Follow-me-Fahrzeuge: Wozu sie dienen und wo du besondere Exemplare siehst

Gelbes Auto, Leuchtschrift auf dem Dach, ein Jet im Schlepptau: Follow-me-Fahrzeuge lotsen Flugzeuge über unbekannte Rollwege, sichern Baustellen und kontrollieren Pisten. Aufgaben, Erkennungsmerkmale und bekannte Beispiele vom Sportwagen bis zum Trabant.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202611 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Lotse auf Rädern: Ein Follow-me-Fahrzeug fährt einem Flugzeug voraus und führt es sicher zur Parkposition, zur Piste oder zu einer Sonderfläche – vor allem dort, wo die Crew sich nicht auskennt.
  • Nicht nur zum Vorausfahren: Dieselben Fahrzeuge begleiten Baustellenverkehr, kontrollieren Pisten auf Fremdkörper und Schäden und bringen Marshaller zur Position.
  • Gelb und gut sichtbar: Typisch sind eine gelbe Lackierung, oft mit Schachbrettmuster, eine erhöhte Leuchtschrift „Follow me“ und Rundumleuchten. Einen weltweit einheitlichen Look gibt es aber nicht.
  • Spotter-Motiv mit Seltenheitswert: Ein Jet hinter einem Follow-me deutet oft auf etwas Besonderes hin – Erstbesuch, Sonderposition, Umleitung wegen Bauarbeiten oder ein Staatsgast.
  • Manche Flughäfen machen eine Show daraus: In Bologna stellt Lamborghini seit 2013 Sportwagen als Follow-me, in Hannover waren zeitweise Sportwagen im Einsatz, in Leipzig-Altenburg bis 2006 ein Trabant.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Follow-me-Fahrzeug: die kurze Antwort
  2. 2.Wann ein Follow-me ausrückt
  3. 3.Mehr als vorausfahren: die anderen Aufgaben
  4. 4.So läuft eine Lotsenfahrt ab
  5. 5.Woran du ein Follow-me erkennst
  6. 6.Bekannte Follow-mes: vom Sportwagen bis zum Trabant
  7. 7.Follow-me, Marshaller, Schlepper: wer macht was?
  8. 8.Follow-mes fotografieren: Tipps für Spotter
  9. 9.Worauf du achten kannst
  10. 10.Fazit

Ein gelbes Auto biegt aus dem Vorfeld, auf dem Dach blinken die Rundumleuchten, oben leuchtet „Follow me“ – und dahinter rollt ein Jet, der sonst nie an diesem Flughafen zu sehen ist. Für viele Spotter ist das Follow-me-Fahrzeug ein Zeichen, dass gleich etwas Besonderes passiert. Dieser Artikel erklärt, wozu die Lotsenfahrzeuge da sind, wann sie ausrücken, woran du sie erkennst und an welchen Flughäfen ungewöhnliche Modelle vorausfahren.

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Follow-me-Fahrzeug: die kurze Antwort

Ein Follow-me-Fahrzeug ist ein motorisiertes Lotsenfahrzeug auf dem Flughafengelände. Es fährt einem Flugzeug voraus und führt es über Rollwege und Vorfeld zum Ziel – zur Parkposition, zum Rollhalt vor der Piste oder zu einer Sonderfläche. Die Crew muss sich dann nicht selbst durch das Rollwegnetz arbeiten, sondern folgt einfach dem Fahrzeug. Das spart Zeit, verhindert Irrfahrten und senkt das Risiko, versehentlich auf einen falschen Rollweg oder gar eine aktive Piste zu geraten.

Der Name ist Programm: „Follow me“, folge mir. Im Alltag spricht man auch vom Follow-me-Car, im Deutschen gelegentlich vom Lotsen- oder Leitfahrzeug. Gemeint ist immer dasselbe.

