Das Wichtigste in Kürze
- Sicherheitskarten sind typgebunden: Jede Karte gilt für ein bestimmtes Flugzeugmuster und oft sogar für eine bestimmte Kabinenversion. Genau das macht sie für Sammler so aussagekräftig.
- Mitnehmen ist tabu: Die Karte in der Sitztasche gehört der Airline und ist Teil der Sicherheitsausrüstung. Sammelstücke kommen aus Tausch, Börsen, Auflösungen und Airline-Shops.
- Spucktüten sind ein eigenes Sammelgebiet: Ungebrauchte Tüten sind leicht, günstig und unglaublich vielfältig – der Guinness-Rekord lag 2010 bei über 6.000 verschiedenen Exemplaren.
- Bordkarten verraten mehr als du denkst: Der Barcode kann Name, Buchungscode und weitere Angaben enthalten. Vor dem Teilen immer Barcode und Buchungsnummer abdecken.
- Ordnung schlägt Masse: Wer jedes Stück mit Airline, Typ, Datum und Herkunft notiert, baut ein Archiv statt eines Schuhkartons.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Airline-Sammelobjekte: die kurze Antwort
- 2.Die Sammelgebiete im Überblick
- 3.Sicherheitskarten: Typkunde auf einem Blatt
- 4.Spucktüten: der unterschätzte Einstieg
- 5.Bordkarten: Erinnerung mit Datenrisiko
- 6.Menükarten und Bordmagazine: Service als Zeitdokument
- 7.Woher legale Sammelstücke kommen
- 8.Lagern und ordnen: vom Schuhkarton zum Archiv
- 9.Sammlung und Spotting verbinden
- 10.Fazit
Sie stecken in jeder Sitztasche, werden meist nur beim Boarding kurz überflogen und landen nach dem Flug im Altpapier: Sicherheitskarten, Spucktüten, Bordkarten, Menükarten. Für viele Luftfahrtfans sind genau diese Papiere ein eigenes Archiv der Airline-Geschichte. Sicherheitskarten sammeln heißt, Flugzeugtypen, Kabinenversionen, Designs und ganze Epochen in einem Ordner zu haben. Dieser Guide zeigt dir, welche Sammelgebiete es gibt, woher legale Stücke kommen, wie du sie lagerst und ordnest und was du beim Teilen von Bordkarten unbedingt beachten musst.
Deine Sammlung, auch draußen am Zaun
Im Hangar von Planetrack sammelst du gesehene Flugzeuge mit Typ, Kennzeichen und Airline – und auf der Wunschliste landet, was dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Airline-Sammelobjekte: die kurze Antwort
Gesammelt werden vor allem Papiere und Kleinteile aus der Kabine: Sicherheitskarten, ungebrauchte Spucktüten, Bordkarten, Menü- und Getränkekarten, dazu Bordmagazine, Flugpläne, Gepäckanhänger und Kinder-Giveaways. Ihr Reiz liegt darin, dass sie an eine Airline, einen Flugzeugtyp und eine Zeit gebunden sind. Die wichtigste Regel vorweg: Was zur Sicherheitsausrüstung gehört, bleibt im Flugzeug. Originale beschaffst du über Tausch, Sammlerbörsen, Nachlässe und Händler – nicht aus der Sitztasche.
Die Sammelgebiete im Überblick
Nicht jedes Stück Kabinenpapier ist gleich spannend, und nicht jedes ist gleich leicht zu bekommen. Die Tabelle zeigt die gängigen Gebiete mit ihren Eigenheiten.
| Sammelobjekt | Was es dokumentiert | Beschaffung | Lagerung | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Sicherheitskarte | Airline, Flugzeugtyp, Kabinenversion, Ausgabestand | Tausch, Börsen, Händler, Nachlässe | flach in Hüllen, Ordner oder Box | darf nicht aus dem Flugzeug mitgenommen werden |
| Spucktüte (unbenutzt) | Airline-Design, Werbung, Sondermotive | an Bord nachfragen, Tausch | flach, trocken, sortiert in Hüllen | riesige Vielfalt, günstiger Einstieg |
| Bordkarte | Strecke, Datum, Airline, Druckverfahren | eigene Flüge, Nachlässe | Album mit Taschen | Datenschutz beim Zeigen beachten |
| Menü- und Getränkekarte | Service, Klasse, Strecke, Epoche | eigene Flüge (oft zum Mitnehmen gedacht), Börsen | flach, lichtgeschützt | Langstrecken- und Premiumkarten besonders gefragt |
| Bordmagazin, Flugplan | Streckennetz, Flotte, Werbung, Zeitgeist | eigene Flüge, Börsen, Antiquariate | stehend in Archivboxen | Flottenübersichten als Zeitdokument |
Wer schon andere Kabinen-Souvenirs sammelt, kennt das Prinzip von den Amenity-Kits: Kleine Objekte, die in großer Zahl ausgegeben werden, sind einzeln oft unspektakulär – in Serie gelesen erzählen sie aber die Geschichte einer Airline.
