Das Wichtigste in Kürze
- Magnicharters ist eine mexikanische Ferienairline der Familie Bojórquez, die vor allem Pauschalurlauber an die Strände Mexikos flog.
- Codes: IATA UJ, ICAO GMT, offizieller Name Grupo Aéreo Monterrey.
- Die Flotte bestand jahrzehntelang nur aus alten Boeing 737 – erst 737-200, zuletzt 737-300 mit rund 30 Jahren Durchschnittsalter.
- Im April 2026 stellte Magnicharters den Flugbetrieb ein, die Luftfahrtbehörde AFAC setzte das Betriebszeugnis aus und widerrief es Ende Juni 2026 endgültig.
- Für Spotter war die Airline einer der letzten Orte, an denen klassische 737 im Passagierdienst zu sehen waren – heute vor allem ein Thema fürs Archiv.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Magnicharters im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Status 2026: Flugstopp und Entzug des AOC
- 4.Die Flotte: drei Generationen alte Boeing
- 5.737-200 oder 737-300? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Magnicharters erkennst
- 7.Strecken und Ziele
- 8.Zwischenfälle und Behördenärger
- 9.Magnicharters spotten – heute vor allem im Archiv
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | UJ |
|---|---|
| ICAO-Code | GMT |
| Rufzeichen | GRUPOMONTERREY |
| Drehkreuze | MEX, MTY |
| Status | Flugbetrieb seit 11. April 2026 eingestellt; die Behörde AFAC setzte das Betriebszeugnis (AOC) am 14. April aus und widerrief es am 29. Juni 2026 endgültig |
| Firmierung | Grupo Aéreo Monterrey S.A. de C.V., Marke Magnicharters |
| Geschäftsmodell | Ferienairline mit Schwerpunkt Strandziele, eng verbunden mit dem Reiseveranstalter Magnitur |
| Sitz | Mexiko-Stadt |
| Gründung | 1994 durch die Familie Bojórquez, Flugbetrieb ab Januar 1995 (Angaben teils abweichend) |
| Basen | Mexiko-Stadt (MEX) und Monterrey (MTY), zeitweise auch Guadalajara (GDL) |
| Allianz | keine |
| Flottentyp zuletzt | Boeing 737-300 (737 Classic), im Schnitt rund 30 Jahre alt |
| Frühere Typen | Boeing 727-100, 737-100, 737-200 und 737-500 |
| Kennzeichen | Mexikanisch, Präfix XA- |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Magnicharters?
- Fast immer eine ältere Boeing 737 – zuletzt die 737-300 mit den abgeflachten Triebwerkseinläufen der Classic-Generation
- Mexikanisches Kennzeichen mit XA-, dem Präfix für kommerziell eingesetzte Flugzeuge
- Schriftzug „Magnicharters“ am Rumpf
- Auf Trackern meist mit dem ICAO-Code GMT – nicht mit der Zeitzone verwechseln
- Bis 2018 auch noch 737-200 mit schlanken, langen Triebwerken unter dem Flügel
- 2017 zwei Sonderbemalungen mit Lucha-Libre-Masken zum AAA-Jubiläum
Wer in Mexiko nach alten Boeing 737 suchte, landete früher oder später bei Magnicharters. Die kleine Ferienairline aus Mexiko-Stadt flog Pauschalurlauber an die Strände von Cancún, Huatulco oder Puerto Vallarta – und das jahrzehntelang mit Flugzeugen, die bei anderen Airlines längst ausgemustert waren. Im April 2026 kam der Flugstopp, im Juni 2026 der endgültige Verlust des Betriebszeugnisses. Diese Seite zeigt dir, was hinter Magnicharters steckt, welche Typen sie flog und woran du ihre Maschinen auf alten und neuen Fotos sicher erkennst.
