Estelar

Private Airline aus Caracas: im Inland mit älteren Boeing 737 der Generationen Original und Classic unterwegs, auf der Langstrecke nach Madrid mit gemieteten Widebodies – zuerst mit einem Airbus A340 von Hi Fly.

Auch bekannt als: Estelar Latinoamérica · Aerolíneas Estelar · ES

VenezuelaVenezuelaNetzwerk-AirlinesIATA: ESICAO: ETR10 Min. Lesezeit

ES

IATA-Code

ETR

ICAO-Code

2017

Start der Madrid-Strecke

YV

Kennzeichen-Präfix der eigenen 737

Das Wichtigste in Kürze

  • Estelar ist eine private venezolanische Airline mit Sitz in Caracas und Heimatbasis am Flughafen Maiquetía (CCS).
  • Codes: IATA ES, ICAO ETR, Rufzeichen „ESTELAR“.
  • Im Inland fliegt Estelar ältere Boeing 737 der Varianten -200, -300 und -400 – echte Klassiker, die in Europa kaum noch zu sehen sind.
  • Nach Madrid ging es ab Dezember 2017 mit einem gemieteten Airbus A340-300 von Hi Fly; später kamen andere gemietete Widebodies zum Einsatz.
  • Für Spotter in Europa ist Madrid-Barajas der Ort, an dem Estelar-Flüge auftauchen – meist mit einem Flugzeug, das gar nicht Estelar gehört.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Estelar im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die eigene Flotte: Boeing 737 der alten Schule
  4. 4.737-200 oder 737 Classic? So unterscheidest du sie
  5. 5.Nach Madrid mit gemieteten Widebodies
  6. 6.A340 oder A330? Die Langstreckenjets auseinanderhalten
  7. 7.Woran du Estelar erkennst
  8. 8.Estelar spotten: Madrid ist der Schlüssel
  9. 9.Wie selten ist eine Estelar-Sichtung?
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeES
ICAO-CodeETR
RufzeichenESTELAR
DrehkreuzeCCS
GeschäftsmodellPrivate Linienairline mit Inlandsnetz in Venezuela und Langstrecke nach Madrid
SitzCaracas, Venezuela
Flugbetriebseit 2009, zunächst als Charteranbieter (Angaben zum Gründungsjahr schwanken)
HeimatflughafenCaracas-Maiquetía „Simón Bolívar“ (CCS)
Eigene Flottekleine Flotte älterer Boeing 737 (737-200, 737-300, 737-400)
LangstreckeCaracas–Madrid seit Dezember 2017, durchgeführt mit gemieteten Widebodies (Wet-Lease)
Erster LangstreckentypAirbus A340-300 von Hi Fly Malta
Allianzkeine
Kennzeichenvenezolanisches Präfix YV

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Estelar?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Im Inland fast immer eine ältere Boeing 737 – Generation Original (-200) oder Classic (-300/-400)
  • Venezolanisches Kennzeichen mit YV am Rumpf der eigenen Maschinen
  • Auf der Madrid-Strecke ein Widebody mit fremdem Kennzeichen, etwa einem maltesischen 9H- oder spanischen EC-
  • Gemietete Langstreckenjets tragen oft nur wenig oder gar kein Estelar-Design – Tracker und Flugnummer sind wichtiger als die Lackierung
  • Flugnummer beginnt mit ES; bei Wet-Lease-Flügen kann der Tracker den Code des durchführenden Betreibers zeigen

Estelar ist eine dieser Airlines, die zwei völlig unterschiedliche Gesichter haben. In Venezuela siehst du sie mit Boeing 737, die älter sind als viele Spotter, die sie fotografieren. In Madrid dagegen landet unter Estelar-Flugnummer ein großes Langstreckenflugzeug – das oft gar nicht Estelar gehört. Diese Seite zeigt dir, wie die Airline aufgebaut ist, welche Flugzeuge du erwarten kannst und wie du die Sichtung sauber einordnest.

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Estelar im Überblick

Estelar ist eine private Fluggesellschaft aus Venezuela mit Sitz in Caracas. Im Handelsregister firmiert sie als Estelar Latinoamérica, im Auftritt nach außen oft schlicht als Estelar oder Aerolíneas Estelar. Heimatbasis ist der internationale Flughafen Simón Bolívar in Maiquetía an der Küste vor der Hauptstadt (IATA-Code CCS).