Sicherheitskarten: Typkunde auf einem Blatt
Die Sicherheitskarte ist das anspruchsvollste und für viele Spotter spannendste Sammelgebiet, weil sie so eng mit dem Flugzeug verknüpft ist. Sie ergänzt die mündliche Sicherheitseinweisung der Crew und zeigt Notausgänge, Rutschen, Sauerstoffmasken, Schwimmwesten und die Schutzhaltung. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verlangt für Linienflüge ausdrücklich, dass die Karten nur Angaben zum Typ und Modell des eingesetzten Flugzeugs enthalten; in Europa gelten vergleichbare Vorgaben für die Passagierinformation. Für dich als Sammler bedeutet das: Jede Karte ist ein Typnachweis.
Was du auf einer Karte ablesen kannst
- Flugzeugtyp und Version: Eine Karte für die Boeing 737-800 unterscheidet sich klar von der für einen Airbus A320 – Anzahl und Lage der Überflügelausgänge, Rutschen und Türen sind anders. Selbst innerhalb eines Typs gibt es Varianten je nach Bestuhlung.
- Ausgabestand: Viele Karten tragen ein Druck- oder Revisionsdatum. Damit lassen sich Kabinenumbauten und Flottenwechsel nachvollziehen.
- Design-Epoche: Schrift, Farben und Illustrationsstil spiegeln die jeweilige Markenwelt. Wechselt eine Airline ihr Erscheinungsbild, ändern sich meist auch die Karten – ähnlich wie bei einem Lackierungswechsel.
- Bildsprache: Sicherheitskarten setzen bewusst auf Zeichnungen statt Text, damit Passagiere sie unabhängig von Sprache und Lesefähigkeit verstehen. Der Vergleich der Piktogramme über Jahrzehnte ist ein eigenes kleines Forschungsfeld.
Besonders reizvoll sind Karten großer Ikonen. Eine Karte für die Boeing 747-400 zeigt das Oberdeck mit eigenen Ausgängen, eine Concorde-Karte ist schon wegen der kleinen Flotte ein seltenes Stück. Mehr zur Geschichte des Überschalljets steht im Artikel Concorde-Geschichte.
Die Karte bleibt im Flugzeug
Die Sicherheitskarte gehört der Airline und ist Teil der vorgeschriebenen Passagierinformation. Nimmst du sie mit, sitzt der nächste Fluggast an deinem Platz ohne Anweisungen für den Notfall da. Fotografiere die Karte lieber an deinem Platz – das Foto ist ein wertvoller Beleg, und Originale bekommst du auf legalem Weg.
Spucktüten: der unterschätzte Einstieg
Spucktüten wirken auf den ersten Blick wie ein Witz, sind aber eines der vielfältigsten Sammelgebiete überhaupt. Die plastikbeschichtete Tüte, wie wir sie heute kennen, entwickelte der Amerikaner Gilmore Schjeldahl 1949 für Northwest Orient Airlines – die historische Northwest Airlines. Seitdem haben Material, Format und Aufdruck je nach Airline und Epoche stark variiert – genau daraus ergibt sich die Vielfalt, die Sammler reizt.
Die Sammlerszene ist größer, als man denkt. Guinness World Records führte den Niederländer Niek Vermeulen mit 6.016 verschiedenen Tüten (Stand Januar 2010) als Rekordhalter. Dazu kommen Online-Museen und Datenbanken, in denen Sammler ihre Bestände katalogisieren, auch eine deutschsprachige Sammlerdatenbank existiert. Manche Airlines haben die Tüte sogar zum Designobjekt gemacht: Virgin Atlantic ließ 2004 eine limitierte Serie mit Entwürfen aus einem Gestaltungswettbewerb drucken.
