Das Wichtigste in Kürze
- Koordinaten sind die Basis: Ohne Breite und Länge pro Spot bleibt jede Karte Handarbeit. Wer sie einmal sauber im Logbuch führt, kann später in jedes Werkzeug exportieren.
- Google My Maps ist der schnellste Einstieg: Es importiert unter anderem CSV, XLSX, Google Sheets, KML und GPX und erlaubt pro Ebene bis zu 2.000 Orte.
- GPX ist das neutrale Austauschformat: Wegpunkte, Routen und Tracks in einer offenen XML-Datei, Koordinaten in WGS84 und Zeiten in UTC – fast jede Karten-App liest sie.
- Ebenen schaffen Ordnung: Trenn Spots, Sichtungen und Wunsch-Ziele in eigene Ebenen, statt alles in eine Punktwolke zu kippen.
- Erst prüfen, dann teilen: Öffentliche Karten verraten Wohnort, Routinen und manchmal Standorte, die nicht betreten werden dürfen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Die kurze Antwort
- 2.Schritt null: Daten, die sich kartieren lassen
- 3.Google My Maps: der schnelle Weg zur eigenen Spotting-Karte
- 4.GPX: das neutrale Format für unterwegs
- 5.OpenStreetMap-Werkzeuge: uMap und Co.
- 6.Werkzeuge im Vergleich
- 7.Was eine gute Spotting-Karte zeigt
- 8.Wann eine App den Umweg erspart
- 9.Datenschutz und Spotter-Etikette
- 10.Fazit
Nach ein paar Jahren Spotting ist das Logbuch voll, aber der Überblick fehlt: An welchen Zäunen hast du schon gestanden? Wo gelangen dir die besten Sichtungen? Welche Flughäfen fehlen noch? Eine Tabelle beantwortet solche Fragen nur mühsam, eine Karte auf einen Blick. Wer Sichtungen und Spots auf einer Karte visualisieren will, braucht dafür kein GIS-Studium – aber ein paar saubere Daten und das passende Werkzeug. Dieser Guide zeigt dir, wie du deine Daten vorbereitest, was Google My Maps und GPX-Dateien leisten, wo OpenStreetMap-Werkzeuge punkten und wann eine Spotting-App den ganzen Umweg erspart.
Sichtungen direkt mit dem Spot verknüpfen
In Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline, Flughafen und Spot – und findest alle Orte auf der Spot-Karte wieder. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die kurze Antwort
Du visualisierst Sichtungen, indem du jedem Spot Koordinaten gibst und deine Logbuch-Einträge über eine Spot-Bezeichnung damit verknüpfst. Diese Daten importierst du dann als Tabelle in Google My Maps, speicherst sie als GPX-Wegpunkte für Navi und Outdoor-Apps oder baust mit einem OpenStreetMap-Werkzeug wie uMap eine eigene Karte. Alternativ nutzt du eine Spotting-App, die Sichtung, Foto und Ort schon beim Erfassen zusammenführt.
Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, wie du heute dokumentierst – Notizbuch, Tabelle oder App, die Optionen vergleicht der Artikel Logbuch auf Papier oder digital. Wer sein Logbuch ohnehin in einer Tabelle führt – etwa nach der Anleitung Spotting-Logbuch in Excel oder Google Sheets –, ist mit My Maps in einer halben Stunde fertig. Wer viel unterwegs ist und Spots im Gelände wiederfinden will, fährt mit GPX besser.
Schritt null: Daten, die sich kartieren lassen
Bevor du ein Kartenwerkzeug öffnest, lohnt sich ein Blick ins eigene Logbuch. Die meisten Spotter notieren Datum, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen – aber selten den genauen Standort. Für eine Karte brauchst du zwei getrennte Listen:
- Spot-Liste: ein Eintrag pro Standort, mit eindeutigem Namen, Flughafen, Breitengrad, Längengrad und einer kurzen Beschreibung (Blickrichtung, beste Pistenrichtung, Zugang).
- Sichtungs-Liste: ein Eintrag pro Sichtung, mit Datum, Kennzeichen, Typ, Airline und dem Spot-Namen aus der ersten Liste.
