Das Wichtigste in Kürze
- Air Chathams ist eine neuseeländische Regionalairline im Familienbesitz, gegründet 1984 für die Verbindung der Chatham-Inseln mit dem Festland.
- Codes: IATA 3C, ICAO CVA, Rufzeichen „CHATHAM“.
- Heute fliegt sie Turboprops: Saab 340 und ATR 72-500, für Pitt Island eine Cessna 206.
- Die Oldtimer sind Geschichte: Der letzte Convair-580-Linienflug ging im Juli 2021, die DC-3 verließ Neuseeland im Februar 2025.
- Neben den Inseln verbindet Air Chathams Auckland mit Regionalflughäfen wie Whakatāne und Whanganui.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | 3C |
|---|---|
| ICAO-Code | CVA |
| Rufzeichen | CHATHAM |
| Drehkreuze | CHT, AKL |
| Geschäftsmodell | Regionalairline für Passagiere und Fracht, dazu Charter |
| Heimatbasis | Chatham Islands / Tuuta Airport (CHT), Betriebs- und Wartungsbasis in Auckland (AKL) |
| Gegründet | 1984 von Craig und Marion Emeny |
| Eigentümer | Familie Emeny, neuseeländisches Familienunternehmen |
| Allianz | keine; seit März 2026 Interline-Partnerschaft mit Air New Zealand |
| Flotte (Stand 2025/2026) | Saab 340A/B, ATR 72-500, Cessna 206, dazu eine Aero Commander für Vermessungsflüge |
| Historische Typen | Convair 580 (bis 2021), Fairchild Metro (bis 2024), Douglas DC-3 (bis Februar 2025) |
| Kennzeichen | Neuseeländische ZK-Registrierungen, viele mit der Folge ZK-CI… |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Chathams?
- Kleine Turboprops: Saab 340 als Rückgrat, dazu zwei ATR 72-500
- Neuseeländische Kennzeichen mit ZK-, bei vielen Maschinen in der Folge ZK-CI… (naheliegend als Kürzel für Chatham Islands)
- Auf Trackern mit ICAO-Code CVA und Rufzeichen „CHATHAM“
- Flugnummern mit dem IATA-Code 3C
- Einsatz auch als Frachter: Saab 340 in Frachtversion bringen unter anderem Fisch und Meeresfrüchte von den Inseln
- Typisches Ziel: Tuuta Airport auf Chatham Island, rund 800 Kilometer östlich des Festlands
Es gibt Airlines, die du wegen ihrer Größe kennst – und Airlines, die du wegen eines einzigen Flugzeugtyps nicht vergisst. Air Chathams gehört zur zweiten Sorte. Die kleine Familienairline aus Neuseeland flog bis 2021 nach Angaben von Luftfahrtchronisten als letzte Gesellschaft der Welt die Convair 580 im Passagier-Linienverkehr und hielt bis Anfang 2025 eine Douglas DC-3 in der Luft. Heute ist die Flotte moderner, aber nicht weniger spannend: Saab 340, ATR 72-500 und eine Cessna für den kurzen Inselsprung nach Pitt Island. Hier erfährst du, wie du Air Chathams einordnest, erkennst und wo du sie spottest.
Jede ZK-CI im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – und siehst in deinem Hangar, welche Air-Chathams-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Chathams im Überblick
Air Chathams ist eine neuseeländische Regionalairline, die Craig und Marion Emeny 1984 gegründet haben und bis heute als Familie führen. Gegründet wurde sie, um die abgelegene Inselgemeinschaft der Chathams anzubinden. Laut Air Chathams transportierten die ersten Flüge lebende Langusten von Pitt Island über Chatham Island bis nach Gisborne – mit einer Cessna Super Skymaster.
Aus diesem Frachtgeschäft wuchs Schritt für Schritt ein Linienbetrieb. 1991 begannen planmäßige Passagierflüge von den Chathams nach Wellington und Napier, 1993 kam Christchurch dazu. Seit 1996 ist Air Chathams nach eigenen Angaben die einzige Airline, die die Inseln mit dem neuseeländischen Festland verbindet. Geschäftsführer ist heute Duane Emeny.
