Luft- und Raumfahrttechnik studieren: Hochschulen, Inhalte und Berufsfelder

Vom Mathe-Grundstudium bis zur Vertiefung in Aerodynamik oder Leichtbau: Welche Hochschulen Luft- und Raumfahrttechnik anbieten, wie sich Uni, Fachhochschule und duales Studium unterscheiden und wo Absolventinnen und Absolventen später arbeiten.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Erst Grundlagen, dann Flugzeug: Die ersten Semester bestehen vor allem aus Mathematik, Mechanik, Werkstoffkunde und Elektrotechnik. Aerodynamik, Flugmechanik und Triebwerke kommen meist erst in der zweiten Studienhälfte.
  • Drei Hochschultypen, drei Profile: Universitäten setzen stärker auf Theorie und Forschung, Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf Anwendung und Praxissemester, das duale Studium verbindet Hörsaal und Betrieb im festen Wechsel.
  • Das Vorpraktikum nicht vergessen: Viele Studiengänge verlangen vor oder während des Studiums ein Praktikum in Werkstatt oder Industrie. An der TU München sind es beim Bachelor Aerospace mindestens acht Wochen.
  • Flugzeugbau ist nur ein Teil: Absolventen arbeiten auch in der Triebwerksentwicklung, in der Wartung, bei Behörden, in der Forschung oder in der Raumfahrt – und häufig in Branchen außerhalb der Luftfahrt.
  • Spotter-Wissen ist ein guter Start: Wer Winglets, Triebwerke und Flugzeugfamilien unterscheiden kann, bringt Neugier mit. Den Ausschlag im Studium geben aber Mathe und Durchhaltevermögen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Luft- und Raumfahrttechnik: die kurze Antwort
  2. 2.Was du im Studium wirklich lernst
  3. 3.Uni, Hochschule oder dual?
  4. 4.Österreich und Schweiz
  5. 5.Voraussetzungen und Bewerbung
  6. 6.Berufsfelder: Wo du nach dem Studium arbeitest
  7. 7.Was dir das Spotten im Studium bringt
  8. 8.Worauf du achten solltest
  9. 9.Fazit

Du kennst die Unterschiede zwischen A320ceo und neo auf den ersten Blick, erkennst Triebwerke am Klang und weißt, warum ein Flugzeug bei Seitenwind schräg anfliegt? Dann hast du dir vermutlich schon einmal gefragt, wie es wäre, solche Maschinen selbst mitzuentwickeln. Genau darum geht es, wenn du Luft- und Raumfahrttechnik studieren willst. Dieser Überblick zeigt dir, welche Hochschulen das Fach anbieten, was dich inhaltlich erwartet, worin sich Uni, Fachhochschule und duales Studium unterscheiden und in welchen Berufsfeldern du danach landen kannst.

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Luft- und Raumfahrttechnik: die kurze Antwort

Luft- und Raumfahrttechnik ist ein Ingenieurstudium mit Maschinenbau-Fundament, das sich auf alles spezialisiert, was fliegt: Verkehrsflugzeuge, Hubschrauber, Triebwerke, Raketen und Satelliten. Du studierst es als Bachelor an einer Universität, an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften oder dual mit einem Partnerunternehmen. Die ersten Semester sind von Mathematik und Mechanik geprägt, erst danach geht es um Aerodynamik, Flugmechanik, Leichtbau und Antriebe. Nach dem Abschluss arbeitest du typischerweise in Entwicklung, Fertigung, Wartung, Zulassung oder Forschung.

Wichtig für Spotter: Das Studium macht dich nicht zum Piloten. Wer ins Cockpit will, findet die Wege dorthin im Guide Pilot werden.

6–7Semester Regelstudienzeit im Bachelor, je nach Hochschule
8 WochenVorpraktikum mindestens beim Bachelor Aerospace der TU München
22 WochenIndustriepraktikum im Bachelor Flugzeugtechnik der HAW Hamburg

Was du im Studium wirklich lernst

Viele Erstsemester sind überrascht, wie wenig „Flugzeug“ anfangs im Stundenplan steht. Das ist Absicht: Ohne solide Grundlagen lässt sich weder ein Flügel berechnen noch eine Turbinenschaufel auslegen.

