Clickair

Historische spanische Low-Cost-Airline: 2006 auf Initiative von Iberia in Barcelona gegründet, nur Airbus A320 mit 180 Sitzen – und schon im Juli 2009 in Vueling aufgegangen.

Auch bekannt als: Catair · XG

SpanienSpanienLow-Cost-AirlinesIATA: XGICAO: CLI11 Min. Lesezeit

XG

IATA-Code

CLI

ICAO-Code

2006–2009

Jahre im Flugbetrieb

180

Sitze im Airbus A320

Das Wichtigste in Kürze

  • Clickair war eine spanische Low-Cost-Airline, die vom 1. Oktober 2006 bis Juli 2009 ab Barcelona flog.
  • Codes: IATA XG, ICAO CLI, Rufzeichen „CLICKJET“.
  • Iberia stand dahinter: Die Airline hielt 20 Prozent der Stimmrechte, aber rund 80 Prozent der wirtschaftlichen Rechte.
  • Die Flotte bestand nur aus Airbus A320 mit 180 Sitzen, viele davon gebrauchte Maschinen aus der Iberia-Flotte.
  • 2009 ging Clickair in Vueling auf; der Name verschwand, ein Großteil der Flugzeuge flog unter Vueling weiter.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Clickair im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Eigentümer: Iberia im Hintergrund
  4. 4.Die Flotte: nur Airbus A320
  5. 5.Netz und Basen
  6. 6.Die Fusion mit Vueling
  7. 7.Woran du Clickair erkennst
  8. 8.Clickair heute: Spuren für Spotter
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeXG
ICAO-CodeCLI
RufzeichenCLICKJET
DrehkreuzeBCN
StatusHistorisch – im Juli 2009 mit Vueling verschmolzen, seitdem fliegt die Flotte unter dem Namen Vueling
Gegründet2006, zunächst unter dem Arbeitsnamen Catair; erster Flug am 1. Oktober 2006 von Barcelona nach Sevilla
GeschäftsmodellLow-Cost-Airline mit Kurz- und Mittelstrecken innerhalb Spaniens und nach Europa sowie Nordafrika
SitzEl Prat de Llobregat bei Barcelona
DrehkreuzBarcelona-El Prat (BCN), dazu Basen unter anderem in Valencia, Sevilla, Málaga und Bilbao
EigentümerIberia mit der wirtschaftlichen Kontrolle, dazu die Investoren Cobra, Iberostar, Nefinsa und Quercus Equity
Allianzkeine eigene Mitgliedschaft; Codeshare mit Iberia und Anbindung an deren Vielfliegerprogramm
FlotteAusschließlich Airbus A320-200 mit 180 Sitzen in einer Klasse, zuletzt rund 26 Flugzeuge
NachfolgerVueling (IATA VY, ICAO VLG), seit 2013 Teil der International Airlines Group

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Clickair?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Nur ein Typ: der Airbus A320-200 der ersten Generation
  • Spanisches Kennzeichen mit EC- am Rumpf
  • Viele Maschinen stammten aus der Iberia-Flotte – die Kennzeichen tauchen in alten Iberia-Fotos wieder auf
  • Flugnummer mit XG, im Flugplan der Flugsicherung CLI bzw. Rufzeichen „CLICKJET“
  • Schwerpunkt Barcelona-El Prat, wo Clickair das Drehkreuz hatte
  • Nach der Fusion 2009 flogen viele der A320 in Vueling-Farben weiter

Wer zwischen 2006 und 2009 in Barcelona-El Prat am Zaun stand, hatte zwei spanische Low-Cost-Airlines mit Airbus A320 im Sucher, die auf vielen Strecken direkt gegeneinander flogen: Vueling und Clickair. Heute gibt es nur noch eine davon. Clickair war die Low-Cost-Antwort von Iberia auf den Billigflieger-Boom in Katalonien – und verschwand nach nicht einmal drei Jahren in einer Fusion. Diese Seite zeigt dir, wie die Airline aufgebaut war, welche Flugzeuge sie flog und wie du Clickair in alten Fotos und Logbüchern sicher zuordnest.

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Clickair im Überblick

Clickair war eine spanische Low-Cost-Airline mit Sitz in El Prat de Llobregat bei Barcelona. Gegründet wurde sie 2006 – anfangs unter dem Arbeitsnamen Catair, zusammengesetzt aus „Cat“ für Katalonien und „Air“. Kurz vor dem Start bekam sie den Namen, unter dem sie bekannt wurde. Der Verkauf der ersten Tickets begann im September 2006, und am 1. Oktober 2006 hob der erste Flug von Barcelona nach Sevilla ab. Zum Start standen drei Airbus A320 bereit, die fünf Strecken ab Barcelona bedienten.