Die Chatham-Inseln liegen rund 800 Kilometer östlich der Südinsel mitten im Pazifik. Für die wenigen Hundert Einwohner ist die Airline Lebensader: Sie bringt Passagiere, Post, Lebensmittel und Ersatzteile und fliegt Fisch und Meeresfrüchte zurück aufs Festland. Genau diese Mischung aus Passagier- und Frachtbetrieb prägt bis heute die Flotte.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code 3C: steht in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code CVA: nutzt die Flugsicherung im Flugplan, und so erscheint die Airline auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen CHATHAM: damit meldet sich die Crew im Funk.
Dass der ICAO-Code CVA nicht nach „Chathams“ klingt, hat einen einfachen Grund: Auch ICAO-Codes sind reine Kennungen und müssen nicht zum Namen passen. Wenn du Air Chathams im Tracker suchst, filterst du am besten nach CVA. Wie du Tracker-Daten richtig liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Einzelne Maschinen verfolgen
Bei einer so kleinen Flotte lohnt es sich, nach Kennzeichen statt nach Flugnummer zu suchen. Wie das funktioniert, zeigt der Artikel Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Die Flotte heute: Saab, ATR und eine Cessna
Laut der Website der Airline und der Flottenübersicht auf Wikipedia (Stand 2025) setzt Air Chathams rund zehn Flugzeuge ein. Zeitkritisch gilt: Kleine Flotten ändern sich schnell, einzelne Maschinen kommen hinzu oder werden verkauft.
| Typ | Rolle | Sitze | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Saab 340A / 340B | Rückgrat im Linien- und Frachtverkehr | rund 34–36 | Mehrere Exemplare, teils reine Frachter |
| ATR 72-500 | Chathams-Verkehr in Spitzenzeiten, Charter und Reisegruppen | 68 | Zwei Maschinen, ex Mount Cook Airline |
| Cessna 206 | Inselsprung Chatham Island – Pitt Island | 5 | Einziger Kolbenmotor der Flotte |
| Aero Commander 690A | Luftbildvermessung, Charter | 4 | Selten im normalen Linienbild |
Die Saab 340 ist heute das wichtigste Flugzeug der Airline. Den ersten planmäßigen Passagierflug mit einer Saab auf die Chathams flog ZK-CIY im März 2021. 2023 kamen weitere Exemplare aus Australien dazu, darunter die Frachter ZK-CIW und ZK-CIX und die Passagiermaschine ZK-CIT; ZK-CIW und ZK-CIT gingen im August 2024 in Dienst. Hersteller ist Saab aus Schweden – Air Chathams nennt die Saab auf ihrer Website liebevoll ihre „Swedish princess“.
Die beiden ATR 72-500 stammen von Mount Cook Airline, der früheren Turboprop-Tochter von Air New Zealand. ZK-MCO übernahm im Oktober 2020 die Chathams-Strecke von der Convair; dafür wurde sie so umgerüstet, dass sie auch Fracht und Rettungsinseln für die lange Überwasserstrecke mitnimmt. Die zweite ATR, ZK-MCU, flog im Dezember 2022 ihren ersten Umlauf. Auch die beiden ATR-Kennzeichen erzählen also noch von ihrer Herkunft. Mehr zum Hersteller findest du auf der Seite zu ATR.
Nur noch die Frachter-Saab fehlt?
Setz einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Oldtimer-Ära: Convair 580, Metro und DC-3
Wer den Namen Air Chathams kennt, denkt meist an die Convair. Die Convair CV-580 ist ein umgebauter Kolbenmotor-Airliner aus den 1950er-Jahren, der später Allison-Turboprops bekam. Bei Air Chathams war sie über Jahrzehnte das Arbeitspferd für die lange Strecke über den Pazifik: robust, mit großer Frachtkapazität und für die Inselpiste gut geeignet.
