Google Earth, Maps und Street View: Spotting-Spots digital erkunden

Google Maps, Google Earth in drei Varianten und Street View klingen nach demselben Werkzeug, können beim Spot-Scouting aber ganz Unterschiedliches. Der Vergleich zeigt, welches Tool du für Pistenlage, Entfernung, Höhen, Zeitreise und den Blick am Zaun nimmst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Werkzeuge, nicht eins: Google Maps, Google Earth Pro, Google Earth im Web und die Earth-App teilen sich zwar die Bilddaten, unterscheiden sich aber deutlich bei Messen, Zeitachse und Export.
  • Google Maps ist der Schnellcheck: Satellitenansicht, Entfernungsmessung per Rechtsklick und Street View reichen für die erste Einschätzung eines Spots meist völlig aus.
  • Google Earth Pro ist das Analyse-Werkzeug: Die Kombination aus historischen Bildern mit Zeitachse, Höhenprofilen, 3D-Messungen und Sonnenlicht-Simulation bietet nur die Desktop-Version.
  • Street View zeigt Augenhöhe – mit Datum: Ob ein Zaun blickdicht ist oder ein Weg offen, erkennst du nur hier. Über „Weitere Zeiträume zeigen“ prüfst du, wie alt die Aufnahme ist.
  • Kein Bild ersetzt den Besuch: Satellitenbilder und Panoramen können Jahre alt sein. Sperrungen, neue Zäune und Baustellen siehst du erst vor Ort.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort
  2. 2.Die vier Werkzeuge im Überblick
  3. 3.Google Maps: der schnelle Erstcheck
  4. 4.Google Earth Pro: das Analysewerkzeug
  5. 5.Google Earth im Web und als App
  6. 6.Street View: der Blick auf Augenhöhe
  7. 7.So kombinierst du die Werkzeuge
  8. 8.Welches Werkzeug für welche Situation?
  9. 9.Praxisbeispiele: Bekannte Spots am Bildschirm
  10. 10.Grenzen und Fallstricke
  11. 11.Fazit

Ein neuer Flughafen, ein freier Samstag und die Frage, wo du dich hinstellst: Die meisten Spotter öffnen dann zuerst das Satellitenbild. Doch Google Earth, Google Maps und Street View sind keine austauschbaren Ansichten desselben Programms. Je nach Werkzeug und Version kannst du messen, in der Zeit zurückspringen, Höhenprofile zeichnen oder auf Augenhöhe am Zaun entlanglaufen – oder eben nicht. Dieser Vergleich zeigt dir, welches Tool beim Spot-Scouting welche Frage beantwortet, wie du sie kombinierst und wo ihre Grenzen liegen.

Wenn du eine Schritt-für-Schritt-Erkundung eines fremden Flughafens suchst, findest du die im Guide Flughäfen vorab erkunden mit Google Maps, Earth und Street View. Hier geht es um den direkten Werkzeugvergleich.

Spots finden, die andere schon geprüft haben

Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Spotterpunkte mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos – die perfekte Ergänzung zum Satellitenbild. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die kurze Antwort

Für den Schnellcheck eines Spots nimmst du Google Maps: Satellitenansicht für die Lage, Rechtsklick-Messung für die Entfernung zur Piste, Street View für den Blick vom Weg. Für die Tiefenanalyse ist Google Earth Pro am Desktop das stärkste Werkzeug, weil es als einzige Variante historische Bilder über eine Zeitachse, Höhenprofile, Messungen an 3D-Gebäuden und eine Sonnenlicht-Simulation bündelt. Google Earth im Web und die Earth-App sind praktisch zum Sammeln und Markieren, aber weniger tief. Keins der Tools sagt dir, ob ein Weg heute offen ist – das klärst du mit aktuellen Infos und vor Ort.

Die vier Werkzeuge im Überblick

Auch wenn alle auf ähnliche Luftbilder zugreifen, haben die Werkzeuge unterschiedliche Stärken. Die folgende Tabelle fasst die für Spotter relevanten Funktionen zusammen (Stand Oktober 2026; Google ändert Funktionen und Menüs regelmäßig).

