Das Wichtigste in Kürze
- Die A-10 ist ein reines Erdkampfflugzeug: gebaut, um langsam und tief über dem Gefechtsfeld zu fliegen und Bodentruppen direkt zu unterstützen.
- Schnellster Erkennungsweg: zwei Triebwerke hoch am Heck, Doppelleitwerk und ein gerader, langer Flügel.
- Herz des Flugzeugs ist die 30-mm-Kanone GAU-8/A Avenger – um sie herum wurde die A-10 konstruiert.
- Für deutsche Spotter war die A-10 von 1993 bis 2013 in Spangdahlem in der Eifel zu Hause; davor kam sie aus England zu vorgeschobenen Plätzen in Westdeutschland.
- Die Ausmusterung läuft seit 2023 in Etappen; nach den letzten Ankündigungen soll eine kleine Restflotte bis etwa 2030 fliegen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die A-10 Thunderbolt II?
- 2.Gebaut um eine Kanone: die GAU-8/A Avenger
- 3.Gebaut zum Überleben
- 4.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 5.A-10 oder ein anderer Erdkämpfer?
- 6.Einsatzgeschichte: vom Kalten Krieg bis heute
- 7.Spangdahlem: zwanzig Jahre Warthog in der Eifel
- 8.Die lange Ausmusterung
- 9.Wo du die A-10 heute siehst
- 10.Fototipps speziell für die A-10
- 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Fairchild Republic; neue Flügel ab 2006 von Boeing |
|---|---|
| Rolle | Erdkampfflugzeug für Luftnahunterstützung (Close Air Support) |
| Erstflug | 10. Mai 1972 (YA-10A) |
| Einsatzbereitschaft | Oktober 1977 (erste Staffel in Myrtle Beach, South Carolina) |
| Gebaut | rund 715 Maschinen, Produktion bis 1984 |
| Besatzung | eins |
| Triebwerke | 2 × General Electric TF34-GE-100A, je rund 40,3 kN |
| Länge | 16,26 m |
| Spannweite | 17,53 m |
| Höhe | 4,47 m |
| Max. Startgewicht | rund 20,9 t |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 700 km/h in Bodennähe (ohne Außenlasten) |
| Feste Bewaffnung | 30-mm-Kanone GAU-8/A Avenger mit sieben Rohren, Trommel für bis zu 1.174 Schuss |
| Außenlasten | 11 Aufhängepunkte, bis rund 7,2 t |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Zwei große Triebwerksgondeln hoch am hinteren Rumpf, zwischen Flügel und Leitwerk – bei Kampfflugzeugen eine sehr ungewöhnliche Anordnung
- Doppelleitwerk an den Enden eines geraden Höhenleitwerks, von hinten wie ein „H“
- Langer, gerader und dicker Flügel ohne Pfeilung, an den Spitzen leicht nach unten gebogen
- Kanonenmündung mittig unter der Nase, das Bugfahrwerk sitzt dafür seitlich versetzt
- Hauptfahrwerk in Verkleidungen unter dem Flügel, die Räder ragen auch eingefahren ein Stück heraus
- Große Glashaube auf einem kurzen Bug; meist dunkelgraue Tarnlackierung, oft mit aufgemaltem Haifischmaul
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein grauer Jet zieht tief und erstaunlich langsam über das Gelände, zwei dicke Triebwerksgondeln sitzen hoch am Heck, dahinter stehen zwei Seitenleitwerke, und unter der Nase schaut eine Kanonenmündung heraus: Das ist die A-10 Thunderbolt II, besser bekannt als „Warthog“. Kein anderes Kampfflugzeug sieht so konsequent nach Werkzeug aus. Für Spotter im deutschsprachigen Raum hat sie eine besondere Geschichte, denn zwanzig Jahre lang flog sie von Spangdahlem in der Eifel. Auf dieser Seite erfährst du, woran du die A-10 erkennst, was die GAU-8-Kanone ausmacht, wie die Zeit in Europa verlief und wo du den Typ heute noch vor die Linse bekommst.
Warthog im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede A-10-Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot fest und hakst den Typ in deinem Hangar ab. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die A-10 Thunderbolt II?
Die A-10 ist ein einsitziges, zweistrahliges Erdkampfflugzeug. Ihr Auftrag heißt Close Air Support, also die direkte Unterstützung von Bodentruppen aus der Luft. Anders als schnelle Jagdbomber soll sie lange über einem Gebiet kreisen, tief fliegen, Ziele mit eigenen Augen finden und auch nach Treffern sicher nach Hause kommen.