Die Convair-Flotte
Über die Jahre gingen mehrere Convair 580 durch die Hände der Airline. Laut der Regionalluftfahrt-Chronik 3rd Level New Zealand nahm ZK-CIB im Juli 1996 den Chathams-Dienst auf. 2005 folgten weitere Exemplare aus Kanada, darunter ZK-CIE und ZK-CIF. ZK-CIB flog am 6. September 2019 auch den ersten planmäßigen Flug nach Norfolk Island. Dazu kamen Frachter wie ZK-KFL, die zum Teil von Air Freight NZ übernommen wurden und Fisch von den Inseln brachten.
Das Ende 2021
Der Corona-Lockdown im März 2020 beschleunigte den Abschied. ZK-KFL wurde im Oktober 2020 abgestellt, ZK-CIE flog im April 2021 zum letzten Mal. Am 23. Juli 2021 flog ZK-CIB den letzten planmäßigen Convair-Passagierflug – nach Angaben von 3rd Level New Zealand der letzte Convair-580-Linienflug mit Passagieren weltweit. Ein letzter Frachtflug mit lebenden Langusten folgte im September 2021, bevor ZK-CIB 2022 zu ihrem neuen Zuhause im National Toy and Transport Museum in Wānaka überführt wurde. Wie du solche Abschiede gezielt planst, zeigt der Guide zu Abschiedsflügen.
Metro und DC-3
Neben der Convair setzte Air Chathams ab Mitte der 1990er-Jahre auch die schlanke Fairchild Swearingen Metro ein, unter anderem ab 2015 auf der Strecke Auckland–Whakatāne. Die Metros gingen bis 2024 nach Australien.
Das romantischste Kapitel schrieb die Douglas DC-3 ZK-AWP. Sie flog ab Oktober 2015 im neuseeländischen Sommer planmäßig nach Whakatāne. Weil neue Sicherheitsvorgaben für Pistenbereiche das ab 2017 erschwerten, wechselte sie in den Charter- und Rundflugdienst, Ende 2019 bekam sie eine Bemalung im Stil der früheren Staatsairline NAC. Im Januar und Februar 2025 flog sie ihre letzte Saison und verließ Neuseeland am 8. Februar 2025 Richtung Darwin. Die Geschichte des Typs erzählt der Artikel zur Douglas DC-3.
Historisch, nicht aktuell
Convair 580, Metro und DC-3 sind bei Air Chathams Geschichte. Wenn du heute in Neuseeland auf eine Air-Chathams-Maschine triffst, ist es fast immer eine Saab 340 oder eine ATR 72. Alte Spotterberichte mit Convair-Sichtungen beschreiben die Zeit bis 2021.
Woran du Air Chathams erkennst
Die Flotte wirkt auf den ersten Blick bunt gemischt, weil viele Maschinen gebraucht übernommen wurden. Ein paar Merkmale helfen dir trotzdem beim Zuordnen:
- Typenmix: Saab 340 und ATR 72-500 sind die Typen, die du im Linienbetrieb am häufigsten siehst. Im neuseeländischen Inlandsverkehr fliegt Air New Zealand die neuere ATR-Generation – eine 72-500 mit CVA im Tracker ist also ein guter Hinweis.
- Kennzeichen: Viele Air-Chathams-Maschinen tragen die Buchstabenfolge ZK-CI… – naheliegend als Kürzel für Chatham Islands. Die ATR-Kennzeichen ZK-MCO und ZK-MCU verraten dagegen noch die Mount-Cook-Herkunft.
- Frachtbetrieb: Einige Saab sind reine Frachter. Achte auf fehlende oder abgedeckte Kabinenfenster; mehr dazu im Guide Frachtflugzeuge erkennen.
Wie du Turboprops generell auseinanderhältst, zeigt der Guide ATR, Dash 8 und andere Turboprops unterscheiden. Für die Unterscheidung ATR 72-500 gegen 72-600 helfen dir die Seiten zur ATR 72-500 und ATR 72-600. Wenn du Oldtimer generell sicherer bestimmen willst, hilft der Guide Historische Flugzeuge erkennen.
