Das Wichtigste in Kürze
- Die PA-46 ist eine sechssitzige Einmot mit Druckkabine: Erstflug des Prototyps 1979, Zulassung der Malibu 1983, seither in vielen Versionen gebaut.
- Zwei Welten in einer Familie: Kolbenmotor bei Malibu, Mirage, Matrix und M350 (Code PA46), Propellerturbine bei Meridian/M500, M600 und M700 (Code P46T).
- Schnellster Erkennungsweg zur Version: Nasenlänge und Propellerblätter zählen – drei Blätter Kolben, vier meist M500, fünf M600, M700 oder eine M500 mit optionalem Fünfblattpropeller.
- Die M600/SLS und die M700 Fury haben das HALO-System mit Garmin Autoland, das im Notfall selbstständig auf einem geeigneten Flughafen landet.
- In Deutschland laufen die Kolbenversionen in der Regel unter D-E, die schwereren Turboprops unter D-F.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Piper PA-46?
- 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.Die Versionen im Überblick
- 4.Die Turboprops: Meridian, M500, M600 und M700 Fury
- 5.PA-46, TBM, PC-12 oder Cirrus?
- 6.Wo du die PA-46 antriffst
- 7.Fototipps speziell für die PA-46
- 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 9.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Piper Aircraft (Vero Beach, Florida) |
|---|---|
| Produktfamilie | PA-46, heute von Piper als M-Class vermarktet |
| ICAO-Typcodes | PA46 (Kolbenversionen), P46T (Turbopropversionen) |
| Erstflug Prototyp | 30. November 1979 (PA-46-300T) |
| Zulassung Malibu | September 1983 (FAA) |
| Bauweise | Ganzmetall-Tiefdecker mit Einziehfahrwerk, Druckkabine (außer Matrix) |
| Sitzplätze | 6, hinten vier Sitze gegenüber (Club-Anordnung) |
| Triebwerk M350 | 1 × Lycoming TIO-540-AE2A, Sechszylinder mit Turbolader, 350 PS |
| Triebwerk M500 | 1 × Pratt & Whitney Canada PT6A-42A, 500 WPS |
| Triebwerk M600 | 1 × Pratt & Whitney Canada PT6A-42A, 600 WPS |
| Triebwerk M700 Fury | 1 × Pratt & Whitney Canada PT6A-52, 700 WPS |
| Länge | rund 8,8 m (M350) bis rund 9,0 m (Turbopropversionen) |
| Spannweite | rund 13,1 m |
| Höhe | rund 3,4 bis 3,5 m |
| Max. Startgewicht | rund 2.310 kg (Meridian/M500), rund 2.720 kg (M600) |
| Max. Reisegeschwindigkeit (Herstellerangabe) | rund 395 km/h (M350) bis rund 557 km/h (M700) |
| Max. Reichweite (Herstellerangabe) | rund 2.490 km (M350), rund 1.850 km (M500), rund 3.430 km (M700) |
| Max. Flughöhe | 25.000 ft (M350), 30.000 ft (M500) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Schlanker Tiefdecker mit Einziehfahrwerk und schmalem, rundem Rumpf
- Mehrere kleine, abgerundete Kabinenfenster – typisch für die Druckkabine
- Zweiteilige Einstiegstür hinten links hinter dem Flügel, das Unterteil dient als Treppe
- Gerader, trapezförmiger Flügel und ein hohes, nach hinten gepfeiltes Seitenleitwerk
- Kolbenversion: kurze, kompakte Nase mit Dreiblattpropeller (M350, Mirage)
- Turboprop: deutlich längere Nase mit Auspuffstutzen links und rechts und großem Lufteinlass unter dem Spinner; ab Werk meist vier Blätter bei der M500 (fünf optional), fünf bei M600 und M700
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker, weißer Tiefdecker rollt am Verkehrslandeplatz vor, die kleinen runden Fenster wirken fast wie bei einem Bullauge, und hinten links klappt eine Tür mit eingebauter Treppe herunter: Das ist sehr wahrscheinlich eine Piper PA-46. Ob du eine Kolben-Malibu, eine M350 oder einen der Turboprops M500, M600 oder M700 Fury vor dir hast, verraten dir zwei Blicke – auf die Nase und auf den Propeller. Diese Seite zeigt dir, wie das geht, welche Versionen es gibt und wo du die Familie in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor die Kamera bekommst.
