Das Wichtigste in Kürze
- Die C-97 ist die Transporter-Version der B-29-Familie: Boeing setzte auf Flügel und Leitwerk des Bombers einen neuen, doppelstöckigen Rumpf.
- Die meisten Exemplare waren Tanker: 811 KC-97 standen 77 reinen Transportern gegenüber.
- Schnellster Erkennungsweg: bauchiger Doppelrumpf, vier Sternmotoren, hohes Leitwerk – und beim Tanker der Ausleger unter dem Heck.
- Die KC-97L erkennst du an zwei zusätzlichen Strahltriebwerken unter den Flügeln.
- Die Boeing 377 Stratocruiser ist die zivile Schwester – gleicher Grundaufbau, aber mit Passagierfenstern statt Tankanlage.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing C-97/KC-97 Stratofreighter?
- 2.Die Versionen im Überblick
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.KC-97, Boeing 377 oder B-29?
- 5.Die C-97 als Transporter: Luftbrücke, Korea, Biafra
- 6.Die KC-97 als Tanker: Zwischen Propeller- und Jet-Ära
- 7.Spätes Kapitel: Air National Guard und Europa
- 8.Erbe: Guppys und die Super Guppy Turbine
- 9.C-97 und KC-97 im Museum
- 10.Fototipps für C-97 und KC-97
- 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing, Seattle (USA) |
|---|---|
| Werksbezeichnung | Boeing Model 367 |
| Erstflug | 9. November 1944 (Prototyp XC-97) |
| Abgeleitet von | Boeing B-29 Superfortress, später Triebwerke und Leitwerk der B-50 |
| Ziviler Ableger | Boeing 377 Stratocruiser |
| Stückzahl | rund 888 (77 Transporter, 811 Tanker KC-97) |
| Status | historisch – bei der US Air Force bis 1978 ausgemustert, nur noch Museumsexemplare und eine Handvoll erhaltener Zellen |
| Bauart | Viermotoriger Tiefdecker mit doppelstöckigem Rumpf („Double Bubble“) und Bugradfahrwerk |
| Triebwerke | 4 × Pratt & Whitney R-4360 Wasp Major (Sternmotoren), je rund 3.500 PS; KC-97L zusätzlich 2 × General Electric J47 |
| Länge | rund 33,6 m (C-97), rund 35,8 m (KC-97 mit Tankausleger) |
| Spannweite | rund 43,0 m |
| Höhe | rund 11,7 m |
| Max. Startgewicht | rund 79,4 t |
| Kapazität (C-97) | bis zu 134 Soldaten oder rund 16 t Fracht |
| Besatzung (KC-97) | 6, darunter ein Boom Operator |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Doppelstöckiger Rumpf: Ein großer Oberrumpf sitzt auf einem schmaleren Unterrumpf – im Querschnitt wie eine liegende Acht
- Flügel, Motoren und Fahrwerk im B-29-Stil: schlanker Tiefdecker mit vier Sternmotoren in langen Gondeln
- Sehr hohes, eckiges Seitenleitwerk der B-50 (ab den Serienmaschinen)
- Beim Tanker: Tankausleger (Flying Boom) unter dem Heck und ein Beobachtungsfenster für den Boom Operator
- Nur wenige Fenster im Rumpf und eine große Ladetür – anders als die Passagier-377 mit ihren Fensterreihen
- KC-97L: zwei zusätzliche Strahltriebwerke in Gondeln außen unter den Flügeln
Aktualisiert: Oktober 2026 – Vier Sternmotoren, ein hohes Leitwerk und ein Rumpf, der aussieht, als hätte jemand zwei Flugzeuge übereinandergestapelt: Das ist die Boeing C-97 Stratofreighter – oder, mit Tankausleger unter dem Heck, ihre Tanker-Version KC-97. Sie war der Transporter und Tanker der US Air Force in den ersten Jahren des Jet-Zeitalters. Hier erfährst du, wie die C-97 aus der B-29 entstand, wie du sie von ihrer zivilen Schwester 377 unterscheidest und wo du heute noch eine siehst.