Warum sich der Einstieg hier lohnt:
- Leicht und flach: Hunderte Tüten passen in eine Archivbox.
- Günstig: Unbenutzte Tüten sind Verbrauchsmaterial. Auf Nachfrage gibt die Crew oft ein Exemplar ab – frag kurz, statt einen Stapel einzustecken.
- Vielfältig: Sondermotive, Werbeaufdrucke, Jubiläumsdesigns und Regionalairlines sorgen für Nachschub.
- Gut tauschbar: Doppel sind unter Sammlern eine gängige Währung.
Selbstverständlich gilt: Gesammelt werden ausschließlich unbenutzte Exemplare.
Vom Kabinenpapier zum Flugzeug draußen
Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn eine Airline, ein Typ oder eine Special Livery von deiner Liste im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Bordkarten: Erinnerung mit Datenrisiko
Bordkarten sind das persönlichste Sammelstück, weil sie fast immer von eigenen Flügen stammen. Ältere Exemplare zeigen, wie sich die Abfertigung verändert hat: von handschriftlich ausgefüllten Karten über maschinell gedruckte Karten mit Magnetstreifen bis zum heutigen zweidimensionalen Barcode. Den Barcode-Standard (Bar Coded Boarding Pass, kurz BCBP) veröffentlichte der Airline-Verband IATA 2005; ab 2010 war der Barcode auf allen Bordkarten der beteiligten Airlines Pflicht. Auf Papier kommt dabei meist das Format PDF417 zum Einsatz, auf dem Smartphone auch andere Codes.
Genau hier liegt das Risiko. Der Barcode kann unter anderem den Namen, die Strecke und den Buchungscode enthalten, und mit Nachname plus Buchungscode lässt sich bei vielen Airlines die Buchung online aufrufen. Wie real das ist, zeigte 2020 ein bekannter Fall aus Australien: Ein auf Instagram gepostetes Foto einer Bordkarte des früheren Premierministers Tony Abbott reichte, um die Buchung auf der Airline-Website zu öffnen.
1. Barcode abdecken
Bei Fotos immer den kompletten Barcode oder QR-Code verdecken – nicht nur verpixeln, sondern vollflächig schwärzen.
2. Buchungsnummer entfernen
Der sechsstellige Buchungscode steht oft zusätzlich im Klartext auf der Karte. Auch er muss weg.
3. Vielfliegernummer und Name prüfen
Vielfliegernummer und vollständiger Name gehören nicht ins Netz. Für Sammelzwecke reichen Airline, Strecke, Datum und Flugnummer.
4. Auch alte Karten schützen
Eine abgeflogene Buchung kann noch Daten enthalten. Behandle jede Bordkarte so, als wäre der Flug erst morgen.
Menükarten und Bordmagazine: Service als Zeitdokument
Menü- und Getränkekarten zeigen, was eine Airline auf einer bestimmten Strecke und in einer bestimmten Klasse serviert hat. Gerade auf Langstrecken sind sie oft aufwendig gestaltet und ausdrücklich zum Mitnehmen gedacht – im Gegensatz zur Sicherheitskarte darfst du sie in der Regel behalten. Frag im Zweifel die Crew.
Historisch besonders gefragt sind Karten aus der Zeit, als Fliegen noch ein Ereignis war: Langstreckenmenüs von Pan Am, Unterlagen der Swissair oder Bordmaterial der DDR-Airline Interflug, deren Geschichte der Artikel Interflug erzählt. Bordmagazine und Taschenflugpläne ergänzen solche Sammlungen um Streckenkarten und Flottenübersichten – ein Stand der Flotte zu einem bestimmten Datum, den du später mit deinen eigenen Sichtungen vergleichen kannst.
Woher legale Sammelstücke kommen
Gute Quellen
- Tausch mit anderen Sammlern, online oder auf Treffen
- Sammlerbörsen, Flugtage und Luftfahrt-Events
- Nachlässe, Haushaltsauflösungen und Flohmärkte
- Airline- und Flughafen-Shops, die ausgemusterte Bestände verkaufen
Mit Vorsicht
- Online-Auktionen ohne Angaben zur Herkunft
- sehr günstige „Raritäten“ historischer Airlines
- Konvolute ohne Fotos aller Einzelstücke
Tabu
- Sicherheitskarten aus der Sitztasche einstecken
- Ware, die erkennbar aus Flugzeugen entwendet wurde
- Nachdrucke, die als Original verkauft werden
Wo Airlines selbst Merchandise und ausgemustertes Material anbieten, beschreibt der Überblick Airline- und Flughafen-Shops. Auf großen Veranstaltungen wie der ILA Berlin oder der AERO Friedrichshafen findest du oft Händler und Sammler mit Kabinenpapier. Wer größere Stücke sucht, landet irgendwann bei ausgemusterten Flugzeugsitzen.