Den Flugbetrieb nahm Estelar 2009 auf, beim Gründungsjahr selbst sind sich die Quellen nicht ganz einig. Am Anfang standen Charterflüge, die ersten Ziele waren die Ferieninsel Margarita mit dem Flughafen Porlamar und kurz darauf Maracaibo im Westen des Landes. Nach und nach wurde daraus ein Linienbetrieb mit einem Inlandsnetz, das die Hauptstadt mit den größeren Städten Venezuelas verbindet.

Bekannt geworden ist Estelar über die Landesgrenzen hinaus vor allem durch einen Schritt Ende 2017: Die Airline nahm eine Langstrecke von Caracas nach Madrid auf – und das, obwohl sie selbst kein einziges Langstreckenflugzeug besaß. Dazu gleich mehr.

ESIATA-Code in der Flugnummer
ETRICAO-Code im Flugplan
YVKennzeichen-Präfix Venezuelas

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code ES: steht in der Flugnummer, also auf Ticket und Anzeigetafel.
  • ICAO-Code ETR: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern, wenn Estelar selbst fliegt.
  • Rufzeichen ESTELAR: so meldet sich die Besatzung im Funk.

Ein Stolperstein für Spotter: Wenn ein anderer Betreiber den Flug im Wet-Lease durchführt, also Flugzeug und Crew stellt, nutzt er auf Trackern unter Umständen seinen eigenen ICAO-Code. Die Flugnummer ES sagt dir dann nur, wer den Flug verkauft – nicht, wer ihn fliegt.

Tracker richtig lesen

Gleiche bei einem Estelar-Flug nach Madrid immer Flugnummer, ICAO-Rufzeichen und Kennzeichen miteinander ab. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter; ein bestimmtes Flugzeug findest du über die Anleitung Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.

Die eigene Flotte: Boeing 737 der alten Schule

Im venezolanischen Inlandsverkehr setzt Estelar auf eine kleine Flotte älterer Boeing 737. Je nach Stand gehörten dazu Maschinen der Varianten -200, -300 und -400 – also Flugzeuge der ersten Generation (737 Original) und der zweiten Generation (737 Classic). Wie viele es genau sind, schwankt: Nachschlagewerke nennen für die Jahre 2024 und 2025 jeweils nur eine Handvoll aktiver 737, teils ergänzt durch Maschinen von Partnern. Seit 2024 arbeitet Estelar dabei eng mit der venezolanischen Gesellschaft Transmandu zusammen, die nach diesen Angaben Flugzeuge und Kapital beisteuert.

Typ Generation Rolle bei Estelar Spotter-Hinweis
Boeing 737-200 Original Inland, seit den Anfängen 2009 Lange, schlanke Triebwerke unter dem Flügel – ein echter Oldtimer
Boeing 737-300 Classic Inland und Regionalstrecken Abgeflachte Triebwerkseinläufe, kürzer als die -400
Boeing 737-400 Classic Inland Längere Classic-Variante mit mehr Sitzen

Warum gerade diese Typen? Venezolanische Airlines arbeiten seit Jahren unter schwierigen Bedingungen: Wirtschaftskrise, Devisenmangel und internationale Sanktionen erschweren den Zugang zu neuen Flugzeugen, Leasingverträgen und Ersatzteilen. Ältere, technisch einfache Muster lassen sich unter diesen Umständen leichter am Leben halten. Das gilt nicht nur für Estelar – auch Avior Airlines fliegt 737-Klassiker, und Laser Airlines hält mit MD-80 und DC-9 noch ältere Typen in der Luft.

Für dich als Spotter macht genau das den Reiz aus. Eine 737-200 im Linieneinsatz ist in Europa praktisch ausgestorben. Wie alt eine bestimmte Maschine ist, kannst du über ihr Kennzeichen herausfinden – der Guide Wie alt ist dieses Flugzeug? zeigt dir, wie das geht.

737-200 oder 737 Classic? So unterscheidest du sie

Bei einer Airline, die beide Generationen fliegt, lohnt sich ein genauer Blick. Die Unterschiede sind deutlich, wenn du weißt, worauf du achten musst.

