Das Wichtigste in Kürze
- AnimaWings ist eine rumänische Airline mit Sitz in Otopeni und Drehkreuz Bukarest Henri Coandă (OTP).
- Codes: IATA A2, ICAO AWG, Rufzeichen „ANIMA WINGS“.
- Flotte: sechs Airbus A220-300 von Leasinggebern und zwei Airbus A320-200 – die A220 kamen ab Dezember 2024 fabrikneu aus Mirabel in Kanada.
- Eigentümer: Die Memento Group des Reiseveranstalters Christian Tour, nachdem Aegean Airlines 2024 ausgestiegen ist.
- Insolvenz: Am 30. September 2026 hat AnimaWings Insolvenz beantragt; Linienflüge sind seitdem ausgesetzt, zwei A220 gingen an den Leasinggeber zurück.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | A2 |
|---|---|
| ICAO-Code | AWG |
| Rufzeichen | ANIMA WINGS |
| Drehkreuze | OTP |
| Geschäftsmodell | Linien- und Charterairline mit Drehkreuz Bukarest, Business- und Economy-Kabine im A220 |
| Sitz | Otopeni bei Bukarest, Rumänien |
| Gegründet | 2019, Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) und Start des Charterbetriebs im Juli 2020 |
| Eigentümer | Memento Group rund um den Reiseveranstalter Christian Tour (seit 2024 alleiniger Eigentümer, zuvor Beteiligung von Aegean Airlines) |
| Drehkreuz und Basen | Bukarest Henri Coandă (OTP), dazu Basis in Timișoara (TSR) |
| Allianz | keine; Codeshare mit Aegean Airlines |
| Flotte (laut AnimaWings, Stand 2026) | 6 Airbus A220-300 und 2 Airbus A320-200 – seit dem Insolvenzantrag Ende September 2026 im Umbruch |
| Status (Mitte Oktober 2026) | Insolvenzantrag am 30. September 2026, Linienflüge laut Fachpresse bis Ende Oktober ausgesetzt |
| Kennzeichen | Rumänisches Präfix YR- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich AnimaWings?
- Fast immer ein Airbus A220-300 oder ein A320 der ersten Generation – andere Typen fliegt AnimaWings nicht
- Kennzeichen mit rumänischem Präfix YR-, bei den A220 teils mit Wortspiel-Endungen wie YR-GUN, YR-BUN oder YR-RUN
- Flugnummer beginnt mit A2, auf dem Tracker steht AWG
- Beim A220: großer Triebwerksdurchmesser unter einem schlanken Rumpf, fünf Sitze pro Reihe und große, rechteckige Cockpitfenster
- Der Schriftzug „AnimaWings“ auf dem Rumpf – auf älteren Fotos tragen die A320 noch eine frühere Bemalung
AnimaWings ist eine der jüngsten Airlines Europas, und ihre Geschichte verläuft ziemlich schnell. Sie startete 2020 als kleiner Charterbetreiber mit Airbus A320 und bekam ab Ende 2024 fabrikneue Airbus A220-300. Die Airline wollte in Rumänien eine Alternative zu TAROM und den großen Low-Cost-Anbietern aufbauen. Im Herbst 2026 kam der Absturz: Insolvenzantrag, zurückgegebene Flugzeuge, ausgesetzte Linienflüge. Für Spotter ist AnimaWings damit eine kleine, aber spannende Airline. Wer eine ihrer A220 im Logbuch hat, besitzt womöglich schon ein Stück Zeitgeschichte.
Seltene Airlines festhalten
Mit Planetrack postest du deine Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und legst sie in deinem Hangar ab. So bleibt auch ein A220 von AnimaWings dauerhaft in deiner Sammlung. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
AnimaWings im Überblick
AnimaWings ist eine rumänische Airline mit Sitz in Otopeni, direkt neben dem Bukarester Flughafen. Gegründet wurde das Unternehmen 2019. Die Initiative kam von Cristian Pandel, der den Reiseveranstalter Christian Tour aufgebaut hat. Sein Ziel war eine vollständig rumänische Airline, die Urlaubsflüge für die Reiseveranstalter-Gruppe übernimmt und zusätzlich Linienverkehr anbietet. Im Juli 2020 bekam AnimaWings ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis und begann mit Charterflügen, also mitten in der Pandemie.