Die Stratofreighter im Hangar abhaken
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Was ist die Boeing C-97/KC-97 Stratofreighter?
Die C-97 ist ein viermotoriger Langstrecken-Transporter von Boeing, intern als Model 367 geführt. Die Idee war so einfach wie effektiv: Boeing nahm Flügel, Leitwerk, Fahrwerksanordnung und Motorgondeln der B-29 Superfortress und setzte darauf einen neuen, deutlich voluminöseren Rumpf. Der Unterrumpf entspricht in etwa dem schlanken Bomberrumpf, darüber sitzt ein zweiter, größerer Rumpfteil. Im Querschnitt ergibt das die typische Form einer liegenden Acht, im Englischen „Double Bubble“ genannt. Der Rumpf war druckbelüftet – für einen Transporter der 1940er-Jahre ein großer Schritt.
Der Prototyp XC-97 flog am 9. November 1944 zum ersten Mal, noch mit den Wright-R-3350-Motoren der B-29 und dem kürzeren Seitenleitwerk des Bombers. Für die Serie übernahm Boeing dann die stärkeren Pratt & Whitney R-4360 Wasp Major und das hohe Leitwerk der B-50, der Weiterentwicklung der B-29. Diese Kombination prägt das Bild fast aller späteren Exemplare.
Die reinen Transporter blieben eine überschaubare Serie: Über Vorserien, C-97A und C-97C kamen 77 Maschinen zusammen. Viel bedeutender wurde der Tanker: Von der KC-97 entstanden 811 Exemplare, allein 592 davon in der Hauptversion KC-97G. Zusammen sind das rund 888 Flugzeuge. Aus derselben Grundkonstruktion leitete Boeing auch das Verkehrsflugzeug Boeing 377 Stratocruiser ab, das 1947 erstmals flog.
Die Versionen im Überblick
Für Spotter in Museen sind vor allem die Tanker und die zu Transportern zurückgebauten Tanker relevant. Die Bezeichnungen wechseln dabei oft: Viele Flugzeuge liefen erst als KC-97G und später als C-97G.
| Version | Anzahl | Merkmal |
|---|---|---|
| XC-97 | 3 | Prototypen mit R-3350-Motoren und kurzem B-29-Leitwerk |
| YC-97 / YC-97A / YC-97B | Vorserie | Erprobung, YC-97B als Passagierversion mit 80 Sitzen |
| C-97A | 50 | erster Serientransporter mit Wasp-Major-Motoren |
| C-97C | 14 | verstärkter Frachtboden, in Korea als Sanitätsflugzeug (MC-97C) |
| KC-97E | 60 | erste Serien-Tanker mit Flying Boom |
| KC-97F | 159 | stärkere R-4360-59B-Motoren |
| KC-97G | 592 | Hauptversion, Zusatztanks unter den Flügeln, als Tanker oder Transporter nutzbar |
| KC-97L | 81 Umbauten | KC-97G mit zwei zusätzlichen J47-Strahltriebwerken |
| C-97G / C-97K / HC-97G | Umbauten | ehemalige KC-97G als Transporter, Truppentransporter und Rettungsflugzeug |
Ein Exot ist die YC-97J: Zwei KC-97G bekamen Turboprops von Pratt & Whitney statt der Sternmotoren. Weitere Umbauten unterblieben, weil die Luftwaffe bereits auf den reinen Jet-Tanker setzte.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Den Rumpf ansehen
Ein auffällig bauchiger Oberrumpf auf einem schlankeren Unterteil – von der Seite wirkt die C-97 fast wie ein Wal. So sieht sonst nur ihre zivile Schwester 377 aus.
Motoren und Leitwerk prüfen
Vier Sternmotoren in langen Gondeln an einem schlanken Tiefdecker-Flügel, dazu ein sehr hohes, eckiges Seitenleitwerk. Das ist die B-29/B-50-Erbschaft.