Den Anstoß gab das A-X-Programm der US Air Force. Im September 1966 ordnete der damalige Stabschef ein eigenes Flugzeug für die Luftnahunterstützung an – eine Reaktion auf die Erfahrungen in Vietnam, wo umgebaute Kolbenflugzeuge und schnelle Jets diese Rolle nur unzureichend abdeckten. Die Ausschreibung von 1970 verlangte unter anderem eine hohe Zuladung, kurze Startstrecken und einen großen Einsatzradius.
Zwei Prototypen traten gegeneinander an: die YA-10A von Fairchild Republic und die YA-9A von Northrop. Die YA-10 flog am 10. Mai 1972 erstmals, im Januar 1973 fiel die Entscheidung zu ihren Gunsten. Die Prototypen entstanden im früheren Republic-Werk in Farmingdale auf Long Island, die Serienfertigung lief bei Fairchild in Hagerstown, Maryland. Der Name Thunderbolt II erinnert an die Republic P-47 Thunderbolt, die im Zweiten Weltkrieg ebenfalls für ihre Robustheit im Tiefflug berühmt war.
Die erste Serienmaschine flog im Oktober 1975, im März 1976 übernahm die Air Force die erste A-10. Einsatzbereit meldete sich im Oktober 1977 das 354th Tactical Fighter Wing in Myrtle Beach, South Carolina. Bis 1984 entstanden rund 715 Maschinen, einschließlich Prototypen und Erprobungsflugzeugen. Fairchild selbst zog sich später aus dem Flugzeugbau zurück; die Betreuung der Flotte übernahmen andere Firmen, und ab 2006 lieferte Boeing neue Flügel für einen großen Teil der Flotte. Unter dem Namen Fairchild findest du auf Planetrack außerdem die zivile Fairchild Swearingen Metro – ein ganz anderes Kapitel der Firmengeschichte.
Gebaut um eine Kanone: die GAU-8/A Avenger
Bei den meisten Kampfflugzeugen ist die Kanone ein Zusatz. Bei der A-10 ist es umgekehrt: Das Flugzeug wurde um die Waffe herum konstruiert. Die GAU-8/A Avenger von General Electric ist eine siebenläufige 30-mm-Gatling-Kanone. Das komplette System mit Munitionstrommel misst rund sechs Meter und wiegt vollgeladen mehr als 1,8 Tonnen. Es nimmt einen großen Teil des vorderen Rumpfes ein.
Die Kanone feuert mit 3.900 Schuss pro Minute, die Trommel fasst bis zu 1.174 Patronen. Piloten schießen meist nur ein- bis zweisekündige Feuerstöße, damit Rohre und Munition reichen. Gegen Panzer kam vor allem panzerbrechende Brandmunition mit einem Kern aus abgereichertem Uran zum Einsatz, gemischt mit Spreng-Brand-Granaten. Der Rückstoß liegt etwa in der Größenordnung des Schubs eines der beiden Triebwerke.
Für dich als Spotter hat die Kanone eine sichtbare Folge: Ihre Mündung sitzt genau in der Mittellinie unter der Nase. Deshalb musste das Bugfahrwerk zur Seite rücken – ein Detail, das du bei rollenden Maschinen gut siehst. Die Bauart der GAU-8 lebt übrigens auch auf See weiter: Das Schiffsabwehrsystem Goalkeeper basiert auf ihr.
Neben der Kanone trägt die A-10 an elf Aufhängepunkten Bomben, Lenkflugkörper wie die AGM-65 Maverick, Raketenbehälter, Selbstschutz-Behälter und Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-9 zur Selbstverteidigung.
Gebaut zum Überleben
Mindestens so wichtig wie die Bewaffnung ist die Widerstandsfähigkeit. Der Pilot sitzt in einer Titanwanne, die wegen ihrer Form „Bathtub“ genannt wird. Sie wiegt rund 540 Kilogramm und schützt Cockpit und wichtige Steuerungsteile gegen Beschuss bis zum Kaliber 23 Millimeter.
Dazu kommen Prinzipien, die du teils von außen erkennst:
- Die Triebwerke hoch am Heck liegen außerhalb der Flugbahn von Trümmern bei Tiefflügen, schlucken weniger Fremdkörper auf Behelfspisten und sind durch Flügel und Leitwerk teilweise vor Infrarot-Suchköpfen von unten abgeschirmt.