Seltene 737 sauber festhalten
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot – und sammelst Raritäten wie eine 737-300 von Magnicharters in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Magnicharters im Überblick
Magnicharters ist eine mexikanische Ferienairline mit Sitz in Mexiko-Stadt. Offiziell heißt das Unternehmen Grupo Aéreo Monterrey S.A. de C.V. – daher stammen auch der ICAO-Code GMT und das Rufzeichen. Die Wurzeln liegen im Tourismus: 1984 gründeten die Brüder Bojórquez den Reiseveranstalter Magnitur. Um ihre Kunden nicht dauerhaft mit fremden Flugzeugen an die Strände bringen zu müssen, baute die Familie 1994 eine eigene Airline auf. Der Flugbetrieb lief Anfang 1995 an; als erste Strecke wird die Verbindung Mexiko-Stadt–Cancún genannt.
Anfangs durfte Magnicharters nur Charter- und Frachtflüge durchführen. Ab 2000 kamen reguläre kommerzielle Flüge dazu. Am Profil änderte das wenig: Die Airline blieb ein Ferienflieger, der einen großen Teil seiner Sitze über Pauschalreisen mit Hotel verkaufte. Wenn du wissen willst, worin sich die beiden Modelle unterscheiden, hilft dir der Artikel Charterflug und Linienflug.
Die Airline gehörte keiner Allianz an und arbeitete nicht mit einem großen Netz aus Anschlussflügen. Ihre Basen lagen in Mexiko-Stadt und Monterrey, zeitweise flog sie auch viel ab Guadalajara. Von dort ging es fast immer an die Küste. Damit war Magnicharters ein typischer Vertreter einer Nische, die neben der Netzwerk-Airline Aeroméxico und den Low-Cost-Anbietern Volaris und Viva Aerobus lange überleben konnte.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code UJ: stand in der Flugnummer, also auf Tickets, Buchungsbestätigungen und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code GMT: stand im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern. Er steht für Grupo Aéreo Monterrey.
- Rufzeichen GRUPOMONTERREY: so meldeten sich die Crews im Funk.
Wie die beiden Code-Systeme zusammenhängen, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes; mehr über die Herkunft von Funkrufnamen findest du unter Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
Der ICAO-Code sorgt gern für Verwirrung. GMT hat hier nichts mit der Greenwich-Zeit zu tun – es ist schlicht das Kürzel der Betreibergesellschaft. Wenn du alte Tracker-Logs oder Screenshots durchgehst, achte darauf, dass Filter und Suchfunktionen nicht versehentlich Zeitangaben statt Flügen ausspucken.
Alte Flüge nachvollziehen
Viele Tracker speichern historische Flüge. Mit dem Kennzeichen findest du oft heraus, wo eine bestimmte Maschine zuletzt unterwegs war. Wie das funktioniert, erklärt der Guide Ein Flugzeug per Kennzeichen finden.
Status 2026: Flugstopp und Entzug des AOC
Am 11. April 2026 kündigte Magnicharters über eigene Kanäle an, den Flugbetrieb sofort einzustellen. Als Gründe nannte die Airline Probleme bei Logistik und Finanzen sowie anstehende Wartungsarbeiten. Zunächst war von einer Pause von etwa zwei Wochen die Rede. Für viele Urlauber kam das zur ungünstigsten Zeit: am Ende der Osterferien, als zahlreiche Gäste an den Stränden auf ihren Rückflug warteten.
Die Landesregierung von Quintana Roo, dem Bundesstaat mit Cancún, organisierte gemeinsam mit der Bundesregierung kostenlose Ersatzplätze auf Flügen von Viva Aerobus. Auch die Verbraucherschutzbehörde Profeco und das Verkehrsministerium halfen dabei, gestrandete Passagiere auf freie Plätze anderer Airlines umzubuchen.
Die mexikanische Luftfahrtbehörde AFAC setzte das Betriebszeugnis (AOC) der Airline am 14. April 2026 vorläufig aus. Laut Presseberichten hatte die Behörde bereits bei einer außerordentlichen Prüfung im Januar 2026 Mängel festgestellt. Nach dem Stopp verlangte die AFAC Nachweise, dass die Airline ihre Probleme behebt. Die eingereichten Unterlagen reichten nicht aus: Am 29. Juni 2026 widerrief die AFAC das AOC endgültig, Anfang Juli wurde die Entscheidung öffentlich.