Drehkreuz ist der Flughafen Bukarest Henri Coandă (OTP), eine weitere Basis liegt in Timișoara im Westen des Landes. Von dort und von weiteren rumänischen Städten wie Cluj-Napoca, Iași, Oradea, Craiova oder Suceava flog AnimaWings zu Zielen in Europa, nach Israel, in die Türkei und in die Golfregion. Auf dem Plan standen zum Beispiel London-Gatwick, Genf, Stockholm, Prag, Larnaka, Istanbul und Dubai. Dazu kamen im Sommer viele Urlaubsziele in Griechenland und Spanien.
Einer Allianz gehört AnimaWings nicht an. Wegen der früheren Beteiligung von Aegean Airlines gibt es aber ein Codeshare mit den Griechen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code A2: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Ticket und in Flugplänen.
- ICAO-Code AWG: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen ANIMA WINGS: so meldet sich die Crew im Funk.
Mit dem ICAO-Code AWG findest du eine AnimaWings-Maschine auf dem Tracker am schnellsten. Ein Filter auf AWG zeigt dir sofort, ob überhaupt eines der wenigen Flugzeuge in der Luft ist. Gerade in der aktuellen Lage ist das hilfreich. Wie du ADS-B-Daten dafür nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Eigentümer: von Aegean zu Christian Tour
Die Eigentümer haben in den wenigen Jahren mehrfach gewechselt. Für Spotter erklärt das auch, warum es Verbindungen nach Griechenland gibt.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 2019 | Gründung auf Initiative von Cristian Pandel (Christian Tour) |
| März 2020 | Aegean Airlines übernimmt 25 Prozent |
| Juli 2020 | AOC erteilt, Start des Charterbetriebs |
| Januar 2021 | Erste Tickets im eigenen Online-Verkauf |
| Oktober 2021 | Aegean erhöht auf 51 Prozent |
| Februar 2024 | Memento Group übernimmt die Aegean-Anteile und ist alleiniger Eigentümer |
| Dezember 2024 | Erster A220-300 in Bukarest, erster Linienflug nach Dubai am 28. Dezember |
| April 2026 | Konsortium will 50 Prozent übernehmen, der Deal kommt nicht zustande |
| 30. September 2026 | Insolvenzantrag beim Gericht in Bukarest |
Nach dem Kauf 2024 hatte AnimaWings große Pläne. Zwölf neue Flugzeuge in drei Jahren waren angekündigt, darunter A220 und A320neo. Später sprach die Airline von 18 Flugzeugen bis Ende 2027. Die A320neo sind nie in der Flotte angekommen.
Die Flotte: A220-300 und A320
Für eine junge Airline hat AnimaWings einen ungewöhnlichen Typenmix: Neben dem bewährten A320 fliegt sie den Airbus A220-300, ein Flugzeug, das in Rumänien sonst kaum zu sehen ist. Laut Flottenübersicht der Airline sah die Flotte 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A220-300 | 6 | 137 (12 Business, 125 Economy) oder 148 (nur Economy) | Linienflüge ab Bukarest | Fabrikneu ab Ende 2024, geleast; zwei Maschinen Ende September 2026 zurückgegeben |
| Airbus A320-200 | 2 | bis 180 | Charter, später auch Linie | Erste Generation, im Herbst 2026 zeitweise die einzigen aktiven Flugzeuge |
Der A320 war das erste Flugzeug von AnimaWings. Damit flog die Airline ab 2020 Charter für Reiseveranstalter. Es ist ein klassischer Airbus A320 der ersten Generation. Diese Maschinen sind keine neos: Sie haben die kleineren Triebwerke und keine größeren Lufteinlässe. Wie du beide Generationen sicher trennst, zeigt der Artikel A320neo oder ceo?.
Der A220-300 sollte die Airline in den Linienverkehr bringen. Der Typ wurde ursprünglich von Bombardier als CSeries entwickelt und heißt seit der Übernahme durch Airbus A220. Die Maschinen für AnimaWings entstanden im Werk Mirabel bei Montréal. Die erste flog dort im November 2024 zum Testflug, im Dezember kam sie nach Bukarest. Am 28. Dezember 2024 ging es zum ersten Linienflug nach Dubai. Die dritte Maschine mit dem Kennzeichen YR-GUN landete im September 2025 direkt aus Kanada in Bukarest.
Alle A220 sind geleast. Laut rumänischer Fachpresse kommen vier von der US-Leasinggesellschaft Azorra, zwei von einem weiteren Leasinggeber. Wie solche Verträge funktionieren und warum Flugzeuge bei Problemen schnell zurückgehen können, erklärt der Artikel zum Flugzeugleasing.