Lagern und ordnen: vom Schuhkarton zum Archiv
Papier altert. Licht bleicht Farben aus, Feuchtigkeit wellt Karton, Weichmacher aus billigen Hüllen können Druckfarben angreifen. Mit wenigen Regeln bleibt deine Sammlung über Jahrzehnte in gutem Zustand.
- Säurefreie Hüllen: Klarsichthüllen aus Polypropylen oder Polyester sind die Standardlösung. PVC-Hüllen meiden.
- Dunkel und trocken: Ordner oder Archivboxen im Wohnraum, nicht im feuchten Keller oder auf dem heißen Dachboden.
- Flach lagern: Karten und Menüs nicht knicken, nicht rollen, keine Gummibänder und kein Klebeband.
- Ausstellen mit Bedacht: Wer Karten rahmt, wählt UV-Schutzglas und hängt sie nicht in die Sonne. Ideen zum Präsentieren findest du auch im Artikel Flugzeugmodelle aufbewahren und präsentieren.
Für die Ordnung hat sich eine zweistufige Logik bewährt: erst Airline, dann Flugzeugtyp, bei Sicherheitskarten zusätzlich nach Ausgabestand. Führe parallel eine einfache Liste mit Airline, Typ, Datum oder Revisionsstand, Zustand und Herkunft. Damit erkennst du Doppel für den Tausch, siehst Lücken und kannst deine Sammlung mit anderen Listen verknüpfen – etwa mit deiner Liste gesammelter Airlines oder gesammelter Flugzeugtypen.
Breit sammeln
- schneller Fortschritt und viel Abwechslung
- viele Tauschmöglichkeiten
- guter Überblick über die Airline-Landschaft
Spezialisiert sammeln
- tiefe Typ- oder Airline-Kenntnis
- klares Ziel und messbare Vollständigkeit
- weniger Platzbedarf, dafür längere Suche
Viele Sammler starten breit und spezialisieren sich später: etwa auf eine Heimat-Airline wie Lufthansa, auf alle Karten eines Typs über verschiedene Airlines hinweg oder auf historische Gesellschaften.
Sammlung und Spotting verbinden
Kabinenpapier und Spotting ergänzen sich erstaunlich gut. Die Sicherheitskarte einer Airline erzählt, welche Typen sie betreibt; draußen am Zaun siehst du die passenden Flugzeuge. Wer zusätzlich Kennzeichen sammelt, kann den eigenen Flug mit Bordkarte, Sicherheitskarte und dem Foto der Maschine am Gate zu einer kleinen Dokumentation verbinden. Und in Museen wie dem Deutschen Technikmuseum Berlin oder der Flugwerft Schleißheim siehst du, wie historische Kabinen und ihr Zubehör ausgesehen haben.
Ist deine Sammlung gut aufgestellt?
- Ich nehme keine Sicherheitskarten aus Flugzeugen mit.
- Jedes Stück ist mit Airline, Typ, Datum und Herkunft notiert.
- Meine Sammlung lagert in säurefreien Hüllen, trocken und dunkel.
- Ich habe ein klares Sammelgebiet oder Ordnungsprinzip.
- Bevor ich Bordkarten zeige, decke ich Barcode und Buchungsnummer ab.
- Ich prüfe bei teuren Stücken die Herkunft und achte auf Nachdrucke.
Teile deine Funde mit der Community
Poste deine Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen und Airline, sammle Likes und Kommentare und tausch dich im Chat mit anderen Luftfahrtfans aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Sicherheitskarten, Spucktüten, Bordkarten und Menükarten sind kleine Objekte mit großer Aussagekraft. Sicherheitskarten dokumentieren Flugzeugtypen und Kabinenversionen, Spucktüten Designs und Werbung, Bordkarten deine eigene Fluggeschichte und Menükarten den Service einer Epoche. Wer legal beschafft, sorgfältig lagert und konsequent ordnet, baut daraus ein echtes Airline-Archiv. Und wer Geschenkideen für Sammler sucht, findet weitere Anregungen bei den Geschenken für Planespotter.