Unters Heck schauen
Hängt dort ein Tankausleger mit kleinen Steuerflächen, ist es eine KC-97. Zwei zusätzliche Jet-Gondeln außen unter den Flügeln verraten die KC-97L.
Die letzte Sicherheit liefert die Seriennummer am Leitwerk, bei US-Flugzeugen meist in verkürzter Form. Wie du diese Nummern liest und daraus Baujahr und Exemplar ableitest, erklärt der Guide US-Militärkennzeichen.
Achtung bei Museumslackierungen
Mehrere erhaltene Maschinen tragen die Bemalung anderer Exemplare. Die fliegende „Angel of Deliverance“ ist eigentlich eine C-97G, lackiert als YC-97A der Berliner Luftbrücke. Für die Bestimmung zählt die Bauform, nicht die Nummer am Leitwerk.
KC-97, Boeing 377 oder B-29?
Die Verwandtschaft innerhalb der Boeing-Familie macht die Bestimmung spannend. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: Boeing-Viermot der Nachkriegszeit
Boeing C-97/KC-97 Stratofreighter
Doppelrumpf, wenige Fenster und Tankausleger sind das KC-97-Bild. Ohne Ausleger kann es eine C-97G oder C-97K sein – also ein zum Transporter umgebauter Tanker.
Boeing 377 Stratocruiser
Gleicher Grundaufbau, aber mit Passagierfenstern und ohne Tankanlage. Die 377 flog bei Airlines wie Pan Am, BOAC und Northwest.
Boeing B-29 Superfortress
Schlanker, runder Rumpf, verglaste Bugkanzel und Waffenstände: Das ist der Bomber, aus dem die C-97 hervorging.
Ein Sonderfall sind die Flugzeuge der israelischen Luftwaffe: Sie baute ehemalige 377-Verkehrsflugzeuge zu Transportern um und kombinierte sie teilweise mit dem Heck der C-97 samt Ladetür. Solche Mischformen lassen sich nur über die Geschichte des einzelnen Exemplars sauber zuordnen. Die viermotorige Douglas C-54 Skymaster aus derselben Epoche ist dagegen leicht auszuschließen: Sie hat einen einstöckigen, schlanken Rumpf und ein deutlich kleineres Leitwerk.
Die C-97 als Transporter: Luftbrücke, Korea, Biafra
Die ersten C-97 kamen Ende der 1940er-Jahre zur US Air Force. Während der Berliner Luftbrücke flog im April 1949 eine einzelne YC-97A Versorgungsflüge nach Berlin. Ein Schaden am Fahrwerk bei der Landung in Gatow setzte sie außer Gefecht, und die Blockade war vorbei, bevor die Reparatur abgeschlossen war. Die Geschichte der Luftbrücke erzählt der Beitrag Die Berliner Luftbrücke 1948/49; den historischen Flugplatz von damals kannst du heute im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow besuchen.
Im Koreakrieg flogen C-97C als Sanitätsflugzeuge Verwundete aus, bezeichnet als MC-97C. Später gingen ausgemusterte Maschinen in zivile Hände. Ende der 1960er-Jahre flogen C-97G bei der Hilfsluftbrücke nach Biafra im Nigeria-Krieg nachts und im Tiefflug auf die Behelfspiste Uli; mindestens zwei gingen dabei verloren. Eines der damals eingesetzten Flugzeuge, früher bei der Schweizer Balair registriert, steht laut Bestandslisten heute im Pima Air & Space Museum.
Die KC-97 als Tanker: Zwischen Propeller- und Jet-Ära
Ihre eigentliche Rolle fand die Konstruktion als Tanker. Ab 1951 flog die KC-97 beim Strategic Air Command, um vor allem die neuen B-47-Stratojet-Bomber in der Luft zu betanken. Herzstück war der Flying Boom: ein starrer, steuerbarer Ausleger unter dem Heck, den der Boom Operator liegend durch ein Fenster im Heck in den Tankstutzen des Empfängers führte. Das Prinzip stammte von Tanker-Umbauten der B-29 und lebt bis heute in der KC-135 und der KC-46 Pegasus weiter.
