Das Wichtigste in Kürze
- CommuteAir ist eine US-Regionalairline aus dem Großraum Cleveland, die fast ausschließlich als United Express fliegt.
- Codes: IATA C5, ICAO UCA, Rufzeichen „COMMUTEAIR“; bis Juli 2022 hieß die Firma CommutAir.
- Der Flugbetrieb läuft weiter: Meldungen über eine Einstellung 2024/2025 betreffen andere Airlines oder nur einzelne Basen wie Denver und Lincoln. United hat den Vertrag bis Ende 2028 verlängert.
- Einziger ERJ145-Betreiber bei United Express seit 2020, als United den Vertrag mit ExpressJet beendete.
- Schwerpunkt Ostküste und Texas: Die Flotte fliegt vor allem ab Washington-Dulles und Houston-Intercontinental.
Inhaltsverzeichnis
- 1.CommuteAir im Überblick
- 2.Läuft der Betrieb noch? Ein Faktencheck
- 3.Codes, Rufzeichen und der Namenswechsel
- 4.Von Plattsburgh nach Houston: die Geschichte
- 5.Die Flotte: ERJ145 und eine E170
- 6.Woran du CommuteAir erkennst
- 7.CommuteAir im United-Express-Netz
- 8.CommuteAir spotten
- 9.Zwei Unfälle in der Geschichte
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | C5 |
|---|---|
| ICAO-Code | UCA |
| Rufzeichen | COMMUTEAIR |
| Drehkreuze | IAD, IAH |
| Geschäftsmodell | Regionalairline im Auftrag von United (United Express), dazu Charterflüge mit einer Embraer E170 |
| Sitz | Großraum Cleveland, Ohio (seit 2025 Westlake, vorher North Olmsted) |
| Gegründet | Erster Flug am 1. August 1989 ab Plattsburgh, New York |
| Name | Bis Juli 2022 CommutAir, seitdem offiziell CommuteAir |
| Partner | United Airlines (seit 2010), davor Continental Airlines und USAir/US Airways |
| Eigentümer | United Airlines hält laut ch-aviation 40 Prozent; die ERJ145 gehören United |
| Drehkreuze | Washington-Dulles (IAD) und Houston-Intercontinental (IAH) |
| Wartung | Wartungsstandorte in Houston, Washington-Dulles, Albany (ALB) und Knoxville (TYS) |
| Flotte (laut CommuteAir, Stand 2025/2026) | 59 Embraer ERJ145 im Einsatz für United Express, dazu eine Embraer E170 für Charter |
| Allianz | keine eigene Mitgliedschaft; über United Express Teil des Star-Alliance-Netzes |
| Status (Oktober 2026) | aktiv, United-Vertrag laut Airline bis Ende 2028 verlängert |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich CommuteAir?
- United-Express-Bemalung: weißer Rumpf, blauer Bauch und der United-Globus am Leitwerk, Schriftzug „United Express“
- Kleiner, schlanker Regionaljet mit T-Leitwerk und zwei Triebwerken am Heck: die Embraer ERJ145
- Kleine Winglets an den Flügelspitzen – typisch für die ERJ145XR, die CommuteAir fliegt
- Auf dem Tracker steht UCA statt UAL; die Flugnummer beginnt trotzdem mit UA
- US-Kennzeichen mit N am Heck – und kein großes CommuteAir-Logo, höchstens ein kleiner Betreiberhinweis
- Typcode auf Trackern meist E45X, also ERJ145XR
CommuteAir ist eine der Airlines, die du in den USA ständig siehst, ohne ihren Namen zu lesen. Am Flugzeug steht „United Express“, am Leitwerk prangt der United-Globus, und erst der Blick auf den Tracker verrät, wer wirklich im Cockpit sitzt. Diese Seite erklärt dir, was hinter der Regionalairline steckt, warum sie mal CommutAir und mal CommuteAir heißt – und warum die oft gehörte Meldung über ihr Ende nicht stimmt.