- Das Doppelleitwerk sorgt dafür, dass die A-10 auch mit einem beschädigten Seitenleitwerk weiterfliegen kann.
- Steuerungen sind doppelt ausgelegt, mit einer mechanischen Notsteuerung, falls die Hydraulik ausfällt.
- Viele Bauteile sind auf beiden Seiten austauschbar, etwa Triebwerke und Teile des Fahrwerks – das erleichtert Wartung im Feld.
Die Triebwerke vom Typ General Electric TF34 sind Mantelstromtriebwerke mit hohem Nebenstromverhältnis, wie man sie eher aus der zivilen Luftfahrt kennt. Sie liefern je rund 40 kN, sind sparsam und vergleichsweise leise. Die A-10 ist entsprechend kein Rennwagen: Reisegeschwindigkeit um 560 km/h, Höchstgeschwindigkeit ohne Außenlasten rund 700 km/h in Bodennähe.
Hören statt sehen
Wer eine A-10 einmal live erlebt hat, erkennt sie am Klang: ein heulendes, eher hohes Pfeifen der TF34 statt des Donnerns eines Nachbrenners. Nachbrenner hat die A-10 gar nicht.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die A-10 gehört zu den Flugzeugen, die man nach dem ersten bewussten Sehen nicht mehr verwechselt. Drei Blicke genügen.
Triebwerke suchen
Zwei große, runde Gondeln sitzen auf Stummeln hoch am hinteren Rumpf, zwischen Flügelhinterkante und Leitwerk. Das ist das eindeutigste Merkmal.
Leitwerk ansehen
Zwei Seitenleitwerke an den Enden des Höhenleitwerks bilden von hinten ein „H“. Kombiniert mit den Triebwerken ergibt das eine unverwechselbare Silhouette.
Flügel und Fahrwerk
Der Flügel ist gerade, lang und dick, die Spitzen sind leicht abwärts gebogen. Das Hauptfahrwerk sitzt in Verkleidungen unter dem Flügel, die Räder stehen auch eingefahren etwas heraus.
Bei den Versionen hilft das Aussehen kaum weiter: A-10A, OA-10A und A-10C unterscheiden sich vor allem innen. Seit dem Modernisierungsprogramm zwischen 2005 und 2011 fliegen die verbliebenen Maschinen als A-10C. Den letzten Beweis liefert die Seriennummer am Seitenleitwerk, meist mit Baujahr und Stammbasis-Kürzel. Wie das System funktioniert, erklärt der Guide zu US-Militärkennzeichen; für den Abgleich hilft dir Scramble.
A-10 oder ein anderer Erdkämpfer?
Echte Verwechslungen sind selten, aber auf große Entfernung oder im Gegenlicht kann es knapp werden. Der Finder hilft beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: tief fliegender Kampfjet
A-10 Thunderbolt II
Hoch liegende Triebwerksgondeln, H-Leitwerk und gerader Flügel: Das ist der Warthog. Achte noch auf die Kanonenmündung unter der Nase.
Suchoi Su-25 Frogfoot
Das sowjetische Gegenstück hat ähnlichen Auftrag, aber Triebwerke im Rumpf und nur ein Seitenleitwerk. Mehr dazu auf der Seite zur Su-25.
F-16 Fighting Falcon
Ein Triebwerk, Einlauf unter dem Bug, schlanker Rumpf: Das ist eher eine F-16 – genau der Typ, der heute in Spangdahlem fliegt.
Wer sich einen breiteren Überblick über europäische Militärjets verschaffen will, findet ihn im Guide Kampfjets in Europa erkennen. Auch die F-15E Strike Eagle hat zwei Seitenleitwerke, aber die Triebwerke liegen im Rumpf, und der Flügel ist stark gepfeilt.
Einsatzgeschichte: vom Kalten Krieg bis heute
Die A-10 war für einen bestimmten Krieg gedacht: einen sowjetischen Panzervorstoß durch Mitteleuropa. Entsprechend früh kam sie nach Europa. In den 1980er-Jahren flogen über hundert Maschinen des 81st Tactical Fighter Wing von den englischen Basen RAF Bentwaters und RAF Woodbridge aus. Kleine Abteilungen rotierten regelmäßig zu vorgeschobenen Einsatzorten in Westdeutschland: Ahlhorn, Nörvenich, Sembach und Leipheim. Wer in dieser Zeit in Nord- oder Süddeutschland aufwuchs, hat den Warthog im Tiefflug womöglich noch erlebt.