Eine Besonderheit war die Treibstofflogistik: Der Kerosin-Vorrat für die Jets lagerte in Tanks im Unterdeck, das Flugbenzin für die eigenen Kolbenmotoren getrennt davon. Das Oberdeck blieb für Fracht nutzbar, sodass die KC-97G ohne Umbau auch als Transporter dienen konnte.
Das Grundproblem war die Geschwindigkeit. Ein Kolbenmotor-Tanker fliegt deutlich langsamer und tiefer als ein Jetbomber. Beim Tanken mussten die Empfänger stark abbremsen – B-52-Besatzungen fuhren dafür sogar Klappen und Teile des Fahrwerks aus. Ab 1956 löste die KC-135 die KC-97 deshalb nach und nach ab.
Warum die KC-97L Jets unter den Flügeln hat
Anfang der 1960er-Jahre bekamen 81 KC-97G zwei zusätzliche J47-Strahltriebwerke aus ausgemusterten KB-50-Tankern. Mit dem Extra-Schub konnte die KC-97L beim Tanken schneller und höher fliegen – ein wichtiger Gewinn für Jagdbomber wie F-84, F-100 und F-101.
Spätes Kapitel: Air National Guard und Europa
Nach dem Abschied aus dem aktiven Dienst gingen viele Tanker an die Air National Guard und die Reserve. Im Rahmen der Operation Creek Party flogen Tanker der Nationalgarde ab 1967 rund zehn Jahre lang Einsätze in Europa, um Einheiten der US Air Force und der NATO zu betanken. Im Juni 1978 endete die Dienstzeit der KC-97 in den USA endgültig; die letzten Einheiten stiegen auf C-130 und KC-135 um.
Auch einige ausländische Luftwaffen flogen den Typ. Spanien übernahm Anfang der 1970er-Jahre drei ehemalige US-Tanker, Israel nutzte KC-97 und umgebaute 377 als Transporter und Tanker. Im September 1971 schossen ägyptische Flugabwehrraketen eine israelische Maschine nahe dem Suezkanal ab.
Ein Detail für Frankfurt-Kenner: Die KC-97L im Museum in Dayton trägt den Namen „Zeppelinheim“ – wie der Ortsteil direkt am Frankfurter Flughafen, nach dem auch die Aussichtsplattform Zeppelinheim benannt ist. Die Hintergründe zum Namen liest du am besten vor Ort auf der Museumstafel nach.
Seltene Oldtimer nicht verpassen
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Erbe: Guppys und die Super Guppy Turbine
Aus den Bauteilen von C-97 und 377 entstand eine ganz eigene Familie: die Guppys von Aero Spacelines. Die erste Super Guppy entstand aus einer ausgemusterten YC-97J, deren Rumpf verlängert und stark aufgeweitet wurde. Die spätere Super Guppy Turbine übernahm Cockpit, Flügel, Leitwerk und Hauptfahrwerk der 377-Familie, bekam aber einen komplett neuen Rumpf. Airbus nutzte solche Maschinen ab den 1970er-Jahren, um Bauteile nach Toulouse zu fliegen, bevor die A300-600ST Beluga die Aufgabe übernahm. Eine Super Guppy Turbine fliegt bis heute für die NASA.
C-97 und KC-97 im Museum
Mehr als zwei Dutzend Exemplare sind erhalten, ein Teil davon eingelagert, die allermeisten in den USA. Diese Adressen zeigen laut Bestandslisten eine C-97 oder KC-97:
- National Museum of the US Air Force, Dayton: die KC-97L „Zeppelinheim“; als Spot beschrieben unter Dayton.
- Pima Air & Space Museum Tucson: Stratofreighter im großen Freigelände – mehr zum Spot unter Pima Air & Space Museum.
- Museo del Aire Madrid: ein ehemaliger Tanker der spanischen Luftwaffe; als Spot unter Museo del Aire in Cuatro Vientos.