Malibu und M600 im Hangar sammeln
Mit Planetrack postest du jede PA-46-Sichtung mit Foto, Kennzeichen und Flugplatz und hakst Kolben- und Turbinenversion getrennt in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Piper PA-46?
Die PA-46 ist ein sechssitziges, einmotoriges Reiseflugzeug mit Druckkabine. Gebaut ist sie als Ganzmetall-Tiefdecker mit Einziehfahrwerk. In der Kabine sitzen vorn Pilot und Kopilot nebeneinander, dahinter vier Passagiere in Club-Anordnung, also jeweils zwei Sitze gegenüber. Für eine Einmot ist das ungewöhnlich komfortabel – und genau darin lag von Anfang an die Idee: ein Flugzeug für Eigner, die selbst fliegen und mit Familie oder Geschäftspartnern über das Wetter steigen wollen, ohne Sauerstoffmaske und ohne die Kosten einer Zweimot.
Hersteller ist Piper Aircraft aus Vero Beach in Florida. Der Prototyp PA-46-300T flog am 30. November 1979 zum ersten Mal, damals noch ohne Druckkabine. Im November 1982 stellte Piper die Malibu offiziell vor, im September 1983 folgte die Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA, kurz darauf liefen die ersten Auslieferungen. Die Malibu galt damals als direkte Konkurrentin der Cessna P210, des anderen einmotorigen Druckkabinenflugzeugs auf dem Markt.
Seitdem ist die Familie immer weiter gewachsen. Heute vermarktet Piper sie als M-Class: die M350 mit Kolbenmotor und die Turboprops M500 und M700 Fury. Mehr zum Hersteller und seinen anderen Modellen findest du auf der Seite zu Piper Aircraft.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Bei kleinen Tiefdeckern verwechselt man schnell mal eine Bonanza mit einer Cirrus oder einer Mooney. Die PA-46 hat aber ein paar Details, die du nach einmal bewusstem Hinsehen nicht mehr übersiehst.
Kleine runde Fenster
Eine Druckkabine braucht kleinere, stärker abgerundete Fenster als ein normales Kleinflugzeug. Die PA-46 zeigt deshalb eine Reihe kompakter Kabinenfenster statt der großen, eckigen Scheiben einer Cirrus oder Bonanza.
Tür hinten links
Eingestiegen wird nicht über den Flügel, sondern durch eine zweiteilige Tür hinter dem Flügel auf der linken Seite. Das Unterteil klappt herunter und dient als kleine Treppe – fast wie bei einem Business-Jet.
Nase und Propeller
Kurze Nase mit drei Blättern heißt Kolbenmotor. Eine lange, schlanke Nase mit Auspuffstutzen auf beiden Seiten heißt Turbine – dann zählst du die Blätter für die genaue Version.
Passt diese Kombination, bist du sicher bei der PA-46. Die Version bestätigt am Ende das Kennzeichen. In Deutschland hilft schon der Klassenbuchstabe: Die Kolbenversionen bleiben in der Regel unter zwei Tonnen und tragen D-E, die schwereren Turboprops liegen darüber und laufen unter D-F. Wie die Klassen genau eingeteilt sind, erklärt der Beitrag Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen und Gewichtsklassen.
Praxis-Tipp: auf die Auspuffe achten
Bei Turbopropversionen siehst du hinter dem Propeller auf jeder Seite einen kurzen, nach hinten gebogenen Auspuffstutzen. Bei laufendem Triebwerk flimmert dort die heiße Luft. Fehlt das und die Nase wirkt kompakt, steht eine Kolben-PA-46 vor dir.