Ihren ersten großen Kampfeinsatz flog die A-10 im Golfkrieg 1991. Mehr als 130 Maschinen absolvierten rund 8.100 Einsätze, mit einer sehr hohen Einsatzbereitschaft. Einige gingen verloren, viele kehrten trotz schwerer Treffer zurück – genau das hatten sich die Konstrukteure gewünscht. Danach folgten die Einsätze über Bosnien und im Kosovo-Krieg 1999, die Kriege in Afghanistan ab 2002 und im Irak ab 2003, ein Einsatz über Libyen 2011 und ab 2014 der Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat.
Keinen Warthog mehr verpassen
Setz die A-10 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine Maschine im Anflug gemeldet wird. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spangdahlem: zwanzig Jahre Warthog in der Eifel
Nach dem Ende des Kalten Krieges zog sich die US Air Force aus Bentwaters und Woodbridge zurück. Die A-10 bekam eine neue Heimat in Deutschland: Ab Januar 1993 flog zunächst die 510th Fighter Squadron A-10 von der Spangdahlem Air Base in der Eifel. Im Frühjahr 1994 übernahm die 81st Fighter Squadron „Panthers“ diese Rolle. Die Staffel war schon seit 1973 in Spangdahlem und hatte bis Februar 1994 die F-4G Wild Weasel geflogen.
Von Spangdahlem aus war die Staffel viel unterwegs. Sie flog von Aviano in Italien über Bosnien, war 1999 im Kosovo-Krieg eingesetzt, beteiligte sich als erste Staffel der US-Luftstreitkräfte in Europa an der Überwachung der Flugverbotszone im Südirak und verlegte mehrfach nach Afghanistan, zuletzt 2010 nach Kandahar.
Das Ende kam mit Sparzwängen im US-Verteidigungshaushalt. Am 14. Mai 2013 startete in Spangdahlem der letzte taktische A-10-Einsatz in Europa, am 17. Mai 2013 verließen die letzten vier Maschinen Deutschland in Richtung USA. Am 18. Juni 2013 wurde die 81st Fighter Squadron aufgelöst – damit endete die dauerhafte Stationierung von A-10 in Europa.
Ganz vorbei war es danach nicht: Von Februar bis Juli 2015 kam rund ein Dutzend A-10 aus Davis-Monthan als sogenanntes Theater Security Package vorübergehend nach Spangdahlem und verlegte von dort zu Übungen mit Verbündeten in Osteuropa. Heute ist in Spangdahlem das 52nd Fighter Wing mit F-16 stationiert.
Spangdahlem ist Sperrgebiet
Die Basis ist ein militärischer Flugplatz. Beobachte nur von öffentlich zugänglichen Flächen aus, betritt keine Felder ohne Erlaubnis (mehr dazu im Beitrag Betretungsrecht der freien Landschaft) und informiere dich vorher, was beim Fotografieren rund um Militäranlagen gilt.
Was an Militärflugplätzen erlaubt ist, erklärt der Beitrag Militärflugplätze fotografieren: die Regeln. Wenn du ohnehin in der Region bist, lohnt ein Blick auf den Guide Planespotting an der Ramstein Air Base.
Die lange Ausmusterung
Kaum ein Flugzeug wurde so oft totgesagt wie die A-10. Schon 2014 wollte das Pentagon die gesamte Flotte stilllegen, um Geld zu sparen; der Kongress blockierte das. 2016 legte die Air Force die Pläne wegen der Einsätze gegen den IS auf Eis, 2017 hieß es sogar, der Typ bleibe auf unbestimmte Zeit. Parallel liefen Programme für neue Flügel, die Boeing zufolge einen Betrieb bis etwa 2040 ermöglicht hätten.
Erst mit dem Verteidigungshaushalt 2023 gab der Kongress grünes Licht für die ersten 21 Ausmusterungen. Seitdem schrumpft die Flotte schrittweise; mehrere Staffeln, etwa in Osan in Südkorea und in Davis-Monthan, haben ihre A-10 abgegeben. 2025 kursierten Pläne, die verbliebenen Maschinen schon im Haushaltsjahr 2026 komplett auszumustern. Im Frühjahr 2026 kündigte die Luftwaffenführung dann an, eine kleine Restflotte bis etwa 2030 weiterzubetreiben.