Zwei Kabinen im selben Typ
Der A220 von AnimaWings fliegt in zwei Versionen: mit zwölf Business-Sitzen und 125 Economy-Sitzen in 2-3-Anordnung oder komplett mit 148 Economy-Sitzen. Von außen siehst du den Unterschied nicht. Mit Planetrack hältst du jede Maschine einzeln mit Kennzeichen fest und weißt später genau, welche du schon gesehen hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
A220 oder A320? So unterscheidest du sie
Beide Typen tragen den Namen Airbus und dieselbe Bemalung. Trotzdem lassen sie sich leicht auseinanderhalten, wenn du weißt, worauf du achten musst.
Das spricht für den A220-300
- Schlanker Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe
- Im Verhältnis zum Rumpf sehr große Triebwerke (Pratt & Whitney PW1500G)
- Große, rechteckige Cockpitfenster und eine spitz zulaufende Nase
- Auf Trackern als A220-300 bzw. BCS3 geführt
Das spricht für den A320
- Breiterer Rumpf mit sechs Sitzen pro Reihe
- Kleinere Triebwerke, die weniger dominant wirken
- Klassisches Airbus-Cockpit mit sechs kleineren Fenstern
- Auf Trackern mit dem Typcode A320 geführt
Am zuverlässigsten ist die Nase: Das Cockpit des A220 sieht ganz anders aus als das jeder A320. Auch von unten im Anflug fällt der A220 sofort auf, weil die Triebwerke fast so groß wirken wie der Rumpfquerschnitt. Wer den A220 bei anderen Airlines vergleichen will, findet ihn bei airBaltic oder Swiss in großer Zahl. Die kürzere Version stellt die Seite zum A220-100 vor.
Woran du AnimaWings erkennst
Weil die Flotte so klein ist, lohnt sich der genaue Blick auf Kennzeichen. Alle Flugzeuge sind in Rumänien registriert und tragen das Präfix YR-. Bei den A220 fallen Endungen auf, die wie englische Wörter klingen: YR-GUN, YR-BUN und YR-RUN gehören zur A220-Flotte. Wie Kennzeichen aufgebaut sind und was das Präfix verrät, erklärt der Grundlagenartikel zu Flugzeugkennzeichen.
Auf dem Rumpf steht der Schriftzug „AnimaWings“. Die A320 waren anfangs in einer anderen Bemalung unterwegs als heute, auf älteren Fotos siehst du deshalb abweichende Farben. Willst du solche Wechsel dokumentieren, hilft dir der Guide zu Mischlackierungen nach Leasing oder Airline-Wechsel.
Achtung Verwechslung
In Bukarest triffst du auch TAROM und HiSky, beide ebenfalls mit YR-Kennzeichen. TAROM fliegt Boeing 737 und ATR 72, also keine Airbus-Typen. Bei rumänischen A320 lohnt sich daher immer ein Blick auf den Schriftzug und den ICAO-Code im Tracker.
Insolvenz im Herbst 2026: was bekannt ist
Ende September 2026 überschlugen sich die Ereignisse. Hier ist der Stand, wie ihn die rumänische Fachpresse bis Mitte Oktober 2026 beschreibt:
Gescheiterter Investoren-Deal
Im Frühjahr 2026 wollten drei Investoren zusammen 50 Prozent übernehmen. Weil Bedingungen nicht erfüllt wurden, kam die Transaktion nicht zustande.
A220 am Boden
Offiziell nannte die Airline technische Probleme, die die Verfügbarkeit der A220-300 einschränken. Am 30. September flog keine einzige A220.
Insolvenzantrag
Am 30. September 2026 beantragte AnimaWings beim Gericht in Bukarest die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Berichtet wurde auch über offene Forderungen von Flughäfen.
Rückgabe und Flugstopp
Noch am selben Abend wurden YR-BUN und YR-RUN nach Toulouse an ihren Leasinggeber zurückgeführt. Am 1. Oktober setzte AnimaWings den Linienverkehr vorerst bis Ende Oktober aus, der Ticketverkauf ruhte bis zum 25. Oktober. Einige Strecken wurden auf unbestimmte Zeit gestrichen.
Ob AnimaWings nach dem Verfahren wieder abhebt, umgebaut oder eingestellt wird, ist offen. Die Lage kann sich schnell ändern. Prüfe deshalb immer den aktuellen Stand, bevor du eine Tour planst. Für Rumänien ist es nicht die erste Airline-Krise: Blue Air stellte 2022 den Betrieb ein. Einen Überblick über ähnliche Fälle gibt der Artikel zu großen Airline-Pleiten in Europa.