1Grundaufgabe: vorausfahren, die Crew folgt
3Erkennungsmerkmale: Gelb, Leuchtschrift, Rundumleuchte
0weltweit einheitliche Pflicht-Lackierung

Wann ein Follow-me ausrückt

Moderne Flughäfen sind gut beschildert. Rollwege tragen Buchstaben und Ziffern, Haltepunkte sind markiert, und die Rollkontrolle gibt per Funk eine genaue Route vor. Wie das System aus Schildern und Bezeichnungen funktioniert, erklärt der Guide Rollwege, Haltepunkte und Schilder. Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Crew lieber hinter einem Fahrzeug herrollt.

Unbekannter Flughafen

Wer einen Flughafen zum ersten Mal anfliegt, kennt das Rollwegnetz nur von der Karte. Bei großen Drehkreuzen mit Dutzenden Rollwegen, mehreren Vorfeldern und verwinkelten Abzweigen ist das anspruchsvoll. Gerade Business-Jets, Charterflüge und Frachtmaschinen auf seltenen Routen nehmen deshalb gern ein Follow-me in Anspruch.

Sonderpositionen und ungewöhnliche Ziele

Nicht jedes Flugzeug parkt an einem normalen Gate. Regierungsmaschinen, Militärtransporter, Überführungsflüge zu Wartungsbetrieben oder Maschinen auf abgelegenen Abstellflächen müssen oft an Orte, die eine fremde Crew nicht ohne Weiteres findet. Mehr zu den verschiedenen Parkpositionen steht im Artikel Gates, Fluggastbrücken und Außenpositionen.

Baustellen und geänderte Rollführung

Bauarbeiten an Rollwegen sind am Flughafen Alltag. Wird ein Abschnitt gesperrt, verlaufen die Routen kurzfristig anders, als die veröffentlichte Flugplatzkarte zeigt. Ein Follow-me führt die Flugzeuge dann sicher um die Baustelle herum.

Schlechte Sicht

Bei Nebel und niedriger Sicht wird das Rollen schwieriger. Markierungen und Schilder sind schwerer zu erkennen, und das Risiko, eine Abzweigung zu verpassen, steigt. Ein vorausfahrendes Fahrzeug mit Leuchten gibt der Crew dann einen klaren Bezugspunkt. Ob und wann Follow-mes bei schlechter Sicht eingesetzt werden, regelt jeder Flughafen in seinen Verfahren.

Große oder ungewöhnliche Muster

Sehr große Flugzeuge dürfen nicht auf jedem Rollweg fahren, weil Spannweite, Fahrwerksbreite oder Abstände zu Hindernissen nicht überall passen. Kommt ein Muster, das am Platz selten ist, hilft ein Follow-me, die freigegebene Strecke exakt einzuhalten.

Spotter-Faustregel

Rückt ein Follow-me aus, obwohl normaler Linienverkehr herrscht, lohnt sich ein Blick auf die Live-Karte. Häufig steckt ein seltener Besucher dahinter – ein Business-Jet, ein Frachter, ein Militärtransporter oder ein Überführungsflug.

Mehr als vorausfahren: die anderen Aufgaben

Follow-me-Fahrzeuge sind am Flughafen Allrounder. Neben der eigentlichen Lotsenfahrt übernehmen sie je nach Organisation weitere Aufgaben:

  • Kontrollfahrten: Pisten und Rollwege werden regelmäßig auf Fremdkörper, Schäden, Wildtiere und den Zustand von Markierungen und Befeuerung geprüft. Fremdkörper auf der Piste – im Fachjargon FOD für Foreign Object Debris – können Triebwerke und Reifen beschädigen.
  • Begleitung von Fahrzeugen: Baufahrzeuge, Lieferanten oder Fremdfirmen, die sich auf dem Rollfeld nicht selbst bewegen dürfen, werden von einem Follow-me begleitet und sicher zu ihrem Einsatzort gebracht.
  • Transport von Marshallern: Wo Flugzeuge noch per Hand eingewiesen werden, bringt das Fahrzeug den Marshaller an die Parkposition. Der übernimmt dort mit Handzeichen oder Leuchtstäben die letzten Meter.
  • Unterstützung bei Störungen: Bei Ausfällen, Rollwegsperrungen oder Sonderlagen ist das Follow-me oft das erste Fahrzeug vor Ort und hält Kontakt zur Vorfeld- oder Rollkontrolle.

