Drohne fliegen in Österreich: Austro Control, Registrierung und Flugverbotszonen

In Österreich ist Austro Control die zentrale Stelle für Drohnen: Registrierung, Kompetenznachweis, Geozonen und Freigaben in Kontrollzonen laufen über das Dronespace-System. Der Guide erklärt, was für Einheimische und Urlauber gilt – und warum die Flughäfen für Hobbypiloten tabu bleiben.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Behörde für alles: Austro Control ist in Österreich für Registrierung, Kompetenznachweise, Geozonen und Freigaben zuständig. Abgewickelt wird alles über das Dronespace-System und die zugehörige App.
  • Registrierung mit Ablaufdatum: Wer in Österreich wohnt, registriert sich als Betreiber für 46,80 Euro. Die Registrierung gilt drei Jahre und muss dann für denselben Betrag verlängert werden.
  • Urlauber aus Deutschland brauchen keine zweite Registrierung: Die deutsche e-ID und der EU-Kompetenznachweis gelten auch in Österreich. Die österreichischen Zonen musst du trotzdem kennen.
  • Flughäfen sind gesperrt: Rund um die großen Flughäfen gibt es Flugplatzzonen, in denen eine Betriebsbewilligung von Austro Control nötig ist. In Kontrollzonen brauchst du zusätzlich die Zustimmung der Flugverkehrskontrolle.
  • Verstöße werden teuer: Das Luftfahrtgesetz sieht Strafen von bis zu 22.000 Euro vor.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Drohne in Österreich: die kurze Antwort
  2. 2.Wer in Österreich zuständig ist
  3. 3.Registrierung bei Austro Control
  4. 4.Drohnenführerschein: Kompetenznachweis A1/A3 und A2
  5. 5.Urlaub in Österreich: Was gilt für Drohnenpiloten aus Deutschland?
  6. 6.Geozonen in Österreich: wo du nicht einfach fliegen darfst
  7. 7.Planespotting und Drohne: warum die Flughäfen tabu sind
  8. 8.Österreich und Deutschland im Vergleich
  9. 9.Typische Fehler in Österreich
  10. 10.Fazit

Alpenpanorama, Seen, Gletscher: Österreich ist für Drohnenpiloten ein Traumziel. Gleichzeitig hat das Land ein eigenes, sehr übersichtliches System für die Drohnenaufsicht – und ein paar Eigenheiten, die Urlauber aus Deutschland gern übersehen. Zuständig ist fast ausschließlich Austro Control, die österreichische Flugsicherung. Dieser Guide erklärt dir, wer sich registrieren muss, welcher Drohnenführerschein nötig ist, welche Zonen du kennen solltest und warum die Flughäfen in Wien, Salzburg oder Innsbruck für Hobbypiloten tabu sind. Stand der Angaben ist Oktober 2026, die verbindlichen Regeln findest du immer auf dronespace.at.

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Drohne in Österreich: die kurze Antwort

Österreich wendet die EU-Drohnenverordnung 2019/947 an, genau wie Deutschland. Für dich als Hobbypilot in der offenen Kategorie heißt das: höchstens 120 Meter über Grund, immer in direkter Sichtverbindung, keine gefährlichen Güter und kein Abwerfen von Gegenständen. Der Betreiber muss registriert sein, der Pilot braucht ab 250 Gramm einen Kompetenznachweis, und eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht.

Wohnst du in Österreich, läuft all das über Austro Control. Wohnst du in Deutschland, bleibt das Luftfahrt-Bundesamt deine Registrierungsstelle – du nimmst deine e-ID und deinen Kompetenznachweis einfach mit. Was sich zwischen den Ländern unterscheidet, sind die geografischen Zonen: Kontrollzonen, Flugplatzzonen und Flugbeschränkungsgebiete legt jeder Staat selbst fest.

46,80 €Registrierungsgebühr bei Austro Control, gültig drei Jahre
120 mmaximale Flughöhe über Grund in der offenen Kategorie
22.000 €Strafrahmen nach § 169 Luftfahrtgesetz

Wer in Österreich zuständig ist

In Deutschland verteilen sich die Zuständigkeiten auf das Luftfahrt-Bundesamt, die Landesluftfahrtbehörden und die DFS. In Österreich ist das deutlich schlanker: Austro Control betreibt die Flugsicherung und ist zugleich die Behörde für unbemannte Luftfahrt. Über das Austro Control Dronespace System registrierst du dich als Betreiber, machst den Online-Kurs, reichst Flugpläne ein und beantragst Bewilligungen. Mehr zur Rolle von Austro Control im bemannten Luftverkehr findest du im Artikel Austro Control und Skyguide.

