Das Wichtigste in Kürze
- Die 767-400ER ist die längste Version der 767: rund 61,4 m lang, zweistrahlig, zwei Gänge, aber weiterhin mit schlankem 767-Rumpf.
- Schnellster Erkennungsweg: sehr langer 767-Rumpf plus schräg nach hinten gezogene Flügelspitzen ohne Winglet.
- Sie ist ein Exot: Nur 38 Exemplare entstanden, die Airline-Maschinen gingen ausschließlich an Delta und Continental.
- Innen ein Stück 777: Cockpit mit großen LCD-Bildschirmen im Stil der 777, dazu die Signature-Kabine mit größeren Fenstern.
- Im Tracking steht der Typ als B764 – ein eigener Code, den nur diese Variante trägt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 767-400ER?
- 2.Ein Stück 777 in der 767
- 3.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.767-200, -300ER oder -400ER?
- 5.767-400ER, A330 oder Boeing 787?
- 6.Die Betreiber: Delta und United
- 7.Wo du die 767-400ER antriffst
- 8.Fototipps speziell für die 767-400ER
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | Boeing 767 (767-200, -300, -400ER sowie Fracht- und Militärversionen) |
| ICAO-Typcode | B764 |
| Programmstart | März 1997 mit einer Bestellung von Delta Air Lines |
| Erstflug | 9. Oktober 1999 |
| Indienststellung | 14. September 2000 bei Continental Airlines |
| Gebaute Exemplare | 38 (37 für Delta und Continental, eins als Testflugzeug, später VIP-Jet) |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF6-80C2B8F |
| Länge | rund 61,4 m |
| Spannweite | rund 51,9 m (mit Raked Wingtips) |
| Höhe | rund 16,8 m |
| Kabine | zwei Gänge, in der Economy typischerweise 2-3-2 |
| Sitzplätze | typisch 245 in drei Klassen, heute bei Delta und United rund 230 bis 240 |
| Reichweite | rund 10.400 km |
| Max. Startgewicht | rund 204 t |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Für eine 767 auffallend langer, gestreckter Rumpf – rund 6,4 m länger als die 767-300ER
- Raked Wingtips: Die Flügelspitzen laufen schräg nach hinten aus, statt sich als Winglet nach oben zu biegen
- Schlanker Großraumrumpf mit rund 5 m Breite und spitz zulaufendem, kegelförmigem Heck
- Hauptfahrwerk mit vier Rädern pro Bein, sichtbar höher als bei den anderen 767
- Zwei große GE-Triebwerke mit glatten Hinterkanten, keine Chevrons wie bei der 787
- Lackierungen fast nur von Delta Air Lines und United Airlines (früher Continental)
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Zweistrahler rollt zur Piste, und irgendetwas stimmt mit den Proportionen nicht: Für eine 767 ist er erstaunlich lang, und die Flügel enden nicht in einem hohen Winglet, sondern laufen spitz und schräg nach hinten aus. Dann hast du sehr wahrscheinlich eine Boeing 767-400ER vor dir – die längste und seltenste Passagier-767. Nur 38 Stück wurden gebaut, und im Linienverkehr tragen sie ausschließlich die Farben von Delta und United. Hier erfährst du, woran du sie sicher erkennst, wie sie sich von ihren Schwestern und von A330 und 787 unterscheidet und wie du sie gezielt erwischst.
B764 im Blick behalten
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Was ist die Boeing 767-400ER?
Mitte der Neunzigerjahre suchten mehrere US-Airlines einen Nachfolger für ihre alternden Dreistrahler. Delta brauchte Ersatz für die Lockheed L-1011 TriStar, Continental für die McDonnell Douglas DC-10. Gleichzeitig drückte Airbus mit der A330-200 in genau dieses Marktsegment. Boeing antwortete nicht mit einem neuen Flugzeug, sondern mit einer weiteren Streckung der bewährten 767.
Den Startschuss gab Delta Air Lines im März 1997 mit ihrer Bestellung, im Oktober desselben Jahres zog Continental Airlines nach. Im August 1999 rollte die erste Maschine aus der Halle, am 9. Oktober 1999 folgte der Erstflug. Die Zulassung kam im Sommer 2000, und am 14. September 2000 flog Continental den Typ erstmals im Liniendienst. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte schon vor der Indienststellung den Betrieb nach ETOPS-180-Regeln genehmigt – die -400ER durfte also von Anfang an über den Atlantik.
