Mil Mi-26

Acht Rotorblätter, 32 Meter Rotorkreis, 20 Tonnen Nutzlast: Der Mil Mi-26 ist der größte Hubschrauber, der je in Serie gebaut wurde. Hier erfährst du, wie er entstand, was ihn technisch ausmacht, wo er eingesetzt wird und woran du ihn sofort erkennst.

Auch bekannt als: Halo · Mi-26T · Mi-26TS · Mi-26T2 · Mi-26T2V · Mi-26TP · Mi-26TM · Mi-26PK · Mi-26MS

RusslandMilHubschrauberICAO-Typcode: MI2610 Min. Lesezeit

MI26

ICAO-Typcode

1977

Erstflug

8

Hauptrotorblätter

20 t

max. Nutzlast

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mi-26 ist der größte Hubschrauber, der je in Serie gebaut wurde – entwickelt als Nachfolger des Mi-6, Erstflug am 14. Dezember 1977.
  • Schnellster Erkennungsweg: acht Rotorblätter am Hauptrotor plus riesiger Rumpf mit Heckklappen. Damit ist der Typ praktisch unverwechselbar.
  • Bis zu 20 Tonnen Nutzlast passen in den Laderaum oder hängen am Haken – etwa so viel wie ein beladener Lkw.
  • Bekannt wurde er durch spektakuläre Lasten: Einsätze in Tschernobyl, ein Mammut im Eisblock, geborgene Hubschrauber aus Afghanistan.
  • In Mittel- und Westeuropa ist er heute eine absolute Rarität; im Flugplan und in Tracking-Diensten läuft er unter MI26.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist der Mil Mi-26?
  2. 2.Entwicklung: vom Mi-6 zum Mi-26
  3. 3.Technik in Kürze
  4. 4.Versionen im Überblick
  5. 5.Einsätze, die Geschichte schrieben
  6. 6.Wer fliegt den Mi-26?
  7. 7.So erkennst du den Mi-26 sofort
  8. 8.Fototipps für den Riesen
  9. 9.Den Mi-26 online verfolgen
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerKonstruktionsbüro Mil (Moskau), Serienbau bei Rostvertol in Rostow am Don
NATO-CodenameHalo
ICAO-TypcodeMI26
Erstflug14. Dezember 1977
Erste Serienmaschine1980 in Rostow am Don
BauartSchwerer Transporthubschrauber mit einem Hauptrotor, Heckrotor und Heckladeklappen
Triebwerke2 × Lotarew D-136 (Wellenturbinen, je rund 10.000 bis 11.400 PS je nach Quelle)
Hauptrotor8 Blätter, 32,00 m Durchmesser
Heckrotor5 Blätter
Länge mit drehenden Rotoren40,03 m
Rumpflängerund 33,7 m
Höherund 8,15 m bis zum Rotorkopf (rund 11,6 m über alles)
Laderaumrund 12 m lang, 3,2 m breit, 2,95 bis 3,17 m hoch
Max. Abfluggewicht56.000 kg
Max. Nutzlast20.000 kg (innen oder als Außenlast)
Reisegeschwindigkeitrund 255 km/h
Höchstgeschwindigkeitrund 295 km/h
Besatzung5 (Mi-26T2: 2 Piloten)

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Achtblättriger Hauptrotor mit 32 m Durchmesser – kein anderer Serienhubschrauber hat so viele Blätter am Hauptrotor
  • Gewaltiger, bauchiger Rumpf mit zwei großen Heckladeklappen und Rampe unter dem hochgezogenen Heckausleger
  • Zwei Turbinen nebeneinander oben auf dem Rumpf, vor dem Rotormast, mit großen, runden Lufteinläufen
  • Fünfblättriger Heckrotor am Ende eines dicken, nach oben geknickten Heckauslegers
  • Verglaste Cockpitnase mit vielen kleinen Scheiben und Bugfahrwerk, dazu ein mehrrädriges Hauptfahrwerk
  • Schiere Größe: Selbst ein CH-47 Chinook oder CH-53 wirkt daneben kompakt