Funktion Google Maps Google Earth Pro (Desktop) Google Earth im Web Google Earth App
Satellitenbild ja ja ja ja
3D-Gelände und Gebäude ja, je nach Region ja ja ja
Entfernung messen ja, per Rechtsklick am Computer ja, Pfad, Polygon, Kreis, 3D-Pfad, 3D-Polygon ja ja, Strecke und Fläche
Höhenprofil entlang einer Linie nein ja, für Pfade nicht wie in Earth Pro nein, nur Höhe eines Punktes
Historische Luftbilder nein ja, Zeitachse mit Schieberegler je nach Version je nach Version
Sonnenlicht-Simulation nein ja, mit Zeitschieberegler nein nein
Street View ja, mit älteren Zeiträumen ja ja ja
Daten importieren und exportieren über eigene Listen und My Maps ja, KML/KMZ und GIS-Formate wie Shapefiles über Projekte über Projekte
Beste Nutzung Schnellcheck, Anreise Analyse am Schreibtisch Spots sammeln und teilen unterwegs nachsehen

Wichtig für Pro-Nutzer: Google kündigt auf seiner Versionsübersicht an, dass der Download von Google Earth Pro ab dem 25. Juni 2027 nicht mehr angeboten wird. Bis dahin ist die Desktop-Version für Windows, Mac und Linux erhältlich.

Google Maps: der schnelle Erstcheck

Google Maps hast du meist ohnehin offen, um die Anreise zu planen. Für Spotter steckt darin mehr als nur die Route.

Satellitenansicht lesen

Schalte die Ebene auf Satellit und zoom auf den Flughafen. Du erkennst sofort die Pistenachsen, die Schwellen mit ihren Markierungen, Rollwege, Vorfeld und Terminal. Die Pistennummern an den Schwellen verraten dir die Ausrichtung – wie das genau funktioniert, steht im Artikel über Pistenbezeichnungen am Flughafen. Dann suchst du die Ränder ab: Feldwege entlang des Zauns, Hügel in der Verlängerung der Piste, Parkplätze, Aussichtspunkte.

Entfernung messen

Am Computer klickst du mit der rechten Maustaste auf einen Punkt und wählst Entfernung messen. Jeder weitere Klick setzt einen Punkt, die Gesamtstrecke steht unten in Kilometern und Meilen. Punkte kannst du verschieben oder per Klick wieder entfernen. Im Lite-Modus von Google Maps funktioniert die Messung nicht.

Die Entfernung zwischen Standort und Pistenmitte ist eine der wichtigsten Zahlen beim Scouting: Sie entscheidet, welche Brennweite du brauchst. Ein paar hundert Meter Abstand sind mit einem typischen Telezoom gut machbar, deutlich größere Distanzen machen Bilder anfällig für Hitzeflimmern. Welche Objektive zu welchen Abständen passen, erklärt der Ratgeber zur richtigen Brennweite fürs Planespotting.

Listen und eigene Karten

Interessante Punkte speicherst du in Google Maps in eigenen Listen. Wer mehr Struktur will, legt mit Google My Maps eine eigene Karte mit Ebenen an – etwa je eine für Spots, Parkplätze und Ausweichorte. Wie du solche Karten auch für deine Sichtungen nutzt, beschreibt der Artikel Sichtungen und Spots auf einer Karte visualisieren.

Google Earth Pro: das Analysewerkzeug

Wenn ein Kandidat gefunden ist, beginnt die eigentliche Prüfung. Google Earth Pro auf dem Desktop bietet dafür Funktionen, die du sonst nirgends so kompakt bekommst.

Historische Bilder

Über Ansicht › Historische Bilder oder das Uhrsymbol über der 3D-Ansicht öffnest du eine Zeitachse. Mit dem Schieberegler wechselst du zu älteren Luftbildern derselben Stelle. Das ist für Spotter aus zwei Gründen wertvoll:

  • Bildalter einschätzen: Du siehst, ob das aktuelle Bild wirklich aktuell ist. Ist eine Baustelle am Terminal im neuesten Bild fertig, im älteren aber nicht, weißt du, aus welcher Phase die Aufnahme stammt.
  • Veränderungen erkennen: Neue Zäune, Lärmschutzwälle, aufgeforstete Flächen oder verlegte Wege tauchen oft erst im Vergleich auf. Ein Spot, der in alten Foren gelobt wird, kann heute zugewachsen oder abgesperrt sein.