Die Versionen im Überblick
Über mehr als vier Jahrzehnte hat Piper die PA-46 in vielen Varianten gebaut. Die Zahl im offiziellen Modellnamen steht dabei grob für die Motorleistung, die Endung P für „pressurized“ (Druckkabine) und TP für Turboprop.
| Version | Modellbezeichnung | Antrieb | Bauzeit | Erkennungshinweis |
|---|---|---|---|---|
| Malibu | PA-46-310P | Continental TSIO-520, 310 PS | 1983–1988 | Kolbennase |
| Malibu Mirage / M350 | PA-46-350P | Lycoming TIO-540, 350 PS | seit 1988 | Kolbennase, Dreiblattpropeller |
| Malibu Matrix | PA-46R-350T | Lycoming TIO-540, 350 PS | 2008–2015 | wie Mirage, aber ohne Druckkabine |
| Malibu Meridian / M500 | PA-46-500TP | PT6A-42A, 500 WPS | seit 2000 | Turbinennase, meist Vierblattpropeller (fünf optional) |
| M600, M600/SLS | PA-46-600TP | PT6A-42A, 600 WPS | 2016–2024 | Turbinennase, Fünfblattpropeller |
| M700 Fury | PA-46-701TP | PT6A-52, 700 WPS | seit 2024 | Turbinennase, Fünfblattpropeller |
Die Mirage war der große Schritt: Ab dem Modelljahr 1989 ersetzte Piper den Continental-Motor der ersten Malibu durch einen Lycoming. Unter dem Namen M350 läuft diese Linie bis heute weiter, laut Piper mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 395 km/h, einer maximalen Reichweite von rund 2.490 Kilometern und einer zugelassenen Flughöhe von 25.000 Fuß. Im Cockpit sitzt bei aktuellen Maschinen ein Garmin G1000 NXi.
Die Matrix ist ein Sonderfall. Piper bot sie als günstigere Kolbenversion ohne Druckkabine an, gedacht für Piloten, die ohnehin mit Sauerstoff fliegen oder nicht so hoch hinauswollen. Von außen gleicht sie der Mirage fast vollständig.
Die M700 am Heimatplatz nicht verpassen
Setz ein bestimmtes Kennzeichen oder den Typ auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn die Maschine im Anflug ist. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die Turboprops: Meridian, M500, M600 und M700 Fury
Ende der 1990er-Jahre ging Piper den nächsten Schritt und baute eine PT6A-Turbine von Pratt & Whitney Canada in die Malibu-Zelle. Die Malibu Meridian wurde im September 2000 zugelassen, im November 2000 gingen die ersten Exemplare an Kunden. Heute heißt sie M500. Piper nennt für sie eine Höchstgeschwindigkeit von rund 482 km/h, eine maximale Reichweite von rund 1.850 Kilometern und eine zugelassene Flughöhe von 30.000 Fuß. Der serienmäßige Hartzell-Vierblattpropeller – optional gibt es einen Fünfblatt-Verbundpropeller – lässt sich in Segelstellung bringen und für die Landung auf Umkehrschub stellen. Mehr zum Triebwerkshersteller steht auf der Seite zu Pratt & Whitney.
Mit der M600 legte Piper 2016 nach. Die FAA-Zulassung kam am 18. Juni 2016. Die Turbine leistet hier 600 WPS, dazu bekam das Flugzeug einen neuen Flügel mit deutlich mehr Tankvolumen und ein Garmin-G3000-Cockpit mit Touchscreen-Bedienung. Das maximale Startgewicht stieg auf rund 2.720 Kilogramm. Die im Oktober 2019 angekündigte Variante M600/SLS brachte ab 2020 das Sicherheitspaket HALO mit Garmin Autoland.
Seit 2024 ist die M700 Fury das Spitzenmodell. Sie wurde im Februar 2024 vorgestellt, erhielt am 29. Februar 2024 die FAA-Zulassung und übernimmt den Platz der M600 im Programm. Statt der PT6A-42A sitzt die stärkere PT6A-52 mit 700 WPS in der Nase. Piper nennt eine Höchstgeschwindigkeit von 301 Knoten, also rund 557 km/h, und eine maximale Reichweite von rund 3.430 Kilometern.