Jede ERJ145 einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche United-Express-Jets dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
CommuteAir im Überblick
CommuteAir ist eine US-amerikanische Regionalairline mit Sitz im Großraum Cleveland, Ohio. Sie fliegt fast ausschließlich im Auftrag von United Airlines unter der Marke United Express. Das Prinzip dahinter heißt in den USA Capacity Purchase: United plant die Strecken, verkauft die Tickets und stellt die Flugzeuge, CommuteAir liefert Crews, Wartung und den Flugbetrieb. Laut ch-aviation hält United außerdem 40 Prozent an der Airline.
Die Zahlen sind überschaubar, aber für ein Regionalunternehmen beachtlich: Laut eigener Website fliegt CommuteAir mehr als 200 Flüge am Tag mit 59 Embraer ERJ145. Die meisten Verbindungen starten oder enden an zwei United-Drehkreuzen: Washington-Dulles und Houston-Intercontinental. Von dort geht es vor allem zu mittelgroßen und kleinen Städten im Osten und Süden der USA.
Läuft der Betrieb noch? Ein Faktencheck
Rund um CommuteAir kursiert die Behauptung, die Airline habe ihren Flugbetrieb 2024 oder 2025 eingestellt. Dafür gibt es keinen Beleg – im Gegenteil. Im Mai 2025 meldete die Airline, dass United den Vertrag für die ERJ145 bis Ende 2028 verlängert hat. Im selben Monat bezog die Verwaltung ein neues, größeres Hauptquartier in Westlake bei Cleveland, und der Pilotenvertrag läuft laut Gewerkschaft ALPA ebenfalls bis zum 31. Dezember 2028. Auch die Website wirbt im Herbst 2026 weiter mit dem täglichen Flugprogramm.
Woher kommt die Verwirrung? Es gibt drei naheliegende Quellen:
- Denver 2024: Im Mai 2024 flog CommuteAir zum letzten Mal ab Denver und schloss dort die Basen für Piloten und Flugbegleiter. Der Betrieb konzentriert sich seitdem auf Houston und Dulles.
- Lincoln 2025: Im Mai 2025 kündigte die Airline an, ihre Wartungsbasis in Lincoln, Nebraska, zu schließen. Der Betrieb dort endete im Juli 2025, rund 100 Stellen fielen weg.
- ExpressJet 2020: Die Konkurrentin ExpressJet verlor 2020 ihren United-Vertrag an CommuteAir und stellte danach den Betrieb ein. Das wird gern verwechselt.
Stand Oktober 2026
Regionalairlines hängen am Vertrag mit ihrer großen Partnerin. Ändert United seine Planung, kann sich das Bild schnell verschieben. Nach allen öffentlich verfügbaren Angaben fliegt CommuteAir aber weiter, und der laufende Vertrag reicht bis Ende 2028.
Codes, Rufzeichen und der Namenswechsel
- IATA-Code C5: die eigene Kennung der Airline. Im Alltag siehst du sie selten, weil die Flüge als United-Flüge verkauft werden.
- ICAO-Code UCA: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf ADS-B-Trackern.
- Rufzeichen COMMUTEAIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- Flugnummer UA: Im Ticket und auf der Anzeigetafel steht eine United-Nummer, bei CommuteAir häufig im Viertausenderbereich.
Gegründet wurde die Airline als CommutAir, ohne „e“ in der Mitte. Am 26. Juli 2022 änderte sie ihren Namen offiziell in CommuteAir. In älteren Fotodatenbanken, Logbüchern und Unfallberichten taucht deshalb noch die alte Schreibweise auf. Wenn du deine Sichtungen sortierst, lohnt es sich, beide Namen derselben Airline zuzuordnen. Als Betreiber erscheint in US-Registern außerdem die Firma Champlain Enterprises – ein Überbleibsel aus der Gründungszeit im Norden des Bundesstaats New York.
Tracker richtig lesen
United Express ist eine Marke, keine Airline. Unter dem gleichen Kleid fliegen mehrere Gesellschaften – der ICAO-Code im Tracker trennt sie. Steht dort UCA, ist es CommuteAir. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter; warum Flugnummer und Betreiber auseinanderfallen, erklärt der Artikel Codeshare-Flüge erklärt.