Typ prüfen
Saab 340 oder ATR 72-500? Die Saab ist deutlich kleiner und hat ein tiefliegendes Höhenleitwerk, die ATR ist ein Schulterdecker mit T-Leitwerk.
Kennzeichen lesen
ZK-CI… deutet stark auf Air Chathams hin; bei der ATR sind es ZK-MCO und ZK-MCU.
Tracker abgleichen
CVA plus Flugnummer bestätigt den Betreiber, auch bei Charterflügen.
Sauber notieren
Halte Kennzeichen, Typ und Flughafen getrennt fest – bei Gebrauchtmaschinen hilft das später bei der Historie.
Streckennetz: Inseln und Regionen
Kern des Netzes sind die Verbindungen von Tuuta Airport (CHT) auf Chatham Island nach Auckland, Wellington und Christchurch. Die Piste wurde 2024 mit staatlicher Förderung auf 1.850 Meter verlängert und auf 45 Meter verbreitert. Nach Pitt Island fliegt die Cessna 206 auf Anfrage – eine der kürzesten und abgelegensten Verbindungen Neuseelands.
Auf dem Festland ist Air Chathams vor allem dort eingesprungen, wo sich Air New Zealand zurückgezogen hatte. So kam 2015 Auckland–Whakatāne dazu, 2016 Auckland–Whanganui und 2018 Auckland–Kāpiti Coast. Seit 2014 hat die Airline zudem eine Betriebs- und Wartungsbasis am Flughafen Auckland.
Das Netz bleibt beweglich. Die Strecke von Auckland nach Norfolk Island, die Air Chathams ab September 2019 bediente, endete im April 2025. Auch die Kāpiti Coast hat Air Chathams wegen gestiegener Kosten aufgegeben, der letzte Flug ging laut Berichten Ende Juli 2026. Seit dem 24. März 2026 kannst du Air-Chathams-Flüge über eine Interline-Partnerschaft auch gemeinsam mit Air-New-Zealand-Flügen buchen. Zum Start war Whakatāne dabei, seit August 2026 auch Whanganui und die Chathams-Strecken.
Ein Blick zurück: Chathams Pacific
Ab Ende der 2000er-Jahre betrieb die Tochter Chathams Pacific Inlandsflüge im Königreich Tonga, unter anderem mit Convair 580. Im März 2013 endeten die planmäßigen Flüge in Tonga.
Gute Chancen auf Air Chathams, wenn …
- du in Auckland, Wellington oder Christchurch spottest und ein Chathams-Umlauf im Plan steht
- du an Regionalflughäfen wie Whakatāne oder Whanganui bist
- Hauptsaison ist und die ATR zusätzlich für Reisegruppen fliegt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken wurden mehrfach eingestellt
- du eine bestimmte Frachter-Saab suchst, die nicht nach festem Plan fliegt
Eher kein Air-Chathams-Tag, wenn …
- du außerhalb Neuseelands bist – international fliegt die Airline seit dem Ende von Norfolk Island keine Linie mehr
Air Chathams spotten
Für die meisten Spotter aus Europa ist Air Chathams ein Reiseziel. Am einfachsten triffst du die Airline in Auckland, wo sie ihre Festlandbasis hat, sowie in Wellington und Christchurch. Die Flugfrequenzen sind gering, oft gibt es nur wenige Umläufe pro Tag – plane deinen Spot-Besuch deshalb genau nach dem Flugplan. Wie du Ankunfts- und Abflugpläne auswertest, steht im Guide Abflug- und Ankunftstafeln nutzen.
Für Turboprops gilt fototechnisch eine Besonderheit: Mit zu kurzer Belichtungszeit frierst du die Propeller ein, und das Flugzeug wirkt wie ein Modell. Wie du Propellerbewegung sichtbar machst, erklärt der Artikel Propeller fotografieren.
Wer richtig Abenteuer will, fliegt selbst auf die Chatham-Inseln. Dort bist du nah dran an einem der abgelegensten Flughäfen Neuseelands und siehst den gesamten Inselverkehr der Airline. Beim Fotografieren gelten auch dort die üblichen Regeln: nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, keine Drohne in Flughafennähe.