HALO und Garmin Autoland
Wird der Pilot einer M600/SLS oder M700 handlungsunfähig, kann ein Passagier per Knopfdruck eine automatische Landung auslösen. Das System sucht einen geeigneten Flughafen, informiert die Flugsicherung, fliegt den Anflug und bremst das Flugzeug auf der Piste bis zum Stillstand. Was Notfall-Transpondercodes wie 7700 bedeuten, liest du im Beitrag Squawk-Codes 7500, 7600 und 7700.
Dazu kommt die JetPROP: Seit 1998 rüstet die Firma Rocket Engineering aus Spokane ältere Malibu und Mirage auf eine PT6A-Turbine um. Diese Maschinen sehen auf den ersten Blick aus wie eine Meridian, sind aber umgebaute Kolbenzellen. Ob eine Turbinen-PA-46 ab Werk oder per Umrüstung entstanden ist, klärst du am sichersten über das Kennzeichen.
Eine Kuriosität am Rande: 2020 flog in Cranfield in England eine umgebaute Malibu Mirage des Start-ups ZeroAvia als Versuchsträger mit Wasserstoff-Brennstoffzelle und Elektromotoren. Für Spotter ist das eher ein Kapitel Luftfahrtgeschichte als eine reale Chance – aber es zeigt, wie vielseitig die Zelle ist.
PA-46, TBM, PC-12 oder Cirrus?
Die PA-46 teilt sich ihren Markt mit einigen Flugzeugen, die ähnlich aussehen oder ähnlich eingesetzt werden. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: schnelle Einmot
Piper PA-46
Tiefdecker, kleine Druckkabinenfenster und die Tür hinten links sind das typische PA-46-Bild. Jetzt Nase und Propellerblätter prüfen, um die Version zu bestimmen.
Daher TBM
Die TBM ist ebenfalls ein Turboprop-Tiefdecker mit Druckkabine, wirkt aber kräftiger und hat ein breiteres Fahrwerk. Viele TBM haben zusätzlich eine eigene Pilotentür vorn links.
Pilatus PC-12
Ein großer einmotoriger Turboprop mit Hochdeckerflügel und großer Frachttür hinten links ist sehr wahrscheinlich eine PC-12.
Cirrus SR22 oder ähnlicher Tiefdecker
Festes Fahrwerk, große Scheiben und Einstieg über den Flügel sprechen gegen die PA-46 und für eine Cirrus. Hat die Maschine ein Einziehfahrwerk, aber große Fenster und eine Tür über dem Flügel, prüf Bonanza oder Mooney.
Die häufigste Verwechslung unter Turboprops ist die mit der Daher TBM. Beide sind schnelle Einmots mit Druckkabine und PT6A, beide sitzen tief. Die TBM ist aber schwerer, ihr Rumpf wirkt voluminöser, das Hauptfahrwerk steht breiter, und sie ist spürbar schneller. Die Pilatus PC-12 trennst du über den Hochdecker sofort ab.
Bei den Kolbenversionen landet der Blick oft bei der Cirrus SR22, der Beechcraft Bonanza oder der Mooney M20. Keiner dieser Typen hat eine Druckkabine, entsprechend größer und eckiger sind ihre Fenster. Die Cirrus fährt zudem ihr Fahrwerk nicht ein. Auch die kleinere Schwester aus dem eigenen Haus, die Piper PA-28 Cherokee, scheidet schnell aus: Sie hat ein festes Fahrwerk und eine Tür auf der rechten Seite über dem Flügel. Und die Piper PA-34 Seneca hat schlicht zwei Motoren. Einen breiteren Überblick über die kleine Fliegerei gibt dir Kleinflugzeuge erkennen, Turboprops im Allgemeinen behandelt Turboprops unterscheiden.