Der Spot-Name ist das Bindeglied. Schreib ihn immer exakt gleich – „Affenfelsen HAM“ und „Hamburg Affenfelsen“ sind für jede Software zwei verschiedene Orte. Wie du ein Logbuch grundsätzlich aufbaust, erklärt der Guide Sichtungen dokumentieren: das Logbuch.
Koordinaten notierst du am besten in Dezimalgrad mit Punkt als Trennzeichen, also Breite und Länge als Kommazahl ohne Grad-Minuten-Sekunden-Schreibweise. Vier bis fünf Nachkommastellen reichen: Die fünfte Stelle entspricht beim Breitengrad etwa einem Meter – genauer musst du einen Zaunabschnitt nicht verorten. Die Werte bekommst du aus jeder Kartenanwendung per Rechtsklick oder langem Tippen auf den Ort, oder automatisch aus den GPS-Daten deiner Fotos. Wie das funktioniert, steht im Guide Flugzeugfotos geotaggen.
| Spalte | Beispiel-Inhalt | Wofür sie gebraucht wird |
|---|---|---|
| spot | Besucherhügel MUC | Bindeglied zur Sichtungs-Liste, Titel des Kartenpunkts |
| flughafen | MUC | Filtern und Gruppieren nach Flughafen |
| breite | Dezimalgrad, z. B. 48.xxxxx | Position des Punkts |
| laenge | Dezimalgrad, z. B. 11.xxxxx | Position des Punkts |
| blick | Nord, Bahn 08R/26L | Beschreibung im Info-Fenster |
| status | besucht / Wunsch | Ebene oder Symbolfarbe |
Koordinaten-Spalten sauber trennen
Leg Breite und Länge in zwei getrennte Spalten. Kombinierte Felder wie „48.35, 11.78“ werden zwar oft erkannt, führen aber bei deutschen Tabelleneinstellungen mit Komma als Dezimalzeichen schnell zu verschobenen Punkten – im schlimmsten Fall landet dein Spot im Atlantik.
Google My Maps: der schnelle Weg zur eigenen Spotting-Karte
Google My Maps ist ein kostenloses Werkzeug, mit dem du eigene Karten auf Google-Maps-Basis anlegst. Für Spotter ist es meist die erste Wahl, weil es Tabellen direkt einliest und die Ergebnisse auch in der Google-Maps-App auf dem Smartphone sichtbar sind.
Was My Maps importiert
Laut Google-Hilfe akzeptiert My Maps CSV, TSV, KML, KMZ, GPX, XLSX und Google Sheets sowie Fotos aus Google Drive oder Google Fotos. Die erste Tabellenzeile muss Spaltentitel enthalten, mindestens eine Spalte braucht Ortsangaben – Koordinaten, Adressen oder Ortsnamen. Ungezippte KML- und KMZ-Dateien dürfen bis 5 MB groß sein, andere Dateien bis 40 MB. Eine einzelne Importdatei darf zudem höchstens 2.000 Zeilen umfassen.
So legst du die Karte an
1. Neue Karte erstellen
Melde dich am Computer bei My Maps an und leg eine neue Karte an. Gib ihr einen klaren Namen, zum Beispiel „Meine Spots Deutschland“.
2. Ebene für Spots anlegen
Füge in der Legende eine Ebene hinzu, nenne sie „Spots besucht“ und wähle „Importieren“. Lade deine Spot-Tabelle hoch.
3. Positionsspalten wählen
My Maps fragt, welche Spalten die Position bestimmen. Wähle Breite und Länge – nicht den Spot-Namen, sonst sucht Google nach gleichnamigen Orten.
4. Titelspalte festlegen
Als Titel der Markierungen eignet sich der Spot-Name. Alle übrigen Spalten erscheinen im Info-Fenster beim Antippen.
5. Stil nach Spalte
Färbe die Punkte nach einer Spalte ein, etwa nach Flughafen oder Status. So siehst du sofort, welche Spots du kennst und welche noch auf der Liste stehen.
6. Weitere Ebenen ergänzen
Leg eigene Ebenen für besondere Sichtungen, Wunsch-Spots oder besuchte Flughäfen an. Jede Ebene lässt sich einzeln ein- und ausblenden.
