Centralwings

Historische polnische Airline: 2004 von LOT als Low-Cost-Tochter gegründet, mit Boeing 737 zwischen Polen, Großbritannien, Irland und dem Mittelmeer unterwegs – 2008 nur noch Charter, 2009 aufgelöst.

Auch bekannt als: Central Wings · Nowy Przewoźnik · C0

PolenPolenLow-Cost-AirlinesIATA: C0ICAO: CLW9 Min. Lesezeit

C0

IATA-Code

CLW

ICAO-Code

2005–2009

Jahre im Flugbetrieb

737

Rückgrat der Flotte

Das Wichtigste in Kürze

  • Centralwings ist eine historische polnische Airline: gegründet im Dezember 2004, Flugbetrieb ab Februar 2005, von LOT im März 2009 aufgelöst.
  • Codes: IATA C0 (mit der Ziffer Null), ICAO CLW, Rufzeichen „CENTRALWINGS“.
  • Die Low-Cost-Antwort von LOT: Centralwings trat nach dem EU-Beitritt Polens gegen Ryanair und Wizz Air an.
  • Flotte aus Boeing 737-300 und 737-400, ergänzt um eine zeitweise gemietete MD-80.
  • Vom Billigflieger zum Charterbetrieb: Ab Herbst 2008 gab es keine Low-Cost-Linienflüge mehr, im Frühjahr 2009 kam das Aus.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Centralwings im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Geschichte: vier Jahre im Schnelldurchlauf
  4. 4.Die Flotte: Boeing 737 Classic
  5. 5.737-300 oder 737-400? So unterscheidest du sie
  6. 6.Woran du Centralwings auf Fotos erkennst
  7. 7.Wo Centralwings unterwegs war
  8. 8.Centralwings und die polnische Luftfahrt heute
  9. 9.Häufige Verwechslungen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeC0
ICAO-CodeCLW
RufzeichenCENTRALWINGS
DrehkreuzeWAW, KRK
StatusHistorisch – Auflösungsbeschluss durch LOT am 26. März 2009, letzter Flug laut polnischen Nachschlagewerken am 31. Mai 2009
GegründetDezember 2004, Flugbetrieb ab Februar 2005
SitzWarschau, Polen
EigentümerLOT Polish Airlines, über die Tochtergesellschaft Nowy Przewoźnik
GeschäftsmodellLow-Cost-Linienflüge bis September 2008, danach nur noch Charter und Charter-Mix
BasenWarschau-Chopin (WAW) und Krakau-Balice (KRK)
Polnische Abflugorteu. a. Warschau, Krakau, Danzig, Kattowitz, Breslau, Posen, Łódź und Stettin
Flotte (Stand September 2008)12 Flugzeuge: Boeing 737-300 und 737-400, dazu zeitweise eine gemietete MD-80
Allianzkeine eigene Mitgliedschaft

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Centralwings?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Boeing 737 der Classic-Generation (737-300 und 737-400) mit dem Schriftzug „Centralwings“
  • Polnische Kennzeichen mit SP- am Heck – die Boeing 737 kamen aus der LOT-Flotte
  • Flugnummer mit C0 (C und Null), im Flugplan der Flugsicherung CLW bzw. „CENTRALWINGS“
  • Typische Einsätze auf Strecken nach Großbritannien und Irland sowie im Charterverkehr ans Mittelmeer

Wer Mitte der 2000er-Jahre an britischen, irischen oder polnischen Flughäfen stand, kannte das Bild: eine Boeing 737 der Classic-Generation mit polnischem Kennzeichen und dem Schriftzug „Centralwings“. Die Airline gab es nur gut vier Jahre, doch sie steht für eine spannende Phase der europäischen Luftfahrt – den Low-Cost-Boom nach dem EU-Beitritt Polens. Diese Seite fasst zusammen, was Centralwings war, womit sie flog und warum sie wieder verschwand.