Welche dieser Aufgaben wer übernimmt, unterscheidet sich stark zwischen den Flughäfen. Mal ist die Verkehrsaufsicht des Betreibers zuständig, mal die Vorfeldkontrolle, mal ein Bodendienstleister. Wie die Vorfeldkontrolle arbeitet, beschreibt der Artikel Vorfeldkontrolle als Beruf; einen Überblick über die Jobs rund um die Abfertigung gibt Arbeiten auf dem Vorfeld.

So läuft eine Lotsenfahrt ab

Der Ablauf ist an den meisten Flughäfen ähnlich, auch wenn die Details in den örtlichen Verfahren stehen.

1. Anforderung oder Anordnung

Die Crew bittet per Funk um ein Follow-me, oder der Flughafen ordnet es an – etwa für bestimmte Positionen, Muster oder bei Bauarbeiten.

2. Treffpunkt

Die Roll- oder Vorfeldkontrolle nennt der Crew einen Punkt, an dem sie auf das Fahrzeug wartet, zum Beispiel einen bestimmten Rollweg nach dem Verlassen der Piste.

3. Aufnahme

Das Follow-me setzt sich gut sichtbar vor das Flugzeug. Die Leuchtschrift zeigt der Crew, welchem Fahrzeug sie folgen muss.

4. Fahrt mit Abstand

Das Fahrzeug fährt in sicherem Abstand voraus, die Crew folgt. Der Fahrer steht per Funk mit der zuständigen Kontrollstelle in Verbindung und hält die freigegebene Route ein.

5. Übergabe am Ziel

An der Parkposition übernimmt ein Marshaller oder ein Andocksystem, oder das Fahrzeug selbst gibt das Signal zum Halten. Danach fährt das Follow-me zum nächsten Einsatz.

Die Funkverbindung ist entscheidend: Das Fahrzeug bewegt sich auf Flächen, die der Kontrolle unterliegen, und braucht genauso eine Freigabe wie das Flugzeug. Wer den Funkverkehr mithört, bekommt Follow-me-Einsätze oft schon mit, bevor das Fahrzeug losfährt. Welche Stelle für welchen Bereich zuständig ist, erklärt Delivery, Ground, Tower, Approach, Center; was beim Mithören rechtlich gilt, fasst Flugfunk hören: die Rechtslage zusammen.

Woran du ein Follow-me erkennst

Die meisten Follow-me-Fahrzeuge sind auf maximale Auffälligkeit getrimmt. Typisch sind:

  • Gelbe Grundfarbe: Gelb hebt sich von Asphalt, Beton und Gras gut ab.
  • Schachbrettmuster: Viele Fahrzeuge tragen ein kariertes Muster, oft schwarz-gelb, an manchen Flughäfen in anderen Farbkombinationen.
  • Leuchtschrift: Ein erhöhter Kasten auf dem Dach mit „Follow me“ ist das klarste Merkmal. Manche Fahrzeuge zeigen nach hinten zusätzlich Hinweise wie „Stop“.
  • Rundumleuchten: Orangefarbene Blinkleuchten, an manchen Flughäfen auch rote, machen das Fahrzeug auch bei Dämmerung und schlechter Sicht weithin sichtbar.
  • Hoher Aufbau: Kleintransporter und Pick-ups sind beliebt, weil Leuchtkasten und Leuchten dort hoch genug sitzen, um aus dem Cockpit gut erkannt zu werden.

Wichtig: Einen weltweit verbindlichen Look gibt es nicht. Gelb mit Schachbrett ist verbreitet, aber kein Industriestandard. Jeder Flughafen entscheidet im Rahmen der geltenden Vorschriften selbst, welche Fahrzeuge er einsetzt und wie er sie kennzeichnet.