Aktualisiert: Oktober 2026 – Wenn ein Mi-26 über dich hinwegdonnert, verschieben sich die Maßstäbe. Ein Rotorkreis fast so breit wie die Spannweite einer A320, darunter ein Laderaum etwa so lang wie ein Linienbus, und am Haken womöglich ein anderer Hubschrauber: Der Mil Mi-26, NATO-Codename „Halo“, ist der größte Hubschrauber, der je in Serie ging. Auf dieser Seite erfährst du, wie er entstand, was technisch in ihm steckt, welche spektakulären Einsätze ihn berühmt gemacht haben und woran du ihn auf einen Blick erkennst – falls du ihm je begegnest.

Ein Riese für deinen Hangar

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Was ist der Mil Mi-26?

Der Mi-26 ist ein schwerer Transporthubschrauber aus dem Moskauer Konstruktionsbüro Mil, das auch den Allrounder Mi-8/Mi-17 und den Kampfhubschrauber Mi-24 Hind hervorgebracht hat. Er transportiert Fahrzeuge, Baumaschinen, Container, Bohrausrüstung und ganze Hubschrauber – dorthin, wo es weder Straßen noch Landebahnen gibt. Militärisch bringt er Truppen und schweres Gerät an die Front, zivil hebt er Strommasten, Brückenteile oder Ausrüstung für Öl- und Gasprojekte.

Seine Bedeutung ergibt sich aus der Geografie der Sowjetunion: Sibirien, der Ferne Osten und der hohe Norden sind riesig, dünn besiedelt und kaum erschlossen. Ein Hubschrauber, der die Last eines Lkw ohne Straße ans Ziel bringt, war dort keine Spielerei, sondern Infrastruktur. Deshalb sollte der Mi-26 den älteren Schwerlasthubschrauber Mi-6 ablösen – mit deutlich mehr Nutzlast bei kaum größeren Abmessungen.

MI26ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
32 mDurchmesser des achtblättrigen Hauptrotors
56 tmaximales Abfluggewicht

Entwicklung: vom Mi-6 zum Mi-26

Anfang der 1970er-Jahre stellte die sowjetische Führung die Anforderungen auf: Der neue Hubschrauber sollte deutlich mehr tragen als der Mi-6, aber nicht wesentlich größer und schwerer werden. Das zwang die Ingenieure zu einem neuen Ansatz bei Rotor, Getriebe und Werkstoffen. Statt eines riesigen Fünfblattrotors wie beim Mi-6 (rund 35 Meter Durchmesser) setzte das Mil-Büro auf einen etwas kleineren Rotor mit acht Blättern, der den Auftrieb auf mehr Fläche verteilt. Das Hauptgetriebe musste die Leistung zweier sehr starker Turbinen bündeln – eine Aufgabe, die das Büro schließlich selbst übernahm, weil sich kein externer Entwickler dafür fand.

Am 14. Dezember 1977 hob der erste Prototyp ab. Die erste Serienmaschine entstand 1980 im Werk in Rostow am Don, dem heutigen Unternehmen Rostvertol, wo der Typ bis heute gebaut und modernisiert wird. In den Dienst der sowjetischen Streitkräfte trat der Mi-26 Mitte der 1980er-Jahre; parallel lief die zivile Version Mi-26T an, unter anderem für Aeroflot. Bis Mitte der 2010er-Jahre wurden gut 300 Exemplare gebaut.

Schon früh stellte der Hubschrauber seine Kraft öffentlich unter Beweis: Am 3. Februar 1982 hob ein Mi-26 bei einem Rekordflug eine Gesamtmasse von rund 56,8 Tonnen auf 2.000 Meter Höhe – ein Wert, der als FAI-Weltrekord gilt.

Technik in Kürze

Herzstück sind zwei Lotarew D-136-Wellenturbinen, die nebeneinander oben auf dem Rumpf vor dem Rotormast sitzen. Für die Leistung kursieren je nach Quelle und Version Werte zwischen rund 10.000 und 11.400 PS pro Triebwerk – in jedem Fall eine Klasse für sich im Hubschrauberbau.