Grundstudium: das Fundament

In den ersten drei bis vier Semestern ähneln sich die Studiengänge stark. Typische Fächer sind:

  • Höhere Mathematik – Analysis, lineare Algebra, Differentialgleichungen. Sie zieht sich durch das ganze Studium.
  • Technische Mechanik – Statik, Festigkeitslehre und Dynamik, also wie Bauteile Lasten tragen und sich bewegen.
  • Werkstoffkunde – von Aluminiumlegierungen über Titan bis zu Faserverbundwerkstoffen.
  • Konstruktion und CAD – technisches Zeichnen, Maschinenelemente, rechnergestütztes Konstruieren.
  • Elektrotechnik und Informatik – Grundlagen für Avionik, Regelung und Simulation.
  • Thermodynamik und Strömungslehre – die Brücke zu Triebwerken und Aerodynamik.

Hauptstudium: jetzt wird es luftfahrtig

Darauf bauen die Fachmodule auf. Je nach Hochschule heißen sie etwas anders, inhaltlich findest du fast überall:

Fachgebiet Worum es geht Was du als Spotter wiedererkennst
Aerodynamik Auftrieb, Widerstand, Profile, Flügelspitzen warum Airlines Winglets und Sharklets nachrüsten
Flugmechanik Flugleistungen, Stabilität, Steuerbarkeit Steigraten, Anflugwinkel, Seitenwindverhalten
Antriebstechnik Turbofans, Propeller, Raketenantriebe große Fans, Chevrons und Bypassverhältnisse – siehe Triebwerke erkennen
Leichtbau und Strukturen Rumpf, Flügelkasten, Faserverbund warum moderne Langstreckenjets viel Verbundwerkstoff nutzen
Flugzeugsysteme Hydraulik, Klimaanlage, Fahrwerk, Kabine Klappen, Fahrwerksvarianten, Kabinenausstattung
Raumfahrtsysteme Bahnmechanik, Satelliten, Trägerraketen – hier verlässt du den Flughafenzaun
Regelungstechnik und Avionik Flugregelung, Sensorik, Software Autopilot, Fly-by-Wire, Navigation

Dazu kommen oft Fächer wie Luftrecht, Luftverkehrswirtschaft oder Projektmanagement. Viele Hochschulen setzen außerdem früh auf Projektarbeit: An der Universität Stuttgart etwa werben die Studiengangsseiten mit Projekten rund um nachhaltige Luftfahrt, Raketenbau oder Satellitenentwurf.

Mathe ist der Engpass, nicht die Begeisterung

An Motivation mangelt es Luftfahrtfans selten. Wer aber in der Schule mit Mathematik und Physik kämpft, sollte das ehrlich einplanen: Vorkurse vor dem ersten Semester, Lerngruppen und Übungsbetrieb sind keine Kür, sondern der eigentliche Schlüssel durch das Grundstudium.

Uni, Hochschule oder dual?

Der Name auf dem Abschlusszeugnis ist ähnlich, der Weg dorthin nicht. Grob unterscheiden sich drei Modelle.

Universität

Universitäten bieten meist einen Bachelor of Science mit sechs Semestern Regelstudienzeit und einen konsekutiven Master. Der Schwerpunkt liegt auf theoretischer Tiefe und Forschung, oft in Instituten mit eigenen Windkanälen, Prüfständen und Simulationszentren. Wer später in Forschung, Vorentwicklung oder Promotion will, ist hier richtig.

  • Universität Stuttgart: Bachelor Luft- und Raumfahrttechnik mit sechs Semestern, auf Deutsch, zulassungsbeschränkt, Start zum Wintersemester. Ein Praktikum ist vorgeschrieben. Der anschließende Master dauert vier Semester. Zum Ausgleich nach der Vorlesung hilft der Guide Planespotting in Stuttgart.
  • TU München: Bachelor Aerospace, sechs Semester, komplett englischsprachig. Studiert wird in Garching und vor allem am Standort Ottobrunn/Taufkirchen. Die Zulassung läuft über ein zweistufiges Eignungsfeststellungsverfahren, dazu kommt ein Vorpraktikum von mindestens acht Wochen. Danach geht es in den Master Aerospace. Wenn du schon in München bist: Das Deutsche Museum und seine Flugwerft Schleißheim zeigen die Geschichte dessen, was du dort studierst.
  • Weitere Universitäten mit Luft- und Raumfahrt-Angeboten sind unter anderem die RWTH Aachen und die TU Braunschweig. Die Universität Bremen bietet mit Space Engineering einen Master für die Raumfahrt-Vertiefung.