Wo du die PA-46 antriffst
Die PA-46 ist ein Reiseflugzeug für Privatleute und Unternehmen, die selbst fliegen. Du findest sie deshalb weniger an Schulungsplätzen als dort, wo Eigner ihre Maschinen stationieren und wo Geschäftsreisende landen.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Verkehrslandeplätze mit Instrumentenanflug | hoch | Eigner fliegen viel nach Instrumentenflugregeln und brauchen solche Plätze |
| General-Aviation-Bereiche großer Flughäfen | mittel | Turboprops landen dort für Geschäftsreisen |
| Fachmessen der Allgemeinen Luftfahrt | hoch | Hersteller und Händler zeigen aktuelle Modelle |
| Reiseziele an Küsten und in den Alpen | mittel | Beliebte Ziele für Wochenend- und Urlaubsflüge |
| Reine Segelfluggelände und Graspisten | niedrig | Die meisten PA-46 nutzen befestigte Pisten |
Weil die PA-46 oft nach Instrumentenflugregeln unterwegs ist, hat sie in der Regel einen Flugplan und einen modernen Transponder mit ADS-B an Bord. Das macht sie in Tracking-Diensten deutlich besser sichtbar als viele andere Kleinflugzeuge. Filter einfach nach PA46 oder P46T. Wie das geht, erklären Flugverfolgung mit ADS-B und der Unterschied zwischen Sicht- und Instrumentenflug im Beitrag VFR und IFR.
Eine besonders gute Gelegenheit für neue Maschinen ist die Messe AERO Friedrichshafen, wo Hersteller und Händler der Allgemeinen Luftfahrt regelmäßig ausstellen. Ob Piper selbst oder ein Händler dort eine M-Class zeigt, wechselt von Jahr zu Jahr – schau vorher in die Ausstellerliste. Allgemeine Tipps für die kleinen Plätze findest du unter General Aviation spotten.
Bestände und Stationierungen ändern sich
Welche PA-46 an welchem Platz zu Hause ist, hängt von einzelnen Eignern ab und verschiebt sich mit jedem Verkauf. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf vor deiner Tour aktuelle Ankünfte und Abflüge nach PA46 oder P46T.
Fototipps speziell für die PA-46
Die PA-46 ist ein elegantes Motiv mit klaren Linien. Weil sie an kleineren Plätzen oft nah vorbeirollt, kannst du dich auf Details konzentrieren, die bei Airlinern untergehen.
Propeller in Bewegung
Bei zu kurzer Belichtungszeit steht der Propeller still, und die Maschine wirkt wie abgestellt. Geh beim Mitziehen auf längere Zeiten, damit du eine Propellerscheibe bekommst. Wie das funktioniert, steht in Propeller fotografieren.
Nase von schräg vorn
Die Dreiviertelansicht von vorn zeigt Nasenlänge, Auspuffstutzen und Blattzahl gleichzeitig – genau die Merkmale, an denen andere die Version erkennen.
Offene Tür am Vorfeld
Steht die PA-46 mit heruntergeklappter Treppentür auf dem Vorfeld, hast du das charakteristischste Detail der Familie im Bild. Achte darauf, keine Personen in den Vordergrund zu rücken.
Licht für weiße Lacke
Viele PA-46 sind überwiegend weiß. Flaches Morgen- oder Abendlicht mit der Sonne im Rücken bringt Zeichnung in die Lackierung, ohne dass sie ausfrisst.
Wann das Licht an deinem Platz passt, kannst du vorab berechnen; wie das geht, erklärt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Mit Planetrack siehst du dazu Wetter, Wind und aktive Piste am Flughafen und planst deinen Standort passend.
Bereit für deine GA-Session?
- Ich habe einen Platz mit regelmäßigem Reiseflugverkehr gefunden.
- Ich habe in einem Tracking-Dienst nach PA46 und P46T gefiltert.
- Ich weiß, wo die Sonne zu deiner Wunsch-Uhrzeit steht.
- Mein Standort ist öffentlich zugänglich und stört den Flugbetrieb nicht.