Die Grenzen kennen
Google nennt in der Hilfe bis zu 2.000 Linien, Formen oder Orte pro Ebene und bis zu 10.000 pro Karte, dazu maximal 50.000 Punkte in Linien und Formen sowie 20.000 Zellen in den Datentabellen einer Karte. Gerade die Zellen-Grenze wird bei vielen Spalten schnell relevant: 2.000 Spots mit je zehn Spalten füllen sie bereits. Für eine Spot-Sammlung ist das reichlich. Wer dagegen jede einzelne Sichtung als eigenen Punkt einträgt, sprengt bei einem aktiven Logbuch schnell die Ebenen-Grenze. Deshalb gilt: Spots auf die Karte, Sichtungen in die Tabelle – und nur ausgewählte Highlights als zusätzliche Punkte.
Fertige Karten kannst du als KML oder KMZ exportieren und so in Google Earth oder andere Programme mitnehmen. Damit bist du nicht dauerhaft an My Maps gebunden.
Dafür spricht
- Direkter Import aus Excel, CSV und Google Sheets
- Ebenen, Farben und Symbole ohne Vorkenntnisse
- Karte auf dem Smartphone über Google Maps abrufbar
- Teilen per Link mit Freunden oder der Spotter-Gruppe
Dagegen spricht
- Grenzen bei Elementen pro Ebene und Karte
- Google-Konto nötig, Daten liegen bei Google
- Kein automatischer Abgleich mit deinem Logbuch – Änderungen musst du neu importieren
GPX: das neutrale Format für unterwegs
GPX steht für GPS Exchange Format, ein offenes, XML-basiertes Format für den Austausch von GPS-Daten zwischen Programmen. Aktuell ist die Version 1.1, deren Schema 2004 veröffentlicht wurde. Der große Vorteil: Fast jede Navigations-, Outdoor- und Karten-App kann GPX-Dateien öffnen.
GPX kennt drei Datentypen:
- Wegpunkte (
wpt): einzelne Orte mit Namen, Beschreibung, Höhe und Zeitstempel. Das ist der Typ für deine Spots. - Routen (
rte): geordnete Folgen von Punkten, etwa eine geplante Tour vom Parkplatz zum Spot oder eine Rundfahrt um den Flughafenzaun. - Tracks (
trk): aufgezeichnete Wege, zum Beispiel die Strecke, die du mit dem Rad zwischen mehreren Spots tatsächlich gefahren bist.
Zwei Details aus der Spezifikation sind für Spotter wichtig. Erstens beziehen sich alle Koordinaten auf das Bezugssystem WGS84 – dasselbe, das GPS und gängige Kartenanwendungen verwenden. Zweitens sind Zeitangaben in UTC, nicht in Ortszeit. Wenn du Sichtungen mit Zeitstempel als Wegpunkte speicherst, liegt die angezeigte Uhrzeit in Deutschland deshalb eine (Winter) beziehungsweise zwei Stunden (Sommer) daneben, sofern die App nicht umrechnet.
Wofür GPX bei Spottern taugt
- Spots aufs Navi oder in die Outdoor-App: Wegpunkte führen dich im Gelände zum richtigen Zaunabschnitt, auch wenn der Spot keine Adresse hat.
- Spot-Touren planen: Eine Route verbindet mehrere Standorte rund um einen Flughafen, etwa wenn die Betriebsrichtung am Tag wechselt.
- Austausch mit anderen Spottern: Eine GPX-Datei lässt sich unabhängig von Plattform und Konto weitergeben.
- Eigene Wege dokumentieren: Ein aufgezeichneter Track zeigt dir später, wo du an einem Tag überall warst – praktisch als Ergänzung zum Logbuch.
Zum Bearbeiten eignen sich browserbasierte Editoren wie gpx.studio, ein quelloffenes Projekt unter MIT-Lizenz, das GPX-Dateien auf einer OpenStreetMap-Karte erstellt und verändert. Willst du Wegpunkte aus einer Tabelle erzeugen, ist der Weg über My Maps praktisch: importieren, prüfen, als KML exportieren und bei Bedarf in GPX umwandeln.
Spots finden statt Koordinaten tippen
Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos für jeden Standort. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
OpenStreetMap-Werkzeuge: uMap und Co.