Von Plattsburgh nach Houston: die Geschichte
Turboprops für USAir und Continental
Den ersten Flug machte CommutAir am 1. August 1989 vom Flughafen Plattsburgh im Norden des Bundesstaats New York aus. Anfangs war die Airline Partnerin von USAir, später US Airways, und flog mit Beechcraft 1900 – kleinen Turboprops mit 19 Sitzen.
Ende 2000 einigten sich US Airways und CommutAir nicht auf eine Verlängerung. Die Airline wechselte zu Continental Airlines und flog fortan als Continental Connection. Anfang 2002 baute sie in Albany ein kleines Drehkreuz auf, das zu Spitzenzeiten mit Beech 1900 rund 20 Städte im Nordosten der USA und in Kanada verband. Ab März 2003 flog CommutAir zusätzlich Zubringer zum Continental-Drehkreuz Cleveland.
Dash 8 und der Weg zu United
2006 übernahm CommutAir Dash-8-200-Turboprops von Horizon Air, 2007 verschwand die Beech 1900 aus der Flotte. In dieser Zeit verlegte die Airline ihren Betrieb vom Clinton County Airport bei Plattsburgh nach Cleveland. 2008 kam eine Basis in Newark dazu.
Mit der Fusion von United und Continental wurde CommutAir 2010 zur United-Express-Airline. Später kamen auch Dash 8-300 in die Flotte, 2012 eröffnete die Airline eine Basis in Washington-Dulles. Als United sein Drehkreuz in Cleveland aufgab, schloss CommutAir 2014 die dortige Basis.
Der Umstieg auf den Jet
Im November 2015 vereinbarten United und CommutAir, die Flotte um Embraer ERJ145 zu ergänzen. Im Juli 2016 flog der erste Jet planmäßig, von Washington nach Columbia in South Carolina. Danach ging es schnell: Die Turboprops wurden nach und nach ersetzt, der letzte Turboprop-Flug für United Express ging am 7. Januar 2018 von Syracuse nach Dulles.
2020: einziger ERJ145-Betreiber
Die Pandemie brachte den größten Sprung. Im Sommer 2020 kündigte United an, den Vertrag mit ExpressJet zu beenden und alle ERJ145-Flüge bei CommutAir zu bündeln. United begründete das mit der kleineren Nachfrage und einem vereinfachten Partnernetz. Ab September 2020 flog CommutAir auch ab Houston, ab 2021 zusätzlich ab Denver. Denver gab die Airline im Mai 2024 wieder auf.
| Zeitraum | Partner | Typische Flugzeuge |
|---|---|---|
| 1989–2000 | USAir / US Airways | Beechcraft 1900 |
| 2000–2010 | Continental Airlines | Beechcraft 1900, ab 2006 Dash 8-200 |
| seit 2010 | United Airlines (United Express) | Dash 8-200 und -300, ab 2016 Embraer ERJ145 |
| seit 2018 | United Airlines (United Express) | nur noch Embraer ERJ145, dazu eine E170 für Charter |
Die Flotte: ERJ145 und eine E170
Die Flotte ist heute so einheitlich wie selten in der Geschichte der Airline. Laut CommuteAir sind 59 Embraer ERJ145 für United Express im Einsatz, dazu kommt eine Embraer E170 für Charterflüge. Nach Angaben von ch-aviation gehören alle ERJ145 United; inklusive abgestellter Maschinen umfasste der Bestand Anfang 2025 deutlich mehr als die aktiven 59 Flugzeuge.