Der Hauptrotor misst 32 Meter im Durchmesser und trägt acht Blätter an einer Nabe aus Titan. Hinten am hochgezogenen Heckausleger sitzt ein fünfblättriger Heckrotor aus Verbundwerkstoff, der das Drehmoment ausgleicht. Mit drehenden Rotoren kommt der Mi-26 auf rund 40 Meter Gesamtlänge, der Rumpf allein misst knapp 34 Meter.

Der Laderaum ist rund 12 Meter lang, 3,2 Meter breit und knapp 3 Meter hoch – ungefähr die Ausmaße einer Lkw-Ladefläche, nur höher. Beladen wird über zwei große, seitlich aufschwenkende Heckklappen und eine absenkbare Rampe; zwei elektrische Winden ziehen schwere, nicht selbst fahrende Güter in den Laderaum. Wahlweise hängt die Last am Außenlasthaken unter dem Rumpf. Die maximale Nutzlast liegt bei 20 Tonnen, das maximale Abfluggewicht bei 56 Tonnen.

Das Fahrwerk ist ein festes Bugradfahrwerk. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei rund 255 km/h, die Höchstgeschwindigkeit bei rund 295 km/h. Die klassische Besatzung besteht aus fünf Personen: zwei Piloten, Navigator, Flugingenieur und Bordtechniker.

Merkmal Mil Mi-26 Boeing CH-47F Chinook
ICAO-Typcode MI26 H47
Rotorkonzept 1 Hauptrotor (8 Blätter) + Heckrotor 2 Tandemrotoren (je 3 Blätter)
Rotordurchmesser 32,0 m 2 × 18,3 m
Max. Abfluggewicht 56 t rund 24,5 t (Block II)
Max. Nutzlast 20 t deutlich weniger
Heckrampe ja, mit Doppelklappen ja

Der Vergleich zeigt, warum der Mi-26 einzigartig ist: Er wiegt voll beladen mehr als doppelt so viel wie der CH-47 Chinook, der im Westen als Schwerlasthubschrauber gilt. Auch der Sikorsky CH-53, lange das Arbeitspferd der Bundeswehr, spielt in einer kleineren Liga.

Versionen im Überblick

Über die Jahrzehnte entstanden zahlreiche Varianten. Für Spotter sind sie von außen meist schwer auseinanderzuhalten, die Kennung oder Registrierung gibt den Ausschlag.

Mi-26 und Mi-26T

Die militärische Grundversion und die zivile Transportausführung. Die Mi-26T ist die Basis der meisten zivilen Schwerlasteinsätze, etwa bei Öl- und Gasprojekten oder im Bauwesen.

Mi-26TS

Zivile Version, die Mitte der 1990er-Jahre ihre Zulassung erhielt und vor allem für zivile Schwerlast- und Charteraufträge genutzt wird.

Mi-26TP

Löschhubschrauber mit Tanks im Laderaum oder einem großen Löschbehälter am Seil – bei Waldbränden eine enorme Wassermenge pro Abwurf.

Mi-26T2 und Mi-26T2V

Modernisierte Generation mit digitalem Cockpit, das den Betrieb mit zwei Piloten ermöglicht. Die militärische T2V flog 2018 erstmals und bringt zusätzlich neue Avionik und Selbstschutzsysteme.

Daneben gibt es Sonderausführungen wie die fliegenden Kräne Mi-26TM und Mi-26PK mit einer zusätzlichen Kabine für einen Lastführer, die Sanitätsversion Mi-26MS und den Tanker Mi-26TZ, der Treibstoff an Fahrzeuge und andere Luftfahrzeuge am Boden abgeben kann. Andere Projekte wie der fliegende Gefechtsstand Mi-27 kamen über zwei gebaute Exemplare nicht hinaus.

Einsätze, die Geschichte schrieben

Kaum ein Hubschrauber hat so viele ungewöhnliche Lasten getragen. Einige Missionen sind auch außerhalb der Luftfahrtszene bekannt geworden.