- Ich habe eine längere Belichtungszeit für Propellerbewegung eingestellt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die PA-46, wenn …
- ein schlanker Tiefdecker mit Einziehfahrwerk vor dir steht
- die Kabinenfenster klein und rund sind
- die Tür hinten links liegt und eine Treppe hat
- im Tracking-Dienst PA46 oder P46T als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Nase lang ist, das Baujahr laut Register aber vor 2000 liegt – dann kann es eine JetPROP-Umrüstung sein
- der Rumpf auffällig bullig wirkt – dann könnte es eine TBM sein
- Kolbennase und Dreiblattpropeller passen, du aber keine Druckkabine vermutest – dann prüf, ob es eine Matrix ist
Es ist keine PA-46, wenn …
- der Flügel oben am Rumpf sitzt
- das Fahrwerk fest ist und nicht eingefahren wird
- zwei Motoren an den Flügeln sitzen
- der Einstieg über den Flügel und durch große Scheibentüren erfolgt
Fazit
Die Piper PA-46 ist die Einmot für Reisende, die hoch und bequem fliegen wollen. Kleine runde Fenster und die Treppentür hinten links liefern den Typ, die Nase trennt Kolben von Turbine, die Blattzahl grenzt die Version ein – drei für die M350, meist vier für die M500, fünf für M600 und M700. Mit der M700 Fury und Garmin Autoland ist die Familie heute moderner denn je, während die Kolben-M350 die alte Malibu-Idee weiterträgt. Wer sie sucht, filtert nach PA46 und P46T und fährt an Plätze mit Reiseflugverkehr statt an das nächste Segelfluggelände.
Kurzfazit
Tiefdecker mit Druckkabinenfenstern, Treppentür hinten links: Das ist die PA-46. Kurze Nase und drei Blätter heißt Kolbenversion wie M350 oder Mirage, lange Turbinennase heißt M500, M600 oder M700 – das Kennzeichen bestätigt den Rest.
Zusammenfassung
- Piper stellte die Malibu 1982 vor und erhielt 1983 die FAA-Zulassung; seit 1988 fliegt die Kolbenversion mit Lycoming-Motor als Mirage, heute als M350.
- Ab 2000 kam mit der Meridian die erste Turbopropversion, heute M500; 2016 folgte die stärkere M600 mit neuem Flügel, 2024 die M700 Fury mit 700 WPS.
- Die Matrix (2008 bis 2015) war eine Kolbenversion ohne Druckkabine, von außen kaum von der Mirage zu unterscheiden.
- Für Spotter heißt das: An Verkehrslandeplätzen und den General-Aviation-Bereichen größerer Flughäfen findest du sie, Nase und Propeller verraten die Version, das Kennzeichen bestätigt sie.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Piper PA-46?
Die Kolbenversionen Malibu, Mirage, Matrix und M350 laufen unter PA46. Die Turbopropversionen Meridian/M500, M600 und M700 sowie die Umrüstung JetPROP laufen unter P46T. In Tracking-Diensten trennst du so schon über den Code Kolben von Turbine.
Was ist der Unterschied zwischen M350, M500, M600 und M700?
Die M350 hat einen Lycoming-Kolbenmotor mit Turbolader und 350 PS. Die M500 nutzt eine Pratt & Whitney PT6A-42A mit 500 WPS, die M600 dieselbe Turbine mit 600 WPS plus einen neuen Flügel mit deutlich mehr Tankvolumen. Die M700 Fury bekommt die stärkere PT6A-52 mit 700 WPS und hat die M600 im Programm abgelöst.
Woran erkenne ich, ob eine PA-46 Kolbenmotor oder Turbine hat?
An der Nase: Die Turboprops haben eine deutlich längere Motorverkleidung mit je einem Auspuffstutzen links und rechts und einem großen Lufteinlass unter dem Propeller. Dazu kommt die Blattzahl – drei Blätter sprechen für Mirage oder M350, vier meist für die M500, fünf für M600 oder M700 – allerdings bietet Piper die M500 optional auch mit Fünfblattpropeller an. Nachgerüstete JetPROPs haben ebenfalls eine Turbinennase, hier hilft das Kennzeichen.
Was ist das HALO-System mit Autoland?