Messen in 2D und 3D

Das Lineal in Earth Pro kann mehr als eine einfache Strecke. Es misst Pfade, Polygone und Kreise auf dem Boden, dazu 3D-Pfade zwischen Gebäuden und Boden sowie 3D-Polygone, mit denen du Höhe, Breite und Fläche von 3D-Gebäuden ermittelst. Für Spotter heißt das: Du schätzt ab, ob ein Hangar oder ein Parkhaus zwischen dir und der Piste die Sicht versperrt und wie hoch ein Gebäude ist, auf dessen Dach eine Besucherterrasse liegt.

Höhenprofil

Für jeden gezeichneten Pfad zeigt Earth Pro über Bearbeiten › Höhenprofil anzeigen ein Profil mit Steigung und Höhenunterschieden. Zieh einen Pfad von deinem möglichen Standort bis zur Piste und sieh nach, ob eine Kuppe, ein Damm oder eine Senke dazwischen liegt. Gerade bei Spots im Anflug, etwa auf Hügeln in der Pistenverlängerung, hilft das zu verstehen, warum ein erhöhter Punkt so beliebt ist. Der Besucherhügel am Flughafen München ist ein gutes Übungsobjekt: Zeichne ein Profil vom Hügel zur Bahn und vergleiche es mit einem Punkt auf ebener Fläche daneben.

Sonnenlicht-Simulation

Über das Sonnensymbol blendest du in Earth Pro das Sonnenlicht für den aktuellen Ort ein. Mit dem Zeitschieberegler verfolgst du, wie Licht und Schatten im Tagesverlauf über Gelände und 3D-Gebäude wandern, inklusive Sonnenauf- und -untergang je nach Datum. Damit siehst du grob, wann ein Terminalgebäude seinen Schatten auf die Rollwege wirft. Für die genaue Lichtrichtung sind spezialisierte Werkzeuge praktischer – eine Übersicht findest du im Vergleich der Sonnenstand-Apps, die Rechenlogik im Guide Sonnenstand planen.

Import und Export

Earth Pro liest und schreibt KML und importiert GIS-Daten, etwa Shapefiles. Wenn du Spots aus anderen Quellen als Datei hast oder deine eigenen Markierungen weitergeben willst, ist das der sauberste Weg. Auch freie Kartendaten lassen sich so überlagern – wie du OpenStreetMap für Wege, Zäune und Flughafeninfrastruktur nutzt, erklärt der Artikel OpenStreetMap für Spotter.

Ältere Bilder als Spurensuche

Viele klassische Spotterpunkte erkennst du auf historischen Luftbildern an Trampelpfaden, geparkten Autos am Feldrand oder hellen Flecken auf Erdwällen. Taucht so ein Muster über mehrere Jahre immer wieder auf, ist die Stelle wahrscheinlich bekannt – prüfe dann, ob sie heute noch zugänglich ist.

Google Earth im Web und als App

Die Webversion läuft direkt im Browser und bietet hochauflösende Satellitenbilder, 3D-Gelände und -Gebäude in vielen Städten sowie Street View. Dazu kommen Werkzeuge zum Erstellen eigener Karten und zur Zusammenarbeit in Projekten. Für Spotter ist das vor allem ein guter Ort, um eine Spotliste für eine Tour anzulegen und mit Freunden zu teilen.

Die App für Android und iOS ist dein Begleiter unterwegs. Sie misst Strecken und Flächen und zeigt die Höhe eines angetippten Punktes. Höhenunterschiede zwischen zwei Punkten berechnet sie laut Google-Hilfe nicht, und in der 3D-Ansicht können Messungen ungenauer sein – für verlässliche Werte schaltest du auf die Draufsicht.

Dafür spricht Earth im Web und als App

  • keine Installation am Rechner nötig
  • Projekte und Markierungen einfach teilbar
  • Messen von Strecke und Fläche auch unterwegs
  • 3D-Ansicht hilft, Gelände rund um den Flughafen zu verstehen

Dagegen spricht

  • weniger Analysefunktionen als Earth Pro
  • kein Höhenprofil wie in Earth Pro
  • keine Sonnenlicht-Simulation
  • Messungen in 3D weniger genau

Street View: der Blick auf Augenhöhe

Satellitenbilder zeigen dir die Welt von oben. Ob du von einem Weg aus wirklich über den Zaun schauen kannst, verrät erst Street View. Am Computer ziehst du das Männchen (Pegman) auf die Karte – es muss auf einer blauen Linie oder einem blauen beziehungsweise orangefarbenen Punkt landen. Blaue Linien sind Straßenaufnahmen, Punkte stehen für einzelne Panoramen, oft von Nutzern hochgeladen.