Ausgemusterte A-10 landen in der Regel auf dem großen Abstellgelände in Davis-Monthan bei Tucson, das Spottern als Boneyard bekannt ist. Wie du solche Flugzeugfriedhöfe angehst, steht im Beitrag Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
| Phase | Zeitraum | Was passierte |
|---|---|---|
| Entwicklung | 1966–1975 | A-X-Programm, Erstflug 1972, Sieg gegen die YA-9 |
| Indienststellung | 1976–1977 | erste Übernahme 1976, einsatzbereit 1977 |
| Europa | Ende 1970er–2013 | Bentwaters/Woodbridge, ab 1993 Spangdahlem |
| Modernisierung | 2005–2011 | Umrüstung der Flotte zur A-10C |
| Ausmusterung | seit 2023 | schrittweiser Abbau, Restflotte nach aktuellem Stand bis etwa 2030 |
Pläne ändern sich mit jedem Haushalt
Wie viele A-10 im Herbst 2026 noch fliegen und welche Einheiten sie nutzen, verschiebt sich mit politischen Entscheidungen. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf aktuelle Meldungen der US Air Force und von Spotter-Gemeinschaften.
Wie du Militärflüge live verfolgst und warum sie im Tracking oft fehlen, erklärt der Guide Militärflugzeuge online verfolgen. Die Nachfolge in der Luftnahunterstützung übernehmen in der US Air Force vor allem Mehrzweckjets wie die F-35A und die F-16.
Wo du die A-10 heute siehst
In Europa im Museum: Der sicherste Weg zu einem Foto führt nach Ostengland. Im American Air Museum des Imperial War Museum Duxford steht eine A-10A. Spottertipps für das Gelände findest du auf der Spot-Seite IWM Duxford. Auf dem Gelände der früheren Basis Bentwaters zeigt außerdem ein kleines Museum zum Kalten Krieg eine A-10A.
In den USA: Das National Museum of the US Air Force in Dayton hat eine A-10 in seiner Sammlung, Hinweise zum Besuch stehen unter National Museum of the U.S. Air Force. In Tucson liegt das Pima Air & Space Museum direkt neben Davis-Monthan, wo jahrzehntelang A-10 trainierten.
Fliegend: In Europa nur noch selten, etwa wenn Maschinen zu Übungen verlegt werden oder auf großen Militär-Airshows auftauchen. Ein Klassiker für US-Gäste ist das Royal International Air Tattoo in Fairford – ob dort eine A-10 dabei ist, siehst du erst im jeweiligen Teilnehmerfeld.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| IWM Duxford | sicher | A-10A in der Ausstellung |
| Museen in den USA | sicher | mehrere ausgestellte Maschinen |
| Militär-Airshows in Europa | gering | nur bei Teilnahme von US-Einheiten |
| Spangdahlem | praktisch keine | seit 2013 keine A-10 mehr stationiert |
Fototipps speziell für die A-10
Dreiviertel von vorn
Schräg von vorn siehst du Kanonenmündung, versetztes Bugrad und die Triebwerke gleichzeitig. Das ist das typische Warthog-Porträt.
Draufsicht in der Kurve
Bei Vorführungen zeigt die A-10 in engen Kurven ihre Oberseite. Dann wirken gerader Flügel und Außenlasten besonders eindrucksvoll.
Langsamer Verschluss
Weil die A-10 vergleichsweise langsam fliegt, gelingen Mitzieher mit längeren Belichtungszeiten. Wie das klappt, steht im Guide Mitzieher-Technik.
Museum: Details statt Totale
In Hallen ist Platz knapp. Konzentrier dich auf Nase mit Kanone, Fahrwerk und Triebwerksgondeln.
Für Flugtage hilft dir der Beitrag Airshows fotografieren, für das passende Licht der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Bereit für deine Warthog-Suche?
- Ich weiß, dass in Deutschland keine A-10 mehr stationiert ist.
- Ich habe ein Museum oder eine Airshow mit A-10 gefunden.
- Ich kenne die Regeln für Fotos an Militärflugplätzen.
- Ich kann die A-10 von Su-25 und F-16 unterscheiden.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Gehörschutz eingepackt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine A-10, wenn …
- zwei Triebwerksgondeln hoch am hinteren Rumpf sitzen
- das Leitwerk von hinten wie ein „H“ aussieht
- der Flügel gerade und lang ist
- unter der Nase eine Kanonenmündung zu sehen ist
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die Unterseite aus großer Höhe siehst
- die Maschine im Gegenlicht fliegt und Details verschwinden
- du eine bestimmte Version bestimmen willst – dann hilft nur die Seriennummer
Wenn du eine A-10 als besondere Sichtung einordnen willst, hilft dir der Guide Seltene Flugzeuge spotten.