Hochschule für angewandte Wissenschaften

Fachhochschulen sind anwendungsnäher, die Gruppen meist kleiner. Der Bachelor dauert häufig sieben Semester, weil ein Praxissemester fest eingeplant ist.

  • HAW Hamburg: Bachelor Flugzeugtechnik (B.Sc.) mit sieben Semestern am Campus Berliner Tor. Ab dem fünften Semester wählst du eine Vertiefung: Leichtbau, Systeme, Aerodynamik und Flugphysik oder Kabinensysteme. Im siebten Semester steht ein 22-wöchiges Industriepraktikum an, eine duale Variante gibt es ebenfalls. Anschließend ist der Master Flugzeugbau möglich. Die Nähe zum Werk in Finkenwerder ist kein Zufall – wie du dort Testflüge und Neuauslieferungen siehst, steht im Guide Airbus Finkenwerder spotten, weitere Spots findest du unter Planespotting in Hamburg.
  • FH Aachen: Bachelor of Engineering Luft- und Raumfahrttechnik mit sieben Semestern, teilweise auf Englisch.
  • Hochschule Bremen: Bachelor- und Masterangebote rund um Luft- und Raumfahrt; Bremen ist zugleich ein wichtiger Standort der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie.

Duales Studium

Im dualen Modell hast du von Anfang an einen Vertrag mit einem Unternehmen. Das bekannteste Beispiel ist die DHBW Ravensburg am Campus Friedrichshafen: drei Jahre, Abschluss Bachelor of Engineering, mit Theorie- und Praxisphasen beim Partnerunternehmen, die sich im Rhythmus von drei bis sechs Monaten abwechseln. Im letzten Studienjahr wählst du zwischen Luft- und Raumfahrtsystemen und Luft- und Raumfahrtelektronik. Beworben wird direkt beim Partnerunternehmen, laut Hochschule oft 12 bis 18 Monate vor Studienbeginn. Wer in Friedrichshafen studiert, hat übrigens das Dornier Museum direkt vor der Tür.

Modell Abschluss Dauer Bachelor Stärke Passt zu dir, wenn …
Universität B.Sc., dann M.Sc. meist 6 Semester Theorie, Forschung, Promotion möglich du tief in Berechnung und Forschung willst
Hochschule (HAW/FH) B.Sc. oder B.Eng. meist 7 Semester Praxissemester, kleine Gruppen du anwendungsnah entwickeln oder fertigen willst
Dual B.Eng. 3 Jahre Gehalt und Betriebserfahrung ab Tag eins du früh weißt, bei wem du arbeiten willst

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Österreich und Schweiz

Auch außerhalb Deutschlands kannst du Luftfahrttechnik studieren. In Österreich gibt es Angebote unter anderem an der TU Graz, der FH JOANNEUM in Graz und der FH Wiener Neustadt; dazu kommen zwei höhere technische Lehranstalten mit Luftfahrt-Schwerpunkt. In der Schweiz bietet die ZHAW einen Bachelor in Aviatik an, der Technik und Luftverkehrsmanagement verbindet. Wer international denkt, landet oft auch bei der TU Delft in den Niederlanden, die für ihre Luft- und Raumfahrt-Fakultät bekannt ist.

