Das Wichtigste in Kürze
- Die KC-767 ist ein Tank- und Transportflugzeug auf Basis der Boeing 767-200ER. Gebaut wurden nur neun Maschinen.
- Betreiber: Italien (KC-767A, 14° Stormo in Pratica di Mare), Japan (KC-767J, Komaki) und Kolumbien (ein Umbau namens „Jupiter“).
- Schnellster Erkennungsweg: 767-Silhouette mit Tankausleger unter dem Heck. Flügel-Pods sprechen für die italienische Version.
- Die KC-46 Pegasus ist die Nachfolgerin, nicht dieselbe Maschine: anderes Cockpit, andere Triebwerke, mehr Treibstoff, Basis 767-2C.
- Italien ersetzt seine vier KC-767A durch sechs Airbus A330 MRTT – die Bestellung wurde im Mai 2026 bekanntgegeben.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| Hersteller | Boeing, mit italienischer Beteiligung von Alenia Aeronautica (heute Leonardo) |
|---|---|
| Basis | Boeing 767-200ER |
| Varianten | KC-767A (Italien), KC-767J (Japan), KC-767 MMTT (Kolumbien, Umbau durch IAI) |
| Erstflug | 21. Mai 2005 (erste Maschine für Italien) |
| Indienststellung | Japan 2008/2009, Italien 2011, Kolumbien 2010 |
| Gebaute Maschinen | 9 (je 4 für Italien und Japan, 1 Umbau für Kolumbien) |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF6-80C2 |
| Länge | 48,51 m |
| Spannweite | 47,57 m |
| Höhe | 15,85 m |
| Max. Startgewicht | rund 180 t laut Aeronautica Militare (andere Quellen: knapp 187 t) |
| Treibstoff | bis rund 70 t |
| Nutzlast (KC-767A) | bis 25 t: 19 Standardpaletten, bis 192 Passagiere oder gemischt |
| Betankungssysteme | KC-767A: Ausleger, zentraler Schlauch und zwei Flügel-Pods; KC-767J: nur Ausleger |
| Besatzung (KC-767A) | 2 Piloten und 2 Spezialisten |
| Status (Oktober 2026) | In Italien und Japan im Dienst; Italien hat sechs Airbus A330 MRTT als Nachfolger bestellt |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Kurzer 767-200-Rumpf mit zwei großen Triebwerken unter den Flügeln und klassischer 767-Nase
- Tankausleger (Boom) unter dem Heck – aber kein Beobachtungsfenster für einen Boom Operator, denn der sitzt vorn an einer Videostation
- Bei Italiens KC-767A zusätzlich Betankungs-Pods unter den äußeren Flügeln und eine Schlauchtrommel unter dem Heck
- Grau lackiert mit Hoheitszeichen; italienische Maschinen tragen die Seriennummern MM62226 bis MM62229 und die Codes 14-01 bis 14-04
- Japanische KC-767J ohne Flügel-Pods, mit der roten Hinomaru-Kokarde der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte
- Fenster entlang des Rumpfes – anders als bei reinen Frachtumbauten kann die KC-767 auch Passagiere befördern
Aktualisiert: Oktober 2026 – Eine graue Boeing 767, auffällig kurz, mit einem langen Rohr unter dem Heck und vielleicht noch zwei kleinen Behältern unter den Flügeln: Wenn dir so etwas vor die Linse kommt, hast du eine echte Rarität erwischt. Die Boeing KC-767 ist ein Tank- und Transportflugzeug, von dem nur neun Exemplare existieren. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, welche Versionen es gibt und warum sie nicht dasselbe ist wie die viel häufigere KC-46 Pegasus.
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Was ist die Boeing KC-767?
Die KC-767 ist die militärische Tanker-Transporter-Version der Boeing 767-200ER, also der kürzesten Rumpfvariante der 767-Familie mit erhöhter Reichweite. Boeing hat das Grundflugzeug um ein komplettes Betankungssystem ergänzt: einen Tankausleger (Boom) unter dem Heck, bei der italienischen Version zusätzlich Schläuche mit Fangtrichtern. Gleichzeitig bleibt die Maschine ein vollwertiger Transporter. Nach Angaben der italienischen Luftwaffe nimmt eine KC-767A bis zu 25 Tonnen Nutzlast auf – wahlweise 19 Standardpaletten, bis zu 192 Passagiere mit Gepäck oder eine gemischte Konfiguration mit rund 100 Passagieren und zehn Paletten.