Tschernobyl 1986: Nach der Reaktorkatastrophe flogen Mi-26 über dem havarierten Kraftwerk. Sie maßen Strahlung und warfen Material ab, das den offenen Reaktor abdecken sollte. Mindestens eine eigens angepasste Maschine war danach so stark kontaminiert, dass sie nicht mehr zurück in den Dienst kam.

Das Jarkow-Mammut 1999: In Sibirien hob ein Mi-26 einen rund 23 Tonnen schweren gefrorenen Erdblock mit den Überresten eines Wollhaarmammuts aus dem Permafrost und flog ihn zur weiteren Untersuchung ab – Bilder, die um die Welt gingen.

Afghanistan 2002: Ein gecharterter Mi-26 barg einen notgelandeten US-Chinook (MH-47E) aus dem Gebirge – der Hubschrauber sowjetischer Bauart trug den amerikanischen Schwerlasthubschrauber als Außenlast über Hunderte Kilometer.

Sichuan 2008: Nach dem schweren Erdbeben in China schleppten Mi-26 Baumaschinen zu Erdrutsch-Stauseen, die zu brechen drohten, damit dort Abflusskanäle gegraben werden konnten.

Genfersee 2009: Ein Mi-26 hob den Rumpf des Rennkatamarans Alinghi 5 aus der Werfthalle in Villeneuve im Kanton Waadt und setzte ihn am Genfersee ab – einer der seltenen Auftritte des Typs in Mitteleuropa.

Zur Geschichte gehören auch dunkle Kapitel. Im August 2002 wurde ein voll besetzter Mi-26 über Tschetschenien von einer Rakete getroffen und stürzte ab; mit über 100 Toten gilt das Unglück als das folgenschwerste der Hubschraubergeschichte. Weitere Maschinen gingen bei Kriegseinsätzen und Unfällen verloren, etwa 2009 in Afghanistan, wo ein gecharterter Mi-26 abgeschossen wurde.

Hubschrauber am Haken bestimmen

Trägt ein Mi-26 einen anderen Hubschrauber als Außenlast, lohnt sich ein zweiter Blick auf die Last. Wie du Hubschraubertypen an Rotor, Heck und Rumpf auseinanderhältst, zeigt der Guide Hubschraubertypen erkennen.

Wer fliegt den Mi-26?

Der größte Betreiber sind die russischen Streitkräfte. Dazu kommen zivile russische Firmen wie UTair sowie das Katastrophenschutzministerium. Im Export landete der Mi-26 unter anderem bei den Streitkräften von Algerien, Kasachstan, Jordanien, Venezuela, Mexiko und Nordkorea. Indien betrieb den Typ lange bei der Luftwaffe, ebenso Belarus, die Ukraine und Peru; wie viele dieser Maschinen noch aktiv sind, schwankt je nach Quelle stark. In China setzt ein ziviler Betreiber den Mi-26T für Schwerlast- und Katastropheneinsätze ein.

Früher kam der Mi-26 auch im Westen zum Einsatz: Charterfirmen brachten ihn für Schwerlastaufträge nach Europa, Südkorea beschaffte zivile Kran-Ausführungen, und die Vereinten Nationen mieteten Maschinen für Missionen in Afrika. Seit den Sanktionen gegen Russland ab 2022 ist ein Einsatz russischer Hubschrauber in der EU praktisch nicht mehr möglich.

Region Trefferchance Warum
Deutschland, Österreich, Schweiz sehr gering Keine Betreiber, Charter aus Russland faktisch ausgeschlossen
Russland und Belarus hoch, aber heikel Heimat des Typs; strenge Fotoregeln an militärischen Anlagen
Kasachstan, Algerien, Indien gering bis mittel Militärische Betreiber, Sichtungen meist an Basen oder bei Paraden
Krisengebiete und UN-Missionen situationsabhängig Gelegentlich geleaste Maschinen für Logistik

Vorsicht beim Fotografieren im Ausland

Militärische Luftfahrzeuge und Flugplätze sind in vielen Ländern streng geschützt. Bevor du in Russland oder Belarus die Kamera hebst, lies den Beitrag Fotografierverbote in Russland und Belarus. Allgemeine Regeln rund um Militärgelände findest du unter Militärflugplätze fotografieren.