Stand Oktober 2026
Ohne gültiges AOC darf Magnicharters keine Flüge mehr durchführen. Behandle die Airline beim Spotten als eingestellt. Was du jetzt noch siehst, sind abgestellte Maschinen oder Überführungen unter neuem Betreiber.
Mexiko hat in den vergangenen Jahren mehrere bekannte Airlines verloren. Mexicana de Aviación stellte 2010 den Betrieb ein, Interjet landete im Dezember 2020 zum letzten Mal, und die Regionalairline Aeromar gab 2023 auf. Magnicharters reiht sich 2026 in diese Liste ein – wenn auch als kleinere, stark auf den Urlaubsmarkt spezialisierte Gesellschaft.
Die Flotte: drei Generationen alte Boeing
Die Flotte machte Magnicharters bei Spottern bekannt. Die Airline flog über ihre gesamte Geschichte Boeing-Jets, und zwar fast immer Typen, die anderswo bereits aus dem Passagierdienst verschwanden. Die folgende Übersicht fasst die Typen zusammen, die in der Flotte belegt sind:
| Typ | Zeitraum | Generation | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 727-100 | 1993–2000, saisonal gemietet | Dreistrahler | Kurzzeitig im Einsatz, heute extrem seltenes Motiv |
| Boeing 737-100 | um 1996 | 737 Original | Nur wenige Exemplare, kürzeste 737 |
| Boeing 737-200 | 1995–2018 | 737 Original | Lange das Rückgrat der Flotte |
| Boeing 737-500 | 2014–2019 | 737 Classic | Einzelstück |
| Boeing 737-300 | bis 2026 | 737 Classic | Zuletzt einziger Typ, im Schnitt rund 30 Jahre alt |
Wie groß die Flotte am Ende war, lässt sich nicht genau sagen. Die Angaben schwanken je nach Quelle: Flottendatenbanken nennen für April 2026 nur noch drei einsatzbereite 737-300, andere Darstellungen fünf Maschinen dieses Typs, und in der Presse war von insgesamt zwölf Boeing 737 die Rede. Sicher ist: Es waren ältere 737 der Classic-Generation, und nur ein Teil davon war zuletzt tatsächlich in der Luft. 2004 umfasste die Flotte zehn Flugzeuge.
Die Boeing 737-200 prägte das Bild der Airline über zwei Jahrzehnte. Erst 2018 verschwand sie aus der Flotte – zu einer Zeit, als nur noch wenige Airlines weltweit Passagiere mit diesem Typ beförderten. Danach übernahm die Boeing 737-300 allein. Dazwischen tauchten eine 737-500, einige 737-100 und gemietete 727-100 auf. Hersteller aller Typen ist Boeing.
Classic-737 auf der Wunschliste
Setz Typen wie die 737-300 oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-200 oder 737-300? So unterscheidest du sie
Auf Fotos aus den 2000er- und 2010er-Jahren stehen bei Magnicharters oft beide Generationen nebeneinander. Die Bemalung hilft dir dabei kaum weiter, die Technik dafür umso mehr.
Das spricht für die 737-200
- Lange, schlanke Triebwerke direkt unter dem Flügel
- Kürzerer Rumpf mit kompakter Silhouette
- Kein Winglet am Flügelende
- Auf Trackern als B732 geführt
Das spricht für die 737-300
- Dicke CFM56-Triebwerke mit unten abgeflachtem Einlauf
- Triebwerke sitzen weiter vor dem Flügel
- Etwas längerer Rumpf
- Auf Trackern als B733 geführt
Das wichtigste Merkmal ist der Triebwerkseinlauf. Bei der Classic-Generation musste Boeing die größeren Triebwerke unter den niedrigen Flügel der 737 bekommen – deshalb ist die Verkleidung unten abgeflacht, die typische „Hamsterbacke“. Die 737-200 hat dagegen schmale, zigarrenförmige Triebwerke. Wenn du alle Generationen im Detail vergleichen willst, lies Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Zwischen 737-300 und 737-500 ist es schwieriger: Beide gehören zur Classic-Generation und haben ähnliche Triebwerke. Die 737-500 ist aber deutlich kürzer. Am besten zählst du die Fenster zwischen vorderer Tür und Flügel oder vergleichst die Proportionen von Rumpf und Leitwerk. Im Zweifel klärt das Kennzeichen die Sache.