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer ERJ145 (vor allem ERJ145XR) | 59 im Einsatz | 50 | United Express ab Dulles und Houston | T-Leitwerk, Hecktriebwerke, kleine Winglets |
| Embraer E170 | 1 | 76 | Charter | Einzelstück, Triebwerke unter dem Flügel |
| Beechcraft 1900 | historisch | 19 | bis 2007 | Turboprop der Gründerjahre |
| Dash 8-200 / Dash 8-300 | historisch | – | bis Januar 2018 | Hochdecker-Turboprops |
Die Embraer ERJ145 ist ein schlanker Regionaljet mit 50 Sitzen in einer Reihe aus Einzel- und Doppelsitz. Zwei Triebwerke sitzen hinten am Rumpf, das Höhenleitwerk thront oben auf der Seitenflosse. Die XR-Version ist auf größere Reichweite ausgelegt; an ihr fallen die kleinen Winglets an den Flügelspitzen auf. Verwandt ist die kürzere ERJ 135, die du bei CommuteAir aber nicht findest. Hersteller ist Embraer aus Brasilien.
Die einzelne Embraer E170 ist eine andere Liga: größerer Rumpf, Triebwerke unter den Flügeln, 76 Sitze. CommuteAir nutzt sie für Charterflüge, die Kunden direkt bei der Airline buchen. Verwechsle sie nicht mit der E175, die viele andere United-Express-Partner fliegen – wie du die E-Jets auseinanderhältst, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden.
Die E170 fehlt dir noch?
Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in der Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du CommuteAir erkennst
Das Logo von CommuteAir suchst du am Flugzeug vergeblich. Die ERJ145 tragen die United-Express-Bemalung: weißer Rumpf, dunkelblauer Bauch, blaues Leitwerk mit dem United-Globus und der Schriftzug „United Express“. Der Name des Betreibers steht, wie bei US-Regionalpartnern üblich, höchstens klein in der Nähe der Tür.
Die eigentliche Erkennung läuft deshalb in zwei Schritten: erst der Typ, dann der Betreiber.
Typ bestimmen
Kleiner Jet, T-Leitwerk, Triebwerke am Heck, sehr schlanker Rumpf: Das ist eine Embraer ERJ145 – keine CRJ und keine E175.
Bemalung prüfen
United-Express-Titel und Globus am Leitwerk: Damit bist du im United-Netz.
Tracker abgleichen
Steht im Tracker UCA und als Typ E45X oder E145, fliegt CommuteAir. Bei United Express ist sie der einzige ERJ145-Betreiber.
Kennzeichen notieren
Das N-Kennzeichen am Heck macht die Sichtung eindeutig, unabhängig von Flugnummer und Marke.
Gerade bei der Typbestimmung ist Vorsicht angebracht. Die Bombardier CRJ200 sieht der ERJ145 auf den ersten Blick ähnlich: auch T-Leitwerk, auch Hecktriebwerke, auch rund 50 Sitze. Achte auf die Proportionen.
Das spricht für die ERJ145
- Sehr langer, dünner Rumpf mit spitz zulaufender Nase
- Fahrwerk wirkt hoch, der Rumpf steht deutlich über dem Boden
- Bei der XR kleine, nach oben stehende Winglets
- Auf Trackern als E45X oder E145 geführt
Das spricht für die CRJ200
- Etwas gedrungener Rumpf mit runderer Nase
- Rumpf liegt tiefer, Flügel deutlicher gepfeilt
- Geschwungene Winglets
- Auf Trackern als CRJ2 geführt
Mehr Hilfe bei solchen Fällen gibt der Überblick Regionaljets erkennen. Und wenn du die US-Kennzeichen sauber lesen willst, erklärt der Artikel zu den US-amerikanischen N-Nummern, wie sie aufgebaut sind.
CommuteAir im United-Express-Netz
United Express ist ein Verbund mehrerer Regionalairlines. Neben CommuteAir fliegen laut Stand 2025 auch GoJet, Mesa, Republic Airways und SkyWest für United. Die Aufgaben sind verteilt: Die anderen setzen vor allem größere Regionaljets wie CRJ-Varianten und die E175 ein, CommuteAir ist bei United der Spezialist für die 50-Sitzer ERJ145.
Verträge und Flotten der Partner ändern sich regelmäßig, und 2025 haben Mesa und Republic zudem eine Fusion vereinbart. Für dich als Spotter ist die Regel aber praktisch: Siehst du eine ERJ145 in United-Express-Farben, ist es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit CommuteAir.