Kurzfazit
Kabinenpapier ist ein günstiger, platzsparender und erstaunlich tiefer Sammelbereich. Lass die Sicherheitskarte im Flugzeug, besorge Originale über Tausch und Börsen, lagere alles säurefrei und dunkel – und zeig Bordkarten nur mit abgedecktem Barcode und Buchungscode.
Zusammenfassung
- Kabinenpapier wie Sicherheitskarten, Spucktüten, Bordkarten und Menükarten dokumentiert Airlines, Flugzeugtypen, Designs und Epochen.
- Legale Quellen sind Tausch unter Sammlern, Sammlerbörsen, Nachlässe, Flohmärkte und gelegentlich Airline- oder Flughafen-Shops – nicht die Sitztasche.
- Säurefreie Hüllen, dunkle und trockene Lagerung und eine einfache Sammlungsliste sichern Zustand und Überblick.
- Bordkarten nur mit abgedecktem Barcode und unkenntlicher Buchungsnummer zeigen – auch alte Exemplare.
Häufige Fragen
Darf ich die Sicherheitskarte aus dem Flugzeug mitnehmen?
Nein. Die Karte gehört der Airline und ist Teil der vorgeschriebenen Passagierinformation an Bord. Fehlt sie, hat der nächste Fluggast an diesem Platz keine Sicherheitsanweisungen. Fotografiere die Karte stattdessen an deinem Platz und besorge dir Originale über Tausch, Sammlerbörsen oder Händler, die ausgemusterte Bestände legal weitergeben.
Warum gibt es für jeden Flugzeugtyp eine eigene Sicherheitskarte?
Weil Notausgänge, Rutschen, Sauerstoffmasken und Schwimmwesten je nach Muster unterschiedlich angeordnet sind und anders bedient werden. Die US-Luftfahrtbehörde FAA schreibt für Linienflüge zum Beispiel ausdrücklich vor, dass die Karten nur Angaben zum Typ und Modell des eingesetzten Flugzeugs enthalten dürfen. Selbst innerhalb eines Typs unterscheiden sich Karten oft je nach Kabinenversion.
Sind gebrauchte Spucktüten sammelwürdig?
Gesammelt werden ausschließlich unbenutzte Tüten. Sie sind leicht, flach und gut zu lagern. Viele Airlines geben bei Nachfrage an Bord ein Exemplar ab – das ist etwas anderes als die Sicherheitskarte, denn Tüten sind Verbrauchsmaterial. Frag aber trotzdem kurz die Crew, statt ganze Stapel einzustecken.
Ist es gefährlich, ein Foto meiner Bordkarte zu posten?
Ja, das kann es sein. Der Barcode einer Bordkarte folgt einem IATA-Standard und kann unter anderem Name und Buchungscode enthalten. Mit Nachname und Buchungscode lässt sich bei vielen Airlines die Buchung online öffnen. Decke deshalb Barcode, QR-Code und Buchungsnummer vollständig ab, bevor du ein Foto zeigst – auch bei bereits abgeflogenen Tickets.
Wie lagere ich Sicherheitskarten und Menükarten richtig?
Trocken, dunkel und flach. Bewährt haben sich säurefreie Klarsichthüllen aus Polypropylen oder Polyester in Ordnern oder Archivboxen. Vermeide PVC-Hüllen, direkte Sonne, Klebeband und Gummibänder. Laminierte oder beschichtete Karten sind robuster, Papierkarten und Menüs aus Karton vergilben und knicken dagegen leichter.
Wie ordne ich eine Sammlung von Kabinenpapier am besten?
Die meisten Sammler ordnen zuerst nach Airline und darunter nach Flugzeugtyp, bei Sicherheitskarten zusätzlich nach Ausgabedatum oder Revisionsstand. Eine Liste mit Airline, Typ, Datum, Zustand und Herkunft macht die Sammlung durchsuchbar und hilft beim Tausch, weil du Doppel sofort erkennst.
Was ist an historischen Airlines so reizvoll?
Ihre Papiere sind endlich: Es kommen keine neuen Stücke mehr hinzu. Karten, Tüten und Menüs von Gesellschaften wie Pan Am, Swissair oder Interflug zeigen Designs, Typen und Serviceideen, die es so nicht mehr gibt. Achte bei teuren Angeboten auf Nachdrucke und lass dir die Herkunft beschreiben.
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