Das Wichtigste in Kürze
- GoJet ist eine US-Regionalairline aus Bridgeton bei St. Louis und fliegt ausschließlich als United Express.
- Codes: IATA G7, ICAO GJS, Rufzeichen „LINDBERGH“ – benannt nach dem Atlantikflieger Charles Lindbergh.
- Erste CRJ550-Betreiberin: 2019 übernahm GoJet den ersten zum 50-Sitzer umgebauten CRJ700 – mit First Class, Economy Plus und Economy.
- Letzte Airline der Trans States Holdings: Die Schwestern Trans States Airlines und Compass Airlines wurden im April 2020 eingestellt.
- Von 2012 bis 2020 auch für Delta: Unter Delta Connection flog GoJet CRJ700 und CRJ900; der Vertrag endete am 31. März 2020.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | G7 |
|---|---|
| ICAO-Code | GJS |
| Rufzeichen | LINDBERGH |
| Drehkreuze | ORD, EWR, IAD, IAH |
| Geschäftsmodell | Regionalairline im Auftrag von United Airlines (United Express) |
| Sitz | Bridgeton, Missouri, direkt am Flughafen St. Louis Lambert |
| Gegründet | Ende 2004 von Trans States Holdings, erster Linienflug am 4. Oktober 2005 |
| Eigentümer | Trans States Holdings, privat geführte Holding der Familie Kanodia |
| Partner | United Airlines seit 2005; von 2012 bis März 2020 zusätzlich Delta Connection |
| Drehkreuze | United-Hubs Chicago-O’Hare, Newark, Washington-Dulles und Houston-Intercontinental |
| Wartung | Technikbasis in einem früheren McDonnell-Douglas-Hangar am Flughafen St. Louis |
| Flotte (Stand 2025/2026) | Rund 55 bis 60 Bombardier CRJ550 mit 50 Sitzen, je nach Quelle und Stichtag |
| Allianz | keine eigene Mitgliedschaft; über United Express Teil des Star-Alliance-Netzes |
| Status (Oktober 2026) | aktiv; einzige verbliebene Airline der Trans States Holdings |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich GoJet Airlines?
- United-Express-Bemalung: weißer Rumpf, blauer Bauch und der United-Globus am Leitwerk, Schriftzug „United Express“
- Regionaljet mit T-Leitwerk, zwei Triebwerken am Heck und langem, schlankem Rumpf: die CRJ700-Familie
- Auf dem Tracker steht GJS statt UAL, das Rufzeichen im Funk lautet „LINDBERGH“
- Viele GoJet-Kennzeichen enden auf GJ, etwa nach dem Muster N5xxGJ
- Typcode auf Trackern meist CRJ7 – der CRJ550 hat keinen eigenen ICAO-Code, sondern läuft als CRJ700-Variante
- Durch die Fenster sichtbar: wenige Reihen, vorn eine First Class mit Einzel- und Doppelsitzen – bei einem 50-Sitzer ungewöhnlich
GoJet ist eine dieser Airlines, deren Namen du am Flugzeug nicht liest. Am Rumpf steht „United Express“, am Leitwerk sitzt der United-Globus – und doch fliegt hier eine eigenständige Gesellschaft aus dem Großraum St. Louis. Für Spotter ist GoJet vor allem wegen eines Flugzeugs interessant: Sie war die erste Betreiberin des CRJ550, des ungewöhnlichsten Regionaljets im US-Himmel. Diese Seite erklärt dir, woher die Airline kommt, was hinter dem CRJ550 steckt und wie du GoJet von den anderen United-Express-Partnern unterscheidest.
Jeden CRJ550 einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche United-Express-Jets dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
GoJet im Überblick
GoJet Airlines ist eine US-amerikanische Regionalairline mit Sitz in Bridgeton, Missouri, gleich neben dem Flughafen St. Louis Lambert. Sie fliegt ausschließlich im Auftrag von United Airlines unter der Marke United Express. Das Geschäftsmodell heißt in den USA Capacity Purchase: United legt die Strecken fest, verkauft die Tickets und trägt das Auslastungsrisiko, GoJet liefert Piloten, Flugbegleiter, Wartung und den täglichen Flugbetrieb.
Eigentümerin ist Trans States Holdings, eine privat geführte Holding, die von Hulas Kanodia geleitet wird. Präsident und CEO von GoJet ist Rick Leach. Auf dem Campus in Bridgeton sitzen die Verwaltung, die Einsatzzentrale und das Trainingszentrum; gewartet werden die Jets in einem früheren Hangar von McDonnell Douglas am Flughafen St. Louis – ein Stück Luftfahrtgeschichte, denn der Flugzeugbauer hatte dort jahrzehntelang seinen Stammsitz.