Weil die Flüge unter United-Nummern laufen, sind sie Teil des Netzes der Star Alliance. Ein eigenes Mitglied ist CommuteAir nicht. Wie sich das Geschäft von Regionalpartnern von klassischem Wet-Lease unterscheidet, liest du im Artikel Wet-Lease erklärt.
CommuteAir spotten
Nach Europa fliegt CommuteAir nicht – die ERJ145 ist für kurze bis mittlere Strecken innerhalb Nordamerikas gebaut. Wer die Airline ins Logbuch bringen will, plant das für die nächste USA-Reise. Die besten Chancen hast du an den zwei Drehkreuzen.
Washington-Dulles: Am Flughafen Washington Dulles gehören die kleinen United-Express-Jets zum Alltag. Ein bekannter Platz ist das Udvar-Hazy Center des Smithsonian direkt am Flughafen: Vom Beobachtungsturm siehst du den Betrieb auf den Pisten, und unten wartet eine große Luftfahrtsammlung.
Houston-Intercontinental: Seit 2020 ist Houston die zweite große Basis. Hier starten die ERJ145 vor allem zu Zielen in Texas, im Süden der USA und nach Mexiko.
Zusätzlich taucht CommuteAir an vielen Außenstationen auf, etwa in Städten im Bundesstaat New York, in Pennsylvania, Virginia, den Carolinas oder im Süden der USA. Das Netz ändert sich mit jedem Flugplan, deshalb lohnt der Blick auf aktuelle Daten.
Gute Chancen auf CommuteAir, wenn …
- du in Washington-Dulles oder Houston-Intercontinental spottest
- dein Zielflughafen von United Express mit 50-Sitzern bedient wird
- du per Tracker vorab nach UCA-Flügen an deinem Flughafen suchst
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Denver hat CommuteAir im Mai 2024 aufgegeben
- du gezielt die einzelne E170 sehen willst, die nur im Charter fliegt
Eher kein CommuteAir-Tag, wenn …
- du in Europa spottest – dort fliegt United nur mit Langstreckenjets
Sicherheit und Regeln
Auch in den USA gilt: Nur von öffentlich zugänglichen Bereichen fotografieren, Zäune und Sperrzonen respektieren und keine Drohnen in Flughafennähe. Wer neu dabei ist, findet die Grundlagen im Guide Planespotting für Einsteiger.
Zwei Unfälle in der Geschichte
Zur Geschichte gehören auch zwei Unfälle, die in Berichten der US-Unfallbehörde NTSB aufgearbeitet sind. Am 3. Januar 1992 verunglückte eine Beechcraft 1900C im Anflug auf Saranac Lake im Bundesstaat New York; zwei der vier Menschen an Bord starben. Am 4. März 2019 setzte eine ERJ145XR beim zweiten Landeanflug auf Presque Isle, Maine, im verschneiten Gelände neben der Piste auf. Laut NTSB wurden drei Menschen leicht verletzt, der Erste Offizier und zwei Passagiere; das Flugzeug wurde abgeschrieben. Das NTSB sah die Ursache vor allem darin, dass die Crew den Sinkflug fortsetzte, ohne die Piste sicher erkannt zu haben, und kritisierte auch die Ausbildung bei der Airline.
Häufige Verwechslungen
- CommuteAir für eingestellt halten – geschlossen wurden nur einzelne Basen; der United-Vertrag läuft bis Ende 2028.
- CommutAir und CommuteAir für zwei Airlines halten – es ist dieselbe Firma, nur 2022 umbenannt.
- United Express für eine Airline halten – die Marke umfasst mehrere Betreiber, der ICAO-Code im Tracker entscheidet.
- ERJ145 mit CRJ200 verwechseln – schlankerer Rumpf, höheres Fahrwerk und spitze Nase sprechen für Embraer.
- Die E170 für eine United-Express-E175 halten – die E170 von CommuteAir ist ein Einzelstück für Charterflüge.
- CommuteAir mit ExpressJet verwechseln – ExpressJet flog die ERJ145 bis 2020 und hat den Betrieb danach eingestellt.