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Centralwings im Überblick

Centralwings war eine polnische Low-Cost-Airline mit Sitz in Warschau, die vollständig zur Staatsairline LOT Polish Airlines gehörte. Formal lagen die Anteile bei der LOT-Gesellschaft Nowy Przewoźnik, was übersetzt so viel wie „neuer Beförderer“ heißt. Gegründet wurde Centralwings im Dezember 2004, im Februar 2005 hob der erste Flug ab.

Das Timing war kein Zufall. Polen war im Mai 2004 der EU beigetreten, der Luftverkehrsmarkt öffnete sich, und Hunderttausende Menschen zog es zum Arbeiten nach Großbritannien und Irland. Billigflieger wie Ryanair, easyJet und die junge Wizz Air stürzten sich auf diese Verbindungen. LOT wollte den Markt nicht kampflos hergeben und setzte mit Centralwings eine eigene, günstigere Marke dagegen.

Dieses Muster kennst du aus anderen Ländern: Auch Germanwings entstand in denselben Jahren als günstige Marke im Umfeld einer großen Netzwerk-Airline. Warum große Airlines solche Tochtermarken gründen, erklärt der Artikel über Mehrmarkenstrategien.

C0IATA-Code in der Flugnummer
CLWICAO-Code im Flugplan
SP-Polnisches Kennzeichen-Präfix

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code C0: stand in der Flugnummer, also auf Anzeigetafeln und Tickets. Das zweite Zeichen ist die Ziffer Null.
  • ICAO-Code CLW: wurde im Flugplan der Flugsicherung verwendet.
  • Rufzeichen CENTRALWINGS: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.

Der IATA-Code sorgt bis heute für Verwirrung. Einige Quellen schreiben „CO“ mit dem Buchstaben O – dieser Code gehörte damals aber Continental Airlines. Wenn du alte Flugpläne, Bordkarten oder Logbücher auswertest, achte deshalb genau auf die Null. Codes mit Ziffern waren in den 2000er-Jahren schon üblich, weil die zweistelligen Buchstabenkombinationen knapp wurden.

Alte Logbücher prüfen

Hast du in den Jahren 2005 bis 2009 Flugnummern notiert? Ein Eintrag mit „CO“ und polnischem Kennzeichen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Centralwings-Flug mit C0. Wie du Kennzeichen grundsätzlich liest, zeigt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.

Geschichte: vier Jahre im Schnelldurchlauf

Dezember 2004

LOT gründet die Low-Cost-Tochter mit Sitz in Warschau.

Februar 2005

Centralwings nimmt den Flugbetrieb auf, zunächst mit Boeing 737 aus dem LOT-Bestand.

2006 bis 2007

Das Netz wächst auf zahlreiche Strecken ab polnischen Großstädten, die Verluste wachsen mit.

Herbst 2008

Die Low-Cost-Linienflüge enden, Centralwings fliegt nur noch Charter.

Frühjahr 2009

LOT beschließt am 26. März die Auflösung, der letzte Flug folgt Ende Mai.

Der Start und das Netz

In der ersten Phase verband Centralwings polnische Städte mit Zielen in Westeuropa. Als polnische Abflugorte nennen die Nachschlagewerke Warschau, Krakau, Danzig, Kattowitz, Breslau, Posen, Łódź und Stettin. Zu den Zielen gehörten Städte wie Rom, Lissabon, Amsterdam, Bologna, Lille und Paris-Beauvais, dazu Badeziele am Mittelmeer und auf Inseln. Laut englischsprachigen Darstellungen entfielen über weite Strecken rund 60 Prozent der Kapazität auf Verbindungen nach Großbritannien und Irland.

Das war genau das Revier, in dem auch Ryanair und Wizz Air wuchsen. Für Centralwings bedeutete das harten Preiskampf gegen Airlines, die mit neueren Flugzeugen, niedrigeren Kosten und deutlich größeren Netzen arbeiteten.

Kurzer Abstecher nach Deutschland

2006 bot Centralwings auch Flüge nach Köln, Hannover und Nürnberg an. Die Nachfrage blieb jedoch gering, und die Strecken verschwanden schnell wieder aus dem Programm. Wer damals an den Besucherterrassen in Köln/Bonn, Hannover oder Nürnberg stand, konnte eine Centralwings-737 also nur für kurze Zeit erwischen. Fotos aus dieser Phase sind entsprechend selten.