AnimaWings spotten
In Deutschland war München das wichtigste Ziel: Ab Ende 2025 flog AnimaWings mit dem A220 von Bukarest aus an den Flughafen München. Dort ist der Besucherhügel ein bequemer Ausgangspunkt. Seit Oktober 2026 sind die Linienflüge aber ausgesetzt, also schau unbedingt vorher in den Flugplan oder auf den Tracker.
Am meisten AnimaWings siehst du in Bukarest-Otopeni, wo die Flugzeuge zwischen den Einsätzen stehen. Im Sommer tauchten die A320 außerdem im Charterverkehr an griechischen und spanischen Ferienflughäfen auf. Der Unterschied zwischen Charter- und Linienbetrieb erklärt, warum diese Flüge in normalen Flugplänen oft fehlen. Mehr dazu liest du unter Charterflug und Linienflug.
Gute Chancen auf AnimaWings, wenn …
- der Tracker gerade Flüge mit dem Code AWG zeigt
- du in Bukarest-Otopeni am Platz bist
- ein Reiseveranstalter in der Saison Charter mit den A320 bucht
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Flugplänen von 2025 oder Frühjahr 2026 planst
- du gezielt eine bestimmte A220 suchst, denn ein Teil der Flotte ist zurückgegeben
Eher kein AnimaWings-Tag, wenn …
- du in Deutschland während der ausgesetzten Linienflüge auf eine Landung in München hoffst
Auf dem rumänischen Markt triffst du AnimaWings neben TAROM, HiSky und dem großen Low-Cost-Anbieter Wizz Air, der in Rumänien mehrere Basen hat. Der Vergleich der Flotten hilft beim Vorsortieren: Wizz Air fliegt die A320- und A321-Familie, TAROM Boeing und ATR. Ein A220 mit YR-Kennzeichen ist sehr wahrscheinlich AnimaWings.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, auch an kleineren rumänischen Flughäfen. Wenn du neu dabei bist, hilft dir Planespotting für Einsteiger beim Start.
Häufige Verwechslungen
- A2 für einen Ländercode halten: A2 ist eine reine Airline-Kennung und gehört zu AnimaWings.
- Jedes YR-Kennzeichen TAROM zuordnen: Auch AnimaWings, HiSky und weitere rumänische Betreiber fliegen mit YR-.
- Die A320 als neo notieren: AnimaWings betreibt A320 der ersten Generation, die angekündigten neos kamen nie in die Flotte.
- Den A220 mit einem Embraer-Jet verwechseln: Beide sind schlanke Zweistrahler, doch der A220 hat fünf statt vier Sitze pro Reihe, größere Triebwerke und ein völlig anderes Cockpit.
- AnimaWings für eine Aegean-Tochter halten: Das stimmte von 2021 bis 2024. Seitdem gehört die Airline vollständig der Memento Group.
Die letzten A220 im Blick behalten
Setz AnimaWings oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste. Planetrack benachrichtigt dich, wenn eine der Maschinen in deiner Nähe anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
AnimaWings zeigt im Kleinen, wie schnell eine Airline wachsen und wieder ins Straucheln geraten kann. Sie begann mit Chartern auf dem A320 und hatte dann fabrikneue A220-300 auf Linienstrecken quer durch Europa. Nur sechs Jahre nach dem ersten Flug kam der Insolvenzantrag. Für Spotter ist sie eine der wenigen Airlines, bei denen jede einzelne Sichtung zählt. Sind die Flugzeuge erst bei neuen Betreibern, gibt es die Kombination aus A220 und AnimaWings-Schriftzug vielleicht nicht mehr.
Kurzfazit
AnimaWings (IATA A2, ICAO AWG) ist eine rumänische Airline aus Otopeni mit Airbus A220-300 und A320. Seit dem Insolvenzantrag vom 30. September 2026 ist ihre Zukunft offen. Wer eine Maschine sieht, sollte sie mit Kennzeichen festhalten.
Zusammenfassung
- AnimaWings ist eine kleine rumänische Airline, die mit dem Airbus A220-300 ins Linienfluggeschäft wachsen wollte.
- Spotter erkennen die Flotte am Typenmix aus A220 und A320, am YR-Kennzeichen und am ICAO-Code AWG auf dem Tracker.
- Seit dem Insolvenzantrag Ende September 2026 ist unklar, ob und in welchem Umfang die Airline weiterfliegt – Sichtungen aus dieser Zeit sind deshalb dokumentarisch wertvoll.
- In Deutschland war AnimaWings vor allem auf der Strecke Bukarest–München zu sehen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat AnimaWings?
Der IATA-Code von AnimaWings ist A2, der ICAO-Code AWG. Im Funk meldet sich die Airline mit dem Rufzeichen „ANIMA WINGS“. Auf Flugtrackern siehst du meist den ICAO-Code mit der Flugnummer.