Was du in Street View prüfst

  • Zaunhöhe und Sichtschutz: Ist der Zaun ein Maschendraht, durch den du fotografieren kannst, oder eine blickdichte Wand? Tipps für den ersten Fall gibt der Artikel Durch den Zaun fotografieren.
  • Bewuchs: Hecken und Büsche wachsen. Ein Blick, der im Winter frei ist, kann im Sommer zu sein.
  • Wege und Schilder: Durchfahrtsverbote, Halteverbote und Hinweisschilder sind oft lesbar. Was beim Parken an Spotterstellen gilt, steht im Ratgeber Parken an Spotterstellen.
  • Untergrund: Kannst du dort stehen, ohne im Graben oder auf einem Radweg zu landen?

Das Aufnahmedatum zählt

Über Weitere Zeiträume zeigen öffnest du eine Galerie älterer Aufnahmen derselben Stelle, sofern es welche gibt. Damit erkennst du, wie alt das Panorama ist und was sich verändert hat. Gerade rund um Flughäfen, wo Zäune erneuert und Sicherheitsbereiche erweitert werden, kann ein mehrere Jahre altes Bild in die Irre führen. Abdeckung und Alter von Street View schwanken je nach Region stark; abseits großer Straßen fehlt es oft ganz.

Alternativen auf Straßenebene

Wenn Google keine Bilder hat, lohnt ein Blick in andere Dienste. Apple Karten bietet mit der Funktion „Umsehen“ in manchen Regionen eine ähnliche Straßenansicht, Mapillary sammelt Straßenbilder von Freiwilligen. Beide sind lückenhaft, schließen aber manchmal genau die Feldwege, die Google nicht abgefahren hat.

Vom Satellitenbild zur echten Sichtung

Hast du deinen Spot gefunden, meldet dir Planetrack per Sichtungs-Alarm, wenn ein gesuchtes Kennzeichen, ein Typ oder eine Special Livery im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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So kombinierst du die Werkzeuge

Am meisten holst du heraus, wenn du die Tools nacheinander einsetzt – vom groben Überblick zur genauen Prüfung.

1. Überblick in Google Maps

Satellitenansicht öffnen, Pistenachsen und Schwellen bestimmen, mögliche Standorte an Zaun, Hügeln und Wegen markieren und in einer Liste speichern.

2. Entfernungen messen

Für jeden Kandidaten die Distanz zur Pistenmitte und zur Anfluglinie messen und mit deiner Brennweite abgleichen.

3. Bildalter in Earth Pro prüfen

Historische Bilder durchblättern und schauen, ob Zäune, Wälle oder Bauarbeiten den Spot verändert haben.

4. Gelände und Sicht analysieren

Höhenprofil zur Piste zeichnen, Gebäudehöhen per 3D-Messung prüfen und mit der Sonnenlicht-Simulation grob einschätzen, wann Schatten stören.

5. Augenhöhe in Street View

Zaun, Bewuchs, Schilder und Parkmöglichkeiten anschauen und über ältere Zeiträume das Aufnahmedatum prüfen.

6. Mit aktuellen Infos abgleichen

Betriebsrichtung, Wetter und Community-Infos zum Spot prüfen. Was der Bildschirm nicht zeigt, kennen oft andere Spotter.

Zu Schritt 6 gehört auch die Frage, welche Piste an deinem Tag überhaupt genutzt wird. Ein perfekter Standort an der falschen Pistenseite bringt dir nichts – der Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen erklärt, wie du das vorher abschätzt. Ergänzend lohnen Spotführer wie im Artikel Spotterguide.net und andere Spotführer und die Methoden aus Spots an einem unbekannten Flughafen finden.

Welches Werkzeug für welche Situation?