Verluste und Umstellung auf Charter

Wirtschaftlich ging die Rechnung nicht auf. Polnische Quellen beziffern das operative Ergebnis für 2006 und 2007 auf jeweils deutlich zweistellige Millionenverluste in Złoty. 2008 kürzte Centralwings das Liniennetz radikal: Zum Herbst 2008 endeten die knapp 30 verbliebenen Linienstrecken, ab dann flog die Airline nur noch Charter und sogenannte Charter-Mix-Flüge, bei denen ein Teil der Sitze frei verkauft wird. Bis Mai 2009 führte Centralwings außerdem Charterflüge im Auftrag von LOT durch. Den Unterschied zwischen beiden Betriebsformen erklärt der Artikel Charterflug und Linienflug.

Das Ende 2009

Am 26. März 2009 entschied LOT, Centralwings aufzulösen. Der letzte Flug fand nach polnischen Angaben am 31. Mai 2009 statt, im Juni 2009 folgte das Insolvenzverfahren mit Abwicklung des Vermögens. LOT nannte die dauerhaft fehlende Profitabilität als Grund. Centralwings reiht sich damit in eine lange Liste europäischer Airlines ein, die nach kurzer Zeit wieder verschwanden – mehr dazu im Überblick über große Airline-Pleiten in Europa.

Unterschiedliche Enddaten

Manche Quellen nennen den 26. März 2009 als Ende, andere den 31. Mai 2009. Beides stimmt auf seine Weise: Im März fiel der Auflösungsbeschluss, im Mai endete der Flugbetrieb. Für dein Logbuch zählt das Datum des Flugs, den du tatsächlich gesehen hast.

Die Flotte: Boeing 737 Classic

Centralwings setzte auf die Boeing 737 der Classic-Generation, also die Baureihen -300, -400 und -500 zwischen der ersten 737 und der Next Generation. Die Boeing 737 stammten aus der Flotte der Mutter LOT. Für September 2008 nennen englischsprachige Nachschlagewerke folgenden Stand:

Typ Anzahl (Sept. 2008) Herkunft Spotter-Hinweis
Boeing 737-300 3 LOT-Flotte Kürzere Classic-Version
Boeing 737-400 8 LOT-Flotte Längster Rumpf der Classic-Familie
McDonnell Douglas MD-80 1 gemietet Hecktriebwerke, T-Leitwerk – ein Exot im Flottenbild

Die Zahlen schwanken je nach Quelle und Zeitpunkt: Die deutschsprachige Darstellung nennt etwa neun Boeing 737, davon drei 737-300 und sechs 737-400. Das ist bei einer kleinen Tochter, die Flugzeuge mit der Mutter teilte, normal. Klar ist: Die Classic-737 waren älter als die fabrikneuen 737-800, A319 und A320, mit denen Ryanair, easyJet und Wizz Air damals wuchsen.

Classic-737 auf der Wunschliste

Setz die 737-300 oder 737-400 auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine in deiner Nähe anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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737-300 oder 737-400? So unterscheidest du sie

Auf alten Fotos stellt sich oft die Frage, welche Classic-Version du vor dir hast. Beide teilen sich Triebwerke mit der typisch abgeflachten Unterseite der Verkleidung, die Unterschiede liegen in der Länge.

Das spricht für die 737-400

  • Deutlich längerer Rumpf mit gestreckten Proportionen
  • Zwei Notausgänge über dem Flügel auf jeder Seite
  • Wirkt neben einer 737-300 auffällig lang hinter dem Flügel
  • Auf Trackern und in Datenbanken als B734 geführt

Das spricht für die 737-300

  • Kürzerer, gedrungener Rumpf
  • Nur ein Notausgang über dem Flügel pro Seite
  • Kürzerer Abstand zwischen Flügel und Leitwerk
  • In Datenbanken als B733 geführt

Mehr Details zu allen Generationen – von der Original über die Classic bis zur MAX – findest du im Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden. Hersteller beider Typen ist Boeing.