Hinter dem Projekt stand Iberia. Die spanische Netzwerk-Airline wollte in Barcelona nicht länger zusehen, wie Low-Cost-Anbieter den Markt unter sich aufteilten. Statt die eigene Marke zu verbilligen, gründete sie eine eigenständige Gesellschaft mit eigenem Namen, eigener Kostenstruktur und eigenem Auftritt – ein Muster, das du bei vielen Netzwerk-Airlines wiederfindest. Wie solche Mehrmarken-Konstruktionen funktionieren, erklärt der Artikel zu Airline-Tochtergesellschaften und Markenstrategie.

Das Ende kam schnell. Im Sommer 2008 kündigten Clickair und Vueling an, sich zusammenzuschließen, im Juli 2009 war die Fusion abgeschlossen. Die gemeinsame Airline fliegt seitdem unter dem Namen Vueling, der Name Clickair verschwand aus den Flugplänen. Für Spotter ist sie heute ein Kapitel der spanischen Luftfahrtgeschichte – eines, das in vielen Fotoarchiven aus El Prat noch sehr präsent ist.

XGIATA-Code in der Flugnummer
CLIICAO-Code im Flugplan
EC-Kennzeichen-Präfix der spanischen Flotte

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code XG: stand in der Flugnummer, auf Anzeigetafeln und Tickets. Den Code hatte vorher eine andere spanische Gesellschaft genutzt, die ihren Passagierbetrieb eingestellt hatte.
  • ICAO-Code CLI: nutzte die Flugsicherung im Flugplan.
  • Rufzeichen CLICKJET: so meldete sich die Besatzung im Funk.

Für die Archivarbeit ist der Unterschied wichtig: Auf alten Abflugtafeln findest du XG und eine Nummer, in mitgeschnittenen Funkaufnahmen oder ADS-B-Logs dagegen CLI bzw. „CLICKJET“. Weil Clickair zusätzlich Codeshares mit Iberia anbot, konnte derselbe Flug außerdem mit einer IB-Nummer verkauft werden. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich zusammenhängen, liest du im Guide IATA- und ICAO-Codes erklärt, den Unterschied zwischen Rufzeichen und Flugnummer im Artikel Callsign und Flugnummer.

Codes nach der Fusion

Nach dem Zusammenschluss liefen die Flüge unter den Codes von Vueling, also VY und VLG. Taucht in einem Logbuch aus der zweiten Jahreshälfte 2009 eine ehemalige Clickair-Maschine mit VY-Flugnummer auf, ist das kein Fehler, sondern die Übergangszeit.

Eigentümer: Iberia im Hintergrund

Auf dem Papier war Clickair breit aufgestellt. Fünf Gesellschafter hielten jeweils 20 Prozent der Stimmrechte: Iberia, der Bau- und Dienstleistungskonzern Cobra, die Hotelgruppe Iberostar, die Investmentgesellschaft Nefinsa sowie Quercus Equity aus dem Umfeld der Gruppe Agrolimen. Wirtschaftlich sah es anders aus: Iberia besaß rund 80 Prozent der wirtschaftlichen Rechte, die anderen vier Partner je etwa 5 Prozent.

Damit war Clickair formal eine eigenständige Airline mit katalanischer Prägung, faktisch aber ein Low-Cost-Ableger von Iberia. Das zeigte sich auch im Alltag: Clickair bot Codeshare-Flüge mit Iberia an, und Fluggäste konnten Meilen im Vielfliegerprogramm von Iberia sammeln. Eine eigene Allianz-Mitgliedschaft hatte Clickair nicht.

Geführt wurde die Airline von Álex Cruz als Geschäftsführer, Präsident war Carlos Losada. Cruz spielte auch nach dem Ende von Clickair eine wichtige Rolle: Er übernahm die Leitung der fusionierten Vueling und stand später an der Spitze von British Airways.

Gesellschafter Stimmrechte Wirtschaftliche Rechte
Iberia 20 % rund 80 %
Cobra 20 % rund 5 %
Iberostar 20 % rund 5 %
Nefinsa 20 % rund 5 %
Quercus Equity 20 % rund 5 %

Die Flotte: nur Airbus A320

Clickair setzte konsequent auf einen einzigen Typ: den Airbus A320 in der Version -200. Alle Maschinen waren einheitlich mit 180 Sitzen in einer Klasse ausgestattet, angeordnet in Dreierreihen links und rechts des Mittelgangs. Das ist klassisches Low-Cost-Rezept: ein Typ, eine Kabine, ein Wartungsprogramm, austauschbare Crews.