Diese Doppelrolle ist das Prinzip moderner Tanker: Ein Flugzeug begleitet Kampfjets zu einem weit entfernten Einsatzort, betankt sie unterwegs und bringt gleichzeitig Wartungspersonal und Ersatzteile mit. Genau dafür hat Italien die KC-767 beschafft, als Ersatz für seine alten Boeing 707 in Tanker-Ausführung.
Die KC-767 ist allerdings ein Kleinserien-Flugzeug. Gebaut bzw. umgebaut wurden nur neun Maschinen: vier für Italien, vier für Japan und ein Exemplar für Kolumbien, das Israel Aerospace Industries aus einer gebrauchten 767-200ER umgerüstet hat. Mehr zum Hersteller und seiner Tanker-Tradition findest du auf der Seite zu Boeing.
Geschichte: vom US-Großauftrag zur Kleinserie
Ursprünglich sollte die KC-767 ein Massenprodukt werden. Die US Air Force suchte Anfang der 2000er-Jahre einen Nachfolger für ihre ältesten KC-135 Stratotanker und wählte dafür die 767. Geplant war eine Mischung aus Kauf und Leasing von insgesamt 100 Maschinen. Im Dezember 2003 stoppte das Pentagon das Vorhaben jedoch, nachdem Korruptionsvorwürfe gegen eine frühere Beschaffungsbeamtin der Air Force bekannt geworden waren. Im Januar 2006 wurde der Vertrag offiziell beendet.
Damit blieben die Exportkunden: Japan entschied sich 2001 für die KC-767 und gegen den Airbus A310 MRTT, der Vertrag über vier Maschinen folgte 2003. Italien wurde mit einer Bestellung von 2002 Erstkunde. Die erste italienische Maschine flog am 21. Mai 2005 zum ersten Mal. Bis zur Auslieferung dauerte es aber Jahre: Probleme mit Schwingungen (Flattern) an den Flügel-Pods und weitere technische Schwierigkeiten verzögerten das Programm erheblich.
Großbritannien hatte die KC-767 ebenfalls im Blick, entschied sich im Januar 2004 aber für den Airbus A330 MRTT. Auch in späteren Wettbewerben setzte sich oft das Airbus-Muster durch, das auf einem größeren Grundflugzeug basiert.
Die drei Versionen im Überblick
KC-767A – Italien
Die italienische Luftwaffe (Aeronautica Militare) betreibt ihre vier KC-767A beim 8° Gruppo des 14° Stormo auf dem Flugplatz Pratica di Mare südlich von Rom. Die erste Maschine wurde Ende 2010 abgenommen, am 17. Mai 2011 folgte die feierliche Indienststellung, und im März 2012 war auch die vierte Maschine einsatzbereit. Die Seriennummern lauten MM62226 bis MM62229, am Rumpf tragen die Flugzeuge die Codes 14-01 bis 14-04.
Die KC-767A ist die am vollständigsten ausgerüstete Version. Sie hat:
- einen starren Ausleger unter dem Heck für Flugzeuge mit Tankstutzen,
- eine zentrale Schlauchstation unter dem Heck,
- zwei Pods unter den Außenflügeln mit Schlauch und Fangtrichter,
- einen eigenen Tankstutzen auf dem Rumpfrücken, über den sie selbst in der Luft Treibstoff aufnehmen kann.
Damit kann sie sowohl Flugzeuge betanken, die per Ausleger versorgt werden, als auch solche mit Tanksonde. Nach Angaben des Wikipedia-Artikels unterstützten die italienischen Tanker unter anderem NATO-Einsätze in Afghanistan und Libyen. Auf italienischer Seite war Alenia Aeronautica, heute Teil von Leonardo, an der Entwicklung beteiligt.
KC-767J – Japan
Die japanische Luftselbstverteidigung erhielt ihre erste KC-767J im Februar 2008, die vierte im Januar 2010. Stationiert sind die Maschinen bei der 404. Taktischen Lufttransport- und Tankerstaffel auf der Komaki Air Base bei Nagoya. Der Flugplatz wird gemeinsam mit dem zivilen Präfektur-Flughafen Nagoya genutzt.
Die KC-767J betankt nur über den Ausleger – Flügel-Pods und Schlauchsysteme fehlen. Das passt zur japanischen Flotte, deren Kampfflugzeuge nach US-Vorbild per Boom betankt werden. Schwesterflugzeug in Japan ist die Boeing E-767, ein Frühwarnflugzeug mit Radarscheibe, das ebenfalls auf der 767-200ER basiert.