So erkennst du den Mi-26 sofort

Eigentlich ist der Mi-26 nicht zu verwechseln. Wer aber nur ein Foto aus großer Distanz hat oder einen Schwerlasthubschrauber am Horizont sieht, kann mit drei Schritten sicher eingrenzen.

Rotoren zählen

Ein einzelner Hauptrotor mit Heckrotor schließt den Chinook aus. Zwei Rotoren hintereinander? Dann ist es kein Mi-26.

Blätter zählen

Acht Blätter am Hauptrotor sind das sicherste Merkmal. Der Mi-8/Mi-17 hat fünf, der CH-53E sieben, der Mi-6 fünf.

Proportionen prüfen

Bauchiger, hoher Rumpf, Triebwerke oben vor dem Rotormast, Heckklappen unter einem dicken Heckausleger: Das ist das Bild des Mi-26.

Es spricht für den Mi-26, wenn …

  • du acht Blätter am Hauptrotor zählst
  • der Rumpf riesig wirkt und hinten große Ladeklappen hat
  • im Tracking-Dienst MI26 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • du nur fünf Blätter erkennen kannst – dann eher ein Mi-8/Mi-17 oder ein musealer Mi-6
  • der Hubschrauber eine schlanke, kranartige Silhouette ohne Laderaum hat – das spricht für den Sikorsky S-64 Skycrane

Es ist kein Mi-26, wenn …

  • zwei Hauptrotoren hintereinander drehen (Chinook)
  • Stummelflügel mit Waffenstationen am Rumpf sitzen (etwa Mi-24)
  • der Rotor sieben Blätter hat und der Heckrotor schräg steht (CH-53E)

Fototipps für den Riesen

Solltest du einem Mi-26 begegnen, zählt jeder Frame. Ein paar Dinge helfen.

  • Rotor sichtbar machen: Bei sehr kurzer Verschlusszeit wirkt der Rotor eingefroren und der Hubschrauber scheinbar im Absturz. Längere Belichtungszeiten mit Mitziehen zeigen die Rotorscheibe als Bewegung. Wie du die richtige Zeit findest, erklärt der Beitrag Propeller fotografieren.
  • Größenvergleich ins Bild holen: Menschen, Fahrzeuge oder die Außenlast machen die Dimensionen erst greifbar.
  • Weitwinkel mitnehmen: Mit 32 Metern Rotorkreis passt der Mi-26 aus der Nähe kaum ins Telebild.
  • Seitlich stehen: Im Profil zeigt sich das Verhältnis von Rumpf, Heckausleger und Rotor am besten.

Allgemeine Tipps für Drehflügler sammelt der Guide Hubschrauber spotten. Wie militärische Transportmaschinen generell zu bestimmen sind, steht in Militärtransporter erkennen – dort begegnen dir auch Giganten wie die Antonov An-124 oder die Iljuschin Il-76, die ebenfalls für Schwerlasttransporte stehen.

Seltene Typen nicht verpassen

Setz den Mi-26 auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn ein gesuchter Typ an einem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Den Mi-26 online verfolgen

Viele Mi-26 senden keine öffentlich sichtbaren Positionsdaten, vor allem militärische Maschinen nicht. Zivile Exemplare tauchen gelegentlich mit dem Code MI26 in ADS-B-Netzwerken auf. Ungefilterte Community-Tracker zeigen dabei mehr als kommerzielle Dienste. Wie du dort militärische Flüge findest und was die Daten bedeuten, erklärt Militärflugzeuge online verfolgen; Tipps speziell für Drehflügler liefert Hubschrauber auf dem Flugradar finden.

Wer sich allgemein für die Geschichte der Drehflügler interessiert, findet im Hubschraubermuseum Bückeburg eine große Sammlung – ob dort oder anderswo ein bestimmter Typ ausgestellt ist, prüfst du vor dem Besuch am besten direkt beim Museum.

Fazit

Der Mil Mi-26 ist ein Superlativ auf Rotoren: der größte Serienhubschrauber der Welt, gebaut für ein Land, in dem Straßen oft fehlen, und berühmt durch Lasten, die sonst niemand heben konnte. Für Spotter in Mitteleuropa ist er heute eine Legende, die man eher aus Videos kennt als aus eigener Anschauung. Umso größer ist der Moment, wenn man ihn doch einmal vor die Linse bekommt.