HALO ist Pipers Name für ein Sicherheitspaket auf Basis der Garmin-G3000-Avionik. Herzstück ist Garmin Autoland: Wird der Pilot handlungsunfähig, kann ein Passagier per Knopfdruck eine automatische Landung auslösen. Das System wählt einen geeigneten Flughafen, fliegt ihn an und landet das Flugzeug. Piper bietet es seit 2020 bei der M600/SLS an (angekündigt im Oktober 2019), die M700 Fury hat es ebenfalls.
Was war die Piper Matrix?
Die PA-46R-350T Matrix war eine Kolbenversion ohne Druckkabine, gebaut von 2008 bis 2015. Sie teilte Rumpf, Flügel und Motor mit der Mirage, war aber günstiger. Von außen unterscheidest du sie kaum, ein Blick ins Register ist der sicherste Weg.
Was ist eine JetPROP?
Eine Malibu oder Mirage, deren Kolbenmotor nachträglich durch eine Pratt-&-Whitney-PT6A-Turbine ersetzt wurde. Die Umrüstung bietet die Firma Rocket Engineering aus Spokane im US-Bundesstaat Washington an, zugelassen wurde sie 1998. Im Flugplan erscheinen JetPROPs mit dem Code P46T.
Wird die PA-46 noch gebaut?
Ja. Stand Oktober 2026 führt Piper die M350, die M500 und die M700 Fury im Programm. Die M600 wurde 2024 durch die M700 abgelöst, die Matrix ist seit 2015 eingestellt.
Piper PA-46 Malibu / M350 / M600 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Daher TBM 700 bis TBM 960
Ein Propeller, eine schlanke Druckkabine für bis zu sechs Personen und Reisetempo wie ein kleiner Jet: Die TBM aus Tarbes ist einer der schnellsten einmotorigen Turboprops. So erkennst du TBM 700 bis TBM 960.
TurbopropPilatus PC-12
Ein einziger Turboprop vorn, ein hohes T-Leitwerk und eine riesige Frachttür hinten links: Die Pilatus PC-12 aus der Schweiz ist Geschäftsflugzeug, Ambulanz und Arbeitstier in einem. So erkennst du sie.
GACirrus SR22
Glatter Verbundrumpf, festes Fahrwerk mit Radverkleidungen und ein Fallschirm für das ganze Flugzeug: Die Cirrus SR22 ist seit Jahren das meistverkaufte Kolben-Reiseflugzeug. So erkennst du sie und ihre Varianten.
GABeechcraft Bonanza
Seit 1947 gebaut, mit dem berühmten V-Leitwerk oder klassischem Heck: Die Beechcraft Bonanza ist eine Legende der allgemeinen Luftfahrt. So unterscheidest du Model 35, 33 und 36 sicher.
GAMooney M20
Flach, schnell und mit dem berühmten „verkehrt herum“ wirkenden Seitenleitwerk: Die Mooney M20 ist seit 1955 der Sportwagen unter den einmotorigen Reiseflugzeugen. So erkennst du sie und ihre vielen Versionen.
GAPiper PA-34 Seneca
Zwei Motoren, sechs Sitze, Propeller, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen: Die Piper PA-34 Seneca ist seit den 1970ern einer der bekanntesten leichten Zweimotorigen. Flugschulen bilden auf ihr Mehrmot-Piloten aus, Charterfirmen und Eigner nutzen sie als schnellen Reiseflieger.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Piper Aircraft
Gelber Hochdecker mit Spornrad, Tiefdecker-Schulflugzeug mit einer Tür rechts, Turboprop mit Druckkabine: Hinter all diesen Mustern steht Piper Aircraft aus Vero Beach in Florida. Hier erfährst du, wie aus der Cub eine ganze Flugzeugfamilie wurde, wie du Cherokee, Seminole und M-Klasse auseinanderhältst und wo du Piper-Flugzeuge vor die Linse bekommst.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
HerstellerCirrus Aircraft
Der Hersteller aus Duluth hat die Allgemeine Luftfahrt umgekrempelt: Kunststoffrumpf, Glascockpit und ein Fallschirm für das ganze Flugzeug. Hier erfährst du, wie aus einem Bausatz-Projekt der größte Kleinflugzeugbauer der USA wurde und woran du SR22 und Vision Jet sicher erkennst.
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