Flughäfen vorab erkunden: Google Maps, Google Earth und Street View für Spotter

Bevor du an einen unbekannten Flughafen fährst, kannst du ihn am Bildschirm ablaufen: Pistenlage im Satellitenbild, Höhen und Sichtachsen in Google Earth, Zaun und Zufahrt in Street View. So geht die Vorab-Erkundung Schritt für Schritt.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Werkzeuge, drei Fragen: Das Satellitenbild zeigt dir die Anlage, Google Earth die Höhen und Sichtachsen, Street View den Blick auf Augenhöhe am Zaun.
  • Erst die Pisten, dann die Spots: Wer zuerst Pistenlage, Schwellen und Rollwege versteht, findet die interessanten Ecken rund um den Flughafen fast von selbst.
  • Das Messwerkzeug spart Fehlkäufe: Mit „Entfernung messen“ schätzt du ab, wie weit du von der Piste weg stehst – und welche Brennweite du dafür brauchst.
  • Jedes Bild hat ein Datum: Satelliten- und Street-View-Aufnahmen können Jahre alt sein. Neue Zäune, Baustellen oder gesperrte Wege siehst du darauf nicht.
  • Karte ist nicht Erlaubnis: Ein Feldweg im Satellitenbild heißt nicht, dass du ihn betreten oder dort parken darfst. Beschilderung vor Ort geht immer vor.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort: Was du am Bildschirm klären kannst
  2. 2.Welches Werkzeug beantwortet welche Frage?
  3. 3.Schritt 1: Den Flughafen im Satellitenbild lesen
  4. 4.Schritt 2: Entfernungen messen und Brennweite abschätzen
  5. 5.Schritt 3: Höhen und Sichtachsen in Google Earth prüfen
  6. 6.Schritt 4: Mit Street View an den Zaun treten
  7. 7.So kombinierst du alles zu einem Erkundungsplan
  8. 8.Was die Karte nicht weiß: Licht, Wind und Regeln
  9. 9.Beispiele: Worauf du an bekannten Flughäfen achtest
  10. 10.Häufige Fehler bei der Kartenrecherche
  11. 11.Fazit

Du planst einen Spotting-Trip zu einem Flughafen, an dem du noch nie warst? Dann kannst du dir einen großen Teil des Herumirrens vor Ort sparen. Mit Google Maps, Google Earth und Street View läufst du die Anlage am Bildschirm ab, bevor du den ersten Kilometer fährst: Wo liegen die Pisten, wo enden sie, welche Wege führen am Zaun entlang, wo gibt es Hügel, Parkplätze und Haltestellen? Dieser Guide zeigt dir, welches Werkzeug welche Frage beantwortet, wie du Entfernungen und Sichtachsen abschätzt und wo die Grenzen der Kartenbilder liegen.

Spots finden, statt sie zu suchen

Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Spotterpunkte mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Fotos aus der Community – ideal als Ergänzung zur eigenen Kartenrecherche. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die kurze Antwort: Was du am Bildschirm klären kannst

Ein Flughafen lässt sich vorab erstaunlich gut erkunden, wenn du die drei Werkzeuge kombinierst. Das Satellitenbild in Google Maps liefert den Grundriss: Pisten, Rollwege, Vorfeld, Terminals, Zaunverlauf, umliegende Straßen. Google Earth ergänzt die dritte Dimension: Geländehöhen, Wälle, Gebäude und damit mögliche Sichtachsen. Street View schließlich zeigt dir die Perspektive auf Augenhöhe – wie hoch der Zaun ist, ob er aus Maschendraht oder Stabgitter besteht und ob du dahinter überhaupt etwas siehst.

Was du am Bildschirm dagegen nicht klären kannst: ob ein Weg heute noch offen ist, ob dort geparkt werden darf, welche Betriebsrichtung an deinem Tag läuft und wie das Licht steht. Dafür brauchst du andere Quellen – dazu weiter unten mehr.

3Perspektiven: Draufsicht, 3D-Gelände und Augenhöhe
1Rechtsklick bis zur Entfernungsmessung im Browser
0Garantie, dass das Bild aktuell ist – das Datum prüfst du immer mit

Welches Werkzeug beantwortet welche Frage?