Das spricht für die 737-200

  • Lange, schmale Triebwerke, die fast unter dem Flügel verschwinden
  • Deutlich lauterer, rauerer Klang beim Start
  • Kurzer, gedrungener Rumpf
  • Auf Trackern meist als B732 geführt

Das spricht für die 737 Classic

  • Dickere Triebwerke mit unten abgeflachtem Einlauf
  • Triebwerke sitzen weiter vor dem Flügel
  • Die -400 ist sichtbar länger als die -300
  • Auf Trackern als B733 oder B734 geführt

Die abgeflachte Unterseite der Triebwerksverkleidung ist das sicherste Merkmal der Classic-Generation: Boeing musste die größeren Triebwerke unter den niedrigen Flügel bekommen, ohne das Fahrwerk zu verlängern. Eine ausführliche Übersicht über alle Generationen findest du im Artikel Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden. Hersteller aller Varianten ist Boeing.

Noch keine 737-200 im Logbuch?

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Nach Madrid mit gemieteten Widebodies

Im Dezember 2017 startete Estelar die Verbindung Caracas–Madrid. Sie ersetzte eine Strecke, die zuvor die staatliche Conviasa geflogen war. Ein eigenes Langstreckenflugzeug hatte Estelar nicht – die Lösung hieß Wet-Lease: Die Airline mietete Flugzeug, Besatzung, Wartung und Versicherung bei einem spezialisierten Anbieter an. Wie dieses Modell funktioniert, erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt.

Partner war zunächst Hi Fly, genauer deren maltesische Tochter Hi Fly Malta. Sie stellte einen Airbus A340-300, mit dem Estelar dreimal pro Woche nach Madrid flog. Zeitweise stand auch Buenos Aires im Streckennetz. Für Spotter in Madrid war das ein ungewöhnlicher Anblick: ein vierstrahliger Airbus mit maltesischem 9H-Kennzeichen unter einer venezolanischen Flugnummer.

Ein besonderes Kapitel folgte im Juli 2019. Nach Angaben der Wikipedia war der A340 damals in der Wartung, und Hi Fly sprang kurzzeitig mit seinem Airbus A380 ein. Ein Superjumbo unter Estelar-Flugnummer – das blieb eine Episode, sorgte aber in der Spotter-Szene für Aufsehen. Wenn du A380 und 747 noch verwechselst, hilft der Guide A380 und Boeing 747 unterscheiden.

Der A340 verließ Estelar laut Nachschlagewerken 2020 wieder. In den Folgejahren übernahm die spanische Iberojet die Rolle des Langstreckenpartners; genannt werden ein Airbus A330-300 und zeitweise auch ein A350-900. Die Website von Estelar bewirbt Madrid weiterhin als Ziel (Stand Oktober 2026), welches Flugzeug konkret fliegt, kann sich aber jederzeit ändern.

Flugnummer prüfen

Steht ES vor der Nummer, verkauft Estelar den Flug – das ist der Startpunkt.

Rufzeichen abgleichen

Der Tracker zeigt dir, ob ETR oder der Code eines Wet-Lease-Partners im Flugplan steht.

Kennzeichen lesen

YV deutet auf ein eigenes Estelar-Flugzeug, 9H- oder EC- auf einen gemieteten Widebody aus Malta oder Spanien.

Sauber notieren

Halte Betreiber, Kennzeichen und Flugnummer getrennt fest. So bleibt später klar, welches Flugzeug du gesehen hast.

A340 oder A330? Die Langstreckenjets auseinanderhalten

Wer die Madrid-Flüge über mehrere Jahre verfolgt, kann auf zwei sehr ähnliche Airbus-Typen treffen: den A340-300 aus der Hi-Fly-Zeit und den A330-300 der späteren Partnerschaft. Rumpf und Cockpit sind nahezu gleich – der Unterschied liegt in den Triebwerken.

  • Vier Triebwerke: Das ist der A340. Kein anderes Merkmal ist so eindeutig.
  • Zwei Triebwerke: Das ist der A330 – oder, mit deutlich anderem Cockpitfenster und gebogenen Flügelspitzen, ein A350.
  • Hauptfahrwerk: Der A340 hat ein zusätzliches Fahrwerksbein in der Rumpfmitte, der A330 nicht.

Mehr Details findest du im Guide A330 oder A340?. Hersteller aller drei Muster ist Airbus.

Woran du Estelar erkennst

Bei den eigenen 737 ist die Sache klar: YV-Kennzeichen am Rumpf, Estelar-Schriftzug und ein Flugzeug, das deutlich älter ist als die meisten Maschinen auf europäischen Vorfeldern. Venezolanische Kennzeichen beginnen mit YV, danach folgt eine Ziffernkombination. Wie solche Präfixe grundsätzlich funktionieren, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.