Wer seine Daten nicht bei Google ablegen will, findet im OpenStreetMap-Umfeld gute Alternativen. uMap ist ein freies, quelloffenes Werkzeug unter AGPLv3-Lizenz, mit dem du eigene Karten auf OpenStreetMap-Hintergründen baust und auf Websites einbettest. Die Projektdokumentation beschreibt unter anderem, wie du Karten aus einer Tabelle erstellst und GPX-Spuren einbindest. Je nach Instanz funktioniert uMap sogar ohne Benutzerkonto.
Für Spotter hat OpenStreetMap einen handfesten Vorteil: Flughafen-Infrastruktur wie Pisten, Rollwege, Vorfelder und Zäune ist dort oft sehr detailliert erfasst. Deine Spots stehen damit direkt neben den Strukturen, die du fotografierst. Was OSM für die Spot-Suche taugt, erklärt der Artikel OpenStreetMap für Spotter.
Für einen ersten Überblick über ein unbekanntes Gelände bleibt das Satellitenbild trotzdem unschlagbar. Wie du Flughäfen vorab mit Google Maps, Google Earth und Street View erkundest, steht im Guide Satellitenkarten zur Flughafen-Erkundung. Google Earth liest übrigens die KML-Dateien, die du aus My Maps exportierst.
Werkzeuge im Vergleich
| Kriterium | Google My Maps | GPX-Datei + Editor | uMap (OpenStreetMap) | Spotting-App |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | sehr leicht | mittel | mittel | sehr leicht |
| Import aus Tabelle | direkt (CSV, XLSX, Sheets) | über Umwandlung | möglich | nicht nötig |
| Nutzung unterwegs | über Google Maps | Navi, Outdoor-Apps | im Browser | direkt in der App |
| Konto nötig | Google-Konto | nein | je nach Instanz nein | ja |
| Teilen | per Link | Datei weitergeben | Link oder Einbettung | in der Community |
| Verknüpfung mit Sichtungen | manuell | manuell | manuell | automatisch beim Posten |
Was eine gute Spotting-Karte zeigt
Eine Karte wird erst dann nützlich, wenn sie Fragen beantwortet. Diese Ebenen haben sich bewährt:
- Besuchte Spots: alle Standorte, an denen du schon fotografiert hast, mit Blickrichtung und Hinweis auf die passende Betriebsrichtung. Am Flughafen Hamburg etwa unterscheiden sich der Affenfelsen und die Besucherterrasse deutlich in Perspektive und Licht.
- Wunsch-Spots: Orte, die du noch besuchen willst – farblich abgesetzt, damit du bei der Reiseplanung sofort siehst, was in der Nähe liegt. Wie du solche Standorte an einem fremden Flughafen überhaupt findest, zeigt der Guide Spots an einem unbekannten Flughafen finden.
- Besuchte Flughäfen: ein Punkt pro Flughafen, an dem du gespottet hast. Das ergibt nebenbei eine schöne Sammelkarte; Ideen dazu liefert der Guide Besuchte Flughäfen und Spots als Sammlung führen.
- Highlight-Sichtungen: seltene Kennzeichen, Sonderlackierungen oder Typen, die du nur einmal erwischt hast. Hier lohnt der Einzelpunkt, weil die Geschichte zum Ort gehört.
Bei Spots an großen Flughäfen wie dem Flughafen München hilft es, in der Beschreibung festzuhalten, für welche Pistenrichtung ein Standort funktioniert. Der Besucherhügel München liegt zum Beispiel zwischen den beiden Bahnen – je nach Blickrichtung brauchst du ein anderes Zeitfenster.
Von der Karte zur Statistik
Hast du Spots und Sichtungen sauber getrennt und über den Spot-Namen verknüpft, kannst du die Daten auch auswerten: Wie viele Sichtungen pro Spot, welche Airlines an welchem Standort, welche Spots du seit Jahren nicht mehr besucht hast. Für solche Fragen ist eine Tabelle besser als eine Karte. Wie du sinnvolle Kennzahlen bildest, beschreibt der Artikel Spotting-Statistiken auswerten.
Wann eine App den Umweg erspart
Tabelle, Import, Export – das alles ist ein Workaround dafür, dass Sichtung und Ort beim Erfassen getrennt werden. Spotting-Apps lösen das an der Quelle: Du gibst beim Posten direkt Flughafen und Spot an, und die Verknüpfung passiert automatisch. Einen Überblick über Apps fürs Loggen findest du im Vergleich der Logbuch-Apps.