Die drei Google-Dienste überschneiden sich, haben aber klare Stärken. Diese Übersicht hilft dir, nicht alles in einem Tool erledigen zu wollen.

Frage Google Maps (Satellit) Google Earth Street View
Wo liegen Pisten, Schwellen und Rollwege? sehr gut sehr gut kaum
Wie weit ist es vom Standort zur Piste? sehr gut (Messwerkzeug) gut (Messwerkzeug) nur grob
Gibt es Hügel, Wälle oder erhöhte Punkte? eingeschränkt gut (3D-Gelände) gut, wenn Aufnahmen vorhanden
Wie hoch und dicht ist der Zaun? nein nein gut
Wo kann ich parken, wo ist die Haltestelle? gut mittel gut zur Kontrolle
Wie hat sich die Umgebung verändert? nein gut (historische Bilder) gut (ältere Zeiträume)

Für einen ersten Überblick reicht oft Google Maps im Browser. Google Earth gibt es als Web-Version und als kostenlose Desktop-Anwendung Google Earth Pro, die zusätzliche Werkzeuge mitbringt.

Schritt 1: Den Flughafen im Satellitenbild lesen

Schalte in Google Maps die Ebene auf Satellit und zoome auf das Flughafengelände. Bevor du nach Spots suchst, lohnt sich ein strukturierter Blick auf die Anlage:

  • Pisten und ihre Nummern: Die großen Ziffern an den Pistenenden sind im Satellitenbild meist gut lesbar. Sie verraten dir die Ausrichtung – Bahn 26 zeigt grob nach Westen, Bahn 08 grob nach Osten. Wie das System funktioniert, erklärt der Artikel Pistenbezeichnungen am Flughafen.
  • Schwellen und Aufsetzzonen: Die weißen Markierungen am Pistenanfang zeigen, wo landende Flugzeuge ungefähr aufsetzen. Hinter diesen Enden liegen die klassischen Anflug-Spots.
  • Rollwege und Vorfeld: Wo die Rollwege nah am Zaun verlaufen, entstehen oft die besten Spots für Rollbilder. Wo Frachtvorfelder oder Wartungshallen liegen, kannst du mit Abstellpositionen rechnen.
  • Terminals und Parkhäuser: Besucherterrassen sitzen meist auf oder an Terminalgebäuden; Parkhausdecks werden von Spottern teils ebenfalls genutzt, wo es erlaubt ist.

Wenn du tiefer einsteigen willst, ist die offizielle Flugplatzkarte die perfekte Ergänzung zum Luftbild. Wie du sie liest, steht im Guide AIP-Flugplatzkarten lesen. Und wer gern mit Kartendaten statt Fotos arbeitet, findet in OpenStreetMap für Spotter Rollwegbezeichnungen, Wege und Zäune als Vektordaten.

Kartenansicht und Satellit im Wechsel

Schalte zwischendurch auf die normale Kartenansicht zurück. Dort sind Straßennamen, Haltestellen und Parkplätze beschriftet, die im Luftbild leicht untergehen. Im Satellitenbild siehst du dafür Trampelpfade, Erdwälle und Lücken im Bewuchs, die keine Karte kennt.

Schritt 2: Entfernungen messen und Brennweite abschätzen

Die wichtigste Zahl für die Ausrüstungsplanung ist die Entfernung zwischen dir und dem Flugzeug. Google Maps hat dafür ein eingebautes Messwerkzeug: Im Browser klickst du mit der rechten Maustaste auf deinen geplanten Standort, wählst „Entfernung messen“ und klickst dann auf die Pistenmitte, den Rollweg oder den Aufsetzpunkt. Die Distanz erscheint unten im Fenster. Weitere Klicks verlängern die Linie, Punkte kannst du verschieben oder wieder entfernen. Im vereinfachten Lite-Modus steht die Funktion nicht zur Verfügung.

Mit der gemessenen Entfernung bekommst du ein Gefühl dafür, was dich erwartet:

  • Wenige hundert Meter bis zur Pistenmitte sind komfortabel – ein typisches Telezoom reicht für die meisten Verkehrsflugzeuge.
  • Deutlich mehr als ein Kilometer heißt: lange Brennweite, mehr Hitzeflimmern und eher kleine Motive. Das Thema Flimmern vertieft der Artikel Hitzeflimmern vermeiden.
  • Unter der Anflugschneise misst du am besten auch den Abstand zur Schwelle: Je näher du dran bist, desto tiefer kommen die Flugzeuge über dich hinweg.