Fahrzeugart Typischer Einsatz Vorteil Was Spotter daran mögen
Kleintransporter Standard an vielen großen Flughäfen viel Platz, hoher Leuchtkasten, gute Sichtbarkeit eher unauffällig, aber eindeutig zu erkennen
Pick-up oder Geländewagen Kontrollfahrten, auch auf Grasflächen robust, Ladefläche für Material gut auf Fotos mit großem Jet dahinter
Pkw oder Kompaktwagen kleinere Flughäfen, kurze Wege günstig, wendig oft mit eigenwilliger Lackierung
Sportwagen Image und Marketing an einzelnen Flughäfen Blickfang, Botschafter für Region oder Partner beliebtes Motiv, selten zu sehen

Bekannte Follow-mes: vom Sportwagen bis zum Trabant

Eigentlich kann jedes Fahrzeug Follow-me sein, solange es die Anforderungen an Ausstattung und Sichtbarkeit erfüllt. Einige Flughäfen haben daraus ein Aushängeschild gemacht.

Bologna: Lamborghini im Vorfeld

Am Flughafen Bologna stellt Lamborghini seit 2013 Sportwagen als Follow-me bereit, angefangen mit einem Aventador. 2020 übernahm ein Lamborghini Huracán EVO die Aufgabe, ausnahmsweise nicht gelb, sondern in mattem Grün mit orangefarbenem Karomuster, mit Rundumleuchten und Funk zum Tower. Der Sportwagenhersteller sitzt in Sant’Agata Bolognese, also in der Region, und die Autos sind für viele Spotter ein eigenes Ziel. Welches Modell aktuell fährt, kann sich mit jeder Neuauflage der Partnerschaft ändern. Wer es vor die Linse bekommen will, braucht außerdem Glück: Wie jedes Follow-me ist es nur unterwegs, wenn es gebraucht wird.

Hannover: Sportwagen im Wechsel

Auch am Flughafen Hannover waren zeitweise sportliche Modelle als Follow-me im Einsatz, darunter ein Porsche Cayman und ein Audi R8, außerdem ein Mini. Welche Fahrzeuge aktuell fahren, kann sich ändern – frag am besten in der Community oder bei Spottern vor Ort nach. Eine gute Ausgangsbasis ist die Besucherterrasse am Flughafen Hannover; einen Überblick über die Spots dort gibt Planespotting in Hannover.

Leipzig-Altenburg: der Trabant

Ein Stück Kultgeschichte lieferte der Flugplatz Leipzig-Altenburg: Dort fuhr bis August 2006 ein Trabant als Follow-me voraus. Das ist historisch – heute ist der Trabi dort nicht mehr im Einsatz, aber Fotos davon tauchen in Spotterkreisen immer wieder auf.

Klein, aber wirksam

Auf kleineren Plätzen reicht oft ein ganz einfaches Fahrzeug. Dokumentiert sind etwa ein Mofa am Flughafen Portorož in Slowenien und ein Smart Fortwo auf dem österreichischen Militärflugplatz Zeltweg, bekannt durch die AIRPOWER. Solche Lösungen zeigen, dass die Aufgabe wichtiger ist als das Fahrzeug.

Seltene Gäste nicht verpassen

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Follow-me, Marshaller, Schlepper: wer macht was?

Auf dem Vorfeld bewegen sich viele Spezialfahrzeuge. Für Einsteiger sind sie schnell verwechselt.

Fahrzeug oder Rolle Aufgabe Bewegt das Flugzeug selbst?
Follow-me-Fahrzeug fährt voraus, Crew rollt mit eigenen Triebwerken hinterher nein
Marshaller weist das Flugzeug mit Handzeichen oder Leuchtstäben auf die Parkposition ein nein
Pushback-Schlepper schiebt das Flugzeug von der Parkposition zurück ja
Flugzeugschlepper beim Schleppen zieht das Flugzeug über längere Strecken, etwa zur Werft ja

Der Unterschied ist wichtig: Beim Follow-me rollt das Flugzeug mit eigener Kraft, die Crew steuert selbst. Beim Pushback oder Schleppen bewegt ein Fahrzeug das Flugzeug. Mehr dazu steht in den Artikeln Pushback erklärt und Flugzeugschlepper. An vielen Positionen ersetzen inzwischen elektronische Andocksysteme den Marshaller – bei Außenpositionen und Sonderflächen ist die Einweisung per Hand aber weiter verbreitet.