Woran du Magnicharters erkennst
Das sicherste Merkmal ist die Kombination aus älterer Boeing 737 und mexikanischem Kennzeichen mit XA-. In Mexiko tragen kommerziell eingesetzte Flugzeuge das Präfix XA-, private Maschinen dagegen XB- und staatliche XC-. Mehr zur Systematik von Registrierungen findest du im Guide zu Flugzeugkennzeichen.
Am Rumpf steht der Schriftzug „Magnicharters“. Weil die Flotte so klein war, sind die einzelnen Maschinen gut dokumentiert – bei unklaren Bildern lohnt es sich, das Kennzeichen mit Fotodatenbanken abzugleichen.
Die Lucha-Libre-Maschinen
Ein Highlight für Sammler kam im Juli 2017: Zum 25-jährigen Bestehen der Wrestling-Liga Lucha Libre AAA Worldwide bekamen zwei Flugzeuge Sonderbemalungen mit den Masken der Wrestler Dr. Wagner Jr. und Psycho Clown – passend zu ihrem Maskenkampf bei Triplemanía XXV im August 2017. Solche Motive sind typisch für Mexiko und gehören zu den auffälligsten Liveries, die je auf einer 737 Classic zu sehen waren. Wie du solche Bemalungen gezielt findest und dokumentierst, zeigt der Artikel Sonderlackierungen sammeln.
Achtung Verwechslung
Auf Trackern steht bei Magnicharters oft nur GMT. Das ist kein Zeitstempel, sondern der ICAO-Code. Umgekehrt bedeutet ein UJ in einer alten Flugnummer nicht automatisch, dass Magnicharters mit eigenem Gerät flog – gerade in der Anfangszeit wurden Flugzeuge auch gemietet.
Strecken und Ziele
Magnicharters flog vor allem dorthin, wo Mexikaner Urlaub machen. Zu den Zielen gehörten:
- Karibikküste: Cancún mit der Riviera Maya und Cozumel
- Pazifikküste: Puerto Vallarta, Mazatlán, Manzanillo, Ixtapa-Zihuatanejo, Acapulco, Huatulco, Puerto Escondido und San José del Cabo
- Städte im Inland: Mexiko-Stadt, Monterrey, Guadalajara, Mérida, León, Querétaro, Puebla, Chihuahua und weitere
- Ausland, zeitweise: Havanna und Varadero auf Kuba, Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie Las Vegas, Orlando und Dallas in den USA
2014 investierte die Airline in eine größere Flotte und eröffnete Verbindungen von Monterrey nach Las Vegas und Orlando. Für Spotter in den USA war das eine der seltenen Gelegenheiten, eine mexikanische 737-200 oder 737-300 vor der Linse zu haben. Kurz vor dem Stopp 2026 gehörten Cancún, Mérida, Huatulco, Puerto Escondido und Puerto Vallarta zu den wichtigsten Zielen.
Der wichtigste Flughafen für die Airline war der Flughafen Mexiko-Stadt. Dort standen die alten 737 zwischen den modernen Jets von Aeroméxico, Volaris und Viva Aerobus – ein Kontrast, der viele Spotterfotos geprägt hat.
Zwischenfälle und Behördenärger
Magnicharters hatte in seiner Geschichte mehrere Zwischenfälle, bei denen niemand ums Leben kam. Sie zeigen aber, wie anspruchsvoll der Betrieb sehr alter Flugzeuge ist:
2007: Fahrwerkskollaps
Bei der Landung einer 737-200 (XA-MAC) aus Cancún in Guadalajara brach das Fahrwerk zusammen, danach brannte ein Triebwerk. Alle 103 Passagiere und sechs Crewmitglieder kamen heraus.
2008: Betrieb ausgesetzt
Im Juni 2008 stoppte das Verkehrsministerium den Flugbetrieb wegen Mängeln bei der Wartung. Nach wenigen Tagen durften die 737-300 wieder fliegen, die 737-200 erst Wochen später.