Voraussetzungen und Bewerbung

Formal brauchst du je nach Hochschultyp die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife beziehungsweise die Fachhochschulreife; an manchen Hochschulen öffnet auch eine Berufsausbildung mit Berufserfahrung oder ein Meisterabschluss die Tür. Danach unterscheiden sich die Regeln deutlich:

  • Zulassung: Manche Studiengänge sind zulassungsbeschränkt, andere arbeiten mit Eignungsverfahren, wieder andere sind zulassungsfrei. Einen festen Numerus clausus „für das Fach“ gibt es nicht.
  • Vorpraktikum: Viele Hochschulen verlangen einige Wochen Praxis in Werkstatt oder Industrie. Kläre früh, wie viel vor dem Start nachgewiesen werden muss.
  • Sprache: Mehrere Studiengänge und viele Master laufen auf Englisch. Bei der TU München gehört ein Englischnachweis zum Verfahren.
  • Fristen: Für das Wintersemester enden die Bewerbungsfristen häufig Mitte Juli – in Stuttgart und an der TU München etwa am 15. Juli. Für duale Plätze bist du deutlich früher dran.

1. Interessen sortieren

Reizt dich eher das Flugzeug als Ganzes, das Triebwerk, die Raumfahrt oder die Elektronik? Danach richtet sich, welche Vertiefungen eine Hochschule bieten sollte.

2. Hochschultyp wählen

Uni für Theorie und Forschung, HAW für Anwendung, dual für frühe Praxis und Bindung an einen Betrieb.

3. Studienordnung lesen

Modulhandbuch, Praktikumsordnung und Zulassungsregeln stehen auf der Studiengangsseite. Dort siehst du, was im dritten oder fünften Semester wirklich passiert.

4. Vorpraktikum organisieren

Werkstattplätze sind begrenzt. Frag rechtzeitig bei Betrieben in deiner Nähe an – auch Wartungsbetriebe an Flughäfen bilden aus.

5. Fristen notieren

Bewerbungsfenster sind kurz, duale Plätze werden oft mehr als ein Jahr im Voraus vergeben.

Berufsfelder: Wo du nach dem Studium arbeitest

Das Spektrum ist breiter, als der Studienname vermuten lässt. Ein Überblick über typische Einsatzfelder:

  • Flugzeug- und Hubschrauberhersteller: Entwurf, Strukturberechnung, Systemintegration, Flugversuch. In Deutschland ist Airbus mit mehreren Standorten der größte Name, dazu kommt Airbus Helicopters in Donauwörth.
  • Triebwerke: Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von Antrieben, etwa bei MTU Aero Engines in München oder Rolls-Royce mit deutschen Standorten.
  • Zulieferer: Kabinen, Fahrwerke, Klimaanlagen, Flugsteuerung – Unternehmen wie Diehl Aviation oder Liebherr Aerospace liefern Systeme für viele Flugzeugmuster.
  • Wartung und Instandhaltung (MRO): Ingenieurinnen und Ingenieure planen Checks, bewerten Schäden und entwickeln Reparaturen. Wie ein schwerer Check abläuft, zeigt der Artikel Flugzeugwartung vom A- bis zum C-Check; einer der großen Betriebe ist Lufthansa Technik in Hamburg.
  • Airlines: Flottentechnik, Leistungsberechnung, Technik-Controlling.
  • Forschung: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bietet Studierenden Praktika, Abschlussarbeiten und ein Graduiertenprogramm für die Promotion, außerdem Programme wie REXUS/BEXUS für studentische Experimente. Dazu kommen Hochschulinstitute.
  • Behörden und Zulassung: Musterzulassung, Lufttüchtigkeit und Aufsicht – etwa bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA in Köln oder beim Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig.
  • Raumfahrt: Satelliten, Trägersysteme, Bodensegment und Missionsbetrieb.

Viele Absolventen wechseln später auch in Automobilbau, Energietechnik oder Softwareentwicklung. Die Kombination aus Strömung, Leichtbau und Systemdenken ist dort ebenso gefragt.

Wer lieber direkt am Flugzeug schraubt statt zu rechnen, findet in der Ausbildung zum Fluggerätmechaniker eine handfeste Alternative – manche starten auch so und studieren später.

Was dir das Spotten im Studium bringt

Ehrlich gesagt: Für die Klausur in Technischer Mechanik hilft dir kein Kennzeichen-Wissen. Trotzdem hat das Hobby echte Vorteile.