Die Flotte ist einheitlich: GoJet fliegt den Bombardier CRJ550, einen auf 50 Sitze begrenzten CRJ700. Je nach Quelle und Stichtag waren es 2025/2026 zwischen gut 50 und 60 Flugzeugen. Crews sind an mehreren United-Drehkreuzen stationiert, vor allem in Chicago-O’Hare, Newark, Washington-Dulles und seit Kurzem in Houston.
Codes, Rufzeichen und Flugnummern
- IATA-Code G7: die eigene Kennung der Airline. Im Alltag taucht sie kaum auf, weil die Flüge als United-Flüge verkauft werden.
- ICAO-Code GJS: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf ADS-B-Trackern. Daran erkennst du GoJet sofort.
- Rufzeichen LINDBERGH: So meldet sich die Besatzung im Funk. Der Name erinnert an Charles Lindbergh, dessen Atlantikflug 1927 eng mit St. Louis verbunden ist – sein Flugzeug hieß „Spirit of St. Louis“.
- Flugnummer UA: Auf Ticket und Anzeigetafel steht eine United-Nummer. Hinter derselben Nummer kann je nach Tag auch ein anderer Partner stecken.
Tracker richtig lesen
United Express ist eine Marke, keine Airline. Unter demselben Kleid fliegen mehrere Gesellschaften, der ICAO-Code im Tracker trennt sie. Steht dort GJS, ist es GoJet. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter, die Bedienung im Detail die Flightradar24-Anleitung; warum Flugnummer und Betreiber auseinanderfallen, erklärt der Artikel Codeshare-Flüge erklärt.
Die Geschichte: von Trans States zu GoJet
Die Mutter: Trans States Holdings
Um GoJet zu verstehen, lohnt der Blick auf die Familie. Die Keimzelle war Resort Air, 1982 gegründet und ab 1989 unter dem Namen Trans States Airlines unterwegs. Die Airline begann als Zubringer für Trans World Airlines, die damals ein großes Drehkreuz in St. Louis betrieb. Später flog Trans States für weitere große US-Airlines. 2010 kaufte die Holding zusätzlich Compass Airlines von Delta. Damit hatte Trans States Holdings zeitweise drei Regionalairlines unter einem Dach.
2005: Start mit dem CRJ700 für United
GoJet wurde Ende 2004 als neue Tochter gegründet, um für United Express zu fliegen. Im Juni 2005 kam der erste Bombardier CRJ700, am 4. Oktober 2005 startete der erste Linienflug – von Cincinnati nach Chicago. Der CRJ700 mit rund 70 Sitzen war damals das Arbeitspferd, mit dem GoJet über Jahre in den United-Hubs wuchs.
2012 bis 2020: Zwischenspiel bei Delta
Im Januar 2012 kam ein zweiter Auftraggeber dazu: GoJet flog ab dann auch als Delta Connection, zunächst mit CRJ700, die von Comair und SkyWest übernommen wurden. Ab 2014 kamen geleaste CRJ900 hinzu. Im August 2019 kündigte Delta an, die Zusammenarbeit zu beenden. Am 31. März 2020 stellte GoJet die Delta-Jets ab, als die Pandemie die Nachfrage ohnehin einbrechen ließ. Heute fliegt Delta Connection ihre CRJ900 vor allem mit der Konzerntochter Endeavor Air.
2019: Der CRJ550 kommt
Parallel bahnte sich das wichtigste Kapitel an. Im Februar 2019 stellten Bombardier und United den CRJ550 vor, mit United als Erstkunde. Die erste Maschine wurde am 7. August 2019 übergeben, die FAA-Zulassung folgte im September – und GoJet flog den neuen Typ als erste Regionalairline. United bestellte insgesamt 50 Umbauten und legte 2020 noch einmal 20 nach.
2020: GoJet bleibt allein
Die Pandemie traf die Holding hart. Im März 2020 kündigte Trans States Holdings an, Trans States Airlines zum 1. April und Compass Airlines zum 5. April 2020 einzustellen. Übrig blieb GoJet – heute die einzige aktive Airline der Gruppe.