Ergänzend gibt es zwei weitere Stellen, die du kennen solltest:

  • Das Verkehrsministerium (BMIMI) erlässt per Verordnung temporäre Flugbeschränkungen, etwa für Großveranstaltungen.
  • Das Verteidigungsministerium (BMLV) ist für Flüge in militärische Zonen zuständig. Diese Bewilligung bekommst du nicht über die Dronespace-App.

Dazu kommen je nach Ort Naturschutzregeln der Bundesländer. Austro Control weist ausdrücklich darauf hin, dass Naturschutzgebiete derzeit nicht im Dronespace-System dargestellt sind. Mehr dazu in Drohne über Wohngebieten und Naturschutzgebieten.

Registrierung bei Austro Control

Wer sich registrieren muss

Die Pflicht entspricht im Kern den EU-Regeln. Registrieren musst du dich als Betreiber, wenn du eine der folgenden Drohnen betreibst:

Deine Drohne Registrierung nötig?
250 Gramm oder schwerer ja
unter 250 Gramm mit Kamera oder anderem Sensor für personenbezogene Daten ja, außer bei Spielzeug nach EU-Spielzeugrichtlinie
unter 250 Gramm, die beim Aufprall mehr als 80 Joule übertragen kann ja
Flugmodell (Modellflugzeug, Modellhubschrauber) ja
unter 250 Gramm ohne Kamera, langsam, Spielzeug nein

Austro Control stellt klar, dass die Pflicht auch gilt, wenn du nur über deinem eigenen Grundstück fliegst. Ausführlich zu den Leichtgewichten: Drohnen unter 250 Gramm.

Voraussetzungen und Kosten

Für die Registrierung bei Austro Control brauchst du laut Dronespace:

  • einen Hauptwohnsitz in Österreich (bei Firmen den Hauptgeschäftssitz),
  • ein Alter von mindestens 18 Jahren und volle Geschäftsfähigkeit,
  • eine Haftpflichtversicherung nach dem Luftfahrtgesetz mit einer Deckungssumme von mindestens 750.000 Sonderziehungsrechten. Die Polizzennummer gibst du bei der Registrierung an, Unterlagen musst du nicht hochladen.

Die Gebühr beträgt 46,80 Euro. Anders als in Deutschland ist die Registrierung nicht unbefristet: Sie gilt drei Jahre. Danach verlängerst du sie im Dronespace-Konto über den Reiter für die Registrierungsdaten, wieder für 46,80 Euro. Möglich ist das ab 31 Tage vor Ablauf, deine Betreibernummer bleibt gleich.

Ein Detail für Familien: Unter 18 darfst du dich nicht als Betreiber registrieren. Jugendliche dürfen ab 16 den Kompetenznachweis machen und fliegen, die Registrierung übernimmt dann ein Erwachsener.

Registrierung abgelaufen?

Weil die österreichische Registrierung nach drei Jahren endet, lohnt ein Kalendereintrag. Fliegst du mit abgelaufener Registrierung, bist du formal nicht registriert – mit allen Folgen nach dem Luftfahrtgesetz.

Die Nummer an der Drohne

Nach der Registrierung bekommst du eine 16-stellige Registrierungsnummer und eine dreistellige PIN. Die Nummer bringst du sichtbar an allen Drohnen an, die du betreibst – laut Austro Control ist auch eine handschriftliche Kennzeichnung zulässig. Die PIN gehört nicht auf die Drohne. Du brauchst sie nur, wenn du die Nummer in die Fernidentifizierung einträgst.

Remote ID

Seit dem 1. Januar 2024 ist die Fernidentifizierung (Remote ID) in Österreich Pflicht, und zwar für Drohnen der Klassen C1, C2, C3, C5 und C6 sowie im Betrieb in der speziellen Kategorie. Ausgenommen sind C0-Drohnen unter 250 Gramm und C4-Geräte mit einfacher Steuerung. In der Hersteller-App gibst du die Registrierungsnummer samt PIN ein. Öffentlich sichtbar sind nur Basisdaten; die Zuordnung zu deinem Namen können nur die Behörden herstellen. Die Technik dahinter erklärt Remote ID bei Drohnen, die Klassen findest du unter Drohnen-Klassen C0 bis C6.