Auf der Langstrecke ist die Lage komplizierter. Gemietete Flugzeuge tragen meist die Lackierung ihres Eigentümers, manchmal ergänzt um einen Schriftzug des Kunden, manchmal ganz ohne. Ein Widebody in Madrid, der zur Ankunftszeit aus Caracas landet, kann also wie ein Hi-Fly- oder Iberojet-Flugzeug aussehen und trotzdem ein Estelar-Flug sein.

Achtung Verwechslung

Nicht jeder Widebody aus Venezuela in Madrid ist Estelar. Auch Conviasa war früher auf der Strecke nach Madrid unterwegs, und spanische Airlines wie Plus Ultra haben ebenfalls Verbindungen nach Caracas angeboten. Mach immer ein Foto, auf dem das Kennzeichen lesbar ist, und gleich es mit dem Tracker ab.

Estelar spotten: Madrid ist der Schlüssel

In Europa hast du realistisch nur einen Ort, an dem Estelar auftaucht: den Flughafen Madrid-Barajas. Dort landen die Langstreckenflüge aus Caracas, und dort stehen die Chancen am besten, einen gemieteten Widebody unter ES-Flugnummer zu erwischen. Einen kompletten Überblick über die Spots rund um den Flughafen bietet der Planespotting-Guide für Madrid; ein Klassiker ist La Muñoza an der Südseite des Platzes.

Gute Chancen auf Estelar, wenn …

  • du in Madrid-Barajas bist und im Flugplan ein ES-Flug aus Caracas steht
  • du die Ankunftszeit vorher im Tracker geprüft hast
  • die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Spotterberichten planst – Frequenzen und Flugzeuge wechseln oft
  • du speziell einen A340 erwartest, denn diese Phase ist vorbei

Eher kein Estelar-Tag, wenn …

  • du an einem deutschen Flughafen stehst – Estelar fliegt nach aktuellem Stand kein Ziel in Deutschland an

Die eigenen 737 bekommst du in Europa dagegen nicht zu sehen. Sie bleiben im Inlandsnetz: Laut Website verbindet Estelar Caracas unter anderem mit Porlamar auf der Isla Margarita, Maracaibo, Puerto Ordaz, Barinas, Valencia und Orten im Bundesstaat Táchira wie San Antonio del Táchira. Wer nach Venezuela reist, findet sie am ehesten in Maiquetía, wo sie neben Conviasa, Avior, Laser und anderen privaten Gesellschaften stehen. Historisch prägten dort früher Namen wie VIASA und Aeropostal das Bild.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und informiere dich vor Reisen über die Lage vor Ort. Gerade in Ländern außerhalb der EU gelten für das Fotografieren an Flughäfen teils strengere Regeln. Was in Deutschland gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Wie selten ist eine Estelar-Sichtung?

Ziemlich selten – zumindest aus europäischer Sicht. Die Airline hat nur eine Langstrecke nach Europa, fliegt sie nicht täglich und nutzt dafür fremde Flugzeuge. Eine Sichtung in Madrid ist deshalb weniger ein seltener Flugzeugtyp als eine seltene Kombination aus Flugnummer, Betreiber und Kennzeichen. Bei den eigenen 737 ist es umgekehrt: Hier ist der Typ selbst das Besondere. Wie du solche Sichtungen einordnest, zeigt der Artikel Wie selten ist meine Sichtung?.

Häufige Verwechslungen

  • ES für Spanien halten – der IATA-Code ES ist eine reine Airline-Kennung und gehört zu Estelar, auch wenn er an das spanische Länderkürzel erinnert.
  • Jeden Hi-Fly-A340 in Madrid für Estelar halten – Hi Fly vermietet Flugzeuge an viele Kunden; nur Flugnummer und Tracker klären, für wen geflogen wird.
  • Gemietete Widebodies als Estelar-Flotte notieren – A340, A380, A330 und A350 gehörten den Partnern, nicht Estelar.
  • Estelar mit Conviasa verwechseln – die staatliche Conviasa bediente Caracas–Madrid früher selbst; auf alten Fotos und in Spotterberichten tauchen deshalb beide Namen auf.
  • 737-200 und 737 Classic durcheinanderbringen – die Triebwerke verraten die Generation.
  • Alte Flottenlisten als aktuell nehmen – bei Estelar ändern sich Flotte und Partner häufig.