- Weitere US-Museen: unter anderem das Air Mobility Command Museum in Dover, das Castle Air Museum in Kalifornien und das March Field Air Museum in Riverside.
- Israel: eine KC-97G im Museum der israelischen Luftwaffe bei Be’er Scheva.
Ausstellungen werden umgebaut, Flugzeuge verlegt oder restauriert. Kläre vor dem Besuch, ob die Maschine aktuell zugänglich ist. Einige Zellen stehen zudem eingelagert bei privaten Besitzern – wie man solche Abstellflächen einordnet, steht im Beitrag Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
Bereit für deinen Stratofreighter-Besuch?
- Ich habe geprüft, ob die Maschine im Museum aktuell ausgestellt ist.
- Ich weiß, ob sie in einer Halle oder im Freigelände steht.
- Ich kenne die Seriennummer, um die Sichtung sauber zu dokumentieren.
- Ich weiß, wo die Sonne zur geplanten Uhrzeit steht.
- Ich habe ein Weitwinkel dabei – 43 m Spannweite passen sonst kaum aufs Bild.
Fototipps für C-97 und KC-97
Ein abgestellter Riese mit Doppelrumpf ist ein dankbares, aber sperriges Motiv. Ein paar Punkte helfen.
Den Rumpfquerschnitt zeigen
Eine Dreiviertelansicht schräg von vorn macht die Acht-Form des Rumpfes sichtbar. Reine Seitenansichten lassen die C-97 eher wie einen gewöhnlichen Transporter wirken.
Den Boom ins Bild holen
Beim Tanker ist der Ausleger das wichtigste Detail. Von schräg hinten siehst du Boom, Operator-Fenster und hohes Leitwerk zusammen.
Jet-Gondeln suchen
Bei einer KC-97L lohnt eine Aufnahme, die Sternmotor und J47-Gondel gemeinsam zeigt – die Mischung aus Propeller und Jet ist das Besondere.
Freigelände früh oder spät
In Wüstenmuseen wie Tucson ist das Mittagslicht hart. Flaches Licht am Morgen oder Abend bringt Struktur auf das blanke Metall.
Wann das Licht passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Falls du doch einmal die fliegende „Angel of Deliverance“ erwischst, hilft dir Propeller fotografieren bei der richtigen Verschlusszeit. Einen breiteren Einstieg in die Bestimmung alter Typen liefern Oldtimer am Himmel erkennen und Militärtransporter erkennen. Wie selten deine Sichtung ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine C-97/KC-97, wenn …
- ein bauchiger, zweistöckiger Rumpf auf einem schlanken Tiefdecker sitzt
- vier Sternmotoren und ein sehr hohes Leitwerk zu sehen sind
- ein Tankausleger unter dem Heck hängt
- der Rumpf kaum Fenster hat
Sieh genauer hin, wenn …
- kein Ausleger dran ist – dann C-97G, C-97K oder ein reiner Transporter
- das Flugzeug aus Israel stammt – dort gab es 377-Umbauten mit C-97-Heck
- die Lackierung eine andere Seriennummer zeigt als die Papiere
Es ist keine C-97/KC-97, wenn …
- Reihen von Passagierfenstern auf zwei Ebenen zu sehen sind – dann eher eine 377
- der Rumpf schlank ist und die Nase stark verglast – dann eine B-29 oder B-50
- der Rumpf einstöckig ist und das Leitwerk klein – dann eher eine C-54/DC-4
- Jet-Triebwerke statt Sternmotoren den Antrieb liefern – dann bist du bei der KC-135
Fazit
Die C-97/KC-97 Stratofreighter zeigt, wie viel Boeing aus der B-29 herausholte: erst einen druckbelüfteten Großraumtransporter, dann den Standard-Tanker der frühen Jet-Ära und über die 377 sogar ein Luxus-Verkehrsflugzeug. Doppelrumpf, vier Sternmotoren und das hohe Leitwerk machen sie unverwechselbar, der Tankausleger verrät die KC-97, die Jet-Gondeln die KC-97L. Fliegend ist sie heute eine absolute Rarität; im Museum triffst du sie vor allem in den USA und in Madrid.