Woran du Centralwings auf Fotos erkennst

Centralwings flog mit dem Namen der Airline am Rumpf; die Flugzeuge kamen aus der LOT-Flotte. Wer heute Archivfotos sichtet, sollte deshalb mehrere Merkmale kombinieren:

  • Schriftzug „Centralwings“ am Rumpf – das sicherste Merkmal.
  • Polnisches Kennzeichen mit SP- am Heck. Viele Flugzeuge waren vorher und nachher bei LOT im Einsatz.
  • Boeing 737 Classic als Typ; eine MD-80 im Centralwings-Umfeld ist die seltene Ausnahme.
  • Ort und Datum: Fotos von britischen, irischen oder polnischen Flughäfen aus den Jahren 2005 bis 2009 passen ins Bild.

Achtung Verwechslung

Weil die Flugzeuge aus der LOT-Flotte stammten und dieselben Kennzeichen auch bei LOT auftauchen können, sagt das Kennzeichen allein nichts über die Airline auf dem Foto. Entscheidend sind Schriftzug und Aufnahmedatum. Wie du den Lebenslauf eines Flugzeugs nachverfolgst, erklären die Artikel zu Umregistrierungen und zum Flugzeugalter per Kennzeichen.

Wo Centralwings unterwegs war

Die beiden Basen waren der Flughafen Warschau-Chopin und der Flughafen Krakau-Balice. Dazu kamen Abflüge von polnischen Regionalflughäfen wie Danzig, Kattowitz und Breslau. Im Westen landete Centralwings unter anderem in Großbritannien und Irland sowie in Rom, Lissabon, Amsterdam und Paris-Beauvais.

Gute Chancen auf Centralwings-Fotos in Archiven von …

  • Warschau und Krakau zwischen 2005 und 2009
  • britischen und irischen Flughäfen mit vielen Polen-Strecken
  • Urlaubsflughäfen am Mittelmeer in der Chartersaison 2008

Selten, aber möglich …

  • Köln/Bonn, Hannover und Nürnberg im Jahr 2006
  • Charterflüge im Auftrag von LOT bis Mai 2009

Heute keine Chance mehr …

  • auf eine aktive Centralwings-Maschine – die Airline existiert seit 2009 nicht mehr

Centralwings und die polnische Luftfahrt heute

Mit dem Ende von Centralwings gab LOT die eigene Low-Cost-Marke auf. Zur LOT-Familie gehörte damals außerdem die Regionaltochter EuroLOT, die bis 2015 bestand. Den polnischen Ferien- und Chartermarkt prägt heute vor allem Enter Air, ebenfalls mit Boeing 737. Und mit Buzz fliegt eine polnische Gesellschaft der Ryanair Group – ein Hinweis darauf, wer den Low-Cost-Markt am Ende gewonnen hat.

Für das Verständnis des Geschäftsmodells lohnt der Blick auf die Gegenspieler: Ryanair und Wizz Air setzten auf einheitliche, junge Flotten und sehr niedrige Kosten pro Sitz, Centralwings hatte ältere Flugzeuge und war eng mit den Strukturen einer Netzwerk-Airline verbunden. Wie Billigflieger ihr Geld verdienen, erklärt der Artikel Wie Billigflieger funktionieren.

Häufige Verwechslungen

  • C0 als „CO“ lesen – der IATA-Code enthält die Ziffer Null; CO war damals der Code von Continental Airlines.
  • Centralwings für eine Charterairline von Anfang an halten – bis Herbst 2008 war sie eine Low-Cost-Linienairline, erst danach flog sie nur noch Charter.
  • Jede SP-737-Classic für Centralwings halten – auch LOT selbst flog 737 Classic, der Schriftzug entscheidet.
  • Centralwings mit Buzz verwechseln – Buzz gehört zur Ryanair Group und ist eine ganz andere Gesellschaft.
  • Ein einziges Enddatum erwarten – Auflösungsbeschluss im März, letzter Flug im Mai 2009.