Welche Kamera und welches Objektiv zu welcher Distanz passen, fasst die Ausrüstungs-Checkliste zusammen. Miss am besten mehrere Varianten – Zaun zur Pistenmitte, Zaun zum nächsten Rollweg, Hügel zur Schwelle –, dann kannst du vor Ort flexibel entscheiden.

Schritt 3: Höhen und Sichtachsen in Google Earth prüfen

Das flache Satellitenbild hat einen großen Nachteil: Es verrät dir nicht, ob ein Wall, eine Lärmschutzwand oder ein Gebäude die Sicht versperrt. Hier spielt Google Earth seine Stärke aus. Mit der geneigten 3D-Ansicht siehst du Geländeformen und Gebäude räumlich und kannst dich virtuell an einen Standort „stellen“.

So gehst du vor:

  • Kamera neigen und tief ansetzen: Kipp die Ansicht, bis du ungefähr aus Augenhöhe über das Gelände blickst. So erkennst du, ob zwischen dir und der Piste ein Hindernis liegt.
  • Erhöhte Punkte suchen: Hügel, Dämme und Brücken heben dich über den Zaun. Der Besucherhügel München ist ein bekanntes Beispiel für einen Spot, dessen Höhe den entscheidenden Unterschied macht.
  • Gebäudekanten prüfen: Terminals, Hangars und Parkhäuser können ganze Pistenabschnitte verdecken – oder umgekehrt einen erhöhten Standort bieten.

Die 3D-Modelle sind allerdings vereinfacht. Bäume, Zäune, Masten und kleine Bauten fehlen oft oder sind ungenau dargestellt. Nimm die 3D-Ansicht deshalb als Hinweis, nicht als Beweis für eine freie Sicht.

Historische Bilder: Wie alt ist das, was du siehst?

Google Earth bietet eine historische Bildansicht, die du über die Werkzeugleiste oder das Menü „Ansicht“ öffnest. Ein Zeitstrahl zeigt dir, für welche Jahre es Aufnahmen gibt; mit „Zurück“ und „Weiter“ springst du zwischen ihnen. Zwei Dinge musst du dabei wissen: Die Funktion arbeitet nur mit der Satelliten-Basiskarte, und während sie aktiv ist, werden die 3D-Gebäude ausgeblendet. Nicht für jeden Ort gibt es ältere Bilder.

Für Spotter ist das in doppelter Hinsicht nützlich. Du siehst, wie aktuell das Bild ist, auf das du dich stützt – und du erkennst Veränderungen: neue Terminals, verlängerte Pisten, Baustellen oder Erdwälle, die früher nicht da waren. Ein Spot aus einem alten Forumsbeitrag kann heute verbaut sein; ein Blick in die Bildhistorie zeigt dir oft schnell, warum.

Wissen, was die Community vor Ort erlebt

In Planetrack siehst du auf der Spot-Karte Bewertungen und aktuelle Fotos anderer Spotter – so merkst du, ob ein Standort noch so funktioniert wie im Satellitenbild. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Schritt 4: Mit Street View an den Zaun treten

Street View ist das Werkzeug, das am nächsten an einen echten Besuch herankommt. Du ziehst die kleine Figur (Pegman) aus der Ecke der Karte auf eine blau markierte Straße oder einen Punkt, und schon stehst du virtuell am Flughafenzaun. Das beantwortet Fragen, die kein Luftbild klärt:

  • Zaunhöhe und Bauart: Ist der Zaun so hoch, dass du ohne erhöhten Standpunkt nur durch das Gitter fotografieren kannst? Wie eng sind die Maschen? Tipps für diesen Fall gibt der Artikel Durch den Zaun fotografieren.
  • Freie Sicht oder Bewuchs: Hecken und Sträucher entlang des Zauns sind im Satellitenbild oft nur grüne Flecken. Auf Augenhöhe siehst du, ob sie die Sicht wirklich blockieren.
  • Parken und Halteverbote: Schilder, Seitenstreifen und Parkbuchten sind in Street View häufig erkennbar. Was dabei zu beachten ist, steht in Parken an Spotterstellen.
  • Fußwege und Haltestellen: Für die Anreise ohne Auto prüfst du, ob es einen Gehweg gibt und wo die nächste Bushaltestelle liegt. Mehr zur Planung im Guide Anreise zum Spot.