Kurzfazit
Bauchiger Doppelrumpf, vier Sternmotoren, hohes Leitwerk: Das ist die C-97. Mit Ausleger unter dem Heck ist es eine KC-97, mit zwei zusätzlichen Jets eine KC-97L. Den besten Zugang findest du in Dayton, Tucson und im Museo del Aire in Madrid.
Zusammenfassung
- Der Prototyp XC-97 flog am 9. November 1944; Grundlage waren Flügel, Leitwerk und Triebwerksanordnung der B-29.
- Ab 1951 flog die KC-97 als Standard-Tanker des Strategic Air Command und betankte vor allem die B-47-Bomber.
- Die KC-135 löste sie ab 1956 schrittweise ab; Air National Guard und Reserve nutzten sie noch bis 1978.
- Heute sind mehr als zwei Dutzend Exemplare erhalten, die meisten in US-Museen; in Europa steht eine KC-97 in Madrid.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen C-97 und KC-97?
Die C-97 ist der reine Transporter für Truppen und Fracht. Die KC-97 ist die Tanker-Version mit einem Tankausleger (Flying Boom) unter dem Heck und Tanks im Unterdeck. Viele KC-97G wurden später wieder zu Transportern umgebaut und hießen dann C-97G oder C-97K.
Was hat die KC-97 mit der B-29 zu tun?
Boeing nutzte für die C-97 Flügel, Leitwerk und die Anordnung von Motoren und Fahrwerk der B-29 Superfortress. Neu war der doppelstöckige Rumpf. Ab den Serienmaschinen kamen die stärkeren Wasp-Major-Motoren und das höhere Leitwerk der B-50 hinzu, einer Weiterentwicklung der B-29.
Wie unterscheide ich KC-97 und Boeing 377 Stratocruiser?
Beide haben denselben bauchigen Doppelrumpf. Die zivile 377 zeigt aber Reihen von Passagierfenstern und keine große Ladetür am Heck. Die C-97 hat nur wenige Fenster, der Tanker zusätzlich den Ausleger unter dem Heck. Vorsicht bei den israelischen Umbauten: Sie kombinierten 377-Rümpfe mit dem Heck der C-97.
Warum hat die KC-97L Strahltriebwerke?
Die Kolbenmotor-Tanker waren für Jets eigentlich zu langsam. Zwei zusätzliche General Electric J47 in Gondeln unter den Flügeln gaben der KC-97L beim Betanken mehr Tempo und Höhe. Die Triebwerke stammten aus ausgemusterten KB-50-Tankern.
Fliegt heute noch eine C-97?
Die bekannteste ist die C-97G „Angel of Deliverance“ der Berlin Airlift Historical Foundation, die in den Farben der YC-97A aus der Berliner Luftbrücke lackiert ist. Sie kehrte 2017 in die Luft zurück. Ob sie aktuell fliegt, hängt von Wartung und Finanzierung ab – prüf das vor einer Reise direkt beim Betreiber.
Welchen ICAO-Typcode hat die C-97?
Dazu haben wir keine verlässlich belegte Angabe gefunden. Weil praktisch keine C-97 mehr fliegt, spielt der Code in Tracking-Diensten ohnehin kaum eine Rolle; für Sichtungen zählen Seriennummer und Kennzeichen.
Wo sehe ich eine KC-97 in Europa?
Laut Bestandslisten im Museo del Aire in Madrid-Cuatro Vientos, wo eine ehemalige KC-97 der spanischen Luftwaffe steht. In Deutschland ist uns kein ausgestelltes Exemplar bekannt.
Boeing C-97/KC-97 Stratofreighter sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
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Wo du die Boeing C-97/KC-97 Stratofreighter siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
National Museum of the U.S. Air Force an der Wright-Patterson AFB
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MuseumPima Air & Space Museum in Tucson
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