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Fazit

Centralwings war die kurze Low-Cost-Episode von LOT: gestartet 2005 im Aufbruch nach dem EU-Beitritt Polens, aufgerieben im Wettbewerb mit Ryanair und Wizz Air, ab Herbst 2008 nur noch Charter und im Frühjahr 2009 aufgelöst. Für Spotter bleibt die Airline ein reizvolles Archivthema – mit Boeing 737 der Classic-Generation, polnischen Kennzeichen und einem IATA-Code, der wegen der Null gern falsch notiert wird.

Kurzfazit

Centralwings (IATA C0, ICAO CLW) war von 2005 bis 2009 die Low-Cost-Tochter von LOT mit Boeing 737-300 und 737-400. Wer heute eine Centralwings-Sichtung belegen will, braucht ein Foto mit Schriftzug und Datum – das Kennzeichen allein reicht wegen der LOT-Vergangenheit nicht.

Zusammenfassung

  • Centralwings war der Versuch der polnischen Staatsairline LOT, im boomenden Low-Cost-Markt nach dem EU-Beitritt 2004 mitzuhalten.
  • Ein großer Teil der Kapazität ging auf Strecken nach Großbritannien und Irland – genau dorthin, wo auch Ryanair und Wizz Air stark wuchsen.
  • Hohe Verluste führten 2008 zur Umstellung auf Charterflüge und 2009 zur Auflösung durch LOT.
  • Für Spotter ist Centralwings heute ein Archiv- und Logbuch-Thema: Fotos der 737-Classic mit SP-Kennzeichen sind gefragte Belege einer kurzen Ära.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Centralwings?

Centralwings flog mit dem IATA-Code C0 – das zweite Zeichen ist die Ziffer Null, nicht der Buchstabe O. Der ICAO-Code war CLW, das Rufzeichen im Funk „CENTRALWINGS“. In manchen Quellen steht fälschlich „CO“; dieser Code gehörte damals zu Continental Airlines.

Wem gehörte Centralwings?

Centralwings war eine Tochter von LOT Polish Airlines. Formal hielt die LOT-Gesellschaft Nowy Przewoźnik die Anteile. Geflogen wurde mit Boeing 737 aus der LOT-Flotte.

Wann gab es Centralwings?

Gegründet wurde Centralwings im Dezember 2004, der Flugbetrieb begann im Februar 2005. Am 26. März 2009 beschloss LOT die Auflösung. Den letzten Flug datieren polnische Nachschlagewerke auf den 31. Mai 2009, im Juni 2009 folgte das Insolvenzverfahren. Je nach Quelle findet sich deshalb März oder Mai 2009 als Enddatum.

Welche Flugzeuge flog Centralwings?

Das Rückgrat bildeten Boeing 737-300 und 737-400 der Classic-Generation. Laut Flottenangaben vom September 2008 waren es drei 737-300 und acht 737-400, dazu eine McDonnell Douglas MD-80, die von einer anderen Gesellschaft gemietet war. Die Angaben schwanken je nach Zeitpunkt und Quelle.

Flog Centralwings auch nach Deutschland?

Ja, aber nur kurz. 2006 standen Köln, Hannover und Nürnberg im Programm. Wegen geringer Nachfrage wurden diese Strecken wieder eingestellt. Der Schwerpunkt lag klar auf Großbritannien, Irland und Urlaubszielen am Mittelmeer.

Warum wurde Centralwings eingestellt?

Centralwings schrieb dauerhaft Verluste – laut polnischen Angaben jeweils zweistellige Millionenbeträge in Złoty für 2006 und 2007. Im Herbst 2008 strich die Airline fast alle Linienstrecken und flog nur noch Charter. Im März 2009 entschied LOT, die Gesellschaft wegen fehlender Profitabilität aufzulösen.

Ist Centralwings dasselbe wie Buzz?

Nein. Buzz ist eine polnische Airline der Ryanair Group und hat mit Centralwings nichts zu tun. Beide stehen aber für dasselbe Thema: polnische Low-Cost- und Charterflüge mit Boeing 737.

Centralwings im Blick behalten

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