Sicherheit und Regeln
Kleine Flughäfen wirken oft offen, trotzdem sind Vorfeld und Pistenbereich tabu. Was beim Spotten grundsätzlich erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Jede ATR in Neuseeland für Air New Zealand halten – eine ATR 72-500 mit CVA im Tracker gehört zu Air Chathams.
- Air Chathams für eine Air-New-Zealand-Tochter halten – sie ist ein eigenständiges Familienunternehmen mit einer Interline-Partnerschaft.
- Die Convair noch in Neuseeland erwarten – der letzte Linienflug war im Juli 2021.
- ZK-CID eindeutig zuordnen – das Kennzeichen trug zuerst eine Convair 580, später eine Metro.
- Chathams Pacific mit Air Chathams gleichsetzen – die Tonga-Tochter ist seit 2013 Geschichte.
Air Chathams im Blick behalten
Lass dich bei Anflug oder Landung einzelner Kennzeichen benachrichtigen und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Chathams ist der Beweis, dass auch eine Airline mit rund zehn Flugzeugen Luftfahrtgeschichte schreiben kann. Gegründet für die Versorgung abgelegener Inseln, wurde sie zur letzten Bastion der Convair 580 und zum Zuhause einer fliegenden DC-3. Heute stehen Saab 340 und ATR 72-500 im Mittelpunkt – weniger nostalgisch, aber mit einer überschaubaren Flotte, die du komplett erfassen kannst. Wie das gelingt, zeigt der Guide Registrierungen sammeln.
Kurzfazit
Air Chathams (IATA 3C, ICAO CVA) ist eine familiengeführte Regionalairline aus Neuseeland. Heute fliegt sie Saab 340 und ATR 72-500, bis 2021 war sie die letzte Linienbetreiberin der Convair 580.
Zusammenfassung
- Air Chathams ist eine kleine, familiengeführte Airline, die vor allem die abgelegenen Chatham-Inseln mit Auckland, Wellington und Christchurch verbindet.
- Für Spotter war sie jahrzehntelang ein Pilgerziel: Bis 2021 flog sie die Convair 580 im Linienverkehr, bis Anfang 2025 eine DC-3 im Rundflugdienst.
- Die heutige Flotte besteht aus Saab 340 und ATR 72-500 – weniger exotisch, aber mit vielen ZK-CI-Kennzeichen gut zu sammeln.
- Das Streckennetz auf dem Festland hat sich mehrfach verändert; Norfolk Island und die Kāpiti Coast sind inzwischen wieder weggefallen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Chathams?
Der IATA-Code von Air Chathams ist 3C, der ICAO-Code CVA. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „CHATHAM“. Auf Flugtrackern taucht meist CVA plus Flugnummer auf.
Fliegt Air Chathams noch die Convair 580?
Nein. Die Convair 580 ist bei Air Chathams Geschichte. Den letzten planmäßigen Passagierflug mit dem Typ flog ZK-CIB am 23. Juli 2021 – damit endete laut der neuseeländischen Regionalluftfahrt-Chronik 3rd Level New Zealand der weltweit letzte Convair-580-Linienverkehr mit Passagieren. ZK-CIB steht heute im National Toy and Transport Museum in Wānaka.
Welche Flugzeuge fliegt Air Chathams heute?
Das Rückgrat bilden Saab 340 in Passagier- und Frachtversion. Dazu kommen zwei ATR 72-500, die ursprünglich bei Mount Cook Airline flogen, eine Cessna 206 für den Inselverkehr nach Pitt Island und eine Aero Commander für Vermessungsflüge. Insgesamt sind es rund zehn Flugzeuge.
Was ist mit der DC-3 von Air Chathams passiert?
Die Douglas DC-3 ZK-AWP flog zunächst saisonale Linienflüge nach Whakatāne, später vor allem Charter- und Rundflüge, zeitweise in den Farben der früheren neuseeländischen Staatsairline NAC. Ihre letzte Saison war im Januar und Februar 2025, danach wurde sie nach Australien verkauft und am 8. Februar 2025 nach Darwin überführt.