Drohnenführerschein: Kompetenznachweis A1/A3 und A2

Für Drohnen ab 250 Gramm in der offenen Kategorie brauchst du als Pilot einen Kompetenznachweis. In Österreich ist der Einstieg besonders günstig:

  • A1/A3: Austro Control stellt den Online-Kurs kostenlos bereit. Danach legst du einen ebenfalls kostenlosen Online-Test mit 40 Multiple-Choice-Fragen ab. Den Test kannst du ab 16 Jahren machen.
  • A2: Zusätzlich zu A1/A3 legst du eine Theorieprüfung mit 30 Multiple-Choice-Fragen vor Ort bei Austro Control ab. Die Gebühr dafür beträgt 69,60 Euro.

Den Nachweis musst du bei jedem Flug dabeihaben, digital auf dem Smartphone oder ausgedruckt. Drohnen unter 250 Gramm mit Kamera brauchen zwar eine Betreiberregistrierung, aber keinen Online-Test. Der Kompetenznachweis gilt in allen EU-Staaten – einen deutschen Nachweis musst du in Österreich also nicht wiederholen. Wie die Prüfungen in Deutschland ablaufen, steht in EU-Kompetenznachweis A1/A3 und EU-Fernpiloten-Zeugnis A2.

Urlaub in Österreich: Was gilt für Drohnenpiloten aus Deutschland?

Die gute Nachricht zuerst: Du brauchst keine zweite Registrierung. Die Betreiberregistrierung erfolgt im Staat deines Hauptwohnsitzes und gilt in allen EASA-Mitgliedstaaten. Eine doppelte Registrierung ist nicht vorgesehen. Deine deutsche e-ID klebt also auch am Achensee korrekt an der Drohne.

Trotzdem gibt es drei Punkte, die du vor der Reise prüfen solltest:

  1. Versicherung: Austro Control weist darauf hin, dass Versicherungen für Flüge in anderen EU-Ländern abweichende Anforderungen erfüllen müssen. Klär mit deinem Versicherer, ob deine Police im Ausland gilt und die österreichische Mindestdeckung erreicht. Mehr dazu in Drohnenversicherung.
  2. Zonen: Die dipul-Karte endet an der Grenze. In Österreich nutzt du die Dronespace-App oder map.dronespace.at.
  3. Nachweise dabei: Behörden können Registrierungen und Kompetenznachweise über einen Datenaustausch prüfen, trotzdem musst du die Nachweise vorzeigen können.

Allgemeine Tipps für Drohnenflüge im Ausland findest du unter Mit der Drohne in den Urlaub, zum Transport im Flieger hilft Drohne im Flugzeug mitnehmen. Fährst du weiter in die Schweiz, gelten dort wieder eigene Regeln – siehe Drohne fliegen in der Schweiz.

Grenzfall Salzburg

Die Kontrollzone des Flughafens Salzburg reicht nach Bayern hinein. Für Starts im deutschen Teil braucht es laut Austro Control die Zustimmung der Flugverkehrskontrollstelle Salzburg, und zusätzlich gelten die deutschen Regeln. Wer in Freilassing oder Umgebung fliegen will, prüft also beide Karten.

Geozonen in Österreich: wo du nicht einfach fliegen darfst

Die Dronespace-Karte arbeitet mit Farben: Rot heißt Flugverbot, Dunkelblau markiert Gebiete mit Flugplanpflicht, Orange steht für Einschränkungen oder nötige Genehmigungen anderer Stellen, Hellblau für reine Information. Die wichtigsten Zonentypen:

Kontrollzonen (CTR)

Um die internationalen Flughäfen Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien-Schwechat liegen Kontrollzonen. Drohnenflüge sind dort nur mit Zustimmung der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle erlaubt. Die Zustimmung beantragst du, indem du im Dronespace-System einen Flugplan einreichst. Eine Ausnahme gibt es für Drohnen unter 250 Gramm bis 30 Meter über Grund – Austro Control empfiehlt aber auch dann, das System zu nutzen.