United Express im Blick behalten
Beobachte Kennzeichen, Typen oder Airlines und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
CommuteAir ist das Gegenteil einer Airline mit großem Auftritt: kein eigenes Logo am Rumpf, keine eigenen Tickets, keine Langstrecke. Gerade deshalb ist sie für Spotter interessant. Seit 1989 hat sie für drei große US-Airlines geflogen, vom Beech-1900-Turboprop bis zum Regionaljet, und heute ist sie der letzte Betreiber der ERJ145 bei United Express. Wer den ICAO-Code UCA und das Kennzeichen mitnotiert, ordnet jede dieser Sichtungen sauber zu.
Kurzfazit
CommuteAir (IATA C5, ICAO UCA), bis 2022 CommutAir, ist eine aktive US-Regionalairline und fliegt mit rund 60 Embraer ERJ145 als United Express ab Washington-Dulles und Houston. Eine ERJ145 in United-Express-Farben ist fast immer eine CommuteAir-Maschine.
Zusammenfassung
- CommuteAir begann 1989 mit Turboprops im Norden des Bundesstaats New York und flog nacheinander für USAir, Continental und United.
- Seit 2018 fliegt die Airline nur noch Jets: Die Embraer ERJ145 ersetzte Beech 1900, Dash 8-200 und Dash 8-300.
- Am Flugzeug steht nicht CommuteAir, sondern United Express – erst Tracker-Code UCA und Typ E45X verraten den Betreiber.
- Für Spotter aus Europa ist die ERJ145 im United-Express-Kleid ein typisches US-Motiv, das es so nur an wenigen Flughäfen in den USA gibt.
Häufige Fragen
Hat CommutAir den Flugbetrieb eingestellt?
Nein, nach allen verfügbaren Quellen nicht. Im Mai 2025 hat die Airline ihren Vertrag mit United bis Ende 2028 verlängert, und noch 2026 wirbt sie mit über 200 täglichen Flügen. Geschlossen wurden nur einzelne Standorte: die Crew-Basen in Denver im Mai 2024 und die Wartungsbasis in Lincoln, Nebraska, im Juli 2025. Eingestellt hat dagegen 2020 die Konkurrentin ExpressJet, deren ERJ145-Flüge an CommuteAir gingen.
Warum heißt die Airline mal CommutAir und mal CommuteAir?
Gegründet wurde sie als CommutAir. Am 26. Juli 2022 wurde der Name offiziell in CommuteAir geändert, mit „e“ in der Mitte. In älteren Logbüchern, Fotodatenbanken und Unfallberichten findest du deshalb noch die alte Schreibweise.
Welchen IATA- und ICAO-Code hat CommuteAir?
Der IATA-Code ist C5, der ICAO-Code UCA, das Rufzeichen „COMMUTEAIR“. Im Ticket siehst du trotzdem meist eine United-Flugnummer mit UA, weil CommuteAir im Auftrag von United fliegt.
Welche Flugzeuge fliegt CommuteAir?
Für United Express fliegt CommuteAir laut eigener Website 59 Embraer ERJ145 mit 50 Sitzen; die Flugzeuge gehören United. Dazu kommt eine einzelne Embraer E170, die die Airline für Charterflüge nutzt. Früher flog CommuteAir Beechcraft 1900 sowie Dash 8-200 und Dash 8-300.
Wo kann ich CommuteAir spotten?
Am sichersten an den beiden United-Drehkreuzen Washington-Dulles und Houston-Intercontinental. Von dort fliegen die ERJ145 vor allem zu mittelgroßen und kleineren Städten im Osten und Süden der USA. Das Streckennetz ändert sich mit jedem Flugplan, prüf es deshalb vorher.
Fliegt CommuteAir nach Europa?
Nein. Die ERJ145 ist ein Regionaljet für kurze bis mittlere Strecken innerhalb Nordamerikas. Nach Europa fliegt United nur mit Langstreckenflugzeugen; CommuteAir-Sichtungen sind eine Sache für deine nächste USA-Reise.
Gehört CommuteAir zur Star Alliance?