Gegenüber der 767-300ER wuchs der Rumpf um gut sechs Meter. Schon das Vorprojekt 767-400X versprach rund zwölf Prozent mehr Kapazität als die 767-300. Typisch waren 245 Sitze in drei Klassen. Mehr zur Geschichte des Herstellers findest du auf der Seite zu Boeing.
Ein Stück 777 in der 767
Die -400ER ist mehr als eine gestreckte -300ER. Boeing nutzte die Gelegenheit, Technik aus der damals neuen Boeing 777 zu übernehmen – und das zeigt sich innen wie außen.
Cockpit: Statt der Röhrenbildschirme älterer 767 sitzen die Piloten vor sechs großen LCD-Displays von Rockwell Collins. Layout und Darstellung orientieren sich an der 777 und der damaligen 737NG. Die Bildschirme können die Informationen aber auch im Format der älteren 767 anzeigen, sodass Piloten weiterhin zwischen den Varianten wechseln können.
Kabine: Die -400ER war das erste Flugzeug mit der Boeing Signature Interior, einer Kabinengestaltung im Stil der 777 mit gewölbten Deckenpaneelen und größeren Gepäckfächern. Auch die Fenster wurden von der 777 abgeleitet und sind größer als bei den anderen 767. Später übernahm Boeing diese Kabine für alle neu gebauten 767.
Fahrwerk: Weil der längere Rumpf beim Rotieren schneller mit dem Heck aufsetzen würde, bekam die -400ER ein höheres Hauptfahrwerk – laut gängigen Nachschlagewerken rund 46 cm länger – mit Rädern, Reifen und Bremsen der 777. Zusätzlich schützt ein ausfahrbarer Hecksporn bei steilen Starts und Landungen.
Flügel: Die markantesten Bauteile sind die Raked Wingtips. Die Flügelspitzen wurden verlängert und laufen stark gepfeilt nach hinten aus. Dadurch wuchs die Spannweite um gut vier Meter auf rund 51,9 m. Dieses Konzept findest du später auch bei der Boeing 777-300ER und der 787 wieder.
Antrieb: Beide Airline-Kunden wählten das General Electric CF6-80C2B8F mit rund 270 kN Schub pro Triebwerk. Weil der Tankinhalt nicht wuchs, das Flugzeug aber schwerer wurde, liegt die Reichweite mit rund 10.400 km unter der der -300ER. Für Transatlantikstrecken reicht sie trotzdem gut.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Für die 767-400ER brauchst du vier Beobachtungen. Zwei davon funktionieren schon aus großer Entfernung.
Flügelspitzen ansehen
Spitz und schräg nach hinten auslaufende Flügelspitzen ohne nach oben gebogenes Winglet sind das wichtigste Merkmal. Keine andere 767 hat sie ab Werk.
Rumpf einschätzen
Ein schlanker Großraumrumpf, der für eine 767 ungewöhnlich lang wirkt. Vor und hinter dem Flügel sitzen sichtbar mehr Fenster als bei der -300ER.
Fahrwerk prüfen
Vier Räder pro Hauptfahrwerksbein, aber die Maschine steht spürbar höher als andere 767. Sechs Räder pro Bein bedeuten 777.
Lackierung lesen
Delta oder United auf dem Rumpf? Dann passt die -400ER ins Bild. Bei jeder anderen Airline-Lackierung ist eine -400ER praktisch ausgeschlossen.
Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Weil nur 38 Maschinen existieren, lässt sich jede einzelne eindeutig in einer Flottendatenbank nachschlagen – wie du ein Flugzeug gezielt über sein Kennzeichen findest, zeigt der Beitrag Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Raked Wingtips erkennst du am besten von unten oder schräg von vorn, wenn die Maschine im Anflug über dich hinwegzieht. Im reinen Seitenprofil am Boden fallen sie dagegen kaum auf – dort hilft dir eher die Rumpflänge. Mehr zu den verschiedenen Flügelspitzen-Formen steht im Guide Winglets, Sharklets und Raked Wingtips erkennen.
767-200, -300ER oder -400ER?