Flugplatzzonen

Zusätzlich zu den Kontrollzonen gibt es um die internationalen Flughäfen Flugplatzzonen. Hier brauchst du nach § 18 Abs. 4 der Luftverkehrsregeln 2014 vorab eine Betriebsbewilligung von Austro Control. Für den Hobbyflug bedeutet das: Ohne behördliches Verfahren geht in der Nähe der Pisten nichts. Austro Control formuliert es auch allgemein klar – in der Nähe von Flughäfen ist das Fliegen nicht erlaubt.

Flugplätze ohne Flugplatzzone

Kleinere Flugplätze haben keine eigene Flugplatzzone. In einem festgelegten Umkreis um diese Plätze sind Drohnenflüge grundsätzlich nur außerhalb der Betriebszeiten erlaubt. Die Betriebszeiten findest du im Luftfahrthandbuch AIP, in NOTAMs oder direkt beim Flugplatzbetreiber. In der Dronespace-App erscheinen diese Plätze als orange Kreise.

Flugbeschränkungsgebiete

Einige Gebiete sind dauerhaft oder zeitweise beschränkt:

  • LO R 15 „Wien“ – dauerhaft aktiv, also praktisch die ganze Stadt.
  • LO R 16 „Neusiedler See“ – nicht dauerhaft aktiv. Im August und September braucht es dort keine Betriebsbewilligung von Austro Control, die Naturschutzbewilligung des Landes Burgenland bleibt aber jederzeit nötig.
  • LO R 18 „Rheindelta“ – dauerhaft aktiv.
  • Temporäre Sperren bei Veranstaltungen, etwa das 2026 in Kraft gesetzte Gebiet LO R 49 „ESC-WIEN-CITY“.

Für LO R 15, 16 und 18 ist eine kostenpflichtige Betriebsbewilligung von Austro Control nötig. Ausgenommen sind Drohnen unter 250 Gramm bis 30 Meter über Grund, solange im Fluggebiet kein Flugplatz ohne Flugplatzzone liegt. Militärische Gebiete laufen über das Verteidigungsministerium.

1. Ort in der App prüfen

Öffne die Austro Control Dronespace App oder map.dronespace.at und nutze den Quick-Check für deinen Startplatz.

2. Zonenfarbe deuten

Rot heißt nicht fliegen. Dunkelblau heißt Flugplan einreichen. Orange heißt Genehmigung einer anderen Stelle klären.

3. Temporäre Sperren checken

Veranstaltungen können kurzfristig Beschränkungen auslösen. Prüf die Karte deshalb vor jedem Flug, nicht nur bei der Reiseplanung.

4. Grundeigentümer fragen

Der Luftraum ist für den Überflug frei, für Start und Landung brauchst du aber die Zustimmung des Grundeigentümers.

Planespotting und Drohne: warum die Flughäfen tabu sind

Für Planespotter ist die Sache eindeutig. Wien-Schwechat liegt in einer Kontrollzone, hat eine Flugplatzzone und grenzt an das Flugbeschränkungsgebiet über Wien. Salzburg und Innsbruck liegen ebenfalls in Kontrollzonen mit Flugplatzzonen. Für einen Flug in Pistennähe bräuchtest du eine Betriebsbewilligung von Austro Control und in der Kontrollzone zusätzlich die Zustimmung der Flugverkehrskontrolle – für spontane Hobbyflüge zum Flugzeugfotografieren ist das kein realistischer Weg.

Die Gründe kennst du aus anderen Ländern: Eine Drohne im Anflugweg kann den Flugbetrieb stoppen, wie der Gatwick-Vorfall von 2018 gezeigt hat. Welche Folgen solche Sichtungen haben, beschreibt Drohnensichtungen an Flughäfen. Wie Flughäfen Drohnen aufspüren, beschreibt Drohnendetektion an Flughäfen, die deutschen Abstandsregeln stehen in Drohnen in Flughafennähe.