Nimm Google Maps, wenn …

  • du schnell wissen willst, ob es rund um einen Flughafen überhaupt brauchbare Wege gibt
  • du nur die Entfernung zur Piste brauchst
  • du die Anreise und das Parken gleich mitplanst

Nimm Google Earth Pro, wenn …

  • du wissen willst, wie alt das Luftbild ist und was sich verändert hat
  • Hügel, Wälle oder Gebäude die Sicht beeinflussen könnten
  • du Spots als KML-Datei sammeln oder weitergeben willst

Verlass dich nicht auf die Bilder, wenn …

  • das Street-View-Panorama oder das Luftbild mehrere Jahre alt ist
  • am Flughafen gebaut wird oder Sicherheitsbereiche erweitert wurden
  • es um Zugangsrechte, Parkregeln oder Sperrzeiten geht

Praxisbeispiele: Bekannte Spots am Bildschirm

Ein guter Weg, die Werkzeuge kennenzulernen, ist ein Blick auf Spots, die du schon kennst oder die gut dokumentiert sind. So lernst du, wie Satellitenbild und Wirklichkeit zusammenpassen.

Danach überträgst du dieselbe Methode auf einen Flughafen, den du noch nie besucht hast. Für kleinere Plätze und Segelfluggelände hilft zusätzlich der Artikel Flugplätze auf Karten finden.

Grenzen und Fallstricke

Was die Karte nicht weiß

Luftbilder und Panoramen zeigen eine Momentaufnahme. Sie sagen nichts darüber, ob ein Weg heute gesperrt ist, ob dort Halteverbot gilt oder ob ein Bereich zum Sicherheitsgelände gehört. Diese Fragen klärst du mit aktuellen Infos und im Zweifel vor Ort.

  • Veraltete Bilder: Luftbilder können Jahre alt sein, Street-View-Panoramen ebenso. Prüfe das Alter immer, bevor du eine Entscheidung darauf baust.
  • 3D-Modelle sind Näherungen: Gebäude und Gelände in der 3D-Ansicht sind berechnet, nicht vermessen. Zäune, Masten und Bäume fehlen oft oder sind verzerrt.
  • Schrägansichten täuschen: Aus der Schräge wirken Abstände kürzer oder länger. Gemessen wird am besten in der Draufsicht.
  • Nutzerpanoramen sind keine Freigabe: Ein Foto von einem Erdwall heißt nicht, dass der Wall öffentlich zugänglich ist. Was am Flughafenzaun erlaubt ist, steht in Ist Planespotting erlaubt?, Verhaltensregeln in Richtiges Verhalten am Flughafenzaun.
  • Hilfsmittel vor Ort: Ob du eine Leiter oder einen Tritt mitnehmen darfst, um über den Zaun zu kommen, klärt der Ratgeber Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

Ist dein Spot digital vorgeprüft?

Hak ab, was du am Bildschirm geklärt hast – am Ende siehst du, ob du losfahren kannst.

  • Ich kenne Pistenachse und Schwellen im Satellitenbild.
  • Ich habe die Entfernung vom Spot zur Piste gemessen.
  • Ich habe das Alter des Luftbilds mit historischen Bildern geprüft.
  • Ich weiß, ob Gelände oder Gebäude die Sicht versperren.
  • Ich habe Zaun, Bewuchs und Schilder in Street View angeschaut – mit Aufnahmedatum.
  • Ich habe aktuelle Infos zu Zugang, Parken und Betriebsrichtung eingeholt.

Spot-Karte, Licht und Hangar in einer App

Mit Planetrack findest du Spots auf der Spot-Karte, planst das Licht mit dem Sonnenstand-Planer, checkst Wind und Pisten am Flughafen und hältst deine Sichtungen im Hangar fest. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Google Maps, Google Earth und Street View ergänzen sich, statt sich zu ersetzen. Maps liefert dir in Minuten einen Überblick und die Entfernung zur Piste, Earth Pro zeigt Bildalter, Gelände und Gebäudehöhen, die Web- und App-Varianten helfen beim Sammeln und unterwegs, und Street View bringt dich auf Augenhöhe an den Zaun. Wer alle Werkzeuge nacheinander nutzt und das Aufnahmedatum im Blick behält, fährt deutlich seltener umsonst an einen Flughafen. Den letzten Check – ob der Weg offen ist und das Licht passt – erledigst du trotzdem vor Ort. Einen Überblick über weitere Helfer für dein Hobby gibt der Vergleich der Planespotting-Apps.