Seit 2024: CRJ550 auch bei SkyWest
Im September 2024 wurde mit N558GJ die erste Maschine aus dem GoJet-Betrieb genommen und an SkyWest übergeben, die den Typ zuvor schon für Delta Connection eingeführt hatte und ab Dezember 2024 auch für United CRJ550 einsetzte. Weitere Flugzeuge folgten. Für GoJet hieß das eine etwas kleinere Flotte, für Spotter eine neue Stolperfalle (dazu unten mehr). Inzwischen hat GoJet außerdem eine neue Crew-Basis in Houston-Intercontinental eröffnet.
| Zeitraum | Partner | Typische Flugzeuge |
|---|---|---|
| 2005–2019 | United Airlines (United Express) | Bombardier CRJ700 |
| 2012–März 2020 | Delta Air Lines (Delta Connection) | CRJ700, ab 2014 auch CRJ900 |
| seit 2019 | United Airlines (United Express) | Bombardier CRJ550 |
| seit 2020 | nur noch United | ausschließlich CRJ550, einzelne CRJ700 im Umbau |
Die Flotte: der CRJ550
Der CRJ550 ist eine Besonderheit des US-Markts. Technisch ist er ein CRJ700 mit derselben Zelle, denselben Triebwerken von General Electric (CF34) und demselben Flügel. Zugelassen ist er aber nur für 50 Passagiere und ein maximales Startgewicht von 65.000 Pfund statt 75.000 Pfund beim normalen CRJ700.
Der Grund dafür liegt nicht in der Technik, sondern im Arbeitsrecht. Die großen US-Airlines haben mit ihren Pilotengewerkschaften sogenannte Scope Clauses vereinbart. Sie begrenzen, wie viele größere Regionaljets bei Partnern fliegen dürfen. 50-Sitzer fallen in eine andere Kategorie. Mit dem CRJ550 bekam United ein Flugzeug, das unter diese Grenze passt, aber deutlich komfortabler ist als ältere 50-Sitzer wie der CRJ200.
| Merkmal | CRJ550 bei GoJet |
|---|---|
| Basis | umgebauter Bombardier CRJ700 (Modell CL-600-2C11) |
| Sitze | 50: 10 First Class, 20 Economy Plus, 20 Economy |
| Triebwerke | 2 × General Electric CF34 am Heck |
| Max. Startgewicht | 65.000 lb (rund 29,5 t) |
| ICAO-Typcode | meist CRJ7 (kein eigener Code) |
| Flotte | rund 55 bis 60, je nach Quelle und Stichtag |
Den gewonnenen Platz nutzt United für Komfort: Neben der echten First Class, die GoJet als weltweit einzigartig für einen 50-Sitzer bewirbt, gibt es mehr Beinfreiheit, zusätzlichen Stauraum für Handgepäck und eine Selbstbedienungsecke mit Snacks und Getränken.
Hersteller war Bombardier. 2020 ging das CRJ-Programm an Mitsubishi Heavy Industries; neue CRJ werden nicht mehr gebaut, alle CRJ550 sind Umbauten bestehender CRJ700.
Den CRJ550 auf die Wunschliste
Setz Typen, Airlines oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in der Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du GoJet erkennst
Ein GoJet-Logo suchst du am Flugzeug vergeblich. Die CRJ550 tragen die United-Express-Bemalung: weißer Rumpf, dunkelblauer Bauch, blaues Leitwerk mit dem United-Globus und der Schriftzug „United Express“. Der Betreibername steht, wie bei US-Regionalpartnern üblich, höchstens klein in der Nähe der Tür.
Die Erkennung läuft deshalb in mehreren Schritten.
Familie bestimmen
T-Leitwerk, Triebwerke am Heck, langer schlanker Rumpf, Flügel mit Vorflügeln: Das ist die CRJ700-Familie – kein CRJ200 und keine ERJ145.
Bemalung prüfen
United-Express-Titel und Globus am Leitwerk: Damit bist du im United-Netz.
Tracker abgleichen
Steht im Tracker GJS, fliegt GoJet. Steht dort SKW, ist es SkyWest – auch wenn der Flieger ein CRJ550 ist.
Kennzeichen notieren
Das N-Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig. Die Endung GJ ist ein starker Hinweis auf GoJet, aber kein sicherer Beweis mehr.
Warum kein sicherer Beweis? Seit 2024 hat GoJet einen Teil ihrer CRJ550 an SkyWest abgegeben, und mehrere dieser Flugzeuge behielten ihre Kennzeichen mit GJ-Endung. Ein N…GJ kann also auch unter SKW unterwegs sein. Den Aufbau der US-Kennzeichen erklärt der Artikel zu den US-amerikanischen N-Nummern.