Alle Passagier-767 teilen den schlanken Rumpfquerschnitt mit 2-3-2-Bestuhlung in der Economy, das spitze Heck und das Vierrad-Hauptfahrwerk. Die Unterschiede liegen in Länge und Flügelspitzen.
| Merkmal | 767-200ER | 767-300ER | 767-400ER |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B762 | B763 | B764 |
| Länge | ca. 48,5 m | 54,94 m | ca. 61,4 m |
| Spannweite | 47,57 m | 47,57 m (ohne Winglets) | ca. 51,9 m |
| Flügelspitzen | ohne oder mit nachgerüsteten Winglets | ohne oder mit Blended Winglets | schräg nach hinten gezogene Raked Wingtips |
| Cockpit | klassisches 767-Cockpit | klassisches 767-Cockpit | große LCD-Displays im 777-Stil |
| Wirkung im Bild | gedrungen, kurz | ausgewogen | sehr lang gestreckt |
Die 767-200 ist im Passagierverkehr kaum noch zu sehen. Die -300ER triffst du dagegen noch regelmäßig, und viele ihrer Exemplare tragen hohe Blended Winglets. Die sind das genaue Gegenteil der -400ER-Flügelspitzen – genau daran trennst du die beiden am schnellsten. Wie sich die 767 insgesamt von ihrer schmaleren Schwester abgrenzt, erklärt der Beitrag Boeing 757 und 767 unterscheiden.
767-400ER, A330 oder Boeing 787?
Die längste 767 hat eine ähnliche Gesamtlänge wie eine A330-300. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Details. Der Finder hilft dir beim Eingrenzen.
Schnellbestimmung: langer Großraum-Twin mit vier Rädern pro Fahrwerksbein
Boeing 767-400ER
Schlanker, sehr langer Rumpf, spitzes Heck und Raked Wingtips ohne starke Flügelbiegung sind das typische -400ER-Bild. Prüf jetzt die Lackierung: Delta oder United macht die Sache rund.
Airbus A330
Ein breiter Rumpf mit kleinem, kantigem Winglet deutet auf die A330. In der Economy sitzen meist acht Passagiere pro Reihe statt sieben wie in der 767.
Boeing 787 Dreamliner
Auch die 787 hat schräg auslaufende Flügelspitzen, doch die gezackten Triebwerkshinterkanten und die stark nach oben gebogenen Flügel verraten sie.
Die gefährlichste Verwechslung ist tatsächlich die 787: Beide haben Raked Wingtips, beide fliegen bei Delta und United. Die 787 hat aber einen breiteren, runderen Rumpf, Chevrons an den Triebwerken und im Flug eine deutlich stärkere Flügelbiegung. Die 777 schließt du über das sechsrädrige Hauptfahrwerk und das flache, klingenartige Heck aus. Für die Grundlagen der Typbestimmung hilft dir Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Die Betreiber: Delta und United
Im Linienverkehr gab es nur zwei Kunden – und dabei ist es geblieben. 37 Maschinen gingen an die beiden Airlines, die Auslieferungen zogen sich bis Anfang 2009. Ein 38. Exemplar entstand als Testflugzeug für das später abgebrochene Überwachungsprogramm E-10 der US Air Force und wurde danach als VIP-Jet an die Bahrain Royal Flight verkauft. Die angedachte Langstreckenversion 767-400ERX mit mehr Tankvolumen und stärkeren Triebwerken stoppte Boeing 2001; der einzige Besteller, Kenya Airways, stieg auf die 777-200ER um.
Delta Air Lines
Delta ist mit 21 Maschinen der größte Betreiber, so die Flottenübersicht vom Herbst 2026. Die Airline nutzt den Typ mit vier Kabinenklassen und rund 240 Sitzen. Während Delta ihre älteren 767-300ER bis etwa 2030 ausmustern will, sollen die -400ER nach Branchenberichten weiterfliegen. Heimat der Delta-Flotte ist der Flughafen Atlanta, Deltas größtes Drehkreuz. Delta gehört zur SkyTeam-Allianz.