Welche Flugzeuge fliegt AnimaWings?
Laut Flottenseite der Airline besteht die Flotte 2026 aus sechs Airbus A220-300 und zwei Airbus A320-200. Die A220 gibt es in zwei Kabinenversionen: mit 137 Sitzen inklusive zwölf Business-Plätzen oder mit 148 Economy-Sitzen. Die A320 haben bis zu 180 Sitze. Seit dem Insolvenzantrag Ende September 2026 hat sich die Lage geändert: Zwei A220 wurden an ihren Leasinggeber zurückgegeben, und zeitweise waren nur noch die beiden A320 im Einsatz.
Ist AnimaWings pleite?
AnimaWings hat am 30. September 2026 beim Bukarester Gericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Einen Tag später setzte die Airline laut rumänischer Fachpresse alle Linienflüge bis Ende Oktober 2026 aus, einige Strecken wurden ohne Datum gestrichen. Wie es danach weitergeht, ist Stand Mitte Oktober 2026 offen.
Wem gehört AnimaWings?
Gegründet wurde AnimaWings 2019 auf Initiative von Cristian Pandel, dem Gründer des rumänischen Reiseveranstalters Christian Tour. 2020 stieg Aegean Airlines mit 25 Prozent ein und erhöhte 2021 auf 51 Prozent. Im Februar 2024 übernahm die Memento Group die Aegean-Anteile und ist seitdem alleiniger Eigentümer. Ein 2026 angekündigter Einstieg eines Investorenkonsortiums mit 50 Prozent kam nicht zustande.
Woher kommen die A220 von AnimaWings?
Die A220-300 wurden im Airbus-Werk Mirabel bei Montréal gebaut und fabrikneu nach Bukarest überführt. Die erste Maschine kam im Dezember 2024 nach Rumänien und flog am 28. Dezember 2024 ihren ersten Linienflug nach Dubai. Die Flugzeuge gehören Leasinggesellschaften; vier davon stammen laut Fachpresse von Azorra, zwei von einem weiteren Leasinggeber.
Wie unterscheide ich A220 und A320 bei AnimaWings?
Der A220-300 ist schlanker, hat fünf Sitze pro Reihe statt sechs und im Verhältnis zum Rumpf auffällig große Triebwerke. Die Cockpitfenster sind groß und rechteckig, die Nase wirkt spitzer. Der A320 hat einen breiteren Rumpf, kleinere Triebwerke und das klassische Airbus-Cockpit mit sechs kleineren Fenstern.
Wo konnte ich AnimaWings in Deutschland sehen?
Wichtigstes Ziel in Deutschland war München, das AnimaWings ab Ende 2025 mit dem A220 ab Bukarest bediente. Seit der Aussetzung der Linienflüge im Oktober 2026 sind Sichtungen dort unsicher. Prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan des Flughafens.
AnimaWings im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
Weitere Airlines
TAROM
Rumäniens staatliche Airline mit der Schwalbe am Leitwerk: einst Il-62, Boeing 707 und in Lizenz gebaute One-Eleven, heute eine kleine Flotte aus Boeing 737 und ATR 72 mit Drehkreuz Bukarest.
NetzwerkHiSky
Junge Airline-Gruppe mit Wurzeln in Chișinău und Sitz der EU-Gesellschaft in Bukarest: kleine Airbus-Flotte, Langstrecke nach New York mit einem A330-200 und zwei Gesellschaften mit eigenen Codes.
Low-CostBlue Air
Historische Low-Cost-Airline aus Rumänien: 2004 in Bukarest gestartet, mit gebrauchten Boeing 737 groß geworden, zeitweise mit Basen in Italien, Zypern und England – bis zum plötzlichen Stopp im September 2022 und der Insolvenz 2023.
NetzwerkAegean Airlines
Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.
Low-CostWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
NetzwerkairBaltic
Die lettische Airline mit dem hellgrünen Leitwerk: Drehkreuz Riga, eine Flotte nur aus Airbus A220-300 und viele Einsätze im Wet-Lease für die Lufthansa Group – dazu ein Umbau, der 2026 die Flotte deutlich verkleinert.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Bukarest Henri Coandă
Rumäniens größter Flughafen, im Alltag schlicht Otopeni: zwei parallele 3.500-Meter-Pisten, Heimat von TAROM und HiSky, starke Basen von Wizz Air und Ryanair – und nebenan eine Transportfliegerbasis der rumänischen Luftstreitkräfte.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
Wo du AnimaWings vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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