Zwischen CRJ550 und regulärem CRJ700 gibt es von außen praktisch keinen Unterschied. Wenn du nah genug dran bist, hilft der Blick durch die Fenster: Beim CRJ550 fällt die geringe Sitzdichte auf, vorn sitzt eine First Class mit breiteren Sitzen. Ansonsten entscheidet die Flottenliste. Abgrenzen musst du die Familie vor allem vom kleineren CRJ200 und vom längeren CRJ900.
Das spricht für CRJ550/CRJ700
- Längerer Rumpf als beim CRJ200, aber deutlich kürzer als beim CRJ900
- Flügel mit Vorflügeln an der Vorderkante
- Vor dem Flügel vergleichsweise kurzer Rumpfabschnitt
- Auf Trackern meist als CRJ7 geführt
Das spricht für CRJ200 oder CRJ900
- CRJ200: sehr kurzer, schlanker Rumpf, kleine hochgebogene Winglets, Typcode CRJ2
- CRJ900: spürbar längerer Rumpf, mehr Fenster vor dem Flügel, Typcode CRJ9
- Den CRJ200 setzen bei United Express andere Partner wie SkyWest ein, nicht GoJet
Mehr Hilfe bei solchen Fällen gibt der Überblick Regionaljets erkennen.
GoJet im United-Express-Netz
United Express ist ein Verbund mehrerer Regionalairlines. Neben GoJet fliegen unter anderem SkyWest, Republic Airways und CommuteAir für United. Die Rollen sind verteilt: CommuteAir ist der Spezialist für die ERJ145, Republic setzt vor allem die E175 ein, SkyWest fliegt CRJ und E175. GoJet ist ganz auf den CRJ550 ausgerichtet. Mesa Airlines, lange ein großer E175-Partner, ging Ende 2025 im Konzern von Republic auf.
Früher spielte auch ExpressJet eine große Rolle, die ihren Betrieb 2020 einstellte. Air Wisconsin flog bis 2023 CRJ200 für United, wechselte dann zu American und fliegt seit 2025 nicht mehr im Auftrag einer großen Airline. Wie sich die Partnerschaften verschieben, siehst du an GoJet selbst: Ein Auftraggeber ging 2020 verloren, Flugzeuge wanderten 2024 zu SkyWest, eine neue Basis kam in Houston hinzu.
Weil die Flüge unter United-Nummern laufen, gehören sie zum Netz der Star Alliance. Ein eigenes Mitglied ist GoJet nicht; wie sich die drei Bündnisse unterscheiden, zeigt der Vergleich Star Alliance, oneworld und SkyTeam. GoJet ist außerdem Partnerin von United Aviate, dem Ausbildungs- und Karriereprogramm für Piloten, über das Nachwuchs später zu United wechseln kann. Wie sich solche Vertragsflüge vom klassischen Wet-Lease unterscheiden, liest du im Artikel Wet-Lease erklärt.
Stand Oktober 2026
Regionalairlines hängen am Vertrag mit ihrer großen Partnerin. Flottenzahlen, Basen und Strecken können sich deshalb von Flugplan zu Flugplan verschieben. Nach den öffentlich verfügbaren Angaben fliegt GoJet weiter als United Express; 2026 erhielt die Airline laut eigener Website bei den World Travel Awards den Titel als führende Regionalairline Nordamerikas.
GoJet spotten
Nach Europa fliegt GoJet nicht – der CRJ550 bleibt auf Strecken innerhalb Nordamerikas. Wer die Airline ins Logbuch bringen will, plant das für die nächste USA-Reise. Die besten Chancen hast du an den United-Drehkreuzen mit GoJet-Crewbasen.
Chicago-O’Hare: Am Flughafen Chicago O’Hare gehören United-Express-Jets zum Dauerprogramm. Tipps zu Standorten findest du im Guide Planespotting in Chicago O’Hare.
Newark: Am Flughafen Newark Liberty ist GoJet ebenfalls mit einer Crew-Basis vertreten; welche Ziele die CRJ550 dort bedienen, wechselt mit dem Flugplan.
Washington-Dulles: Am Flughafen Washington Dulles lohnt der Besuch im Udvar-Hazy Center: Vom Beobachtungsturm überblickst du den Pistenbetrieb, unten wartet eine große Luftfahrtsammlung.
Houston und St. Louis: In Houston-Intercontinental hat GoJet eine neue Crew-Basis eröffnet. St. Louis Lambert ist Heimat- und Technikstandort; hier siehst du die Jets auch bei der Wartung.