United Airlines (früher Continental)
Die 16 Maschinen von United Airlines stammen alle von Continental Airlines. Die Airline hatte den Typ neu bestellt und als erste in den Liniendienst gebracht. Nach der Fusion von United und Continental im Jahr 2010 wanderten die Flugzeuge in die United-Flotte. Continental war an Drehkreuzen wie dem Flughafen Newark und Houston stark vertreten. United ist Mitglied der Star Alliance.
| Airline | Flotte (Stand Herbst 2026) | Allianz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Delta Air Lines | 21 | SkyTeam | größter Betreiber, Drehkreuz Atlanta |
| United Airlines | 16 | Star Alliance | ehemalige Continental-Flugzeuge |
| Bahrain Royal Flight | 1 | – | VIP-Jet, früheres Testflugzeug |
Damit sind praktisch alle gebauten Airline-Maschinen noch im Einsatz – ein Grund, warum die -400ER trotz ihrer Seltenheit kein reiner Museumstyp ist. Wie selten so eine Sichtung im Vergleich zu anderen Typen ist, kannst du mit dem Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? einordnen.
Flotten und Einsätze ändern sich
Welche Strecke Delta oder United mit der -400ER bedient, kann sich mit jedem Flugplanwechsel verschieben. Auch Flottenzahlen und Ausmusterungspläne ändern sich. Prüf vor deiner Tour aktuelle Ankünfte und Abflüge nach dem Code B764.
Wo du die 767-400ER antriffst
In Europa ist die -400ER ein klassischer Transatlantik-Gast. Delta und United bedienen von ihren US-Drehkreuzen aus zahlreiche europäische Ziele mit Großraumjets, darunter auch Flughäfen im DACH-Raum. Welcher Typ auf welcher Strecke fliegt, ist aber nicht fest: Mal kommt eine 767-300ER, mal eine 787, mal eine -400ER. Deshalb lohnt sich hier vor allem der Blick in den Live-Tracking-Dienst, nicht in alte Flugplanlisten.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Frankfurt | niedrig bis mittel | Größtes deutsches Drehkreuz mit vielen US-Verbindungen |
| München, Zürich | niedrig | US-Verbindungen vorhanden, Typ wechselt je nach Flugplan |
| Atlanta, Newark | hoch | Drehkreuze von Delta bzw. United in den USA |
| Kleinere Regionalflughäfen | sehr niedrig | Höchstens Umleitungen oder Charter |
Am Flughafen Frankfurt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim ein guter Ausgangspunkt, weitere Standorte stellt der Spotting-Guide Frankfurt vor. In München bietet sich der Besucherhügel an, in Zürich die Zuschauerterrasse B.
Flüge aus Nordamerika landen in Europa meist am Morgen, die Rückflüge starten häufig um die Mittagszeit. Das gibt dir ein überschaubares Zeitfenster. Wie du solche Flüge live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B. Welche Piste die Maschine nutzt, hängt von der Betriebsrichtung ab – mehr dazu im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Nie wieder eine B764 verpassen
Leg in Planetrack Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen an und lass dich benachrichtigen, wenn eine 767-400ER anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Bereit für deine 767-400ER-Session?
- Ich habe eine Ankunft oder einen Abflug mit B764 im Tracking-Dienst gefunden.
- Ich weiß, ob die Maschine von Delta oder United kommt.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur Ankunftszeit am Spot steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps speziell für die 767-400ER
Die -400ER ist ein elegantes, langes Motiv. Ein paar Punkte helfen dir, genau das Typische ins Bild zu holen.
Seitenprofil für die Länge
Im reinen Profil kommt der gestreckte Rumpf am besten zur Geltung. So lässt sich die -400ER auch später auf dem Foto klar von der -300ER unterscheiden.
Flügelspitzen im Anflug
Die Raked Wingtips zeigen sich am deutlichsten in der Dreiviertelansicht von vorn oder von unten. Nimm die Flügel vollständig in den Ausschnitt.
Licht im Rücken
Gerade bei Deltas weißem Rumpf und Uniteds hellgrauer Lackierung frisst Gegenlicht schnell Details. Mit der Sonne im Rücken bleiben Titel und Konturen sauber.
Rotation festhalten
Beim Abheben neigt sich der lange Rumpf stark nach hinten. Ein Bild in diesem Moment zeigt das hohe Fahrwerk und die gestreckte Silhouette besonders gut.
