulbetrieb – Platzrunden, Touch-and-Go und Übungsanflüge machen sie dort zum häufigen Gast.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Tecnam P2006T?

Die P2006T läuft unter P06T. Unter diesem Code findest du sie in Tracking-Diensten und Registerdaten. Ob MkII, NG oder eine Sonderausführung vor dir steht, klärt erst das Kennzeichen.

Warum ist die P2006T bei Flugschulen so beliebt?

Sie bringt alles mit, was eine Mehrmotor-Ausbildung verlangt – zwei Motoren, Verstellpropeller mit Segelstellung und Einziehfahrwerk –, ist aber leicht und sparsam. Tecnam gibt für die NG einen Gesamtverbrauch von rund 14 Litern pro Stunde an. Dazu kommt ein modernes Glascockpit, das auf den späteren Airline-Alltag vorbereitet.

Welche Motoren hat die P2006T?

Zwei flüssigkeitsgekühlte Vierzylinder-Boxer von Rotax: bei den älteren Versionen der 912 S3 mit rund 98 PS, bei der P2006T NG der einspritzende 912 iSc3 mit 100 PS. Beide laufen mit bleifreiem Autobenzin oder mit Avgas.

Was ist neu an der P2006T NG?

Tecnam stellte die NG im April 2024 auf der AERO in Friedrichshafen vor, die EASA-Zulassung folgte Anfang 2025. Sie hat die Rotax-Motoren mit Einspritzung, ein höheres Höchstabfluggewicht von 1.290 kg, überarbeitete Türen, ein neues Gepäckfach und laut Hersteller über 300 Detailverbesserungen gegenüber der MkII.

Wie unterscheide ich P2006T und P2012 Traveller?

Beide sind Schulterdecker von Tecnam, aber die P2012 ist viel größer, hat ein festes Fahrwerk, eine lange Fensterreihe für neun Passagiere und kräftige Lycoming- oder Continental-Motoren. Die P2006T ist ein kompakter Viersitzer mit Einziehfahrwerk.

Was hat die P2006T mit der NASA zu tun?

Die NASA wählte die P2006T als Basis für ihr elektrisches Versuchsflugzeug X-57 Maxwell. Rumpf und Leitwerk stammten von der Tecnam, Flügel und Antrieb sollten durch elektrische Komponenten ersetzt werden. Das Programm wurde 2023 beendet, ohne dass die X-57 geflogen ist.

Wird die P2006T auch militärisch genutzt?

Ja, in kleinem Umfang. Die italienische Luftwaffe hat einige Maschinen unter der Bezeichnung T-2006A geleast, dazu kommen Sonderausführungen für Überwachung, Vermessung und Seeraumbeobachtung bei Behörden in mehreren Ländern.

Tecnam P2006T sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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