KC-767 MMTT „Jupiter“ – Kolumbien
Der Sonderfall: Israel Aerospace Industries baute für die kolumbianische Luftwaffe eine gebrauchte 767-200ER zum Multi-Mission Tanker Transport um. Die Maschine mit der Kennung FAC 1202 und dem Namen „Jupiter“ wurde im September 2010 erprobt und im November 2010 übergeben. 2019 nahm sie an der US-Übung Red Flag teil und betankte dort Jets der US Navy. Ein ähnliches Projekt für Brasilien wurde nie umgesetzt.
Praxis-Tipp: Kennung zuerst
Weil es nur neun KC-767 gibt, ist jede Maschine über ihre Seriennummer eindeutig identifizierbar. Fotografiere immer auch die Kennung am Rumpf oder Leitwerk – damit ordnest du Version und Betreiber sofort zu.
So erkennst du die KC-767
Für die Bestimmung brauchst du drei Schritte: Grundflugzeug, Betankungsausrüstung, Betreiber.
767-200 erkennen
Zweistrahlig, breiter Rumpf, aber relativ kurz – mit knapp 48,5 Metern deutlich kürzer als eine 767-300ER. Das Verhältnis von Rumpf zu Flügel wirkt gedrungen.
Ausleger suchen
Unter dem Heck hängt der Tankausleger, im Flug meist eng an den Rumpf geklappt. Ein Beobachtungsfenster für den Boom Operator fehlt – er arbeitet vorn an einem Videoschirm.
Flügel und Hoheitszeichen prüfen
Pods unter den Außenflügeln und italienische Kokarden: KC-767A. Keine Pods und rote Hinomaru-Kokarde: KC-767J – oder eine KC-46, dann entscheidet die Kennung.
Wie du die zivile 767-200 von den längeren Versionen und von der 757 trennst, erklärt der Beitrag Boeing 757 und 767 unterscheiden. Einen Überblick über alle großen Tanker von KC-135 bis A330 MRTT bietet Tankflugzeuge erkennen.
KC-767 oder KC-46 Pegasus?
Das ist die wichtigste Abgrenzung, denn die beiden Typen werden oft verwechselt oder sogar gleichgesetzt. Tatsächlich ist die KC-46 Pegasus aus dem KC-767-Konzept hervorgegangen: Nach dem gescheiterten Leasinggeschäft bot Boeing im neuen Tankerwettbewerb der US Air Force eine überarbeitete 767 an und gewann am 24. Februar 2011. Das Ergebnis ist aber ein in vielen Punkten neues Flugzeug.
| Merkmal | KC-767 | KC-46 Pegasus |
|---|---|---|
| Basis | 767-200ER | 767-2C (Rumpf der 767-200ER, Tragflügel, Fahrwerk und Frachttor der 767-300F) |
| Triebwerke | 2 × GE CF6-80C2 | 2 × Pratt & Whitney PW4062 |
| Cockpit | klassisches 767-Cockpit | große Bildschirme nach Vorbild der 787 |
| Treibstoff | bis rund 70 t | rund 96 t |
| Boom Operator | Videostation vorn | zwei Stationen vorn mit Remote Vision System |
| Gebaut | 9 | über 100, Produktion läuft |
| Betreiber | Italien, Japan, Kolumbien | USA, Japan, Israel |
Von außen sind die beiden Typen schwer auseinanderzuhalten, weil der Rumpf praktisch gleich lang ist. Die sicherste Hilfe ist der Betreiber: Italien und Kolumbien fliegen nur die KC-767, die US Air Force nur die KC-46. Spannend wird es in Japan, denn dort fliegen beide Typen – die vier KC-767J und seit November 2021 auch KC-46A, von denen Japan bis Ende 2022 insgesamt sechs bestellt hatte. Hier hilft nur die Seriennummer.
Schnellbestimmung: Tanker auf 767-Basis
Boeing KC-767A (Italien)
Italienische Kokarde und Flügel-Pods sind das Bild der KC-767A. Prüfe die Codes 14-01 bis 14-04 am Rumpf.
Boeing KC-46 Pegasus
Mit US-Hoheitszeichen ist es keine KC-767 – die US Air Force hat die KC-767 nie übernommen. Es handelt sich um eine KC-46.