Estelar im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung in Madrid benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot für die Community. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Estelar ist klein, aber spannend. Im Inland hält die Airline Boeing 737 in der Luft, die anderswo längst im Museum oder auf dem Schrottplatz stehen. Auf der Langstrecke zeigt sie, wie weit man mit gemieteten Flugzeugen kommt: vom A340 über einen kurzen A380-Einsatz bis zu Widebodies der Iberojet. Wer in Madrid einen Estelar-Flug erwischt, sollte genau hinsehen – denn die eigentliche Geschichte steckt im Kennzeichen.

Kurzfazit

Estelar (IATA ES, ICAO ETR) ist eine private Airline aus Caracas mit älteren Boeing 737 im Inland. Nach Madrid fliegt sie seit 2017 mit gemieteten Widebodies – zuerst mit einem A340-300 von Hi Fly. Flugnummer, Tracker und Kennzeichen zusammen verraten dir, was du wirklich gesehen hast.

Zusammenfassung

  • Estelar verbindet zwei Welten: Im Inland fliegen jahrzehntealte Boeing 737 mit YV-Kennzeichen, auf der Langstrecke gemietete Großraumflugzeuge.
  • Die Madrid-Flüge mit dem A340-300 von Hi Fly machten die Airline ab 2017 auch in Europa sichtbar; laut Nachschlagewerken half 2019 sogar kurzzeitig ein A380 aus.
  • Weil die Langstrecke im Wet-Lease läuft, entscheiden Kennzeichen und Tracker-Daten, welches Flugzeug du wirklich gesehen hast.
  • Flotte und Streckennetz ändern sich bei Estelar häufig – prüf vor jeder Spotting-Tour den aktuellen Flugplan.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Estelar?

Der IATA-Code von Estelar ist ES, der ICAO-Code ETR. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „ESTELAR“. Bei Flügen, die ein anderer Betreiber im Wet-Lease durchführt, kann auf Trackern allerdings auch dessen eigener Code erscheinen.

Woher kommt Estelar?

Estelar ist eine private Airline aus Venezuela mit Sitz in Caracas. Heimatflughafen ist der internationale Flughafen Simón Bolívar in Maiquetía, der die Hauptstadt versorgt. Den Flugbetrieb nahm Estelar 2009 auf, anfangs vor allem mit Charterflügen.

Welche Flugzeuge fliegt Estelar?

Die eigene Flotte besteht aus wenigen älteren Boeing 737 der Varianten -200, -300 und -400. Für die Langstrecke nach Madrid mietet Estelar Großraumflugzeuge samt Crew von anderen Airlines an – zunächst einen Airbus A340-300 von Hi Fly Malta, später nach Angaben von Nachschlagewerken Airbus-Widebodies der spanischen Iberojet. Weil sich die Flotte oft ändert, sind genaue Stückzahlen nur eine Momentaufnahme.

Fliegt Estelar nach Europa?

Ja, Madrid ist das wichtigste internationale Ziel. Die Strecke Caracas–Madrid startete im Dezember 2017 und übernahm eine Verbindung, die zuvor Conviasa geflogen war. Auf der Website der Airline wird Madrid weiterhin beworben (Stand Oktober 2026). Frequenzen und eingesetzter Flugzeugtyp können sich aber kurzfristig ändern.

Stimmt es, dass Estelar einen A380 eingesetzt hat?

Nach Angaben der Wikipedia mietete Estelar im Juli 2019 kurzzeitig den A380 von Hi Fly, weil der sonst eingesetzte A340 in der Wartung war. Es handelte sich um einen vorübergehenden Ersatz, nicht um einen eigenen A380 der Airline.

Wo kann ich Estelar in Europa spotten?

Praktisch nur in Madrid-Barajas, dem europäischen Ziel der Airline. Schau vorher in einen Flugtracker, wann der Flug aus Caracas erwartet wird und welches Flugzeug ihn durchführt. Ein beliebter Spot dort ist La Muñoza an der Südseite des Flughafens.

Warum fliegt Estelar so alte Boeing 737?

Venezolanische Airlines arbeiten seit Jahren unter wirtschaftlichen Engpässen und Sanktionen, die den Zugang zu neuen Flugzeugen, Leasing und Ersatzteilen erschweren. Ältere, technisch einfache Typen wie die 737-200 und die 737 Classic lassen sich unter diesen Bedingungen leichter betreiben. Für Spotter macht genau das den Reiz aus.

Gehört Estelar zu einer Allianz?

Nein. Estelar ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet mit einzelnen Partnern zusammen, vor allem bei den gemieteten Langstreckenflugzeugen.

Estelar im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

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