Das Aufnahmedatum nicht vergessen

Auch Street View-Bilder altern. Google zeigt das Aufnahmedatum an, und an vielen Stellen kannst du über „Weitere Zeiträume zeigen“ ältere Aufnahmen durchblättern. Das hilft beim Abschätzen, ob sich ein Ort verändert hat. Nicht überall gibt es Street View, und in manchen Ländern ist die Abdeckung lückenhaft oder bestimmte Gebäude sind unkenntlich gemacht. An Feldwegen und Zufahrten fehlen Aufnahmen häufig ganz – dort bleibt dir nur das Luftbild.

So kombinierst du alles zu einem Erkundungsplan

Mit etwas Routine dauert die Vorab-Erkundung eines Flughafens nicht länger als eine Kaffeepause. Dieser Ablauf hat sich bewährt:

1. Grundriss verstehen

Satellitenbild öffnen, Pistennummern ablesen, Terminals, Rollwege und Vorfelder zuordnen. Notier dir, welche Pistenenden für Anflüge interessant sind.

2. Kandidaten markieren

Suche Hügel, Wege entlang des Zauns, Parkplätze und Besucherbereiche. Markiere drei bis fünf mögliche Standorte, idealerweise auf beiden Seiten der Piste.

3. Entfernungen messen

Miss von jedem Kandidaten zur Pistenmitte und zum nächsten Rollweg. So weißt du, welche Brennweite du einpacken musst.

4. Sichtachsen in 3D prüfen

In Google Earth kontrollieren, ob Wälle, Gebäude oder Bewuchs die Sicht versperren könnten. Historische Bilder zeigen, wie aktuell die Aufnahme ist.

5. Street View als Realitätscheck

Zaun, Schilder, Parkmöglichkeiten und Zugang auf Augenhöhe prüfen – und dabei auf das Aufnahmedatum achten.

6. Mit Licht, Wind und Spot-Infos abgleichen

Erst jetzt kommen Betriebsrichtung, Sonnenstand und Erfahrungsberichte anderer Spotter dazu. Sie entscheiden, welcher Kandidat am Tag X gewinnt.

Deine Kandidaten speicherst du am besten in einer eigenen Karte – etwa als markierte Orte in Google Maps oder in einer selbst angelegten Karte. Wie du daraus eine dauerhafte Spot-Sammlung machst, zeigt der Artikel Sichtungen und Spots auf einer Karte visualisieren.

Was die Karte nicht weiß: Licht, Wind und Regeln

Ein perfekter Standort im Satellitenbild kann am Spotting-Tag trotzdem enttäuschen. Drei Faktoren bekommst du aus keinem Luftbild:

  • Betriebsrichtung: Ob an deinem Pistenende gelandet oder gestartet wird, entscheidet der Wind. Der Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen erklärt, wie du das vorhersagst; ergänzend helfen Wetterkarten wie im Artikel Windy für Spotter.
  • Sonnenstand: Mit der Pistenachse aus dem Satellitenbild und deiner Position daneben kannst du das Licht vorab berechnen. Wie das funktioniert, steht in Sonnenstand planen.
  • Zugangsregeln: Viele Wege rund um Flughäfen sind Betriebsstraßen, Privatgrund oder Sicherheitsbereiche. Was am Zaun grundsätzlich erlaubt ist, fasst Ist Planespotting erlaubt? zusammen; für Reisen lohnt sich zusätzlich Spotten im Ausland.

Ein Weg im Luftbild ist keine Einladung

Satellitenbilder zeigen Wege, die du nicht benutzen darfst: Betriebsstraßen, Zufahrten zu Navigationsanlagen, landwirtschaftliche Wege mit Fahrverbot. Verlass dich vor Ort immer auf die Beschilderung, und betritt keine abgesperrten Bereiche – egal, wie verlockend der Blick im Kartenbild aussieht.