Ein Teil der Flotte wurde neu übernommen, ein großer Teil stammte aber aus zweiter Hand – und zwar von Iberia selbst. Viele Clickair-A320 waren ursprünglich für die Mutter gebaut worden und wechselten innerhalb der Gruppe die Farben. Zuletzt umfasste die Flotte rund 26 Flugzeuge. Die ursprünglichen Pläne waren deutlich größer: Bis Ende 2008 sollten 30 A320 auf 70 Strecken unterwegs sein und rund 10 Millionen Fluggäste im Jahr befördern. Als die Treibstoffpreise 2008 stiegen, fuhr Clickair das Wachstum zurück und nahm statt der geplanten fünf nur ein weiteres Flugzeug auf.

Typ Sitze Herkunft Spotter-Hinweis
Airbus A320-200 180 (eine Klasse) teils neu, viele ex Iberia A320 der ersten Generation, spanisches EC-Kennzeichen

Hersteller ist Airbus. Neuere Typen wie die A320neo spielten bei Clickair keine Rolle – die neo kam erst Jahre nach dem Ende der Airline auf den Markt. Wer alte Fotos sortiert, kann also sicher sein: Eine Clickair-Maschine ist immer ein A320 der ersten Generation, heute oft „ceo“ genannt. Woran du ceo und neo auseinanderhältst, erklärt der Artikel A320neo oder ceo?. Wie du die Mitglieder der Familie unterscheidest, zeigt der Guide A318, A319, A320 und A321 sicher auseinanderhalten.

Die alten Iberia-A320 wiederfinden

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Netz und Basen

Das Herz von Clickair war der Flughafen Barcelona-El Prat. Von hier aus flog die Airline innerhalb Spaniens und zu Zielen in Europa, außerdem nach Marokko und Tunesien. Je nach Quelle und Zeitpunkt werden knapp 40 bis gut 40 Ziele genannt – das Netz änderte sich in den drei Jahren mehrfach. Von Barcelona aus ging es unter anderem nach Amsterdam, Athen, Lissabon, Rom-Fiumicino und Zürich.

Neben Barcelona baute Clickair weitere Basen auf, an denen Flugzeuge über Nacht stationiert waren. Anfang 2008 waren das neben Barcelona die Flughäfen Valencia, Sevilla, Málaga, Bilbao und A Coruña. Von Valencia aus bediente Clickair zum Beispiel London-Heathrow, Paris-Orly und Mailand-Malpensa – für eine Low-Cost-Airline bemerkenswerte Ziele, weil viele Billigflieger solche großen und teuren Flughäfen meiden.

Beim Preis spielte Clickair das typische Spiel der Branche mit: Zum Start warb die Airline mit Aktionstarifen von 9 Euro pro Strecke inklusive Steuern und Gebühren, Gepäck kostete extra. Wie dieses Modell wirtschaftlich funktioniert, erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.

2006

Gründung als Catair, Umbenennung in Clickair und erster Flug am 1. Oktober von Barcelona nach Sevilla.

2007

Ausbau von Flotte und Netz, neue Basen außerhalb Barcelonas.

2008

Steigende Treibstoffpreise bremsen das Wachstum, im Sommer kündigen Clickair und Vueling ihre Fusion an.

2009

Im Juli ist die Fusion vollzogen, die gemeinsame Airline fliegt unter dem Namen Vueling.

Die Fusion mit Vueling

Clickair und Vueling waren Nachbarn mit gleichem Rezept. Beide flogen Airbus A320, beide hatten ihr Drehkreuz in El Prat, beide wollten den Markt in Barcelona mit niedrigen Preisen erobern. Für Spotter bedeutete das in diesen Jahren ein abwechslungsreiches Bild an den Pisten von El Prat – für die Airlines selbst aber vor allem einen teuren Preiskampf auf denselben Strecken.

2008 kam der Druck von außen dazu: Die Treibstoffpreise stiegen stark, und beide Gesellschaften mussten sparen. Im Sommer 2008 gaben Clickair und Vueling bekannt, dass sie sich zusammenschließen wollen, mit Iberia als wichtigstem industriellen Partner. Im Juli 2009 war die Fusion abgeschlossen. Die Quellen nennen für den letzten Tag unter eigenem Namen leicht unterschiedliche Daten, einig sind sie sich aber im Ergebnis: Die neue Airline trägt den Namen Vueling, behält deren Codes VY und VLG, und Álex Cruz von Clickair übernimmt die Führung.