KC-767J oder KC-46A (Japan)
Japan fliegt beide Typen. Ohne Seriennummer ist hier keine sichere Bestimmung möglich – fotografiere die Kennung am Leitwerk.
Abgrenzung zu anderen Tankern
Es spricht für die KC-767, wenn …
- du eine kurze 767 mit Ausleger unter dem Heck siehst
- italienische Kokarden und Flügel-Pods zu sehen sind
- die Kennung mit MM6222 beginnt oder Code 14-0x lautet
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine japanische Hoheitszeichen trägt – dann kommt auch die KC-46A infrage
- eine Radarscheibe auf dem Rumpf sitzt – dann ist es die E-767
- du nur eine graue 767 ohne sichtbaren Ausleger siehst
Es ist keine KC-767, wenn …
- der Rumpf deutlich länger ist und die Nase Airbus-typisch wirkt – dann bist du beim A330 MRTT
- vier Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann ist es eine KC-135
- ein drittes Triebwerk im Leitwerk sitzt – das ist die KC-10 Extender
Zukunft: Italien wechselt zu Airbus
Die italienischen KC-767A sind inzwischen deutlich älter als ein Jahrzehnt im Dienst, die Zellen selbst sind noch älter. Rom hat lange über die Nachfolge diskutiert; zeitweise standen weitere Boeing-Tanker zur Debatte. Diese Pläne wurden verworfen, und 2024 startete Italien eine Ausschreibung für sechs neue Tanker.
Am Ende fiel die Wahl auf den Airbus A330 MRTT: Im Mai 2026 wurde die Bestellung von sechs Maschinen bekanntgegeben. Lieferdaten sind bisher nicht öffentlich. Die KC-767A bleibt bis zum Zulauf der neuen Tanker also das italienische Arbeitspferd – wie lange genau, hängt vom Fortschritt des neuen Programms ab. Mehr zum Hersteller des Nachfolgers findest du auf der Seite zu Airbus.
In Japan ergänzt die KC-46A die KC-767J. Ein Ausmusterungstermin für die japanischen Maschinen ist nicht bekannt.
Stand Oktober 2026
Flottenstand, Stationierung und Ausmusterungspläne militärischer Tanker ändern sich oft kurzfristig und werden nicht immer offen kommuniziert. Prüf vor einer gezielten Tour aktuelle Quellen.
Wo du die KC-767 siehst
Die KC-767 ist kein Flugzeug, das du an einem Linienflughafen per Flugplan erwischst. Realistische Chancen hast du hier:
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Pratica di Mare (Italien) | hoch | Heimatbasis aller vier KC-767A, aber Militärflugplatz |
| Komaki/Nagoya (Japan) | hoch | Heimat der KC-767J, Piste gemeinsam mit dem zivilen Flughafen |
| NATO-Übungen in Europa | gering bis mittel | Tanker begleiten Verlegungen und Übungsflüge |
| Airshows | gering | Gelegentlich als Ausstellungsstück oder Gast |
| Zivile Flughäfen in DACH | sehr gering | Höchstens bei Transportflügen oder Zwischenlandungen |
Am besten planst du über die Luft: Viele Militärflugzeuge senden ADS-B oder lassen sich per Multilateration verfolgen. Wie das funktioniert und welche Dienste Militärverkehr zeigen, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen. Allgemeine Grundlagen findest du im Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B, Seriennummern und Einheiten gleichst du mit einer Militär-Datenbank wie Scramble ab.
Wer am Zaun eines Militärflugplatzes fotografieren will, sollte die Regeln kennen – in Italien wie in Deutschland gelten dafür besondere Vorschriften. Einen Überblick gibt der Beitrag Militärflugplätze fotografieren: Regeln. Für Flugtage lohnt ein Blick in den Überblick Airshows in Europa.
Keinen Tanker verpassen
Setz die KC-767 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein passender Typ an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps für Tanker
Heck mit ins Bild
Der Ausleger ist das Erkennungsmerkmal. Achte darauf, dass das Heck nicht abgeschnitten wird und der Boom vom Rumpf klar abgesetzt ist.
Von unten im Überflug
Pods, zentrale Schlauchstation und Ausleger zeigen sich am besten von schräg unten. Ein Bild beim Überflug dokumentiert die Version eindeutig.
Graue Lackierung belichten
Tarngrau verliert bei hartem Licht schnell Zeichnung. Flaches Licht mit der Sonne im Rücken hält Details wie Kennung und Kokarde lesbar.