Gute Chancen auf GoJet, wenn …
- du in Chicago-O’Hare, Newark, Dulles oder Houston spottest
- du per Tracker vorab nach GJS-Flügen an deinem Flughafen suchst
- du in St. Louis bist, wo die Wartungsbasis liegt
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Berichten planst – Basen und Strecken ändern sich mit dem Flugplan
- du einen CRJ550 mit GJ-Kennzeichen siehst, der Tracker aber SKW zeigt
Eher kein GoJet-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – United kommt dort nur mit Langstreckenjets an
Sicherheit und Regeln
Auch in den USA gilt: Nur von öffentlich zugänglichen Bereichen fotografieren, Zäune und Sperrzonen respektieren und keine Drohnen in Flughafennähe. Wer neu dabei ist, findet die Grundlagen im Guide Planespotting für Einsteiger.
Zwischenfälle
Schwere Unfälle sind von GoJet nicht bekannt. Am 12. Februar 2025 rutschte der United-Express-Flug 4427 nach der Landung in St. Louis Lambert von einer Rollbahn. Nach Berichten wurde keiner der 27 Menschen an Bord verletzt; eine Piste war vorübergehend gesperrt und wurde danach wieder geöffnet.
Häufige Verwechslungen
- GoJet für eine United-Tochter halten – sie gehört zu Trans States Holdings, United kauft nur die Kapazität ein.
- United Express für eine Airline halten – die Marke umfasst mehrere Betreiber, der ICAO-Code im Tracker entscheidet.
- Jeden CRJ550 GoJet zuordnen – SkyWest fliegt den Typ seit 2024 für Delta Connection und seit Dezember 2024 auch für United.
- N…GJ automatisch als GoJet notieren – einige Flugzeuge mit dieser Endung fliegen heute für SkyWest.
- CRJ550 als CRJ700 abhaken – von außen gleich, aber auf 50 Sitze und ein geringeres Startgewicht zugelassen.
- GoJet mit Trans States Airlines verwechseln – die ältere Schwester flog bis April 2020 und ist eingestellt.
United Express im Blick behalten
Beobachte Kennzeichen, Typen oder Airlines und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
GoJet ist eine Airline ohne großen Auftritt: kein eigenes Logo am Rumpf, keine eigenen Tickets, keine Langstrecke. Dafür steht sie für ein Stück US-Regionalluftfahrt, das es so nur dort gibt. Aus der Trans-States-Familie ist sie als Einzige übrig geblieben, und mit dem CRJ550 hat sie einen Flugzeugtyp eingeführt, der direkt aus den Pilotenverträgen der großen Airlines entstanden ist. Wer den ICAO-Code GJS und das Kennzeichen mitnotiert, ordnet jede Sichtung sauber zu – und fällt nicht auf die GJ-Kennzeichen bei SkyWest herein.
Kurzfazit
GoJet Airlines (IATA G7, ICAO GJS, Rufzeichen „LINDBERGH“) ist die letzte aktive Airline der Trans States Holdings und fliegt mit rund 55 bis 60 CRJ550 als United Express. Sie war 2019 die erste Betreiberin des 50-Sitzers mit First Class; inzwischen fliegt auch SkyWest den Typ, für United und für Delta.
Zusammenfassung
- GoJet entstand 2004 als Tochter von Trans States Holdings und flog ab Oktober 2005 mit CRJ700 für United Express.
- Mit dem CRJ550 bekam United ab 2019 einen 50-Sitzer mit First Class, der in die Pilotenverträge passt – GoJet flog ihn als Erste.
- Am Flugzeug steht United Express, erst Tracker-Code GJS und die Kennzeichen mit GJ-Endung verraten den Betreiber.
- Seit 2024 fliegt auch SkyWest CRJ550, für Delta und für United; Flugzeuge wanderten teils von GoJet dorthin – Kennzeichen mit GJ sind also kein hundertprozentiger Beweis mehr.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat GoJet?
Der IATA-Code ist G7, der ICAO-Code GJS, das Rufzeichen im Funk „LINDBERGH“. Auf Tickets und Anzeigetafeln siehst du trotzdem eine United-Flugnummer mit UA, weil GoJet im Auftrag von United fliegt.
Welche Flugzeuge fliegt GoJet?