Iberia blieb danach großer Anteilseigner der neuen Vueling. 2013 übernahm die International Airlines Group, zu der auch Iberia gehört, die Kontrolle über Vueling. Damit landete Clickair auf Umwegen genau dort, wo das Projekt einst begonnen hatte: im Iberia-Umfeld.

Nicht verwechseln mit Iberia Express

Iberia gründete später eine weitere Low-Cost-Tochter: Iberia Express mit Schwerpunkt Madrid. Mit Clickair hat sie direkt nichts zu tun – sie entstand erst nach der Fusion und unter einem eigenen Namen.

Woran du Clickair erkennst

Weil es die Airline seit 2009 nicht mehr gibt, geht es beim Erkennen vor allem um alte Fotos, Logbücher und die Lebensläufe einzelner Flugzeuge. Diese Merkmale helfen dir dabei:

  • Typ: Bei Clickair war es immer ein Airbus A320-200. Ein A319, A321 oder ein Boeing-Muster schließt Clickair aus.
  • Kennzeichen: Die Flotte war in Spanien registriert, du siehst also ein EC- vor den Buchstaben.
  • Schriftzug: Der Name „clickair“ auf dem Rumpf ist das sicherste Merkmal – das Kennzeichen bestätigt die Zuordnung.
  • Ort und Zeit: Fotos aus Barcelona, Valencia, Sevilla, Málaga, Bilbao oder A Coruña zwischen Herbst 2006 und Sommer 2009 sind typisch.
  • Codes: XG in der Flugnummer, CLI bzw. „CLICKJET“ im Funk.

Ein spannender Nebenaspekt sind die Flugzeuge selbst. Viele Clickair-A320 haben drei Leben hinter sich: erst Iberia, dann Clickair, dann Vueling oder ein anderer Betreiber. Rund 20 Maschinen gingen nach der Fusion an Vueling, die übrigen wechselten zu anderen Airlines, einige wurden zunächst abgestellt. Wer ein Kennzeichen über die Jahre verfolgt, kann so dieselbe Maschine in mehreren Lackierungen dokumentieren. Bei Übergängen tauchen manchmal auch Mischformen auf – wie du solche Zwischenstände erkennst, erklärt der Artikel zu Hybrid- und Mischlackierungen.

Spricht für Clickair

  • Airbus A320 mit spanischem EC-Kennzeichen
  • Schriftzug „clickair“ am Rumpf
  • Aufnahme aus Barcelona oder einer der Basen
  • Datum zwischen Oktober 2006 und Juli 2009

Spricht dagegen

  • Anderer Typ als A320, etwa A319 oder A321
  • Foto nach Sommer 2009
  • Flugnummer mit VY – dann ist es Vueling
  • Flugnummer mit IB ohne Clickair-Schriftzug – dann ist es Iberia

Clickair heute: Spuren für Spotter

Clickair-Flugzeuge in Originalfarben wirst du heute nicht mehr sehen. Spannend bleibt die Airline trotzdem, und zwar auf drei Wegen.

Erstens im Archiv. Wer zwischen 2006 und 2009 in El Prat oder an den spanischen Basen fotografiert hat, hat sehr wahrscheinlich Clickair auf der Speicherkarte. Diese Aufnahmen sind heute kleine Zeitdokumente – vor allem, wenn Kennzeichen, Datum und Ort sauber notiert sind. Tipps zur Ablage findest du im Artikel Flugzeugfotos archivieren.

Zweitens über die Kennzeichen. Viele ehemalige Clickair-A320 flogen nach 2009 unter anderem Namen weiter. Mit dem Kennzeichen kannst du verfolgen, wo eine Maschine geblieben ist. Wie du die Geschichte eines Flugzeugs anhand der Registrierung recherchierst, zeigt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen; wie du eine bestimmte Maschine weiterverfolgst, erklärt der Artikel Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.

Drittens am Ort des Geschehens. In Barcelona prägt heute vor allem Vueling das Bild – die Airline, in der Clickair aufgegangen ist. Wenn du dort spotten willst, helfen dir der Planespotting-Guide für Barcelona und der Spot am Mirador de aviones El Prat. Zum Vergleich lohnt sich ein Blick auf eine andere verschwundene Airline aus Barcelona: Spanair, die 2012 den Flugbetrieb einstellte.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren – das gilt in Barcelona genauso wie an jedem anderen Flughafen.