Welche Ausrüstung sich für Militärflugplätze und Airshows lohnt und wie du andere große Militärmaschinen auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Militärtransporter erkennen. Wer Italiens Luftwaffengeschichte vertiefen will, findet im Museo Storico dell’Aeronautica Militare in Vigna di Valle einen guten Anlaufpunkt.
Fazit
Die KC-767 ist ein Typ mit großer Vorgeschichte und kleiner Stückzahl. Gedacht als neuer Standardtanker der US Air Force, blieb sie nach dem Beschaffungsskandal ein Exportprodukt für Italien und Japan – plus ein Einzelstück in Kolumbien. Ihre eigentliche Bedeutung liegt darin, dass aus ihr die KC-46 Pegasus hervorging. Für Spotter ist sie gerade deshalb reizvoll: Jede Sichtung ist eine von nur neun möglichen Maschinen.
Kurzfazit
Kurze 767, Ausleger am Heck, kein Boom-Operator-Fenster: Das ist eine KC-767. Pods unter den Flügeln und italienische Kokarden machen sie zur KC-767A. In Japan entscheidet die Seriennummer zwischen KC-767J und KC-46A.
Zusammenfassung
- Boeing entwickelte die KC-767 Anfang der 2000er-Jahre; Erstkunden wurden Japan und Italien, die je vier Maschinen bestellten.
- Ein geplanter Großauftrag der US Air Force scheiterte 2003 an einem Beschaffungsskandal und wurde 2006 offiziell gestrichen.
- Aus dem überarbeiteten Konzept entstand die KC-46 Pegasus, die 2011 den US-Tankerwettbewerb gewann.
- Für Spotter ist die KC-767 eine Rarität: wenige Exemplare, fast nur an Militärflugplätzen, bei Übungen und auf Airshows zu sehen.
Häufige Fragen
Wofür stehen die Buchstaben KC?
Im US-Bezeichnungssystem steht K für Tanker und C für Transport. Die KC-767 kann also beides: andere Flugzeuge in der Luft betanken und gleichzeitig Fracht oder Personal befördern. Die Endung zeigt die Version an: A für Italien, J für Japan.
Ist die KC-767 dasselbe wie die KC-46 Pegasus?
Nein. Beide basieren auf der 767, die KC-46 ist aber eine Weiterentwicklung auf Basis der 767-2C: Sie hat ein Cockpit mit großen Bildschirmen nach Vorbild der 787, Pratt-&-Whitney-Triebwerke statt General Electric und trägt deutlich mehr Treibstoff. Die KC-767 ist die ältere, nur in neun Exemplaren gebaute Version.
Welche Länder fliegen die KC-767?
Italien mit vier KC-767A, Japan mit vier KC-767J und Kolumbien mit einem von Israel Aerospace Industries umgebauten Exemplar. Ein Auftrag aus Brasilien für zwei Umbauten kam nie zustande.
Wie unterscheide ich die italienische und die japanische Version?
Am einfachsten an den Flügeln: Die italienische KC-767A trägt unter beiden Außenflügeln je einen Betankungs-Pod mit Schlauch und Fangtrichter. Die japanische KC-767J hat nur den Ausleger am Heck und keine Pods. Dazu kommen die Hoheitszeichen.
Welchen Typcode zeigt ein Tracking-Dienst für die KC-767 an?
Das hängt von der Datenbank ab. Militärische Maschinen sind in Tracking-Diensten oft nur lückenhaft hinterlegt. Verlass dich deshalb eher auf Seriennummer, Rufzeichen und Betreiber als auf den angezeigten Typcode.
Wo sitzt der Boom Operator in der KC-767?
Nicht im Heck wie bei der KC-135, sondern vorn im Rumpf an einer Station mit Videobildschirm. Von dort steuert er den Ausleger. Deshalb fehlt der KC-767 das typische Beobachtungsfenster unter dem Leitwerk.
Kann ich eine KC-767 in Deutschland sehen?
Selten und nicht planbar. Italienische KC-767A sind bei NATO-Übungen und Verlegungen in Europa unterwegs und tauchen gelegentlich an Militärflugplätzen oder auf Airshows auf. Die japanischen Maschinen kommen nur ausnahmsweise nach Europa. Am ehesten erwischst du eine KC-767 über Online-Tracking oder bei Flugtagen.
Boeing KC-767 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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