Follow-mes fotografieren: Tipps für Spotter

Ein Jet mit vorausfahrendem Follow-me ist ein Motiv mit Geschichte. Damit das Bild gelingt:

  • Längere Sequenz planen: Follow-me-Fahrten sind langsam. Du hast meist mehr Zeit als bei einer Landung und kannst mehrere Bildausschnitte ausprobieren.
  • Fahrzeug und Flugzeug ins Verhältnis setzen: Der Größenunterschied wirkt am stärksten, wenn beide frontal oder schräg von vorn im Bild sind.
  • Leuchten nutzen: In der Dämmerung oder bei Nebel heben sich die Rundumleuchten schön ab. Eine etwas längere Belichtung kann das Blinken einfangen, verwischt aber auch die Bewegung.
  • Funk und Live-Daten kombinieren: Wer weiß, wann ein seltener Gast landet, steht rechtzeitig am richtigen Ende des Vorfelds. Wie das mit ADS-B klappt, beschreibt Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter.
  • Auf öffentlichen Flächen bleiben: Was rund um den Zaun gilt, fasst Ist Planespotting erlaubt? zusammen. Näher heran kommst du nur bei offiziellen Angeboten wie einer Vorfeldrundfahrt.

Worauf du achten kannst

  • Ein Follow-me ist kein Zufall. Es rückt aus, weil eine Crew Hilfe braucht oder der Flughafen es vorgibt. Das macht es zu einem guten Hinweis auf besondere Bewegungen.
  • Nicht jedes gelbe Auto lotst. Viele Betriebsfahrzeuge sind gelb und tragen Rundumleuchten. Erst die Leuchtschrift „Follow me“ macht das Fahrzeug eindeutig.
  • Sportwagen-Follow-mes sind Glückssache. Auch wo sie existieren, fahren sie nicht bei jeder Bewegung. Plane den Besuch nicht ausschließlich um das Auto herum.
  • Historisches als historisch behandeln. Fahrzeuge wechseln. Was vor einigen Jahren an einem Flughafen fuhr, muss heute nicht mehr dort sein.

Bereit für die Follow-me-Jagd?

Hak ab, was du schon weißt – am Ende siehst du, ob du vorbereitet bist.

  • Ich erkenne ein Follow-me an Leuchtschrift, Farbe und Rundumleuchte.
  • Ich weiß, welche Anlässe einen Follow-me-Einsatz wahrscheinlich machen.
  • Ich kenne einen öffentlichen Spot mit Blick aufs Vorfeld.
  • Ich verfolge den Verkehr live, um seltene Gäste früh zu erkennen.
  • Ich kenne die Regeln an meinem Spot und bleibe auf öffentlichen Flächen.

Spots, Sichtungen und Community in einer App

Finde Spots mit Blick aufs Vorfeld auf der Spot-Karte, poste deine Sichtungen und tausch dich in der Community über seltene Gäste aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Follow-me-Fahrzeuge sind die Lotsen des Rollfelds. Sie führen Crews sicher über unbekannte oder geänderte Rollwege, begleiten Baustellenverkehr und kontrollieren Pisten. Erkennbar sind sie an Gelb, Leuchtschrift und Rundumleuchten, auch wenn jeder Flughafen seinen eigenen Stil pflegt. Für Spotter sind sie doppelt interessant: als Hinweis auf besondere Gäste und als Motiv, vom nüchternen Transporter bis zum Lamborghini in Bologna.

Kurzfazit

Ein Follow-me fährt voraus, das Flugzeug rollt mit eigener Kraft hinterher. Es rückt aus, wenn eine Crew Hilfe braucht oder der Flughafen es vorschreibt – und genau deshalb lohnt sich ein zweiter Blick, wer da gerade hinterherrollt.