Häufige Verwechslungen

  • Clickair für eine eigenständige Airline ohne Iberia halten – formal gab es fünf Gesellschafter, wirtschaftlich gehörte der Großteil Iberia.
  • Clickair mit Iberia Express verwechseln – Iberia Express ist eine spätere, eigene Low-Cost-Tochter mit Schwerpunkt Madrid.
  • Clickair und Vueling vor 2009 gleichsetzen – bis zur Fusion waren es zwei konkurrierende Airlines am selben Flughafen.
  • XG-Flüge späteren Airlines zuordnen – IATA-Codes werden nach dem Ende einer Airline teils neu vergeben. Ordne XG deshalb immer zusammen mit dem Datum zu.
  • Eine Clickair-Maschine als A320neo notieren – Clickair flog nur A320 der ersten Generation.

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Fazit

Clickair war ein kurzes, aber typisches Kapitel der europäischen Low-Cost-Geschichte: eine Netzwerk-Airline gründet einen günstigen Ableger, der mit einem Konkurrenten am selben Flughafen um dieselben Fluggäste kämpft – bis beide zusammengehen. Für Spotter bleibt eine klare Formel: A320, EC-Kennzeichen, Barcelona, 2006 bis 2009. Wer dazu das Kennzeichen notiert, kann die Geschichte der Flugzeuge bis heute weiterverfolgen.

Kurzfazit

Clickair (IATA XG, ICAO CLI) war der Low-Cost-Ableger von Iberia in Barcelona. Die Airline flog von 2006 bis 2009 nur Airbus A320 und ging im Juli 2009 in Vueling auf.

Zusammenfassung

  • Clickair entstand 2006 als Antwort von Iberia auf den Low-Cost-Boom in Barcelona und startete mit drei A320 auf fünf Strecken.
  • Die Airline flog ausschließlich Airbus A320 in einer Klasse und baute Basen in mehreren spanischen Städten auf.
  • Hohe Treibstoffpreise und die direkte Konkurrenz zu Vueling am selben Flughafen führten 2008 zur Ankündigung der Fusion.
  • Seit Juli 2009 gibt es Clickair nicht mehr – für Spotter ist die Airline heute ein Archivthema, dessen Spuren in den Lebensläufen vieler A320 weiterleben.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Clickair?

Clickair flog mit dem IATA-Code XG und dem ICAO-Code CLI. Im Funk meldete sich die Besatzung mit „CLICKJET“. Den Code XG hatte zuvor eine andere spanische Gesellschaft genutzt. Nach der Fusion flogen die Verbindungen unter den Vueling-Codes VY und VLG.

Wann gab es Clickair?

Gegründet wurde die Airline 2006, der erste Flug ging am 1. Oktober 2006 von Barcelona nach Sevilla. Im Juli 2009 wurde die Fusion mit Vueling abgeschlossen, und Clickair stellte den Flugbetrieb unter eigenem Namen ein. Insgesamt flog die Marke also knapp drei Jahre.

Gehörte Clickair zu Iberia?

Im Kern ja. Iberia hatte die Airline initiiert und hielt formal 20 Prozent der Stimmrechte, besaß aber rund 80 Prozent der wirtschaftlichen Rechte. Die übrigen Anteile verteilten sich auf die spanischen Unternehmen Cobra, Iberostar, Nefinsa und Quercus Equity. Clickair bot Codeshare-Flüge mit Iberia an und war an deren Vielfliegerprogramm angebunden.

Welche Flugzeuge flog Clickair?

Ausschließlich den Airbus A320-200, einheitlich mit 180 Sitzen in einer Klasse. Zuletzt waren es rund 26 Flugzeuge. Ein Teil wurde neu übernommen, viele Maschinen waren gebrauchte A320, die ursprünglich für Iberia gebaut worden waren.

Warum fusionierten Clickair und Vueling?

Beide Airlines flogen ab Barcelona-El Prat und konkurrierten auf vielen gleichen Strecken. 2008 stiegen die Treibstoffpreise stark, und beide Gesellschaften suchten Wege, Kosten zu sparen. Im Sommer 2008 kündigten sie den Zusammenschluss an, im Juli 2009 war er vollzogen. Die gemeinsame Airline trägt den Namen Vueling.

Was wurde aus den Clickair-Flugzeugen?

Rund 20 Maschinen gingen in die Flotte von Vueling über und flogen dort in neuen Farben weiter. Die übrigen A320 wechselten zu anderen Betreibern, einige wurden zunächst abgestellt. Wenn du alte Fotos zuordnen willst, lohnt sich deshalb ein Blick in die Kennzeichen-Historie.

Wer leitete Clickair?

Geschäftsführer war Álex Cruz, Präsident Carlos Losada. Cruz übernahm nach der Fusion die Führung der neuen Vueling und war später auch Chef von British Airways.

Clickair im Blick behalten

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