Fazit
Die A-10 Thunderbolt II ist das seltene Beispiel eines Kampfflugzeugs, das für genau eine Aufgabe gebaut wurde – und diese Aufgabe über Jahrzehnte erfüllt hat. Hoch liegende Triebwerke, H-Leitwerk und gerader Flügel liefern den Typ, die Kanone unter der Nase die Bestätigung. In Deutschland ist sie seit 2013 Geschichte, in den USA schrumpft die Flotte. Wer sie noch fliegend sehen will, braucht Glück und gute Planung; im Museum wartet sie zuverlässig.
Kurzfazit
Zwei Triebwerke hoch am Heck, H-Leitwerk, gerader Flügel und eine siebenläufige Kanone unter der Nase: Das ist die A-10. Von 1993 bis 2013 flog sie in Spangdahlem, heute findest du sie in Europa am sichersten im Museum, etwa in Duxford.
Zusammenfassung
- Die A-10 entstand aus dem A-X-Programm der US Air Force, flog 1972 erstmals und setzte sich 1973 gegen die Northrop YA-9 durch.
- Ihre Bewaffnung, die Titanpanzerung um das Cockpit und die robuste Auslegung machen sie zum Sinnbild für Luftnahunterstützung.
- In Europa flog sie zunächst von Bentwaters und Woodbridge aus, ab 1993 bis Mai 2013 dauerhaft von Spangdahlem.
- Heute siehst du sie in Europa vor allem im Museum, etwa in Duxford; fliegende Maschinen nur bei Verlegungen und Übungen.
Häufige Fragen
Warum heißt die A-10 „Warthog“?
Offiziell trägt sie den Namen Thunderbolt II, als Erbe der Republic P-47 Thunderbolt aus dem Zweiten Weltkrieg. Wegen ihres eher plumpen, zweckmäßigen Aussehens nennen Piloten und Fans sie aber „Warthog“, also Warzenschwein, oder kurz „Hog“.
Wie groß ist die GAU-8-Kanone wirklich?
Das komplette Waffensystem mit Munitionstrommel ist rund sechs Meter lang und wiegt mit voller Trommel über 1,8 Tonnen. Die sieben Rohre feuern 30-mm-Granaten mit 3.900 Schuss pro Minute. Der Rückstoß liegt etwa auf dem Niveau des Schubs eines A-10-Triebwerks.
Welchen Typcode hat die A-10 in Tracking-Diensten?
In Typdatenbanken läuft sie unter A10. Militärmaschinen senden aber oft keine oder nur lückenhafte Daten. Wie du sie trotzdem findest, steht im Guide Militärflugzeuge online verfolgen.
Gibt es noch A-10 in Deutschland?
Dauerhaft stationiert ist seit 2013 keine A-10 mehr in Deutschland. Die 81st Fighter Squadron in Spangdahlem wurde am 18. Juni 2013 außer Dienst gestellt. 2015 kam für einige Monate rund ein Dutzend A-10 aus Arizona zurück und verlegte von dort zu Übungen nach Osteuropa. Heute fliegen in Spangdahlem F-16.
Wurde die A-10 exportiert?
Nein. Die A-10 flog ausschließlich bei der US Air Force einschließlich Reserve und Air National Guard. Ein Verkauf ausgemusterter Maschinen an andere Länder wurde nicht erlaubt.
Was ist der Unterschied zwischen A-10A, OA-10A und A-10C?
Die A-10A ist die ursprüngliche Serienversion. OA-10A hießen A-10A, die als fliegende Feuerleitstellen für vorgeschobene Luftunterstützung dienten. Zwischen 2005 und 2011 wurde die Flotte mit modernem Cockpit, Datenlinks und Präzisionswaffen nachgerüstet und heißt seitdem A-10C. Von außen sind die Versionen kaum zu unterscheiden.
Wo sehe ich eine A-10 im Museum?
In Europa am einfachsten im American Air Museum des Imperial War Museum Duxford. In den USA zeigen unter anderem das National Museum of the US Air Force in Dayton und das Pima Air & Space Museum in Tucson eine A-10.
Fairchild Republic A-10 Thunderbolt II sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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