  • Anschauung: Wenn in der Aerodynamik-Vorlesung Hochauftriebshilfen besprochen werden, hast du Klappen und Vorflügel im Landeanflug schon hundertfach gesehen. Theorie bleibt besser hängen, wenn du ein Bild dazu im Kopf hast.
  • Gesprächsstoff: In Bewerbungsgesprächen für Praktika zeigt echtes Interesse an Flugzeugen Motivation – solange du es mit Fachwissen verbindest.
  • Netzwerk: Messen wie die ILA in Berlin, die AERO in Friedrichshafen und Tage der offenen Tür an Flughäfen und Werften sind auch Karriereorte. Hersteller, Zulieferer und Hochschulen sind dort mit Ständen vertreten.
  • Praxisblick: Wer verfolgt, wie neue Flugzeuge ihre Test- und Werksflüge absolvieren, versteht schneller, was Flugversuch und Zulassung im Alltag bedeuten.

Das Studium passt gut, wenn …

  • dir Mathe und Physik Spaß machen oder du bereit bist, dich reinzuarbeiten
  • du wissen willst, warum ein Flugzeug fliegt, nicht nur welches es ist
  • du dir Entwicklung, Berechnung oder Forschung als Beruf vorstellen kannst

Prüf Alternativen, wenn …

  • dich vor allem Praxis am Flugzeug reizt – dann lohnt ein Blick auf Ausbildungsberufe
  • dich der Betrieb mehr interessiert als die Technik, etwa Luftverkehrsmanagement

Eher nicht, wenn …

Worauf du achten solltest

  • Studiengangsnamen genau lesen. „Luft- und Raumfahrttechnik“, „Aerospace“, „Flugzeugtechnik“ oder „Aviatik“ klingen ähnlich, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
  • Vertiefungen vergleichen. Wenn du dich für Kabinensysteme oder Raumfahrt interessierst, prüfe, ob die Hochschule das überhaupt anbietet.
  • Standort mitdenken. Hochschulen in der Nähe von Herstellern und Forschungseinrichtungen bieten mehr Praktika, Werkstudentenjobs und Abschlussarbeiten in Unternehmen.
  • Abbruchgefahr im Grundstudium ernst nehmen. Die ersten Semester sind anstrengend. Wer früh in Lerngruppen arbeitet, kommt deutlich leichter durch.
  • Ehrenamt und Projekte nutzen. Studentische Teams, Modellbau oder Engagement in einem Museum – etwa über ein Ehrenamt in Luftfahrtmuseen – machen sich im Lebenslauf gut und bringen Praxis.

Bist du bereit für die Bewerbung?

Hak ab, was du schon geklärt hast – am Ende siehst du, ob du startklar bist.

  • Ich weiß, ob ich an eine Uni, eine HAW oder dual studieren will.
  • Ich habe Modulhandbuch und Vertiefungen von mindestens zwei Hochschulen verglichen.
  • Ich kenne die Zulassungsregeln und Bewerbungsfristen.
  • Ich weiß, wie lang mein Vorpraktikum sein muss, und habe einen Platz angefragt.
  • Ich habe meine Mathe- und Englischkenntnisse realistisch eingeschätzt.
  • Ich habe mir einen Plan für die ersten Semester überlegt, etwa einen Vorkurs.

Zwischen Klausur und Zaun nichts verpassen

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein Kennzeichen, ein Flugzeugtyp oder eine Special Livery im Anflug ist – und in der Community teilst du deine Fotos mit anderen Spottern. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Luft- und Raumfahrttechnik ist der klassische Weg, aus Flugzeugbegeisterung einen Ingenieurberuf zu machen. Der Einstieg ist mathematiklastig, belohnt dich aber später mit Fächern, die du vom Zaun aus täglich beobachtest: Aerodynamik, Triebwerke, Leichtbau und Systeme. Ob Universität, Hochschule oder duales Studium richtig ist, hängt davon ab, wie theoretisch oder praktisch du arbeiten willst und wie früh du dich an ein Unternehmen binden möchtest. Lies die Studienordnungen genau, plan das Vorpraktikum rechtzeitig und nutz Messen und Werksnähe, um Kontakte zu knüpfen.