Kurzfazit

Google Maps für den Schnellcheck, Google Earth Pro für die Analyse mit Zeitachse, Höhenprofil und 3D-Messung, Street View für den Blick am Zaun – und immer das Aufnahmedatum prüfen. Am Bildschirm findest du Kandidaten, entscheiden tust du vor Ort.

Zusammenfassung

  • Für die erste Einschätzung eines Spots nimmst du Google Maps: Satellitenbild, Entfernung zur Piste und ein kurzer Street-View-Blick klären die Grundfragen in wenigen Minuten.
  • Für die Tiefenanalyse lohnt sich Google Earth Pro am Desktop – mit Zeitachse für ältere Bilder, Höhenprofil entlang einer Linie und Messungen an 3D-Gebäuden.
  • Google Earth im Web und die Earth-App sind praktisch für Projekte, Markierungen und Messungen unterwegs, bieten aber weniger Analysefunktionen.
  • Alle Bilder sind Momentaufnahmen. Prüfe das Aufnahmedatum und gleich ab, was du am Bildschirm siehst, mit aktuellen Infos zu Zugang, Parken und Regeln vor Ort.

Häufige Fragen

Welches Google-Tool eignet sich am besten, um Spotting-Spots zu finden?

Für den schnellen Überblick Google Maps mit Satellitenansicht und Street View. Für die genaue Analyse von Sichtachsen, Höhen und Bildalter Google Earth Pro am Desktop. Ideal ist die Kombination: Mit Maps findest du Kandidaten, mit Earth Pro prüfst du sie.

Wie messe ich in Google Maps die Entfernung zur Piste?

Am Computer klickst du mit der rechten Maustaste auf deinen Standort, wählst Entfernung messen und klickst dann auf die Pistenmitte. Die Strecke erscheint unten in Kilometern und Meilen. Weitere Klicks verlängern den Pfad. Im Lite-Modus von Google Maps ist die Messung nicht verfügbar.

Wie sehe ich ältere Satellitenbilder eines Flughafens?

In Google Earth Pro über das Menü Ansicht und dann Historische Bilder oder über das Uhrsymbol oberhalb der Kartenansicht. Mit dem Schieberegler springst du zu früheren Aufnahmen. So erkennst du zum Beispiel, wann ein Zaun, ein Hügel oder ein Parkplatz entstanden oder verschwunden ist.

Wie finde ich heraus, wie alt ein Street-View-Bild ist?

Am Computer öffnest du Street View, indem du das Männchen (Pegman) auf eine blaue Linie ziehst. Über Weitere Zeiträume zeigen bekommst du eine Galerie älterer Aufnahmen, sofern es welche gibt. Daran siehst du, aus welchem Zeitraum das aktuelle Panorama stammt und wie sich die Stelle verändert hat.

Kann Google Earth den Sonnenstand an meinem Spot zeigen?

Google Earth Pro hat eine Sonnenlicht-Funktion: Über das Sonnensymbol und einen Zeitschieberegler siehst du, wie Licht und Schatten im Tagesverlauf über das Gelände wandern. Für die genaue Lichtrichtung an einem Datum sind spezialisierte Sonnenstands-Werkzeuge aber komfortabler, weil sie Azimut und Höhe der Sonne direkt anzeigen.

Ist Google Earth Pro noch verfügbar?

Ja, Stand Oktober 2026 bietet Google die Desktop-Version für Windows, Mac und Linux an. Auf der Versionsübersicht kündigt Google allerdings an, dass der Download ab dem 25. Juni 2027 nicht mehr angeboten wird. Wer die Pro-Funktionen nutzen will, sollte sich die aktuelle Lage auf der offiziellen Seite ansehen.

Darf ich überall hin, wo ich auf Street View einen guten Blick sehe?

Nein. Street View zeigt nur, was von einer Straße oder einem Weg aus sichtbar war – nicht, ob du dort heute stehen, parken oder eine Leiter aufstellen darfst. Privatgelände, Betriebsflächen und Sperrzonen bleiben tabu, auch wenn das Panorama verlockend aussieht.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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