Nicht als eigenes Mitglied. Weil CommuteAir aber als United Express unter United-Flugnummern fliegt, sind die Flüge Teil des Netzes von United und damit der Star Alliance. Meilen sammelst du über das United-Programm MileagePlus.
CommuteAir im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer ERJ 145
Lange Nase, Hecktriebwerke, T-Leitwerk und drei Sitze pro Reihe: Die ERJ 145 ist das 50-sitzige Grundmodell der ERJ-Familie und Embraers Durchbruch bei den Jets – mit über 1.200 gebauten Familienmitgliedern.
FlugzeugtypEmbraer E170
Der kleinste E-Jet der ersten Generation: Die E170 brachte 2004 bei LOT die ganze Familie in den Liniendienst, wird nicht mehr gebaut und ist in Europa ein Auslaufmodell. So trennst du sie von der fast identischen E175.
FlugzeugtypEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-200 (Q200)
Von außen eine Dash 8-100, unter der Haube deutlich mehr Leistung: Die Dash 8-200 ist die schnellere Kurzversion der Dash-8-Familie. Nur 105 Exemplare wurden gebaut, heute fliegen sie vor allem in Norwegen und Island.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-300 (Q300)
Länger als die Dash 8-100, deutlich kürzer als die Q400 und mit vier Blättern pro Propeller: Die Dash 8-300 ist die mittlere Größe der Dash-8-Familie. Widerøe, PAL und Air New Zealand fliegen sie noch, bei Air Canada Express ist sie Geschichte.
Weitere Airlines
United Airlines
Die US-Netzwerk-Airline mit dem Globus am Leitwerk: Wurzeln bis 1926, Sitz in Chicago, Gründungsmitglied der Star Alliance und in Europa vor allem mit 767, 777 und 787 unterwegs.
RegionalExpressJet Airlines
Historische US-Regionalairline: als Continental Express Erstkunde der Embraer-Regionaljets, nach der Fusion mit ASA zeitweise die größte Regionalairline der Welt, 2020 Ende bei United Express und 2022 Aus für den Ableger aha!.
RegionalSkyWest Airlines
Die größte Regionalairline der USA aus St. George in Utah: über 500 Embraer E175 und Bombardier CRJ, die in den Farben von United Express, Delta Connection, American Eagle und Alaska fliegen – aber fast nie unter eigenem Namen.
RegionalMesa Airlines
Die Regionalairline aus Phoenix begann 1980 mit einer einmotorigen Piper in New Mexico und flog zuletzt 60 Embraer E175 für United Express. Ende 2025 ging Mesa im Konzern von Republic Airways auf.
RegionalGoJet Airlines
Die Regionalairline aus dem Großraum St. Louis gehört zu Trans States Holdings, fliegt seit 2005 für United Express und war 2019 die erste Betreiberin des CRJ550 – des 50-Sitzers mit echter First Class.
RegionalRepublic Airways
Die Regionalairline aus Carmel, Indiana, fliegt ausschließlich Embraer E170 und E175 – in den Farben von American Eagle, Delta Connection und United Express. Seit der Fusion mit Mesa Ende 2025 ist sie nach eigenen Angaben die zweitgrößte unabhängige Regionalairline der USA.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Embraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
AllianzStar Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Washington Dulles
Der internationale Flughafen der US-Hauptstadt: Eero Saarinens geschwungenes Terminal von 1962, rollende Mobile Lounges, ein großes United-Drehkreuz mit Langstrecke nach Europa, Afrika und Asien – und gleich nebenan ein Museum mit Aussichtsturm und Space Shuttle.
Wo du CommuteAir vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Passende Guides aus dem Blog
- Regionaljets erkennen: CRJ, E-Jet, A220, Avro RJ und Fokker im Vergleich
- US-amerikanische N-Nummern: Aufbau, Vergabe und FAA-Registerabfrage
- Codeshare-Flüge erklärt: warum ein Flug mehrere Flugnummern hat
- Flugverfolgung für Spotter: ADS-B, Flightradar & Co. richtig nutzen
- Wet-Lease erklärt: warum fremde Flugzeuge für deine Airline fliegen