Heute ausschließlich den Bombardier CRJ550, einen auf 50 Sitze begrenzten CRJ700 mit 10 Plätzen in der First Class, 20 in Economy Plus und 20 in Economy. Je nach Quelle und Stichtag waren es 2025/2026 zwischen gut 50 und 60 Flugzeugen. Früher flog GoJet auch den regulären CRJ700 mit rund 70 Sitzen und für Delta den CRJ900.
Was ist der Unterschied zwischen CRJ550 und CRJ700?
Von außen praktisch keiner, es ist dieselbe Zelle. Der CRJ550 ist auf 50 Passagiersitze und ein geringeres maximales Startgewicht von 65.000 Pfund zugelassen. Damit fällt er unter die Grenzen, die United mit seiner Pilotengewerkschaft für Regionaljets vereinbart hat. Den gewonnenen Platz nutzt United für eine First Class, mehr Beinfreiheit, Gepäckschränke und eine Selbstbedienungsecke mit Snacks und Getränken.
Gehört GoJet zu United Airlines?
Nein. GoJet gehört zur privat geführten Trans States Holdings in Bridgeton, Missouri. United kauft die Kapazität ein, plant Strecken und verkauft die Tickets, GoJet stellt Crews, Wartung und Betrieb.
Was war Trans States Airlines?
Die ältere Schwester von GoJet: 1982 als Resort Air gegründet und als Zubringer für TWA gestartet, ab 1989 unter dem Namen Trans States Airlines und später auch für andere große Airlines unterwegs. Wegen der Pandemie stellte die Holding Trans States Airlines am 1. April 2020 ein, Compass Airlines folgte am 5. April. Seitdem ist GoJet die einzige Airline der Gruppe.
Wo kann ich GoJet spotten?
An den United-Drehkreuzen, an denen GoJet Crews stationiert hat: Chicago-O’Hare, Newark, Washington-Dulles und neuerdings Houston-Intercontinental. Dazu kommt St. Louis als Heimat- und Technikbasis. Das Streckennetz ändert sich mit jedem Flugplan, prüf es also vorher.
Fliegt GoJet nach Europa?
Nein. Der CRJ550 ist ein Regionaljet für Strecken innerhalb Nordamerikas. GoJet-Sichtungen sind eine Sache für deine nächste USA-Reise.
GoJet Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Bombardier CRJ700
Der CRJ700 ist der Ur-Typ der gestreckten CRJ-Familie: rund 32 Meter lang, um die 70 Sitze, Triebwerke am Heck. Bei Lufthansa CityLine ist er seit 2015 Geschichte, in den USA fliegt er weiter. So trennst du ihn sicher vom längeren CRJ900.
FlugzeugtypBombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
FlugzeugtypBombardier CRJ100/CRJ200
Klein, schlank, Triebwerke am Heck: Der CRJ100/200 war der erste Canadair Regional Jet und startete 1992 bei Lufthansa CityLine. In Europa ist er fast verschwunden, in den USA fliegt er noch – so erkennst du den 50-Sitzer sicher.
Weitere Airlines
United Airlines
Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
RegionalSkyWest Airlines
Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.
RegionalCommuteAir
Die Regionalairline aus Ohio fliegt seit 1989 Zubringer für große US-Airlines und ist heute der einzige Betreiber der Embraer ERJ145 im Netz von United Express – mit Schwerpunkt Washington-Dulles und Houston.
RegionalMesa Airlines
Die Regionalairline aus Phoenix begann 1980 mit einer einmotorigen Piper in New Mexico und flog zuletzt 60 Embraer E175 für United Express. Ende 2025 ging Mesa im Konzern von Republic Airways auf.
RegionalRepublic Airways
Die Regionalairline aus Carmel, Indiana, fliegt ausschließlich Embraer E170 und E175 – in den Farben von American Eagle, Delta Connection und United Express. Seit der Fusion mit Mesa Ende 2025 ist sie nach eigenen Angaben die zweitgrößte unabhängige Regionalairline der USA.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Bombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Chicago O'Hare
Vom Bomberwerk zum Doppel-Drehkreuz: O'Hare ist Heimat von United und American, hat acht Start- und Landebahnen, zählt jährlich weit über 800.000 Flugbewegungen und ist für Spotter einer der dichtesten Flughäfen der Welt.
FlughafenFlughafen Newark Liberty
Der älteste Großflughafen der Region New York und das Ostküsten-Drehkreuz von United Airlines: drei Bahnen am Ufer der Newark Bay, ein Terminal nur für United, ein neues Terminal A seit 2023 – und die Skyline von Manhattan im Hintergrund.
Wo du GoJet Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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