Kurzfazit

Acht Rotorblätter, gewaltiger Rumpf mit Heckklappen, 20 Tonnen Nutzlast: Das ist der Mi-26 „Halo“. Im DACH-Raum praktisch nicht anzutreffen, bleibt er einer der begehrtesten Einträge in jedem Hubschrauber-Hangar.

Zusammenfassung

  • Das Mil-Büro entwickelte den Mi-26 in den 1970er-Jahren als deutlich leistungsfähigeren Nachfolger des Mi-6; gebaut wird er bei Rostvertol in Rostow am Don.
  • Zwei D-136-Turbinen treiben einen achtblättrigen Rotor an, das maximale Abfluggewicht liegt bei 56 Tonnen, die Nutzlast bei 20 Tonnen.
  • Neben der russischen Armee nutzen bzw. nutzten unter anderem Algerien, Kasachstan, Indien, Jordanien, Venezuela und zivile Betreiber wie UTair den Typ.
  • Modernisierte Versionen wie Mi-26T2 und Mi-26T2V bringen ein digitales Cockpit; der Erstflug der T2V fand 2018 statt.

Häufige Fragen

Ist der Mi-26 wirklich der größte Hubschrauber der Welt?

Er ist der größte und schwerste Hubschrauber, der je in Serie gebaut wurde. Noch größer war nur der Mil V-12 (oft Mi-12 genannt) mit zwei seitlich angeordneten Rotoren – davon entstanden aber nur zwei Prototypen, in Serie ging er nie.

Welchen ICAO-Typcode hat der Mi-26?

Der Mi-26 läuft unter MI26. Unter diesem Code tauchen zivile und militärische Maschinen in Flugplänen und Tracking-Diensten auf, sofern sie überhaupt Positionsdaten senden.

Was bedeutet „Halo“?

„Halo“ ist der NATO-Codename des Mi-26. Die NATO vergab für sowjetische Hubschrauber Namen mit dem Anfangsbuchstaben H – so heißt der Mi-8 „Hip“ und der Mi-24 „Hind“. In Russland selbst ist der Name nicht gebräuchlich.

Wie viel kann ein Mi-26 tragen?

Bis zu 20 Tonnen, entweder im Laderaum oder als Außenlast am Haken. Im Laderaum finden in der militärischen Ausführung auch rund 80 bis 90 Soldaten oder bis zu 60 Tragen Platz. 1982 hob ein Mi-26 bei einem Rekordflug eine Gesamtmasse von über 56,7 Tonnen auf 2.000 Meter Höhe.

Warum hat der Mi-26 acht Rotorblätter?

Mehr Blätter verteilen den Auftrieb auf mehr Fläche. So kommt der Mi-26 mit einem kleineren Rotordurchmesser aus als sein Vorgänger Mi-6 (rund 35 m, fünf Blätter), trägt aber deutlich mehr. Ein kleinerer Rotor bedeutet zudem weniger Platzbedarf und geringere Belastung des Antriebsstrangs.

Kann ich einen Mi-26 in Deutschland sehen?

Nur mit viel Glück. Früher kamen gecharterte Mi-26 für Schwerlastaufträge gelegentlich nach Mitteleuropa, etwa 2009 für den Transport des Rennkatamarans Alinghi 5 am Genfersee. Seit 2022 sind solche Einsätze von russischen Maschinen in der EU praktisch ausgeschlossen. Realistischer sind Begegnungen im Ausland bei Betreibern wie Algerien, Kasachstan oder Indien – mit den dort geltenden Fotoregeln.

Wie unterscheide ich Mi-26 und Mi-6?

Am Rotor: Der Mi-6 hat fünf Blätter und kleine Stummelflügel am Rumpf, der Mi-26 acht Blätter und keine Flügel. Der Mi-6 ist zudem außer Dienst und nur noch in Museen zu sehen.

Mil Mi-26 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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