Google My Maps, wenn …
- dein Logbuch schon als Tabelle existiert
- du eine Karte schnell mit anderen teilen willst
- du vor allem Spots und Flughäfen kartieren willst
GPX oder uMap, wenn …
- du Spots im Gelände per Navi oder Outdoor-App finden willst
- du deine Daten unabhängig von Google halten möchtest
- du eine Karte auf deiner eigenen Website einbetten willst
Eine Spotting-App, wenn …
- du keine Lust auf Tabellenpflege und Re-Importe hast
- Sichtung, Foto und Spot automatisch zusammengehören
- du Spots auch von anderen Spottern entdecken willst
Datenschutz und Spotter-Etikette
Eine Karte erzählt mehr, als man denkt. Bevor du sie öffentlich teilst, prüf diese Punkte:
- Kein Startpunkt zu Hause. Wenn deine Fotos oder Tracks am Wohnort beginnen, verrät die Karte deine Adresse. Schneide Tracks am Anfang ab oder teile nur Wegpunkte.
- Zeitstempel bedenken. Sichtungen mit Datum und Uhrzeit zeigen, wann du regelmäßig wo bist. Für eine öffentliche Karte reichen Spots ohne Zeitangabe.
- Nur erlaubte Standorte. Markiere keine Stellen, die auf Betriebsgelände, Privatgrund oder hinter Absperrungen liegen. Wer eine Karte teilt, schickt andere dorthin. Was am Zaun erlaubt ist, fasst der Artikel Ist Planespotting erlaubt? zusammen.
- Militärische Plätze besonders vorsichtig. Rund um militärische Flugplätze gelten oft strengere Regeln; Hintergründe stehen im Guide Militärflugplätze fotografieren.
- Freigabe bewusst wählen. My Maps und uMap bieten verschiedene Freigabestufen, etwa nur für dich oder für alle mit dem Link. Prüf vor dem Teilen, welche Stufe aktiv ist – für die Spotter-Gruppe reicht meist der Link.
Fotos verraten den Standort
Smartphones und viele Kameras speichern GPS-Koordinaten in den Bilddaten. Das ist für deine eigene Karte praktisch, beim Hochladen in Foren oder sozialen Netzwerken aber oft unerwünscht. Prüf vor dem Teilen, ob die Plattform diese Daten entfernt – oder entferne sie selbst. Welche Metadaten in einer Bilddatei stecken, erklärt der Guide Metadaten für Flugzeugfotos.
Ist deine Spotting-Karte startklar?
- Jeder Spot hat einen eindeutigen Namen, der im Logbuch identisch geschrieben ist.
- Breite und Länge stehen in getrennten Spalten in Dezimalgrad mit Punkt.
- Spots und Sichtungen liegen in getrennten Listen.
- Ich weiß, welche Ebenen ich anlegen will (besucht, Wunsch, Highlights).
- Die Datei bleibt unter 2.000 Zeilen pro Import.
- Ich habe private Orte und gesperrte Bereiche vor dem Teilen entfernt.
Deine Sichtungen, dein Hangar, deine Spots
Mit Planetrack sammelst du Sichtungen mit Kennzeichen im Hangar, führst eine Wunschliste und findest Spots mit Licht- und Anreise-Infos auf der Karte. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Eine Spotting-Karte steht und fällt mit den Daten dahinter. Wer jedem Spot Koordinaten gibt und Sichtungen über einen eindeutigen Spot-Namen verknüpft, kann sich das Werkzeug fast frei aussuchen: Google My Maps für den schnellen Tabellen-Import und das Teilen per Link, GPX für Navi und Outdoor-Apps, uMap für eine Karte auf OpenStreetMap-Basis ohne Google-Konto. Halte die Karte schlank – Spots als Punkte, Sichtungen in der Tabelle, Highlights als Extra-Ebene – und prüf vor jedem Teilen, was die Karte über dich verrät.
Kurzfazit
Erst Koordinaten ins Logbuch, dann Karte: Spots als Punkte, Sichtungen per Spot-Name verknüpft. My Maps ist der schnellste Einstieg, GPX das flexibelste Austauschformat – und eine Spotting-App spart dir Tabelle und Import, weil sie Sichtung und Ort direkt beim Posten verbindet.