Kurzfazit

Wer Mathe nicht scheut und verstehen will, warum Flugzeuge fliegen, ist in der Luft- und Raumfahrttechnik richtig. Uni für Forschung, HAW für Anwendung, dual für frühe Praxis – und danach stehen Hersteller, Triebwerksbauer, Wartungsbetriebe, Forschung und Behörden offen.

Zusammenfassung

  • Luft- und Raumfahrttechnik ist ein Ingenieurstudium mit breitem Maschinenbau-Fundament und Spezialisierung auf Flugzeuge, Hubschrauber, Triebwerke, Raketen und Satelliten.
  • In Deutschland bieten unter anderem die Universität Stuttgart, die TU München, die RWTH Aachen und die TU Braunschweig universitäre Studiengänge an, dazu Hochschulen wie FH Aachen, HAW Hamburg und Hochschule Bremen sowie die DHBW Ravensburg im dualen Modell.
  • Der Bachelor dauert je nach Hochschule sechs oder sieben Semester, ein Master meist vier weitere. Zulassungsregeln, Vorpraktikum und Unterrichtssprache unterscheiden sich deutlich.
  • Typische Arbeitgeber sind Flugzeug- und Triebwerkshersteller, Zulieferer, Wartungsbetriebe, Airlines, Forschungseinrichtungen und Behörden.

Häufige Fragen

Was lernt man im Studium Luft- und Raumfahrttechnik?

Zuerst die Ingenieurgrundlagen: Höhere Mathematik, Physik, Technische Mechanik, Werkstoffkunde, Konstruktion, Elektrotechnik und Informatik. Darauf bauen Strömungslehre, Thermodynamik, Aerodynamik, Flugmechanik, Leichtbau, Antriebstechnik und Raumfahrtsysteme auf. In den höheren Semestern wählst du Schwerpunkte und arbeitest in Projekten, etwa am Entwurf eines Flugzeugs oder Satelliten.

Brauche ich für das Studium einen bestimmten Notenschnitt?

Das hängt von der Hochschule ab. Manche Studiengänge sind zulassungsbeschränkt, andere arbeiten mit einem Eignungsfeststellungsverfahren, bei dem Abiturnote und Fachnoten in Punkte umgerechnet werden. An der TU München kann zusätzlich ein Auswahlgespräch folgen. Die aktuellen Regeln stehen immer auf der Seite des jeweiligen Studiengangs.

Wie lange dauert das Studium?

Ein Bachelor dauert in der Regel sechs Semester an Universitäten wie Stuttgart oder der TU München und sieben Semester an vielen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, weil dort ein Praxissemester eingeplant ist. Das duale Studium an der DHBW dauert drei Jahre. Ein anschließender Master umfasst meist vier Semester.

Muss ich vor dem Studium ein Praktikum machen?

Oft ja. Viele Studiengänge verlangen ein Vor- oder Grundpraktikum, in dem du Fertigungsverfahren wie Drehen, Fräsen oder Fügen kennenlernst. Wie viele Wochen nötig sind und ob ein Teil davon später nachgeholt werden darf, regelt die Praktikumsordnung der Hochschule.

Wird man mit dem Studium Pilot?

Nein. Luft- und Raumfahrttechnik ist ein Ingenieurstudium, keine Flugausbildung. Eine Pilotenlizenz erwirbst du an einer zugelassenen Flugschule. Einige Studierende machen nebenher eine Privatpilotenlizenz, das ist aber freiwillig und nicht Teil des Studiums.

Ist Englisch wichtig?

Ja. Fachliteratur, Normen und viele Projekte in der Branche sind englischsprachig. Der Bachelor Aerospace der TU München läuft komplett auf Englisch, und mehrere Masterprogramme anderer Hochschulen ebenfalls. Auch wo auf Deutsch gelehrt wird, begegnet dir Englisch spätestens in der Industrie täglich.

Kann ich auch in Österreich oder der Schweiz studieren?

Ja. In Österreich gibt es Angebote unter anderem an der TU Graz, der FH JOANNEUM in Graz und der FH Wiener Neustadt. In der Schweiz bietet die ZHAW einen Bachelor in Aviatik an, der Technik und Luftverkehr verbindet.

PT

Planetrack Redaktion

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