Für gute Flugzeugbilder brauchst du die Drohne auch nicht. In Wien bringen dich die Besucherterrasse und der Spotterhügel nah an Austrian-Jets und Langstreckenbesucher. In Salzburg lohnt die Besucherterrasse, in Innsbruck die Terrasse mit Bergkulisse. Was am Zaun erlaubt ist, erklärt Planespotting in Österreich, und der Planespotting-Guide Wien-Schwechat zeigt die besten Positionen je Betriebsrichtung. Hintergrund zu den Flughäfen findest du auf den Seiten zum Flughafen Wien, Flughafen Salzburg und Flughafen Innsbruck.

Die besten Spots in Österreich auf einer Karte

Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir öffentliche Spotterpunkte mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – und am Flughafen siehst du Wetter, Wind und aktive Pisten. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Österreich und Deutschland im Vergleich

Punkt Österreich Deutschland
Registrierungsstelle Austro Control Luftfahrt-Bundesamt
Gebühr Privatperson 46,80 € 20 €
Gültigkeit drei Jahre, dann Verlängerung ohne Ablaufdatum laut LBA
Mindestalter Betreiber 18 Jahre 16 Jahre
Kompetenznachweis A1/A3 Online-Kurs und Test kostenlos 25 €
Zonenkarte Dronespace-App, map.dronespace.at dipul-Karte

Die deutschen Details findest du in Drohne registrieren beim LBA und Geozonen und die dipul-Karte.

Typische Fehler in Österreich

  • Registrierung nicht verlängert. Nach drei Jahren läuft sie ab – anders als die deutsche e-ID.
  • Mit der dipul-Karte in Österreich planen. Die deutsche Karte zeigt keine österreichischen Zonen.
  • „Unter 250 Gramm, also überall erlaubt.“ Die 30-Meter-Ausnahme nennt Austro Control ausdrücklich nur für Kontrollzonen und bestimmte Beschränkungsgebiete. Für Flugplatzzonen ist keine solche Ausnahme angegeben.
  • Naturschutz vergessen. Landesrechtliche Regeln, etwa am Neusiedler See, stehen nicht auf der Dronespace-Karte.
  • Start ohne Zustimmung des Grundeigentümers. Der Überflug ist frei, Start und Landung nicht.

Bist du startklar für Österreich?

Hak ab, was erledigt ist – am Ende siehst du, ob formal alles passt.

  • Ich bin als Betreiber registriert (Austro Control oder im EU-Wohnsitzstaat) und die Nummer klebt an der Drohne.
  • Meine österreichische Registrierung ist nicht abgelaufen (falls zutreffend).
  • Ich habe den passenden Kompetenznachweis dabei.
  • Meine Haftpflicht gilt in Österreich und erreicht die geforderte Deckung.
  • Ich habe den Startplatz in der Dronespace-App geprüft.
  • Ich halte mich von Flughäfen, Flugplatzzonen und Flugplätzen während der Betriebszeiten fern.
  • Ich habe die Zustimmung des Grundeigentümers für Start und Landung.

Jede OE-Registrierung in deiner Sammlung

Im Hangar sammelst du alle gesichteten Flugzeuge, setzt Wunschkandidaten auf die Wunschliste und lässt dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie im Anflug sind. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Welche Kennzeichen du an österreichischen Flughäfen sammeln kannst, erklärt übrigens Österreichische OE-Kennzeichen.

Fazit

Drohne fliegen in Österreich ist gut organisiert: Austro Control bündelt Registrierung, Kompetenznachweis, Zonen und Freigaben in einem System, und der Einstieg in den A1/A3-Nachweis kostet nichts. Für Einheimische heißt das: registrieren für 46,80 Euro, alle drei Jahre verlängern, Nummer an die Drohne. Urlauber aus Deutschland nehmen e-ID und Kompetenznachweis mit, prüfen die Versicherung und planen mit der Dronespace-Karte statt mit dipul. Und rund um die Flughäfen gilt wie zu Hause: Kontrollzone, Flugplatzzone und in Wien zusätzlich das Beschränkungsgebiet über der Stadt machen Hobbyflüge praktisch unmöglich.

Kurzfazit

Vor jedem Flug in Österreich gehört die Dronespace-App auf den Bildschirm, nicht die dipul-Karte. Registrierung und Nachweis aus Deutschland gelten weiter, die Zonen sind österreichisch – und Flugzeuge fotografierst du in Wien, Salzburg und Innsbruck am besten vom Boden aus.