Wo liegen die Chatham-Inseln?
Die Chatham-Inseln liegen im Südpazifik, rund 800 Kilometer östlich der neuseeländischen Südinsel. Hauptflughafen ist Tuuta Airport (IATA CHT, ICAO NZCI) auf Chatham Island. Von dort fliegt Air Chathams nach Auckland, Wellington und Christchurch, nach Pitt Island auf Anfrage.
Gehört Air Chathams zu Air New Zealand?
Nein. Air Chathams ist ein eigenständiges Familienunternehmen. Im Dezember 2025 wurde aber eine Interline-Partnerschaft angekündigt: Seit dem 24. März 2026 kannst du Flüge beider Airlines auf einem Ticket buchen, das Gepäck wird durchgecheckt.
Fliegt Air Chathams noch nach Norfolk Island?
Nein. Air Chathams flog ab September 2019 regelmäßig von Auckland nach Norfolk Island und hat die Strecke im April 2025 eingestellt. Als Grund nannte die Airline gestiegene Betriebskosten.
Air Chathams im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Saab 340
Tiefdecker, zwei Vierblatt-Propeller, ein ganz normales Leitwerk und ein kurzer, rundlicher Rumpf: Der Saab 340 ist der schwedische Klassiker unter den Regional-Turboprops. So erkennst du ihn und weißt, wo er heute noch fliegt.
FlugzeugtypATR 72-500
Sechs Propellerblätter, Hochdecker, T-Leitwerk – und von außen fast nicht von der -600 zu unterscheiden: Die ATR 72-500 ist die meistgebaute ATR 72 vor der aktuellen Generation. So grenzt du sie sauber ab.
FlugzeugtypConvair CV-580
Aus einem Kolbenmotor-Airliner der 1950er wurde mit Allison-Turboprops ein zäher Dauerläufer: Die CV-580 flog Passagiere, Fracht, Löschmittel und Messgeräte. So erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypDouglas DC-3 / C-47
Zwei Sternmotoren, Spornrad, schräg stehender Rumpf am Boden: Die DC-3 und ihre Militärschwester C-47 sind Legenden. So erkennst du sie und so findest du die letzten Flieger in Europa.
FlugzeugtypFairchild Swearingen Metro
Lang, dünn, laut und erstaunlich zäh: Die Swearingen Metro aus San Antonio war der Zubringer-Turboprop der 1970er- und 80er-Jahre und fliegt heute vor allem Fracht. So erkennst du Metro, Merlin und Expediter.
Weitere Airlines
Air New Zealand
Neuseelands Flag Carrier aus Auckland: Star-Alliance-Mitglied, Erstkunde der Boeing 787-9, schwarzes Leitwerk mit weißem Koru – und bekannt für Sicherheitsvideos, die eher an Kurzfilme erinnern.
RegionalQantasLink
Die Regionalmarke von Qantas verbindet Australiens Hauptstädte mit Bergbauorten, Inseln und Provinzstädten – geflogen von mehreren Gesellschaften mit Dash 8, A220, Airbus-Jets und Fokker 100.
RegionalCape Air
Die Commuter-Airline aus Hyannis fliegt seit 1989 mit neunsitzigen Kolbenmotor-Zweimots zu Inseln und Kleinstädten – von Cape Cod über die Karibik bis nach Montana. Für Spotter ist sie eine der letzten Linien-Airlines mit Cessna 402.
RegionalHarbour Air
Nordamerikas größte Wasserflugzeug-Airline aus British Columbia: Beaver, Otter und Twin Otter starten mitten in Vancouver und Victoria, dazu testet Harbour Air seit 2019 eine elektrische Beaver.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Saab
Saab aus Schweden hat zwei Gesichter: Für Airline-Spotter steht der Name für die Turboprops Saab 340 und Saab 2000, die bis heute bei Regionalairlines fliegen. Auf Airshows und Militärflugplätzen ist es der Gripen – und mit dem GlobalEye baut Saab ein fliegendes Radar auf Basis eines Businessjets.
HerstellerATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
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