2009: Bauchlandung
Wieder in Guadalajara landete eine 737-200 (XA-MAF) aus Cancún mit nicht vollständig ausgefahrenem Fahrwerk. Schwer verletzt wurde niemand.
2026: Flugstopp
Finanzielle und betriebliche Probleme führten im April zur Einstellung des Betriebs, im Juni widerrief die AFAC das AOC endgültig.
Dazu kam im Dezember 2014 Ärger mit der Verbraucherschutzbehörde Profeco, die den Verkauf vorübergehend stoppte, weil die Airline ihre Preise nicht ordnungsgemäß veröffentlicht hatte.
Magnicharters spotten – heute vor allem im Archiv
Weil Magnicharters seit April 2026 nicht mehr fliegt, ist die Airline für Spotter vor allem ein Thema für die Sammlung. Wer früher in Mexiko unterwegs war, hat vielleicht eine 737-200 oder 737-300 der Airline auf der Speicherkarte. Jetzt ist der richtige Moment, diese Bilder sauber zu sortieren – Tipps dazu gibt der Artikel Flugzeugfotos archivieren.
Lohnt sich, wenn …
- du alte Fotos aus Mexiko mit XA-Kennzeichen im Archiv hast
- du klassische 737-Generationen sammelst und eine 737-200 im Passagierdienst suchst
- du Lucha-Libre-Sonderbemalungen dokumentieren willst
Prüf es vorher, wenn …
- du Maschinen unter neuem Betreiber suchst – nach dem AOC-Entzug können einzelne 737 verkauft und umregistriert werden
- du abgestellte Maschinen suchst – deren Standort ändert sich, wenn sie verkauft oder zerlegt werden
Eher nicht, wenn …
- du Magnicharters in Europa erwartest – die Airline flog nie über den Atlantik
Beim Nachbearbeiten hilft dir das Kennzeichen am meisten. Damit findest du das Baujahr, frühere Betreiber und den aktuellen Verbleib einer Maschine. Wie du das Alter eines Flugzeugs herausfindest, erklärt Wie alt ist dieses Flugzeug?. Und wenn du wissen willst, wie besonders deine Aufnahme ist, lies Seltene Flugzeuge spotten.
Für die Zukunft gilt: Falls doch noch einmal eine ehemalige Magnicharters-737 abhebt – etwa für einen Überführungsflug zu einem neuen Besitzer –, wäre das ein besonderer Moment. Wie du solche einmaligen Flüge rechtzeitig mitbekommst, zeigt der Guide Abschieds- und Erstflüge spotten.
Sicherheit und Regeln
Auch abgestellte Flugzeuge stehen meist auf Sicherheitsflächen eines Flughafens. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus und halte dich an die Regeln vor Ort – in Mexiko gelten eigene Vorschriften.
Häufige Verwechslungen
- GMT für eine Zeitangabe halten – auf Trackern ist es der ICAO-Code von Grupo Aéreo Monterrey.
- Magnicharters mit Magnitur gleichsetzen – Magnitur ist der Reiseveranstalter, Magnicharters die Airline.
- 737-300 und 737-500 vertauschen – beide sind Classic-737, die 737-500 ist aber deutlich kürzer.
- Jede alte 737 mit XA- für Magnicharters halten – auch andere mexikanische Betreiber flogen ältere 737, das Kennzeichen entscheidet.
- Den Betrieb für 2026 als aktiv notieren – seit dem 11. April 2026 fliegt die Airline nicht mehr, seit Ende Juni 2026 fehlt ihr das AOC.
Dein Archiv, sauber im Hangar
Poste alte und neue Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot und zeig sie der Community – Raritäten wie eine Classic-737 von Magnicharters bekommen dort die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Magnicharters war ein Stück alter Luftfahrt mitten im modernen mexikanischen Markt: eine Familien-Airline, die Urlauber an die Strände flog und dabei bis 2018 auf die 737-200 und danach auf die 737-300 setzte. Der Flugstopp im April 2026 und der Entzug des AOC im Juni haben diese Ära beendet. Für Spotter bleiben die Fotos – und die lohnen sich, wenn du Kennzeichen, Typ und Datum sauber dokumentierst.