Zusammenfassung
- Eine Spotting-Karte speist sich aus zwei Datensätzen: den Orten, an denen du stehst, und den Sichtungen, die du dort machst. Beide verbindet eine eindeutige Spot-Bezeichnung.
- Google My Maps eignet sich für Tabellen-Importe und schnelles Teilen, GPX für den Austausch mit Navi, Outdoor-Apps und OpenStreetMap-Werkzeugen wie uMap.
- Die Grenzen von My Maps liegen bei 2.000 Elementen pro Ebene und 10.000 pro Karte – für ein Spotter-Leben reicht das meist, für ein Kennzeichen-Archiv mit jeder einzelnen Sichtung nicht.
- Spotting-Apps verknüpfen Sichtung, Foto und Spot direkt beim Posten und ersparen dir den Umweg über Tabelle und Import.
Häufige Fragen
Wie bekomme ich meine Sichtungen auf eine Karte?
Am einfachsten mit einer Tabelle, in der jede Zeile einen Spot oder eine Sichtung mit Breiten- und Längengrad enthält. Diese Tabelle importierst du als CSV, XLSX oder Google Sheet in Google My Maps. Alternativ speicherst du die Orte als Wegpunkte in einer GPX-Datei, die du in Karten-Apps, Navigationsgeräten oder OpenStreetMap-basierten Werkzeugen öffnest.
Welche Dateiformate kann Google My Maps importieren?
Laut Google-Hilfe CSV, TSV, KML, KMZ, GPX, XLSX, Google Sheets sowie Fotos aus Google Drive oder Google Fotos. Die erste Zeile einer Tabelle muss Spaltentitel enthalten, und mindestens eine Spalte braucht Ortsangaben wie Koordinaten, Adressen oder Ortsnamen.
Wie viele Punkte passen in eine Google-My-Maps-Karte?
Google nennt bis zu 2.000 Linien, Formen oder Orte pro Ebene und bis zu 10.000 pro Karte. Eine Importdatei darf höchstens 2.000 Zeilen haben. Wer jede einzelne Sichtung als eigenen Punkt einträgt, stößt deshalb schneller an Grenzen als jemand, der nur Spots verortet.
Was ist der Unterschied zwischen GPX und KML?
Beide sind XML-Formate für Geodaten. GPX ist auf GPS-Daten zugeschnitten und kennt Wegpunkte, Routen und Tracks. KML stammt aus dem Umfeld von Google Earth und kann zusätzlich Stile, Symbole, Ordner und Beschreibungen mit Formatierung speichern. Für den reinen Austausch von Spot-Koordinaten ist GPX die neutralere Wahl, für gestaltete Karten KML.
Sollte ich jede Sichtung einzeln auf die Karte setzen?
Meist nicht. Sinnvoller ist ein Punkt pro Spot, an dem du in der Beschreibung oder einer verknüpften Tabelle festhältst, was du dort gesehen hast. Einzelne Punkte lohnen sich für besondere Sichtungen, etwa seltene Kennzeichen, Special Liveries oder Flugzeuge, die du unterwegs abseits deiner Stammspots erwischt hast.
Kann ich meine Spot-Karte öffentlich teilen?
Technisch ja, aber prüf vorher jeden Punkt. Entferne Wohnadresse, Parkplätze vor Privatgrundstücken und Orte, an denen das Betreten oder Fotografieren nicht erlaubt ist. Bei Sichtungen mit Zeitstempel solltest du außerdem bedenken, dass sich daraus deine Gewohnheiten ablesen lassen.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Hamburg
Mitten in der Stadt, seit 1911 am selben Ort und mit zwei Pisten, die sich kreuzen: Hamburg ist kein Drehkreuz, aber ein Flughafen mit viel Europaverkehr, Emirates-Langstrecke, Lufthansa Technik nebenan – und dem Affenfelsen als bekanntestem Spotterpunkt.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
Passende Spotting-Spots
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Affenfelsen am Flughafen Hamburg
Der bekannteste Spotterpunkt am Hamburger Flughafen: Vom Affenfelsen an der Holtkoppel schaust du ohne Leiter über den Zaun auf die Piste 15/33 – mit Kiosk-Café direkt nebenan und der Sonne am Vormittag im Rücken.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
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