Wann das Licht passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Wenn du generell auf der Jagd nach Exoten bist, lohnt sich auch der Beitrag Seltene Flugzeuge spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die 767-400ER, wenn …
- ein schlanker Großraum-Twin auffallend lang wirkt
- die Flügelspitzen schräg nach hinten auslaufen
- die Maschine in Delta- oder United-Farben fliegt
- im Tracking-Dienst B764 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du die Maschine nur im Seitenprofil am Boden siehst – dann prüf die Fensterzahl
- die Triebwerke gezackt wirken – dann könnte es eine 787 sein
- die Länge schwer einzuschätzen ist – eine A330-300 ist ähnlich lang, aber breiter
Es ist keine 767-400ER, wenn …
- hohe, nach oben gebogene Winglets an den Flügelspitzen sitzen – dann ist es meist eine 767-300ER
- das Hauptfahrwerk sechs Räder pro Bein hat – dann ist es eine 777
- keine Fenster zu sehen sind – dann ist es ein 767-Frachter
- eine andere Airline als Delta oder United auf dem Rumpf steht
Fazit
Die 767-400ER ist ein Exot mit Ansage: nur 38 gebaut, nur zwei Airline-Kunden, aber fast alle Exemplare noch im Dienst. Lange Röhre, Raked Wingtips und das hohe Vierrad-Fahrwerk verraten den Typ, die Lackierung von Delta oder United bestätigt den Verdacht, und das Kennzeichen liefert den Beweis. Wer sie im DACH-Raum erwischen will, braucht ein bisschen Glück im Flugplan und den richtigen Blick im Tracking-Dienst.
Kurzfazit
Sehr langer, schlanker 767-Rumpf, schräg nach hinten gezogene Flügelspitzen, Delta- oder United-Farben: Das ist die 767-400ER. Filter nach B764 und plan die Transatlantik-Ankünfte am Morgen ein.
Zusammenfassung
- Delta startete das Programm 1997, der Erstflug folgte im Oktober 1999, Continental flog den Typ ab September 2000 im Liniendienst.
- Mit nur 38 gebauten Exemplaren ist die -400ER eine der seltensten Großraum-Varianten im Linienverkehr.
- Laut den Flottenübersichten vom Herbst 2026 fliegen Delta 21 und United 16 Maschinen, Delta will die -400ER länger behalten als ihre 767-300ER.
- Raked Wingtips, Länge und das hohe Vierrad-Fahrwerk trennen sie von 767-300ER, A330 und 787.
Häufige Fragen
Wofür steht „ER“ bei der 767-400ER?
„ER“ steht für Extended Range. Anders als bei der 767-300ER bedeutet das hier aber keine Rekordreichweite: Die -400ER hat keine größeren Tanks bekommen und ist schwerer, deshalb liegt ihre Reichweite mit rund 10.400 km sogar unter der der -300ER.
Welchen ICAO-Typcode hat die 767-400ER?
Sie läuft unter B764. Den Code trägt nur diese Variante, ein B764 im Tracking ist also immer eine -400ER. Die 767-300-Familie hat B763, die kürzere 767-200 B762.
Wie unterscheide ich die 767-400ER von der 767-300ER?
Am schnellsten an den Flügelspitzen: Die -400ER hat schräg nach hinten gezogene Raked Wingtips, viele -300ER tragen dagegen hohe, nach oben gebogene Blended Winglets oder gar keine Winglets. Dazu ist die -400ER rund 6,4 m länger, was du an den zusätzlichen Fenstern vor und hinter dem Flügel siehst.
Welche Airlines fliegen die 767-400ER?
Im Linienverkehr nur Delta Air Lines und United Airlines. United hat ihre Maschinen über die Fusion mit Continental übernommen, die den Typ einst neu bestellt hatte. Ein weiteres Exemplar wurde als Testflugzeug gebaut und später als VIP-Jet nach Bahrain verkauft.
Welche Triebwerke hat die 767-400ER?
Delta und Continental entschieden sich beide für das General Electric CF6-80C2B8F. Im Linienverkehr findest du an der -400ER deshalb ausschließlich GE-Triebwerke.
Wird die 767-400ER noch gebaut?
Nein. Die letzten Maschinen wurden bis Anfang 2009 ausgeliefert, 2014 strich Boeing die Variante aus der Preisliste. Eine noch größere Version mit mehr Reichweite, die 767-400ERX, wurde 2001 gestoppt.
Wo sehe ich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz eine 767-400ER?
Nur bei Gästen aus den USA. Delta und United setzen ihre Großraumjets auch über den Atlantik ein, welcher Typ eine Strecke fliegt, wechselt aber mit jeder Flugplanperiode. Prüf deshalb vor deiner Tour in einem Tracking-Dienst, ob ein B764 Frankfurt, München oder Zürich anfliegt.
Boeing 767-400ER sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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