Zusammenfassung

  • Follow-me-Fahrzeuge sind Lotsenfahrzeuge des Flughafenbetreibers oder Bodendienstleisters. Sie führen Flugzeuge über Rollwege und Vorfeld, wenn eine Crew Hilfe braucht oder der Flughafen es vorgibt.
  • Anlässe sind unter anderem unbekannte Flughäfen, Sonderpositionen, geänderte Rollführung durch Baustellen, schlechte Sicht und große oder ungewöhnliche Muster.
  • Neben dem Vorausfahren übernehmen die Fahrzeuge Kontrollfahrten auf Pisten und Rollwegen und begleiten Fahrzeuge, die sich auf dem Rollfeld nicht selbst bewegen dürfen.
  • Für Spotter sind sie Hinweisgeber und Fotomotiv zugleich: Wer ein Follow-me ausrücken sieht, hat gute Chancen auf einen besonderen Gast.

Häufige Fragen

Was ist ein Follow-me-Fahrzeug?

Ein Follow-me-Fahrzeug ist ein Lotsenfahrzeug am Flughafen. Es fährt einem Flugzeug voraus und führt es über Rollwege und Vorfeld zu einer Parkposition, zur Piste oder zu einer Sonderfläche. Die Crew folgt einfach dem Fahrzeug, statt sich selbst anhand der Flugplatzkarte durch das Rollwegnetz zu arbeiten.

Wann wird ein Follow-me eingesetzt?

Typische Anlässe sind Crews, die einen Flughafen nicht kennen, Sonderpositionen abseits der üblichen Stands, kurzfristig geänderte Rollwege wegen Bauarbeiten, schlechte Sicht oder große Muster mit eingeschränkten Rollmöglichkeiten. Je nach Flughafen kann die Crew ein Follow-me anfordern, oder der Flughafen ordnet es an.

Woran erkenne ich ein Follow-me-Fahrzeug?

Meist an einer gelben Lackierung, häufig mit schwarz-gelbem oder anders gefärbtem Schachbrettmuster, an einem erhöhten Leuchtkasten mit der Aufschrift „Follow me“ und an Rundumleuchten auf dem Dach. Ein internationaler Einheitslook existiert nicht – manche Flughäfen setzen auf Kleintransporter, andere auf Pick-ups oder sogar Sportwagen.

Kostet ein Follow-me Geld?

An vielen Flughäfen ist die Lotsenfahrt eine Dienstleistung, die über die Entgelte des Flughafens oder Bodendienstleisters abgerechnet wird. Wie hoch die Kosten sind und ob sie pauschal enthalten sind, regelt jeder Flughafen selbst.

Wer fährt das Follow-me?

Das hängt vom Flughafen ab. Häufig sind es Mitarbeitende der Verkehrs- oder Vorfeldaufsicht des Betreibers, an manchen Flughäfen auch Marshaller, die das Flugzeug am Ende direkt auf die Parkposition einwinken. Sie stehen per Funk mit der Vorfeld- oder Rollkontrolle in Verbindung.

Fahren am Flughafen Bologna wirklich Lamborghini-Follow-mes?

Ja, Lamborghini stellt dem Flughafen Bologna seit 2013 Sportwagen als Follow-me zur Verfügung, 2020 kam ein Huracán EVO in mattem Grün mit orangefarbenem Karomuster hinzu. Die Marke hat ihren Stammsitz in der Region, und die Autos sind ein beliebtes Spotter-Motiv. Welches Modell gerade im Einsatz ist und ob es fährt, hängt von der Partnerschaft und vom Einsatzbedarf ab.

Darf ich Follow-me-Fahrzeuge fotografieren?

Von öffentlich zugänglichen Spots aus in aller Regel ja, genau wie die Flugzeuge selbst. Achte auf die Hausordnung von Besucherterrassen und auf die Regeln vor Ort. Auf dem Vorfeld selbst fotografierst du nur im Rahmen offizieller Führungen und mit Erlaubnis.

PT

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