Zusammenfassung

  • Österreich wendet die EU-Drohnenverordnung 2019/947 an. Offene Kategorie heißt: maximal 120 Meter über Grund, immer in direkter Sichtverbindung, Registrierung als Betreiber und passender Kompetenznachweis für den Piloten.
  • Die Registrierung bei Austro Control setzt einen Hauptwohnsitz in Österreich, ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Haftpflichtversicherung mit mindestens 750.000 Sonderziehungsrechten Deckung voraus. Die Registrierungsnummer ist 16-stellig und gehört an jede Drohne.
  • Der Online-Kurs und der Test für den Kompetenznachweis A1/A3 sind bei Austro Control kostenlos. Für A2 kommt eine Präsenzprüfung bei Austro Control für 69,60 Euro dazu.
  • Welche Zonen gelten, zeigen die Dronespace-App und die Online-Karte: Kontrollzonen, Flugplatzzonen, Flugbeschränkungsgebiete wie LO R 15 über Wien und temporäre Sperren bei Veranstaltungen.

Häufige Fragen

Muss ich meine Drohne in Österreich registrieren?

Wenn du deinen Hauptwohnsitz in Österreich hast und eine Drohne ab 250 Gramm oder eine leichtere Drohne mit Kamera betreibst, ja – bei Austro Control. Ausgenommen sind nur Spielzeuge nach der EU-Spielzeugrichtlinie. Wohnst du in Deutschland, bist du bereits über das Luftfahrt-Bundesamt registriert und brauchst in Österreich keine zusätzliche Registrierung.

Was kostet die Registrierung bei Austro Control?

Laut Austro Control 46,80 Euro. Die Registrierung gilt drei Jahre, danach kostet die Verlängerung erneut 46,80 Euro. Verlängern kannst du ab 31 Tage vor Ablauf, die Betreibernummer bleibt dabei gleich.

Ab welchem Alter kann ich mich in Österreich als Betreiber registrieren?

Austro Control verlangt, dass du mindestens 18 Jahre alt und voll geschäftsfähig bist. Jüngere Pilotinnen und Piloten dürfen ab 16 den Kompetenznachweis machen und fliegen, registrieren muss sich dann aber eine erwachsene Person als Betreiber.

Ist der Drohnenführerschein in Österreich kostenlos?

Für den Kompetenznachweis A1/A3 stellt Austro Control einen kostenlosen Online-Kurs und einen ebenfalls kostenlosen Online-Test mit 40 Multiple-Choice-Fragen bereit. Für das Zeugnis A2 kommt eine Theorieprüfung vor Ort bei Austro Control hinzu, die 69,60 Euro kostet.

Darf ich mit der Drohne in der Nähe des Flughafens Wien fliegen?

Als Hobbypilot praktisch nicht. Rund um Wien-Schwechat und die anderen internationalen Flughäfen liegen Flugplatzzonen, für die du eine Betriebsbewilligung von Austro Control brauchst, und in der Kontrollzone zusätzlich die Zustimmung der Flugverkehrskontrolle. Dazu kommt das Flugbeschränkungsgebiet LO R 15 über Wien. Flugzeuge fotografierst du dort besser von der Besucherterrasse oder einem Spotterhügel.

Gilt meine deutsche Drohnen-Registrierung in Österreich?

Ja. Die Betreiberregistrierung und der EU-Kompetenznachweis gelten in allen EASA-Mitgliedstaaten. Du klebst einfach deine deutsche e-ID auf die Drohne. Prüfe aber die Haftpflicht: Austro Control weist darauf hin, dass Versicherungen für Flüge in anderen Ländern abweichende Anforderungen erfüllen müssen.

Wie hoch sind die Strafen bei Verstößen?

Verstöße können nach § 169 Luftfahrtgesetz als Verwaltungsübertretung mit bis zu 22.000 Euro bestraft werden.

Welche App zeigt mir die Drohnenzonen in Österreich?

Die offizielle Austro Control Dronespace App. Sie zeigt Luftraum- und Zoneninformationen, bietet einen Quick-Check für Einschränkungen und dient zum Einreichen von Flugplänen und Freigaben in Kontrollzonen. Am Desktop gibt es die Karte unter map.dronespace.at. Die alte Drone-Space-App wird nicht mehr aktualisiert.

PT

Planetrack Redaktion

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