Beispiele: Worauf du an bekannten Flughäfen achtest

Die Methode funktioniert an jedem Flughafen, aber je nach Anlage stehen andere Fragen im Vordergrund:

  • Große Drehkreuze mit Parallelbahnen: Am Flughafen München mit seinen zwei parallelen Ost-West-Bahnen klärst du im Luftbild zuerst, welche Bahn näher an deinem Standort liegt – denn die Entfernung zur gegenüberliegenden Bahn ist um ein Vielfaches größer.
  • Weitläufige Anlagen mit abgelegenen Pisten: Am Flughafen Amsterdam Schiphol liegen mehrere Pisten weit voneinander entfernt. Wer die Wege zwischen den Spotterplätzen wie der Spotterplaats an der Polderbaan vorab misst, plant Fahrzeiten realistisch ein.
  • Kompakte Flughäfen am Wasser oder Strand: An Orten wie dem Maho Beach auf Sint Maarten zeigt dir das Luftbild sofort, wie nah Straße, Strand und Pistenschwelle beieinanderliegen – inklusive der Frage, wo du sicher stehen kannst.

Gerade im Urlaub, wenn du einen Flughafen nur einmal besuchst, zahlt sich die Vorarbeit aus. Weitere Ideen dazu findest du in Planespotting im Urlaub.

Häufige Fehler bei der Kartenrecherche

  • Dem Bild blind vertrauen: Satelliten- und Street-View-Aufnahmen sind Momentaufnahmen. Prüfe das Datum und rechne mit Veränderungen, besonders an wachsenden Flughäfen.
  • Nur eine Seite der Piste planen: Wind und Licht können dich zum Seitenwechsel zwingen. Plane immer mindestens einen Ausweichspot ein.
  • Höhen unterschätzen: Ein Wall von wenigen Metern kann dir die Sicht auf die Piste komplett nehmen. Der 3D-Check in Google Earth kostet wenige Minuten.
  • Anreise vergessen: Ein Spot ohne Parkplatz und Haltestelle in der Nähe ist im Zweifel einen langen Fußmarsch entfernt. Miss auch den Weg vom Auto oder der Haltestelle zum Standort.
  • Offline-Lage ignorieren: Rund um Flughäfen ist der Mobilempfang meist gut, an abgelegenen Pistenenden aber nicht immer. Lade das Gebiet in Google Maps vorab als Offline-Karte herunter.

Wenn du zusätzlich herausfinden willst, welche Flugzeuge in deinem Zeitfenster überhaupt kommen, lohnt ein Blick in Abflug- und Ankunftstafeln für Spotter. Den Unterschied zur reinen Spotplanung nach Licht und Motiv beleuchtet außerdem der Artikel Google Earth, Maps und Street View für die Spotplanung.

Hast du den Flughafen gründlich erkundet?

Hak ab, was du am Bildschirm schon geklärt hast – am Ende siehst du, ob du gut vorbereitet bist.

  • Ich kenne die Pistennummern und weiß, wo die interessanten Pistenenden liegen.
  • Ich habe mindestens drei mögliche Standorte markiert, auf beiden Seiten der Piste.
  • Ich habe die Entfernung von jedem Standort zur Piste gemessen.
  • Ich habe Höhen und mögliche Hindernisse in der 3D-Ansicht geprüft.
  • Ich habe Zaun, Parken und Zugang in Street View kontrolliert und das Aufnahmedatum beachtet.
  • Ich habe Betriebsrichtung und Sonnenstand für meinen Besuchstag eingeplant.

Vom Kartenbild zum fertigen Foto

Plane mit Spot-Karte und Sonnenstand-Planer, prüf Wetter, Wind und Pisten am Flughafen und poste deine Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Spot direkt in Planetrack. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Mit Google Maps, Google Earth und Street View lernst du einen fremden Flughafen kennen, bevor du ihn betrittst. Das Satellitenbild liefert den Grundriss mit Pisten, Rollwegen und Zufahrten, das Messwerkzeug die Entfernungen für deine Ausrüstung, die 3D-Ansicht mögliche Sichtachsen und Street View den ehrlichen Blick auf Augenhöhe. Wichtig bleibt: Jedes Bild hat ein Datum, und keine Karte ersetzt Beschilderung, Betriebsrichtung und Licht. Wer die Bildschirmrecherche mit diesen Faktoren und den Erfahrungen anderer Spotter kombiniert, verbringt vor Ort mehr Zeit mit Fotografieren und weniger mit Suchen.