Kurzfazit
Magnicharters (IATA UJ, ICAO GMT) ist eine mexikanische Ferienairline mit einer Flotte aus älteren Boeing 737. Seit April 2026 ruht der Flugbetrieb, im Juni 2026 wurde das AOC endgültig widerrufen – das XA-Kennzeichen auf deinen Fotos ist der Schlüssel zur sicheren Zuordnung.
Zusammenfassung
- Magnicharters war die Airline der Strandurlauber: Flüge von Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara nach Cancún, Huatulco, Puerto Vallarta und weiteren Badezielen, oft als Teil einer Pauschalreise.
- Für Spotter zählte vor allem die Flotte: Boeing 737-200 bis 2018, danach 737-300 – Typen, die anderswo längst aus dem Passagierdienst verschwunden waren.
- Seit dem 11. April 2026 fliegt Magnicharters nicht mehr. Am 29. Juni 2026 widerrief die AFAC das AOC endgültig.
- Fotos mit XA-Kennzeichen und GMT-Rufzeichen sind deshalb vor allem Archivmaterial – notiere Datum und Kennzeichen sauber.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Magnicharters?
Der IATA-Code von Magnicharters ist UJ, der ICAO-Code GMT. Der ICAO-Code leitet sich vom offiziellen Namen Grupo Aéreo Monterrey ab, im Funk meldete sich die Airline entsprechend mit „Grupo Monterrey“.
Fliegt Magnicharters noch?
Nein. Am 11. April 2026 kündigte die Airline an, den Flugbetrieb einzustellen, zunächst für etwa zwei Wochen. Die mexikanische Luftfahrtbehörde AFAC setzte am 14. April das Betriebszeugnis vorläufig aus und verlangte Nachweise zur Behebung der festgestellten Mängel. Weil diese nicht ausreichten, widerrief die AFAC das AOC am 29. Juni 2026 endgültig.
Welche Flugzeuge flog Magnicharters?
Ausschließlich Boeing-Jets. Zuletzt war die Flotte auf die Boeing 737-300 geschrumpft, im Schnitt rund 30 Jahre alt; die Zahl der einsatzbereiten Maschinen wird je nach Quelle unterschiedlich angegeben. Früher flogen auch 737-200 (bis 2018), eine 737-500, kurzzeitig 737-100 sowie gemietete 727-100.
Was ist der Unterschied zwischen Magnicharters und Magnitur?
Magnitur ist der Reiseveranstalter, den die Familie Bojórquez 1984 gründete. Magnicharters entstand später, um die Kunden des Veranstalters selbst zu fliegen. Viele Sitze wurden deshalb als Teil von Pauschalreisen mit Hotel verkauft.
Wohin flog Magnicharters?
Vor allem zu den großen Badezielen Mexikos wie Cancún, Cozumel, Huatulco, Puerto Vallarta, Mazatlán, Ixtapa-Zihuatanejo und Los Cabos, dazu Städte wie Mérida. Zeitweise standen auch Havanna und Varadero auf Kuba, Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie Ziele in den USA wie Las Vegas und Orlando im Programm.
Ist Magnicharters eine Charter- oder eine Linienairline?
Beides. Anfangs flog die Gesellschaft nur Charter- und Frachtflüge, ab 2000 durfte sie auch kommerzielle Linienflüge anbieten. Im Kern blieb sie aber eine Ferienairline, die eng an den Veranstalter Magnitur gekoppelt war.
Gab es Zwischenfälle bei Magnicharters?
Ja, mehrere ohne Todesopfer. 2007 brach bei einer 737-200 (XA-MAC) bei der Landung in Guadalajara das Fahrwerk zusammen, 2009 musste eine weitere 737-200 (XA-MAF) dort mit nicht vollständig ausgefahrenem Fahrwerk landen. 2008 setzte das Verkehrsministerium den Betrieb wegen Wartungsmängeln vorübergehend aus.
Wo konnte man Magnicharters spotten?