Kurzfazit

Satellitenbild für den Grundriss, Messwerkzeug für die Distanz, Google Earth für Höhen und Bildhistorie, Street View für Zaun und Zugang. Markiere mehrere Kandidaten auf beiden Pistenseiten, prüf das Aufnahmedatum und entscheide erst mit Wind, Licht und den Regeln vor Ort, wo du dich hinstellst.

Zusammenfassung

  • Mit Google Maps, Google Earth und Street View kannst du einen fremden Flughafen vor dem ersten Besuch weitgehend kennenlernen: Pistenachsen, Terminal-Lage, Zäune, Hügel, Zufahrten und Parkmöglichkeiten.
  • Das Satellitenbild eignet sich für den Überblick, die 3D-Ansicht von Google Earth für Höhen und mögliche Sichtachsen, Street View für Zaunhöhe, Gitterart und den tatsächlichen Blick auf Augenhöhe.
  • Die historische Bildansicht in Google Earth und die Zeitreise in Street View zeigen, wie alt ein Bild ist und wie sich die Umgebung verändert hat.
  • Alle Kartendaten ersetzen weder die Prüfung von Betriebsrichtung und Licht noch den Blick auf die Beschilderung vor Ort. Am besten kombinierst du sie mit Spot-Infos aus der Community.

Häufige Fragen

Kann ich mit Google Maps einen Spotting-Spot finden?

Du kannst mögliche Spots eingrenzen. Im Satellitenbild erkennst du Pistenenden, Hügel, Wege entlang des Zauns und Parkplätze. Ob ein Standort wirklich funktioniert, hängt aber von Betriebsrichtung, Licht, Zaunhöhe und Zugangsregeln ab. Deshalb ist die Kartenrecherche ein Filter, kein Ersatz für Spot-Beschreibungen und eigene Erfahrung.

Wie messe ich in Google Maps die Entfernung zur Piste?

Im Browser klickst du mit der rechten Maustaste auf deinen geplanten Standort und wählst „Entfernung messen“. Danach klickst du auf die Pistenmitte oder den Aufsetzpunkt. Die Distanz wird unten angezeigt. Weitere Klicks verlängern die Messstrecke, einzelne Punkte kannst du verschieben oder wieder entfernen.

Wie alt sind die Satellitenbilder?

Das ist von Ort zu Ort verschieden und kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen. In Google Earth lässt sich über die historische Bildansicht prüfen, welche Aufnahmen es für einen Ort gibt. In Street View zeigt Google das Aufnahmedatum an und bietet an vielen Stellen ältere Zeiträume zum Vergleich.

Was bringt die 3D-Ansicht in Google Earth?

Sie zeigt dir Geländeformen, Wälle, Hügel und Gebäude räumlich. So erkennst du, ob ein Erdwall oder ein Parkhaus die Sicht auf die Piste verstellt oder ob ein Hügel einen erhöhten Blick ermöglicht. Die Modelle sind allerdings vereinfacht – Bäume, Zäune und kleinere Bauten fehlen oft oder sind ungenau.

Warum ist die historische Ansicht in Google Earth manchmal ausgegraut?

Die historische Bildansicht funktioniert nur mit der Satelliten-Basiskarte, nicht mit der reinen Kartenansicht. Außerdem gibt es nicht für jeden Ort ältere Aufnahmen. Während die historische Ansicht aktiv ist, blendet Google Earth die 3D-Gebäude aus.

Darf ich überall hin, wo im Satellitenbild ein Weg zu sehen ist?

Nein. Viele Wege rund um Flughäfen sind Betriebswege, Privatgelände oder gesperrte Sicherheitsbereiche. Auch Parken ist längst nicht überall erlaubt. Ob du einen Weg nutzen darfst, entscheiden Beschilderung und örtliche Regeln – nicht das Kartenbild.

PT

Planetrack Redaktion

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