Am häufigsten an den Basen Mexiko-Stadt und Monterrey sowie an den Ferienflughäfen wie Cancún. In Europa war die Airline nie unterwegs. Weil die Airline seit April 2026 nicht mehr fliegt und ihr AOC verloren hat, bleiben dir vor allem eigene Archivfotos oder abgestellte Maschinen, deren Verbleib du per Kennzeichen recherchieren kannst.
Magnicharters im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-200
Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.
FlugzeugtypBoeing 737-500
Klein, kompakt und mit den typischen platten Triebwerkseinlässen: Die 737-500 war die kürzeste 737 Classic und der moderne Ersatz für die 737-200. Hier liest du, wer sie flog, wo sie heute noch unterwegs ist und wie du sie von -300 und -600 trennst.
FlugzeugtypBoeing 737-100
Kurzer Rumpf, schlanke Triebwerke dicht unter dem Flügel und ein deutscher Erstkunde: Die 737-100 war die allererste Version der Boeing 737. Nur 30 Stück entstanden, eine einzige ist bis heute erhalten. So erkennst du sie und ordnest sie ein.
FlugzeugtypBoeing 727-100
Die erste 727 war kurz, gedrungen und ein Kind der frühen Jet-Ära: drei Triebwerke am Heck, T-Leitwerk, eine Treppe im Rumpfende. So erkennst du die 727-100, so unterscheidest du sie von der -200 – und hier stehen die letzten Exemplare.
Weitere Airlines
Aeroméxico
Mexikos Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Mexiko-Stadt: Gründungsmitglied von SkyTeam, Joint-Venture-Partner von Delta und mit Boeing 787 Dreamliner regelmäßig in Madrid, Paris, Amsterdam, London und Rom zu Gast.
Low-CostViva Aerobus
Mexikanische Low-Cost-Airline aus Monterrey: 2006 mit Boeing 737-300 gestartet, heute reine Airbus-Flotte aus A320 und A321 – seit 2024 unter dem Kurznamen Viva unterwegs.
Low-CostVolaris
Mexikos passagierstärkste Airline fliegt als Ultra-Low-Cost-Carrier eine reine Airbus-A320-Familie, verbindet Mexiko eng mit den USA und hat eigene Töchter in Costa Rica und El Salvador.
Low-CostInterjet
Historische mexikanische Airline: 2005 in Toluca gestartet, mit viel Sitzabstand und Airbus-Flotte groß geworden, erster westlicher Kunde des Sukhoi Superjet 100 – und im Dezember 2020 am Boden.
NetzwerkMexicana de Aviación
Eine der ältesten Airlines der Welt: Mexicana flog von 1921 bis August 2010, prägte mit Comet, 727 und bunten Airbus-Leitwerken die Luftfahrt Mexikos – und fliegt seit Dezember 2023 als staatliche Inlandsairline mit Embraer E2 wieder.
RegionalAeromar
Historische Regionalairline aus Mexiko: 1987 gegründet, rund 35 Jahre lang mit ATR-Turboprops ab Mexiko-Stadt unterwegs, eng mit United verbunden – und im Februar 2023 nach hohen Schulden am Boden.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Mexiko-Stadt
Ein Großflughafen mitten in der Stadt und auf 2.230 Metern Höhe: Am AICM landen Aeroméxico, Volaris und Viva Aerobus im Minutentakt über Wohnvierteln, und die Spotter-Community hat sich ihre Plätze auf Fußgängerbrücken, Dachterrassen und in Cafés gesucht.
Passende Guides aus dem Blog
- Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX sicher unterscheiden
- Charterflug und Linienflug: Unterschiede, Geschichte und heutige Ferienflieger
- Wie alt ist dieses Flugzeug? Das Alter per Kennzeichen herausfinden
- Seltene Flugzeuge spotten: Unicorns, Erstbesuche und Überführungen
- Abschieds- und Erstflüge spotten: Retirement-Flights, Erstlandungen und Sonderflüge finden
- Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen: So findest du jede Maschine
- IATA- und ICAO-Codes erklärt: Flughäfen, Airlines und Flugzeugtypen entschlüsseln
- Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte: Speedbird, Shamrock, Dynasty und Co.
- Flugzeugfotos archivieren: Ordnerstruktur und Dateinamen nach Kennzeichen, Typ und Datum



